Gerichtsverfahren wegen DS-Lite - bitte um Erfahrungen

Diskutiere Gerichtsverfahren wegen DS-Lite - bitte um Erfahrungen im Unitymedia allgemein Forum im Bereich Rund um Unitymedia; Weil du dir das jetzt so definierst...

un1que

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Hast dir schön aus seinem Post rausgepickt was dir gefällt.
Ich habe mir nichts rausgepickt, sondern nur das beantwortet, was an mich gerichtet war.

Kabel- und Glasfaser Internet sind relativ jung und haben noch keine bedeutende Marktstellung (zumindest GF nicht, da nicht großflächig verfügbar).
Außerdem hat auch nicht jeder Kabel- und GF Tarif automatisch keine IPv4, sondern es gibt durchaus genügend Bestandskunden mit IPv4 und DS (bei der Telekom). Also kann man heutzutage schon bei einem marktüblichen Internetzugang eine IPv4 erwarten.
Stell dir mal vor alle Handytarife mit INTERNETZUGANG/Flat müssten auf native IPv4 gehen, wie viele Smartphones gibt es in Deutschland?.....
Oha, wüsste nicht, dass hier jemand das Thema der fehlenden öffentlichen IPv4 Adresse und damit marktunüblichem CGN im Mobilfunk angesprochen hätte. Mobilfunk und "Festnetz" sind 2 verschiedene Paar Schuhe und MF hat in dem Thema auch nichts verloren.
Oder musst du zufällig dein NAS oder Sicherheitskameras unterwegs vom Smartphone aus freigeben?
 

MartinDJR

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Also kann man heutzutage schon bei einem marktüblichen Internetzugang eine IPv4 erwarten.
Wie gesagt: Ich schätze dass 20-25% der PC-Nutzer in Deutschland IPv4 nur per CGN bekommen (Mobilgeräte nicht mitgerechnet, Zwangsrouter o.Ä., bei denen man keine Ports freischalten kann, aber schon).

Und wie ich es bereits geschrieben habe: Bei 99% Festnetz-Anschlüssen mit IPv4 könnte man das Argument "marktüblich" mit Sicherheit bringen, bei 55% mit Sicherheit nicht mehr. Ich gehe davon aus, bereits bei 20-25% das Argument "marktüblich" nicht mehr greift.
 

GoaSkin

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Wenn man eine Dienstleistung bestellt, dann kann man exakt das erwarten, was in der Produktbeschreibung steht. Nicht mehr und nicht weniger. Also vergesst es, mit Marktüblichkeit etc. euch irgendwelche Produkteigenschaften zurechtzuspinnen!
 

Gizeh775

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Ihr dreht es euch sehr wohl so hin wie ihr es gerade braucht.

Erst redet ihr von der Definition eines "marktüblichen" Internetzuganges, dann wird daraus Festnetz, dann wird daraus auf einmal ausschließlich Kabel.
Wenn ihr über den MARKTÜBLICHEN INTERNETZUGANG sprechen wollt, MÜSST ihr ALLE Formen des Internetzuganges die wir in Deutschland haben mit in eure Liste nehmen. Ansonsten sprecht ihr über den marktüblichen Internetzugang per KABEL.

Und bei Kabel ist DS-Lite marktüblich.

Nochmal mein Hinweis: Einer von euch hat doch bestimmt ne Rechtsschutzversicherung die auch so Sachen prüft, lasst das doch mal machen. Oder ruft bei dem Verbraucherschutz an, ihr habt 0 Aussicht auf Erfolg mit eurem mimimi.
Vor allem selbst wenn es zu einem Verfahren, einer außergerichtlichen Einigung, einem Gesetzesentwurf kommt wird auch der Standard hinzugezogen und geprüft, dann habt ihr auf einmal alle DS-Lite am festen Internetanschluss oder vielleicht nur noch IPv6 und könnt dann von Mobil gar nicht mehr drauf zu greifen, macht euch das dann glücklicher?

Ihr dreht und definiert euch alles so wie ihr es für eure Argumentation braucht, aber so führt das nirgends hin...
Wenn man eine Dienstleistung bestellt, dann kann man exakt das erwarten, was in der Produktbeschreibung steht. Nicht mehr und nicht weniger. Also vergesst es, mit Marktüblichkeit etc. euch irgendwelche Produkteigenschaften zurechtzuspinnen!
Aufgrund einer nicht vorhanden Erklärung zu dem Produktmerkmal IPv4/IPv6 ist eben schon das marktübliche - das gängige, der Standard - interessant.
Schließlich ist im gesamten UM Vertrag/AGB IPv... nicht erwähnt und auch kein Dualstack, Dualstack Lite oder anders.
 

MartinDJR

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... was in der Produktbeschreibung steht. ... Also vergesst es, mit Marktüblichkeit etc. ...
So ganz unrecht hat er nicht:

Wenn aus der Produktbeschreibung nicht hervorgeht, was genau mit einem bestimmten Wort (z.B. "Internet-Zugang") gemeint ist, ist es meines Wissens tatsächlich so, dass die Gerichte annehmen, dass darunter das verstanden wird, was der durchschnittliche Kunde darunter versteht.

Da UnityMedia an keiner Stelle erwähnt, ob der "Internet-Anschluss" DS-Lite oder IPv4 ist, würde das hier zutreffen.

Wenn das stimmt, wäre die Frage aber nicht: "Ist DS-Lite marktüblich?", sondern: "Würden die meisten Kunden DS-Lite als 'Internet' bezeichnen?". 90% der Kunden würden den Unterschied zwischen Internet über IPv4-CGNAT, DS-Lite, nativem IPv4 und nativem DualStack aber nicht unterscheiden können...
Erst redet ihr von der Definition eines "marktüblichen" Internetzuganges, dann wird daraus Festnetz, dann wird daraus auf einmal ausschließlich Kabel.
Die Frage wäre an dieser Stelle wohl: Erwartet der Kunde, der einen Anschluss bei UM bucht, einen "typischen Internet-Zugang", einen "typischen Festnetz-Internet-Zugang" oder einen "typischen Kabel-Internet-Zugang".
Vor allem selbst wenn ..., dann habt ihr auf einmal alle DS-Lite am festen Internetanschluss ...
Das würde wahrscheinlich aber dazu führen, dass früher oder später alle Anschlüsse (und Mobilprovider) IPv6-fähig sein werden. Somit wäre das "DS-Lite-Problem" auch gelöst.
 
Reiner_Zufall

Reiner_Zufall

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Ein durchschnittlicher Kunde greift nicht von außen auf die Nas zu und VPN ist ein Fremdwort. Somit spricht nichts gegen Ds Lite für den "durchschnittlichen" Kunden...
 

GoaSkin

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Ich schätze, Unitymedia würde bei Androhung einer Klage einfach IPv4 schalten. Da die ZPO eine gescheiterte, gütliche Einigung voraussetzt, um überhaupt klagen zu können, wird so vermieden, dass sich ein Richter mit diesem Thema befassen muss. IPv4 schalten kostet einen einzigen Mausklick; die Vorbereitung auf einen Prozess viel Zeit, Geld und Ärger.
 

hajodele

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Ich schätze, Unitymedia würde bei Androhung einer Klage einfach IPv4 schalten. Da die ZPO eine gescheiterte, gütliche Einigung voraussetzt, um überhaupt klagen zu können, wird so vermieden, dass sich ein Richter mit diesem Thema befassen muss. IPv4 schalten kostet einen einzigen Mausklick; die Vorbereitung auf einen Prozess viel Zeit, Geld und Ärger.
Das wäre aber für den TE schade, da er ja so gerne um alles klagt, wenn man so seine Beiträge liest.
Ich glaube übrigens nicht, dass das ohne Anwalt passieren wird. Das haben schon hunderte erfolglos probiert.

Übrigens hat der TE immer noch nicht definiert, ob er
a) einfach eine IPv4 haben möchte
b) UM dazu zwingen möchte, IPv6/DS-Lite in die Angebotstexte zu integrieren
c) er womöglich DS haben möchte
d) er vom Vertrag zurücktreten möchte
e) er einfach nur klagen möchte, weil er zu viel Geld hat.
f) sonstiges

Wenn man (vor Gericht) klagt, sollte man ja igendwie definieren, was man will.
Meine Oma hat früher als auch geklagt "tut mir mein Kreuz so weh" .... (Daraus hat Wolfgang Ambross später einen Song gemacht)
 

MartinDJR

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IPv4 schalten kostet einen einzigen Mausklick; die Vorbereitung auf einen Prozess viel Zeit, Geld und Ärger.
Nur was würde passieren, wenn das rauskommt?

Zunächst mal würden die ganzen Privatkunden, die nur wegen IPv4 einen Bussiness-Vertrag genommen haben, einen normalen Privatkundenvertrag nehmen und auf IPv4 bestehen (die Preisdifferenz ist höher als das, was ein Anwalt kostet). Weitere Kunden würden möglicherweise auf IPv4 bestehen und der IPv4-Adressvorrat von UM komplett aufgebraucht werden, so dass UM keine Bussiness-Verträge mehr verkaufen kann.

Wahrscheinlich würde UM Neukunden dann nur noch "DS-Lite-Internet-Anschlüsse" verkaufen und Bestandskunden ggf. vor die Wahl stellen, ob sie einen "DS-Lite-Internet-Anschluss" haben oder lieber zum Vertragsende gekündigt haben wollen...
 

GoaSkin

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IPv4 schalten kostet einen einzigen Mausklick; die Vorbereitung auf einen Prozess viel Zeit, Geld und Ärger.
Nur was würde passieren, wenn das rauskommt?

Zunächst mal würden die ganzen Privatkunden, die nur wegen IPv4 einen Bussiness-Vertrag genommen haben, einen normalen Privatkundenvertrag nehmen und auf IPv4 bestehen (die Preisdifferenz ist höher als das, was ein Anwalt kostet). Weitere Kunden würden möglicherweise auf IPv4 bestehen und der IPv4-Adressvorrat von UM komplett aufgebraucht werden, so dass UM keine Bussiness-Verträge mehr verkaufen kann.

Wahrscheinlich würde UM Neukunden dann nur noch "DS-Lite-Internet-Anschlüsse" verkaufen und Bestandskunden ggf. vor die Wahl stellen, ob sie einen "DS-Lite-Internet-Anschluss" haben oder lieber zum Vertragsende gekündigt haben wollen...
Auch die Leute mit Business-Vertrag haben eine Mindestvertragslaufzeit abzuwarten, bis sie in einen Privatkundentarif wechseln könnten. Vermutlich sind das aber garnicht so viel Leute, die sich wegen DS-Lite beschweren oder aus diesem Grund einen Business-Vertrag haben. Würden wirklich die Massen damit ein Problem haben, hätte es diesbezüglich wohl auch schon Klagen gegeben; wobei sich dann aber nicht irgendein Hansel mit Unitymedia vor Gericht streiten würde, sondern eher eine Verbraucherschutz-Organisation oder ein Fachpresseverlag. Dies ist aber auch ein paar Jahre nach der Einführung von DS-Lite nicht passiert. Für Unitymedia wäre es das kleinere Übel, ein paar Leuten auf Beschwerde hin IPv4 zu schalten, als sich deswegen zu streiten. Anders sieht es aus, wenn das Beispiel Schule macht.
 

Gizeh775

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Auch die Leute mit Business-Vertrag haben eine Mindestvertragslaufzeit abzuwarten, bis sie in einen Privatkundentarif wechseln könnten. Vermutlich sind das aber garnicht so viel Leute, die sich wegen DS-Lite beschweren oder aus diesem Grund einen Business-Vertrag haben. Würden wirklich die Massen damit ein Problem haben, hätte es diesbezüglich wohl auch schon Klagen gegeben; wobei sich dann aber nicht irgendein Hansel mit Unitymedia vor Gericht streiten würde, sondern eher eine Verbraucherschutz-Organisation oder ein Fachpresseverlag. Dies ist aber auch ein paar Jahre nach der Einführung von DS-Lite nicht passiert. Für Unitymedia wäre es das kleinere Übel, ein paar Leuten auf Beschwerde hin IPv4 zu schalten, als sich deswegen zu streiten. Anders sieht es aus, wenn das Beispiel Schule macht.
Wieder die Einweg-Sichtweise, vielleicht hat sich eine "Verbraucherschutz-Organisation" schon damit beschäftigt und festgestellt dass es keinen Sinn hätte, weil es korrekt so ist?
Wo wir wieder beim eigentlichen Thema wären: Fragt DORT mal nach wenn es euch so interessiert...
 

hajodele

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Das kleinste Übel ist ein kleiner Text bei den Angeboten:
"Wir benutzen jetzt schon das zukunftsweisende IPv6/DS-Lite"

Es geht ja nicht darum, dass das eingesetzt wird.
Es geht nur darum, dass der Kunde darüber informiert sein soll.
In der Praxis wird das von den Meisten sowieso überlesen.

In meiner Umgebung kommen die meisten "Business"-Verträge aus der Gamer-Ecke.
 

MartinDJR

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mit PS4 und PC kann über DS-Lite alles zocken
In einem anderen Beitrag hat jemand geschrieben, dass die Sony PlayStation mit CGNAT gut zurecht kommt, aber die Nintendo WII nicht!

Die Microsoft Xbox ist wohl prinzipiell IPv6-only, hatte aber diesen Bug, dass sie immer einen IPv4-only-Anschluss erkannt und deswegen auch am DS-Lite-Anschluss versucht hat, über einen Tunnel über Microsoft's SIXXS-Konkurrenz aufzubauen...
 

ifei

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Das kleinste Übel ist ein kleiner Text bei den Angeboten:
"Wir benutzen jetzt schon das zukunftsweisende IPv6/DS-Lite"

Es geht ja nicht darum, dass das eingesetzt wird.
Es geht nur darum, dass der Kunde darüber informiert sein soll.
In der Praxis wird das von den Meisten sowieso überlesen.

In meiner Umgebung kommen die meisten "Business"-Verträge aus der Gamer-Ecke.
Könntest du bei diese Business-Gamer anfragen ob die Lust hätten sich schriftlich als Zeugen zu den Nachteilen und Grunde für den Wechsel zu business zu äußern?
Ja, dein Satz ("Wir benutzen jetzt schon das zukunftsweisende IPv6/DS-Lite") wäre die light-light Art den Kunden zu informieren und ich fände diese so wie von dir geschrieben nicht in Ordnung. Es gibt aktuell jedoch 0 Informationen zu ds-lite.
Wie gesagt: Ich schätze dass 20-25% der PC-Nutzer in Deutschland IPv4 nur per CGN bekommen (Mobilgeräte nicht mitgerechnet, Zwangsrouter o.Ä., bei denen man keine Ports freischalten kann, aber schon).
Könntest du bitte genauer erklären wie du zu diese Zahlen kommst? Was du zuerst meiner Meinung nach rausrechnen müsstest wären Zwangsrouter. Unitymedia schaltet Kunden mit ein Vertragsbeginn von ca 2013 und später eigene Router. Kunden vom Zeitraum davor haben meines Wissens nach alle IPv4.
Ich vermute wie schon mal geschrieben einen Marktanteil von ca 5%.
Gibt es irgendwo überhaupt Zahlen dazu? Vielleicht wäre ein "Interner" bei den ISP's so nett und würde hier entsprechende Zahlen hier oder sonst wo anonym posten.
Wenn das stimmt, wäre die Frage aber nicht: "Ist DS-Lite marktüblich?", sondern: "Würden die meisten Kunden DS-Lite als 'Internet' bezeichnen?". 90% der Kunden würden den Unterschied zwischen Internet über IPv4-CGNAT, DS-Lite, nativem IPv4 und nativem DualStack aber nicht unterscheiden können...
Sehr, sehr interessant. Wie kommst du darauf, dass das Gericht danach beurteilen wird was ein normaler User "macht" anstatt "machen könnte"? Könntest du mir ein paar Beispiele in Form von Urteilsnummern geben? Falls nicht ggf eine andere Erklärung nicht unbedingt basierend auf Urteilsnummern.
Ich kann mir das nicht vorstellen.
Ein Beispielsurteil könnte lauten: "Firma akzeptiert als gültige E-Mail Adresse vom Kunden nur @t-online.de, @web.de, @gmail.com, ... jedoch nicht seinen eigenen aufgesetzten mailserver mit seiner eigenen Domain - Kunde verliert vor Gericht". So etwas wäre teil eines Todesurteils fürs freie Internet/Netzneutralität und eine Art Diskriminierung.
Ich schätze, Unitymedia würde bei Androhung einer Klage einfach IPv4 schalten. Da die ZPO eine gescheiterte, gütliche Einigung voraussetzt, um überhaupt klagen zu können, wird so vermieden, dass sich ein Richter mit diesem Thema befassen muss. IPv4 schalten kostet einen einzigen Mausklick; die Vorbereitung auf einen Prozess viel Zeit, Geld und Ärger.
Auch sehr sehr interessant. Mir liegt eine schriftliche Absage vor, dass man mir nichts anderes als DS-Lite schalten möchte.
Wenn ich jetzt klage, Unitymedia sagt "oh, ok, sorry, schalten wir doch und übernehmen die Gerichtsgebühren", sagt das Gericht dann echt "ok, da jetzt IPv4 geschaltet und finanzielle Nachteile geklärt, wird kein Urteil gesprochen"?

Könntest du mir Beispiele nennen wo das so verlaufen ist?
Das wäre aber für den TE schade, da er ja so gerne um alles klagt, wenn man so seine Beiträge liest.
Nein ich klage nicht einfach nur gerne. Ich finde das läuft bei Unitymedia falsch (0 Info, ich bin darauf reingefallen) und ich möchte dies, wo ich es gerade sowieso für mich korrigiere direkt so korrigieren, dass sich jeder andere darauf berufen kann.
Allgemeine Info: Ich hasse dementsprechend Schiedsgerichte :D
Ich glaube übrigens nicht, dass das ohne Anwalt passieren wird. Das haben schon hunderte erfolglos probiert.
Kannst du mir dazu die Urteilsnummern nennen? Ich fand leider nichts.
Übrigens hat der TE immer noch nicht definiert, ob er
a) einfach eine IPv4 haben möchte
b) UM dazu zwingen möchte, IPv6/DS-Lite in die Angebotstexte zu integrieren
c) er womöglich DS haben möchte
d) er vom Vertrag zurücktreten möchte
e) er einfach nur klagen möchte, weil er zu viel Geld hat.
f) sonstiges

Wenn man (vor Gericht) klagt, sollte man ja igendwie definieren, was man will.
a und b treffen zu.
c wird es wohl automatisch werden, da dies in den früheren Posts erklärt wurde und anscheinend als heutige voraussetzung laut RFC/... gilt.
d - nein
e - nein
 

Gizeh775

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Wie gesagt: Ich schätze dass 20-25% der PC-Nutzer in Deutschland IPv4 nur per CGN bekommen (Mobilgeräte nicht mitgerechnet, Zwangsrouter o.Ä., bei denen man keine Ports freischalten kann, aber schon).
Könntest du bitte genauer erklären wie du zu diese Zahlen kommst? Was du zuerst meiner Meinung nach rausrechnen müsstest wären Zwangsrouter. Unitymedia schaltet Kunden mit ein Vertragsbeginn von ca 2013 und später eigene Router. Kunden vom Zeitraum davor haben meines Wissens nach alle IPv4.
Ich vermute wie schon mal geschrieben einen Marktanteil von ca 5%.
Gibt es irgendwo überhaupt Zahlen dazu? Vielleicht wäre ein "Interner" bei den ISP's so nett und würde hier entsprechende Zahlen hier oder sonst wo anonym posten.

Ich habe zu den Zahlen mal eine Anfrage an heise und co geschickt ob sie mal bei UM Anfragen können wie viele Leute hinter DS-Lite hängen. Aber ich denke wir sind da bei über 25%, wobei das natürlich reine Spekulation ist.
Wenn das stimmt, wäre die Frage aber nicht: "Ist DS-Lite marktüblich?", sondern: "Würden die meisten Kunden DS-Lite als 'Internet' bezeichnen?". 90% der Kunden würden den Unterschied zwischen Internet über IPv4-CGNAT, DS-Lite, nativem IPv4 und nativem DualStack aber nicht unterscheiden können...
Sehr, sehr interessant. Wie kommst du darauf, dass das Gericht danach beurteilen wird was ein normaler User "macht" anstatt "machen könnte"? Könntest du mir ein paar Beispiele in Form von Urteilsnummern geben? Falls nicht ggf eine andere Erklärung nicht unbedingt basierend auf Urteilsnummern.
Ich kann mir das nicht vorstellen.
Ein Beispielsurteil könnte lauten: "Firma akzeptiert als gültige E-Mail Adresse vom Kunden nur @t-online.de, @web.de, @gmail.com, ... jedoch nicht seinen eigenen aufgesetzten mailserver mit seiner eigenen Domain - Kunde verliert vor Gericht". So etwas wäre teil eines Todesurteils fürs freie Internet/Netzneutralität und eine Art Diskriminierung.
Das ist wieder so ein Apfel Birnen Vergleich.

Ich glaube eher dass das Gericht nacht Produktbeschreibung in der kein IPv4/IPv6 erwähnt ist entscheiden wird, da es aber nicht erwähnt wird tatsächlich nach dem marktüblichem und/oder dem Kabelanschluss üblichem und/oder dem Standard gehen wird und da sieht es dann für dich leider in meinen Augen eng aus, da DS-Lite dem Standard entspricht und in meinen Augen marktüblich ist.

Die nicht vorhandene Aufklärung darüber kann man weglassen, weil da GAR NICHTS dazu erwähnt ist, hättest du auch fragen können. Weil du davon ausgegagen bist dass es wie deine Internetanschlüsse zuvor IPv4 tauglich sind, was aber laut standard das veraltete ist.
Ich denke das ist ein sehr schwieriges Thema und dort sollte man eher dafür Sorgen, vielleicht per Petition beim Bundestag, dass dort eine Gesetz geschaffen wird, in dem der "Internetzugang" definitert wird.
Ich schätze, Unitymedia würde bei Androhung einer Klage einfach IPv4 schalten. Da die ZPO eine gescheiterte, gütliche Einigung voraussetzt, um überhaupt klagen zu können, wird so vermieden, dass sich ein Richter mit diesem Thema befassen muss. IPv4 schalten kostet einen einzigen Mausklick; die Vorbereitung auf einen Prozess viel Zeit, Geld und Ärger.
Auch sehr sehr interessant. Mir liegt eine schriftliche Absage vor, dass man mir nichts anderes als DS-Lite schalten möchte.
Wenn ich jetzt klage, Unitymedia sagt "oh, ok, sorry, schalten wir doch und übernehmen die Gerichtsgebühren", sagt das Gericht dann echt "ok, da jetzt IPv4 geschaltet und finanzielle Nachteile geklärt, wird kein Urteil gesprochen"?

Könntest du mir Beispiele nennen wo das so verlaufen ist?
Ich weiß auch nicht wie man hier auf den Trichter kam wieso man in diesem Fall eine außergerichtliche Streitschlichtung anstreben sollte. Das wäre eher Kontraproduktiv vor allem bei der Absicht einen Präzedenzfall zu schaffen.
Und auch rechtlich nicht nötig, da es nicht zu den Dingen gehört die eine außergerichtliche Schlichtung verlangen, zumindest in BaWü, weiß nicht wie das in den anderen Bundesländern aussieht.
Aber wie die ganze Zeit schon, sprich mit einem Anwalt oder dem Verbraucherschutz darüber.

Aber bei Interesse hierzu, die entsprechenden Landesgesetze studieren, die alle durch §15a EGZPO eingebunden sind.
Das wäre aber für den TE schade, da er ja so gerne um alles klagt, wenn man so seine Beiträge liest.
Nein ich klage nicht einfach nur gerne. Ich finde das läuft bei Unitymedia falsch (0 Info, ich bin darauf reingefallen) und ich möchte dies, wo ich es gerade sowieso für mich korrigiere direkt so korrigieren, dass sich jeder andere darauf berufen kann.
Allgemeine Info: Ich hasse dementsprechend Schiedsgerichte :D
Ich glaube übrigens nicht, dass das ohne Anwalt passieren wird. Das haben schon hunderte erfolglos probiert.
Kannst du mir dazu die Urteilsnummern nennen? Ich fand leider nichts.
Übrigens hat der TE immer noch nicht definiert, ob er
a) einfach eine IPv4 haben möchte
b) UM dazu zwingen möchte, IPv6/DS-Lite in die Angebotstexte zu integrieren
c) er womöglich DS haben möchte
d) er vom Vertrag zurücktreten möchte
e) er einfach nur klagen möchte, weil er zu viel Geld hat.
f) sonstiges

Wenn man (vor Gericht) klagt, sollte man ja igendwie definieren, was man will.
a und b treffen zu.
c wird es wohl automatisch werden, da dies in den früheren Posts erklärt wurde und anscheinend als heutige voraussetzung laut RFC/... gilt.
d - nein
e - nein
RFC sagt IPv6 Pflicht - IPv4 eher optional
 

GoaSkin

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Ich schätze, Unitymedia würde bei Androhung einer Klage einfach IPv4 schalten. Da die ZPO eine gescheiterte, gütliche Einigung voraussetzt, um überhaupt klagen zu können, wird so vermieden, dass sich ein Richter mit diesem Thema befassen muss. IPv4 schalten kostet einen einzigen Mausklick; die Vorbereitung auf einen Prozess viel Zeit, Geld und Ärger.
Auch sehr sehr interessant. Mir liegt eine schriftliche Absage vor, dass man mir nichts anderes als DS-Lite schalten möchte.
Wenn ich jetzt klage, Unitymedia sagt "oh, ok, sorry, schalten wir doch und übernehmen die Gerichtsgebühren", sagt das Gericht dann echt "ok, da jetzt IPv4 geschaltet und finanzielle Nachteile geklärt, wird kein Urteil gesprochen"?

Könntest du mir Beispiele nennen wo das so verlaufen ist?
Ich weiß auch nicht wie man hier auf den Trichter kam wieso man in diesem Fall eine außergerichtliche Streitschlichtung anstreben sollte. Das wäre eher Kontraproduktiv vor allem bei der Absicht einen Präzedenzfall zu schaffen.
Und auch rechtlich nicht nötig, da es nicht zu den Dingen gehört die eine außergerichtliche Schlichtung verlangen, zumindest in BaWü, weiß nicht wie das in den anderen Bundesländern aussieht.
Aber wie die ganze Zeit schon, sprich mit einem Anwalt oder dem Verbraucherschutz darüber.

Aber bei Interesse hierzu, die entsprechenden Landesgesetze studieren, die alle durch §15a EGZPO eingebunden sind.
Lest euch mal die Zivilprozessordnung durch!
Zivilklagen werden von den Gerichten nur behandelt, wenn eine außergerichtliche Einigung wegen einer Streitsache bereits gescheitert ist. D.h. wenn man es noch nicht einmal probiert hat, sich mit Unitymedia wegen der IP-Vergabe zu einigen und dem Gericht demzufolge auch nicht nachweist, dass man eine Einigung versucht hat, wird eine Klage schon aus diesem Grund abgelehnt. Und dafür reicht es nicht, dass irgendein Callcenter auf eine Anfrage hin gesagt hat, dass es keine IPv4-Adresse gibt. Das muss in einem juristisch korrekten Schreiben angefordert werden, was besser ein Anwalt machen sollte.
 

Gizeh775

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Nur in bestimmten Fällen KÖNNEN die Länder per Gesetz eine außergerichtliche Schlichtung verlangen. Bei diesem Fall sehe ich als nicht Jurist aber nach dem von mir gelinktem § und dem Landesgesetz von BaWü keinen Grund dafür, bei Hessen übrigens auch nicht. UM ist Köln, also muss man sich das Landesgesetz von NRW zum Thema außergerichtliche Schlichtung nach §15a EGZPO reinziehen...
 

hajodele

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Ihttps://www.bundesnetzagentur.de/cln_1412/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Verbraucher/Streitbeilegung/streitbeilegung-node.html
 

Gizeh775

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Ihttps://www.bundesnetzagentur.de/cln_1412/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Verbraucher/Streitbeilegung/streitbeilegung-node.html
Kontext? Warum linkst du das?
Der TE KANN, muss und will aber in diesem Zusammenhang keine außergerichtliche Schlichtung. Weil er einen Fall schaffen will den andere als Grund für was auch immer herziehen können. Ob das klappt ist ein anderes Thema, aber die Schlichtung der Bundesnetzagentur hilft ihm dabei nicht. :D
 

MartinDJR

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Könntest du bitte genauer erklären wie du zu diese Zahlen kommst?
...
Ich vermute wie schon mal geschrieben einen Marktanteil von ca 5%.
Die 20-25% sind nur eine Schätzung von mir.

Eine Zahl habe ich aber mal 2014 oder 2015 irgendwo gelesen: Irgendwer hat damals versucht, den DS-Lite- und 464xlat-Anteil aus Messwerten zu bestimmen und ist damals bereits auf 10% gekommen. Durch den Glasfaserausbau durch lokale Provider (die nur DS-Lite liefern können, ob sie wollen oder nicht) wird dieser Anteil inzwischen nochmal deutlich gestiegen sein. Hinzu kommen noch Provider, die IPv4 über CGNAT aber kein IPv6 dazu liefern.

Wenn die Zahl 10% im Jahr 2014 oder 2015 gestimmt hat, müsste der Anteil heute also deutlich über 10% und nicht bei 5% liegen.
Was du zuerst meiner Meinung nach rausrechnen müsstest wären Zwangsrouter.
Ich rede nur von Zwangsroutern, bei denen die Firewall alles dicht macht und man als Kunde die Firewalleinstellungen nicht ändern kann. Es gab mehrere IPv4-only-Provider, bei denen das so lief.

Je nach Zeitpunkt des Vertagsabschlusses und Vertragslaufzeit gelten Zwangsrouter genau so wie ein CGNAT noch bis August 2018 als Teil des Netzes des Providers - genau so wie der CGNAT-Router im RZ des Providers.

Wo liegt der Unterschied, ob der NAT des Providers bei dir im Haus oder im Rechenzentrum des Providers steht? Du hast in beiden Fällen Internet nur über NAT.
Sehr, sehr interessant. Wie kommst du darauf, dass das Gericht danach beurteilen wird was ein normaler User "macht" anstatt "machen könnte"?
Diese Argumentation würde möglicherweise durchgehen, wenn du das an allen anderen Providern "machen könntest".

Die Liste der (kleineren) Provider, die nur noch DS-Lite liefert, ist aber ziemlich lang - wahrscheinlich länger als die Liste der Provider, die IPv4 liefern...

Außerdem ist deine Argumentation die folgende:
Ich verlange, dass mir der Provider eine Funktion liefert, die laut internationalen Standards "optional" ist und die er mir nirgends zugesichert hat, und zwar nur, weil ich damit etwas machen will, von dem im Vertrag, den ich unterschrieben habe drinsteht, dass ich es nicht tun darf.
Ob du mit dieser Argumentation durchkommst, ist für mich extrem fraglich.
So etwas wäre teil eines Todesurteils fürs freie Internet/Netzneutralität und eine Art Diskriminierung.
Was hat die Netzneutralität mit deinem Fall zu tun?

"Netzneutralität" bedeutet, dass alle Datenpakete gleichberechtigt geroutet werden müssen. Es bedeutet nicht, dass du einen Anspruch auf eine IPv4-Adresse hast. Und wenn in deinem Vertrag drinsteht, dass du keinen Server betreiben darfst, wirst du dich wohl auch nicht auf die Netzneutralität berufen können - schließlich hast du selbst unterschrieben.
Mir liegt eine schriftliche Absage vor, dass man mir nichts anderes als DS-Lite schalten möchte.
Wenn ich jetzt klage, Unitymedia sagt "oh, ok, sorry, schalten wir doch und übernehmen die Gerichtsgebühren", ...
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es so laufen wird. Die würden die Klage durchziehen und bei Verlust sämtliche DS-Lite-Kunden per Opt-In vor die Wahl stellen: Änderung des Vertrages von "Internet-Anschluss" auf "DS-Lite-Anschluss" oder Kündigung des Vertrages zum nächstmöglichen Termin.

Gewonnen hättest du rein gar nichts.
Ich finde das läuft bei Unitymedia falsch (0 Info, ich bin darauf reingefallen) und ich möchte dies, wo ich es gerade sowieso für mich korrigiere direkt so korrigieren, dass sich jeder andere darauf berufen kann.
Die Frage ist: Wenn ein Anbieter (egal ob Provider oder Autoverkäufer) nichts explizit zu einer Leistung sagt, die zwar bei den wenigen "großen" Konkurrenten inklusive ist, bei den meisten kleineren Konkurrenten aber noch nicht mal gegen Aufpreis gebucht werden kann, kann man dann als Kunde davon ausgehen, dass diese Leistung dabei ist oder nicht?

Was ich bei UM nicht fair finde, ist, dass sie in solchen Fällen dem Kunden kein Sonderkündigungsrecht einräumen.
a und b treffen zu.
c wird es wohl automatisch werden, ...
Zu a): Wenn du das vor Gericht erstreiten würdest, würdest du wohl sofort nach dem Prozess die Kündigung zum nächstmöglichen Termin bekommen.

Zu b): Ich hoffe mal, dass die Bundesnetzagentur sich bereits darum kümmert. Auf meine Nachfrage habe ich immer noch keine Antwort bekommen.

Zu c): In BaWü geht das wohl, im Rest des UM-Gebietes nicht. Ich vermute, dass UM gar nicht die Technik hat, dort echtes DS zu schalten.
Nur in bestimmten Fällen KÖNNEN die Länder per Gesetz eine außergerichtliche Schlichtung verlangen...
Gibt es nicht im Telekommunikationsgesetz eine Regelung dazu?
Das wäre eher Kontraproduktiv vor allem bei der Absicht einen Präzedenzfall zu schaffen.
Soviel ich weiß ist da diese Verordnung in der Mache, dass die Bundesnetzagentur vorschreiben darf, auf was der Provider die Kunden unbedingt hinweisen muss.

Wenn die BNA erst mal massenhaft Schlichtungsfälle zum Thema DS-Lite oder IPv4-only (was auch bald als Problem gesehen wird) hat, wird sie die Provider sicherlich dazu verdonnern, die Kunden vor Vertragsabschluss darauf hinzuweisen, wenn kein echtes DualStack angeboten wird.
 

GoaSkin

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Nur in bestimmten Fällen KÖNNEN die Länder per Gesetz eine außergerichtliche Schlichtung verlangen. Bei diesem Fall sehe ich als nicht Jurist aber nach dem von mir gelinktem § und dem Landesgesetz von BaWü keinen Grund dafür, bei Hessen übrigens auch nicht. UM ist Köln, also muss man sich das Landesgesetz von NRW zum Thema außergerichtliche Schlichtung nach §15a EGZPO reinziehen...
Nein... in ganz Deutschland wird der Versuch einer außergerichtlichen Schlichtung verlangt, um zivilrechtlich klagen zu können - nicht die erfolgte Schlichtung. Die ZPO ist Bundesrecht. Wenn der Versuch einer außergerichtlichen Einigung fehlgeschlagen ist, kann man klagen. DANN kann das Gericht in bestimmten Fällen den Ball wieder zurück spielen und sagen "schlichtet das außergerichtlich!".

Um einmal Wikipedia zu zitieren, was vielleicht einfacher ist, als Paragraphen:
Das Klageverfahren beginnt mit der Klageerhebung durch einen Schriftsatz (Klageschrift) schriftlich oder bei amtsgerichtlichen Verfahren auch mündlich zu Protokoll der Geschäftsstelle. Vor Einreichung einer Klage ist zu beachten, dass immer eine gütliche Beilegung vor einer Schlichtungsstelle veranlasst werden soll, um den Prozess zu vermeiden. Erst wenn diese Güteverhandlung als fruchtlos (gescheitert) gilt, soll Klage eingereicht werden. Ebenfalls ist zu beachten, dass das Gericht in der Regel erst nach Einzahlung eines Kostenvorschusses tätig wird. Dann kann das Gericht einen frühen ersten Termin bestimmen oder stellt dem Beklagten die Klage zu und setzt eine Frist zur Verteidigungsanzeige sowie anschließend noch eine weitere Frist zur Klageerwiderung. Die Klageschrift muss die Bezeichnung der Parteien und des Gerichts, die Angabe des Gegenstands und des Grundes des erhobenen Anspruchs sowie einen bestimmten Antrag enthalten (§ 253 ZPO).
 

Gizeh775

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Wie muss formell denn dieser Versuch aussehen, also ich saß selbst bereits als Beklagter in einem Zivilprozess und alles was dort außergerichtlich stattgefunden hat war: "Mach bis zu Datum Y, dass X umgesetzt ist sonst Klageeinreichung an Datum Z"
Und es gab in dem Fall auch keine gerichtliche Güteverhandlung.
 

GoaSkin

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Wenn du wirklich klagen willst, dann nimm dir einen Anwalt! Es kommt sowohl beim Versuch einer gütlichen Einigung als auch bei der Klageschrift auf sehr viele formelle Details an, die alle korrekt sein müssen (nennt sich bei den Juristen "Sorgfaltpflicht"). Das kann man fast nur als Jurist vom Fach richtig machen.

Dir wird hier niemand effektiv dabei helfen können, dir das Geld für einen Anwalt sparen zu können. Am besten mal zu einem Gericht gehen, wenn gerade einmal Anwaltsvereine im Haus sind (meist 1x in der Woche). Dann gibt es Erstberatungen für 10-20 Euro.
 
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