Spiegel Artikel über Unitymedia Deal

Diskutiere Spiegel Artikel über Unitymedia Deal im Unitymedia allgemein Forum im Bereich Rund um Unitymedia; Ich bin immer wieder fasziniert, um welche Summen es da geht...
Andreas1969

Andreas1969

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Ich sag nur Halsabschneider :hirnbump:
Da sieht man mal, was passiert, wenn man so was privatisiert.
Theoretisch könnte man den Kunden 1 GBit's Tarife für 10€ monatlich anbieten und würde immer noch genug Gewinne abschöpfen.
 

chrissaso780

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Das ist das Schneeball System.
In Zeiten wo Geld nichts kostet und die Wertschöpfung von Banken unendlich groß ist.
Die Firmen schmeißen mit Banken Geld um sich. Geld das nicht Existiert und vom Staat nicht abgesichert ist.

Natürlich könnten die jeden Kunden Gigabit anbieten.
Geschwindigkeit im Internet ist keine Größe womit man Handel treiben kann.
Lichtgeschwindigkeit bleib Lichtgeschwindigkeit. Es gibt keine Technologie auf der Welt womit man Licht langsamer machen kann.

Die meisten Kunden sind eh weit weg vom Limit was deren Anschluss an Bits Laden könnten.
 

addicted

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Es gibt keine Technologie auf der Welt womit man Licht langsamer machen kann.
Ich mag das ja, wenn Leute solche Aussagen machen.
1. Licht hat eine Lichtgeschwindigkeit im Vakuum. In Material ist Licht deutlich langsamer, in Glasfaser z.B. ist sie recht weit von c entfernt, ich meine es war etwa 2/3.
2. https://www.tagesspiegel.de/wissen/laser-lichtstrahlen-so-schnell-wie-ein-motorroller/10182228.html
 

stevenwort

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Das ist der Hammer, mit welchen Methoden Liberty aus Unitymedia das Geld abgeschöpft hat, kaum Steuern gezahlt hat, und jetzt den fetten Reibach macht.
Infrastruktur in privater Hand fördert leider wie so oft nur die Gier :(
 
boba

boba

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Das ist eine Standardmethode von Private Equity: man nimmt Kredite auf, um mit diesem Geld eine Firma zu kaufen, und bürdet der gekauften Firma dann die Tilgungsverpflichtung der Kredite auf. Man deklariert die Firma dabei als hoch verschuldet, um keine Steuern zahlen zu müssen und um einen harten Sparkurs, üblicherweise auf dem Rücken der Mitarbeiter, in der Firma fahren zu können. In der Regel höhlt das die Firma bis aufs Gerippe aus. Dann verkauft man die Firma, die ihren Kaufpreis sozusagen selbst bezahlt hat, ohne jedoch sich selbst zu gehören, als hoch profitabel, ohne dass der Käufer ahnt, dass die Firma innen drin völlig ausgehöhlt ist. Bin etwas irritiert, dass Unitymedia das Opfer solcher Methoden geworden ist. Bei so einem bekannten Unternehmen hätte ich das jetzt nicht erwartet, und dass Vodafone sowas mitmacht, indem es einen völlig überteuerten Preis für Unitymedia zahlt, irritiert mich ebenfalls.

Das als verschuldet deklariert werden und sich selbst bezahlen müssen ohne sich freizukaufen kennt man übrigens aus Feudalismus, Leibeigenschaft und der Sklavenhaltung. Hier halt nur statt auf Menschen auf Unternehmen angewendet.
 

chrissaso780

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Ich würde die Liberty nicht als solche Firma Bezeichnen. Das Geschäft Modell von der Liberty ist nicht Firmen kaufen und dann wieder zu verkaufen.
Für solche Geschäfts gebären ist die Liberty schon zulange Eigentümer von UM. 9 Jahren wo die Liberty schon Eigentümer ist. Die Liberty hätte dann bestimmt auch nicht Kabel BW noch dazu gekauft.
Die Liberty scheint mir eine Firma zu sein die auch sehr schnell beleidigt von dannen zieht wenn sich ein gewisser Erfolg sich nicht einstellt. Die meisten Firmen haben in der Branche sowas schon gemacht. Sogar Vodafone.
Vodafone will einfach so sehr das Netz haben auch dann wenn die 3 Saltos Rückwärts machen müssen. Für Vodafone ist Deutschland der wichtigste Markt.
 

h00bi

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Man muss nur mal sehen was Liberty/UM in BW gemacht haben.
Früher, zu ADSL 6-16Mbit Zeiten haben sich die Leute die Finger geleckt nach KabelBW Anschlüssen. Und nicht nur wegen der höheren Bandbreite sondern weil die Qualität eines KabelBW Anschlusses in allen Belangen einem Telekom Anschluss überlegen war. Die habe das so runter gewirtschaftet dass UM bei der Qualität irgendwo im Bereich von 1&1 rangiert.
 

Dragon

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Theoretisch könnte man den Kunden 1 GBit's Tarife für 10€ monatlich anbieten und würde immer noch genug Gewinne abschöpfen.
Da du das als Tatsache hinstellst, kannst du ja sicher deine Rechnung herzeigen. ;) Die abgeflossenen 3,8 Milliarden hätten für eine so drastische Preissenkung grob überschlagen bei weitem nicht ausgereicht.
Wo? Hier wurden zwar Steuern vermieden und auf Kredit gelebt, aber ein Schneeballsystem ist etwas völlig anderes.
Die Liberty scheint mir eine Firma zu sein die auch sehr schnell beleidigt von dannen zieht wenn sich ein gewisser Erfolg sich nicht einstellt.
Liberty Global würde gerne Internet, Fernsehen und Mobilfunk bündeln und das können sie in Deutschland nicht. Mit nur 3 Bundesländern ist das Kabelnetz zu klein und der Mobilfunkmarkt ist bereits aufgeteilt. Telekom und Vodafone spielen in einer anderen Liga.
Da konzentriert man sich lieber auf andere Märkte...
 

chrissaso780

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Liberty Global würde gerne Internet, Fernsehen und Mobilfunk bündeln und das können sie in Deutschland nicht. Mit nur 3 Bundesländern ist das Kabelnetz zu klein und der Mobilfunkmarkt ist bereits aufgeteilt. Telekom und Vodafone spielen in einer anderen Liga.
Da konzentriert man sich lieber auf andere Märkte...
Ist ja deren gutes Recht wenn gewisse Ziele nicht mehr erreicht können das die besagte Firma auch wieder zu Verkaufen. Andere Firmen machen das ja auch nicht anders. Vodafone hat auch schon viele Firmen besäßen. Die Telekom hätte ja am liebsten ihr T-Mobile USA auch schon lange verkauft.

Die Liberty hätte ja am liebsten vor 3 Jahren schon Unitymedia an Vodafone Verkauft. An den Tag wo Vodafone Kabel Deutschland bekommen hat da hat die Liberty UM aufgegeben.

Das Thema zur Finanzierung. Die Vorgehensweise scheint wohl Standard zu sein. Andere Firmen gehen genauso vor.
 

Mops21

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Hallo ihr

Könnte auch hier rein passen

So schlüpft Unitymedia in Deutschland durchs Steuersystem

Wenn in Deutschland in den vergangenen Jahren über Steuersparmodelle von Unternehmen diskutiert wurde, ging es meist um die großen Namen wie Amazon, Google, Apple oder Facebook.

http://www.digitalfernsehen.de/So-schluepft-Unitymedia-in-Deutschland-durchs-Steuersystem.172550.0.html

MfG
Mops21
 
Stiff

Stiff

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Anstatt sich über die Unternehmen aufzuregen, die diese Steuerlücken nutzen, sollte man sich mal Gedanken machen wer diese Lücken überhaupt erst ermöglich.
 

tscheng

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Steht im Artikel:
Dennoch bleiben für multinationale Firmen viele Schlupflöcher. So haben sich die europäischen Staaten bis heute nicht auf Standards wie eine gemeinsame Bemessungsgrundlage für die Körperschaftsteuer geeinigt. "In der EU spielen alle gegen alle", sagt Maiterth. Das Beispiel von Unitymedia zeigt, wie gnadenlos Konzerne die mangelnde Einigkeit ausnutzen - nicht nur im Silicon Valley.

Anstatt sich über die Unternehmen aufzuregen, die diese Steuerlücken nutzen, sollte man sich mal Gedanken machen wer diese Lücken überhaupt erst ermöglich.
Zusammengefasst: Mit dem Verkauf des deutschen Kabelnetzbetreibers Unitymedia an Vodafone wird der Konzern Liberty Global voraussichtlich steuerfrei Milliarden einnehmen. Während Unitymedia im Besitz von Liberty war, zahlte das Unternehmen zudem nur geringe Unternehmensteuern. Minimiert wurde die Steuerlast durch hohe Kredite, die Unitymedia sowohl beim Mutterkonzern als auch bei Dritten aufnahm.
 
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