Wie riskant ist die feste IP von Unitymedia?

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Grothesk
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Re: Wie riskant ist die feste IP von Unitymedia?

Beitrag von Grothesk » 22.12.2010, 19:33

Und daher ist es vollkommen egal, ob die IP pseudofest ist oder sich alle paar Stunden ändert.

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Mr Iron
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Re: Wie riskant ist die feste IP von Unitymedia?

Beitrag von Mr Iron » 22.12.2010, 19:51

Desperados-1984 hat geschrieben:du hast aber schon mitbekommen, dass die Vorratsdatenspeicherung aktuell verboten/ausgesetzt ist und nach dem BVerfG-Urteil alle Provider ihre Daten löschen mussten?
Und somit gilt die Rechtslage vor der VDS und dazu einmal dieses: http://www.telespiegel.de/news/06/2601.html
Ein Urteil gegen T-Online, dass ein Provider nur Daten speichern darf, die zu Abrechnungszwecken nötig sind und dazu zählt sicherlich nicht die IP-Adresse.
Das viele Provider tortzdem die IP protokollieren und meistens 7 Tage speichern heißt nicht, dass es erlaubt ist. Es geht nur keiner dagegen vor, da die Strafverfolgungsbehörden selber einen Nutzen daraus ziehen und somit kein Interesse haben die Provider daran zu hindern.
Ich hab es sogar nicht nur gelesen, sonder auch verstanden! :streber:

Also Lese dir mal ganz genau durch was es im Bezug "Vorratsdatenspeicherung" so auf sich hat!

Nette Hilfe:

http://de.wikipedia.org/wiki/Vorratsdatenspeicherung

Also:
Lesen, noch mal lesen, verstehen, noch mal lesen, dann wirklich verstehen, dann Antworten!

Gruß
Mr Iron

PS: Hier noch mal in einer kurzen und auch (hoffe ich zumindestens) verständlichen Fassung

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpoli ... 55,00.html
Alles was ich Poste, hat keine Allgemeingültigkeit. Es besteht aus mein Wissen und meinen Erfahrungen, welches ich zur dieser Zeit hatte :D
Ich muss mir iwie mal eine neue Tastatur kaufen, die weniger Rechtschreibfehler macht :D

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Re: Wie riskant ist die feste IP von Unitymedia?

Beitrag von Desperados-1984 » 22.12.2010, 20:01

Grothesk hat geschrieben:Und daher ist es vollkommen egal, ob die IP pseudofest ist oder sich alle paar Stunden ändert.
genau, erst wenn sie wirklich staatisch ist, würde es automatisch nachvollziehbar werden.

Allerdings bin ich mir gerade nicht sicher ob dieser Mechanismus der die IP einer MAC zuordnet nicht eventuell automatisch protokolliert wie lange jemand die IP schon hat. DHCP Server manchen sowas ja auch und da läuft die IP Zuordnung ja dann meistens nach 24 Stunden oder so ab und muss erneuert werden. Da kenn ich die Implementierung von DHCP Servern nicht genau ob die nicht evenutell noch mehr speichern außer der Ablaufzeit und UM wird da wohl nicht etwas extra programmieren nur um die Nichtprotokollierung einzuhalten!

@Mr Iron:
auch ich kenne die Vorratsdatenspeicherung aber es gibt sie doch im Moment nicht! Was willst du also von mir? Es gibt derzeit keine Gesetzesgrundlage zur Speicherung/Protokollierung von IP Adressen! Was in der Zukunft kommen wir ist natürlich was ganz anderes aber darum geht es hier doch gar nicht!

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Re: Wie riskant ist die feste IP von Unitymedia?

Beitrag von std » 22.12.2010, 20:04

@Desperados

ich sehe du hast die Links die Mr. iron dir gegeben hat nicht gelesen

mal ein Auszug
ein. Die Abfrage einfacher IP-Adressen haben die Richter weit schwächer abgesichert als den Zugriff auf die Verbindungsdaten selbst: "Ein Richtervorbehalt muss für solche Auskünfte nicht vorgesehen werden." Zur Erstellung umfassender Persönlichkeitsprofile sei die bloße Zuordnung einer IP-Adresse ungeeignet.

Behörden können dem Urteil zufolge eine Zuordnung von IP-Adresse zu Nutzern auch dann abfragen, wenn es sich nicht um eine Straftat, sondern in bestimmten Fällen bloß um eine Ordnungwidrigkeit handelt.
für den rest bitte obigen Links folgen

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Matrix110
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Re: Wie riskant ist die feste IP von Unitymedia?

Beitrag von Matrix110 » 22.12.2010, 22:55

SaHel hat geschrieben:
Matrix110 hat geschrieben: Du lebst in einer Traumwelt, das ganze ist schon Realität und ist alles andere als IP gebunden, da eine IP zur Feststellung der Person absolut unzureichend ist(nicht im juritischen Sinn), da heutzutage mit jeder IP im Regelfall mehrere Personen ins Netz gehen zur gleichen Zeit.

Profile werden über "Super Cookies" erstellt....und sind in keinster Weise an die IP gebunden, je nachdem welche Art der Super Cookies man verwendet nicht einmal an den Browser...
:D Soso.... Stichwort Ccleaner, Schreibrechte entziehen, BleachBit usw....

Gruss SaHel
Solche Tools helfen gegen je nach Programm verschiedene Super Cookies, allerdings sind die "paar" Leute die die Programme (regelmäßig) benutzen egal und die Industrie hat auch schon "Gegenmittel" gegen solche Tools gefunden(die Lösungen sind zwar alle nicht optimal aber für jeden der die ganzen Teile nur maximal einmal pro Woche oder seltener benutzt funktioniert das ganze).

Allerdings ist der Anteil wie gesagt verschwindend gering und kann schon fast ignoriert werden.

Moses
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Re: Wie riskant ist die feste IP von Unitymedia?

Beitrag von Moses » 22.12.2010, 23:30

SaHel hat geschrieben:Es ist schon ein Unterschied, ob ich wochenlang mit der gleichen IP surfe oder nocht...

Ein Beispiel:

Ich hinterlasse etwa bei Spiegel, Focus oder wo auch immer ein Post im Forum. Die haben jetzt meine IP, meinen Nick, meine E-Mail Adresse, meinen Namen, meine Wohnadresse. Jetzt surfe ich täglich auf jener Seite - dann können die ratz fatz ein Profil meiner Surfgewohnheiten erstellen, meine Vorlieben feststellen und dank dieser fixen IP mir dann Inhalte und Werbung anbieten, von denen sie meinen evtl. Umsatz machen zu können. Der grosse Nachteil ist, dass man quasi völlig transparent wird. Und das hat nichts mit illegalen Downloads oder sonstigen finsteren Machenschaften zu tun, die manch einer im Netz betreiben könnte....
Und was ist jetzt an dem Profil für Werbung so schrecklich? Keine Werbung zu bekommen ist so oder so vollkommen illusorisch in einem Kapitalismus in dem sich auch noch große Teile der medialen Angebote (Internet, TV, Radio, Zeitungen) fast ausschließlich durch Werbung finanzieren... Da ist mir doch Werbung, die mich interessieren könnte, deutlich angenehmer, als per "Brute-Force" mit allem zugeballert zu werden (wie das z.B. die Blaue-Pillen-Verkäufer/Fälscher machen...). Ich bin da ganz klar für Werbe-Profile. So. :)
Desperados-1984 hat geschrieben:
Aber eigentlich dürfen Provider im Moment sowas ja gar nicht protokollieren ;)
und von wem hast du den den Quatsch???

du hast aber schon mitbekommen, dass die Vorratsdatenspeicherung aktuell verboten/ausgesetzt ist und nach dem BVerfG-Urteil alle Provider ihre Daten löschen mussten?
Und somit gilt die Rechtslage vor der VDS und dazu einmal dieses: http://www.telespiegel.de/news/06/2601.html
Ein Urteil gegen T-Online, dass ein Provider nur Daten speichern darf, die zu Abrechnungszwecken nötig sind und dazu zählt sicherlich nicht die IP-Adresse.
Das viele Provider tortzdem die IP protokollieren und meistens 7 Tage speichern heißt nicht, dass es erlaubt ist. Es geht nur keiner dagegen vor, da die Strafverfolgungsbehörden selber einen Nutzen daraus ziehen und somit kein Interesse haben die Provider daran zu hindern.
Schon einmal etwas von der Pflicht der Provider gehört ihr Netzwerk zu sichern? Die gilt auch in Richtung Kunden... wenn da einer "Unfug" treibt, hat der Provider die Pflicht den Kunden "unschädlich" zu machen, sonst wird er ganz schnell von seinen Peers (also anderen Providern und Backbonebetreibern) ausgesperrt. Für diese Aufgabe wurde schon immer die Zuordnung IP <-> Kunde geloggt und es ist im Sinne dieser Pflicht auch immer noch rechtens, vollkommen unerheblich, was mit den Daten der Vorratsdatenspeicherung passiert.

Anonymität im Internet hat es nie gegeben und wird es nie geben.*

*(bei direkten Verbindungen, vergessen wir Verschleierungs- und Verlangsamungstaktiken, wie offene Proxys und TOR)

Grothesk
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Re: Wie riskant ist die feste IP von Unitymedia?

Beitrag von Grothesk » 23.12.2010, 12:24

Zugegeben, das hat jetzt nicht direkt mit einer IP zu tun, zeigt aber, dass die Anonymität nur scheinbar im Netz existiert:

http://www.heise.de/ct/artikel/Datensch ... 53312.html

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Re: Wie riskant ist die feste IP von Unitymedia?

Beitrag von piotr » 23.12.2010, 15:14

Moses hat geschrieben: Schon einmal etwas von der Pflicht der Provider gehört ihr Netzwerk zu sichern? Die gilt auch in Richtung Kunden... wenn da einer "Unfug" treibt, hat der Provider die Pflicht den Kunden "unschädlich" zu machen, ...
Er darf diese Massnahmen in Deutschland aber nicht tun solange es nichts Strafbares ist.
Denn damit verstoesst der Provider gegen das Fernmeldegeheimnis.

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Re: Wie riskant ist die feste IP von Unitymedia?

Beitrag von schmittmann » 24.12.2010, 08:58

Ich hadere auch mit der Praxis der IP-Speicherung. Höchstrichterlich untersagt aber durch Kungeleien mit dem Bundesdatenschutzbeauftragten sind bei vielen Providern 7 Tage Speicherfrist vorgesehen. Mir ist kein Fall bekannt, in dem ein Provider straf- oder zivilrechtlich für diese Praxis belangt worden ist.

Zusammen mit dem einfachen Durchwinken von Listen mit tausenden IPs durch ahnungslose oder faule Amtsrichter ist das Fernmeldegeheimnis bzw. der Datenschutz mMn. nicht mehr existent.

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Re: Wie riskant ist die feste IP von Unitymedia?

Beitrag von eltopo » 13.01.2011, 00:30

Wenn ich das Richtig sehe, behälst Du die IP zumindest über einen längeren Zeitraum.
Bedeutender ist wohl die Frage, ob UM techn. die Möglickeit hat, darüber Auskunft zu erteilen, wer zu einem best. Zeitpunkt mit eine bestimmten IP online war.

Auch für die Leute die jetzt hier meinen Sie haben nichts zu verbergen, wäre ich da doch etwas vorichtiger.

Es passiert ja nicht selten, dass Abmahnanwälte Listen automatisiert erstellen lassen, mit IP-Adressen von vermeintlichen Rechteverletzern.
Dabei soll es mitunter auch zu Fehlern kommen.

Wenn also jetzt Deine IP auf einer solchen Liste aufgeführt wird und bei UM Auskunft eineholt wird über den Inhaber, könnte dies dazu führen das genau Du eine Abmahnung erhälst.
Dann spielt es erstmal keine Rolle , ob Du jemals Filesharing betrieben hast oder nicht.

Da bei Providern die sofort nach Verbindungsende alle IP-relevanten Date löschen auch niemand dazu Anfragen stellen kann, scheint mir ein solcher Provider im Zweifel dann sicherer.

Ob UM dazu gehört oder nicht, kann ich nicht beurteilen.
Leider konnte ich dazu auch keine Infos bis heute finden.

Vieleicht kann ja jemand dazu mal hier Stellung nehmen, wie lange Daten zu Kunden bei solchen Anfragen rausgegeben werden bei UM?

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Re: Wie riskant ist die feste IP von Unitymedia?

Beitrag von Neukundenrabatt » 13.01.2011, 02:51

https://events.ccc.de/congress/2010/Fah ... 01.de.html
http://mirror.fem-net.de/CCC/27C3/mp4-h ... vities.mp4

Sehen, verstehen und offline bleiben, wenn man wirklich Angst vor solchen Dingen hat ;) Jeoren hat sehr klar gemacht, dass die Provider nicht nur die lächerliche Zuordnung von IP zu Kunde speichern, sondern komplette Trafficprofile. "Wenn sich Freitags zum Dienstschluss herausstellt, dass in der Woche ein neuer Wurm/Virus im Netz unterwegs war. Dann will der ISP natürlich wissen welche Teile von seinem Netzwerk betroffen waren, bzw. welche Kunden potentiell gefährdet sind." Das dürfte sinngemäß im Vortrag gesagt worden sein, hab ihn live gesehen. Und wer meint, das könne man alles nicht speichern: "Was kostet denn heute eine 1 TB Festplatte?"

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Re: Wie riskant ist die feste IP von Unitymedia?

Beitrag von Moses » 13.01.2011, 10:23

Jeder Provider speichert mindestens die Zuordnung Kunde <=> IP, und das auch für einen längeren Zeitraum. Die Vorratsdatenspeicherung oder deren Verbot haben damit nichts zu tun. Diese Zuordnung muss der Provider speichern um die Sicherheit in seinem eigenen Netz halbwegs aufrecht zu halten. Dazu ist er sogar verpflichtet, soweit ich das weiß.

Die Frage ist nur: An wen darf diese Zuordnung wann heraus gegeben werden und wie sehr kümmert sich dein Provider um diese Frage.

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Re: Wie riskant ist die feste IP von Unitymedia?

Beitrag von kayoone » 14.01.2011, 08:42

Wenn man wirklich wert darauf legt im Internet keine Spuren zu hinterlassen sollte man den Rechner aus lassen, ganz einfach.
Die IP wird von Seitenbetreibern sicher nicht als einziges Merkmal genutzt um dich zu identifizieren, das sie bei den allermeisten Kunden eben ständig wechselt und man nicht nur für UM Kunden eine andere Implementierung macht :)
Solche Dinge werden mittels Cookies gespeichert, dann kann man die Daten auch unterschiedlichen Nutzern gleicher Anschlüsse zuweisen. Natürlich gibt es Mittel und Wege um das Schreiben von Cookies zu unterbinden, aber 99% der Kunden tun das nicht (ich auch nicht) und daher bleibt es der beste Weg.

Das man Urheberrechtlich-geschützte Inhalte nicht mehr bei P2P Filesharing laden sollte, sollte mittlerweile ja hinlänglich bekannt sein, da hilft im Fall der Fälle auch eine wechselnde IP nicht.

Leute die so extrem paranoid sind machen sich mit den ganzen Maßnahmen imo nur das Leben schwer, man muss sich mal überlegen was da über mich gespeichert wird und welchen Schaden es anrichtet. Personalisierte Werbung ? Kann auch was gutes sein, vielleicht verdient auch der eigene Arbeitgeber durch sowas mehr Geld und kann weiterhin den eigenen Job bezahlen ?
Daten sammeln ist heute überall dabei, ob im Supermarkt oder der Tankstelle mit tollen Treuepunkt Programmen, diversen Karten die man mit sich rumschleppt oder eben im Internet.

Viel eher würde ich ein Augenmerk auf wirklich Sicherheitsrelevante Dinge legen wie starke und wechselnde Passwörter, über VPN in öffentlichen Wlans, WPA2 im eigenen Wlan mit starkem Key etc. Durch sowas kann unmittelbar schwerer Schaden entstehen (zb. Datenklau) und viele die Angst vor Daten-sammelnden Unternehmen haben nutzen auf der anderen Seite eventuell überall das gleiche relativ schwache PW, WEP Verschlüsselung im Wlan oder ähnliches.
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Re: Wie riskant ist die feste IP von Unitymedia?

Beitrag von Silencer » 17.01.2011, 19:59

Also, ich hab mal diesbezüglich, als das mit der Vorratsdatenspeicherung gekippt wurde, den Provider Alice angeschrieben und bekam folgende Antwort:
...
Die Verkehrsdaten aus Telefongesprächen werden zum Zwecke der Abrechnung mit den Kunden gespeichert. Die abrechnungsrelevanten Daten werden frühestens 8 Wochen, spätestens 6 Monate nach Rechnungsversand gelöscht. IP-Adressen werden unmittelbar nach Ende einer Internet-Sitzung gelöscht, da deren Speicherung für die Abrechnung nicht erforderlich ist.
...
Ob das jetzt so stimmt? Demnach würde also nichts im Sinne der Netzsicherheit oder so gespeichert.

Vielleicht kann jemand, der bei UM Kunde ist, dort auch einfach mal ne Mail hinschreiben.
Schließlich hat man doch ein Recht darauf, zu erfahren ob, bzw. welche Daten von einem gespeichert werden?!

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Wie riskant ist die dynamische IP von Unitymedia?

Beitrag von conscience » 17.01.2011, 21:46

Hallo.

Die gesamte Diskussion geht hier ins Leere, da sie an den technischen Gegebenheiten des BK - Netzes im Zusammenhang mit seinen Besonderheiten vergessen werden. Die Fokussierung auf eine WAN IP in der gesamten Debatte verstellt den Blick auf fundamentalere technische Möglichkeiten Nutzerdaten zu speichern.


Grüße
Conscience
Zuletzt geändert von conscience am 17.01.2011, 23:02, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Wie riskant ist die feste IP von Unitymedia?

Beitrag von Silencer » 17.01.2011, 22:04

Na ja, die Frage stand ja am Anfang mal im Zusammenhang mit gewissen Downloads/Filesharing, wenn ich mich richtig erinnere.
Und da wäre die Frage, wie kann wer vorgehen? Meines Erachtens (aber ich bin da auch nur Laie) wäre da die IP-Adresse schon von entscheidender Bedeutung oder?
D.h., wenn gestern über eine bestimmte IP-Adresse etwas gezogen wurde und das heute aber kein Mensch mehr rekonstruieren kann, ist die betreffende Person doch aus dem Schneider oder?

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Wie riskant ist die dynamische IP von Unitymedia?

Beitrag von conscience » 17.01.2011, 22:59

In der Theorie schon...

Allerdings glaube ich das nicht, dann wäre ja allem Tür und Tor geöffnet :kafffee:

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Re: Wie riskant ist die dynamische IP von Unitymedia?

Beitrag von Silencer » 17.01.2011, 23:51

conscience hat geschrieben:In der Theorie schon...

Allerdings glaube ich das nicht, dann wäre ja allem Tür und Tor geöffnet :kafffee:
Wenn man sich die ganzen explodierenden Filesharing-Angebote so anschaut, dann würde ich fast sagen, ist das auch so!

Aber, was ich noch erwähnen wollte: Wir reden ja hier nicht von der Überwachung einer terroristischen Zelle. Ich weiß nicht, was es da für Möglichkeiten gibt, u.a. der Versuch, einen Trojaner auf dem Zielrechner einzuschleusen.
Es geht um bisher völlig unbescholtene Bürger, die bisher nicht überwacht wurden und im Nachhinein aufgrund irgendwelcher Beweise (welcher, wenn nicht IP-Adresse?) überführt werden sollen, etwas Illegales herunter geladen zu haben.

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Re: Wie riskant ist die feste IP von Unitymedia?

Beitrag von Matrix110 » 18.01.2011, 17:33

Filesharing "explodiert" nicht mehr, die (formell) legalen Filehoster, deren gesamtes Geschäftsmodell auf Piracy beruht, werden jedoch immer populärer.

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Re: Wie riskant ist die feste IP von Unitymedia?

Beitrag von Silencer » 18.01.2011, 17:39

Ja, sowas meinte ich auch. Oder so Seiten, wie kino.to (um die ich persönlich lieber einen Bogen mache!).

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