Umzug in Eigenheim

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hendrik_1
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Umzug in Eigenheim

Beitrag von hendrik_1 » 09.08.2013, 20:36

Hallo,

wir haben uns ein Eigenheim (Reihenmittelhaus) in Meckenheim gekauft und wollen unseren Unitymediaanschluss gerne mitnehmen. Wir haben einen 3Play-Anschluss mit 100 Mbit. Laut Unitymedia Verfügbarkeitstest ist ein Kabelanschluss verfügbar, allerdings werden, je nachdem wo die Abfrage erfolgt, nur 50 Mbit angegeben.
Im Keller gibt es keinen richtigen HÜP, es geht vielmehr ein Kabel aus der Wand raus und ein anderes wieder hinein, dazwischen ist ein Abzweiger (s. Bild)
Bild.
Die Vorbesitzern äußerte sich auch dahingehend, dass einige HD-Sender (Pro7 HD etc.) nicht funktionieren würden, deshalb wurde das Haus auf Satellitenempfang umgerüstet.

Die einzige Info, die ich bei der Hotline bekommen habe war "ist verfügbar", aber so weit war ich auch schon...

Nun meine Fragen:
Wie ist die Gesamtsituation zu bewerten, sind die 100 Mbit überhaupt zu bekommen?
Wie ist das mit den HD-Sendern, liegt das am Netzausbau allgemein?
Was wird der Techniker beim Umzug machen? Muss ein HÜP gesetzt werden, oder ist der in einem anderen Haus in der Reihe?
Kann ich nach dem Umzug meine IPV4 Adresse behalten oder wird dabei auch auf DS-Lite umgestellt?

Für ein wenig Infos wäre ich dankbar.

Beste Grüße
Hendrik
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ratcliffe
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Re: Umzug in Eigenheim

Beitrag von ratcliffe » 09.08.2013, 22:23

Hallo Hendrik,

willkommen in Meckenheim.
Da Deine Anlage fast genauso aussieht wie meine, hast Du vermutlich ein Haus zwischen "Neue Mitte" und Merl gekauft.
Vielleicht ist es sogar das Klinkerhaus in der Noldestraße, das letztens bei Kalaydo zum Schnäppchenpreis von 159 T€ angeboten wurde.

Die Kabelanlage wurde ab den 1970ern von Siemens gebaut, später von EWT Communications übernommen und rückkanalfähig ausgebaut, zu erkennen am kleinen Koppler (Abzweiger) und den blauen Kabeln mit Aufdruck "EWT".
Aktuell gehört die Anlage der Fa. Telecolumbus, die mit UM einen Überlassungsvertrag hat.
Was bedeutet: Ob 2play oder 3play, die Grundgebühr von gut 8 € muss auf jeden fall an Telecolumbus gezahlt werden.
Dafür aber keine Kabel-Grundgebühr (17,90 € oder so) an UM.

Zu den Fragen:
An meiner Anschrift ist 150 Mb/s immer noch verfügbar. Frag vielleicht noch mal bei der Hotline nach.
Andererseits: Telekom und Co. bieten hier maximal 6 Mb/s. Da wärst Du selbst mit 50 Mb/s noch besser dran.
Bei mir sind ausnahmslos alle Sender incl. HD verfügbar. Vielleicht liegt es an der Hausinstallation, z.B. zu alten Anschlussdosen.
Der "HÜP" ist das was auf Deinem Foto zu sehen ist - nämlich der obere Koppler-Ausgang, mit dem noch aufgeschraubten Rückkanal-Filter. Das Kabel wird durch die Häuser geführt, d.h. wenn Du das kurze blaue Kabel losschraubst, bekommst Du Ärger mit Deinen Nachbarn.
Es wird ein Techniker aus Köln kommen, beauftragt nicht von UM sondern von Telecolumbus. Der Anschluss wird aber genauso problemlos laufen wie bei anderen UM-Kunden.
Ob Du Deine IPV4 Adresse behalten kannst, weiß ich nicht. Die Hotline sollte das beantworten können.

Man sieht sich!
Viele Grüße
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Knifte
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Re: Umzug in Eigenheim

Beitrag von Knifte » 10.08.2013, 10:44

Aber bisher habe ich es doch immer so verstanden, dass, wenn Internet verfügbar, dann auch mit max. Geschwindigkeit, weil es die Einschränkund wie beim DSL bzgl. der Erfahrungen nicht gibt, oder?
Viele Grüße

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Re: Umzug in Eigenheim

Beitrag von JimMorrison » 12.08.2013, 10:52

Bei Cable hast du keine Reichweitenbeschränkung wie beim DSL.
Wenn du 100 Mbit buchst sollten die auch ankommen, sofern nicht das Netz überlastet ist.

Bei mir stehen die 100 mbit immer zur Verfügung.
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Re: Umzug in Eigenheim

Beitrag von Knifte » 12.08.2013, 11:01

MEine Frage bezog sich eher darauf, dass der TE laut Verfügbarkeitscheck nur 50 MBit bekommen kann.

Das wunderte mich doch etwas, da ich bisher davon ausgegangen bin, dass in den ausgebauten Gebieten dann auch immer der max. Durchsatz von 150 MBit möglich sei. Das da jetzt nur 50 MBit engegeben werden ist mir neu.
Viele Grüße

Knifte
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Re: Umzug in Eigenheim

Beitrag von hendrik_1 » 12.08.2013, 15:29

Hallo,

danke erstmal für die ausführlichen NAtworten. Mir war das auch neu. Ich bin immer davon ausgegangen, dass wenn Kabel verfügbar, dann auch mit voller Leistung. Deshalb die Frage, ob vielleicht die Gegend nicht komplett ausgebaut ist. Denn auch bei anderen Adressen in Meckenheim werden nur 50 mBit/s angegeben.
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Es scheint jedoch nach ratcliffe alles ok zu sein und hier ein Datenbankfehler vorzuliegen...

Gruß
Hendrik
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Re: Umzug in Eigenheim

Beitrag von ratcliffe » 12.08.2013, 17:30

Ich habe mal verschiedene Anschriften in Meckenheim eingegeben, u.a.
Alt-Meckenheim, Neue Mitte, Steinbüchel, Auf dem Rott.
Ergebnis ist überall 150 Mb/s.
Lediglich Teile von Alt-Merl und Steinbüchel sind nicht ausgebaut, demzufolge gibt es gar kein Internet.

Die Abfrage funktioniert bei mir übrigens mit Firefox, aber nicht mit Internet Explorer.
Andere Browser habe ich nicht installiert und deshalb nicht ausprobiert.
Vielleicht liegt es tatsächlich am verwendeten Browser.
Nach Eingabe der Postleitzahl sollte automatisch als Ort Meckenheim angezeigt werden, dazu eine Liste mit den vorhandenen Straßen und Hausnummern.
Falls diese Daten nicht angeboten wurden, ist wohl etwas schief gelaufen.
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Re: Umzug in Eigenheim

Beitrag von hendrik_1 » 12.08.2013, 21:55

ratcliffe hat geschrieben:Ich habe mal verschiedene Anschriften in Meckenheim eingegeben, u.a.
Alt-Meckenheim, Neue Mitte, Steinbüchel, Auf dem Rott.
Ergebnis ist überall 150 Mb/s.
Lediglich Teile von Alt-Merl und Steinbüchel sind nicht ausgebaut, demzufolge gibt es gar kein Internet.
Hallo ratcliffe,

Ich habe die Abfrage unter "Beratung" auf der Unitymedia Webseite benutzt. Dort spuckt er die 50Mbit aus. Bei der Abfrage im Bestellvorgang ist es egal, was man bestellt, es funktioniert immer. Von daher gehe ich mal von einem Datenbankfehler aus.

Schöne Grüße
Hendrik

PS: Das Haus liegt Uhrturms zwischen der Neuen Mitte und Alt-Meckenheim :-)
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Re: Umzug in Eigenheim

Beitrag von SpaceRat » 20.08.2013, 11:43

hendrik_1 hat geschrieben:wir haben uns ein Eigenheim (Reihenmittelhaus) in Meckenheim gekauft
Mein Beileid.

Bei dem Problem wird Dir hier aber auch niemand helfen können ...

:brüll: :hammer: :brüll: :mussweg:

Naja, egal, willkommen in Klein Chicago.
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Re: Umzug in Eigenheim

Beitrag von ratcliffe » 20.08.2013, 13:24

SpaceRat hat geschrieben:Naja, egal, willkommen in Klein Chicago.
Nun übertreib mal nicht.
Mit 2 - 3 km Sicherheitsabstand von Kölnkreuz/Ruhrfeld geht das schon.
Und die Turnhallen müssen ordentlich abgeschlossen sein.
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Re: Umzug in Eigenheim

Beitrag von hendrik_1 » 20.08.2013, 13:59

SpaceRat hat geschrieben:
hendrik_1 hat geschrieben:wir haben uns ein Eigenheim (Reihenmittelhaus) in Meckenheim gekauft
Mein Beileid.

Bei dem Problem wird Dir hier aber auch niemand helfen können ...

:brüll: :hammer: :brüll: :mussweg:

Naja, egal, willkommen in Klein Chicago.
Ja, dankesehr. Im Haus sind auf jeden Fall schon einige Sicherheitsmaßnahmen vorhanden...

Ich habe noch eine grundsätzliche Frage zur Verkabelung. Derzeit liegt im Haus eine Einkabel Satellitenanlage. Da die Kabelführung auch durch den Keller geht, lässt die Verkabelung sich meines Erachstens relativ einfach wieder auf Kabel umrüsten (KOAX - 2 Jahre alt - liegt schon, es müssten die Dosen getauscht und ein Verstärker eingesetzt werden). Die Frage ist nur, was macht der Techniker und was muss ich vorbereiten. Habe dazu schon an der Unitymediahotline nachgefragt. Die sagten, der Techniker macht alles. Aber irgendwie traue ich dem Braten nicht (schonmal nach meinen letzten Erfahrungen in einer Mitewohnung, wo ich 8 Wochen und drei Technikerbesuche auf den endgültigen Anschluss warten durfte). Wie ist das dann mit den Kosten?

Gruß
Hendrik
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Re: Umzug in Eigenheim

Beitrag von ratcliffe » 20.08.2013, 16:47

Das Kabelnetz gehört nicht Unitymedia, sondern Telecolumbus.

Die Installationsarbeiten werden deshalb im Auftrag von TC durch die Firma TEL-TEC (tel-tec.tv) aus Köln durchgeführt.

Deshalb wird Dir UM keine fundierte Auskunft ("Techniker machen alles", haha) geben können.

Allerdings habe ich die TEL-TEC Mitarbeiter als sehr freundlich und hilfsbereit kennen gelernt.
Am besten anrufen und die Situation schildern, dann wird nach meiner Einschätzung alles wie gewünscht laufen.
Der Verstärker und die MM-Dose für das Modem ist auf jeden Fall kostenlos, der Rest Verhandlungssache.

Edit:
Außerdem heißt das nicht Klein Chicago sondern Mecktown.
http://www.youtube.com/watch?v=4OXyZTmsyPw

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Re: Umzug in Eigenheim

Beitrag von Bastler » 21.08.2013, 16:34

Die Anlage ist ziemlich sicher von Telecolumbus West und nicht von Telecolumbus. Hört sich nach einem kleinen Unterschied an, ist in Wahrheit aber eher ein größer^^.
Wenn ein Gestattungsvertrag mit UM besteht, werden von UM aus Subs für die Installationen geschickt, die auch die Berechtigung haben TC-Anlagen umzubauen (die haben nur ausgewählte Firmen). Das sind normale Subs, die auch im normalen Geschäft für UM tätig sind. Es kann sein, dass das im Raum Köln die genannte Firma ist, muss aber nicht zwingend.
Ich hatte damals auch so einen Schein, der mich berechtigt, TC-West Anlagen umzubauen :zwinker: .
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Re: Umzug in Eigenheim

Beitrag von ratcliffe » 21.08.2013, 18:00

Bastler hat geschrieben:Die Anlage ist ziemlich sicher von Telecolumbus West und nicht von Telecolumbus.
So sieht eine Rechnung von TC aus:
Bild
Von "West" steht da nichts. Vielleicht kannst Du mal den Unterschied erläutern.

Dass die Aufträge von TC kommen, hat mal ein Techniker erwähnt.
Also UM -> TC -> Kunde.
Ob das so stimmt, kann ich nicht beurteilen.

BTW eine Frage an den Fachmann:
Ist das in Ordnung, dass hier die Kabelanlagen nicht an die Potential-Ausgleichsschiene angeschlossen werden?
Ich habe schon mehrere Anlagen in der Nachbarschaft gesehen, alle nicht angeschlossen, alle ohne mündlichen oder schriftlichen Warnhinweis.
Für meine Anlage habe ich das mittlerweile selbst erledigt.

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Re: Umzug in Eigenheim

Beitrag von Bastler » 21.08.2013, 20:01

Das scheint tatsächlich keine TC-West-Anlage zu sein, so wie sonst in NRW eher üblich. Dann nehme ich das zurück, aber das Vorgehen seitens der Technik wird dennoch ähnlich sein.

Der Südwesten scheint eh ein Sonderfall zu sein (in Meckenheim durfte ich auch schon mal für UM fahren), so gibt es z.B. in Bonn ja auch Anlagen, in denen die NE4 von UMS-Hessen statt UMS NRW betrieben wird...
Ist das in Ordnung, dass hier die Kabelanlagen nicht an die Potential-Ausgleichsschiene angeschlossen werden?
Ich habe schon mehrere Anlagen in der Nachbarschaft gesehen, alle nicht angeschlossen, alle ohne mündlichen oder schriftlichen Warnhinweis.
In Ordnung ist das nicht, aber das war / ist halt bei vielen Firmen bzw. Technikern bisher so üblich gewesen, dass sie das nicht interessiert.
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