Hat UM als Provider Einsicht in die Internetaktivitäten?

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gikihubenu

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Grundlegende Frage:

Hat UM als Provider eigentlich Einsicht in die Internetaktivitäten?

Also wann man online ist, welche Seiten man besucht usw. und sofort ?
 
Torsten1973

Torsten1973

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Theoretisch ja, aber aktuell werden die Daten nicht gespeichert.
 
wwerner

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Ich denke mal JA - auch wenn sowas wohl niemals öffentlich bejaht werden würde!
Und falls UM nicht direkt solche Daten auswerten kann dann bestimmt "staatsschützenden Unternehmen" die auf alle Daten Zugriff erhalten müssen.
 

vnheilig

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Anonym bist Du mit einem UM-Anschluss definitiv nicht, das steht fest. Ich werfe einfach mal die Seite http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Speicherdauer#Unitymedia in den Raum.
"Verkehrsdaten werden nur noch im Rahmen der Vorgaben der §§ 96, 97, 100 TKG für Abrechnungszwecke sowie zur Missbrauchsbekämpfung und Störungsbehebung gespeichert."
 
boba

boba

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Nein. Es gibt in Deutschland keine Vorratsdatenspeicherung. Die Gerätschaft dazu wird zwar existieren, weil ein entsprechendes Gesetz mal existiert hat, wird aber aufgrund der bekannten Urteile des Bundesverfassungsgerichts nicht eingesetzt, weil es verfassungswidrig ist. Tolle Sache übrigens, die dazu von den deutschen Internetprovidern bereitzustellende Technik hat hunderte von Millionen gekostet. War alles verfassungswidrig angeordnet. Das Geld dafür bezahlt natürlich der - immerhin nicht mehr überwachte - Steuerzahler, denn das war mit Sicherheit alles steuerlich absetzbar.

Heute gespeichert werden aus technischen Gründen nur die vom Kunden verwendeten IP Adressen, für einen begrenzten Zeitraum. Es wird gespeichert, wer in welchem Zeitraum welche Ip Adresse verwendet hat. Da sich bei Unitymedia die Adressen nur sporadisch ändern, ist so ein Datensatz höchst einfach: "01.MM.YYYY-31.MM.YYYY aaa.bbb.ccc.ddd". Fertig. Welche Verbindungen mit dieser Adresse aufgebaut wurden, oder was gar über solche Verbindungen abgerufen wurde, das wird vom Provider nicht erfasst.
 

MartinP_Do

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... Die Gerätschaft dazu wird zwar existieren, weil ein entsprechendes Gesetz mal existiert hat, wird aber aufgrund der bekannten Urteile des Bundesverfassungsgerichts nicht eingesetzt, weil es verfassungswidrig ist.
Wenn man die "Lausch-Kisten" nicht inzwischen verschrottet hat, könnte es sein, dass die bei staatlich angeordneter Reaktivierung gar nicht mehr mit dem inzwischen um ein Vielfaches angestiegenen Internet-Verkehraufkommen fertig würden ...
 

why_

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Hier geht es ja gar nicht um "Verkehrsdaten", sondern Daten die zur Abuse Bekämpfung genutzt werden. Und mich würde es nicht wunder wenn die einen Fulldump von 0.0.0.0/0 Port 25 machen. Das machen ja sogar diverse Rechenzentrumsbetreiber.

Bezüglich Vorratsdatenspeicherung, manche machen es halt einfach trotzdem, wenn man schon dafür Geld ausgegeben hat. https://heise.de/-4263124
 

rv112

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Ist doch fast alles verschlüsselt heutzutage und wer die UM DNS nutzt ist selbst Schuld.
 
boba

boba

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@why_ Du magst den Begriff "fulldump", nicht wahr? Das ändert nichts an der Tatsache, dass ohne Einverständnis der Beteiligten bzw. ohne richterliche Anordnung bei konkretem Verdacht weder Verbindungsdaten noch Verbindungsinhalte aufgezeichnet werden. Nicht einmal zu rein technischen Debugging-Zwecken kann man Inhalte aufzeichnen, ohne dass es explizite Vereinbarungen und Zustimmungen von Seiten derjenigen gibt, deren Daten zu Debugging-Zwecken aufgezeichnet würden.
 

GoaSkin

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Man sollte sich über das Google- oder Apple-Konto im Smartphone mehr Gedanken machen, als über Daten, die Unitymedia speichern könnte.
 

altercurrent

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Als Provider haben die (theoretisch) Zugang auf den Datenstrom aller Kunden. Auf der anderen Seite dürfen die es (ohne gerichtliche Verordnung oder bestätigten Verdacht) nicht speichern.

Wenn du aber glaubst der Provider loggt alles mit, dann wäre einer der Alternativen sich über Produkte von VPN-Anbietern schlau zu machen.
 

PaulchenK

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Über VPN sollte man nicht nachdenken, sondern machen. Vor allem unterwegs.
Kriterien bei der APP Auswahl sind (meine persönlichen) Anzahl und Verfügbarkeit
der Server und die Bandbreite.
 

addicted

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Seinen VPN-Anbieter sollte man niemals anhand einer Smartphone-App auswählen.
 

GoaSkin

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Was soll der Quatsch mit dem VPN-Anbieter? Wenn die Vorratsdatenspeicherung wieder Thema sein sollte, dann gelten für VPN-Anbieter die selben Regeln. Unabhängig davon gibt es keinen Grund, zum Anlass zu nehmen, dass die VPN-Anbieter seriöser als die ISPs sind und weniger Daten speichern. Behaupten, dass nichts gespeichert wird kann jeder. Überprüfen kann es niemand.
 

dcdead

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Was soll der Quatsch mit dem VPN-Anbieter? Wenn die Vorratsdatenspeicherung wieder Thema sein sollte, dann gelten für VPN-Anbieter die selben Regeln. Unabhängig davon gibt es keinen Grund, zum Anlass zu nehmen, dass die VPN-Anbieter seriöser als die ISPs sind und weniger Daten speichern. Behaupten, dass nichts gespeichert wird kann jeder. Überprüfen kann es niemand.
Weil viele VPN-Anbieter eben außerhalb der jeweiligen Jurisdiktion liegen und somit nicht an die selben Gesetze gebunden sind, wie die Internetanbieter in deinem Land. Beispielsweise NordVPN, die in Panama sitzt und muss sich deswegen keinen Gesetzen beugen, die mit Datenspeicherung und Berichten zusammenhängen. Auch andere wie PrivateInternetAccess (sitzt in den USA), hat sich bereits mehrfach mit den Behörden angelegt und keine Logs ausgegeben.
 
boba

boba

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Und du glaubst wirklich, dass irgendein vpn Provider in Panama deinen Daten ein höheres Schutz- und Sicherheitsniveau gewährleistet als dein lokaler ISP? Panama ist kein Hort herer und reiner Demokratie, auch kein Vorzeigebeispiel für einen Rechtsstaat.
Nach dem Korruptionswahrnehmungsindex (Corruption Perceptions Index) von Transparency International lag Panama 2017 von 180 Ländern zusammen mit Brasilien, Kolumbien, Indonesien, Peru, Thailand und Sambia auf dem 96. Platz, mit 37 von maximal 100 Punkten.
Niemand weiß, was sich dort hinter den Ausgangsservern des vpn-Providers tummelt. Vielleicht hängen da ja auch Mitschneide-Boxen für Industriespionage oder phishing? Der Unterschied dort zu hier ist, dass man weiß, was hier aufgezeichnet wird (aktuell: nichts), dort hingegen ist es unbekannt. Es würde dort auch keine Sau interessieren, ob man dort irgendeinen Europäer aufzeichnet und dessen Daten dann weiterverwendet. Das bedeutet, du genießt dort mit deinen Daten überhaupt kein Schutzniveau. Das einzige, was du hast, ist ein Versprechen des vpn-Providers, getätigt zu Marketingzwecken.
 

addicted

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Die Server stehen nicht in Panama, der Unternehmenssitz ist dort. Es geht um die rechtlichen Rahmenbedingungen, nicht um die Infrastruktur.
Das Unternehmen selbst stammt auch nicht aus Panama. Es sind oft Europäer oder Amerikaner, die diese Unternehmen gründen und betreiben.

Wenn Du schon Wikipedia bedienst, hättest Du das ja auch mal kurz nachgucken können. Die Spionageboxen haben wir übrigens in Deutschland, dort sind ISPs und Backbone/IX-Betreiber verpflichtet, diese vorzuhalten.

Und jetzt sag mir nochmal, wo Deutschland auf irgendeinem Korruptionsindex steht?
 
boba

boba

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Deutschland steht an 12. Stelle, allerdings ist der Abstand nach oben außer bis zu den ersten beiden (Neuseeland und Dänemark) nicht so wahnsinnig groß.
Ansonsten verlagert es die Stellen, auf die man seine Aufmerksamkeit richten muss, auf die Ausgangspunkte der VPNs. Stehen die in der EU, unterliegen sie derselben prinzipiellen Gesetzgebung wie die des in Deutschland ansässigen ISP.
 

GoaSkin

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Unabhängig davon dürfte es ziemlich schwierig sein, als europäisches Unternehmen in Panama einen VPN-Anbieter mit guter Anbindung aufzubauen. Die Briefkastenadresse in Panama ist hingegen ziemlich leicht realisierbar und erzählen, ein echtes panamisches Unternehmen zu sein kann jeder, wenn der Tag lang ist.

Irgendwie ist die ganze Diskussion und auch die Idee dahinter absolutes Bildzeitungsniveau.
 

altercurrent

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Ich verstehe nicht wie die Diskussion auf Diskreditierung von VPN-Anbietern und Bashen Panamas geschweift ist.
Es bestreitet niemand dass Vertrauen die Voraussetzung ist wenn Dienstleistungen im Internet erworben werden. Etwas Recherche muss seitens des Nutzers selbst kommen um sein Gewissen mit der Entscheidung im Einklang zu bringen.

Der Rat gilt für diejenige die sich im Netz sicherer bewegen wollen; das Vertrauen hingegen muss der-/diejenige trotzdem, ob dem Provider oder VPN-Anbieter, schenken können.

Letztlich ist die bessere Variante, meiner Meinung nach, seinen eigenen VPN-Server zu betreiben (nicht unbedingt in Deutschland gehostet), was dann mit etwas Know-How und Aufwand verbunden ist.
 
boba

boba

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Das generelle Problem mit solchen Lösungen wie einem vpn ist, dass manch einer denkt, mit vpn ist sicherer als ohne vpn, obwohl das verwendete vpn an anderer Stelle Lücken hat, die ausgenutzt werden. So dass es letztlich unsicherer ist das vpn zu benutzen als es nicht zu benutzen.

Das sind Stellen, an die man überhaupt nicht denkt oder nicht von ihnen weiß, dass sie überhaupt existieren. Deshalb kann man keine generellen Aussagen in dem Bereich treffen. Will man sowas einsetzen, muss man genau das vpn, was man einzusetzen gedenkt, benennen und entsprechend untersuchen oder untersuchen lassen. Außerdem gehört der Verwendungszweck dazu, denn je nach Verwendungszweck sind völlig verschiedene Angriffs- und Verteidigungsszenarien denkbar, bei denen sich die jeweilige vpn's jeweils geeignet oder ungeeignet ergeben können.
 

GoaSkin

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Ich verstehe nicht wie die Diskussion auf Diskreditierung von VPN-Anbietern und Bashen Panamas geschweift ist.
Weil es bei der Diskussion im Prinzip darum geht, dass UM illegalerweise Daten sammeln könnte (was niemand wissen kann) man sich doch lieber einen VPN-Anbieter in Panama suchen sollte (dem man mal unterstellt, dass er das nicht tut, ohne dass man auch das überhaupt wissen kann). Es wird über etwas spekuliert und in der Konsequenz über eine andere Sache spekuliert und es bleibt Spekulation, egal wie viel man darüber redet.

Es ist faktisch für niemanden überprüfbar, wie ein Provider arbeitet und auch nicht, wie ein VPN-Anbieter arbeitet. Egal ob in Panama oder hier. Es gibt faktisch überhaupt keinen Grund zu glauben, dass ein VPN-Anbieter in Panama sorgfältiger mit den Nutzerdaten umgeht und dieser Aufwand irgend einen Sinn macht, zumal es vermutlich überhaupt keinen rein panamaischen VPN-Anbieter gibt, den man sich zu Nutze machen könnte und falls doch, die Datenrate dorthin eher schlecht ist. Wenn ich spontan nach einem Anbieter suche, dann begegnen mir nur welche, die Serverstandorte in aller Welt haben, darunter u.A. in Panama und ihren Firmensitz nochmal ganz woanders.
 

why_

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Der Unterschied ist halt das der VPN Anbieter von dir nur die Wegwerf Email + Bitcoin Adresse hat, während UM alles über dich hat. Allein dadurch hat man schon mehr Privatsphäre erreicht als UM jemals bieten kann.
 
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