Vertrag Änderung schlägt fehl / Was für ein Service

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ralfk
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Beitrag von ralfk » 15.06.2007, 14:41

Bei den neuen Angeboten wird kommuniziert, das der Preis nur die jenigen betrifft, die in den letzen 3 Monaten KEINEN Anschluß hatten über Unitymedia. Wird sowohl als im Infokanal als auch in allen Broschüren kommuniziert.
FALSCH, auf der Homepage und in den Broschüren wird kommuniziert, dass der WLAN-Router gratis mitgeliefert wird, wenn man in den letzten 3 Monaten keinen Unitymedia-Internetanschluss hatte. Der monatliche Preis für das Paket wird dabei nicht eingegrenzt.

Code: Alles auswählen

Wireless-LAN-Router gratis.*
...
*Nur für Kunden, die in den letzten 3 Monaten keinen ish/iesy/Unitymedia Internetanschluss hatten. Mit Ablauf der Mindestvertragslaufzeit gehört der WLAN-Router Ihnen.
Und Dieser Preis nur in den ersten 12 Monaten gilt. Nach dem Ablauf wird es teurer!
Stimmt. Ich habe mir aber bereits im Kalender notiert, vor Ablauf der 12 Monate mit Unitymedia zu verhandeln. Wenn der Preis dann wirklich erhöht wird (bei gleichzeitig weiter sinkenden Preisen auf dem Markt), wird entweder gekündigt oder auf ein "kleineres" Paket gewechselt. Ich denke, Unitymedia wird und kann sich nicht erlauben, die Preise nach 12 Monaten wirklich anzuheben. Wobei ich eigentlich nie jemand war, der nur auf den Preis schaut. Wenn man den Service oder Leistungen verbessert (z.B. IPv6 einführen, IP-Subnetze fest vergeben, etc.), sind 5 EUR mehr für mich kein Problem.
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Beitrag von NetGear » 15.06.2007, 14:54

Wie die Preise sich entwickeln kann UM ja auch nicht wissen.

Wie Sie dann darauf reagieren wird abzuwarten sein.

Aber wie gesagt das sind vertragsfragen die kann dir der Kundenservice erklären bzw erleutern!

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Beitrag von ralfk » 15.06.2007, 15:11

Ja, in der Tat wird man das natürlich erst in 12 Monaten sehen. So ganz einfach ist das bei dem harten TK-Geschäft für Unitymedia in der Tat nicht. Trotzdem sollte man es schaffen, eine einheitliche Regelung für neue Produkte und Preisänderungen zu haben, die dann klar kommuniziert wird. Wenn der neue Tarif nur für Neukunden gilt, soll man es sagen. Dann ist doch alles klar, man muss nicht so lange mutmaßen und der Kundendienst hat es auch einfacher.

An der Hotline sagte man mir übrigens, dass eine Preiserhöung (nach 12 Monaten) bisher noch nie praktiziert worden wäre. Diese Aussage ist natürlich nicht bindend. Wir werden sehen. :zwinker:
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Beitrag von NetGear » 15.06.2007, 15:13

Aber dies bemangel bitte nicht nur bei uns!

Da gibt es Firmen die schon lange auf dem markt sind, die das noch nicht haben.

Und wir haben das Rebranding grade hinter uns, da ist noch nicht alles perfekt!

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Beitrag von mischobo » 15.06.2007, 15:31

@ralfk

... Dienste upgraden auf ein teureres Produkt ist immer möglich, ein downgrade auf billigere Dienste während der Vertragslaufzeit ist grundsätzlich nicht möglich und das ist nicht nur bei Unitymedia so ...

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Beitrag von ralfk » 15.06.2007, 15:43

@NetGear und @mischobo:
Ich bemängel ja nicht unbedingt, dass man nicht beliebig hin- und herwechseln kann. Das ist in der Tat bei vielen TK-Firmen nicht möglich.
Ich bin doch nur für eine klare Regelung, die bei UM intern aber auch zum Kunden eindeutig kommuniziert wird. Wenn ihr dann entscheidet, dass es kein Upgrade vor Ende der Mindestvertragslaufzeit gibt, dann ist das eben so. Bei 12 Monaten Vertragslaufzeit hätte ich damit kein Problem. Es muss nur klar sein, bevor die große Werbetrommel gerührt wird :zwinker:

Zu ish-Zeiten war das übrigens auch nicht besser. Ich weiß aus eigener Erfahrung: bei jeder Umstrukturierung/Umfirmierung wird 50% der internen Energie "verschwendet". Am Ende müssen es die Menschen ausbaden, die Kundenkontakt haben.
Es wäre mir eine Freude, wenn UM weiter Erfolg hat. Schließlich bin ich ein Fan von Kabel-Internet...
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Beitrag von mischobo » 15.06.2007, 17:41

@ralfk

... was soll es da zu kommunizieren geben ? Du schliesst einen Vertrag zu bestimmten Konditionen ab und stimmst der Mindestvertragslaufzeit zu.
Du hast einen rechtsverbindlichen Vertrag abgeschlossen dessen Verpflichtungen du erfüllen mußt.
Die Sache ist glasklar und es gibt keinerlei Grund das öffentlich zu kommunizieren.
3play nur in der Form verändert, dass das ehemalige tividi-Komplettpaket inkl. arena nicht mehr enthalten sind.

Aktuell kostet Unity3play6000 mit den Digital-TV-Pakete des ehem. 3play-Angebotes 54,90 € (Unity3play 30 €, 19,90 € Digital TV Home, 5 € Digital TV EXTRA). Was hat das vorher gekostet ? Ganze 55 € ...

Wer in diesem Jahr 2play vor dem 5.6. bestellt hat steht gegenüber Unity3play-Neukunden etwas schlechter da, denn sie zahlen 2play zzgl. DKA bzw. jetzt Digital TV Basic.
Aber wie gesagt: Vertrag ist Vertrag ...

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Beitrag von ralfk » 15.06.2007, 18:58

... eigentlich war das Thema für mich erledigt, aber die Kundensicht scheint doch noch nicht verstanden worden zu sein :zwinker:

@mischobo
... was soll es da zu kommunizieren geben ? Du schliesst einen Vertrag zu bestimmten Konditionen ab und stimmst der Mindestvertragslaufzeit zu.
Du hast einen rechtsverbindlichen Vertrag abgeschlossen dessen Verpflichtungen du erfüllen mußt.
Die Sache ist glasklar und es gibt keinerlei Grund das öffentlich zu kommunizieren.
Im Prinzip bin ich einverstanden. Zu einem vernünftigen Vertrag gehört aber, dass

a) der Dienstleister die Vertragsdaten entsprechend an die Kunden kommuniziert
und
b) bei Fragen zu Vertragsänderungen, Tarifwechsel etc. der Dienstleister eine klare, einheitliche Linie fährt.

Zu a) sei angemerkt:
- Wenn ich einen Vertrag schließe (bei dem es btw um ca. 70 EUR monatlich geht), würde ich erwarten, dass man mich nach Auftragsvergabe schriftlich (Email oder Kundenbereich auf Homepage reicht) informiert über die Vertragsdaten (Produkt, Laufzeit, Preis, etc.). Diese Vertragsbedingungen muss ich derzeit aus Flyern, Telefongesprächen oder von der Homepage erfragen.
Beispiel: Mindestvertragslaufzeit. Wer sagt mir, dass auf der UM-Homepage in 10 Monaten nicht plötzlich etwas von 24 Monaten steht ? Wer hat den Nachweis zu erbringen, dass mein derzeit gültiger Vertrag eine Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten hat ? Ich glaube, zu den Anfängen von ish-Internet waren es z.B. weniger als 12 Monate.
Fakt ist: zu jedem Vertrag gibt es mitunter unterschiedliche Bedingungen, die sich laufend ändern können (für Neu-Aufträge). Für den Kunden bedeutet das: er muss sich Flyer aufbewahren oder eine lokale Kopie der Bedingungen von der Homepage machen.

- Zu jedem Auftrag sollte es eine Auftragsbestätigung geben. Ich habe mittlerweile schon etlichen Vertragsänderungen bzw. -verlängerungen bei ish/UM mitgemacht. Auftragsbestätigungen habe ich dabei nie oder nur unvollständig bekommen. Wann eine Vetrag umgestellt wurde, hat man auf der nächsten Rechnung gesehen.

- Ganz nett (ja streng genommen sogar verpflichtend) wäre so etwas wie eine Leistungsbeschreibung zu meinem Vertrag (techn. Daten). Da sich Infos auf der Homepage täglich ändern, muss dieses Dokument fest und verbindlich sein (eben keine dynamische Homepage sondern z.B. als PDF). Denn nicht nur ich habe meine Verpflichtungen zu erfüllen.

- Wenn man es nun noch strenger sieht, erfüllt UM noch nicht einmal die gesetzlichen Vorschriften des Fernabsatzrechts (http://de.wikipedia.org/wiki/Fernabsatzrecht). Ein 14-tägiges Widerrufsrecht gilt bei Verträgen, die telefonisch oder per Internet zustande kommen. Der "Händler" muss bei Vertragsabschluß darauf hinweisen, sonst gibt es eine unlimitierte Widerrufsfrist.

Du siehst, es gäbe noch eine Menge zu kommunizieren.

Ich weiß, dass meine Erwartungshaltung wohl in der Branche selten erfüllt wird. Das ist ja auch der Grund, warum fast alle TK-Dienstleister derzeit in der Kundenzufriedenheit schlecht wegkommen. Aber vernünftige Vertragsbedingungen und Angaben zum gekauften Produkt gibt es bei jedem 0815-Versicherungsvertrag. Warum schaffen das die TK-Anbieter nicht auch ?

Zu b)
Wie in diesem Thread erörtert, geht es bei dieser Kommunikation eher darum, wie Kunden generell informiert werden (Pre-Sales, neue Produkte ). Dazu wurde bereits oben genug geschrieben.

Im übrigen gibt es auch TK-Provider, die auch Preissenkungen oder Leistungsänderungen auf bestehende Verträge anwenden. Aber wie gesagt, das erwarte ich gar nicht unbedingt von UM bzw. wird von UM ja z.T. bereits praktiziert.
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Beitrag von mischobo » 15.06.2007, 19:31

@ralfk

... wenn du einen Vertrag abschliesst, machst du das zu den aktuell gültigen Kondition, was Preisgestaltung und (Mindest-)vertragslaufzeit mit einschliesst. Wenn der Anbieter zu einem anderen Zeitpunkt ein Produkt anbietet, dass für dich günstiger ist, ist das kein Änderung deines Vertrags. Dein Vertrag gilt so wie er abgeschlossen wurde, natürlich inkl. der Allgemeinen und ggf. erweiterten Geschäftsbedingungen.
Was die Widerrufsbelehrung angeht, bezieht sich deine Ausführung auf Finanzdienstleistungen, die von Unitymedia überhaupt nicht erbracht werden.
Darüberhinaus muß der Verbraucher spätestens mit der Warenlieferung bzw. dem Erbringen der Dienstleistung über sein Widerrufsrecht hingewiesen werden. Wird die Dienstleistung durch den Einsatz von Fernkommunikationsmittel erbracht, muß lediglich die Anschrift bekannt sein.
2play und 3play werden definitiv mit dem Einsatz von Fernkommunikationsmittel erbracht, sodass gem. BGB keine Widerrufsbelehrung erforderlich ist.

Die Vertragsbedingen sind im Servicebereich von http://www.unitymedia.de jederzeit als PDF-Datei verfügbar unter Vertragliches -> AGB zu finden.

Alles was nach dem Vertragsabschluss geschieht, was nicht unmittelbar mit deinem Vertragsverhältnis zu tun hat ist völlig irrelevant und muß auch nicht kommuniziert werden. Verträge kann man auch einvernehmlich ändern, aber eben nur wenn alle Vertragsparteien dem zustimmen. Natürlich kann der Vertragspartner dir ein günstigeres Angebot machen. Wenn du zustimmst wurde der Vertrag geändert.
Auch die Buchung zusätzlicher Dienstleistungen ist eine solche Vertragsänderung. Du gibst eine Willenserklärung ab und der Vertragspartner stimmt dem zu. ...

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Beitrag von ralfk » 16.06.2007, 13:07

Hi mischobo,

abschließend noch ein paar Worte. Ich denke, dass wir es dann gut sein lassen sollten. Es führt dann vielleicht zu weit hier ... :zwinker:
... wenn du einen Vertrag abschliesst, machst du das zu den aktuell gültigen Kondition, was Preisgestaltung und (Mindest-)vertragslaufzeit mit einschliesst. ... Dein Vertrag gilt so wie er abgeschlossen wurde, natürlich inkl. der Allgemeinen und ggf. erweiterten Geschäftsbedingungen.
Ist vollkommen klar. Meine Ausführungen beziehen sich darauf, was z.B. nach ein paar Monaten ist, wenn die von Dir bezeichneten aktuellen Konditionen und Bedingungen gar nicht mehr existent und für mich einsehbar sind, weil z.B. neue Produkte eingeführt wurden.

Beispiel:
Ich habe letzten Oktober meinen Vertrag "aufgestockt" und dabei von 1play zu 2play+ migriert. Damals konnte man sicherlich die nötigsten Bedingunen wie Download/Upload-Datenrate, Mindestvertragslaufzeit, etc. aus den Werbe-Seiten im Internet oder aus den Flyern entnehmen.
Da ich jedoch zu meinen telefonisch bestellten Dienstleistungen nie etwas schriftlichen gesehen habe, hätte ich heute doch echte Probleme, die damals gültigen Bedingungen irgendwo einzusehen. Denn wie Du sagst: die aktuellen Konditionen (aber meist nur die) sind immer parat auf der Homepage. Aber was ist mit den Konditionen und Bedingungen der älteren Verträge ?

Im Prinzip ist es so, dass ich zu 2play+ nichts in der Hand habe, außer meinem Protokoll des damaligen Telefongesprächs und monatlichen Rechnungen.

Zum Thema Widerrufsbelehrung/Widerrufsrecht:
Da liegst Du mit ziemlicher Sicherheit falsch. Schau Dir das noch einmal an (Link oben zur Wikipedia). Gerade bei Vertragsabschluß über Fernkommunikationsmittel (Internet, Telefon , etc.) hat der Gesetzgeber dem Kunden ein Widerrufsrecht eingeräumt. UM hat ja sogar die entsprechende Belehrung in den Auftragsformularen abgedruckt (Auftrag_Breitband_NRW.pdf). Nur bei telefonischer Bestellung bin ich nie darüber aufgeklärt worden. Da sollte UM mal nachbessern (zum eigenen Schutz !). Das geht aber nur, wenn man dem Kunden nach telefonischer Bestellung etwas schriftliches zukommen lässt.

Nun wünsche ich ein schönes Wochenende
Ralf
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Beitrag von mischobo » 16.06.2007, 13:34

... mir ist es völlig schleierhaft, aus welchem Grund Konditonen auf der Homepage aufgeführt werden soll. Das stiftet doch nur Verwirrung und würde nur unnötig den Verbrauherschutz auf den Plan rufen. Es werden nur die Konditionen für neue Verträge veröffentlich, denn in Sachen bestehender Verträge wurden die Konditionen zwischen den Vertragspartner geregelt, wenn sich die Konditionen ändern, muß das dem anderen Vertragspartner mitgeteilt und der muß dem zustimmen, sofern der Vertrag nichts anderes sagt. Allgemeine- und Besondere Gechäftsbedingungen sind wesentlicher Bestandteil des Vertrages.

Was die Widerrufsbelehrung angeht, gehe ich danach, was das BGB vorschreibt und nicht was irgendwelche Leute auf Wikipedia veröffentlicht haben. Auch gibt es keinerlei Vorschriften die Konditionen von laufenden Altverträgen vorschreiben.

Und wenn dem so wäre, wie du behauptest hätte ein finanzschwacher Rechtsanwalt schon längst mittels Abmahnung Kasse gemacht. ...

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Beitrag von ralfk » 16.06.2007, 15:03

Willst oder kannst Du es nicht verstehen ? :wein:

Wenn ich einen Vertrag bei UM (oder wem auch immer) abschließe, hätte ich gerne Auskunft über die Konditionen des Vertrages, die ich auch nach 11 Monaten noch einsehen kann. Wie das geschieht, ist Aufgabe des Dienstleisters !!
Die Daten ständig auf der öffentlichen Homepage vorzuhalten, ist da sicherlich nicht optimal und war auch von mir nie verlangt. Es würde aber z.B. ausreichen, in meinem persönlichen Kundenbereich diese Daten vorzuhalten. Oder eben den Kunden bei Vertragsbeginn schriftlich davon in Kenntniss zu setzen. Da UM die Kunden aber nicht persönlich über die Vertragsdaten informiert (ich habe außer auf dem Flyer nie die Konditionen zu 2play+ im Okt. 2006 gesehen), habe ich heute im Prinzip keine Chance mehr, die Konditionen zu 2play+ einzusehen.

Bei Wikipedia wird das Widerrufsrecht so erklärt, wie es stimmt. Dort gibt es auch weiterführende Links. Dazu, dass UM sogar über das Widerrufsrecht auf dem Auftragsformular belehrt, springst Du einfach hinweg.

Noch ein paar Links mit Infos zum Widerrufsrecht bzw. Informationspflichten bei Fernabsatzverträgen:
http://www.jur-abc.de/cms/index.php?id=380
http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__312b.html
http://www.ard.de/ratgeber/finanzen/rec ... index.html
http://de.wikipedia.org/wiki/BGB-Inform ... Verordnung

So, da es mir langsam zu blöd wird mit Dir, endet hiermit mein Beitrag zu diesem Thread.
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Beitrag von mischobo » 16.06.2007, 15:54

@ralfk

... der Anbieter macht ein Angebot und du nimmst das Angebot an. Machst du dass ohne zu wissen, zu welchen Konditionen das Angebot ? UGehst du einfach ohne diese Wissen vertragliche Verpflkichtungen ein ? Mit Sicherheit nicht, denn du gibst eine Willenserklärung ab, weil dir das Angebot gefällt und es zu den angebotenen Konditionen nutzen möchtest. Du bist also bestens informiert über die Kondition. Wenn der Anbieter die Konditionen im Rahmen der AGB ändert, muß er das natürlich mitteilen, aber er muß nicht die Kondition vorhalten, die bei dem Abschluss deines Vertrages gelten, dann die sind dir beties seit Vertragsabschluss bekannt, denn sonst hättest du den Vertrag sicher nicht abgeschlossen. Diesen Vertrag ist von beiden Seiten zu den angeboten Konditionen und der vereinbarten Laufzeit zu erfüllen, Es zählt das, was vertraglich vereinbart ist. Dabei ist es vollkommen irrelevant, wenn der Anbieter schon einen Tag später ein günstigere Angebote macht. Das hat grundsätzlich keinerlei Auswirkung auf dein Vertragsverhältnis. Das was im Vertrag vereinbart wurde ist rechtsverbindlich. Wenn du im nachhinein etwas ändern willst, dann mußt du diese Willenserklärung dem Vertragspartner vortragen, der dann zu entscheiden hat, ob er auf deine Willenserklärung eingeht oder nicht.
Link 1 ist irrelevant, weil sich der auf das nicht mehr existente Fernabsatzgesetz bezieht, Link 2 defniert Fernabsatzverträge sagt aber überhaupt nichts zu den Informationspflichten aus. Link 3 bezieht sich auf Finanzdienstleistungen und hat hier keinerlei Relevanz, weil Unitymedia keinerlei Fnanzdienstleistungen anbietet und Link 4 ist eine "Wissensdatenbank" die nicht unbedingt von Fachleuten gepflegt wird und kann allenfalls als allgemeine Informationsquelle dienen. Auf der von dir verlinkten Seite wird noch nicht mal zwischen Finanzdienstleistungen, Lieferung von Waren, Dienstleistung und Dienstleistung die unmittelbar über durch den Einsatz von Fernkommunikationsmittel erbracht werden diffenziert. Die Informationspflichten sind nämlich unterschiedlich. Bei Finanzdiesntleistungen muß vor Abschluss des Vertrages auf das Widerrufsrecht hingeweisen werden, bei Lieferungen von Waren spätestens bei Erhalt der Ware, bei der Erbringung von Dienstleistung bis zur vollständigen Erfüllung des Vertrages und Dienstleistungen, die durch den Einsatz von Fernmommunikationswegen erbracht werden, muß nicht dauf das Widerrufsrecht hingewiesen werden . Alles nachzulesen im § 312c BGB ...

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Beitrag von ralfk » 16.06.2007, 16:52

@mischobo
Es geht also doch weiter :smile:
... Du bist also bestens informiert über die Kondition.
Genau das ist man i.d.R. nicht, vor allem nicht, wenn ich beim Dienstleister anrufe, mich über ein Produkt oder eine Dienstleistung informiere und das Produkt bzw. die Dienstleistung dann direkt am Telefon bestelle. Ich wage zu behaupten, dass die Informationen, die mir telefonisch mitgeteilt werden, nicht dazu führen, dass "ich bestens informiert bin". (Es geht nicht darum, dass und ob ich es vielleicht dennoch bin, weil ich mich anderweitig informiert habe).
Aus diesem Grunde hat der Gesetzgeber das Fernabsatzrecht und die Informationspflichten geschaffen.
Diesen Vertrag ist von beiden Seiten zu den angeboten Konditionen und der vereinbarten Laufzeit zu erfüllen, Es zählt das, was vertraglich vereinbart ist.
Bei meiner Bestellung von 2play+ im Oktober 2006 wurde mir seiten ish noch nicht einmal mitgeteilt, wann das neue bzw. geänderte Vertragsverhältnis begonnen hat. Ich habe telefonisch bestellt, man hat irgendwann die Dienstleistung umgestellt (von 2000 auf 6000 kbit/s z.B.), aber wann das passiert ist, das muss man dann wohl raten. Irgendwann gab es dann auf der nächsten Rechnung eine neue Position. Vielleicht ein Einzelfall, aber das wäre bei ausreichender Information nicht vorgefallen. Auch hier soll das Fernabsatzrecht den Verbraucher schützen.
Dabei ist es vollkommen irrelevant, wenn der Anbieter schon einen Tag später ein günstigere Angebote macht. Das hat grundsätzlich keinerlei Auswirkung auf dein Vertragsverhältnis.
Korrekt, habe ich auch nie bestritten.

Zu den Links:
Link 1 ist sehr wohl relevant. Er beschreibt die BGB-InfoV, den aktuellen Text des BGB zu "Informationspflichten bei Fernabsatzverträgen". Siehe gleichen Text unter http://bundesrecht.juris.de/bgb-infov/__1.html.

Im BGB-InfoV steht sehr genau, worüber der Dienstleister zu informieren hat. Wenn ich mir die Mühe machen würde, die Punkte zu Absatz 1 der "Informationspflichten bei Fernabsatzverträgen" durchzugehen, würde ich bei mindesten 50% erhebliche Defizite bei meinen bisherigen Vertragsabschlüssen feststellen.

Link 3 bezieht sich auf Finanzdienstleistungen ? Woher hast Du das denn ? Wenn man sich Link 3 mal zu Gemüte führt, wird dort genau der Sachverhalt beschrieben am Beispiel eines am Telefon geschlossenen TK-Vertrages (Handy). Der Vertrag kommt dabei zwar aufgrund unerlaubter Telefonwerbung zustande (was bei UM nicht auftritt!), aber die Rechte der Verbraucher (Widerruf etc.) gelten bei allen Fernabsatzverträgen.

In Artikel zu Link 4 sind verschiedene Quellen zum BGB enthalten, die z.B. zu Link 1 führen. Als erste Anlaufstelle unter Beachtung der Quellenangaben ist die Wikipedia nicht zu verachten.
Auf der von dir verlinkten Seite wird noch nicht mal zwischen Finanzdienstleistungen, Lieferung von Waren, Dienstleistung und Dienstleistung die unmittelbar über durch den Einsatz von Fernkommunikationsmittel erbracht werden diffenziert.
Wenn man meine Links aufmerksam verfolgt hätte, wäre man auch auf die Hauptseite zu BGB-InfoV gekommen: http://bundesrecht.juris.de/bgb-infov/index.html. Dort gibt es dann die Unterschiede, welche für unseren Fall aber irrelevant sind.
... bei der Erbringung von Dienstleistung bis zur vollständigen Erfüllung des Vertrages und Dienstleistungen, die durch den Einsatz von Fernmommunikationswegen erbracht werden, muß nicht dauf das Widerrufsrecht hingewiesen werden ...
Deine Aussage solltest Du belegen. Wo steht das ? Ich versuche hier ständig meine Aussagen zu belegen, aber von Dir habe ich diesbezüglich nur die eigene Meinung gehört.

Dienstleistungen (ausser im Finanzbereich und bei Reisen ) werden IMHO wie Waren behandelt. Wann die Widerrufsbelehrung stattzufinden hat (vor oder nach dem Vertragsabschluß) ist IMHO auch (zumindest für mich) weniger relevant. Entscheidend ist, dass der Verbraucher ab der Belehrung 14 Tage Widerrufsrecht hat. Ob Ware oder Dienstleistung ist egal.

Bei Antworten bitte mal Belege angeben. Ich gebe mir hier die größte Mühe diesbezüglich, also erwarte ich das auch von Dir.
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Beitrag von ralfk » 16.06.2007, 23:25

Ich melde mich noch einmal von der Fernabsatz-Front :zwinker:

mischobo, Du hattest weiter oben einen Teil des §312c als Quelle für Deine Auslegung genannt (von daher war nicht alles nur Deine Meinung):
... und Dienstleistungen, die durch den Einsatz von Fernmommunikationswegen erbracht werden, muß nicht dauf das Widerrufsrecht hingewiesen werden . Alles nachzulesen im § 312c BGB ...
Ich denke, dass da Dein Irrtum liegt. Denn Du musst den Satz in §312c schon komplett nehmen. Dort steht nämlich (siehe http://dejure.org/gesetze/BGB/312c.html):

Code: Alles auswählen

(3) Absatz 2 gilt nicht für Dienstleistungen, die unmittelbar durch Einsatz von Fernkommunikationsmitteln erbracht werden, sofern diese Leistungen in einem Mal erfolgen und über den Betreiber der Fernkommunikationsmittel abgerechnet werden.
Diese Ausnahme bezieht sich also auf einmalige Leistungen, wie z.B. 0900-Mehrwertdienste oder Einzel-Downloads, siehe dazu Kommentare in http://www.rhein-neckar.ihk24.de/produk ... 20Textform
oder http://www.kecos.de/kecosneu/download20 ... ekmann.pdf.
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Beitrag von NetGear » 17.06.2007, 13:15

Fakt ist wenn ich ein Vetrag eingehe lasse ich mir die Konditionen entweder schriftlich zukommen oder lass sie mir nennen, bevor ich was eingehe.

Ich schließe ja auch nen handy vertrag ab und informiere mich vorher was ich abschließe!

Also ich kann dich da überhaupt nicht verstehen. Wenn du bei allem so handelst bist du aber ein leichtes Opfer!

Deswegen finde ich die Diskussion etwas überflüssig um ehrlich zu sein!

Wenn du es abgeschlossen hast damals ohne den Wissenstand ist es ja nicht verschulden von UM damals ISH wenn du es dann doch eingehst!

Nur verstehe ich nicht warum du jetzt nach gut 8 Monaten damit erst ankommst.

Naja ok

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Beitrag von ralfk » 17.06.2007, 14:21

Es geht doch gar nicht wirklich um mich und meinen Vertrag. Damit habe ich keine Probleme, da ich mich natürlich vorher informiere. Ich habe mich nur als Beispiel genommen. Es ging bei diesem Thread darum, dass ein UM-Kunde nicht wusste bzw. fragte, ob und wie er seinen Vertrag auf die neuen UM-Konditionen umstellen lassen kann. Nach einigem hin und her sind wir dann zum Thema Verbraucherschutz bzw. Fernabsatzrechte gekommen.

Ob der Kunde sich vorher informiert hat oder nicht, spielt keine Rolle. Der Verbraucher hat das Recht, zum Vertragsabschluß gewisse Informationen zum individuellen Vertrag in Textform zu bekommen. Mehr will und wollte ich nie wirklich sagen. Lassen wir es gut sein ...

Tschö.
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Beitrag von NetGear » 17.06.2007, 14:45

Das wird er auch bekommen haben mit der Auftragsbestätigung zusammen!

Aber ich kann dir sagen das garantiert 60% unserer Briefe ungelesen in den Schrank gelegt werden oder ins altpapier wandern. Und wenns gelesen wurde geht auch ins alt papier. Und die Auftragsbestätigung geht immer an die KD raus!

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Beitrag von Mustimax » 17.06.2007, 21:51

NetGear hat geschrieben:[...]Aber ich kann dir sagen das garantiert 60% unserer Briefe ungelesen in den Schrank gelegt werden oder ins altpapier wandern. Und wenns gelesen wurde geht auch ins alt papier. [...]
was ist das denn für ein beschissenes system??? ganz schön unverschämt!

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Beitrag von NetGear » 18.06.2007, 15:14

Bei den Kunden!

Nicht bei UM!

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Beitrag von mischobo » 18.06.2007, 16:25

NetGear hat geschrieben:Bei den Kunden!

Nicht bei UM!
... das ist aber nicht nur bei UM-Kunden so ;)

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Beitrag von NetGear » 18.06.2007, 16:45

Das stimmt :-)

Aber ich hatte den eindruck das er es falsch verstanden hat als würden wir die Post nicht verschicken sondern direkt vernichten. Deswegen habe ich das nochmal nach betont!

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Beitrag von Mustimax » 18.06.2007, 16:51

achso, sorry. hatte das andersherum verstanden :P ich nehm alles zurück :)

NetGear
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Beitrag von NetGear » 18.06.2007, 16:56

Kein Problem :D

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