Internetkabelanschluss realisierbar? Kein HÜP, Kein Rückkanal, Liniennetz? Outdoor Verstärker?

Diskutiere Internetkabelanschluss realisierbar? Kein HÜP, Kein Rückkanal, Liniennetz? Outdoor Verstärker? im Netzausbau und Digitalisierung Forum im Bereich Rund um Unitymedia; Guten Tag, Ich bräuchte eine Einschätzung ob und wie der Kabelinternetanschluss an meinem Standort realisierbar ist? Folgende Situation...

MajorKaparti

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Guten Tag,
Ich bräuchte eine Einschätzung ob und wie der Kabelinternetanschluss an meinem Standort realisierbar ist?
Folgende Situation:

Einfamilienhaus Standort Düsseldorf Baujahr 1986 mit aktivem Fernsehn Kabelanschluss. Darüber würde jahrelang analoges Kabelfernsehen bezogen. Dann gekündigt wegen Umstieg auf Sat-TV.

Vor 2 Jahren habe dann nach einem erfolgreichen Verfügbarkeitscheck Unitymedia 2-play beantragt.
1. Techniker kam hat festgestellt das kein HÜP vorhanden ist und hat einen neuen Termin zum Einbau des HÜP vereinbart.
2. Techniker kam und stellte fest das das Kabel zu dick ist um den HÜP anzuschließen. Nächster Termin vereinbart.
3. Techniker stellte beim Einbau fest das kein Internet über die Kabel vorhanden ist? Sie hat zwar nichts vom Rückkanal gesagt aber ich glaube das Sie das meinte.
Hat sich dann nach dem ich darauf hingewiesen habe den abgeschlossenen Kasten im Vorgarten (siehe Bilder) angeguckt und hat dann etwas ratlos gemeint man müsste den Kasten öffnen aber wer den Schlüssel hat und wer dafür zuständig ist wüste Sie nicht. Mit dem Versprechen das sie das weiterleiten würde ist sie dann gegangen. Seitdem nichts passiert.

Ich weiß nicht in wie weit das relevant ist aber das Netz gehörte der Firma Bosch Breitbandnetze dann ewt multimedia GmbH dann zuletzt war BMB GmbH&Co, eine Unternehmen der Tele Columbus Gruppe, der Vertragspartner.
Wer wäre jetzt zuständig? Wär hätte Zugang zum Kasten?
Der Kasten steht etwa 10m vom Haus entfernt und versorgt wahrscheinlich durch unser Haus über ein Liniennetz die Dreihäuserreihe. (Siehe Bilder) Hinter dieser Reihe steht auch noch eine identische Häuserreihe die vielleicht auch dranhängt. Wenn ich durch das Schlossloch gucke sehe ich genau das gleiche Kabel was bei mir aus der Wand kommt. (siehe Bild)
Wenn dem so wäre würde Unitymedia die Technik im Kasten erneuern? Wirtschaftlichkeit? Entstünden dann Kosten für mich und die Nachbarschaft? Wen kontaktiere ich bei Unitymedia?
Bei der Trassenauskunft habe ich mich angemeldet aber bisher keine Antwort erhalten.
Ich freue mich auf eure Antworten.


Hauseingang_zum_Verteiler.JPGVerteiler_geschlossen.JPGVerteiler_offen_beschriftet.jpgKabel_zum_Nachbarn.JPGKasten.JPGAufschrift_Kasten.JPGKasten_schlüsseloch.JPGKabelloch1.JPG
 
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robbe

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Das sieht mir nach einer maroden Linienanlage aus, welche durch irgendeinen Fremdbetreiber betrieben wird. UM wird wohl nur irgendwo am Anfang der Linie einen Übergabepunkt haben und ab dort endet deren Zuständigkeit. Du müsstest also rausfinden, wer die Anlage betreibt und die müssten entweder dafür sorgen, dass bei dir ein Rückkanal ankommt, oder wenn das technisch garnicht möglich sein sollte, erstmal die Anlage erneuern.
 
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Das sieht, wie schon beschrieben, nach einer ehemaligen Boschanlage aus. Diese wurden teilweise von der Telecolumbus (heute Pyur) übernommen. Wenn diese Anlage noch in dessen Besitz sein sollte, darf UM ohne Genehmigung dort gar nicht erst dran. Falls die Anlage verwaist sein sollte, wird es aber ebenfalls schwierig, da nur wenige Subunternehmen von UM überhaupt Schlüssel von den Kästen haben. Häufig ist es auch so bei diesen Anlagen gewesen, dass aus den Kabeln in den Kästen teilweise Einstrahlungen kamen und somit ein Rückkanal erst gar nicht aktiviert werden konnte.
Bleibt also erst einmal nur die Möglichkeit, bei UM zu erfragen, wenn die Anlage überhaupt gehört
 
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Ja, sieht stark nach (ehemals) Bosch / EWT / TelekolumbusWEST aus. Ich hab noch sonen Schlüssel, aber trotzdem darf ich nicht dran ;).
Bei alten Linienanlagen muss man immer vorsichtig sein, meistens lassen diese sich gar nicht VERNÜNFTIG im Rahmen einer (immer eher "Hau-Ruck"-mäßigen") HSI-Einzelinstallation umbauen, sondern immr nur so, dass es "irgendwie" funktioniert. Auch wenn einem die "Techniker" das anders verkaufen...
Musste das ja selbst früher (u.a. auch in solchen Bosch / EWT / TC West-Anlagen) machen.

Bei Linienanlagen ist die einzige Variante mit der es vernünftig wird ein Vollausbau mit AND-Planung und allem was dazu gehört. Der normale HSI-Techniker hat ja noch nicht mal passende Stecker für die Erdkabel dabei und friemelt da dann nen ÜP als Verbinder dran oder presst Kompressionsstecker auf starre Erdkabel (und merkt noch nicht mal, dass das nicht vernünftig funktioniert) und ähnliche Geschichten - aber das geht zu sehr ins Detail...

Geholfen habe ich nicht, aber dafür wieder was erzählt :D.
 
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MajorKaparti

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@Bastler
Danke fürs Erzählen. 😄 Wer müsste dich den autorisieren damit du dran dürftest? Pyur sollte doch mein erster Ansprechpartner sein da das Netz höchstwahrscheinlich in deren Besitz seinen sollten, oder?
Naja, zumindest weiß ich jetzt das es gehen könnte auch wenn es nicht VERNÜNFTIG sein würde. Was immer das im Endeffekt bedeuten mag? Wäre die Anlage dann störanfällig oder die Bandbreite gering, oder was meinst du damit?
Vollausbau klingt auf jeden Fall teuer und aufwendig und deshalb wohl ein No-Go.
Bis jetzt hab ich ein paar Emails rausgehauten. Die Antworten lassen auf sich warten.
Wie soll ich eigentlich den Verfügbarkeitcheck bei Pyur verstehen. Meine Hausnummer lässt sich nicht finden nur die des Nachbarns und dann ist nicht mal Fernsehn verfügbar obwohl das Fernsehsignal anliegt?
 

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Die erste Frage die sich stellt ist, an wen werden aktuell die Gebühren für den Kabelanschluss überhaupt bezahlt. Daraus lässt sich ggfs. schließen, wem die Anlage überhaupt gehört. Eventuell mal die Nachbarn fragen. Hier sollte es eigentlich nur drei Möglichkeiten geben:

1. An Pyur, dann gehört die Anlage noch denen und UM darf da gar nicht erst dran bzw. nur mit Genehmigung (vor ca. 5 Jahren noch möglich, heute müsste sich der Sub von UM damit beschäftigen und erst einmal die Kontakte knüpfen).
PYUR hatte auch mal einen eigenen Subunternehmer für ihre Anlagen.

2. An UM direkt. Dann gehört die Anlage niemanden mehr. UM könnte dann zwar Arbeiten dort vornehmen, aber die Situation ist ähnlich wie bei 1. Der Sub von UM müsste sich erst die Schlüssel von dem alten Betreiber besorgen und nach dem Zugang zu dem Aussenschrank eine Aufwands- und Kostenschätzung vornehmen.
Ob das jemand machen und bezahlen würde, ist ebenfalls fraglich.

3. Kabelgebühren werden von niemanden mehr bezahlt, da die alten Verträge von PYUR gekündigt wurden. Dann gibt es keinen Besitzer mehr und die Situation ist mit Punkt 2 identisch.

Meines Wissens nach durfte auch kein Sub von UM später mehr an die Anlagen dran, sondern nur noch der Sub von PYUR direkt. Ich glaube das dieses die Fa. Blauert Multimedia gewesen sein dürfte. Aber so ganz im Thema bin ich da seit 3 Jahren nicht mehr. Nach einer eventuellen Klärung wer überhaupt da dran darf, kommt natürlich noch die Frage nach der Umsetzbarkeit und der Kosten.
 
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Danke fürs Erzählen. 😄 Wer müsste dich den autorisieren damit du dran dürftest?
Wie mein Vorschreiber schon schrieb, bis vor ca. 5 Jahren durften (ausgewählte) Subs von UM noch an diesen Anlagen unter bestimmten Umständen herumschrauben (eigentlich nur Verstärker tauschen und das allernötigste um Rückkanal bis in die Wohnung zu bringen, nicht so wie bei normaeln Installationen). Inzwischen muss jeder Einzelfall extra geklärt werden, damit es dazu kommt, muss man aber überhaupt erst mal bestellen können. Geht das denn aktuell überhaupt, also kann man lt. Verfügbarkeitscheck an dieser Adresse noch bestellen?
 
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MajorKaparti

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Ja, der Verfügbarkeitscheck fällt weiterhin positiv aus. Dort werden mir sogar bis 400 Mbit/s versprochen.
Ich werde nächste Woche noch mal bestellen damit was ins Rollen kommt. Nochmals Dankes an euch für die Auskünfte.
 

Hemapri

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Das liegt daran, dass die Adresse über das private Erdkabelnetz als mitversorgt eingetragen ist. Ich betreue auch so ein Gebiet, wo es mal eine private Kopfstation gab, welche über ein gemischtes Erdkabel und Häusernetz ein Wohngebiet über mehrere Straßen versorgt. Der ÜP befindet sich ganz oben auf dem Berg in einem Betonbunker, wo mal die Antennentechnik drin war. Alte Schaltschränke gibt es auch noch. Den Schlüssel besitzt ein Anwohner im Wohngebiet, der das Netz etwas kennt, denn dieses ist von den Betreibern schon längst aufgegeben. Teilweise befinden sich Verstärker in den Schuppen von Anwohnern. Will dort jemand einen Internetanschluss, so wurde der betreffende Strang modernisiert, sprich die Verstärker, Abzweiger und Verteiler ausgetauscht. Mittlerweile wurde alles modernisiert und sogar ein Stück Kabel ausgetauscht, weil defekt. Man kann also auch mit dem alten Quark was anfangen und diese Anlage stammte immerhin aus den 60er Jahren.

MfG
 
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Man kann also auch mit dem alten Quark was anfangen und diese Anlage stammte immerhin aus den 60er Jahren.
Kann man auch. Aber nicht so, wie das im HSI-Geschäft läuft (einfach drauf los bauen, keine AND-Brechnung, keine passenden Aramturen verwenden sondern ÜPs oder gar (totales no-go) einfache Kompressionsstecker auf Erdkabeln, einpegeln ohne Wobbeln usw. ).
 
Thema:

Internetkabelanschluss realisierbar? Kein HÜP, Kein Rückkanal, Liniennetz? Outdoor Verstärker?