Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

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lool
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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von lool » 30.10.2013, 14:41

Hallo,
also ich muss mich leider ducken, da ich mich hierzu mal erkundigt habe. Die Haftpflicht kommt nicht auf, jetzt nicht weil man behaupten kann, die Schrauben seien zufällig abgerissen, das könnte man immer unterstellen.
Viel mehr gibt es in der Haftpflicht eine Mietsachschadenklausel, die besagt, dass Schäden an Sachen, die der versicherten Person länger als 3 Monate zur Verfügung gestellt wurden, von dem Versicherungsschutz ausgeschlossen sind. Diese Klausel gilt für 1 und 2 Familienhäuser, was in anderen Fällen gilt, hat mein Versicherer mir nicht gesagt. Offen bleibt auch, ob jeder Versicherer eine solche Klausel hat.

Kleki
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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von Kleki » 30.10.2013, 15:35

In den heutigen Standardversicherungsbedingungen für eine Privathaftpflichtversicherung sind Schäden an gemieteten Sachen nicht ausgeschlossen. Was anderes ist es bei Vereins-HV, Berufs-HV etc. oder evtl in älteren PHV-Verträgen. Aber dass kann frankh99 bei sich ja leicht nachlesen.

lool
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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von lool » 30.10.2013, 15:44

naja, dann ist das wohl von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich, bei meinem ist dies noch aktuell.

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Dinniz
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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von Dinniz » 30.10.2013, 16:45

Bei der Hauseinführung würde ich nicht rumfuschen mit Steckern und Verbindern.
Wenn der Einsatz kostenpflichtig für dich wird, sollte man dir vor den Arbeiten aber einen Preis nennen können.
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SpaceRat
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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von SpaceRat » 31.10.2013, 09:55

lool hat geschrieben:Viel mehr gibt es in der Haftpflicht eine Mietsachschadenklausel, die besagt, dass Schäden an Sachen, die der versicherten Person länger als 3 Monate zur Verfügung gestellt wurden, von dem Versicherungsschutz ausgeschlossen sind.
Hm.
Die Mietsachschadenklausel ist eigentlich ein Einschluß und kein Ausschluß.

Der Ausschluß erfolgt durch die Besitzklausel:
Vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind Ansprüche wegen Schäden an fremden Sachen, welche der Versicherungsnehmer gemietet, gepachtet, geliehen oder durch verbotene Eigenmacht erlangt hat oder die Gegenstand eines besonderen Verwahrungsvertrages sind.

Demgegenüber schließt die Mietsachschadenklausel dann Schäden an fest mit dem Gebäude verbundenen Teilen wieder ein, sofern nicht eine andere Versicherung (z.B. die Gebäudeversicherung) bereits für den Schaden aufkommen muß.
Zu den fest verbundenen Teilen würde ich dieses Kabel einfach mal zählen.

Und richtig spannend würde es, wenn man jetzt mal vier Meinungen (Einfach drei Juristen fragen) einholt, ob man das Kabel überhaupt gemietet, gepachtet oder geliehen hat ...

Also geliehen scheidet eigentlich schon aus, denn als Leihe bezeichnet man die unentgeltliche Überlassung, bei der das überlassene Gut am Ende im ursprünglichen Zustand wieder zurückgegeben wird. Wenn sich Schüler also vom Mitschüler ein Blatt Papier "leihen", dann leihen sie es eben nicht, das ist vielmehr ein zinsloses Darlehen ...

Miete oder Pacht sehe ich übrigens auch nicht wirklich, aber ich bin auch kein Jurist.
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SpaceRat
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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von SpaceRat » 31.10.2013, 11:03

Übrigens:

Ich stelle gerade fest, daß meine Gebäudeversicherung Schäden an "Technischen Gebäudebestandteilen", also z.B. Gas-, Elektro-, Fernsprech- und Antennenanlagen, mit abdeckt, inkl. solche durch
aa) Bedienungsfehler, Ungeschicklichkeit, Fahrlässigkeit
bb) Konstruktions-, Material- oder Ausführungsfehler

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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von frankh99 » 31.10.2013, 22:06

Die Versicherung zahlt nun doch. Dafür gibts aber nun andere Probleme :heul:

Gestern war ein Gutachter von der Versicherung da und hatte bestätigt, dass die Versicherung den Schaden übernimmt.
Was er bei Terminvereinbarung nicht gesagt hatte: die Versicherung hatte bereits einen Kostenvoranschlag von dem von UM benannten Tiefbauunternehmen eingeholt und die Firma mit zum Termin bestellt. Die hatten für die Reparatur mehr als 1600,- Euro veranschlagt und damit war die Versicherung nicht einverstanden. Der Gutachter hatte sich erst mit dem Mitarbeiter und dann mit dem später hinzugeholten Chef ganz schon gefetzt. Nachdem der Chef mehrmalige Nachfrage nach der Zusammensetzung der Kosten nicht beantworten konnte, wurde es ganz schön laut. Höhepunkt waren die Betrugsvorwürfe.
Ein ortsansässiges Unternehmen wollte für die selben Arbeiten nur 350,- Euro plus Material (Kabel, Muffe, HÜP) haben. Das will UM aber nicht, weil die UM selbst das Unternehmen bestimmen will.

Der ganze Ärger hat mich jetzt schon viel Nerven und noch mehr Zeit gekostet. Ich habe UM jetzt gekündigt. Der Vertrag läuft noch bis Januar. Wir haben seit dem Vorfall DVB-T und uns reicht das.
Vielleicht einigt sich die Versicherung irgendwie mit dem Tiefbauer und mit UM. Dann sollen sie das reparieren (vielleicht wird der Kabelanschluss später mal genutzt) oder falls nicht: auch egal.

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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von marty7 » 06.11.2013, 09:22

Die werden sich schon einigen :zwinker: Bin wohl mal gespannt wer den Auftrag bekommt :D
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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von koax » 06.11.2013, 10:20

Kleki hat geschrieben:Mit der Beurteilung von Sachbeschädigung und Haftpflicht wär ich hier vorsichtig.
Bei der Sachlage Fahrlässigkeit zu verneinen halte ich für etwas gewagt.
Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sicherlich, aber in dem Fall könnte ohnehin die Versicherung die Leistung verweigern.
Im übrigen enthält gemeinhin eine Haftpflichtversicherung einen passiven Rechtsschutz. Sollte also die Versicherung einen Schadenersatzanspruch des Geschädigten verneinen und der Versicherungsnehmer dennoch verklagt werden, übernimmt dieser Rechtsschutz der Versicherung die Vertretung.
http://www.versicherungswissen.org/Einz ... age13.html

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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von hankift » 17.11.2013, 00:55

koax hat geschrieben:Bei der Sachlage Fahrlässigkeit zu verneinen halte ich für etwas gewagt.
Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sicherlich, aber in dem Fall könnte ohnehin die Versicherung die Leistung verweigern.
Im übrigen enthält gemeinhin eine Haftpflichtversicherung einen passiven Rechtsschutz. Sollte also die Versicherung einen Schadenersatzanspruch des Geschädigten verneinen und der Versicherungsnehmer dennoch verklagt werden, übernimmt dieser Rechtsschutz der Versicherung die Vertretung.
http://www.versicherungswissen.org/Einzelfragen%20PHV/PHV-Frage13.html
Tatsächlich? Wusste ich gar nicht!
Weißt du da zufällig auch ob dann die Prozesskosten (egal wie dieser ausgeht) prinzipiell übernommen werden oder nur wenn man gewinnt?

Kenn die Handhabung von mehreren Vereinen etc - man wird vor Gericht zwar vertreten, muss aber im Fall dass man verliert alle Kosten selbst tragen.

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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von SpaceRat » 17.11.2013, 02:36

hankift hat geschrieben:Weißt du da zufällig auch ob dann die Prozesskosten (egal wie dieser ausgeht) prinzipiell übernommen werden oder nur wenn man gewinnt?
Der passive Rechtsschutz greift normalerweise in den Fällen, in denen die eigene Versicherung die gegnerische Forderung
- dem Grunde nach (Also komplett)
oder
- der Höhe nach
in Zweifel zieht.

Beispiel:
Versicherungsnehmer A beschädigt beim Zurücksetzen seines PKW das abgestellte Fahrzeugwrack des B. B macht gegenüber der PKW-Haftpflichtversicherung des A einen Schaden von 2000 EUR geltend. Die Versicherung von A zieht nun in Zweifel, daß an einem abzuwrackendem Fahrzeug (Uralt und Motorschaden) überhaupt noch ein Schaden dieser Höhe entstehen kann und wehrt sich gegen die Höhe der Forderung, z.B. indem sie einen Gutachter einschaltet und/oder Ermittlungen wegen Versicherungsbetruges gegen B veranlaßt.
In diesem Fall schützt die Versicherung des A den Versicherungsnehmer indirekt (Denn einen Schaden von 50 EUR kann A natürlich einfach zurückkaufen, um die Rückstufung zu vermeiden, bei 2000 EUR nicht). Das ist also passiver Rechtsschutz, auch wenn die Versicherung natürlich in erster Linie sich selber schützt.

Zweites Beispiel:
Die Betreiberin X eines Sonnenstudios fordert von der Kundin Y Schadensersatz für eine bei sachgemäßer Benutzung beschädigte Liegefläche (Glasbruch). Die Versicherung der Y verweigert die Zahlung und schützt Y vor der Forderung, ganz einfach weil diese nicht berechtigt ist: Das Risiko eines Ausfalles bei sachgemäßer Benutzung liegt nun einmal beim Betreiber selber.

In beiden tatsächlich (mir) passierten Fällen ist der passive Rechtsschutz so oder so für den Versicherten "kostenlos":
Entweder hat die Versicherung mit ihrem Standpunkt Recht und hat damit die zu erstattenden Kosten vermieden/gedrückt, was ja in ihrem Sinne war; oder sie unterliegt, was nichts anderes bedeutet, als daß der Versicherungsnehmer tatsächlich und in der ursprünglich geforderten Höhe schadensersatzpflichtig ist, was wiederum bedeutet, daß tatsächlich ein Versicherungsfall zu bejahen ist.

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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von Bastler » 23.11.2013, 16:00

Normalerweise kann man ein solches Kabel an der schadhaften Stelle abschneiden und dann einen Kompressionsstecker drauf quetschen.
Auf die Erdkabel (ikx, nkx usw.) kann man keine Kompressionstecker quetschen, weil es dafür keine gibt. Es geht auch nicht wegen der starren Abschimrung der Erdkabel (manche "Helden" von Technikern haben ja schon RG11-Kompressionsstecker auf ikx-Kabel gequetscht - was dann meist so ca. einen Tag lang tatsächlich gehalten hat^^).
Für solche Kabel gibt es Schraubmuffen oder halt KES-Steckverbinder. Aber für beides bräuchte man viel freie Arbeitsfläche um das Kabel herum, sprich in einem aufgestemmten Wandloch wird das sowieso nichts...
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