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Ich möchte in NRW von Telekom DSL zu Kabel UM wechseln und hab ein paar Fragen

Diskutiere Ich möchte in NRW von Telekom DSL zu Kabel UM wechseln und hab ein paar Fragen im Internet und Telefon über das TV-Kabelnetz Forum im Bereich Internet und Telefon bei Unitymedia; Hallo, ich möchte mich von der Telekom verabschieden (nur 16mbit ohne Hoffnung auf Besserung) und zu UM wechseln. Ich habe auch schon ein Angebot...

Frank0864

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Hallo,
ich möchte mich von der Telekom verabschieden (nur 16mbit ohne Hoffnung auf Besserung) und zu UM wechseln.
Ich habe auch schon ein Angebot von UM vorliegen, um in meinem EFH einen Kabelneuanschluss zu installieren.
Dazu ein paar Fragen:

Derzeit speise ich mit meinem DSL Modem (Speedport W723V) einen 24fach Netzwerk Switch von TP Link
Von dort aus geht es über ein Patchpanel zu allen Netzwerkdosen im Haus. Diese dienen als direkten Netzwerkanschluss, sowie als Accesspoint zur WLan Erweiterung.
Nun meine Frage: Bei einem UM Kabelanschluss mit einer FritzBox 6590 z.B ... könnte diese Box dann meine Telekombox ersetzen und die gesamte Netzwerkinfrastruktur mit dem deutlich schnelleren Internet nutzen?
Oder lieg ich da vollkommen verkehrt ?

Welchen Vor-btw Nachteil hab ich gegenüber einer 6590 von UM zu einer selbst gekauften ??

Vom HÜP und Verstärker nach der UM Installation, brauch ich doch nur noch ein Kabel zur FritzBox, oder ?

Wie sieht das mit Internettelefonie aus ? Funktioniert das einwandfrei ?

Ich weiß, viele Fragen. Ich will natürlich im Vorfeld nichts falsch machen. Der Kabelanschluss wird teuer genug.
Falls dieser Thread hier falsch ist ... bitte an die Admins, gerne verschieben.
 

addicted

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Grundlegendes:
Bei Unitymedia bekommst Du normalerweise einen Standard-Kabelrouter, das Gerät nennt UM "ConnectBox". Es stellt WLAN (abschaltbar), Ethernet (4 Steckplätze) und 2 analoge Telefonanschlüsse (einer aktiv) bereit, ist von daher also direkt mit Speedport vergleichbar.

Eine Fritzbox erhält man von UM nur als Businesskunde (mit Office Internet+Phone) oder als Privatkunde mit der Telefon-Komfort-Option (+5 Euro/Monat). Die Option ist eigentlich dafür da, die früheren ISDN-Merkmale (2 Leitungen, 3 Rufnummern, ISDN-Geräte anschließbar) bereitzustellen, aber aufgrund der Kabelnetztechnologie geht das nur mit einer Fritzbox, daher wird sie dafür von UM bereitgestellt.
UM setzt bei Kunden zur Zeit die Fritzbox 6490 ein (Firmware-Version 6.50).

Neukunden erhalten bei UM keine eigene IPv4-Adresse mehr. Der Router erhält von UM nur nativ IPv6, der IPv4-Traffic wird bei Unitymedia auf einem großen NAT-Gateway ausgeleitet, wo Du Dir eine IP-Adresse mit mehreren Kunden teilst. Dadurch kannst Du keine eingehenden Verbindungen von Internetanschlüssen annehmen, die ausschließlich per IPv4 angebunden sind (was aktuell leider noch die meisten sind).


Nun zu Deinen Fragen:
Du kannst die ConnectBox oder eine Fritzbox als Ersatz für den Speedport verwenden und das Gerät wie bisher direkt mit Deinem Switch verbinden.

Du hast nichts über Deine Anforderungen zur Telefonie geschrieben. Je nachdem, wie das aktuell bei Dir läuft, kann evtl. eine Fritzbox mit ISDN-Merkmalen erforderlich sein. Erzähl mal was, wie Du das bei Dir im Haus eingerichtet hast.
Prinzipiell funktioniert es gut. Größere Störungen wie grade am Montag sind sehr selten und kommen ja auch bei anderen Providern und anderen Technologien vor. Bitte lies dazu aber auch den nächsten Punkt aufmerksam durch, wenn Du überlegst eine eigene Fritzbox einzusetzen.

Eine selbstgekaufte Box bedeutet, dass Du von UM weniger guten Support bei Problemen (insb. mit der Telefonie) erhälst. Der Support ist aber sowieso relativ schlecht, also macht es vielleicht keinen großen Unterschied.
Bei einer selbstgekauften Box kann UM die Telefonkonfiguration nicht automatisch aufspielen, daher weisen Sie immer alle Störungsmeldungen mit "Sie sind selbst für die Einrichtung des Endgeräts verantwortlich" von sich. Das kann nerven, wenn z.B. deren System einem die falschen Daten für die Rufnummern generiert hat.

Von der FB 6590 würde ich sowieso abraten, der Aufpreis ggü. der 6490 lohnt sich für die wenigen Unterschiede mMn nicht.

Ich gehe davon aus, dass Du nur Internet und Telefon von UM beziehen willst, weil Du von TV nichts schreibst und ja auch bisher noch keinen Kabelanschluss am Haus hattest. Kabel nur für Internet (und Telefon) zu verwenden ist die hier im Forum allgemein empfohlene Variante für Menschen mit Eigenheim (Menschen, die sich problemlos SAT-TV installieren können). In einem 3Play-Paket würden Internet und Telefonie über die TV-Receiver-Box "Horizon" bereitgestellt, das will man in der Regel nicht.

Die Installation des Anschlusses umfasst den HÜP und eine Verstärkeranlage, sowie eine Multimediadose. Der Ort des HÜP wird von der Zuführung zum Haus abhängig sein, der Verstärker dann idR daneben oder in der Nähe installiert. Dort wird der Anschluss an den Haus-PA und eine 220V-Steckdose benötigt. Wenn alles einfach zu erreichen ist, installiert der Techniker dies idR mit.
Von der Anlage muss es dann einen Kabelweg zum Netzwerkschrank des Hauses geben. Das könnte kompliziert werden, wenn das nicht direkt nebeneinander liegt. Am besten beschreibst Du uns das mal.
 

Jarry

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-snip-

Ich gehe davon aus, dass Du nur Internet und Telefon von UM beziehen willst, weil Du von TV nichts schreibst und ja auch bisher noch keinen Kabelanschluss am Haus hattest. Kabel nur für Internet (und Telefon) zu verwenden ist die hier im Forum allgemein empfohlene Variante für Menschen mit Eigenheim (Menschen, die sich problemlos SAT-TV installieren können). In einem 3Play-Paket würden Internet und Telefonie über die TV-Receiver-Box "Horizon" bereitgestellt, das will man in der Regel nicht.
-snip-
addicted hat eigentlich alles beantwortet. Ich würde nur noch ergänzen wollen, dass wenn es auch um TV geht, nochmal zu dem gewählten Packet, 20,99 Pro Monat dazukommen.
Das sollte man beachten. Da hat sich eine SAT Anlage mit Verkabelung und nötiger Hardware schnell amortisiert. ausserdem ist die Programmvielfalt bei SAT doch um einiges Größer.

viele Grüße

Jarry
 

Frank0864

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@addicted @Jarry

vielen Dank schonmal für eure ausführliche Hilfe. Da kann ich schon einiges draus erkennen.

Dann möchte ich mein Umfeld mal ein wenig beschreiben:

EFH Bauj. 2004 mit Einliegerwohnung SAT Anlage mit 18er Switch (fast alle Wohnräume mit SAT Doppeldosen bestückt...in einigen Räumen sogar mehrfach)
Auf den SAT Empfang möchte ich auch nicht verzichten. Qualität und Kosten sind unschlagbar. Außerdem habe ich die Möglichkeit mit meinen Linux Receivern die eine oder andere Annehmlichkeit herzustellen.

Alle Räume mit Doppel Netzwerkdosen CAT7 bestückt (2004 war das eher ein Novum) und über CAT7 Leitungen mit dem Netzwerkswitch im Keller verbunden. Das Kabelmodem ist direkt neben dem Hausanschlussraum, wo der HÜP wäre.
Also ein Loch durch die Wand und freuen.
Derzeit Telekom DSL 16Mbit+ ISDN Telefonanschluss mit 3 Rufnummern.

Zunächst bräuchte ich also nur den Internetzugang per Kabel, mit der Option Telefon dazuzubuchen. Die Telekom wird über kurz oder lang ja selber auf Internettelefonie umsteigen. Dann ist der ISDN Anschluss eh überflüssig.

Jetzt geht mir seit einiger Zeit, die beste Ehefrau von Allen mir mit NETFlix auf die Nerven. Das sollte sich dann aber auch über Internet nutzen lassen. Ebenso Amazon Prime. Deswegen das schnelle Internet.

Ich habe allerdings das mit IPv4 und IPv6 noch nicht ganz verstanden. welche Nachteile habe ich genau mit IPv6 als Neukunde ?

VG
Frank
 

dsaw

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die einzigen nachteile wären VPN mit dslite anschluss ist das nicht so einfach zu realisieren wie mit IPV4 only anschluss.
 

Jarry

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die einzigen nachteile wären VPN mit dslite anschluss ist das nicht so einfach zu realisieren wie mit IPV4 only anschluss.
Die Aussage ist so nicht richtig.
Ein IPsec VPN ausgehend wird funktionieren wenn die Gegenstelle vernünftig konfiguriert ist.
Eingehend sieht die Sache allerdings nicht so ganz gut aus. Da muss die Aufbauende Seite auch IPv6 haben. Im Mobilnetz wird das derzeit nur im D1 Netz unterstützt. Wobei ich hörte (aber wissen tue ich das auch nicht), dass Vodafone zum Ende des Jahres nachziehen will.

Selbiges gilt natürlich auch wenn es nur um den Zugriff von aussen auf das Heimnetz geht (also ohne VPN). Da braucht man auch eine IPv6 Adresse. Die Geräte auf die man zugreifen möchten müssen das natürlich auch unterstützen.

Wenn es hauptsächlich um den schnellen Internetzugang geht, ist DS-lite nicht wirklich von Nachteil

Gruß

Jarry
 

MartinDJR

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Ich habe allerdings das mit IPv4 und IPv6 noch nicht ganz verstanden.
Zunächst die technischen Grundlagen:

Rechner können im Internet über IPv6 oder über IPv4 kommunizieren. IPv4 ist das "herkömmliche" Protokoll. Da es nicht mehr genügend Adressen für jeden Internet-Anschluss gab, hat man IPv6 entwickelt: Die Adressen sind länger und logischerweise gibt es mehr davon. Bei IPv6 hat dann auch jeder einzelne Rechner und nicht nur jeder Internet-Anschluss eine eigene IP-Adresse.

Das Problem: Nur, wenn beide Rechner IPv4 haben, ist eine Kommunikation per IPv4 möglich, und nur, wenn beide Rechner IPv6 haben, ist eine Kommunikation per IPv6 möglich. Mit einem Rechner, der nur IPv6 kann, kann man also nicht auf einen Webserver, der nur IPv4 kann, zugreifen und umgekehrt geht es auch nicht.

Da es zur Zeit noch sehr, sehr viele Webserver gibt, die nur IPv4 können, gibt es zur Zeit noch keinen Internet-Provider, der nicht zumindest "indirekt" IPv4 anbietet.

Auch sehr, sehr viele Geräte können noch kein IPv6, obwohl das laut technischen Normen eigentlich seit April 2012 für alle Internet-fähigen Geräte Pflicht ist...
Welche Nachteile habe ich genau mit IPv6 als Neukunde ?
Das Problem ist nicht das IPv6, sondern das IPv4:

Seit 2012 (daher "Neukunden") bietet Unitymedia den Privatkunden eine Technologie namens DS-Lite an, da Unitymedia (wie jeder kleinere Provider) nicht mehr genügend IPv4-Adressen hat. Dabei erhält ein Kunde vollwertiges IPv6, aber IPv4 nur über CGNAT.

("NAT" bedeutet, dass nicht jeder Rechner eine eigene Adresse hat, sondern jeder Internet-Anschluss. Dies ist bei IPv4 z.Z. der Normalfall. "CGNAT" bedeutet, dass bereits beim Provider "NAT" durchgeführt wird, und daher sogar mehrere Internet-Anschlüsse sich eine Adresse teilen müssen.)

Wenn du mit deinem Anschluss irgendetwas machen willst, wozu man die Einstellungen des Routers ändern müsste (z.B. Einrichten einer Portweiterleitung - was bei vielen Geräten wie Spielkonsolen usw. bereits notwendig ist), bist du bei CGNAT aufgeschmissen.

(Und eine "Portweiterleitung" braucht man nun mal auch dann, wenn man von einem anderen Internet-Anschluss aus auf einen Server zu Hause zugreifen möchte.)

Als Provider würde ich mich an dieser Stelle auch nicht auf Änderungswünsche der Kunden einlassen: Schließlich könnten zwei Kunden, die sich eine Adresse teilen, widersprüchliche Wünsche an die Routerkonfiguration haben.

Prinzipiell haben NAT-Router auch immer das Problem, dass sie nicht alle "Arten" von Datenpaketen durchleiten können (dieses Problem ist prinzipiell technisch nicht lösbar). Und CGNAT-Router sind an dieser Stelle meist noch etwas eingeschränkter als die WLAN-Router zu Hause. Wenn man Home-Office machen will und die eigene Firma verwendet ein älteres VPN-System, hat man Pech gehabt, weil man sich nicht einwählen kann. Eine ganze Menge Geräte (z.B. Smart-TVs) haben ebenfalls Probleme.

Wie gesagt: Das sind Probleme von CGNAT (also dem IPv4-Anteil eines DS-lite-Anschlusses) und nicht von IPv6 - das wird sehr häufig verwechselt!

Mit IPv6 kannst du an einem DS-lite-Anschluss alles machen, was du willst - sogar Dinge, die an einem "herkömmlichen" IPv4-Anschluss nicht machbar wären. Allerdings muss deine "Gegenstelle" (also der Internet-Anschluss, mit dem du Daten austauschen möchtest) und auch die verwendete Software (bei Geräten mit Netzwerkanschluss: Firmware) IPv6-tauglich sein.

Ob Dienste wie Netflix mit DS-lite richtig laufen, kann ich dir nicht sagen (ich habe meinen Anschluss schon länger als 2011 und daher noch kein IPv6). Einer meiner Arbeitskollegen behauptet aber, dass Netflix bei ihm (mit DS-lite) gut funktionieren würde.
 

addicted

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Netflix läuft ausgezeichnit mit IPv6.
AZ Prime keine Ahnung.

Im Hausanschlussraum würde dann wohl neben dem HÜP auch der Verstärker installiert. Dort muss 1x 220V und Anschlüssmöglichkeit an den Haus-PA gegeben sein.

Ich würde an Deiner Stelle das Loch durch die Wand zum Netzwerkschrank schon anlegen und ggf. Kabelführungsrohr/-kanal schonmal bereithalten bzw. den Teil im Raum mit Netzwerkschrank schon installieren – dann wird es so wie Du es haben willst und der Techniker freut sich.
Am/Im/Neben dem Netzwerkschrank wird dann eine Multimediadose installiert, an welcher Du die Fritzbox anschließen kannst. Die Dose hat der Techniker dabei. Zwischen der Dose und der Fritzbox hängt ein loses Kabel, idealerweise ist das recht kurz (z.B. 1 Meter), aber auch längere Kabel (5-10 Meter) sind kein Problem, wenn der Pegel an der Dose sauber ist und die Kabel wertig.
 
Andreas1969

Andreas1969

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Du sprichst hier immer von 220V, ist mir schon mehrmals aufgefallen :kratz:
Seit geraumer Zeit beträgt die Netzspannung in Deutschland 230V
Die häufig noch angegebenen 220 Volt sind veraltet. Bis 1987 betrug die Netzspannung in Deutschland 220 V mit einer Toleranz von ±10 %. Danach erfolgte zunächst eine stufenweise Umstellung auf 230 V. Ab 2009 darf die Netzspannung von 230 V um ±10 % abweichen.
PS: Für Kraftstrom beträgt die Spannung seitdem 400V und nicht mehr 380V :D
 

addicted

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Sowas Krummes kann ich mir doch nicht merken. Amis machen bei mir 110 und wir machen 220 :)
 

Gizeh775

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Netflix läuft ausgezeichnit mit IPv6.
AZ Prime keine Ahnung.

Im Hausanschlussraum würde dann wohl neben dem HÜP auch der Verstärker installiert. Dort muss 1x 220V und Anschlüssmöglichkeit an den Haus-PA gegeben sein.
Sorry, aber was bedeutet "Haus-PA" ???
Potentialausgleich, die Erdungsschiene irgendwo bei dir im Haus.
 

Frank0864

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Sorry, aber so richtig durchblicken tu ich immer noch nicht.

Bei Neuverträgen, also dann bei mir, bekäme ich IPv6 zugeteilt.
Dazu ganz wichtige zu klärenede Punkte:

es ist fraglich, ob die PS4 im Netzwerk funktioniert...sie soll ja nur IPv4 unterstützen.
Ebenso mein neuer PC, keine Ahnung ob IPv4 oder 6
Also alle Geräte im Netzwerk...Router, Switches, BluRay Player oder Linux Receiver wären dann Wackelkandidaten ?

Auch fraglich, ob mein Newsreaderzugang noch funktioniert.

Streamen im allgemeinen...Netflix soll ja laufen, Amazon Prime weiß niemand

Wie siehts aus mit den versprochenen Downloadraten, wenn mehrere Leute sich quasi einen Anschluss teilen ?

Auch wichtig ! Ich kann nicht von außen auf mein Netzwerk zugreifen ?

Seht es mir bitte nach, aber das mit dem IPv4 oder IPv6 ist abs Neuland für mich.

Umgehe ich das Problem, wenn ich einen Businessvertrag mit fest zugewiesener IP Adresse abschliesse ?

Mich soll der nachträgliche Anschluss ca 1760€ kosten, dazu ein 24 Monate Vertrag. Wenn das anschließend nicht läuft bin ich der Gelackte.

Ich bin ja schon mal froh, daß Ihr mich hier darauf hingewiesen habt.
Vielleicht hab ich das aber auch nicht richtig verstanden und ich mache mir grundlos Sorgen.
Würde schon gerne den Anschluss bestellen. Nur hab ich Angst, daß da anschließend nix läuft.
 

addicted

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Grundsätzlich hast Du weiterhin Zugang zum IPv4-Netz, und Geräte, die nur IPv4 können, können grundsätzlich genutzt werden.
es ist fraglich, ob die PS4 im Netzwerk funktioniert...sie soll ja nur IPv4 unterstützen.
Auch bei UM gibt es viele DS-Lite Kunden mit einer PS4. Das läuft in der Regel gut.
Es kann aber durch die Übersetzung von IPv4 zu IPv6 und wieder zurück zu Engpässen auf dem Gateway bei UM oder höheren Latenzen kommen. In der Regel merkt man das nicht so stark, aber z.B. in der Abendzeit könnte es mehr sein. Hängt zum Teil auch von Deinem Wohnort ab.
Ebenso mein neuer PC, keine Ahnung ob IPv4 oder 6
Alle modernen Betriebssysteme können IPv6. Viele Anwendungen können IPv6, aber nicht alle. Wenn Du wissen willst, ob eine bestimmte Software v6 kann, kannst Du den Hersteller oder auch hier im Forum fragen, vielleicht weiß es jemand.
Aber nochmal: IPv4 gibt es immernoch. Nur nicht "direkt".
Also alle Geräte im Netzwerk...Router, Switches, BluRay Player oder Linux Receiver wären dann Wackelkandidaten ?
Dein lokales Netzwerk ist eh aussen vor, das kannst Du konfigurieren wie Du willst.
Zum Internet bleibt Dir "indirektes" IPv4 erhalten.
Auch fraglich, ob mein Newsreaderzugang noch funktioniert.
Der wird funktionieren. Alle guten mir bekannten Newshoster bieten IPv6-Zugänge. Und IPv4 hast Du ja weiterhin. News/NNTP benötigt da keine besonderen Einstellungen.
Wie siehts aus mit den versprochenen Downloadraten, wenn mehrere Leute sich quasi einen Anschluss teilen ?
Dabei spielt es keine Rolle ob IPv4 oder IPv6. Falls es überlastet sein sollte, ist es auf beiden Protokollen überlastet.
Auch wichtig ! Ich kann nicht von außen auf mein Netzwerk zugreifen ?
Wie gesagt, mit IPv6 in jedem Fall, mit IPv4 nicht bzw. nur über Umwege (VPN oder Portmapper-Dienst). Wenn Dir das wichtig ist, beschreib mal wie Du das aktuell nutzt, evtl. gibt es einen Workaround.

Umgehe ich das Problem, wenn ich einen Businessvertrag mit fest zugewiesener IP Adresse abschliesse ?
Ja. Ob die IP fest zugewiesen oder dynamisch ist, spielt dabei aber keine Rolle. Entscheidend ist, dass Businesskunden bei UM aktuell nur IPv4 bekommen. Dieses ist dafür "direkt", wie Du das von den meisten DSL-Anbietern her kennst.
Vielleicht hab ich das aber auch nicht richtig verstanden und ich mache mir grundlos Sorgen.
Würde schon gerne den Anschluss bestellen. Nur hab ich Angst, daß da anschließend nix läuft.
Es wird laufen. Bzgl. einer Überlastung kann Dir vielleicht ein Insider anhand Deiner Adresse/Postleitzahl Entwarnung geben.
Bei den anderen möglichen Einschränkungen hängt es halt sehr stark davon ab, wie Du Deinen Internetzugang aktuell nutzt. Möglicherweise betreffen sie Dich gar nicht.
 

harv

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Amazon Prime läuft problemlos bei mir (NRW) an DS-Lite.
 

MartinDJR

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Ein Nachtrag zu dem, was "addicted" bereits geschrieben hat:
es ist fraglich, ob die PS4 im Netzwerk funktioniert...sie soll ja nur IPv4 unterstützen.
Die Eingabe von "playstation 4 ipv6" liefert einige Treffer auf Google:

Gleich im ersten Treffer klagt ein UnityMedia-Kunde darüber, dass seine PS4 nicht funktionieren würde.

Möglicherweise ist das Problem aber inzwischen behoben.
Der Router könnte ein Problem werden:

Wenn dein Router kein IPv6 kann, haben die Rechner, die du daran anschließt, keinen IPv6-Zugang, sondern bekommen nur die IPv4-Datenpakete. Bei IPv6-fähigen Webservern führt dies zu deutlich langsameren Verbindungen; außerdem kannst du keine IPv6-Verbindungen aufbauen (z.B. zu anderen DS-Lite-Anschlüssen).
... arbeiten prinzipiell unabhängig vom Layer-3-Protokoll (IPv4, IPv6, ARP, NetBEUI, IPX ...). Die machen also kein Problem.

Bei WLAN-Repeatern scheint es welche zu geben, die wie ein Switch arbeiten, und welche, die wie ein Router arbeiten.
Wenn die Geräte nur innerhalb deines Heimnetzwerkes Verbindungen aufbauen sollen: Kein Problem.

Wenn die Geräte ins Internet Verbindungen aufbauen sollen, möglicherweise schon. So soll es Smart-TVs geben, die mit bestimmten CGNAT-Anschlüssen (und dazu zählt auch das UM-DS-Lite) nicht funktionieren.
Auch fraglich, ob mein Newsreaderzugang noch funktioniert.
Eher ja.
Wie siehts aus mit den versprochenen Downloadraten, wenn mehrere Leute sich quasi einen Anschluss teilen ?
Es gibt einen Kundenbericht aus Köln aus dem Jahr 2012: IPv6 wurden da selbst in der Stoßzeit noch knapp über 100 MBit/s bei einem 100 MBit-Vertrag gemessen. IPv4 ging die Übertragungsrate aber in den Keller (deutlich unter 10 MBit/s), wenn die Anderen alle im Netz waren.

Ist natürlich die Frage, ob die Server, die du verwendest, bereits IPv6 können.
Auch wichtig ! Ich kann nicht von außen auf mein Netzwerk zugreifen ?
Per IPv6: Ja.
Per IPv4: Nein, denn du hast ja keine eigene IP-Adresse mehr.

Leider unterstützen die meisten Internet-Provider z.Z. nur IPv4, so dass du von den meisten Anschlüssen aus ohne zusätzliche Dienste nicht auf dein Netz kommst:

Von einem neuen Telekom-Anschluss oder einem anderen Unitymedia-Privatkundenanschuss aus kämst du auf dein Netz, von einem Unitymedia-Bussiness-Anschluss aus kommst du aber nicht drauf! (Völliger Irrsinn innerhalb dieses Unternehmens!)

Das Ganze hat übrigens nur am Rande mit IPv6 zu tun:

Bei der Telekom bekommt man angeblich sowohl IPv6- als auch eine IPv4-Adresse(n), so dass man sowohl mit IPv4 als auch mit IPv6 von Außen auf den Anschluss zugreifen kann. Bei einigen anderen Anbietern bekommt man weder eine eigene IPv4-Adresse noch IPv6, so dass man gar nicht von Außen auf den Anschluss zugreifen kann.
Umgehe ich das Problem, wenn ich einen Businessvertrag mit fest zugewiesener IP Adresse abschliesse?
Der Bussiness-Vertrag hat nur IPv4 und auch eine eigene IP-Adresse. Viele Spielkonsolenbesitzer scheinen den Vertrag genau aus diesem Grund abzuschließen!
 

un1que

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Eigentlich wurde hier ja bereits alles gesagt, aber ich möchte noch etwas kurz ergänzen.
Wie siehts aus mit den versprochenen Downloadraten, wenn mehrere Leute sich quasi einen Anschluss teilen ?
Dabei spielt es keine Rolle ob IPv4 oder IPv6. Falls es überlastet sein sollte, ist es auf beiden Protokollen überlastet.
Also das ist nicht ganz richtig, denn das IPv6 ist ja nativ und IPv4 läuft über die AFTR-Server von UM. Wenn diese überlastet sind (siehe z.b. den "Kölner-Thread" hier im Forum, obwohl es eigentlich schon überspitzt ist), dann hat man eben nur mit IPv4 Probleme. Ich kann z.B. aus persönlichen Beobachtungen sagen, dass die AFTR-Server in den Abendstunden gut ausgelastet oder auch überlastet sein können, wobei IPv6 dann deutlich besser läuft. Die meisten Leute merken es dann halt gar nicht. Ist halt die Frage, ob man persönlich damit leben bzw. umgehen kann oder nicht.

Generell kann man aber an der Stelle keinen Rat geben, da es einfach zu stark von der Region abhängig ist. Man kann Glück haben oder auch Pech und vorab wissen kann man es definitiv nicht.
 

addicted

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Guter Punkt. Ich bezog mich natürlich nur auf die Überlastung des Kabel-Segments.
 

Frank0864

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Ich glaube, ich werde den Schritt wagen, und den Anschluß beantragen. Vielen Dank für die freundliche, kompetente und sehr ausführliche Beratung hier.

Was mich abachließend noch interessiert...wird von Euch vorwiegend der Standardtarif gewählt oder der Business Tarif. Bzw. welchen favorisiert Ihr bei einem Neukunden ??
Wie gesagt...vielen Dank nochmal.
Und ich werde 100pro berichten.
VG
Frank
 

addicted

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Viele langjährigen Kunden haben noch Privatkundentarife mit IPv4 und wollen diese auch nicht umstellen lassen.

Eine Empfehlung würde ich aber generell nicht abgeben, das hängt halt vom Kunden ab. Z.B. würde ich meiner Mutter einen Privatkundentarif bestellen, meinem Vater einen Businesskundentarif :)

Du kannst wohl generell von einem Privatkundentarif in einen Businesskundentarif wechseln, weil diese idR höherpreisig sind. So kannst Du, falls Du Probleme nach der Schaltung feststellst, diese vielleicht umgehen. Du solltest Dich aber vorher nochmal hier melden, nicht bei allen Problemen ist das erforderlich.
 
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