Rückabwicklung KBW

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HNIKAR
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FUSIONSENTSCHEIDUNG DES KARTELLAMTS AUFGEHOBEN!

Beitrag von HNIKAR » 14.08.2013, 10:45

Hier die aktuelle Pressemitteilung des OLG Düsseldorf;

http://www.olg-duesseldorf.nrw.de/behoe ... /index.php

Noch sind die Entscheidungsgründe nicht veröffentlicht. Ich bin sehr auf den konkreten Beschlussinhalt gespannt. :super:
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wbsu83
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Re: Rückabwicklung KBW

Beitrag von wbsu83 » 14.08.2013, 11:11

Also wenn es wirklich wieder zu einer Trennung/Abspaltung/Entflechtung oder wie man es auch immer nennen mag kommen sollte, dann kann ich die Welt nicht mehr verstehen.

WO bitte ist eine _stärkere_ marktbeherrschende Stellung durch die Fusion entstanden? In Hessen und NRW gab es bisher in den meisten Gebieten nur Unitymedia als KNB, in Baden-Württemberg meist nur Kabel BW. Es sind doch nur eine Hand voll Gebiete, in denen zwei KNB sich gegenseitig Konkurrenz machen, z.B. teilweise in Köln wo NetCologne in einigen Straßenzügen Glasfaser bis zum eigenen HÜP gelegt hat. Dort hat man dann die Wahl zwischen zwei KNB.

Aber ansonsten waren Unitymedia und Kabel BW auch ohne Fusion bereits meist in einer Monopolstellung und sind es nach der Fusion noch immer? Also wozu der ganze Zauber des OLG Düsseldorf?

Nun ich weiß ja nicht, aber gab es in Deutschland nicht früher einmal den Grundsatz, dass Gerichte unabhängig und unbefangen sein sollten???? Mehr sag ich an dieser Stelle einfach nicht mehr, die Gedanken sind frei...

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HNIKAR
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Re: Rückabwicklung KBW

Beitrag von HNIKAR » 14.08.2013, 11:50

Dazu wird es aber nicht kommen, das Urteil beinhaltet genau das, was ich am 27. Juni vorhergesagt hatte:
Letztendlich wird es wohl darauf hinauslaufen; Eine drastische Nachbesserung bei den Fusionsauflagen. Eine Rückabwicklung wird man garantiert nicht anordnen bzw. diese dient viel mehr als Drohkulisse, falls UMKBW die geforderten Nachbesserungen nicht akzeptieren wollen sollte.
Effektiv haben wir nun den Auftrag an das Kartellamt zur Nachregulierung der vollzogenen Fusion.
UMKBW bleibt im Grunde nicht anderes übrig, als allem zuzustimmen, was nun als Auflage kommt.
Hinzu kommt, dass die Zusatzauflagen so wasserdicht sein müssen, dass sie einer gerichtlichen
Überprüfung standhalten. Weigert sich UMKBW, wird rückabgewickelt (aber wirklich erst dann!).
Das ist aber so gut wie ausgeschlossen. UMKBW wird lieber jeder Kröte schlucken. :super:
An eine Rückabwicklung und deren enorme Kosten mag dort garantiert niemand denken.
Auch seitens LGI wird man lieber einem sanften Aderlass zustimmen, als der Rückabwicklung.

Die Entscheidung hat übrigens noch keine Rechtskraft erlangt.
MfG,
HNIKAR

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Wetter
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Re: Rückabwicklung KBW

Beitrag von Wetter » 14.08.2013, 12:36

Da hat die Tcom ja ganze Arbeit geleistet. Nicht schlecht fürs OLG DUS. :hirnbump:

Nunja, hauptsache es wird zu keiner "Trennung" kommen. Die Nacharbeiten werden kosmetischer Natur sein und gut ist. Alles andere wäre ein Graus und über Jahre ein Nachteil für uns Kunden. Da kann sich HNIKAR noch so sehr was anderes wünschen :kafffee:
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foobar
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Re: Rückabwicklung KBW

Beitrag von foobar » 14.08.2013, 13:43

HNIKAR hat geschrieben:Die Fakten:
Durch die Fusion ist aus einem Oligopol, ein erdrückendes Duopol am nationalen Kabelmarkt entstanden. In der Gesamtbetrachtung des Marktes (Verhandlungsposition etc.) ergibt sich daraus eine ganz andere Machtstellung.
Bei einem Duopol stehen "nur" zwei Firmen in Konkurrenz. UM, KBW, und KD stehen und standen nie in Konkurrenz. Einen "nationalen Kabelmarkt" gibt es eben nicht. Wir haben regionale Monopole, vor, sowie nach der Fusion. Aus dieser Sicht kann ich kein Argument gegen die Fusion sehen... Ich sehe keinen Verhandlungsvorteil gegenüber Kunden oder Sendern, da auch vorher eh niemand eine Alternative in der jeweiligen Region hatte.

Konkurrenz kann nur durch andere Netze kommen. Die Telekom steht da an erster Stelle (und ist selbst derzeit kaum durch Konkurrenz gefährdet). Dass KBW in den nächsten Jahren *theoretisch* ein eigenes Kabelnetz in anderen Bundesländern hätte aufziehen können ist doch utopisch. Nach der Logik dürfte ja überhaupt keine Firma mehr verkauft werden.

Heiko A.
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Re: Rückabwicklung KBW

Beitrag von Heiko A. » 15.08.2013, 11:30

Wenn eine eventuelle Rückabwicklung beinhalten sollte,
dass UM auch die mühsam erkämpfte Verschlüsselungsfreiheit
der Digital-Basic-Programme wieder aufhebt,
werde ich auf Sat umsteigen.
Ich war glücklich, als die HD-CI-PLUS-Karte das Programm-Umschalten nicht mehr
verzögerte, oder diese idiotischen Sicherheitsabfragen den Spielfilm
störten.
Außerdem kann man jetzt ohne doppelte Karte den Zweitfernseher betreiben.
Es wäre ein unzumutbarer Rückschritt.
Leute, die aber unbedingt Werbung in HD sehen müssen, sollen
sich ruhig damit herumgeschlagen. :zwinker:

conscience
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Re: Rückabwicklung KBW

Beitrag von conscience » 15.08.2013, 17:41

Wetter hat geschrieben:Da hat die Tcom ja ganze Arbeit geleistet. Nicht schlecht fürs OLG DUS. :hirnbump:

Nunja, hauptsache es wird zu keiner "Trennung" kommen. Die Nacharbeiten werden kosmetischer Natur sein und gut ist. Alles andere wäre ein Graus und über Jahre ein Nachteil für uns Kunden. Da kann sich HNIKAR noch so sehr was anderes wünschen :kafffee:
Die T-COM hat ganze Arbeit geleistet - in der Tat. Man muss sich mal fragen, wie ein Unternehmen arbeiten kann, wenn es solche Rechtsunsicherheiten bestehen?

Ich bezweifle, dass die "Nacharbeiten" rein "kosmetischer Natur" sein werden - die werden m.E. von ganz erheblicher Natur sein.

Ich teile HNIKAR Argumente in Bezug Unitymedia ganz und gar nicht - er hat m.M.n. sehr wahrscheinlich Recht, dass man zu fast jedem Zugeständnis bereit sein wird und daher die Möglichkeit einer Rückabwicklung eher theoretischer Natur sein wird.

Wenn es jedoch dazu kommt, hat Unitymedia und KabelBW nicht Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung oder trägt jedes Unternehmen sein unternehmerisches Risiko?
--
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Knifte
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Re: Rückabwicklung KBW

Beitrag von Knifte » 15.08.2013, 18:00

Ich habe irgendwo gelesen, dass eine finanzielle Entschädigung auf jeden Fall ausgeschlossen sei.
Viele Grüße

Knifte
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