Native Nutzung des FTTH Anschlusses

Diskutiere Native Nutzung des FTTH Anschlusses im Netzausbau und Digitalisierung Forum im Bereich Rund um Unitymedia; Hallo zusammen, bei mir wurde 2013 ein Glasfaseranschluss von KabelBW (Unitymedia?) installiert. Leider wird dieser direkt nach der Ankunft im...

vsnap

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Hallo zusammen,

bei mir wurde 2013 ein Glasfaseranschluss von KabelBW (Unitymedia?) installiert. Leider wird dieser direkt nach der Ankunft im Haus in Doxsis übersetzt. Da Vodafone nun große Ankündigung zum Glasfaserausbau macht, frage ich mich, wie die Chancen für eine native Nutzung des Anschluss aussehen? Besteht eine Perspektive, den Anschluss mit einem entsprechenden Glasfaser CPE nutzen zu könne oder ist das nur eine pseudo-glasfaser die nicht wirklich was bringt, wie damals opal von der Telekom?

Viele Grüße
vsnap
 
MartinP_Do

MartinP_Do

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Bin mir nicht sicher, dass das in absehbarer Zukunft erfolgen wird. Möglicherweise, wenn die Kunden drohen, reihenweise zu "richtigen" Glasfaseranbietern zu wechseln.

Wenn das wirklich 2013 umgebaut worden ist, war das noch vor der "Virtualisierungs" und "Cloud" Welle. Das ist dann noch klassisches RF over Fiber ...
 

robbe

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Ich gehe stark von einer Pseudoglasfaser aus. Dabei wird lediglich Glasfaser statt Coaxkabel als Medium ins Haus genutzt. Als Anschlusstechnik hast du aber trotzdem DOCSIS und damit auch alle Nachteile davon.
 
boba

boba

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Es dürfte schon "echte" Glasfaser sein, nur wird darüber nur das docsis Signal optisch statt wie im coax elektrisch übertragen. Ist eine Übergangstechnik, bis der Rest der Infrastruktur auch auf Glasfaser läuft. Da hat jemand Geld in die Hand genommen und ausgerechnet, dass einmal Glasfaser jetzt legen (und zunächst wie Coax nutzen, erst später wie Glasfaser) kostengünstiger ist als jetzt Coax legen (und als Coax nutzen) und später nochmal Glasfaser legen (und dann als Glasfaser nutzen, wenn alles auf Glasfaser ausgebaut ist). Vermutlich hat derjenige gedacht, der flächendeckende Glasfaserausbau käme früher.

Irgendwann wird sicher auf eine native Nutzung umgestellt werden, aber erst, wenn alles andere (bzw. eine große Menge in der Umgebung) ebenfalls Glasfaser hat, so dass sich der Umbau lohnt.
 

B3nn1

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Hi,
ich hab so einen Anschluss auch im Haus bzw. ist in der ganzen Siedlung so und ja direkt nach dem passiven Anschlusspunkt kommt ein mini Fibrenode, der dann wieder auf DOCSIS umwandelt. Ich meine wenn es mal in fette Bandbreiten geht kann der richtig als Glasanschluss bereits jetzt genutzt werden, allerdings muss die Technik auf der anderen Seite ja dann auch da sein.

Die 10GBit synchron werden mal bei mir nirgends angeboten, die über Glas möglich sein sollen, allerdings stehen solche Anschlüsse sicher nicht auf einer Preisliste.
Beruflich habe ich die letzte Jahre auch einige Kabelanschlüsse betreut/betrieben. Dabei waren auch 2 Glasanschlüsse die wir sogar extra bauen ließen. Aber auch da trotz CompanyEnterprise Produkt mini Fibrenode nach dem Glas und dann per DOCSIS Modem den Anschluss geschaltet.

Trotzdem gutes Gefühl schon mal das passende Medium für die Zukunft im Haus zu haben. Mal schauen wann die Faser auch mal nativ verwendet werden kann.
Kam bei uns übrigens noch ein Jahr früher in 2013 in den Neubau.

Gruß
Benni
 

vsnap

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Hallo zusammen,
danke für die Rückmeldungen. Leider scheint es also noch zu dauern. Ich hab damals auch direkt bei KabelBW noch angefragt um FTTH zu bekommen, denen ist fast der Kopf geplatzt, die waren nicht mal in der Lage mir nen Preis zu nennen.

Da der Feinbelag unserer Straße erst 5 Jahre alt ist, wird da so schnell kein Bagger kommen, selbst Microtrenching halte ich für ausgeschlossen. Ich bin gut versorgt, VDSL250 reicht ewig und 1Gbit via Kabel wäre auch drin. Aber ich werde kein Geld an Vodafone mehr überweisen, wenn da nicht ne native Faser anliegt.

Danke für eure Meinungen!
vsnap
 
Bastler

Bastler

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Ich gehe stark von einer Pseudoglasfaser aus. Dabei wird lediglich Glasfaser statt Coaxkabel als Medium ins Haus genutzt. Als Anschlusstechnik hast du aber trotzdem DOCSIS und damit auch alle Nachteile davon.
Bei Ex-UMKBW gibt es auch bis heute gar nichts anderes als RF over fiber.
 

h00bi

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Da der Feinbelag unserer Straße erst 5 Jahre alt ist, wird da so schnell kein Bagger kommen
das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
Wenn es was zu buddeln gibt wird auch gebuddelt, egal wie neu die Straße ist.
Aber generell werden eher Gehwege aufgerissen als Straßen.
 

vsnap

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das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
Wenn es was zu buddeln gibt wird auch gebuddelt, egal wie neu die Straße ist.
Aber generell werden eher Gehwege aufgerissen als Straßen.

Kein Gehweg, nur Straße. Die Stadt stellt sich da quer, wegen Haftung, etc. Jeder Aufriss ist ja auch eine Verletzung im Gefüge des Straßenbelags, das kann ich schon nachvollziehen.
 
Soldierofoc

Soldierofoc

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Dann hätte die Kommune bei der damaligen Sanierung vorausschauender planen müssen und direkt zumindest Speedpipes verlegen. Das wird hier im Umkreis in allen Kommunen mittlerweile so gehandhabt. Wenn eine Straße neu asphaltiert wird bzw. auch Tiefbau dabei ist, wird direkt eine Speedpipe bis an die jeweiligen Häuser gelegt.
 

Joerg123

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kostet halt alles Geld :)
zudem wird hier nur von einer neuen Asphaltschicht gesprochen, dabei müssen keine grossen Tiefbauarbeiten durchgeführt worden sein, bei denen man ein Leerrohr hätte mit verlegen können.
 

vsnap

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Dann hätte die Kommune bei der damaligen Sanierung vorausschauender planen müssen und direkt zumindest Speedpipes verlegen. Das wird hier im Umkreis in allen Kommunen mittlerweile so gehandhabt. Wenn eine Straße neu asphaltiert wird bzw. auch Tiefbau dabei ist, wird direkt eine Speedpipe bis an die jeweiligen Häuser gelegt.
Die Kommune wollte Geld und hat alles von nem Immobilienkonzern machen lassen. Vodafone hat Speedpipes gezogen, Telekom hat noch Kupfer verlegt. Die Kommune selbst hat nichts verlegt, aber so schlau sind auch die wenigsten.
 

Joerg123

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man muss dabei auch vorsichtig sein, wenn man die Frage stellt, wofür die Einwohner "gerne" zahlen möchten.
Hier im Forum und seinen Mitgliedern muss ich da nicht nach fragen, aber auch hier lebt man in seiner Blase :) Das wird immer dann deutlich, wenn User berichten, dass Deutsche Glasfaser, Gigafaser, Telekom sich seit Monaten bemühen die Mindestgrenze an Kunden zu gewinnen, bevor ein Ausbau gestartet wird und vielfach wird das ja auch einfach nix, wie ich das mitbekomme benötigt man eine Anschlussquote von 40% rum.
Von daher, mein völlig zufriedener Nachbar und sein 16MBit/s DSL-Anschluss (VDSL sogar technisch möglich) wäre ebenfalls in der Gruppe , liegt die Zustimmung zu solchen Ausbaumassnahmen = Kosten vielfach deutlich unter 50%. Find ich auch erschütternd :) ist aber eben so (die Alten werden einfach zu alt *g*)
 
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