Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

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frankh99
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Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von frankh99 » 29.10.2013, 12:24

Hallo zusammen!

Wir nutzen seit vielen Jahren Kabelfernsehen von der Post, Telekom, KabelNRW, ish und jetzt von UnityMedia (habe ich einen dazwischen vergessen?)...
Da wir nur sehr wenig fern schauen (vielleicht 3-4 Stunden pro Woche und fast nur ÖR) haben wir es auch bei analog belassen.

Nun ist am vorletzten Wochenende bei uns ein Unfall passiert: ein Regalbrett mit Getränkekisten im Keller hatte sich mit viel Krach der Schwerkraft ergeben und den darunterliegenden Kabelanschluss mitgerissen. Bei uns liegt der Kabelanschluss nur 20 cm über dem Kellerboden, da der Keller selbst nur halb unterirdisch ist.
Der Kasten wurde dabei von der Wand gerissen (Plastikhalterungen abgebrochen) und das Antennenkabel zum Verstärker dort rausgerissen.
Das ist ja noch alles einfach reparierbar, aber das Brett ist auf das schwarze Kabel aufgeschlagen, so dass dieses nur noch an einem Stück schwarzen Gummi hängt (das innere ist fast komplett durch).
Fernsehen geht natürlich nicht mehr. Es kommt ein ganz schwaches und verrauschtes Bild, wenn man das Kabel wieder dahinhält wo es vorher war :traurig:

Wir haben am Montag dann gleich Unity-Media angerufen und es kam am nächsten Tag ein Techniker vorbei. Weil das Kabel ganz an der Wand kaputt ist, müsste er einen Tiefbauer beauftragen. Dann kam am Donnerstag jemand von einer anderen Firma "um sich das Mal anzusehen". Es müsste außen vor dem Keller eine Baugrube von 1,5 mal 1,5 Metern ausgehoben werden. Da wir keinen Vorgarten haben, sondern dort gepflastert ist, würde das mehr Geld kosten, weil dann die Tiefbaufirma, die Subunternehmer von der Firma des Kabelverlegers ist, die wiederrum Subunternehmer von Unity-Media sind, dann einen Landschaftsgärtner als weiteren Subunternehmer :brüll: beauftragen müssten (hoffentlich gibt das keine Endlosschleife).
Alternativ können wir auch das Loch selber buddeln. Bezahlen müssten wir aber sowieso für das neue Kabel, da das ja unser Fehler sei.
Eigentlich möchte ich das da nicht aufreißen. Unter den Steinen ist nicht direkt Erde, sondern erst noch Schotter, der mit so einem Rüttel-Ding fest gemacht wurde.

Hat jemand Ahnung, was das ungefähr kosten könnte, wenn die das komplett machen?

Momentan habe ich zur Überbrückung eine DVB-T-Antenne im Keller am Eingang des Verstärkers (Verstärker usw. ist unser Eigentum, das haben wir von ein paar Jahren von einen Fernsehtechniker erneuern lassen) angeschlossen. Das funktioniert sehr gut, da beide Fernseher auch ohne Zusatzdekoder DVB-T beherrschen. Der Empfang ist klar und ruckelt nicht, da wir relativ nah am Fernsehturm wohnen (Sichtverbindung bei gutem Wetter). Eigentlich würde uns das vollständig reichen.

Wir überlegen daher das so zu lassen und Kabel zu kündigen. Wenn wir jetzt kündigen würden, dann müssten wir zwar ein paar Monate weiter zahlen, aber das ließe sich ja nicht verhindern.
Kommt man vielleicht aus dem Vertrag auch frührer raus? Schließlich geht das Fernsehen ja nicht mehr.

Leider haben wir noch keinen Kostenvoranschlag. Aber mehr als 200-300 Euro würden wir für die Reparatur nicht zahlen wollen.

lool
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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von lool » 29.10.2013, 12:40

evtl. würde ich mir mal einen eigenen Kostenvorschlag von einem Baggerfahrer in der nähe einholen und mit meiner Versicherung sprechen ob die diesen Schaden übernehmen. Der Anschluss selbst gehört ja Unitymedia und damit könnte ja auch evtl. die Haftpflicht dafür aufkommen. Wenn nicht dann würde ich mich mal mit der Wohngebäudeversicherung beschäftigen, da der Anschluss mit dem Gebäude fest verbunden ist. Haftpflicht würde ich aber eher denken, da du den Anschluss von Unitymedia beschädigt hast.
Zuletzt geändert von lool am 29.10.2013, 12:44, insgesamt 1-mal geändert.

frankh99
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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von frankh99 » 29.10.2013, 12:44

Herzlichen Dank für den Tipp!
An die Versicherung hatte ich noch gar nicht gedacht!

lool
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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von lool » 29.10.2013, 12:48

und vergiss bitte nicht den derzeitigen Zustand mit Fotos festzuhalten, die Versicherung verlangt diese.

BlackFly
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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von BlackFly » 29.10.2013, 20:16

Ich sehe jetzt natürlich den genauen Schaden nicht, aber ich verstehe es so das das Kabel an der stelle an der es aus der Wand kommt durch ist, korrekt?
In dem Fall würde ich vorschlagen etwas von der Wand zu entfernen das man ein paar cm Kabel hat, daran dann einen neues Kabel (fachgerecht) anschliesen und nun entweder die Wand mit dem "loch" so lassen, eine unterputzdose dahin setzen (dann sieht es aus wie "gewollt") oder einfach ein bischen gips/Putz drauf zu machen...

Ozymandias
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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von Ozymandias » 29.10.2013, 22:01

Also, bevor ich den Garten aufreißen würde, würde ich auch lieber die Wand ein Stückchen aufstemmen, wenn das Kabel direkt an der Wand beschädigt ist. Normalerweise kann man ein solches Kabel an der schadhaften Stelle abschneiden und dann einen Kompressionsstecker drauf quetschen. Da brauchen dann nicht mehr wie 5-10cm Kabel aus der Wand zu gucken, wo dann der Stecker drauf kommt. Dann verlängert man ab dem Punkt die Sache mit einem neuen Stück Kabel (z.B. Kathrein LCD 17) und noch einem Stecker. Der Stecker kostet rund 5 Euro/Stück und das Kabel etwa 2 Euro/m. Kann man auch selbst machen, wenn man nicht allzu ungeschickt ist. Eine Kompressionszange ist natürlich Voraussetzung. Bloß nicht mit irgendwelchen Aufdreh-F-Steckern anfangen, dann kriegt UM graue Haare. :zwinker:
Ich habe selbst auf diese Weise vor einiger Zeit eine durchgebaggerte Leitung repariert. 32 MBit waren danach kein Problem und der Techniker hat den neuen Anschluß ohne Probleme eingemessen.

*edit* Ich weiß aber nicht, wie es mit der Legalität der Aktion aussieht, denn eigentlich gehört das Kabel bis zum Übergabepunkt UM. Die haben das glaube ich nicht so gerne, wenn man an den Kabeln spielt. :mussweg:

frankh99
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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von frankh99 » 30.10.2013, 01:15

An eine Reparatur hatte ich auch schon gedacht. Besonders, weil unsere Versicherungstante keine guten Aussichten für die Kostenübernahme vorausgesagt hat.

Mein Nachbar hat da Ahnung. Der meinte mit Kabelendstecker, Kontakthülse und Schrumpfschlauch einen Meter IKX-Kabel dranflicken.
Leider sind die blöden Backsteine verdammt hart. Vielleicht mit nem Kernbohrer um das Kabel herumbohren und probieren, ob sich der Kern samt Kabel ein wenig herausziehen lässt. Dann das Mauerstück um das Kabel vorsichtig abschlagen.
Morgen nochmal in Ruhe ansehen.

Den ersten Techniker, der vor Ort war, zu fragen ist wohl eine schlechte Idee. Der war sehr unfreundlich um kam sofort mit Beschuldigungen dass das Sachbeschädigung wär (als hätten wir das mutwillig gemacht) und drohte sofort mit hohen Kosten und usw.
Wenn dann am besten stil und heimlich reparieren und UM vor vollendete Tatsachen stellen.

Und das alles wegen ein paar Billigschrauben aus dem Baumarkt. Regalbrett und Winkel sind alle ausreichend dimensioniert, aber auf einer Seite sind beide Schrauben (8mm!) direkt hinter dem Kopf abgebrochen! Neben dem UM-Kabel hat es noch zwei Fliesen erwischt :motz:

kalle62
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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von kalle62 » 30.10.2013, 08:44

hallo

Ich würde wenn das Kabel wirklich bündig mit der Wand abgerissen ist,ein paar Löcher im Kreis darum bohren.
Und dann Vorsichtig die Steine/Putz raus brechen,und dann ein Kompressionsstecker drauf.Und dann eine F Stecker Verbindung drauf,sieht aus wie eine kleine Gewindestange.
So eine Zange kostet um die 35 Euro,und vil brauch man sie später Trotzdem noch mal,oder ganz Frech wieder umtauschen.

gruss kalle
In meinem Alter hat man schon alles gelesen, alles gesehen und alles gehört, man kann sich nur nicht mehr daran erinnern. :zwinker:


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lool
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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von lool » 30.10.2013, 09:24

Besonders, weil unsere Versicherungstante keine guten Aussichten für die Kostenübernahme vorausgesagt hat.
da musst du evtl. etwas hartnäckiger werden. Es handelt sich hier ja um eine Sachbeschädigung, die Haftpflicht sollte hierfür aufkommen. Evtl. musst du belegen, das der Anschluss nicht dein Eigentum ist, obwohl er in deinem Haus liegt. Da könnte Unitymedia ja etwas schreiben das dies belegt. Selber dran rumbasteln würde ich erst einmal nicht, da könnte dann am Ende die Retourkutsche kommen, abgesehen von dem Ärger den du bekommen kannst, bezahlt die Versicherung dann sicher nichts mehr,

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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von Kleki » 30.10.2013, 10:06

Mit der Beurteilung von Sachbeschädigung und Haftpflicht wär ich hier vorsichtig.

Will man sich auf die entsprechenden deliktrechtlichen Bestimmungen im BGB berufen, so sind dort für die Pflicht zum Schadensersatz Vorsatz oder Fahrlässigkeit Voraussetzung. Vorsatz kann hier wohl ausgeschlossen werden. Fahrlässigkeit müsste man prüfen. Maßgeblich wird wohl sein, ob frankh99s Regal fachgerecht und mit der notwendigen Sorgfalt angebracht worden ist und ob es für die Belastung mit Getränkekisten geeignet gewesen ist. Bejaht man das und unterstellt man, dass die Schrauben, obwohl grundsätzlich geeignet, halt zufällig abgerissen sind, dann kann man Fahrlässigkeit wohl ausschließen und frankh99 ist Unitymedia nicht zum Ersatz des Schadens verpflichtet, ergo muss auch die Haftpflichtversicherung (HPV) nichts zahlen. Des Weiteren wird dann wohl sogar Unitymedia auf eigene Kosten den Schaden reparieren müssen, um ihren vertraglichen Pflichten nachzukommen. Kommt man allerdings zu der Beurteilung, dass der Aufbau oder die Nutzung des Regals fahrlässig war, dann müsste frankh99 an Unitymedia zahlen und könnte aus dieser Haftpflicht heraus seine HPV in Anspruch nehmen. Im ersteren Fall hilft die HPV vielleicht sogar, den Anspruch von Unitymedia abzuwehren.

Nun könnte es aber auch noch sein, dass Unitymedia aus irgendwelchen vertraglichen Ansprüchen eine Zahlung für die Reparatur des Kabels verlangen kann. Da müsstest du mal die Verträge mit Unitymedia lesen und schauen, ob es da drin etwas gibt.

Andererseits frag ich mich allerdings, ob das Kabel überhaupt Unitymedia gehört. Es ist ja fest mit dem Haus verbunden und sollte daher grundsätzlich zum Grundstück/Haus gehören. Mag aber sein, dass es da gegenstehende Bestimmungen gibt.

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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von lool » 30.10.2013, 14:41

Hallo,
also ich muss mich leider ducken, da ich mich hierzu mal erkundigt habe. Die Haftpflicht kommt nicht auf, jetzt nicht weil man behaupten kann, die Schrauben seien zufällig abgerissen, das könnte man immer unterstellen.
Viel mehr gibt es in der Haftpflicht eine Mietsachschadenklausel, die besagt, dass Schäden an Sachen, die der versicherten Person länger als 3 Monate zur Verfügung gestellt wurden, von dem Versicherungsschutz ausgeschlossen sind. Diese Klausel gilt für 1 und 2 Familienhäuser, was in anderen Fällen gilt, hat mein Versicherer mir nicht gesagt. Offen bleibt auch, ob jeder Versicherer eine solche Klausel hat.

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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von Kleki » 30.10.2013, 15:35

In den heutigen Standardversicherungsbedingungen für eine Privathaftpflichtversicherung sind Schäden an gemieteten Sachen nicht ausgeschlossen. Was anderes ist es bei Vereins-HV, Berufs-HV etc. oder evtl in älteren PHV-Verträgen. Aber dass kann frankh99 bei sich ja leicht nachlesen.

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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von lool » 30.10.2013, 15:44

naja, dann ist das wohl von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich, bei meinem ist dies noch aktuell.

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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von Dinniz » 30.10.2013, 16:45

Bei der Hauseinführung würde ich nicht rumfuschen mit Steckern und Verbindern.
Wenn der Einsatz kostenpflichtig für dich wird, sollte man dir vor den Arbeiten aber einen Preis nennen können.
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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von SpaceRat » 31.10.2013, 09:55

lool hat geschrieben:Viel mehr gibt es in der Haftpflicht eine Mietsachschadenklausel, die besagt, dass Schäden an Sachen, die der versicherten Person länger als 3 Monate zur Verfügung gestellt wurden, von dem Versicherungsschutz ausgeschlossen sind.
Hm.
Die Mietsachschadenklausel ist eigentlich ein Einschluß und kein Ausschluß.

Der Ausschluß erfolgt durch die Besitzklausel:
Vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind Ansprüche wegen Schäden an fremden Sachen, welche der Versicherungsnehmer gemietet, gepachtet, geliehen oder durch verbotene Eigenmacht erlangt hat oder die Gegenstand eines besonderen Verwahrungsvertrages sind.

Demgegenüber schließt die Mietsachschadenklausel dann Schäden an fest mit dem Gebäude verbundenen Teilen wieder ein, sofern nicht eine andere Versicherung (z.B. die Gebäudeversicherung) bereits für den Schaden aufkommen muß.
Zu den fest verbundenen Teilen würde ich dieses Kabel einfach mal zählen.

Und richtig spannend würde es, wenn man jetzt mal vier Meinungen (Einfach drei Juristen fragen) einholt, ob man das Kabel überhaupt gemietet, gepachtet oder geliehen hat ...

Also geliehen scheidet eigentlich schon aus, denn als Leihe bezeichnet man die unentgeltliche Überlassung, bei der das überlassene Gut am Ende im ursprünglichen Zustand wieder zurückgegeben wird. Wenn sich Schüler also vom Mitschüler ein Blatt Papier "leihen", dann leihen sie es eben nicht, das ist vielmehr ein zinsloses Darlehen ...

Miete oder Pacht sehe ich übrigens auch nicht wirklich, aber ich bin auch kein Jurist.
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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von SpaceRat » 31.10.2013, 11:03

Übrigens:

Ich stelle gerade fest, daß meine Gebäudeversicherung Schäden an "Technischen Gebäudebestandteilen", also z.B. Gas-, Elektro-, Fernsprech- und Antennenanlagen, mit abdeckt, inkl. solche durch
aa) Bedienungsfehler, Ungeschicklichkeit, Fahrlässigkeit
bb) Konstruktions-, Material- oder Ausführungsfehler

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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von frankh99 » 31.10.2013, 22:06

Die Versicherung zahlt nun doch. Dafür gibts aber nun andere Probleme :heul:

Gestern war ein Gutachter von der Versicherung da und hatte bestätigt, dass die Versicherung den Schaden übernimmt.
Was er bei Terminvereinbarung nicht gesagt hatte: die Versicherung hatte bereits einen Kostenvoranschlag von dem von UM benannten Tiefbauunternehmen eingeholt und die Firma mit zum Termin bestellt. Die hatten für die Reparatur mehr als 1600,- Euro veranschlagt und damit war die Versicherung nicht einverstanden. Der Gutachter hatte sich erst mit dem Mitarbeiter und dann mit dem später hinzugeholten Chef ganz schon gefetzt. Nachdem der Chef mehrmalige Nachfrage nach der Zusammensetzung der Kosten nicht beantworten konnte, wurde es ganz schön laut. Höhepunkt waren die Betrugsvorwürfe.
Ein ortsansässiges Unternehmen wollte für die selben Arbeiten nur 350,- Euro plus Material (Kabel, Muffe, HÜP) haben. Das will UM aber nicht, weil die UM selbst das Unternehmen bestimmen will.

Der ganze Ärger hat mich jetzt schon viel Nerven und noch mehr Zeit gekostet. Ich habe UM jetzt gekündigt. Der Vertrag läuft noch bis Januar. Wir haben seit dem Vorfall DVB-T und uns reicht das.
Vielleicht einigt sich die Versicherung irgendwie mit dem Tiefbauer und mit UM. Dann sollen sie das reparieren (vielleicht wird der Kabelanschluss später mal genutzt) oder falls nicht: auch egal.

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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von marty7 » 06.11.2013, 09:22

Die werden sich schon einigen :zwinker: Bin wohl mal gespannt wer den Auftrag bekommt :D
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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von koax » 06.11.2013, 10:20

Kleki hat geschrieben:Mit der Beurteilung von Sachbeschädigung und Haftpflicht wär ich hier vorsichtig.
Bei der Sachlage Fahrlässigkeit zu verneinen halte ich für etwas gewagt.
Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sicherlich, aber in dem Fall könnte ohnehin die Versicherung die Leistung verweigern.
Im übrigen enthält gemeinhin eine Haftpflichtversicherung einen passiven Rechtsschutz. Sollte also die Versicherung einen Schadenersatzanspruch des Geschädigten verneinen und der Versicherungsnehmer dennoch verklagt werden, übernimmt dieser Rechtsschutz der Versicherung die Vertretung.
http://www.versicherungswissen.org/Einz ... age13.html

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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von hankift » 17.11.2013, 00:55

koax hat geschrieben:Bei der Sachlage Fahrlässigkeit zu verneinen halte ich für etwas gewagt.
Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sicherlich, aber in dem Fall könnte ohnehin die Versicherung die Leistung verweigern.
Im übrigen enthält gemeinhin eine Haftpflichtversicherung einen passiven Rechtsschutz. Sollte also die Versicherung einen Schadenersatzanspruch des Geschädigten verneinen und der Versicherungsnehmer dennoch verklagt werden, übernimmt dieser Rechtsschutz der Versicherung die Vertretung.
http://www.versicherungswissen.org/Einzelfragen%20PHV/PHV-Frage13.html
Tatsächlich? Wusste ich gar nicht!
Weißt du da zufällig auch ob dann die Prozesskosten (egal wie dieser ausgeht) prinzipiell übernommen werden oder nur wenn man gewinnt?

Kenn die Handhabung von mehreren Vereinen etc - man wird vor Gericht zwar vertreten, muss aber im Fall dass man verliert alle Kosten selbst tragen.

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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von SpaceRat » 17.11.2013, 02:36

hankift hat geschrieben:Weißt du da zufällig auch ob dann die Prozesskosten (egal wie dieser ausgeht) prinzipiell übernommen werden oder nur wenn man gewinnt?
Der passive Rechtsschutz greift normalerweise in den Fällen, in denen die eigene Versicherung die gegnerische Forderung
- dem Grunde nach (Also komplett)
oder
- der Höhe nach
in Zweifel zieht.

Beispiel:
Versicherungsnehmer A beschädigt beim Zurücksetzen seines PKW das abgestellte Fahrzeugwrack des B. B macht gegenüber der PKW-Haftpflichtversicherung des A einen Schaden von 2000 EUR geltend. Die Versicherung von A zieht nun in Zweifel, daß an einem abzuwrackendem Fahrzeug (Uralt und Motorschaden) überhaupt noch ein Schaden dieser Höhe entstehen kann und wehrt sich gegen die Höhe der Forderung, z.B. indem sie einen Gutachter einschaltet und/oder Ermittlungen wegen Versicherungsbetruges gegen B veranlaßt.
In diesem Fall schützt die Versicherung des A den Versicherungsnehmer indirekt (Denn einen Schaden von 50 EUR kann A natürlich einfach zurückkaufen, um die Rückstufung zu vermeiden, bei 2000 EUR nicht). Das ist also passiver Rechtsschutz, auch wenn die Versicherung natürlich in erster Linie sich selber schützt.

Zweites Beispiel:
Die Betreiberin X eines Sonnenstudios fordert von der Kundin Y Schadensersatz für eine bei sachgemäßer Benutzung beschädigte Liegefläche (Glasbruch). Die Versicherung der Y verweigert die Zahlung und schützt Y vor der Forderung, ganz einfach weil diese nicht berechtigt ist: Das Risiko eines Ausfalles bei sachgemäßer Benutzung liegt nun einmal beim Betreiber selber.

In beiden tatsächlich (mir) passierten Fällen ist der passive Rechtsschutz so oder so für den Versicherten "kostenlos":
Entweder hat die Versicherung mit ihrem Standpunkt Recht und hat damit die zu erstattenden Kosten vermieden/gedrückt, was ja in ihrem Sinne war; oder sie unterliegt, was nichts anderes bedeutet, als daß der Versicherungsnehmer tatsächlich und in der ursprünglich geforderten Höhe schadensersatzpflichtig ist, was wiederum bedeutet, daß tatsächlich ein Versicherungsfall zu bejahen ist.

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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitrag von Bastler » 23.11.2013, 16:00

Normalerweise kann man ein solches Kabel an der schadhaften Stelle abschneiden und dann einen Kompressionsstecker drauf quetschen.
Auf die Erdkabel (ikx, nkx usw.) kann man keine Kompressionstecker quetschen, weil es dafür keine gibt. Es geht auch nicht wegen der starren Abschimrung der Erdkabel (manche "Helden" von Technikern haben ja schon RG11-Kompressionsstecker auf ikx-Kabel gequetscht - was dann meist so ca. einen Tag lang tatsächlich gehalten hat^^).
Für solche Kabel gibt es Schraubmuffen oder halt KES-Steckverbinder. Aber für beides bräuchte man viel freie Arbeitsfläche um das Kabel herum, sprich in einem aufgestemmten Wandloch wird das sowieso nichts...
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