BK-Netz in EFH modernisieren

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Formator

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Wir haben unserem Einfamilienhaus folgende 33 Jahre alte Verkabelung für BK, aktueller Signallieferant
Basisanschluss Unitymedia. Wir würden die Anlage gerne für Multimedia umrüsten. Leitungen sollten nach
Möglichkeit unverändert beibehalten werden können.

Auf dem Bild mein Konzept. Bin mir leider nicht sicher ob ich die Dämpfung der Dosen richtig ausgelegt
habe und ob der Verstärker passt. Würde mich freuen, wenn ein paar HF-kundige mal drauf schauen würden.

Bedanke mich!
 

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Hemapri

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Ich habe draufgeschaut und du solltest das ganze verwerfen. Der ganze Aufbau ist unsinnig und was das wichtigste ist, es gibt keine Angaben zu den Leitungen. Was bedeutet die Angabe der 68 dB am ÜP? Eine Pegelangabe bezieht sich immer auf eine Frequenz. Der Pegel ist bei jedem Kanal anders und zudem fehlt die Bezugsgröße. Wenn es 68 dBµV sein sollte, dann klingt das eher nach einer ehemaligen analogen Größe. Nach dem ÜP setzt man keinen Abzweiger. Die Leitung hat ungeschnitten an den Hausanschlussverstärker zu gehen, bzw, noch davor auf ein Doppelt Galvanisches Trennglied. Also diesen Strang auf einen Verteiler nach dem Vertärker legen! Der Verstärker ist für diese Anlage vollkommen überdimensioniert. Hier reichen 30 dB vollkommen aus. Die zu hohe Verstärkung muss ja letzlich wieder gedämpft werden. Warum ist Im EG ein Verteiler? Ist zwar grundsätzlich möglich, würde ich aber nicht so machen. Die rechte Stammleitung geht so gar nicht. Die 17 dB passen nicht. Wenn dem so wäre, müssten die andern Dosen 15 dB Anschlussdämpgung haben. Der größte Fehler wäre die Stichdose am Ende. Hier muss eine Enddose hin. Eine Enddose ist eine Durchgangsdose mit Abschlusswiderstand. Die mit den 4 dB sind keine Enddosen, sondern Stichdosen.

MfG
 
Bastler

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Nur schnell dahingekritzelt, das wäre eine (von vielen) etwas bessere Möglichkeit(en).
Wäre jedoch immer noch kein Aufbau der mir wirklich gefällt (Abzweiger im Erdgeschoss ist. z.B. etwas was mir überhaupt nicht gefällt, die Bauteile gehören in den Keller, am liebsten alles Zentral, und wenn ich eh schon renoviere würde ich es auch soweit umbauen dass man einfach zu den Drei Dosen und dem Baumstrang alle Leitungen im Keller beginnen lässt... Die Kabellängen sind auch im normalen Rahmen so dass man keine unsymmetrische Verteilung zu bauen braucht.


PS: Der Potentialausgleich nach VDE ist in der Skizze weggelassen!
 

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Formator

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Ich habe draufgeschaut und du solltest das ganze verwerfen. Der ganze Aufbau ist unsinnig und was das wichtigste ist, es gibt keine Angaben zu den Leitungen. Was bedeutet die Angabe der 68 dB am ÜP? Eine Pegelangabe bezieht sich immer auf eine Frequenz. Der Pegel ist bei jedem Kanal anders und zudem fehlt die Bezugsgröße. Wenn es 68 dBµV sein sollte, dann klingt das eher nach einer ehemaligen analogen Größe. Nach dem ÜP setzt man keinen Abzweiger. Die Leitung hat ungeschnitten an den Hausanschlussverstärker zu gehen, bzw, noch davor auf ein Doppelt Galvanisches Trennglied. Also diesen Strang auf einen Verteiler nach dem Vertärker legen! Der Verstärker ist für diese Anlage vollkommen überdimensioniert. Hier reichen 30 dB vollkommen aus. Die zu hohe Verstärkung muss ja letzlich wieder gedämpft werden. Warum ist Im EG ein Verteiler? Ist zwar grundsätzlich möglich, würde ich aber nicht so machen. Die rechte Stammleitung geht so gar nicht. Die 17 dB passen nicht. Wenn dem so wäre, müssten die andern Dosen 15 dB Anschlussdämpgung haben. Der größte Fehler wäre die Stichdose am Ende. Hier muss eine Enddose hin. Eine Enddose ist eine Durchgangsdose mit Abschlusswiderstand. Die mit den 4 dB sind keine Enddosen, sondern Stichdosen.

MfG
Vielen Dank für deine Hinweise!
Infos zu den Leitungen habe ich leider nicht mehr. Auch habe ich keine Möglichkeit die Leitungen komplett zu erneuern. Die Elektriker des Bauträger haben es sich seinerzeit sehr einfach gemacht und zum Teil keine Leerrohre eingebaut. Der Vorschlag von Mitglied "Bastler" scheint ja deinen Vorschlägen weitgehend zu entsprechen.
 

Formator

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skizze.png

Nur schnell dahingekritzelt, das wäre eine (von vielen) etwas bessere Möglichkeit(en).
Wäre jedoch immer noch kein Aufbau der mir wirklich gefällt (Abzweiger im Erdgeschoss ist. z.B. etwas was mir überhaupt nicht gefällt, die Bauteile gehören in den Keller, am liebsten alles Zentral, und wenn ich eh schon renoviere würde ich es auch soweit umbauen dass man einfach zu den Drei Dosen und dem Baumstrang alle Leitungen im Keller beginnen lässt... Die Kabellängen sind auch im normalen Rahmen so dass man keine unsymmetrische Verteilung zu bauen braucht.


PS: Der Potentialausgleich nach VDE ist in der Skizze weggelassen!
Vielen Dank für deine Hilfe!
Problem der Neuverkabelung siehe vorherige Antwort.
Habe vor Komponenten von Axing einsetzen.
Verstärker: BVS 3-01
Verteiler: BVE 30-01
Abzweiger: BAB 10-? (08/10/12/14/16/18)
Durchgangsdosen: BSD 963-xxN (10/12/14/17/20)
An der Stelle des Abzweiger im EG war bisher eine Druchgangsdose mit angeklemmtem Abzweig zur Enddose. Solche Dosen werden aber heute nicht mehr angeboten und ich muss die drei Kabelenden an diesem Punkt
zusammen führen, somit bleibt eigentlich nur ein Abzweiger. Auch wenn ich Probleme habe einen zu finden der im der UP-Dose Platz hat.
Folgende Frage hätte ich noch: Den Abzweiger im EG kann ich bei Axing mit verschiedenen Dämpfungen bekommen ( BAB 10-08 /10/12/14/16/18 ) welche Dämpfung wäre an diese Stelle passend, wenn ich dein Konzept wie
vorgeschlagen umsetzen möchte?
 
Bastler

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Den Abzweiger im EG kann ich bei Axing mit verschiedenen Dämpfungen bekommen ( BAB 10-08 /10/12/14/16/18 ) welche Dämpfung wäre an diese Stelle passend, wenn ich dein Konzept wie
vorgeschlagen umsetzen möchte?
Steht schon in meiner Zeichnung, einen "1/8", alos einen Einfach-Abzweiger mit 8 dB Abzweigdämpfung.
An der Stelle des Abzweiger im EG war bisher eine Druchgangsdose mit angeklemmtem Abzweig zur Enddose. Solche Dosen werden aber heute nicht mehr angeboten und ich muss die drei Kabelenden an diesem Punkt
zusammen führen, somit bleibt eigentlich nur ein Abzweiger.
Solche Dosen hat es nie gegeben. Es sind aber häufig Dosen, die die Möglichkeit haben die Kabel von beiden Seiten einzuführen (oft von WiSi oder Hirschmann), für diesen Zweck missbraucht worden (technisch natürlich völlig falsch, Fehlanpassung und fehlende Entkopplung). Abzweiger, die man eventuell in eine Unterputzdose bekommt, gab es vor Jahrzehnten mal von Hirschmann (ARS XXX nannten sie sich glaube ich). Mit halbrundem Gehäuse.
 

Formator

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Ich denke mit Hilfe von deinen Tips komme ich jetzt klar. Nochmals vielen Dank und schöne Ostern!
 

robbe

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Noch eine Anmerkung zu den Kabeln. Wenn du schreibst, alles ist 33 Jahre alt, dann sind diese mit Sicherheit 1-Fach abgeschirmt. Würde dann alles was geht irgendwie austauschen, die Problematik mit Einstrahlungen in schlecht geschirmte Kabel wird nicht besser.
 
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Ist nicht unbedingt sicher (aber es bleibt natürlich ein Ratespiel aus der Ferne). Vor 30 Jahren waren doppelt geschirmte Kabel eigentlich schon Stand der Technik, ich habe kürzlich bei mir zuhause das alte, 1988 gelegte Koaxkabel vom ÜP bis zur 1. Dose (wird schon seit fast 20 Jahren nicht mehr genutzt) beim renovieren entfernt. Das war auch sogar schon zweiffach geschirmt.

Allerdings stimmt es schon, man findet oftmals sogar wesentlich neuere Installationen die mit einfach geschirmten Kabeln ausgeführt wurden. Auffällig oft sind das allerdings Anlagen, wo die Verkablung vom Dachboden aus erfolgt, so meine persönliche Erfahrung.
 

Hemapri

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Wenn die Leitungen nicht mindestens 2-fach geschirmt sind, würde ich sie nicht mehr verwenden. Als Abzweiger würde ich einen 1-fach 12 dB nehmen und danauch eine Stichdose. An der rechten Stammleitung zwei Dosen mit 15 dB und dann eine mit 12 dB. Die beiden Dosen im OG ebenfalls beide 15 dB. Wenn schon Axing, dann würde ich wenigstens als Verstärker den BVS 13-69N nehmen und vor den Verstärker ein Doppelt Galvanisches Trennglied schalten.

MfG
 
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