Kapazität eines Hausanschlusses, Gigabit Docsis-3.1, Reihenschaltung

Diskutiere Kapazität eines Hausanschlusses, Gigabit Docsis-3.1, Reihenschaltung im Unitymedia allgemein Forum im Bereich Rund um Unitymedia; Hallo allerseits, folgende Ist-Situation: In einer Liegenschaft ist ein Kabelanschluss von UnityMedia/Hessen, jetzt Vodafone vorhanden WISI XU47...

bitschuckler

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Hallo allerseits,
folgende Ist-Situation:
In einer Liegenschaft ist ein Kabelanschluss von UnityMedia/Hessen, jetzt Vodafone vorhanden WISI XU47.

Dieser mündet via Koax in einen Verstärker HVO V38 P Breitbandverstärker.
Hier gehen zwei Kabelendkunden ab, zusätzlich eine ca. 20m lange Leitung zu einem weiteren
Verstärker HVO V38 P Breitbandverstärker.

Hier hängen 12 (!) Partien dran mit gemischten Verträgen, maximale Ausbaugeschwindigkeit derzeit wohl 500/25 Red Internet & Phone 500 Cable.

Alle Anschlüsse beider Verstärker teilen sich also den einen Hausanschluss.

Fragen dazu:
Welche Kapazität hat eigentlich der eine zentrale Hausanschluss, an dem beide Verstärker in Reihe angeschlossen sind? Ist der erste Verstärker gegenüber dem dahinterliegenden zweiten privilegiert?
Lasten alle am 2. Verstärker (12 Partien...) ihren Anschluss aus (z.B. 500 Mbit download) , was bedeutet das dann für den Einzelnen?

Und: Können diese Verstärker Docsis-3.1 mit Gigabit, macht das bei einem solchen Reihenaufbau überhaupt Sinn, was kommt am Ende bei den Nutzern überhaupt an beim welchen Latenzen?

Fragen über Fragen, sorry, danke und schönen Abend...
 
Soldierofoc

Soldierofoc

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Die Kapazität in einem Mehrfamilienhaus etc. ist nicht vom Anlagenaufbau abhängig.
Die vorhandene Kapazität im Segment (was sich meist etliche Hundert Anschlüsse teilen) wird am Node (Glasfaserübergang) gebündelt.

Am Node stehen etwas über 2,XXGbit zur Verfügung, welche sich alle im Segment teilen. Gibt es hier öfter Einschränkungen in der Bandbreite, so muss der Node gesplittet werden, damit die Last auf einen zusätzlichen Node (im Idealfall 50/50) aufgeteilt wird.

Sprich ob bei dir oder 3 Häuser weiter 5 Anschlüsse dazu kommen hätte dies die gleiche Auswirkung (= mehr Auslastung am Node).
 

robbe

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1. Welche Kapazität hat eigentlich der eine zentrale Hausanschluss, an dem beide Verstärker in Reihe angeschlossen sind?
Es gibt faktisch keine Kapazitätsgrenze, man kann beliebig viele Kunden anschließen, nur die Bandbreite ist begrenzt. Das Kabelnetz ist wie ein Baum aufgebaut. An der "Wurzel" sitzt der Fibernode, welcher ein ankommendes Lichtsignal in ein elektrisches Kabelsignal umwandelt, von da aus verteilt und verästelt sich das Netz durch die Straßen und wird dabei immer wieder auf der Straße und in den Häusern verstärkt, da durch die Verteil- und Leitungsverluste sonst irgendwann kein brauchbares Signal mehr anliegen würde, mit dem ein Modem oder TV Tuner etwas anfangen könnte. Dabei spielt es keine Rolle ob die (beispielsweise) 1000 Kunden innerhalb dieses Baumes überall verteilt sind, oder ob alle an einem einzigen Hausanschluss hängen. Letztendlich landen am Ende eh wieder alle auf einem Kabel, welches im Fibernode mündet.

2. Ist der erste Verstärker gegenüber dem dahinterliegenden zweiten privilegiert?
Ein Verstärker tut nichts weiter, als den Signalpegel anzuheben und ggf. zu entzerren. Wichtig ist, das am Ende bei allen Kunden der ankommende Pegel im Toleranzbereich liegt.

3. Lasten alle am 2. Verstärker (12 Partien...) ihren Anschluss aus (z.B. 500 Mbit download) , was bedeutet das dann für den Einzelnen?
Das bedeutet im Zweifelsfall dass die Bandbreite für alle nach unten geht, insofern die Geamtbandbreite des Nodes erschöpft ist. Wie aber schon gesagt, spielt es dabei keine Rolle wo die Kunden sind. Ob jetzt 12 Kunden an einem Hausverstärker ihre Leitung auslasten oder 12 Kunden in 12 verschiedenen Häusern ihre Leitung auslasten, spielt technisch gesehen keine Rolle, solange sich alle im gleichen Segment befinden.

4. Und: Können diese Verstärker Docsis-3.1 mit Gigabit, macht das bei einem solchen Reihenaufbau überhaupt Sinn, was kommt am Ende bei den Nutzern überhaupt an beim welchen Latenzen?
Wie schon geschrieben, Verstärker tun nichts weiter als ..... das Signal zu verstärkern. Solange diese den Frequenzbereich unterstützen, in dem die Signale aktuell befinden, verstärken sie auch das D3.1 Signal.
 
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MartinP_Do

MartinP_Do

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Der Hausanschluss ist bei der heutigen Kabel-Verteiltechnik nicht die begrenzende Größe für die Internet-Bandbreite.

Über das Koaxialkabel unter der Straße sind alle Hausanschlüsse eines "Segments" sozusagen parallel geschaltet, und teilen sich das verfügbare Spektrum im Kabel...

Das können mehrere hundert Hausanschlüsse sein, die in einem Segment hängen...

Wenn es "eng" wird, wird ein Segment-Split gemacht ... Aus einem großen Segment werden zwei oder mehr kleinere separat per Glasfaser versorgte Segmente ...

Endziel ist wohl eine Glasfaser in jeden Keller ...
 

bitschuckler

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Danke für die erhellenden Antworten. Quintessenz für mich ist dann wohl, dass auch in Reihe geschaltete Hausverstärker und deren Auslastung durch die Endkunden nicht die verfügbare Bandbreite bestimmen, sondern die Auslastung des Segmentes, an dem dann letztendlich auf die überregionale Glasfaser übergeben wird.
Endziel ist wohl eine Glasfaser in jeden Keller ...
Mag sein, aber da ergeben sich dann andere Probleme:
Insbesondere im Bestand ist die (Neu-)Verlegung von Glasfasern bei meist fehlenden Leerrohren problematisch, sei es aus Ästhetik (Aufputz...), sei es aus Denkmalschutzgründen, sei es der Aufwand…
Die Diskussion kenne ich schon von der Telekom: Dort wird selbst in Bestandgebieten meist mit FTTH (also Glasfaser bis zum Endkunden) ausgebaut, die Kombination FTTB/G.fast (Glasfaser in den Keller und die letzte Kurzstrecke zum Endkunden via Kupfer) unter Nutzung der vorhandenen Verkabelung ist nicht möglich.
Und in Gebieten, in denen bereits die Telekom Glasfaser verlegt hat, wird Vodafone wohl kaum einen zweiten Glasfaseranschluss bis in die Häuser legen!?
 
Thema:

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