Deutsche Annington kündigt Unitymedia

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Süppelkopp
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Re: Deutsche Annington kündigt Unitymedia

Beitrag von Süppelkopp » 07.10.2012, 18:24

Habermann hat geschrieben: Jeder Mieter, der seinen Kabelanschluss behalten möchte, sollte folgendes tun:
3. Sollte die Deutsche Annington keinen Rückzieher machen, einen REchtsanwalt aufsuchen und eine FESTSTELLUNGSKLAGE einreichen.
Mit dieser Feststellungsklage wird festgestellt, dass der abgeschlossene Mietvertrag seine Gültigkeit hat.
Es wird festgestellt, das im Mietvertrag kein Kabelanschluss aufgeführt wird, und daher keine Kosten für einen Kabelanschluss in Form von Betriebskosten erhoben werden dürfen.
m.E. nutzt die Klage damit nur demjenigen, der nicht zum neuen Kabelanbieter möchte. Nicht aber demjenigen, der unbedingt seinen Kabelanschluss bei UM behalten möchte?
.

jonathan
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Re: Deutsche Annington kündigt Unitymedia

Beitrag von jonathan » 07.10.2012, 21:40

Hallo,

mir flatterte in der letzten Woche ein Brief von den Anningtönern ins Haus.
Hier ein Auszug daraus:

Günstiger Preis für Sie — mit Garantie!
Unitymedia erhebt für einen Kabelanschluss derzeit Gebühren von 17,90 € pro Monat. Wir können Ihnen diese Leistung für 9,99 € monatlich anbieten - mit einer Preisgarantie für die nächsten drei Jahre! :wand:

Abrechnung über die Betriebskosten
Erhalten Sie vollkommene Kostenkontrolle durch Service aus einer Hand: Da diese Leis¬tung bislang nicht Gegenstand Ihres bestehenden Vertrages mit uns ist, benötigen wir Ihre Zustimmung, dass Sie dieses Angebot in Anspruch nehmen möchten. Die entstehenden Kosten belaufen sich auf 9,99 € monatlich und werden im Falle Ihrer Zustimmung ab dem 01.02.2013 über die Betriebskostenvorauszahlung abgerechnet.

Zukünftiger Umgang mit Satellitenanlagen:
Sollten Sie Ihren Radio- und Fernsehempfang bislang über eine im Außenbereich selbstinstallierte Satellitenempfangsanlage sicherstellen, möchten wir Sie bitten, unserer dringenden Aufforderung zu folgen, diese zu entfernen. Der Parabolspiegel stellt einen Eingriff in die Bausubstanz dar, den der Vermieter nach herrschender Rechtsprechung nur dann dulden muss, wenn der Mieter keine Möglichkeit zu einem ausweichenden Fernseh- und Rundfunkempfang hat. Durch das Angebot, das wir Ihnen heute unterbreiten, steht Ihnen jedoch der Alternativempfang über den Kabelanschluss zur Verfügung.

Beigefügt war die Zustimmungserklärung:

Zustimmungserklärung
Mit der Einführung der Betriebskostenart „Gebühr für Kabelfernsehen" bin ich / sind wir

einverstanden. Die anteiligen Kosten werden zukünftig im Rahmen der jährlichen Betriebskostenabrechnung umgelegt und von mir/uns getragen. Mir / uns ist bewusst, dass sich die angegebenen Kosten nach Ablauf der Preisgarantie ändern können, da diese Leistungen Preisschwankungen unterliegen.

nicht einverstanden. Sollten Sie der Einführung nicht zustimmen, teilen Sie uns im unten stehenden Feld bitte Ihre Ablehnungsgründe mit. Ihre Ablehnung führt dazu, dass Ihre Wohnung mit einem Sperrfilter versehen wird und somit Kabelfernsehen nicht möglich ist. Bitte beachten Sie: Den Empfang über eine mietereigene Sat-Anlage gestatten wir nicht!

Mit diesem Schreiben wird meines Erachten weiterer Druck auf die Mieter ausgeübt.

Was sagen die Juristen unter uns dazu?

Grüße aus Gelsenkirchen

Habermann
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Re: Deutsche Annington kündigt Unitymedia

Beitrag von Habermann » 08.10.2012, 04:45

Hallo,
wer seinen Anschluss bei der UN behalten möchte, sollte eine Beschwerde bei der Regulierungsbehörde für Telekommunikation einlegen
(http://www.bundesnetzagentur.de).
Das Telekommunikationsgesetz wurde geschaffen, um den freien Markt zu schaffen, und zu stärken.
Ein Monopol, das durch die DA geschaffen wird, soll unbedingt verhindert werden.
Also macht folgendes:
1. Einen Widerspruch bei der DA einlegen, und auf den geltenden Mietvertrag verweisen.
2. Eine Beschwerde bei der Regulierungsbehörde einlegen. (Sämtliche Schreiben der DA beifügen).
3. SChreibt eine Mail an die Landesregierung NRW und schreibt euren Politiker in der Stadt an.

Ich gölaube nicht, das die DA ihr Vorhaben durchsetzen kann.

Oliver

Habermann
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Re: Deutsche Annington kündigt Unitymedia

Beitrag von Habermann » 08.10.2012, 05:08

Hallo.
habe auch einen solchen Brief erhalten.

Zitat:
Abrechnung über die Betriebskosten

Da diese Leistung bislang nicht Gegenstand Ihres bestehenden Vertrages mit uns ist, benötigen wir Ihre Zustimmung, dass Sie dieses Angebot in Anspruch nehmen möchten.
Kommentar: Der Mieter muss dieses Angebot nicht annehmen. Er kann sich auf den Mietvertrag berufen, und das Angebot verweigern.

Die entstehenden Kosten belaufen sich auf 9,99 € monatlich und werden im Falle Ihrer Zustimmung ab dem 01.02.2013 über die Betriebskostenvorauszahlung abgerechnet.

Kommentar: Die Betriebskosten (Kabelanschluss) können nicht auf den Mieter umgelegt werden, wenn im Mietvertrag kein Kabelanschluss eingetragen wurde. Die Betriebskosten Kabelanschluss sind rechtlich zulässig.


Zukünftiger Umgang mit Satellitenanlagen:
Sollten Sie Ihren Radio- und Fernsehempfang bislang über eine im Außenbereich selbstinstallierte Satellitenempfangsanlage sicherstellen, möchten wir Sie bitten, unserer dringenden Aufforderung zu folgen, diese zu entfernen. Der Parabolspiegel stellt einen Eingriff in die Bausubstanz dar, den der Vermieter nach herrschender Rechtsprechung nur dann dulden muss, wenn der Mieter keine Möglichkeit zu einem ausweichenden Fernseh- und Rundfunkempfang hat. Durch das Angebot, das wir Ihnen heute unterbreiten, steht Ihnen jedoch der Alternativempfang über den Kabelanschluss zur Verfügung.

Kommentar:
Es gibt ein Urteil des BGH. Der BGH verbietet Mietern das Aufstellen einer SAT-Anlage, wenn bereits ein Kabelanschluss des Vermieters vorhanden ist.
Der Kabelanschluss muss aber vorher zur Verfügung stehen, und eine Vergütung muss über die Betriebskosten erfolgt sein.
In unserer Mietanlage ist kein Kabelanschluss durch den Vermieter angeboten worden.
Das Anbringen einer SAT-Anlage (Anschrauben an die Hauswand) ist jedoch unzulässig, wenn der Vermieter nicht vorher informiert wurde.
Der Mieter kann jedoch eine SAT-Anlage, ohne Erlaubnis des Vermieters, im Garten, oder auf dem Balkon aufstellen, wenn diese nicht das Umfeld stört.
Wenn die SAT-Anlage im Garten nicht sofort erkennbar ist, darf diese aufgestellt werden. Darüber sind Urteile vorhanden.
Eine SAT-Anlage kann auch in der Wohnung (Fenster, Innenseite) aufgestellt werden. Oder mann kann eine DVB-T Anlage und die Antenne auf die
Innenfensterbank stellen. Das ist auch zulässig.
Ausländische Mitbürger haben jedoch das Recht eine SAT-Anlage anzubringen, wenn vorher kein Kabelanschluss des Vermieters angeboten werden kann. Diese muss jedoch von einem Fachunternehmen angebracht werden.

Oliver

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dieOma
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Re: Deutsche Annington kündigt Unitymedia

Beitrag von dieOma » 08.10.2012, 08:45

jonathan hat geschrieben:Hallo,
Ihre Ablehnung führt dazu, dass Ihre Wohnung mit einem Sperrfilter versehen wird und somit Kabelfernsehen nicht möglich ist.
Ok, ich bin kein Jurist würde aber jeden Mieter empfehlen sich an den Verbraucherschutz zu wenden, weil: einen Sperrfilter halte ich für unzulässig, da dadurch die Möglichkeit, den Anbieter zu wählen, genommen wird. Der Mieter wird gezwungen nur diesen einen Anbieter zu nutzen oder gänzlich auf TV zu verzichten.

Weierhin wird es nicht bei den monatlichen Gebühren für Kabelfernsehen bleiben, weil : wir alle kennen die Telekom :streber: :hammer:
Der Spaß fängt erst dann an, wenn man die Regeln kennt.Im Universum sind wir aber momentan noch dabei die Spielanleitung zu lesen.(Richard Feynman)

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Re: Deutsche Annington kündigt Unitymedia

Beitrag von brainburner » 08.10.2012, 10:51

Hallo Oliver,

das mit der Regulierungsbehörde kann man vergessen. Dort haben sich schon einige erkundigt, die können dagegen nichts machen.

Habermann
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Re: Deutsche Annington kündigt Unitymedia

Beitrag von Habermann » 08.10.2012, 11:36

Hallo,
habe eine Beschwerde bei der Regulierungsbehörde eingelegt (Aktenzeichen: 2012-09-17-0038).
Telefonisch hat man mir eine Bearbeitung meiner Beschwerde zugesichert.
Gemäß dem Telekommunikationsgesetz § 1 bis 3 muss die Regulierungsbehörde der UN den Zugang zu Ihren Kunden sicherstellen.
Also schickt eure Beschwerden an die Regulierungsbehörde.
Oliver

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Re: Deutsche Annington kündigt Unitymedia

Beitrag von oxygen » 08.10.2012, 12:57

dieOma hat geschrieben:
jonathan hat geschrieben:Hallo,
Ihre Ablehnung führt dazu, dass Ihre Wohnung mit einem Sperrfilter versehen wird und somit Kabelfernsehen nicht möglich ist.
Der Mieter wird gezwungen nur diesen einen Anbieter zu nutzen oder gänzlich auf TV zu verzichten.
Genauso ist bei einem Kabelanschluss von Unitymedia auch. Die Möglichkeit einen Kabelanbeiter zu wählen gab es nie und wird es nie geben.

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Re: Deutsche Annington kündigt Unitymedia

Beitrag von SchnuffelNRW » 08.10.2012, 14:36

Es gab oder gibt bei einem Speerfilter aber die Möglichkeit zumindest ARD,ZDF und 3 zu sehn weil dafür auch GEZ gezahlt wird die kommen glaub durch so war es zumindest vor paar Jahren noch.Ansonsten gibts ja noch bei vielen DVB-T oder über internet via Zatoo.

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Re: Deutsche Annington kündigt Unitymedia

Beitrag von Habermann » 08.10.2012, 15:25

Hallo,
das Unternehmen Deutsche Multimedia Service GmbH ist ein Luft-Unternehmen.
Die Geschäftsführer der Deutschen Multimedia Service GmbH Herr Klaus Freiberg und Herr Dr. Oliver Emmert sind gleichzeitig Geschäftsführer der Deutschen Annington. Das Unternehmen Deutsche Multimedia Service in Düsseldorf hat kein eigenes Büro, keine eigenen Mitarbeiter, einfach nichts.
Nicht einmal ein Firmenschild. Nichts. Dieses Unternehmen erhält lediglich Provionen von der Telekom AG. Durch diese Provisionen wird der Gewinn der Deutschen Annington gesteigert.
Ein Unternehmen, das nur auf dem Papier existiert, darf nicht den Marktzugang für seriöse Unternehmen aus dem Telekommunikationssektor versperren.
Oliver

brainburner
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Re: Deutsche Annington kündigt Unitymedia

Beitrag von brainburner » 08.10.2012, 18:03

Hallo Oliver,

daß die Deutsche Multimedia GmbH zur Annington gehört war schon klar, aber daß dies so abläuft ist ja unglaublich. Wohnst du in Düsseldorf, oder woher hast du diese Infos?

Mir geht es darum, ich möchte UM wenigstens als Telefon-,/internetanbieter behalten, TV wäre mir wurscht. Würde ich von denen sogar nehmen, weil günstiger.

Habermann
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Re: Deutsche Annington kündigt Unitymedia

Beitrag von Habermann » 08.10.2012, 20:12

Hallo,
die Informationen kann jeder nachprüfen.
1. Die Namen der Personen (Geschäftsführer) stehen auf der Homepage (Deutsche Annington, Deutsche Multimedia Service)
2. Ebefalls auf der Homepage der Deutschen Multimedia Service findet man im Impressum die Handelsregisternummer.
3. Diese Nummer trägt man in die Suchmaske auf der Homepage Handelsregister ein, und kann sich die Veröffentlichungen ansehen.
4. Aus der letzen Veröffentlichung findet man den Provisionsvertrag mit der Telekom AG.
5. Das Unternehmen ist ein Luft-Unternehmen. Wieso? Auf der Homepage findet man keine einzige Telefonnummer, keine Ansprechpartner, keine Faxnummer, keine Einteilung des Unternehmens (Z.B. Verkauf, Personal), keine Jobangebote, einfach nichts.
6. Wiese weiß ich das nicht mal ein Firmenschild vorhanden ist? Ich habe die Straße und PLZ und Ort in Google eingegeben, und nach Unternehmen gesucht, die ihren Firmensitz unter der gleichen Adresse haben. Dort habe ich angerufen und nachgefragt, ob Sie das Unternehem Deutsche
Multimedia Service kennen. Das Unternehmen ist dort nicht bekannt. Man hat mir lediglich mitgeteilt, dass das Unternehmen Deutsche Annington ein Büro unterhält.

Das Unternehmen Deutsche Multimedia Service GmbH besteht nur auf dem Papier. Eine Tätigkeit, wie im Handelsregister aufgeführt, ist nicht erkennbar. Das Unternehmen erhält lediglich Provisionen von der Telekom. Selbst die Geschäftseinlage von 25.000 € weißt darauf hin, dass dieses Unternehmen weder Leitungen anmieten, noch kaufen kann. Dafür müssen weit größere Geldbeträge aufgebracht werden.
Werde daher bei der Regulierungsbehörde einen Verbotsantrag stellen, da das Unternehmen gegen das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen § 1
verstößt.
Ich bitte die User dieses Forums sich überall zu beschweren. Bei der Regulierungsbehörde, bei der Landesregierung, einfach überall.
Ihr seit doch alle fit im Umgang mit dem PC.

Oliver

homer77
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Re: Deutsche Annington kündigt Unitymedia

Beitrag von homer77 » 08.10.2012, 21:34

Also das die Telekom da sehr tief drin steckt, bzw. die Deutsche Annington gut Geld von der Telekom als provision kassiert wundert mich nicht.

Immerhin ist diese Bestellhotline von der Webseite der Deutschen Multimedia Service GmbH eine Hotline Nummer der Deutschen Telekom. Wenn man nach der Nummer googelt, findet man genug Webseiten wo diese auftaucht. Teilweise schon von 2002.

Für mich ist das einfach nur ein Abgezocke der Mieter, wodurch die Telekom auch versucht verlorene Kunden wieder zu bekommen.

brainburner
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Re: Deutsche Annington kündigt Unitymedia

Beitrag von brainburner » 09.10.2012, 13:03

Ich habe jetzt auch mal die BNA angeschrieben, bin gespannt ob das was kommt.

sizibvb
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Re: Deutsche Annington kündigt Unitymedia

Beitrag von sizibvb » 09.10.2012, 21:37

hab da auch mal hingeschrieben. vielleicht nützt es was wenn sich viele beschweren. wie sieht das eigentlich mit wohnungseigentümer aus? muß da nicht die eigentümerversammlung abstimmen?

brainburner
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Re: Deutsche Annington kündigt Unitymedia

Beitrag von brainburner » 10.10.2012, 18:22

Ich habe heute Antwort von der BNA bekommen:

Vorgangsnummer 2012-10-09-0258/216-14



Verbraucherservice der Bundesnetzagentur



Sehr geehrter Herr,

vielen Dank für Ihre E-Mail, in der Sie sich vertragsrechtliche Probleme berichten. Sie bringen die Erwartung zum Ausdruck, dass die Bundesnetzagentur hier unterstützend tätig werden sollte.

Erlauben Sie einige allgemeine Erläuterungen hinsichtlich des Zuständigkeitsbereiches der Bundesnetzagentur.

Die Bundesnetzagentur hat in erster Linie den Auftrag, durch Regulierung im Bereich der Telekommunikation, des Postwesens und der Energiemärkte den Wettbewerb zu fördern und für flächendeckend angemessene und ausreichende Dienstleistungen zu sorgen, einen diskriminierungsfreien Netzzugang zu gewährleisten, sowie eine Frequenzordnung und Regelungen zur Nummerierung festzulegen. Diese Aufgaben der Bundesnetzagentur sind im Telekommunikationsgesetz (TKG), im Postgesetz (PostG) und im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) beschrieben und werden zusätzlich durch Verordnungen und sonstige Ausführungsbestimmungen ergänzend geregelt. Seit dem 1. Januar 2006 überwacht die Bundesnetzagentur auch die Einhaltung der Rechtsvorschriften über den Zugang zur Eisenbahninfrastruktur nach dem Allgemeinen Eisenbahngesetz (AEG).

Weitere Aufgaben der Bundesnetzagentur finden sich in verschiedenen Fachgesetzen, wie z. B. dem Gesetz über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen (FTEG), dem Amateurfunkgesetz (AFuG) und dem Gesetz über die elektromagnetische Verträglichkeit von Geräten (EMVG). Die Bundesnetzagentur ist die zuständige Organisation nach dem Signaturgesetz (SigG) und als solche mit dem Aufbau und der Überwachung einer sicheren und zuverlässigen Infrastruktur für elektronische Signaturen betraut.

Der Gesetzgeber hat der Bundesnetzagentur keine allgemeine Fach- und Rechtsaufsicht über Telekommunikationsunternehmen eingeräumt. Insofern steht es ihr generell nicht zu, direkten Zugriff auf Kundenunterlagen bei den Unternehmen zu nehmen, und sie hat auch gegenüber diesen kein Weisungsrecht hinsichtlich des Vorgehens im Einzelfall. Dies gilt auch für das Geschäftsgebaren einschließlich der Werbemaßnahmen zur Kundengewinnung und der Produktvermarktung.

Bei der Schaffung der gesetzlichen Regelungen für die Liberalisierung der Telekommunikationsmärkte ist der Gesetzgeber davon ausgegangen, nur so viel wie nötig und so wenig wie möglich zu regulieren. Das betrifft insbesondere auch die Bereiche Kundendienst, Qualität und Service von Telekommunikationsdienstleistungen. Als Hauptregulierungsinstrument soll hier der Wettbewerb fungieren. D. h. es wird davon ausgegangen, dass ein Anbieter mit Mängeln bei der Erbringung von Telekommunikationsdienstleistungen zunehmend Marktanteile verliert und somit über diesen Weg gezwungen wird, für die Abstellung solcher Mängel zu sorgen.

Im Telekommunikationsbereich herrscht in der Bundesrepublik Deutschland Wettbewerb. Der Verbraucher kann sich den Anbieter und das Produkt auswählen, das seinen Anforderungen und Bedürfnissen am nächsten kommt. Die Gestaltung der Leistungsangebote unterliegt dabei grundsätzlich dem unternehmerischen Gestaltungsspielraum des Anbieters. Das betrifft insbesondere die Bereiche Produktgestaltung, Qualität und Service. Der Anbieter veröffentlicht seine Leistungsangebote in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), Leistungsbeschreibungen und Preislisten seines Unternehmens.

Verträge mit Telekommunikationsunternehmen unterfallen grundsätzlich denselben rechtlichen Regelungen wie Verträge mit Unternehmen aus anderen Wirtschaftsbereichen (beispielsweise den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB)). Der Abschluss, die Änderung oder die Kündigung von Verträgen beurteilen sich ausschließlich nach zivilrechtlichen Grundsätzen. Dabei obliegt es allein den Zivilgerichten über die Rechtmäßigkeit getroffener vertraglicher Regelungen - auch in Form von Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu entscheiden. Maßgeblich sind die im konkreten Vertrag und den AGB/Leistungsbeschreibungen und Preislisten des Unternehmens getroffenen Vereinbarungen.

Zur Klärung der Rechtmäßigkeit der Vorgehensweise der Unternehmen empfehle ich Ihnen, sich mit dem Anliegen an eine Rechtsberatung der Verbraucherzentralen zu wenden. Die nächstgelegene, für Sie zuständige Verbraucherzentrale finden Sie unter (http://www.verbraucherzentrale.de/).

Daneben besteht die Möglichkeit, dass Sie sich, bei einem vermuteten Verstoß gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb an die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs e. V. Frankfurt a. M., Postfach 25 55, 61295 Bad Homburg wenden. Dieser eingetragene Verein bearbeitet Anfragen zum Wettbewerbsrecht und macht dabei auch von seinem Recht zur Abmahnung Gebrauch. Er hat auch eine Online-Beschwerdestelle (http://www.wettbewerbszentrale.de) eingerichtet.

Da im dargestellten Fall keine telekommunikationsrechtlichen Sachverhalte zur Klärung vorliegen, sondern rein zivilrechtliche Aspekte zu bewerten sind, kann die Bundesnetzagentur leider nicht weiter tätig werden.


Mit freundlichen Grüßen


Ihr Verbraucherservice

verbraucherservice@bnetza.de

http://www.bundesnetzagentur.de

10.10.2012

P.S.:

Erlauben Sie abschließend bitte noch den Hinweis auf die Initiative Netzqualität der Bundesnetzagentur:

Die Bundesnetzagentur führt von Juni bis Dezember 2012 eine Studie zur Dienstqualität von Internetzugängen durch. Im Auftrag der Bundesnetzagentur ermittelt die Initiative Netzqualität bis Dezember 2012 im Rahmen einer Studie, wie häufig und wie stark die tatsächlich erreichte Datenübertragungsrate von der versprochenen „bis zu“-Rate abweicht.

Hierfür ist Ihre Mithilfe besonders wichtig! Mit Ihrer Teilnahme an der Messung unterstützen Sie die Bundesnetzagentur dabei, ein stabiles Abbild der tatsächlich verfügbaren Leistungen zu erhalten.

Bitte nutzen Sie deshalb den Breitband-Test und erfahren Sie schnell und einfach, wie leistungsstark Ihr Internetzugang wirklich ist.

Hier geht es direkt zum Breitband-Test: www.initiative-netzqualität.de.

Weitere Informationen zur „Initiative Netzqualität“ finden Sie unter www.initiative-netzqualität.de oder Informationen zur Studie unter www.bundesnetzagentur.de/qualitaetsstudie.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe!

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Re: Deutsche Annington kündigt Unitymedia

Beitrag von SchnuffelNRW » 10.10.2012, 19:25

Ich habe heute von dennen nur bekommen das sie zur Beantwortung noch etwas zeit brauchen. Aber der Text klingt vorgefertigt.

gordon
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Re: Deutsche Annington kündigt Unitymedia

Beitrag von gordon » 10.10.2012, 19:30

sie sind nicht zuständig. das müssen sie nicht für jede Anfrage neu formulieren, oder?

mcoliver
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Re: Deutsche Annington kündigt Unitymedia

Beitrag von mcoliver » 12.10.2012, 07:48

Hallo,

einigen Vorrednern ist vielleicht noch nicht klar das es nach der Umstellung die privaten HD-Sender nur über Kabelkiosk gibt (Kosten Für Basis HD ab 5,90€)auch ist das Senderangebot mit dem von Um nicht vergleichbar da weitaus weniger Sender im Angebot sind (auch gegen Aufpreis ab 5,90€). Neueinspeisungen dauern in der Regel auch weitaus länger
(Bsp: Eurosport erst seit kurzem im Portfolio). oder man muss das sehr teure Entertain Angebot nehmen allerdings dann über T-Dose und zu deutlich schlechteren Kosten. ich bin wohl in der glücklichen Lage das ich auf das Angebot bei 1und1 zurückgreifen kann da bei mir wohl die volle Bandbreite zu Verfügung steht.

Habermann
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Re: Deutsche Annington kündigt Unitymedia

Beitrag von Habermann » 12.10.2012, 08:23

Hallo,
die Beschwerden an die Regulierungsbehörde werden selbstverständlich bearbeitet, und NICHT, wie hier dargestellt, abgewiesen.
Das ist eindeudig falsch.
Die Deutsche Annington darf kein SCHEIN-Unternehmen gründen (Deutsche Multimedia Service GmbH), um seinem Mietern anschließend Produkte der Telekom als Zwang in Rechnung zu stellen (Berechnung über Betriebskosten).

Schreibt also möglichst viele Bewerdebriefe an jede Institution (Regulierungsbehörde für Telekommunikation, Medien und Parteien).
Macht Druck! Sagt es weiter! Schreibt!!

Wenn die Deutsche Annington damit durchkommt, müssen Mieter die Produkte der Telekom nehmen. Ein Anbieterwechsel ist dann NICHT mehr möglich,
weil der Kabelanschluss Bestandteil des Mietvertrages geworden ist. Ein Wechsel ist dann nur möglich, wenn der Mietvertrag gekündigt wird.
Dann muß man keine Preise und Leistung anderer Anbieter studieren, sondern seine Tageszeitung nach Mietwohnungen durchsuchen.

Eine Diskussion über Preise anderer Anbieter ist an dieser Stelle überflüssig.

Oliver

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Re: Deutsche Annington kündigt Unitymedia

Beitrag von oxygen » 12.10.2012, 10:46

Habermann hat geschrieben: Wenn die Deutsche Annington damit durchkommt, müssen Mieter die Produkte der Telekom nehmen. Ein Anbieterwechsel ist dann NICHT mehr möglich,
weil der Kabelanschluss Bestandteil des Mietvertrages geworden ist. Ein Wechsel ist dann nur möglich, wenn der Mietvertrag gekündigt wird.

Oliver
Lieber Oliver jetzt erkläre uns doch bitte wo der Unterschied zur aktuellen Situation ist und warum die Regulierungsbehörde aktiv werden sollte:

Analoger Kabelanschluss im Mietvertrag enthalten (je nach Objekt) und wird durch Unitymedia geliefert.
Weder Kündigung noch Anbieterwechsel möglich!


bald
Analoger Kabelanschluss im Mietvertrag enthalten und wird durch Deutsche Multimedia Service GmbH (aka T-Com + DA) geliefert.
Weder Kündigung noch Anbieterwechsel möglich!




Im übrigen gab des den gleichen Vorgang letzten zwei Jahr in Köln auch schon durch NetCologne + Örtliche Wohnungsbaugesellschaft.

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Re: Deutsche Annington kündigt Unitymedia

Beitrag von pukki01 » 12.10.2012, 11:24

oxygen hat geschrieben:
Habermann hat geschrieben: Wenn die Deutsche Annington damit durchkommt, müssen Mieter die Produkte der Telekom nehmen. Ein Anbieterwechsel ist dann NICHT mehr möglich,
weil der Kabelanschluss Bestandteil des Mietvertrages geworden ist. Ein Wechsel ist dann nur möglich, wenn der Mietvertrag gekündigt wird.

Oliver
Lieber Oliver jetzt erkläre uns doch bitte wo der Unterschied zur aktuellen Situation ist und warum die Regulierungsbehörde aktiv werden sollte:

Analoger Kabelanschluss im Mietvertrag enthalten (je nach Objekt) und wird durch Unitymedia geliefert.
Weder Kündigung noch Anbieterwechsel möglich!

bald
Analoger Kabelanschluss im Mietvertrag enthalten und wird durch Deutsche Multimedia Service GmbH (aka T-Com + DA) geliefert.
Weder Kündigung noch Anbieterwechsel möglich!
Das ist ja sowas von falsch, was Sie hier von sich geben.

Natürlich kann ich jederzeit meinem jetzigen Anbieter (UM) kündigen.
Was machen denn die Mieter, die bisher per DVB-T oder per SAT ihren TV Konsum decken. Zahlen die auch zwangsweise an UM?

In der neuen Konstellation bezahle jedoch selbst dann, wenn ich mir das TV Programm meiner Waschmaschine anschaue!!

Sie sind mir schon einmal mit solcherart Komentaren aufgefallen. Arbeiten Sie bei der Telekom oder bei der Annington?

Habermann
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Re: Deutsche Annington kündigt Unitymedia

Beitrag von Habermann » 12.10.2012, 11:43

Hallo,
Der Unterschied ist folgender:
1. Der Mietvertrag beinhaltet einen analogen Kabelanschluss. Also der Mieter bezahlt seinen Kabelanschluss durch die Betriebskosten (Betriebskostenabrechnung). In diesem Fall kann der Mieter diesen Anbieter nicht wechseln, und auch nicht den Kabelanschluss kündigen, da der Kabelanschluss Teil des Mietvertrages ist. Wenn der Vermieter den Kabelanbieter wechselt, so kann er dies jederzeit vornehmen.
Wenn die Gebühren hierfür unangemessen ansteigen, kann der Mieter gegen die Erhöhung der Kabelgebühren rechtlich vorgehen.
2. Im Mietvertrag wird kein Kabelanschluss aufgeführt, und es erfolgt auch keine Berechnung über die Betriebskosten.
In diesem Fall muss die Deutsche Annington dem Mieter eine Mietänderungskündigung zuschicken, und gerichtlich einklagen.
Dies ist jedoch aussichtslos, da der Mietvertrag gilt, in dem kein Kabelanschluss aufgeführt ist.
Zur Erklärung folgendes Beispiel. Der Mieter hat eine Wohnung ohne PKW-Stellplatz angemietet. Nach ein paar Jahren baut der Vermieter Garagen und
rechnet diese Garagenmiete über die Betriebskosen ab. Jetzt kann der Mieter den Vermieter verklagen. Begründung: Der Mietvertrag wurde ohne eine Garagenbenutzung abgeschlossen. Der Mieter gewinnt den Prozeß.
ACHTUNG: In diesem Fall muss der Mieter das Angebot des Vermieters ablehnen.

Es geht im allgemeinen um den zweiten Fall. Wir haben einen Mietvertrag ohne Kabelanschluss abgeschlossen. Daher haben wir einen Vertrag mit Unitymedia abgeschlossen, und beziehen dort Telefon und Internet.
Die Deutsche Annington hat den Kabelvertrag mit der Unitymedia gekündigt und möchte, dass die Mieter nun Produkte der Telekom nehmen, die über die Betriebskosten abgerechnet werden (siehe Fall 1).

Warum sollte die Regulierungsbehörde für Telekommunikation einschreiten?
1. Das Unternehmen Deutsche Multimedia Service GmbH ist ein LUFT-Unternehmen. Es besteht nur auf dem Papier.
Dieses Unternehmen schöpft nur die Provisionen der Telekom ab. Dieses Verhalten ist wettbewerbswidrig.
2. Die Mieter, die keinen Kabelanschluss im Mietvertrag haben, werden durch die Deutsche Annungton getäuscht.
Dieses Verhalten ist ebenfalls rechtswidrig und verstößt gegen den freien Wettbewerb.

Oliver

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Re: Deutsche Annington kündigt Unitymedia

Beitrag von Habermann » 12.10.2012, 11:59

Hallo,

hier wurde folgendes geschrieben:

Zitat:
Natürlich kann ich jederzeit meinem jetzigen Anbieter (UM) kündigen.
Was machen denn die Mieter, die bisher per DVB-T oder per SAT ihren TV Konsum decken. Zahlen die auch zwangsweise an UM?

Erklärung (siehe Fall 1)
Dieser Mieter hat einen Mietvertrag, ohne einen Kabelanschluss, abgeschlossen.
Er hat z.B. bei Gelsennet einen Telefon/Internet-Vertrag abgeschlossen. Fernsehen deckt der Mieter über DVB-T oder DVB-S ab, oder beides gleichzeitig.
So war es vorher. Die Deutsche Annington verbietet nun den DVB-S-Empfang vollständig und verlangt vom Mieter, dass er einen Kabelanschluss bei der Deutschen Multimedia Service GmbH (Produkte der Telekom) abschließt. Diese werden über die Betriebskosten bezahlt, und der neue Kabelvertrag kann zu keinem Zeitpunkt gekündigt werden, es sei denn, es wird der Mietvertrag gekündigt.
Der Mieter kann selbstverständlich DVB-T einsetzten, muss aber monatlich für den neuen Kabelanschluss bezahlen.
Die UM wrd den Vertrag mit dem Mieter kündigen, und die Deutsche Annington trennt den Kabelanschluss im Keller.

Oliver



Wann kann der UM-Anschluss gekündigt werden?
Im Fall 1 hat die Deutsche Annington den Kabelvertrag mit der UM gekündigt

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Re: Deutsche Annington kündigt Unitymedia

Beitrag von Habermann » 12.10.2012, 12:06

Hallo,

diese Erklärung

Zitat: Wann kann der UM-Anschluss gekündigt werden?
Im Fall 1 hat die Deutsche Annington den Kabelvertrag mit der UM gekündigt

habe ich nicht geschrieben.
Die Erklärung ist jedoch richtig.

Oliver

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