Rückabwicklung KBW

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Wasserbanane
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Rückabwicklung KBW

Beitrag von Wasserbanane » 27.06.2013, 12:44

Ich hoffe es handelt sich nur um ein Gerücht/Fake. Sollte es soweit kommen, kann man sich bestimmt wieder auf was gefasst machen. Vor allem in Hinblick auf das bereits ins KBW Netz geflossen Geld und die bereits geschlossen Verträge mit Sendern.

Da das auch wieder eine größere Geschichte werden könnte, würde es in Hessen und NRW wahrscheinlich wieder erstmal nicht zu Neuerungen kommen.

Für die Leute aus BW würde der Spaß wohl noch größer werden.

http://www.teltarif.de/fusion-kabel-bw- ... 51513.html
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tonino85
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Re: Rückabwicklung KBW

Beitrag von tonino85 » 27.06.2013, 20:24

Ach. Da passiert eh nix. Wenn das OLG entscheidet das das so ist. Geht es zurück zum Kartellamt. Dann wird neu verhandelt mit weiteren Zugeständnissen und gut.
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wbsu83
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Re: Rückabwicklung KBW

Beitrag von wbsu83 » 27.06.2013, 20:39

Eine Rückabwicklung wäre ein Horrorszenario, aber ich denke und hoffe, dass das nur ein Schreckgespinst ist, das ohnehin nicht eintreten wird.

Andernfalls wäre viel Zeit und Aufwand für den Papierkorb gewesen. Auch für uns im Forum würde das eine nicht unerheblich Mehrarbeit bedeuten, alles wieder zurück umzustellen...

Wollen wir mal nicht hoffen, dass es dazu kommen wird!

Wasserbanane
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Re: Rückabwicklung KBW

Beitrag von Wasserbanane » 27.06.2013, 21:15

tonino85 hat geschrieben:Ach. Da passiert eh nix. Wenn das OLG entscheidet das das so ist. Geht es zurück zum Kartellamt. Dann wird neu verhandelt mit weiteren Zugeständnissen und gut.

Hhhmm, weitere Zugeständnisse wäre ja für den Endverbraucher nicht das Schlechteste. Siehe Grundverschlüsselung.
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HNIKAR
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Re: Rückabwicklung KBW

Beitrag von HNIKAR » 27.06.2013, 23:21

Wasserbanane hat geschrieben:Ich hoffe es handelt sich nur um ein Gerücht/Fake.
Nein, das ist bitter Ernst. Und das ist gut so. Ein sehr gutes Zeichen. Und letztendlich NUR POSITIV für alle Kabelkunden in Deutschland.
Dieses Verfahren wird eine große Auswirkung auf die geplante Übernahme von Kabel Deutschland durch Vodafone haben.
Eine Ausweitung von UMKBW auf Kabel Deutschland, die Malone mit aller Macht will, darf nicht passieren.
Es würde dadurch ansonsten ein nationales Monopol, sowie ein sehr weitgehendes europaweites Monopol entstehen.
Grafik aus rechtlichen Gründen entfernt!
Ich hielt den durchgewunkenen Zusammenschluss von Unity und KBW bereits von Anfang an für ein Fanal - die Urkatastrophe.
Ist alles im KBW-Fanboyforum nachzulesen...
Sollte es soweit kommen, kann man sich bestimmt wieder auf was gefasst machen. Vor allem in Hinblick auf das bereits ins KBW Netz geflossen Geld und die bereits geschlossen Verträge mit Sendern.
UMKBW wird wohl jedes Zugeständnis eingehen um zu verhindern, dass dieses Szenario eintreten wird.
Denn das wäre ein herber Schlag ins finanzielle Kontor und würde den Kabelfantasien von John Malone widersprechen.
Da das auch wieder eine größere Geschichte werden könnte, würde es in Hessen und NRW wahrscheinlich wieder erstmal nicht zu Neuerungen kommen.
Neuerungen? Ich habe seit der Fusion keinerlei sonderlich lobenswerte Neuerungen gesehen, die konzerngetrieben waren.
Im Gegenteil! Oder ist dir z. B. die Nichteinspeisung der 11 Öffentlich-Rechtlichen in HD irgendwie positiv in Erinnerung?
Das Theater um die Einspeiseentgelte? Die Gängeleien hier und dort?
Für's Kabel BW Gebiet ist eigentlich vieles eher schlechter geworden als vorher. Garantiert aber wurde nichts besser.
Für die Leute aus BW würde der Spaß wohl noch größer werden.
Warum? UMKBW trauert - außer den Fanboys - hierzulande doch keiner nach.


Die Fakten:
Durch die Fusion ist aus einem Oligopol, ein erdrückendes Duopol am nationalen Kabelmarkt entstanden. In der Gesamtbetrachtung des Marktes (Verhandlungsposition etc.) ergibt sich daraus eine ganz andere Machtstellung. Siehe z. B. auch das heikle Thema Einspeisegebühren... Oder die getroffenen Auflagen hinsichtlich des Einspeisemarktes. Ich muss das jetzt an der Stelle wohl nicht weiter vertiefen...

Es geht bei der kartellrechtlichen und regulierungtechnischen Betrachtung EBEN NICHT allein um Fragestellungen rund um eine direkte Konkurrenz am Markt. Zumal die abgeschlossene Betrachtung des Kabelmarktes für sich sowieso der blanke Hohn ist, angesichts der realen Konkurrenzsituation.

Die Telekom klagt, da sie in den (zweifellos) laschen Fusionsauflagen einen Verstoß gegen den verfassungsrechtlichen Gleicheitsgrundsatz sieht.
Es besteht auch für das Reguliererhandeln ein Willkürverbot, d. h. der Staat darf nicht willkürlich (= Fehlen eines Sachgrundes) wesentlich Gleiches ungleich bzw. wesentlich Ungleiches gleich behandeln.
Bisher hat mir noch keiner einen einzigen triftigen Sachgrund genannt, der GEGEN eine generelle Zwangsöffnung der Koaxnetze spricht.

Letztendlich wird es wohl darauf hinauslaufen; Eine drastische Nachbesserung bei den Fusionsauflagen. Eine Rückabwicklung wird man garantiert nicht anordnen bzw. diese dient viel mehr als Drohkulisse, falls UMKBW die geforderten Nachbesserungen nicht akzeptieren wollen sollte.

Meine abschließende persönliche Meinung zu diesem Themenkomplex:
Wenn die Richter tatsächlich in ihrer Überprüfung so weit gehen und im Zuge einer ex-post-Regulierung eine Zwangsöffnung des Koaxnetzes einfordern sollten, dann bin ich sogar entschieden GEGEN eine Zerschlagung von UMKBW. Die Zwangsöffnung wiegt schwerer und ist das effektivere Werkzeug, als die Wiederherstellung von zwei ungerechtfertigten Regionalmonopolen.

Die Zwangsöffnungskarte würde dann natürlich auch im Falle von Vodafone und Kabel Deutschland gezogen. Wunderbar! Noch ein Grund weniger, irgendetwas gegen diese Fusion zu haben. So hat dann Vodafone (wie alle anderen) die Möglichkeit im UMKBW Gebiet zu wildern und UMKBW bekommt ebenso die Möglichkeit seine Produkte in den übrigen 13 Bundesländern an den Mann zu bringen. Das wäre eine fairer Kabelmarkt. ENDLICH! :super:
MfG,
HNIKAR

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Re: Rückabwicklung KBW

Beitrag von HNIKAR » 06.07.2013, 12:35

HNIKAR hat geschrieben: Grafik aus rechtlichen Gründen entfernt!
Grafik aus rechtlichen Gründen als Link (bitte klicken!) wäre die richtige und mildere Alternative gewesen, um sich nicht gewissen Vorwürfen auszusetzen...

John Malone - aka Liberty Global aka Unitymedia Kabel BW - schickt sich an, den gesamten europäischen Kabelmarkt zu beherrschen.

Ich will das um's Verrecken nicht. Und ich werde deshalb auch nicht aufhören, überall unablässig dagegen anzuschreiben.
Darum freue ich mich auch wie Bolle, dass Kabel Deutschland voraussichtlich von Vodafone geschluckt werden wird.
Das ist die beste Vorbeugung gegen die eitlen Pläne, des alten "Cowboys" und Milliardärs John C. Malone.
MfG,
HNIKAR

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Re: Rückabwicklung KBW

Beitrag von wbsu83 » 06.07.2013, 21:45

HNIKAR hat geschrieben:
HNIKAR hat geschrieben: Grafik aus rechtlichen Gründen entfernt!
Grafik aus rechtlichen Gründen als Link (bitte klicken!) wäre die richtige und mildere Alternative gewesen, um sich nicht gewissen Vorwürfen auszusetzen...
Es gibt keine Vorwürfe, es geht darum, dass auch User lernen müssen, sich an das Copyright zu halten. Man darf nicht einfach ohne Genehmigung eine Grafik von einer fremden Webseite wo anders einfügen, auch nicht wenn die Grafik nur eingebettet wurde und noch bei der originalen Seite liegt - da kann es neben einem Urheberrechtsverstoß auch noch wegen bösem "Traffic-Klau" Ärger geben.
HNIKAR hat geschrieben:Ich will das um's Verrecken nicht.
Schon wieder so eine Formulierung, die mir nicht gefällt. Da es zwar niemanden beleidigt und deine eigene Meinung ist, ist das noch kein Grund für ein Eingreifen, aber ich bitte doch darum, den passenden Ton für eine Kommunikation im Forum zu finden. Irgendwie passt das hier nicht hin, das ist ein anderes Niveau, ich würde dich aber gar nicht in diesem Milieu verorten, von daher hoffe ich auf Einsicht.

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Re: Rückabwicklung KBW

Beitrag von HNIKAR » 09.07.2013, 17:35

wbsu83 hat geschrieben:Es gibt keine Vorwürfe, es geht darum, dass auch User lernen müssen, sich an das Copyright zu halten. Man darf nicht einfach ohne Genehmigung eine Grafik von einer fremden Webseite wo anders einfügen, auch nicht wenn die Grafik nur eingebettet wurde und noch bei der originalen Seite liegt - da kann es neben einem Urheberrechtsverstoß auch noch wegen bösem "Traffic-Klau" Ärger geben.
Ich habe ein paar erhebliche Probleme mit dem Deutschen Copyrightrecht und der aktuellen Rechtssprechung hierzu. Die ist nämlich absolut untragbar und zwiegespalten.
Die Frage übrigens in dem Falle wäre die, welche Ansprüche LGI aus dem Bilderlink seiner Investitionskarte ziehen könnte? Es stünde bei einer Abmahnung im Raum, welcher Schaden LGI dadurch entstanden sein könnte. Selbst wenn ich runderherum mit Negativkonnotation das Unternehmensziel kritisiere, ist das am Ende wohl eher Werbung für LGI als ein urheberechtstributpflichtiger Schaden. Ich mach(t)e mir das Bild schließlich nicht zu eigen. Lustig, das Google und Fatzebock - sogar Bilder mit explizitem Copyright und Vorbehaltserklärungen oder Verboten zur Weiterverbreitung - ungestraft über ihre Suchmatrix darstellen dürfen. Ich habe erst im Januar wieder einen schönen Artikel hierzu in der Zeit gelesen: http://www.zeit.de/digital/internet/201 ... thumbnails.

Allerdings ist das alles natürlich kein Grund, das auf deinem Rücken auszutragen. Du hast hier das Hausrecht und entscheidest, wie du mit eingefügten Bildern und dem Copyright umgehen möchtest. Egal wie restriktiv du das handhaben willst, habe ich das zu akzeptieren. Ich kann dir auch versichern, dass das keine Absicht war (in anderen Foren läuft's eben anders...) und ich mich in Zukunft strikt daran halte. Allerdings musst du dir tatsächlich auch den Vorwurf gefallen lassen, dass du das Bild mitsamt dem hinterlegten Link gelöscht hast. Du hättest doch wirklich einfach den blanken Link stehen lassen können. Da greift kein Copyright. Unnötig restriktiv muss nicht sein.
HNIKAR hat geschrieben:Schon wieder so eine Formulierung, die mir nicht gefällt. Da es zwar niemanden beleidigt und deine eigene Meinung ist, ist das noch kein Grund für ein Eingreifen, aber ich bitte doch darum, den passenden Ton für eine Kommunikation im Forum zu finden. Irgendwie passt das hier nicht hin, das ist ein anderes Niveau, ich würde dich aber gar nicht in diesem Milieu verorten, von daher hoffe ich auf Einsicht.
Vielleicht ist dir schon aufgefallen, dass ich nicht so ganz der "Fan" unserer modernen Sprache bin. Die Formulierung "um's Verrecken" ist auch in Zeiten von Selbstmordattentätern (oder was hast du/haben manche da im Kopf, dass ihnen diesen Ausdruck verleitet?) nichts Böses. Es drückt lediglich eine Absoultheit aus und bedeutet auf modernes, deutsches Neusprech übersetzt doch überhaupt nichts anderes als "absolut nicht". Es bleibt hier keine Interpretationsspielraum.
Sicher, es mag eine alte, vielleicht etwas saloppe Redensart sein (übrigens noch sehr gebräuchlich in der klassischen deutschen Dichtkunst und Literatur des 17. und 18. Jahrunderts - diese Werke kennen und lesen heutzutage ja leider nur noch die Wenigsten...). Das hindert mich aber doch nicht daran, diese auch heute noch im passenden Kontext zu benutzen. Im Gegenteil - denn damit fällt man, wie man sieht, offensichtlich um so mehr auf. Und das ist bekanntlich des öfteren (m)ein Ziel. Und zwar nicht um des Auffallens wegen, sonder weil die Aufmerksamkeitsspanne der Leserschaft im Netz (zumindest aus meiner Erfahrung heraus) verschwindend gering ist. Wer keine Marke setzt, wird "ungehört" überlesen.

Mich interessiert ernsthaft, was dich an "um's Verrecken" stört. Und was du in diesem Zusammenhang mit "Milieu" und "Niveau" meinst. Kannst mir gerne eine PN schreiben. Geschmacksfragen und woran du bei dem Ausdruck denkst, müssen wir nicht hier austauschen. Ich stelle nämlich gerade fest, dass ich mal wieder leicht ins Offtopic entglitten bin. :mussweg:

Sorry! Aber in diesem Thread geht's wohl sowieso erst wieder weiter nach einer gerichtlichen Entscheidung bzw. ggf. schon vorher - bei öffentlichen werdenden Datails im Zuge der Verhandlung... Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie das ausgehen wird und ob ich am Ende recht behalten werde.
MfG,
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Re: Rückabwicklung KBW

Beitrag von gordon » 10.07.2013, 07:07

wbsu83 hat geschrieben:
Andernfalls wäre viel Zeit und Aufwand für den Papierkorb gewesen. Auch für uns im Forum würde das eine nicht unerheblich Mehrarbeit bedeuten, alles wieder zurück umzustellen...
Dann lasst uns mal ganz feste die Daumen drücken - das wäre ja eine Katastrophe.

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Kleines Update!

Beitrag von HNIKAR » 17.07.2013, 17:44

Haltet euch den 14. August 2013 frei. :zwinker:

http://www.olg-duesseldorf.nrw.de/behoe ... /index.php

Worin nun die "gerichtsinternen Gründe" liegen mögen sie dahingestellt.
Einen "Schnellschuss aus der Hüfte" wird es in diesem Verfahren jedenfalls nicht geben.
Das ist schonmal gut. Warten wir mal ab, was da kommt. :super:

Und nochmal zur Beruhigung - eine Zerschlagung wird's wohl sicher nicht.
MfG,
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FUSIONSENTSCHEIDUNG DES KARTELLAMTS AUFGEHOBEN!

Beitrag von HNIKAR » 14.08.2013, 10:45

Hier die aktuelle Pressemitteilung des OLG Düsseldorf;

http://www.olg-duesseldorf.nrw.de/behoe ... /index.php

Noch sind die Entscheidungsgründe nicht veröffentlicht. Ich bin sehr auf den konkreten Beschlussinhalt gespannt. :super:
MfG,
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Re: Rückabwicklung KBW

Beitrag von wbsu83 » 14.08.2013, 11:11

Also wenn es wirklich wieder zu einer Trennung/Abspaltung/Entflechtung oder wie man es auch immer nennen mag kommen sollte, dann kann ich die Welt nicht mehr verstehen.

WO bitte ist eine _stärkere_ marktbeherrschende Stellung durch die Fusion entstanden? In Hessen und NRW gab es bisher in den meisten Gebieten nur Unitymedia als KNB, in Baden-Württemberg meist nur Kabel BW. Es sind doch nur eine Hand voll Gebiete, in denen zwei KNB sich gegenseitig Konkurrenz machen, z.B. teilweise in Köln wo NetCologne in einigen Straßenzügen Glasfaser bis zum eigenen HÜP gelegt hat. Dort hat man dann die Wahl zwischen zwei KNB.

Aber ansonsten waren Unitymedia und Kabel BW auch ohne Fusion bereits meist in einer Monopolstellung und sind es nach der Fusion noch immer? Also wozu der ganze Zauber des OLG Düsseldorf?

Nun ich weiß ja nicht, aber gab es in Deutschland nicht früher einmal den Grundsatz, dass Gerichte unabhängig und unbefangen sein sollten???? Mehr sag ich an dieser Stelle einfach nicht mehr, die Gedanken sind frei...

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HNIKAR
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Re: Rückabwicklung KBW

Beitrag von HNIKAR » 14.08.2013, 11:50

Dazu wird es aber nicht kommen, das Urteil beinhaltet genau das, was ich am 27. Juni vorhergesagt hatte:
Letztendlich wird es wohl darauf hinauslaufen; Eine drastische Nachbesserung bei den Fusionsauflagen. Eine Rückabwicklung wird man garantiert nicht anordnen bzw. diese dient viel mehr als Drohkulisse, falls UMKBW die geforderten Nachbesserungen nicht akzeptieren wollen sollte.
Effektiv haben wir nun den Auftrag an das Kartellamt zur Nachregulierung der vollzogenen Fusion.
UMKBW bleibt im Grunde nicht anderes übrig, als allem zuzustimmen, was nun als Auflage kommt.
Hinzu kommt, dass die Zusatzauflagen so wasserdicht sein müssen, dass sie einer gerichtlichen
Überprüfung standhalten. Weigert sich UMKBW, wird rückabgewickelt (aber wirklich erst dann!).
Das ist aber so gut wie ausgeschlossen. UMKBW wird lieber jeder Kröte schlucken. :super:
An eine Rückabwicklung und deren enorme Kosten mag dort garantiert niemand denken.
Auch seitens LGI wird man lieber einem sanften Aderlass zustimmen, als der Rückabwicklung.

Die Entscheidung hat übrigens noch keine Rechtskraft erlangt.
MfG,
HNIKAR

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Wetter
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Re: Rückabwicklung KBW

Beitrag von Wetter » 14.08.2013, 12:36

Da hat die Tcom ja ganze Arbeit geleistet. Nicht schlecht fürs OLG DUS. :hirnbump:

Nunja, hauptsache es wird zu keiner "Trennung" kommen. Die Nacharbeiten werden kosmetischer Natur sein und gut ist. Alles andere wäre ein Graus und über Jahre ein Nachteil für uns Kunden. Da kann sich HNIKAR noch so sehr was anderes wünschen :kafffee:
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foobar
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Re: Rückabwicklung KBW

Beitrag von foobar » 14.08.2013, 13:43

HNIKAR hat geschrieben:Die Fakten:
Durch die Fusion ist aus einem Oligopol, ein erdrückendes Duopol am nationalen Kabelmarkt entstanden. In der Gesamtbetrachtung des Marktes (Verhandlungsposition etc.) ergibt sich daraus eine ganz andere Machtstellung.
Bei einem Duopol stehen "nur" zwei Firmen in Konkurrenz. UM, KBW, und KD stehen und standen nie in Konkurrenz. Einen "nationalen Kabelmarkt" gibt es eben nicht. Wir haben regionale Monopole, vor, sowie nach der Fusion. Aus dieser Sicht kann ich kein Argument gegen die Fusion sehen... Ich sehe keinen Verhandlungsvorteil gegenüber Kunden oder Sendern, da auch vorher eh niemand eine Alternative in der jeweiligen Region hatte.

Konkurrenz kann nur durch andere Netze kommen. Die Telekom steht da an erster Stelle (und ist selbst derzeit kaum durch Konkurrenz gefährdet). Dass KBW in den nächsten Jahren *theoretisch* ein eigenes Kabelnetz in anderen Bundesländern hätte aufziehen können ist doch utopisch. Nach der Logik dürfte ja überhaupt keine Firma mehr verkauft werden.

Heiko A.
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Re: Rückabwicklung KBW

Beitrag von Heiko A. » 15.08.2013, 11:30

Wenn eine eventuelle Rückabwicklung beinhalten sollte,
dass UM auch die mühsam erkämpfte Verschlüsselungsfreiheit
der Digital-Basic-Programme wieder aufhebt,
werde ich auf Sat umsteigen.
Ich war glücklich, als die HD-CI-PLUS-Karte das Programm-Umschalten nicht mehr
verzögerte, oder diese idiotischen Sicherheitsabfragen den Spielfilm
störten.
Außerdem kann man jetzt ohne doppelte Karte den Zweitfernseher betreiben.
Es wäre ein unzumutbarer Rückschritt.
Leute, die aber unbedingt Werbung in HD sehen müssen, sollen
sich ruhig damit herumgeschlagen. :zwinker:

conscience
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Re: Rückabwicklung KBW

Beitrag von conscience » 15.08.2013, 17:41

Wetter hat geschrieben:Da hat die Tcom ja ganze Arbeit geleistet. Nicht schlecht fürs OLG DUS. :hirnbump:

Nunja, hauptsache es wird zu keiner "Trennung" kommen. Die Nacharbeiten werden kosmetischer Natur sein und gut ist. Alles andere wäre ein Graus und über Jahre ein Nachteil für uns Kunden. Da kann sich HNIKAR noch so sehr was anderes wünschen :kafffee:
Die T-COM hat ganze Arbeit geleistet - in der Tat. Man muss sich mal fragen, wie ein Unternehmen arbeiten kann, wenn es solche Rechtsunsicherheiten bestehen?

Ich bezweifle, dass die "Nacharbeiten" rein "kosmetischer Natur" sein werden - die werden m.E. von ganz erheblicher Natur sein.

Ich teile HNIKAR Argumente in Bezug Unitymedia ganz und gar nicht - er hat m.M.n. sehr wahrscheinlich Recht, dass man zu fast jedem Zugeständnis bereit sein wird und daher die Möglichkeit einer Rückabwicklung eher theoretischer Natur sein wird.

Wenn es jedoch dazu kommt, hat Unitymedia und KabelBW nicht Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung oder trägt jedes Unternehmen sein unternehmerisches Risiko?
--
Wie immer keine Zeit

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Re: Rückabwicklung KBW

Beitrag von Knifte » 15.08.2013, 18:00

Ich habe irgendwo gelesen, dass eine finanzielle Entschädigung auf jeden Fall ausgeschlossen sei.
Viele Grüße

Knifte
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