Urteil Unitymedia darf Router nicht eigenmächtig zu Hotspots machen

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Moheme

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Eben gelesen: http://www.mopo.de/ratgeber/digital/wegweisendes-urteil-unitymedia-darf-router-nicht-eigenmaechtig-zu-hotspots-machen-27761572?google_editors_picks=true

oder hier: https://www.derwesten.de/region/klatsche-vor-gericht-unitymedia-wolte-wlan-router-ungefragt-zu-hotspots-machen-id210841151.html
 
Dr.Wahn

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Urteil gegen die Unitymedia WiFiSpots: Kunde muss Zustimmung geben

<r>Vor fast einem Jahr hatte die Verbraucherzentrale NRW gegen den Provider Unitymedia geklagt, nach dem der Anbieter die Aktivierung der öffentlichen WLAN-Hotspots bei seinen Kunden gestartet hatte. Nur wer aktiv widersprach, konnte den WifiSpot von seinem Anschluss aus verhindern. Nun gibt es ein Urteil.<br/>
<br/>
Das Landgericht Köln hat nun die Entscheidung bekannt gegeben. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hatte den Standpunkt vertreten, dass die nachträgliche Vertragsänderung von Unitymedia, die die Aktivierung der WifiSpots ohne Genehmigung des Kundens auf den Weg bringen sollte, so nicht hinnehmbar ist. Die Verbraucherzentrale wollte für die Kunden erreichen, dass die Aktivierung "nur mit Zustimmung des Kunden" möglich sein dürfte und hat nun vor Gericht Recht bekommen. Die Richter haben laut einer Mitteilung der Verbraucherzentrale Unitymedia untersagt, das separate WLAN-Signal ohne Einverständnis der Kunden für Dritte zu aktivieren.<br/>
<br/>
1,5 Millionen WifiSpots<br/>
Zuvor hatte sich Unitymedia im vergangenen Jahr über eine Abmahnung durch die Verbraucherzentrale hinweggesetzt und mit der Aktivierung der Hotspots begonnen. Laut Plan wollte das Unternehmen bis Ende 2016 so rund 1,5 Millionen WifiSpots und damit eines der größten WLAN-Angebote in ganz Deutschland schaffen. Für Neukunden hat der Anbieter die WifiSpot-Freigabe mittlerweile in die Verträge mit aufgenommen. <br/>
<br/>
Bestandskunden, bei denen die WifiSpot-Aktivierung nachträglich als Vertragsänderung hinzukam, müssten nun nach dem Urteil des Landgerichts erneut angeschrieben werden, um ihre Zustimmung für die Hotspot-Freigabe einzuholen. <br/>
<br/>
Der NRW-Verbraucherzentralenvorstand Wolfgang Schuldzinski weist nun in einer Stellungnahme daraufhin hin, dass man dieses Urteil als wegweisendes Signal sieht: "Bei der zunehmenden Vernetzung des Alltags dürfen nicht Firmen, sondern sollten die Nutzer bestimmen, wie Geräte und Zugänge zu Hause agieren. Unitymedia muss nun im Nachhinein das Einverständnis seiner Kunden einholen oder die WiFiSpot-Funktion ohne Wenn und Aber abschalten." <br/>
<br/>
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Von Unitymedia gibt es anders als von der Verbraucherzentrale dazu auch noch keine öffentliche Stellungnahme oder Ankündigung, was nun als nächstes passiert.<br/>
<br/>
Quelle: Winfuture / Verbraucherschutz <br/>
Pessemitteilung vom 08.06.2017 <URL url="https://www.verbraucherzentrale.nrw/link1218696A.html"><s></s>Pressemittteilung<e></e></URL></r>
 

addicted

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Ist noch nicht rechtskräftig. Man wird sehen, ob UM da nochmal nachhakt - die Alternative wäre, den Spot bei allen, die den nicht mal selbst explizit aktiviert haben, zu deaktivieren. Das wäre sicher die Mehrheit der ~1 Mio Spot"betreiber".
 

xysvenxy

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Ich frage mich ja auch, ob es seitens UM zulässig ist, bei mir mit offensichtlich jedem neu aufgespieltem Configfile mein WLAN wieder zu aktivieren (TC).
Dem Hotspot Gedöns hab ich ja schon widersprochen.
 

addicted

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Ich frage mich ja auch, ob es seitens UM zulässig ist, bei mir mit offensichtlich jedem neu aufgespieltem Configfile mein WLAN wieder zu aktivieren (TC).
Zulässigkeit ist hier vermutlich nicht die Frage, weil der Streitwert ja nicht wirklich bezifferbar ist. Vielleicht 200 Euro, wenn Du argumentiert bekommst, dass Dir nichts anderes übrig bleibt, als Die eine eigene Fritzbox zu kaufen.

Es wird schlicht ein Fehler sein, den UM aber nicht ernst nimmt, wenn man ihn meldet. Das irgendwie geändert zu bekommen dürfte ein Kampf gegen Windmühlen sein.
 
Andreas1969

Andreas1969

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die Alternative wäre, den Spot bei allen, die den nicht mal selbst explizit aktiviert haben, zu deaktivieren.
Na, ob das wohl klappt :kratz:
Was sollte daran nicht klappen?
Es geht wohl eher drum, ob sie das wollen. Mein Tipp: Nein.
Ich meine natürlich, ob UM es hinbekommt, den WifiSpot bei allen Kunden (auch Systemseitig) sauber zu deinstallieren. :kratz:
Das kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass das ohne Komplikationen klappt.
 
blaxxz

blaxxz

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Unitymedia Wifi-Spot

<r><URL url="https://www.golem.de/news/gerichtsurteil-unitymedia-darf-kunden-hotspots-nicht-selbst-aktivieren-1706-128279.html"><LINK_TEXT text="https://www.golem.de/news/gerichtsurtei ... 28279.html">https://www.golem.de/news/gerichtsurteil-unitymedia-darf-kunden-hotspots-nicht-selbst-aktivieren-1706-128279.html</LINK_TEXT></URL><br/>
<br/>
Finde so hätte es von Anfang an sein sollen <E>:traurig:</E></r>
 
reset

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Ich frage mich ja auch, ob es seitens UM zulässig ist, bei mir mit offensichtlich jedem neu aufgespieltem Configfile mein WLAN wieder zu aktivieren (TC).
Das hat aber nix mit der config zu tun. Wenn man das WLAN deaktiviert (2,4 und 5) wird nach jedem Neustart des Geräts das 2,4er immer wieder aktiviert.
Wohingegen das 5er deaktiviert bleibt.
Also bleib einem nichts anderes über, als nach jedem Neustart / reset in die Einstellungen zu gehen und dies wieder abzuschalten.

Wird, wie ich vermute, an der verpfuschten Firmware liegen. Den reinen BridgeMode kann man ja auch auswählen und er startet ja dann auch neu,
nur nutzt es eben nix, da er immer und immer wieder in den "Router-Mode" geht.

Gruß
 

Gast31088

Gast
Und hier auch

Unitymedia: Kunden müssen WiFi-Spots selber aktivieren

https://www.computerbase.de/2017-06/unitymedia-verbraucherzentralre-nrw-wifi-spot/

Urteil: Schlappe für WLAN-Hotspots von Unitymedia

https://www.pcwelt.de/a/urteil-schlappe-fuer-wlan-hotspots-von-unitymedia,3447029

Urteil gegen die Unitymedia WiFiSpots: Kunde muss Zustimmung geben

http://winfuture.de/news,98015.html

Hotspot-Idee Pleite für Unitymedia vor Gericht – darum geht's...

http://www.express.de/ratgeber/digital/hotspot-idee-pleite-fuer-unitymedia-vor-gericht---darum-geht-s----27761572


MfG
Mops21
 

xysvenxy

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Ich frage mich ja auch, ob es seitens UM zulässig ist, bei mir mit offensichtlich jedem neu aufgespieltem Configfile mein WLAN wieder zu aktivieren (TC).
Das hat aber nix mit der config zu tun. Wenn man das WLAN deaktiviert (2,4 und 5) wird nach jedem Neustart des Geräts das 2,4er immer wieder aktiviert.
Wohingegen das 5er deaktiviert bleibt.
Also bleib einem nichts anderes über, als nach jedem Neustart / reset in die Einstellungen zu gehen und dies wieder abzuschalten.

Wird, wie ich vermute, an der verpfuschten Firmware liegen. Den reinen BridgeMode kann man ja auch auswählen und er startet ja dann auch neu,
nur nutzt es eben nix, da er immer und immer wieder in den "Router-Mode" geht.

Gruß
Mhhhmmm, das hatte ich eigentlich auch zuerst gedacht. Allerdings habe ich das WLAN mehrfach deaktivieren müssen obwohl das Gerät eine Uptime von mehreren Monaten anzeigte. Deswegen bin ich davon ausgegangen, dass da UM im Hintergrund was macht.
 

MartinDJR

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Das wäre sicher die Mehrheit der ~1 Mio Spot"betreiber".
Soviel ich weiß, ist der "Betreiber" der Hotspots nicht der Kunde, bei dem die ConnectBox zuhause steht, sondern Unitymedia selbst.

Der Kunde "vermietet" quasi nur den Platz für die ConnectBox an Unitymedia.
... die Alternative wäre, den Spot bei allen, die den nicht mal selbst explizit aktiviert haben, zu deaktivieren.
Oder bei "wichtigen Vertragsdetails" wird in Zukunft darauf geachtet, dass ausnahmslos JEDER Kunde eine Entscheidung treffen muss: Also nicht "Opt-In" oder "Opt-Out", sondern es wird irgendwie dafür gesorgt, dass du entweder "Ja" oder "Nein" sagen musst.
Ich frage mich ja auch, ob es seitens UM zulässig ist, bei mir mit offensichtlich jedem neu aufgespieltem Configfile mein WLAN wieder zu aktivieren (TC).
Ich denke mal: Auf jeden Fall ja.

Da es sich um einen providereigenen Router (TC) handelt, hat der Provider für die korrekte Funktionsweise des Routers zu sorgen, wozu er laut AGB "Software" auf den Router aufspielt. Der Begriff "Software" kann sehr, sehr weit ausgelegt werden (z.B. Configfile). Wenn der Provider nun der Meinung ist, dass zur "korrekten Funktionsweise" des Routers ein eingeschaltetes WLAN gehört, ist er sogar verpflichtet, das WLAN einzuschalten.

Würde es den TC7200 im freien Handel geben und du hättest dir einen eigenen gekauft (wer will schon einen TC7200?), dann wäre die Argumentation eine andere, nämlich:

Aus der Schnittstellenbeschreibung von Unitymedia (und der verlinkten DOCSIS-Spec.) geht sicherlich irgendwo hervor, dass der Provider prinzipiell Configfiles an die Router sendet und dass damit zu rechnen ist, dass so ein Configfile ein Kommando enthält, das das WLAN "einschalten würde". Da es bei einem gekauften Router nicht die Entscheidung des Providers, sondern die des Kunden ist, ob er das WLAN eingeschaltet haben will, ist es ein Bug des Routers, dass dieser die WLAN-Einstellung aus dem Config-File nicht ignoriert.

Diese Argumentation kann Unitymedia übrigens auch bringen, wenn eine gekaufte Fritzbox mit einem vom Provider eingespielten Software-Update zerschossen wurde - was wohl bereits vorgekommen ist: Die Box hätte das Softwareupdate ignorieren müssen.
 

hajodele

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Bei dem TC7200 handelt es sich wohl eher um einen handwerklichen Fehler.
An den lokalen Einstellungen eines Geräts darf auch der Provider nicht einfach so was ändern. Das hat nicht mit Eigentum zu tun, sondern das Gerät wurde zur Nutzung überlassen und da hat der Provider nichts zu fummeln.

Zum Urteil selbst:
Für mich ist das ein richtig typisches deutsches Urteil, das gut zu anderem deutschen Unfug passt:
Organspende - in vielen Ländern muss man widersprechen, in Deutschland muss man zustimmen. Das kostet jährlich jährlich viele Menschenleben, zumindest reduziert es die Lebensqualtität erheblich.
 

Grothesk

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Ich finde es eigentlich ganz praktisch. In Köln ist alle paar Meter ein Hotspot verfügbar. Die Verbreitung wird massiv zurückgehen, wenn man ein OptIn-Verfahren hat. Schade...
 

Gast31088

Gast
Hallo ihr

Was bedeutet das “WifiSpot-Urteil” des Langerichts Köln für den Kunden?

https://blog.unitymedia.de/2017/06/08/landgericht-koeln-keine-weitere-aufschaltung-von-wifispots-ohne-einverstaendnis-des-kunden/

MfG
Mops21
 
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