Glasfaserausbau in 40882 Ratingen, angeblich keine Dienste mehr von Unitymedia

Diskutiere Glasfaserausbau in 40882 Ratingen, angeblich keine Dienste mehr von Unitymedia im Netzausbau und Digitalisierung Forum im Bereich Rund um Unitymedia; Hallo, habe vor einigen Tagen einen Brief der Kommitt Ratingen (eine Firma der Stadtwerke) erhalten, in dem steht, dass ab 1.11.2018 die Kommitt...
MarcoNP

MarcoNP

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Hallo,

habe vor einigen Tagen einen Brief der Kommitt Ratingen (eine Firma der Stadtwerke) erhalten, in dem steht, dass ab 1.11.2018 die Kommitt der neue Betreiber des Kommunikationsnetzes in meinem Wohnort ist. In den letzen Wochen wurden hier in der Gegend auch überall Glasfaser verlegt und an unser Mehrfamilienhaus angeschlossen. Allerdings ist in dem Brief die Rede davon, dass die "alte Koaxialverkabelung von Unitymedia nicht mehr vorhanden" sei und auch "Zusatzangebote dieses Anbieters "nicht mehr genutzt werden" können. Weiter heißt es, dass Bewohner unseres Hauses nicht mehr von Unitymedia versorgt werden können.
Nun stelle ich mir allerdings die Frage, warum das der Fall ist. Die Glasfaserkabel wurden ja bereits verlegt und unser Anschluss funktioniert auch weiterhin tadellos. Ich glaube nicht, dass jetzt nochmal ein drittes mal alle Bürgersteige aufgerissen werden, nur um die Coax-Kabel von UM rauszureißen. Außerdem hat die Kommitt bzw. der damit verbundene Dienstleister rapedoo sehr überzogene Preise (momentan bezahle ich für 3play FLY 400+Telefon-Komfort 44,99€ pro Monat, bei denen würde die 500k Leitung ganze 85€ pro Monat kosten). Wäre mir neu, dass eine Firma die Kunden von einer anderen Firma zum abschließen eines Vertrages zwingen darf :hirnbump:

Irgendwie sehr komisch die ganze Sache, wäre nett wenn mich da jemand ein wenig beraten könnte :winken:
 

Düsseldorfer

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Glasfaser-,Koax- und Telefonleitungen liegen alle parallel in der Straße. Die Hauseinführungen bleiben sicherlich auch alle erhalten. Vermutlich wird der Eigentümer des Mehrfamilienhauses den Unitymediavertrag für die Versorgung gekündigt und eine neue Versorgungsvereinbarung mit der Kommitt abgeschlossen haben. Diese verlegt dann anstatt der Koaxleitungen Glasfaser bis in die Wohnungen. Im Normalfall werden die alten Leitungen innerhalb des Hauses entfernt und auf dem gleichen Weg durch Glasfasern ersetzt.
Somit gibt es dann für UM keine Möglichkeit mehr einzelne Wohnungen mit Internet/Telefon/TV zu versorgen.
Ob der Vermieter neben der Leitung bis in die Wohnung von Kommitt auch noch eine zusätzliche von UM dulden oder erlauben würde und ob dieses überhaupt gebäudetechnisch möglich wäre, kommt auf den Vermieter, das Gebäude und die entsprechenden Verträge mit dem Anbieter an.
 

MartinP_Do

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Wenn das ein offizieller Brief eines Glasfaserproviders ist, wäre das schon merkwürdig.
Sollte das nämlich eine Falschaussage in dem Brief sein, würden die Anwälte von Unitymedia schon die Messer wetzen. Das wäre ein Paradebeispiel von Geschäftsschädigung. Kenne ich eigentlich nur von Telefondrückern, die sich darauf verlassen, dass mündliche Aussagen vor Gericht schwer nachzuweisen sind. Aber schriftlich in einem Brief....

Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass eine große Wohnungsbaugesellschaft ihre Netzebene 4 komplett auf einen anderen NE3-Betreiber umgeschwenkt hat ...

https://www.teltarif.de/internet/tv-kabel/netzebene.html
 
Torsten1973

Torsten1973

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Wenn das ein offizieller Brief eines Glasfaserproviders ist, wäre das schon merkwürdig.
Sollte das nämlich eine Falschaussage in dem Brief sein, würden die Anwälte von Unitymedia schon die Messer wetzen. Das wäre ein Paradebeispiel von Geschäftsschädigung. Kenne ich eigentlich nur von Telefondrückern, die sich darauf verlassen, dass mündliche Aussagen vor Gericht schwer nachzuweisen sind. Aber schriftlich in einem Brief....

Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass eine große Wohnungsbaugesellschaft ihre Netzebene 4 komplett auf einen anderen NE3-Betreiber umgeschwenkt hat ...

https://www.teltarif.de/internet/tv-kabel/netzebene.html
Oder wirklich den Anbieter komplett gewechselt hat - weg vom Kabelnetz hin zum Glasfaser-Anbieter. Das ist primär ja auch nicht schädlich für die Bandbreite, allerdings ärgerlich für die Bestandskunden.
 

MartinP_Do

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Hier ein Artikel:

https://www.golem.de/news/ratingen-ruhrgebietsstadt-baut-komplett-auf-ftth-aus-1701-125334.html
 
Radiot

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im Laufe des Jahres wirst du nen Aushang im Treppenhaus finden das an Tag x die Anlage umgebaut wird, Zugänge zu allen Wohnungen und Kelerräumen vorhanden sein müssen usw. Dann erfolgt erst der Umbau auf Glasfaser, wie das ganze technisch aussieht hat dir Düsseldorfer oben bereits erklärt.
 

tscheng

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Ich vermute die Stadtwerke werden Glasfaser bis in den Keller legen und dann die Wohnungen über die vorhandenen Koaxial-Kabel anbinden. Auf dem Koax in die Wohnung ist dann kein Platz mehr für Unitymedia. Sowas ist m.E. ein Fall für den Regulierer, also die Bundesnetzagentur.
 

robbe

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Sowas kommt immer mal wieder vor. Eine Hausverwaltung entscheidet sich für einen anderen Provider welcher innerhalb des Hauses ebenfalls Koax benutzt. Dann bekommt der vorherige Provider halt ein Vermarktungsverbot in den Objekten. Reguliert wird da garantiert nichts, ist schließlich Sache des Hauseigentümer, wem er seine Coaxkabel zur Verfügung stellt.

Lustig ist das die Kunden dann oftmals völlig überrascht von der Abschaltung, obwohl Monate vorher per Aushang angekündigt, bei Unitymedia eine Störung melden.
Und hin und wieder schicken die dann sogar Techniker raus, obwohl die Hausverwaltung gegenüber UM schon längst die TV Verträge gekündigt und ein Vermarktungsverbot ausgesprochen hat.
 

tscheng

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Schön ist anders. Sowohl technisch als auch aus Gründen der freien Marktwirtschaft, wenn der Verbraucher keine Wahl hat...

...wäre daher schon ein Fall für die Politik/Regulierung.
 

robbe

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Man sollte dem Kunden zumindest die Möglichkeit lassen, zu entscheiden bei welchem Provider er sein will. Jenachdem wird dann das Koax Kabel des Kunden im Keller entweder am Verteilerkasten von Unitymedia odet des anderen Providers angeschlossen.
Sowas hab ich aber noch nie gesehen, meistens entstehen solche Wechsel aus Meinungsverschiedenheiten zwischen der Hausverwaltung und UM. Dann will die Hausverwaltung oftmals garnichts mehr mit UM zu tun haben.
 

robert_s

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Man sollte dem Kunden zumindest die Möglichkeit lassen, zu entscheiden bei welchem Provider er sein will. Jenachdem wird dann das Koax Kabel des Kunden im Keller entweder am Verteilerkasten von Unitymedia odet des anderen Providers angeschlossen.
Was aber auch nur bei Sternverkabelung funktioniert. Gibt es dagegen noch eine Baumverkabelung mit Etagenverteilern, dann kannst Du nicht zwei Kunden am selben Strang auf unterschiedliche Provider legen.
 

robbe

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Man sollte dem Kunden zumindest die Möglichkeit lassen, zu entscheiden bei welchem Provider er sein will. Jenachdem wird dann das Koax Kabel des Kunden im Keller entweder am Verteilerkasten von Unitymedia odet des anderen Providers angeschlossen.
Was aber auch nur bei Sternverkabelung funktioniert. Gibt es dagegen noch eine Baumverkabelung mit Etagenverteilern, dann kannst Du nicht zwei Kunden am selben Strang auf unterschiedliche Provider legen.
Solche Providerwechsel finden meistens bei großen Wohnungsgenossenschaften statt, bei denen idR die Verkabelung in den Objekten modernisiert ist.
 
Radiot

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In Ratingen wird oftwals das Koax durch Glas ersetzt. Kommitt macht FTTH. Bestehende Zusatzdosen werden nur mit TV versorgt soweit möglich.
 

Wechseler

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Ich vermute die Stadtwerke werden Glasfaser bis in den Keller legen und dann die Wohnungen über die vorhandenen Koaxial-Kabel anbinden. Auf dem Koax in die Wohnung ist dann kein Platz mehr für Unitymedia. Sowas ist m.E. ein Fall für den Regulierer, also die Bundesnetzagentur.
Es wird auf jeden Fall teurer als bei UM:
Rapeedo Glasfaser 25 kostet 35 Euro im Monat, 50/5 MBit/s inklusive Telefonie sind für 42,50 Euro erhältlich. Der 100/10-MBit/s-Zugang wird für 47,50 Euro angeboten. Rapeedo Glasfaser 200 (200/20 MBit/s) kostet 55 Euro und der schnellste Zugang Glasfaser 500 (500/50 MBit/s) ist für 89,50 Euro zu haben.
Sehr unterhaltsam ist, daß Geschwindigkeiten, die vor fünfzehn Jahren aktuell waren (25 Mbps ADSL2) über FTTH angeboten werden. :brüll:

Im Ausland, wo es Open Access mit Wettbewerb gibt, kommt über Glasfaser üblicherweise 100, 500, 1.000, 10.000 MBps mit Preisen zwischen 15 und 40 €.
 

DominikB

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"überbaut" heißt, dass man das Vorhandene (aber technisch nicht nutzbare) nochmal baut (aka: zweite Koax zum Teilnehmer einbauen).
 
Radiot

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Im Bereich WoGeRa wird nix überbaut da es sich hier zum Grossteil um mitversorgte Objekte handelt. Ist kein HÜP im Haus hat man Pech. Nach dem Ausbau gibt es auch oftmals keine NE4 mehr dievon UM nutzbar wäre.
 

Düsseldorfer

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Eigentlich ist das doch ganz einfach. Der Vermieter bestimmt den Anbieter für den TV-Empfang und die monatlichen Gebühren sind in den Nebenkosten enthalten.
Parallel befindet sich in jeder Wohnung noch eine Telefonsteckdose. Somit ist eine Versorgung mit TV und Internet vorhanden.
Nun wechselt der Eigentümer den TV-Anbieter, was auch zulässig ist. Hierfür ist eine Modernisierung der vorhandenen Strukturen notwendig. Bedeutet: die Koaxkabel werden durch Glasfaserkabel bis in jede Wohnung ersetzt. Da häufiger diese Kabel durch Leerrohre verlegt sind, bleibt kein Platz mehr für weitere Kabel. Außerdem reden wir hier von einer TV Versorgung die der ET zur Verfügung stellt. Das bisher über diese Kabel auch Internet gelaufen sein könnte, wurde ja vertraglich nicht mit dem ET sondern zwischen dem Mieter und dem Anbieter vereinbart.
Was Radiot auch schon beschrieben hat, handelt es sich häufiger auch um größere Wohnanlagen mit einem zentralen Übergabepunkt des Kabelanbieters. Wenn dieser vom ehemaligen Anbieter abgeschaltet wird, ist so oder so Feierabend. Auch gehen meistens alle Bauteile wie Verstärker, Verteiler und verlegte Kabel nach dem Ablauf eines mehrjährigen Vertrages in den Besitz des Eigentümers über. Es steht auch nirgendwo, dass dieser dann die Anlage aufrechterhalten muss und entsprechende Kosten z. B. für den Strom von mehreren Verstärker weiterhin tragen soll. Es ist den anderen Mietern in solch einer Anlage auch nur schwer zu vermitteln, warum sie über den Allgemeinstrom betriebene Verstärker aufkommen sollen, nur weil ein anderer Nachbar in vielleicht 200m Entfernung seinen selbst gewählten Anbieter weiterhin nutzen möchte.
 

tscheng

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Hierfür ist eine Modernisierung der vorhandenen Strukturen notwendig. Bedeutet: die Koaxkabel werden durch Glasfaserkabel bis in jede Wohnung ersetzt.
Falsch! Wer hier aufmerksam gelesen hätte und den Link verfolgt hat der weiss, dass der neue Anbieter Docsis bis in die Wohnung fährt. Es werden also keine Kabel getauscht, sondern die alten Koaxkabel von neuen Anbieter genutzt.

Die Gretchenfrage ist jetzt, ob man ein Anrecht auf die Überbauung hat. Dies muss man im Zweifel leider juristisch klären. :-( Alles nicht schön, besser gesagt ziemlich Unverschämt vom Eigentümer und neuem Anbieter - der hier tatsächlich nicht Glasfaser bis in die Wohnung legt, weil man so Kosten spart und gleichzeitig den preisgünstigen Wettbewerb aussperrt. :-(
 

Düsseldorfer

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Hierfür ist eine Modernisierung der vorhandenen Strukturen notwendig. Bedeutet: die Koaxkabel werden durch Glasfaserkabel bis in jede Wohnung ersetzt.
Falsch! Wer hier aufmerksam gelesen hätte und den Link verfolgt hat der weiss, dass der neue Anbieter Docsis bis in die Wohnung fährt. Es werden also keine Kabel getauscht, sondern die alten Koaxkabel von neuen Anbieter genutzt.
Und wenn man die Ausbauten vor Ort gesehen hat, weis man wovon man redet!!!!!!
 
Radiot

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FTTH mit ONT in der Wohnung... Zumindest bei aktuellen Umbauten. Anders kenne ich es von Rapeedo/ Kommitt nicht.

@ tscheng... Dem Düsseldorfer kannste Ruhig glauben... Der hat die Ausbauten gesehen.
 

tscheng

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Mir darfst Du auch ruhig glauben und mal aufmerksam diesen Link lesen:

https://www.rapeedo.de/wohnungswirtschaft/wogera/
 
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