Kabel-Internet im Visier von Bundesnetzagentur (04.05.2012)

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unity2020
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Kabel-Internet im Visier von Bundesnetzagentur (04.05.2012)

Beitrag von unity2020 » 20.05.2012, 18:50

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  • DSL dominiert weiter, Kabel legt zu
  • Netzagentur drängt auf Vorleistungsprodukte im Kabel
  • Handy-Telefonie ersetzt zunehmend die Festnetztelefonie
>>> zum vollständigen Artikel <<<

Quelle: onlinekosten.de Newsmeldung "Bundesnetzagentur nimmt Kabel-Internet ins Visier"
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Kabel-Internet im Visier von Bundesnetzagentur (04.05.2012)

Beitrag von conscience » 20.05.2012, 20:32

Dann soll die "Bundesnachrichtenagentur" mal erklärten, wie das technisch gehen soll!?
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EXDE
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Re: Kabel-Internet im Visier von Bundesnetzagentur (04.05.20

Beitrag von EXDE » 20.05.2012, 20:57

kann der mal bitte geblockt werden?! :gsicht: das ist heute schon der dritte Eröffnungsthread mit Link

unity2020
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Re: Kabel-Internet im Visier von Bundesnetzagentur (04.05.20

Beitrag von unity2020 » 20.05.2012, 21:09

EXDE hat geschrieben:kann der mal bitte geblockt werden?! :gsicht: das ist heute schon der dritte Eröffnungsthread mit Link
aber nichdoch bitte. In anderen Foren gibt es sogar extra News-Unterforen wo neue Nachrichten ständig und zwar mit Link gepostet werden.
Ich glaube ohne Link und Quellenangabe wäre sowas auch rechtlich bedenktlich :super:
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Re: Kabel-Internet im Visier von Bundesnetzagentur (04.05.20

Beitrag von unity2020 » 20.05.2012, 22:30

conscience hat geschrieben:Dann soll die "Bundesnachrichtenagentur" mal erklärten, wie das technisch gehen soll!?
achso, die eigentliche Frage vergessen:
Laut dem Artikel drängt die Bundesnetzagentur ja auch zur Öffnung des Kabelanschlusses für andere Anbieter, wie es bereits bei dem Telefonanschluss seit vielen Jahren schon der Fall ist (Vodafone, 1und1, Alice, etc.)

Das würde dann so aussehen, dass man 150 Mbit auch über Vodafone, 1und1, Alice, etc. beziehen könnte, es gäbe also keine Monopolstellung von UM mehr, der Kunde würde von größerer Konkurrenz profitieren.

Aber: Warum wäre eine Öffnung des Kabelanschlusses für andere Anbieter technisch besonders aufwendig?
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Re: Kabel-Internet im Visier von Bundesnetzagentur (04.05.20

Beitrag von jube50 » 20.05.2012, 23:15

Völlig andere Technologie?

Man müsste zweigleisig fahren.


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Re: Kabel-Internet im Visier von Bundesnetzagentur (04.05.20

Beitrag von piotr » 21.05.2012, 08:44

Der Signallieferant fuer die Hausanlage kann durchaus eine Telekom oder eine 1&1 etcpp. sein.
Das muss nicht immer einer der 3 grossen KNB (KDG, UM und KBW) sein.

Der Hauseigentuemer bzw. Vermieter kann entscheiden wer sein Haus mit "Kabel-Fernsehen versorgt" (mit Absicht so geschrieben, da die Denke bei den Eigentuemern oft noch so ist und Internet und Telefon ueber Kabel dann meist nicht beachtet werden).

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Re: Kabel-Internet im Visier von Bundesnetzagentur (04.05.20

Beitrag von conscience » 21.05.2012, 09:21

piotr hat geschrieben:Der Signallieferant fuer die Hausanlage kann durchaus eine Telekom oder eine 1&1 etcpp. sein.
Das muss nicht immer einer der 3 grossen KNB (KDG, UM und KBW) sein.

Der Hauseigentuemer bzw. Vermieter kann entscheiden wer sein Haus mit "Kabel-Fernsehen versorgt" (mit Absicht so geschrieben, da die Denke bei den Eigentuemern oft noch so ist und Internet und Telefon ueber Kabel dann meist nicht beachtet werden).
Analog zu dem Vorleistungsprodukt bei der TAL - noch mal meine Frage:
Wie soll technisch über das Kabelnetz das Signal (Ne3) eines anderen TelCos herangeführt werden?
:mussweg:

Und "Sharing" am Hausverteiler mag ja gehen, sofern keine Baumstrukstur vorhanden ist...
:kafffee:
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Re: Kabel-Internet im Visier von Bundesnetzagentur (04.05.20

Beitrag von HNIKAR » 23.05.2012, 14:52

Es wird höchste Eisenbahn, dass das Kabel einer strengen Regulierung unterworfen
und gleichzeitig für alle anderen am TK-Mart befindlichen Anbieter zwangsgeöffnet wird.

conscience hat geschrieben:Dann soll die "Bundesnachrichtenagentur" mal erklärten, wie das technisch gehen soll!?
Kein Problem. Denn hier führen viele wege zum Ziel -> siehe auch hier: http://www.teltarif.de/internet/tv-kabel/technik.html

Auf welcher Netzebene man nun einsteigt ist dabei völlig egal. Ob man direkt an der Hausverkabelung/dem Hausverteiler (NE 4), dem HÜP (NE 3)
oder gar bei den Kabelkopfstellen (NE 2) ansetzt, ist beinahe zweitrangig. Denn Kollokoation der Wettbewerbern ist grundsätzlich auf
allen dieser Ebenen möglich. Natürlich mal mit mehr, mal mit weniger Aufwand.

Außerdem geht es im Kabelnetz ja nicht nur darum, dass der klassische Kupferdoppelader-TK-Anbieter ein analoges/digitales TV-Signal
von Anfangs- bis Endpunkt einspiest, sondern darum, dass er das Kabelnetz als Infrastruktur für beliebige Dienste einfach mitnutzen kann.

Wenn die Öffnung kommt, dann gibt es vielleicht auch noch mal ein bisschen Aufwind und Hoffnung für kleinere TK-Anbieter.
Versatel könnte sein erlangtes Kabel-Know-How und sein eigenes Netz nutzen um schnell und überproportional gestärkt
aus einer solchen Kabelnetzöffnung hervorzugehen.

Dass man - sogar komplett ohne eigenes Netz - allein mit dem Weiterverkauf von reinen Vorleistungsprodukten eines/mehrerer
Netzbetreiber sehr gut leben und ordentlich Gewinn erwirtschaften kann, führt uns United Internet bzw. 1 & 1 seit Jahren recht
eindrucksvoll vor Augen. Will sagen - alles was im Telefonnetz geht, ist prinzipiell auch im Kabelnetz denkbar.
MfG,
HNIKAR

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Re: Kabel-Internet im Visier von Bundesnetzagentur (04.05.20

Beitrag von webman » 23.05.2012, 15:26

HNIKAR hat geschrieben: Dass man - sogar komplett ohne eigenes Netz - allein mit dem Weiterverkauf von reinen Vorleistungsprodukten eines/mehrerer
Netzbetreiber sehr gut leben und ordentlich Gewinn erwirtschaften kann, führt uns United Internet bzw. 1 & 1 seit Jahren recht
eindrucksvoll vor Augen. Will sagen - alles was im Telefonnetz geht, ist prinzipiell auch im Kabelnetz denkbar.
Qualitativ guter Beitrag wie ich finde - nur der letzte Satz stört mich ein bisschen. 1&1 mag wirtschaftlich erfolgreich sein, in Sachen Kundenservice sind die aber eher katastrophal und taugen als Vorbild eher nicht.

http://www.wieistmeineip.de/dsl-anbieter/1-und-1.html
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Re: Kabel-Internet im Visier von Bundesnetzagentur (04.05.20

Beitrag von HNIKAR » 23.05.2012, 15:50

webman hat geschrieben:
HNIKAR hat geschrieben: Dass man - sogar komplett ohne eigenes Netz - allein mit dem Weiterverkauf von reinen Vorleistungsprodukten eines/mehrerer
Netzbetreiber sehr gut leben und ordentlich Gewinn erwirtschaften kann, führt uns United Internet bzw. 1 & 1 seit Jahren recht
eindrucksvoll vor Augen. Will sagen - alles was im Telefonnetz geht, ist prinzipiell auch im Kabelnetz denkbar.
Qualitativ guter Beitrag wie ich finde - nur der letzte Satz stört mich ein bisschen. 1&1 mag wirtschaftlich erfolgreich sein, in Sachen Kundenservice sind die aber eher katastrophal und taugen als Vorbild eher nicht.

http://www.wieistmeineip.de/dsl-anbieter/1-und-1.html
Ich gebe auf der Stelle und unumwunden zu, dass 1&1 bei weitem nicht zu den Premiumanbietern bei Telekommunikation und DSL zählt. :D
In meinem Beitrag habe ich allerdings auch mit keinen Wort behauptet, dass 1&1 ein empfehlenswerter oder gar "guter" TK-Anbieter sei.
Ich habe lediglich auf den wirtschaftlichen Erfolg und das Kundenwachstum abgestellt. Und da laufen die Geschäfte ziemlich "bombig" im
Vergleich zu anderen TK-Anbietern, würde ich zumindest sagen... (siehe - > http://www.dslweb.de/dsl-news-aktuell/d ... 51002.html)

Geiz ist halt geil. Die Deutschen sind geizig. Ergo: Die Deutschen sind geil! :zwinker:
MfG,
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Re: Kabel-Internet im Visier von Bundesnetzagentur (04.05.20

Beitrag von webman » 23.05.2012, 15:55

Nur mal so als Einwurf, wie gut wir es mit Unitymedia als Internet-Anbieter haben....

http://www.wieistmeineip.de/dsl-anbiete ... 97474.html

Nein, ich bin kein Mitarbeiter bei UM und auch nicht der User "Daywalker"
:smile:
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Re: Kabel-Internet im Visier von Bundesnetzagentur (04.05.20

Beitrag von Charly200 » 23.05.2012, 17:00

leute ich sags hier nochmal, sämtliche öffentliche meinungsportale/foren sind mit äußerster vorsicht zu genießen, weil jeder
alles und beliebig oft variiert reinschreiben kann.
anders testurteile von bspw. stiftungwarentest, oder "echte" kundenbewertungen wie von ekomi.

mich hätte dieses forum hier besonders das störungsunterforum beinahe vom wechsel abgehalten aber weil ich die guten testurteile von unitymedia gelesen habe, dachte ich mir, da kann doch was nicht stimmen.
und bin jetzt auch positiv überrascht.

aber ich glaube, konkurrenz wäre echt nicht schlecht für UM. dann wären auch probleme mit der fritzbox bestimmt schneller durch :zwinker:

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Die Kabelregulierung kommt (endlich)!

Beitrag von HNIKAR » 07.06.2012, 21:56

Nach ihrer letzten Tagung spricht sich die Monopolkommission klar und deutlich für einen Regulierung des deutschen Kabenletzes aus und stärkt damit der BNetzA und ihren bisherigen Forderungen und Ansinnen bezüglich des deutschen Kabelmarktes politisch den Rücken!

Es steht sogar im Raum, die Deutsche Telekom (zumindest teilweise) ein gutes Stück weiter aus der Regulierung zu entlassen.
Die bisherige Gesamtregulierung welche die DTAG stets überall innerhalb der bundesdeutschen Grenzen erfasst hat, steht jedenfalls klar zur Disposition.

Im Gegenzug sollen nun die KNB an die Leine genommen werden, denn
Ein Wettbewerb findet nicht statt und die Kabelnetzbetreiber haben nach allen bislang abgegeben Statements auch kein Interesse, andere Kabelnetzbetreiber oder klar klassische Telekommunikationsanbieter in ihr Netz zu lassen.
Die Kabelnetzanbieter greifen aktuell einen großen Teil der Internet-Breitband-Neukunden ab. Aus Schätzungen heißt es, dass mehr als 60 Prozent der Neukunden zu einem Kabelanbieter wechseln.
Und das kann und darf nicht sein! Das deutsche Kabelnetz ist für alle da. Wer einen angemessenen Preis dafür bezahlt, muss es künftig auch nutzen dürfen.
Sind die KNB nicht willig, dann muss der Zugang eben mit Gewalt, sprich per Regulierungsverfügungen der Bundesnetzagentur, erzwungen werden... :zerstör:
Die Angemessenheit des Preises wird dann - wie bei der Telekom - von der Bundesnetzagentur vorgegeben werden. Pech für die KNB.
Noch könnten Sie ja, wenn Sie es denn wollten, die von ihnen hypothetisch anbietbaren Vorleistungsprodukte nach ihren eigenen Preisvorstellungen bepreisen...
Das zeigt in meinen Augen sehr deutlich, mit welch ausgeprägter Gier wir es bei den KNB zu tun haben und wie taktisch dumm diese zur Zeit agieren.

Die erstaunlichen Zuwachsraten im Kabel werden, so meine Prognose, den KNB schon bald schwer zu schaffen machen. Der "richtige Kabelausbau" wird dann nämlich unausweichlich.

So wie es bisher läuft, kann es jedenfalls nicht mehr weitergehen.
Heute, im Jahr 2012, haben wir dank einiger Übernahmen und Fusionen ein umfassend marktbeherrschendes Duopol von Kabeldeutschland und "UPC Germany".
Die Claims sind zwischen beiden längst abgesteckt und die alleinigen "Schürfrechte" proklamieren beide Monopolisten ganz unverholen und lauthals nur für sich selbst.
Dabei war und ist insbesondere die NE 4 von Anfang an nie etwas anderes gewesen, als die vergleichbare TAL der Deutschen Telekom!
Bei der heutigen Betreiberstruktur des Kabelnetzes und in der Gesamtschau des Status des TV-Kabels auf dem heutigen Telekommunikations- und Breitbandmarkts wäre es
aus meiner Sicht geradzu sträflich, gegenüber den KNB weiterhin die Milde und Gnade walten zu lassen, die sie die lezte Dekade über ausgiebig geniessen und ausschöpfen durften!

Quelle: http://www.teltarif.de/kabelnetz-reguli ... 46979.html
:super:
Zuletzt geändert von HNIKAR am 07.06.2012, 22:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kabel-Internet im Visier von Bundesnetzagentur (04.05.20

Beitrag von Invisible » 07.06.2012, 22:05

Wer eine Regulierung im TV-Kabelbereich fordert hat nicht die geringste Ahnung von den technischen Zusammenhängen. Es existiert eben im Gegensatz zum Telefonbereich keine Teilnehmeranschlussleitung. Wenn hier jeder Anbieter seinen Mist einspeisen will führt dies eben genau nicht zu Wettbewerb und Vielfalt sondern zu einem Hauen und Stechen um Kapazitäten.

DAS Chaos will ich erleben wenn 20 Anbieter hier ihr "Unwesen" treiben.....
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Re: Kabel-Internet im Visier von Bundesnetzagentur (04.05.20

Beitrag von HNIKAR » 07.06.2012, 22:44

Invisible hat geschrieben:Wer eine Regulierung im TV-Kabelbereich fordert hat nicht die geringste Ahnung von den technischen Zusammenhängen. Es existiert eben im Gegensatz zum Telefonbereich keine Teilnehmeranschlussleitung. Wenn hier jeder Anbieter seinen Mist einspeisen will führt dies eben genau nicht zu Wettbewerb und Vielfalt sondern zu einem Hauen und Stechen um Kapazitäten.

DAS Chaos will ich erleben wenn 20 Anbieter hier ihr "Unwesen" treiben.....
Du hast aber schon die Seite 1 dieses Threads gelesen, oder?
Wenn nicht, dann tu' es bitte mal, bevor du dich hier so weit aus dem Fenster lehnst.

Was du an dieser Stelle voller Überzeugung behauptest stimmt einfach hinten und vorne nicht. Es würde auch garantiert kein Chaos ausbrechen.
Das ist reine Mythenbildung/Propaganda! Der selbe Mythos wurde damals schon bemüht und aufgeblasen, als man das konventionelle Festnetz für den Wettbewerb öffnete...
Alle Deutschen Telekommunikationskonzerne verfügen über das Know-How und die technologischen wie wirtschaftlichen Mittel um das alles problem- und reibungslos zu bewerkstelligen.
Der Enkunde hat also absolut nichts zu befürchten - im Gegenteil...

Dass der Bedarf für die Netzöffnung längst da ist, sieht man doch daran, dass allen Festnetzbetreiber mit den Hufen scharren, um an und ins Kabel zu kommen.
Sie wollen - zu recht - ein Stück vom Kuchen abhaben. Der Kuchen ist diesem Fall der enorme, historische Bandbreitenvorteil des Koaxkabels.
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Re: Kabel-Internet im Visier von Bundesnetzagentur (04.05.20

Beitrag von Invisible » 07.06.2012, 22:52

Warum wollen denn alle FN-Anbieter ins Kabel? Weil sie nichts in die Infrastruktur investieren wollen. Das olle Klingeldraht-DSL ist ein absolutes Auslaufmodell für aktuelle Geschwindigkeiten und VDSL ist Investitionstechnisch ein Milliardengrab das mehr oder weniger schlecht als recht funktioniert.

Nun ja, dann fordert mal schon weiter "Öffnungen" und "Liberalisierungen". Wohin das führt sieht man überall in Europa wo man dies bereits alles hinter sich hat. Niemand ist mehr für irgend etwas zuständig, es gibt keine Investitionen, die Netze verkommen und alles jammert das früher alles besser war.

Ein Blick nach England zeigt wie toll doch Liberalisierung sein kann.....
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Re: Kabel-Internet im Visier von Bundesnetzagentur (04.05.20

Beitrag von Dinniz » 08.06.2012, 07:19

Es hindert niemand daran das die Unternehmen eine eigene NE2-4 aufbauen .. Telekom (NetCologne etc pp) hat schonwieder damit angefangen nachdem die sich damals fälschlicherweise für das Telefonnetz entschieden haben :D
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Re: Kabel-Internet im Visier von Bundesnetzagentur (04.05.20

Beitrag von Matrix110 » 08.06.2012, 19:43

An den Preisen würde eine kommende Regulierung rein gar nichts ändern, die Preise sind schon auf einem Niveau, was nicht wirklich merklich runtergehen kann, und einen anderen Grund sehe ich nicht für eine Regulierung.

Das einzige was ein Zugang zu den Kabelnetzen seitens Telekom/Vodafone/o2 und Co bewerkstelligt ist dass diese sich weiterhin auf ihren faulen [zensiert] setzen, statt vernünftige Infrastruktur aufzubauen, weil sie kein Konkurrenzfähiges Produkt mehr besitzen und man statt auf konstanten Netzausbau auf "Verschleiß" gesetzt hat, weil man so die Aktionäre glücklich machen konnte.

Bei Strom/Wasser/Gas/Straße sieht jede Kommune den Bedarf, beim Internet? Da reicht aufeinmal der Trampelpfad...immer sehr schon anzusehen bei neu aufgebauten Gewerbegebieten, wo man für X millionen € Straßen/Autobahnabfahren etc. baut, wo dann komischerweise keiner außer ein paar bauen will weil man dann doch vergessen hat dorthin Glasfaser zu legen.

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Re: Kabel-Internet im Visier von Bundesnetzagentur (04.05.20

Beitrag von HNIKAR » 09.06.2012, 19:25

Invisible hat geschrieben:Warum wollen denn alle FN-Anbieter ins Kabel? Weil sie nichts in die Infrastruktur investieren wollen.
Das ist nur bedingt korrekt. Ich schrieb ja schon, dass Sie ins Kabel wollen, um ein Stück vom Bandbreitenkuchen der KNB abzubekommen.
Der Grund ist hier selbstverständlich die Kostenersparnis ggü. Direktinvestitionen. Außer der Telekom betreibt - de facto - kein weiterer Anbieter soetwas wie einen Netzausbau.
Das Gegenteil ist der Fall - alle Konzerne betreiben vielmehr einen Netzabbau und setzen vermehrt auf qualitativ minderwertiges NGN.
Man muss sich allerdings mit der Frage nach den Ursachen befassen. Warum der VDSL-/FTTH-Ausbau der Telekom heute so schleppend passiert ist doch glasklar.
Jedes Netz dass die Telekom aufbaut, fällt derzeit der ex-post-Regulierung der BNetzA anheim, d. h. früher oder später wird es für ausbautechnisch stinkfaule Anbieter
wie Telefonica oder Vodafone geöffnet. Dass die Telekom hier nicht ins Blaue ausbaut, ohne relativ konservative Wirtschaftlichkeitsberechnungen vorher anzustellen und
Bedarfsabfragen in den potentiellen Ausbaugebieten durchzuführen liegt auf der Hand. Kommt die kritische Masse dann nicht zu Stande und es bleibt bei einem prognostizierten
Verlust, kann man der DTAG nicht vorwerfen, nicht ausbauen zu wollen. Auch die KNB bauen nur dort aus, wo es sich für sie lohnt.
Sie treffen hierbei jedoch auf ein extrem günstiges Umfeld. Überall wo schon TV-Kabel liegt, ist der Ausbau für einen Appel und ein Ei zu haben.
Und - der entscheidende Punkt hierbei - sie unterliegen dabei überhaupt keiner Regulierung!

Rene Obermann fordert deshalb nicht zu unrecht, entweder die Telekom ebenfalls weitgehend aus der Regulierung zu entlassen oder
die Öffnung der KNB für andere TK-Anbieter. Diese Forderung ist alternativ nicht kummulativ!
Man muss kein ausgeprägter Gerechtigekeitsfaniker sein, um zu erkennen, dass hier einiges im Argen liegt, was die wettbewerbliche Gleichstellung anbelangt.
Kein privater Netzbetreiber kann und wird jemals einen Netzausbau forcieren, der von Anfang an als reines Verlustgeschäft betrachtet werden muss.
Man hat sich vor einigen Jahrzehnten strikt für eine durchgreifende Privatisierung entschieden. Die Zeiten einer staatlichen Monopolwirtschaft sind unwiederbringlich vorbei.
Monopole sind auf dem Deutschen TK-Markt nicht erwünscht. Damit müssen sich auch die bisher unbehelligt gebliebenen Kabelnetzbetreiber endlich abfinden.
Spätestens das nun gebildete Duopol widerspricht unserer selbst gewählten Liberaliserungsdoktrin.
Die Früchte der Liberalisierung fährt der Endkunde gerne ein und freut sich über die seit Jahren sinkenden Preise, dafür muss er eben auch billigend in Kauf nehmen,
dass der Ausbau massiv stockt. Beides zusammen geht einfach nicht reibungslos und wirkt sich eben nicht für alle gleich positiv aus.
Ergebnis: Des einen Freud', des anderen Leid - wie so oft im Leben...

Die extrem knappe Amortisationsdauer für das Netzausbaugeschäft im Bestand sollte eigentlich inzwischen auch jedem bekannt sein.
Oder muss ich hier den jüngst nivellierten § 43b TKG zitieren? Eigentlich ist mit diesem Paragraphen doch schon alles gesagt.
Eine sehr tolle Vorschrift für den Verbraucher, da er inzwischen sogar bei der Erstlaufzeit bei wenigstens einem Produkt auf maximal 1 Jahr verpflichtet werden kann.
Ich persönlich find's wirklich schön und gut, dass es so ist, sehe aber gleichzeitig die schwere Problematik dieser Vorschrift in ihrer Absolutheit.
Warum den Kabelnetzbetreibern dieser Paragraph bis heute herzlich egal sein kann, den Festnetzanbietern nicht, sollte auch eigentlich auch jedem klar sein.

Wenn ich (ohne Kabelanschluss) hinter Pfuiteufel wohnen und via DSL nur halbes "DSL Light" bekommen würde,
dann würde ich mich völlig schmerzfrei auch für mindesten 5 oder gar noch mehr Jahre bei einem DSL-Anbieter verpflichten,
wenn dieser im Gegenzug dafür bei mir ausbaut. Und wenn es am Ende nur für VDSL2+ wäre.

Vielleicht seht ihr jetzt, warum der KNB in solchen Randgebieten der Zivilisation inzwischen durchaus auf- und ausbaut.
Er kann fröhlich nach dem Friss- oder Strib-Prinzip arbeiten, da er - dank Monopol - keine Konkurrenz fürchten muss.
Der Kunde hat nach Ablauf der Erstlaufzeit nur die Wahl, das gebuchte Paket zu kündigen und zu DSL halblight zurückzukehren.
Was meint ihr in wie viel Promille der Fälle das real passiert?

Wenn Telekom & Co. weder die Möglichkeit haben, die Konkurrenz wenigstens mittelfristig außen vor zu halten, noch den Kunden längerfristig zu binden,
dann ist es um den für den Ausbau dringend notwendigen ROI äußerst schlecht bestellt. Wenn das Aktionärsboard nicht aus lauter Gutmenschen und Philanthropen
besteht, dann wird das für gewöhnlich nicht besonders honoriert...
Das olle Klingeldraht-DSL ist ein absolutes Auslaufmodell für aktuelle Geschwindigkeiten und VDSL ist Investitionstechnisch ein Milliardengrab das mehr oder weniger schlecht als recht funktioniert.
Klingeldraht an sich ist - was die Bandbreite anbelangt benachteiligt ggü. Kabel, ja. Ich selbst werde nicht müde das zu betonen. Aber wem wirfst du das vor?
Den klassischen Festnetzbetreibern? Ich bitte dich... "Klingeldraht" bzw. die Kupferdoppelader war das Telekommunikationsmedium des 20. Jahrhunderts und wird auch
im 21. Jahrhundert noch lange seine Berechtigung haben! Wo ist also dein Problem? Ohne das Kupferdoppel hätten wir bis vor zehn Jahren nur die Briefpost gehabt...

Die VDSL-Technologie an sich ist allerdings kein Milliardengrab. Die oben genannten Umstände machen es höchstens dazu.
Und Funktioniert tut es - entgegen deiner Behauptungen - übrigens hervorragend, trotz Kupferdoppel-TAL.
Jeder der einen hohen Upload braucht/ gerne hätte, wird stets zu VDSL greifen.
Wenn die Rückkanalbandbreite im Kabel in der Fläche auf ein vergleichbares Niveau gehieft wird
Nun ja, dann fordert mal schon weiter "Öffnungen" und "Liberalisierungen". Wohin das führt sieht man überall in Europa wo man dies bereits alles hinter sich hat. Niemand ist mehr für irgend etwas zuständig, es gibt keine Investitionen, die Netze verkommen und alles jammert das früher alles besser war.
Wie bereits ausgeführt, ist diese Grundsatzentscheidung längst gefallen und obendrein absolut irreversibel. Deshalb muss der eingeschlagene Weg auch für's Kabel fortgesetzt werden.
Ob du (oder ich) das in der Auswirkung guten finden, tut dabei überhaupt nichts zu Sache. Es gibt keinen sachlichen Grund, der eine Regulierungsausnahme für das Kabel begründen würde.
Erst recht nicht in der Dupol-Struktur des Jahres 2012. Investitionssicherheit der KNB hin oder her - Ausbaustau hin oder her; Gewollt ist Wettbewerb und kleine Preise für den Endkunden.
Ein Blick nach England zeigt wie toll doch Liberalisierung sein kann.....
Eine kluge Regulierung ist dem Netzausbau nicht per se hinderlich, sondern kann diesen sogar fördern.
Regulierung <-> Investitionssicherheit <-> Verbraucherschutz sind immer interdependent!
Deswegen ist es zwingend erforderlich für einen angemessen Ausgleich zu sorgen und die Abhängigkeiten so fein auszutarieren,
dass sich diese klassischen Zielkonflikte künftig in die Richtung halbkomplementärer Ziele bewegen.
Die Briten haben hierbei komplett versagt. Ich sehe uns in Deutschland da bisher auf einem deutlich besseren Weg.
Es ist zwar keine leichte Aufgabe, die hier der Politik und der BNetzA zukommt, doch sie ist lösbar.


Ich weiß, das ist ziemlich viel Text. Aber vielleicht versteht ihr jetzt, warum die KNB für mich eben nicht nur "die Guten" sind bzw. warum sie sich diesen "Goodguy"-Status leisten können.
Wären die FNB (allen voran die Telekom) ähnlich privilegiert wie die KNB, dann würden sie auch garantiert die selben "Kunststückchen" vollbringen wie die KNB.
Neben den nun wohl hinreichend beschriebenen Randumständen bezüglich Monopol und Regulierung ist das nun mal der klassische Bandbreitenvorteil des moderneren Koaxnetzes.
MfG,
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Invisible
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Re: Kabel-Internet im Visier von Bundesnetzagentur (04.05.20

Beitrag von Invisible » 09.06.2012, 20:34

Wenn- ich sage wenn - das Breitbandkabel anderen geöffnet werden müsste würde UM keinerlei Interesse daran haben den Ausbau auf dem "flachen Land" zu betreiben und schnelles Internet auch auf den letzten Bauernhof zu bringen. Warum auch wenn man investiert und sich ein "billiger Jakob" dann für 10 € im Monat den Anschluss weg-mietet.
Genau deswegen öffnet die Telekom (mit gutem Recht) ihr VDSL nicht den Privaten.

Liberalisierung ist echt toll in Deutschland, man betrachte unsere Stromwirtschaft: tagtäglich kann uns ein Blackout erwischen weil niemand mehr einen Cent in die Netze investieren will die dann letztendlich von anderen genutzt werden.

Nun ja, ich rate jedem einmal den Versuch zu machen in England das herrlich liberalisierte Bahnnetz zu nutzen.... :D
Der Versuch dort bei einem freistehenden Gebäude Internet oder Telefon zu bekommen endet meist mit einem UMTS-Stick oder mit einem größeren Kredit bei der Hausbank.

USA ist doch das Musterland der Liberalisierung. Wollen wir auch Verhältnisse das es in kleinen Dörfern einen einzigen Telefonanschluss gibt und eben in 20 Häusern bei einem Anruf die Telefone klingeln? Mehr lohnt eben nicht....

Liberalisierung ist immer der Tod von Qualität und letztendlich auch von Innovation.

Die Telekomnetze sind durch die Öffnung bereits kurz vor dem Ende und in den Vermittlungsstellen sieht es aus wie auf der Müllhalde seit dem da Private und deren Sub-Sub-Sub-Sub-Unternehmer ihr Unwesen treiben.

Zum Glück sind wir im Kabel noch lange nicht so weit, nur Politikern ist schließlich jeder Irrsinn zuzutrauen.
Kleine Rechtschreibhilfe: Techniker, nicht Technicker; Receiver, nicht Reciver, Reseifer oder ähnliches; Fernseher, nicht Fernseh; Paket, nicht Packet

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Re: Kabel-Internet im Visier von Bundesnetzagentur (04.05.20

Beitrag von webman » 10.06.2012, 10:07

Invisible hat geschrieben:Wenn- ich sage wenn - das Breitbandkabel anderen geöffnet werden müsste würde UM keinerlei Interesse daran haben den Ausbau auf dem "flachen Land" zu betreiben und schnelles Internet auch auf den letzten Bauernhof zu bringen. Warum auch wenn man investiert und sich ein "billiger Jakob" dann für 10 € im Monat den Anschluss weg-mietet.
Genau deswegen öffnet die Telekom (mit gutem Recht) ihr VDSL nicht den Privaten.
Die Aussage stimmt leider nicht, VDSL ist für resale frei - FTTH unterliegt der Regulierung nicht und wird exklusiv von T gebaut und vermarktet.
http://www.heise.de/netze/meldung/VDSL- ... -6173.html
Invisible hat geschrieben:Liberalisierung ist immer der Tod von Qualität und letztendlich auch von Innovation.
Das muss nicht zwangsläufig so sein, es kann ja auch wie in Deutschland eine "regulierte" Liberalisierung sein.
Invisible hat geschrieben:Die Telekomnetze sind durch die Öffnung bereits kurz vor dem Ende und in den Vermittlungsstellen sieht es aus wie auf der Müllhalde seit dem da Private und deren Sub-Sub-Sub-Sub-Unternehmer ihr Unwesen treiben. Zum Glück sind wir im Kabel noch lange nicht so weit, nur Politikern ist schließlich jeder Irrsinn zuzutrauen.
Die Kunden möchten aber auch günstige Preise, ohne von dem Geschäftsgebaren eines Monopolisten abhängig zu sein. Aber richtig ist natürlich auch, dass Kosten nicht das allein seligmachende sind.
2Play: generic_100000_5000_ipv4_som_wifi-on.bin

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