Lügnerischer Akquiseversuch?

Diskutiere Lügnerischer Akquiseversuch? im Unitymedia allgemein Forum im Bereich Rund um Unitymedia; glaubst du wirklich ? wenn nicht UM, wer sonst ? wenn UM >und niemand anders als UM< für die unerlaubte Weitergabe von Daten erstmal eine höhere 5...

Joerg123

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Was will UM denn machen?... Ein UM-Mitarbeiter hält sich dran, einen Vertriebspartner hat UM aber nicht unter Kontrolle. Der kann letzlich machen, was er will und UM hat daavon keine Kenntnis.
glaubst du wirklich ?
wenn nicht UM, wer sonst ?
wenn UM >und niemand anders als UM< für die unerlaubte Weitergabe von Daten erstmal eine höhere 5 bis 6stellige Summe gezahlt hat + der Ansage "beim nächsten mal wird's dann wirklich teuer", dann glaub mir, die Praxis würde sich ändern und zwar ganz schnell (eventuell auch erst nachdem es "wirklich teuer" geworden ist und erneuter Ansage, im Wiederholungsfall ver x-fachen wir die Strafe erneut :D
niemand anders als UM ist dafür verantwortlich was der Medienberater zu sehen bekommt und wenn einem externen Medienberater Zugriff auf die Kundendaten gegeben wurde, obwohl dies vom Kunden eindeutig abgelehnt wurde, dann liegt das ausschliesslich im Verantwortungsbereich von Unitymedia.
 

GoaSkin

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Wenn bei Unitymedia intern etwas schief gelaufen ist, wodurch unseriöse Vertriebe an die Daten gekommen sind, dann wird das Unitymedia jetzt kaum an die große Glocke hängen und dazu gar Pressemittellungen rausgeben. Das muss aber nicht heissen, dass es deswegen unternehmensintern keinen Ärger gibt. Und für Unitymedia ist dieser Vorfall sicherlich genauso ärgerlich, wie für die Kunden.
 

Hemapri

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Wie gesagt, ich war selbst Vertriebspartner und niemand von UM hat sich darum geschert, was ich praktisch irgendwie und irgendwo gemacht habe. Es ist auch nichts schief gelaufen, so dass Vertriebspartner an die Daten kamen. Als Vertriebspartner hat man legalen Zugang zu allen Kundenstammdaten, Vertragsdaten und Kontoverbindung. Die kann man jederzeit abrufen, filtern und bearbeiten. Man sieht auch, ob der Kunde es abgelehnt hat, kontaktiert zu werden oder nicht. Niemand hält einen aber auf, dieses zu missachten. So ist die Lage und wenn da etwas geändert werden soll, dann sollen sich Leute drum kümmern, die mehr Geld dafür bekommen, als wir. Ich kann nur dafür plädieren, dass bei rechtswidrig zustande gekommenen Verträgen Strafanzeige erstattet werden soll. Widerspruch oder der Versuch, UM zu überzeugen, ist gar nicht notwendig. Ein solcher Vertrag ist nicht rechtsgültig.

MfG
 

GoaSkin

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Es gibt in diesem Zusammenhang Dinge, die ich selbst nicht wissen sollte, aber es hat jemand einwenig aus dem Nähkästchen geplaudert.
 

Hemapri

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Dann sollte sich doch mal jemand finden, der da juristisch was machen kann.

MfG
 

GoaSkin

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Vielleicht wird ja da juristisch was gemacht. Wer weiss?
 

MartinP_Do

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robert_s

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Ob das bei "Vertriebspartnern" der Telekom viel besser ist?
Die Telekom hat keine Partner, sondern eine eigene Tochtergesellschaft namens Vivento für diesen Zweck:
https://www.stern.de/wirtschaft/news/gravierende-sicherheitsluecke-der-telekom-code-3740412.html
Die Callcenter-Mitarbeiter bei Vivento konnten sich mit einer simplen Kombination in die Telekom-Datenbank "Cosma" einwählen. Einzutippen war der Code "start01" sowie eine für alle gültige Zahlenkolonne plus Nachname und Anfangsbuchstabe des Vornamens. Schon war man drin und konnte von jedem Festnetzkunden der Telekom Anschrift, Telefonnummern und Mails sowie alle laufenden Verträge aufrufen.
 

MartinP_Do

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Ob das bei "Vertriebspartnern" der Telekom viel besser ist?
Die Telekom hat keine Partner, sondern eine eigene Tochtergesellschaft namens Vivento für diesen Zweck:
https://www.stern.de/wirtschaft/news/gravierende-sicherheitsluecke-der-telekom-code-3740412.html
Die Callcenter-Mitarbeiter bei Vivento konnten sich mit einer simplen Kombination in die Telekom-Datenbank "Cosma" einwählen. Einzutippen war der Code "start01" sowie eine für alle gültige Zahlenkolonne plus Nachname und Anfangsbuchstabe des Vornamens. Schon war man drin und konnte von jedem Festnetzkunden der Telekom Anschrift, Telefonnummern und Mails sowie alle laufenden Verträge aufrufen.
https://www.telekom-profis.de/?c=pwa_sea&wt_mc=lead.sea-tp&gclid=EAIaIQobChMIt_--oOHl4QIV0Od3Ch2uoAeZEAAYASAAEgLef_D_BwE

und dann noch

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/unserioese-vertriebspartner-telekom-spuert-datenleck-auf-1.50279
 

GoaSkin

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Telekom-Vertriebspartner, die sich am Telefon als Telekom ausgeben und nur auf Provisionen aus sind, gibt es haufenweise.

Das muss aber nicht heissen, dass die Telekom gleichermaßen umfangreiche Daten rausgibt.
 

nmatthias

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Wenn bei Unitymedia intern etwas schief gelaufen ist, wodurch unseriöse Vertriebe an die Daten gekommen sind, dann wird das Unitymedia jetzt kaum an die große Glocke hängen und dazu gar Pressemittellungen rausgeben. Das muss aber nicht heissen, dass es deswegen unternehmensintern keinen Ärger gibt. Und für Unitymedia ist dieser Vorfall sicherlich genauso ärgerlich, wie für die Kunden.
Da ist NICHTS "schiefgelaufen" - wenn das ein "unseriöser" Trittbrettfahrer wäre, dann hätte UM alle Möglichkeiten, den loszuwerden bis hin zu dessen völligem Bankrott! Fängt mit Logonutzung an, geht über Sperrung des Zugangscodes für die Kundendaten weiter ... (und ja, man kriegt ganz schnell raus, über welchen Zugang die reinkommen. Man rufe einfach mit einer Kundennummer beim Vertriebs"partner" an und finde heraus, wer genau zu der Zeit auf den Kundendatensatz zugreift. Darf man das? Hmmm .... darf man anrufen, wenns der Kunde untersagt hat? Macht man Dinge, weil man sie darf oder weil man sie kann? Hmmmm.... )
 

nmatthias

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Was will UM denn machen? Hier geht es um Anrufe von UM. Wenn der Kunde eine solche Sperre wünscht, darf kein UM-Mitarbeiter und auch kein Vertriebspartner entsprechende Handlungen durchführen. Ein UM-Mitarbeiter hält sich dran, einen Vertriebspartner hat UM aber nicht unter Kontrolle. Der kann letzlich machen, was er will und UM hat daavon keine Kenntnis.
Das klingt mir doch sehr naiv und gutgläubig ... wenn ich Dir jetzt sagte, ich sei Dein Enkel, krieg ich dann Deine Ersparnisse?
Vertragsgestaltung könnte helfen: Empfindliche(!) Vertragsstrafe bei Mißachtung, bis hin zur fristlosen Kündigung des Vertragsverhältnisses.
Und die Mißachtung ist ja beweisbar, wenn eine Kundenbeschwerde bei UM aufschlägt.
 

Wechseler

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Als Vertriebspartner hat man legalen Zugang zu allen Kundenstammdaten, Vertragsdaten und Kontoverbindung.
Das dürfte nach der DSGVO ziemlich illegal sein.
Vielleicht einfach mal eine DSGVO-Anfrage bei UM machen, an wen die Daten alles weitergegeben wurden. Das muß nämlich protokolliert werden. Und dann kann man ggf. mal den Datenschutzbeauftragten ein paar Bußgelder verhängen lassen.
 

nmatthias

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Das mit der Weitergabe an Partner der UM hat wohl fast jeder mit Vertragsschluß unterschrieben. Möglicherweise ist das zu wenig detailliert beschrieben, aber prinzipiell ist eine solche Klausel rechtens. Worüber man drankommt ist die "Wahrung des Rechts auf informelle Selbstbestimmung" - wenn ich gegenüber UM sage "keine telefonische Kontaktaufnahme", dann ist UM nicht nur verpflichtet, seine Partner darüber zu informieren sondern hat auch für die Einhaltung durch Partner geradezustehen und hat diesbezüglich spätestens seit DSGVO ein geeignetes System vorzuweisen.
Und die Prüfung, ob die diesbezüglichen IT-Systeme und übergeordneten Prozesse diesbezüglich überhaupt geeignet und DSGVO-konform (weitere einschlägige Gesetze, Verordnungen und Richtlinien könnten natürlich auch betroffen sein) sind, die kann man dem heimischen Datenschutzbeauftragten, zB https://www.baden-wuerttemberg.datenschutz.de/ doch gerne mal nahelegen.
Und dann reden wir dann auch ganz schnell über eine Pflicht zu geeigneten(!) Sanktionen gegenüber unseriös oder widerrechtlich agierenden "Partnern".
 

robert_s

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Das mit der Weitergabe an Partner der UM hat wohl fast jeder mit Vertragsschluß unterschrieben. Möglicherweise ist das zu wenig detailliert beschrieben, aber prinzipiell ist eine solche Klausel rechtens. Worüber man drankommt ist die "Wahrung des Rechts auf informelle Selbstbestimmung" - wenn ich gegenüber UM sage "keine telefonische Kontaktaufnahme", dann ist UM nicht nur verpflichtet, seine Partner darüber zu informieren sondern hat auch für die Einhaltung durch Partner geradezustehen und hat diesbezüglich spätestens seit DSGVO ein geeignetes System vorzuweisen.
Nach meinem Verständnis darf es auch keine "grundlose" Weitergabe der Daten geben. Wenn also der Partner nur dazu da ist, Kunden anzurufen, der Kunde aber Anrufen widersprochen hat, gibt es keine Grundlage für die Weitergabe der Daten. Die Weitergabe von Daten ist nur gestattet, wenn sie für einen explizit vom Kunden zugestimmten Zweck notwendig sind. Nicht für den Zweck notwendige Daten dürfen nicht oder bestenfalls pseudonymisiert übermittelt werden.
 

nmatthias

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Der Ansatz mit der Notwendigkeit gefällt mir! Mal schauen, ob man das verwenden kann ...Danke für den Tipp.
 

nussbaum

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Hallo zusammen,

vielleicht kann ich hierzu noch etwas Erhellendes beitragen.

Meine Ausgangslage ist die übliche: Ich habe der Werbung per Telefon etc. durch UM und UM-Vertriebspartner widersprochen und trotzdem letzte Woche zahlreiche Anrufversuche von Telefonnummern aus Düsseldorf und Berlin erhalten. Meine Beschwerde bei der Bundesnetzagentur verlief wie erwartet erfolglos, weil die Nummern anscheinend aufgesetzt waren.

Nach einiger Recherche gehe ich davon aus, dass sich UM auf ein berechtigtes Interesse nach Art. 21 Abs. 2 DSGVO beruft. Danach kann es gestattet sein, personenbezogene Daten zu verwenden, um Direktwerbung bei Bestandskunden zu betreiben. Der Direktwerbung muss separat widersprochen werden; dies ist, so wie ich das verstanden habe, nicht von dem üblichen Werbewiderspruch abgedeckt. Ein wohl diesbezüglicher Hinweis findet sich im KC unter Kontaktdaten, und zwar genau unter dem üblichen Werbewiderspruch:

"Hinweis: Neben den hier dargestellten Einwilligungen können auf Grundlage anderer Einwilligungen oder gesetzlicher Bestimmungen, Berechtigungen bestehen, Ihre personenbezogenen Daten zu Zwecken der Beratung, Marktforschung und Werbung zu verwenden. Dieser Verwendung können Sie mit Wirkung für die Zukunft widersprechen bzw. Ihre Einwilligungen widerrufen, per Email an [email protected] oder hier im Online-Kundencenter."

Und in den allgemeinen Datenschutzhinweisen: "Sofern im Weiteren personenbezogene Daten aufgrund eines berechtigten Interesses (zum Beispiel Direktwerbung) verarbeitet werden, haben Sie jederzeit das Recht, dagegen Widerspruch einzulegen."

Was meint Ihr dazu?
 

GoaSkin

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Nachdem ich mit der Unitymedia-Hotline gesprochen habe, hat man für mein Kundenkonto zum Einen ein Kundenkennwort festgelegt, dass einem jeder echte Unitymedia-Mitarbeiter auf Nachfrage hin nennen muss, wenn man ihn danach fragt. Fremdfirmen, die sich als Unitymedia ausgeben, sollen das Kennwort nicht haben und darum auch nicht sagen können. Auf diesem Wege soll sich zukünftig leicht herausfinden lassen, was Fake ist und was nicht.

Ferner hat man im System festgelegt, dass es Vertriebspartnern nicht gestattet ist, in mein Kundenkonto Produkte einzubuchen.

Da scheint so Einiges zu gehen, was man nicht selbst im Kundencenter festlegen kann.
 

MartinP_Do

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Hmm,
sehen denn die Fake-Anrufer, ob ein Kundenkennwort festgelegt ist?

Wenn nicht, kann man die Fake-Anrufer womöglich auch damit abwimmeln, dass man sie nach dem Kundenkennwort fragt, auch wenn gar keins festgelegt wurde ;-)
 

nmatthias

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Vielleicht wird ja da juristisch was gemacht. Wer weiss?
Die Staatsanwaltschaft Heilbronn schullijung: Schwäbisch-Hall weiß da was.

Ich hab da mal was geschrieben: https://matthiasausk.blogspot.com/2019/04/neues-vom-telekommunikationsmoloch.html
(Telekomunikationsmoloch-Beiträge sind die klickstärksten überhaupt, da scheints Bedarf zu geben)
 
Thema:

Lügnerischer Akquiseversuch?