Gerichtsverfahren wegen DS-Lite - bitte um Erfahrungen

Diskutiere Gerichtsverfahren wegen DS-Lite - bitte um Erfahrungen im Unitymedia allgemein Forum im Bereich Rund um Unitymedia; Da stehen so Sachen wie "ich" und "mich" in meiner Aussagen. Es ging mir darum, dass es eben nicht so einfach ist wie Genau darum geht es eben...

johnripper

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Wenn zZ jetzt meint, also genau heute, dann ist für mich ein IPv4-only Anschluss ein 100%iger Internetanschluss. Ich benötige derzeit kein IPv6.
Naja, beachtlich viele Kunden benötigen keine eingehenden IPv4-Verbindungen, ist deshalb DSLite 100% Internet?
Da stehen so Sachen wie "ich" und "mich" in meiner Aussagen.
Es ging mir darum, dass es eben nicht so einfach ist wie
Eigentlich müssten wir uns einig sein, dass zur Zeit nur Dual Stack ein 100%iger Internetzugang ist.
Genau darum geht es eben hier:
a) Wie definiert sich eigentlich die Dienstleistung "Internet" -> Wie sieht der potentielle Vertragsgegenstand aus und welche Eigenschaft hat er?
b) Auf was haben sich der Kunde und UM eigentlich geeinigt? -> Ist der gewünschte Vertragsgegenstand auch tatsächlich Gegenstand des Vertrages geworden??
c) Hat der Kunde eine reale Chance, das Recht auf Leistung auch durchzusetzen? -> Kann der Kunde sich auf diesen Vertrag berufen?

Wir sind uns offensichtlich ja schon bei a) nicht einig.
 

MartinDJR

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Ich weiß zwar nicht, was user "addicted" mit "z.Z." meint, aber ich würde damit den Zeitraum beschreiben, in dem einige Server (dazu zählen auch private NAS-Server etc.) IPv6-only erreichbar sind, als auch einige Internet-Anschlüsse noch IPv4-only unterwegs sind und somit keine IPv6-only Server erreichen können.

Das wäre somit der Zeitraum von etwa 2012 bis (wenn die aktuellen Schätzungen stimmen) 2024.
Wenn zZ jetzt meint, also genau heute, dann ist für mich ein IPv4-only Anschluss ein 100%iger Internetanschluss. Ich benötige derzeit kein IPv6.
Die Frage ist nicht, was für dich ein vollwertiger Internet-Anschluss ist, sondern was ist generell ein vollwertiger Internet-Anschluss ist.

Wenn jemand darauf angewiesen ist, eine bestimmte IPv6-only-Webseite zu erreichen (z.B. den Home-Server hinter einem DS-Lite-Anschluss, aber auch sowas wie http://www.mobilhund.de), hat er mit einem IPv4-only-Anschluss wesentlich schlechtere Karten als mit einem DS-Lite-Anschluss.

So eine Person würde dann sagen: "Für mich ist DS-Lite ein vollwertiger Internet-Anschluss, während IPv4-only für mich kein vollwertiger Anschluss ist."
Genau darum geht es eben hier:
a) Wie definiert sich eigentlich die Dienstleistung "Internet" -> Wie sieht der potentielle Vertragsgegenstand aus und welche Eigenschaft hat er?
Bei Punkt a) ist genau das Problem: Offenbar gibt es zur Zeit keine deutsche Behörde, die das Wort "Internet" genau definiert hat.

(Wenn man IETF-Standards hernimmt, wäre selbst ein IPv6-only-Anschluss ohne Möglichkeit, auf IPv4-Server zuzugreifen, ein "vollwertiger Internetanschluss", während ein IPv4-only-Anschluss noch nicht einmal ein "Internet-Anschluss" wäre.)

Ein kleines Gedankenspiel:

Würde eine deutsche Behörde "Internet" als "hat IPv4 ohne NAT" definieren, so hätte dies fatale Konsequenzen: Hotels könnten nicht mehr mit "Internet-Zugang für die Gäste" werben, denn auch da hat man IPv4 nur über NAT. Im Mobilfunk inzwischen meistens ebenfalls. Die Anzahl der möglichen "Internet-Anschlüsse" in Europa wäre technisch beschränkt - und zwar deutlich geringer als die Anzahl der Kunden, die "Internet" haben wollen.

Sobald viele Kunden von den kleinen Providern (die ja nicht mehr mit dem Wort "Internet" werben dürften) zur Telekom wechseln würden, wären auch dort die IPv4-Adressen alle und auch die Telekom könnte ihre Angebote nicht mehr mit dem Wort "Internet" bewerben. Die Folge wäre, dass irgendwann alle Provider nur noch "DS-Lite-Anschlüsse" und keine "Internet-Anschlüsse" mehr verkaufen könnten, weil jeweils der Provider, der noch IPv4-Adressen hat, so viele Kundenanfragen haben wird, dass ihm die Adressen ausgehen.

Würde eine deutsche Behörde hingegen vorschreiben, dass ein Anschluss nur dann mit dem Wort "Internet" beworben werden darf, wenn auch IPv6 dabei ist, wird jeder IPv4-Provider auf DualStack umsteigen, um weiterhin das Wort "Internet" verwenden zu dürfen.

In beiden Fällen könnten am Schluss alle Privatkundenanschlüsse IPv6, so dass ein DS-Lite-Anschluss von Außen erreichbar wäre und das "DS-Lite-Problem" nicht mehr existieren würde.
b) Auf was haben sich der Kunde und UM eigentlich geeinigt? -> Ist der gewünschte Vertragsgegenstand auch tatsächlich Gegenstand des Vertrages geworden??
In diesem Punkt muss man UnityMedia klar vorwerfen, nicht deutlich genug zu sein:

Bei einem anderen Provider heißt es in der Leistungsbeschreibung, dass der Provider entscheidet, ob der Kunde IPv4 oder IPv6 mit DS-Lite erhält (beim entsprechenden Provider gibt es inzwischen nur noch DS-Lite und echtes DualStack gegen Aufpreis).

Bei UnityMedia habe ich hingegen in den "offiziellen" Dokumenten (Leistungsbeschreibung Bussiness-Produkte und AGB Privatkunden) noch nicht einmal einen Hinweis darauf gefunden, dass es überhaupt unterschiedliche Protokolle gibt.
 
Andreas1969

Andreas1969

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Für mich ist ein echter Dual Stack Anschluss ein vollwertiger Internetanschluss. :super:

Alles Andere sind Bastellösungen.

Gruß Andreas
 

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Aber in den RFCs steht drin, dass ein "vollwertiger" Internetanschluss IPv6 unterstützen muss, und IPv4 nur wenn möglich. Und dann ist auch klar dass andere Anbieter evtl. Angaben zu IPv4 machen müssen (weil sie nix vollwertiges anbieten und UM nicht).

Genau daran hält sich Umitymedia. Klar, ist blöd dass das nicht erwähnt wird, aber das ist zulässig nach der RFC-Definition von "Internet". Und genau diese Definitionen sind gültig und nicht was du dir vorstellst oder wünschst oder forderst.
 
Andreas1969

Andreas1969

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Rein funktional ist aber nur ein Dual Stack Anschluss ein vollwertiger Anschluss und nicht das, was in irgendwelchen RFC's steht. :wand:

Das haben sich irgendwelche "schlauen" Leute ausgedacht, die keine Ahnung haben.

Gruß Andreas
 

Leseratte10

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Genau, das haben sich leute ausgedacht die mal ihr Hirn einschalten, die bemerkt haben dass es keine IPv4-Adressen mehr gibt, und vorgesorgt haben damit eben keiner wegen einem IPv6-Anschluss klagt wofür der Provider nix kann...
 

MartinDJR

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Rein funktional ist aber nur ein Dual Stack Anschluss ein vollwertiger Anschluss und nicht das, was in irgendwelchen RFC's steht.
Könntest du das Wort "vollwertig" definieren und vor allem argumentieren, wer denn überhaupt sagen darf, was "vollwertig" bedeutet?

Wenn das Kriterium ist, dass mit dem entsprechenden Anschluss "alles" gehen muss, dann wäre gar kein Anschluss mehr "vollwertig":

Schließlich kannst du mit keinem Anschluss zur Zeit z.B. ein IPX/TPX-Paket verschicken oder einen Datenstrom mit konstanter Bitrate (wie bei echtem ISDN) aufbauen...
Genau, das haben sich leute ausgedacht die mal ihr Hirn einschalten, die bemerkt haben dass es keine IPv4-Adressen mehr gibt, und vorgesorgt haben damit eben keiner wegen einem IPv6-Anschluss klagt wofür der Provider nix kann...
...was man UM aber ganz klar vorwerfen muss, ist, dass sie in ihren Dokumenten nicht klar sagen, was der Kunde geliefert bekommt.

In der Preisliste eines Konkurrenten mit DS-Lite ist zum Beispiel folgendes zu lesen:
Die IPv4-Konnektivität wird über ein NAT-Gateway realisiert. Die Erreichbarkeit ... (z.B. Zugriff auf eine IP-Kamera, PC-Fernwartung, VPN) ist ... prinzipiell nur über IPv6 uneingeschränkt möglich; die Erreichbarkeit von Geräten und Anwendungen, die IPv6 nicht unterstützen, kann ggf. eingeschränkt sein.
Bei UnityMedia findet sich nirgendwo in der Leistungsbeschreibung oder in den AGB irgend ein Hinweis darauf, ob man nun IPv4, DualStack oder DS-Lite bekommt. Angeblich soll ein Mitarbeiter an der Hotline sogar behauptet haben, IPv6 würde man nur als Bussiness-Kunde bekommen.

Wenn ich aus irgendeinem Grund einen Bussiness-Anschluss für einen Monat brauchen würde, könnte ich den buchen und nach einem Monat auf das versprochene IPv6 bestehen - nur um einen Anlass für eine Sonderkündigung zu haben.

Das Argument "Falschinformation durch den Provider" könnte schon ein Grund für eine Klage sein.
 
Reiner_Zufall

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Problem ist die Beweisbarkeit bei telefonischen Zusagen....
 

hajodele

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Problem ist die Beweisbarkeit bei telefonischen Zusagen....
Ich glaube nicht, dass es darum geht.
Bei UnityMedia findet sich nirgendwo in der Leistungsbeschreibung oder in den AGB irgend ein Hinweis darauf, ob man nun IPv4, DualStack oder DS-Lite bekommt.
Sondern es geht darum.

Wenn der Interessent die Leistungsangebote verschiedener Provider vergleicht, bekommt er meist zu diesem Thema nur auf ausdrückliche Nachfrage eine (hoffentlich korrekte) Antwort.
Nur welche dieser Techniken ist denn nun die gültige?

Das BMWI und die BNA haben dazu ja eine Transparenzverordnung auf den Weg gebracht:
http://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Unternehmen_Institutionen/Anbieterpflichten/Kundenschutz/Transparenzmassnahmen/Transparenzmassnahmen-node.html
Leider ist nach meinem Stand noch nicht definiert, was in diesem "Produktinformationsblatt" stehen muss.
 

hajodele

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Hier noch eine "schöne" Website der "Deutschen Glasfaser", in der ausdrücklich auf IPv6 eingegangen wird, ohne die damit verbunden Probleme zu benennen:
https://www.deutsche-glasfaser.de/privatkunden/internet/funktionen/#das_schnellste_netz

Dass das UM nicht auch so macht, wundert mich seit langem.

Ob dadurch beim TE die Alarmglocken wenigstens so weit geläutet hätten, dass er sich einfach mal neutral informiert?
 

ifei

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Ein paar der Antworten waren super! Danke schon mal dafür!

1. Es wurde nach dem Ziel gefragt. Mein Ziel ist:
Ein Gerichtsurteil erwirken in dem gesagt wird, dass DS-Lite kein "Marktüblicher" Anschluss ist. Dieses möchte ich dann durch das Internet streuen damit auch der letzte Kunde sich darauf berufen kann um auch auf seinen Anschluss Dual-Stack (IPv4+IPv6) geschaltet zu bekommen damit er wie "Marktüblich" auch IPv4 bekommt.

Nebenerklärtung: Marktüblich bedeutet an dieser Stelle, das was in der Regel vom Markt im Bereich Internetnanschluss für Privatleute angeboten wird. Somit kann sich der Kabelanbieter nicht auf "Kabelanschlüsse" berufen sondern auch DSL-Anschlüsse. Ich vermute, dass wir hier einen Marktanteil von unter 5% haben mit DS-Lite(IPv6-only) Anschlüsse.
Es wäre sehr hilfreich, falls mir jemand Zahlen diesbezüglich liefern könnte.

2. Serverbetrieb laut Unitymedia AGB nicht erlaubt
Ich habe mir jetzt erneut die AGB durchgelesen. Worauf beruft ihr euch? Ich finde unter Punkt 4 der AGB (4 Pflichten und Obliegenheiten des Kunden) nichts von Serverbetrieb oder auch irgedtenwas was man so verstehen könnte.
Würde mich freuen, wenn jemand hierrauf detaillierter eingehen könnte.

3. @User GoaSkin
Du schreibst, dass sich das Gericht nicht damit befassen wird. Den Grund dafür verstehe ich nicht. Warum sollte sich das Gericht nicht damit befassen?

Weiter schreibst du: " Denn vor dem Gang zum Gericht steht normalerweise erst einmal der Gang zum Rechtsanwalt an, der sich mit der Sache gewiss besser auskennt, als irgendwer hier im Forum. "
Ich bin nicht dazu verpflichtet einen Anwalt zu nehmen, da der Streitwert unter 5000€ liegt und somit vor derm Amtsgericht anfangen wird wo es keine Anwaltspflicht gibt.
Mir ist bekannt, dass Unitymedia sofort IPv4 aufschalten wird, sobald das erste Schreiben diesbezüglich vom Anwalt bei denen eingeht. Eine außergerichtliche Klärung ist nicht in meinem Interesse. Siehe dazu Punkt 1 in diesem Post.
Entweder die Bewerben die Internetanschlüsse mit goßes "ACHTUNG: DIESER ANSCHLUSS IST NICHT VOLLWERTIG, MARKTÜBLICHES IPv4 WIRD NICHT ANGEBOTEN" oder lassen es sein. Ich bin wirklich davon ausgegangen, dass ich meinen Anschluss wie schon seit 20 Jahren ganz normal betreiben kann. Plötzlich kann ich das nicht mehr und NIRGENDS auf der Anbieterseite während der Bestellung stand da etwas davon. Ich gehöre zu den unter 1% der Leute, die sich die AGB auch durchlesen und dann erst auf "Willenserklärung abgeben" drücken. Wenn ich selbst so nicht mal erfahre, dass ich eine IPv6-only Anschluss oder einfacher gesagt "einen nicht Marktüblichen Anschluss" bekomme, dann stimmt hier was nicht.

@User MartinDJR
Danke für die Informationen.
 

hajodele

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zu 1) Ein für dich erfolgreiches Ziel bedeutet Stllstand. Jeder Glasfaser- oder Kabelprovider kann sofort zumachen. Selbst die Telekom hat für (ich glaube 2018) DS-Lite angekündigt.
Anmerkung: Mir geht es schon lange auf den Geist, dass UM nicht offen mit dem Thema umgeht. (Siehe hierzu meinen vorherigen Beitrag)

zu 2) Besondere Geschäftsbedingungen Internet und Telefonie - Abschnitt B: Internetdienste - 3.6
 

ifei

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zu 1) Ein für dich erfolgreiches Ziel bedeutet Stllstand. Jeder Glasfaser- oder Kabelprovider kann sofort zumachen. Selbst die Telekom hat für (ich glaube 2018) DS-Lite angekündigt.
Anmerkung: Mir geht es schon lange auf den Geist, dass UM nicht offen mit dem Thema umgeht. (Siehe hierzu meinen vorherigen Beitrag)
Nein, richtiges DualStack. Falls du die Zeit meinst wenn alle IPv4 Adressen verbraucht wurden, dann sollte dies dem Kunden mitgeteilt werden bei der Buchung wie vorhin vorgeschlagen:
"ACHTUNG: DIESER ANSCHLUSS IST NICHT VOLLWERTIG, MARKTÜBLICHES IPv4 WIRD NICHT ANGEBOTEN"
Dann kann jeder Kunde selbst entscheiden ob er a) sich informiert was das bedeutet und b) ob er diese Bedingung fürs Vertragsverhältnis akzeptiert.
zu 2) Besondere Geschäftsbedingungen Internet und Telefonie - Abschnitt B: Internetdienste - 3.6
Danke

Dort steht unter anderem "3.6 Die Nutzung der von dem Kabelnetzbetreiber gewährten Internetdienste zum Zwecke der Bereitstellung
von Telemedien und/oder anderen Telekommunikationsdiensten durch den Kunden gegenüber Dritten ist
nicht gestattet, ..."
Wie ist das mit dem neuen Gesetz des freien WLAN's zu vereinbaren? Das Schreiben ist Stand März 2015. Seit dem haben sich die Gesteze in Deutschland bezüglich WLAN geändert. Jetzt darf jeder gesetzlich sein WLAN öffentlich zur Verfügung stellen ohne rechtliche Probleme zu befürchten. Verbietet Unitymedia das zur verfügung stellen von Internet für die Allgemeinheit obwohl das Gesetz genau das fördern sollte?
 

Gizeh775

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...Wie ist das mit dem neuen Gesetz des freien WLAN's zu vereinbaren? Das Schreiben ist Stand März 2015. Seit dem haben sich die Gesteze in Deutschland bezüglich WLAN geändert. Jetzt darf jeder gesetzlich sein WLAN öffentlich zur Verfügung stellen ohne rechtliche Probleme zu befürchten. Verbietet Unitymedia das zur verfügung stellen von Internet für die Allgemeinheit obwohl das Gesetz genau das fördern sollte?
Du vergleichst Äpfel mit Birnen.
Nur weil eine Rechtssprechung und/oder ein Gesetz dich vor etwas schützt heißt das ja nicht dass UM es dir erlauben muss.

Hast du eigentlich schon mal mit einem Rechtsanwalt oder dem Verbraucherschutz über deinen Müll hier gesprochen? :'D
 
Reiner_Zufall

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Das mit dem vollwertigen Anschluss hatten wir schon mal. Für dich mag ipv4 relevant sein, für den anderen dagegen ipv6. Ansonsten, was will man machen, wenn es kaum noch IP4 Adressen gibt?

Ich hätte als Anbieter anders verfahren. Generell für alle DS Lite und für diejenigen, die zwingend DS benötigen, ein kleines Entgelt nehmen.

Die wenigsten Kunden benötigen IP4 und würden es vermutlich nicht mal merken, wenn die ds Lite hätten.

Derjenige, der unbedingt DS möchte, könnte es dazu buchen.

Naja, ich erfreue mich meinem Dual Stack... daher ändere ich nichts daran, kein Tarifwechsel, kein Upgrade nix nada. [emoji12]
 

un1que

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So hatte es bspw. ja Kabeldeutschland gemacht => alle Kunden DS-lite und bei Bedarf konnte man den Bridge Modus freischalten und so gleichzeitig eine IPv4 bekommen. Aber das ist ja jetzt nicht das Thema.

Ich verstehe aber nicht, warum man den TE hier so angreifen muss. Fakt ist doch, dass die IPv4 Adressen ausgehen und das sieht der TE ja ein. Ihm geht es offensichtlich nur darum, dass UM den "verkrüppelten" DS-lite Anschluss ohne Hinweise auf die möglichen Probleme verkauft.
Ich bin übrigens auch der Meinung , dass UM die Neukunden besser informieren bzw. generell transparenter mit dem Thema DS-lite umgehen sollte. Ein kleiner Hinweis würde schon ausreichen (den gibt es aber nicht mal in den AGB), um den Kunden zum Nachdenken zu bewegen. Aber das ist ja nicht im Interesse von UM...
 
Reiner_Zufall

Reiner_Zufall

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Okay, wievielen Kunden ist DS Lite ein Begriff? Die User hier bitte nicht als Maßstab nehmen.

Nur als Beispiel: UM schreibt irgendwo rein, dass der Kunde einen DS Lite Anschluss bekommt, in denen es Einschränkungen bei bestimmten Anwendungen geben kann.

a) Wieviele würden das lesen?
b) Wieviele würden das lesen UND verstehen?

Der Heinz, der von einem Bekannten seine Ip Kamera eingerichtet bekommen hat, wird das nicht verstehen.

Im Gegenteil, es würde sogar einige verunsichern.

Was zB geht mit DS Lite nicht? VPN, Portforwarding, was noch?

Der Großteil der Kunden merkt es noch nicht mal, weil VPN und der ganze andere Kram eher was für erfahrene User ist.

Ansonsten wie gesagt, könnte der IP4 User auch sagen, er hätte keinen vollwertigen Anschluss, weil kein Ip6.

Ergo, egal wie es UM macht, es falsch.
 

un1que

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1. Der TE spricht aber von einem nicht-Marktüblichen und nicht von einem nicht-vollwertigem Anschluss.

2. Man muss nicht unbedingt Dienste ausschließen, sondern es reicht ein "dies und jenes könnte nur eingeschränkt funktionieren". Wenn man etwas vor hat (Camera, NAS, VPN), sollte man schon mal stutzig werden und sich besser informieren.

3. Wenn man es dennoch "verpennt", dann hat der Nutzer nun mal Pech gehabt. Hauptsache, man wurde einigermaßen aufgeklärt. Bis heute gibt es ja aber, wie gesagt, nicht mal in den AGB ein Hinweis auf DS-lite.
 

GoaSkin

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Wie dem auch sei - hier möchte jemand, der juristisch überhaupt keine Ahnung hat - eine Klage selbst bei Gericht einreichen. Sonst würde er wissen, dass erst einmal eine gütliche Einigung zwischen Unitymedia und ihm gescheitert sein muss, um Klage einreichen zu können. Zu dem informiert sich im Forum mit dem Gedanken, sich die Anwaltskosten dabei zu sparen. Aber wenn schon ohne Anwalt, dann vielleicht erst einmal die Zivilprozessordnung (ZPO) pauken.
 

MartinDJR

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Leider ist nach meinem Stand noch nicht definiert, was in diesem "Produktinformationsblatt" stehen muss.
Ich habe mich mal erdreistet, die Behörde in einer Email auf diesen Fall hier aufmerksam zu machen.

Vielleicht hat das zur Folge, dass die Provider in Zukunft tatsächlich über IPv4/IPv6 informieren müssen.

Falls ich eine Antwort bekomme, werde ich euch natürlich berichten.
Ein Gerichtsurteil erwirken in dem gesagt wird, dass DS-Lite kein "Marktüblicher" Anschluss ist.
...
Es wäre sehr hilfreich, falls mir jemand Zahlen diesbezüglich liefern könnte.
Dein Problem ist ja nicht, dass du IPv6 hast, sondern dass du IPv4 nur über NAT hast.

Ich gehe davon aus, dass mehr als 20% der Nutzer am PC (am Smartphone meines Wissens fast 100%) IPv4 nur über NAT o.Ä. haben. (Das betrifft fast alle Glasfaser-, Kabel- und Mobilfunkkunden.)

Bei den von dir angenommenen 5% wäre die Argumentation "marktüblich" sicherlich noch plausibel - bei 20-25% eher nicht mehr.
Mir ist bekannt, dass Unitymedia sofort IPv4 aufschalten wird, sobald das erste Schreiben diesbezüglich vom Anwalt bei denen eingeht.
Das können die bei 10 oder 100 Kunden machen; wenn 10.000 Kunden das machen, kann UM eigentlich dicht machen, weil die IPv4-Adressen nicht ausreichen.
Die Telekom hat angekündigt, etwa 2018 alle verbliebenen IPv4-Anschlüsse auf DualStack umgestellt zu haben. Es gibt aber auch Berechnungen, dass die Telekom bereits 2018 keine IPv4-Adressen mehr haben könnte und somit zwangsläufig auf DS-Lite umstellen muss.

Ein Telekom-Manager hat daraufhin eine Bemerkung gemacht, aus der hervorgeht, dass dies nicht 2018, aber 2019 tatsächlich der Fall sein könnte.

Das Problem, von dem "hajodele" spricht, ist folgendes: Wenn du mit der Klage Erfolg hättest, müssten Provider mit zu wenigen IPv4-Adressen dicht machen, woraufhin die Kunden zu den großen Anbietern wechseln müssten, denen daraufhin ebenfalls die IPv4-Adressen ausgehen würden. Am Ende gibt es keinen Provider mehr, der IPv4 anbieten KANN.

Der eigentliche Verlierer des Gerichtsprozesses wärst du: Denn bei keinem Provider könntest du mehr "marktübliches Internet" bekommen. (Jetzt kannst du immerhin noch den Provider wechseln.) Deine Freunde könnten auch nicht mehr auf deinen (IPv6-) Server zuhause zugreifen, da die Provider "Altkunden" wohl weiterhin kein IPv6 anbieten würden.
Wie ist das mit dem neuen Gesetz des freien WLAN's zu vereinbaren? ... Jetzt darf jeder gesetzlich sein WLAN öffentlich zur Verfügung stellen ohne rechtliche Probleme zu befürchten.
... ohne rechtliche Probleme zu bekommen, weil jemand illegale Sachen mit deinem Anschluss macht. Rechtliche Probleme mit deinem Provider kannst du nach wie vor bekommen, wenn du dich nicht an die AGBs hältst.
und somit vor derm Amtsgericht anfangen wird wo es keine Anwaltspflicht gibt.
Egal vor welchem Gericht du anfangen wirst: Wenn du gegen eine Firma klagst, wird diese Firma vor Gericht durch einen Fachanwalt vertreten. Glaubst du, dass du in einem Gerichtsprozess eine reale Chance hast, wenn dein Gegner ein Fachanwalt für Internetrecht ist?
1. Der TE spricht aber von einem nicht-Marktüblichen und nicht von einem nicht-vollwertigem Anschluss.

2. ... sondern es reicht ein "dies und jenes könnte nur eingeschränkt funktionieren".
Das hätte wohl zur Folge, dass auch die verbliebenen IPv4-only-Anbieter bald darauf hinweisen müssten, dass ihr Anschluss nicht "marktüblich" ist und einiges nur "eingeschränkt" funktioniert:

Wenn die DTAG tatsächlich 2018 alle Anschlüsse auf DS hat, wird ein IPv4-only-Anschluss "nicht marktüblich" (Kriterium 1) sein und der Zugriff auf einen IPv6-only-Server (z.B. einen NAS an einem DS-Lite-Anschluss) ist von einem IPv4-only-Anschluss aus nicht möglich (Kriterium 2).
 

un1que

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Richtig, wenn(!) die DTAG 2018(!) die Anschlüsse umgestellt hat, dann... kann man weiterreden.
Noch sind wir in 2016 und marktüblich ist nun mal IPv4 (oder zumindest IPv4 als Bestandteil des DS) und eben das soll als Grundlage herangezogen werden.
 

Gizeh775

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Richtig, wenn(!) die DTAG 2018(!) die Anschlüsse umgestellt hat, dann... kann man weiterreden.
Noch sind wir in 2016 und marktüblich ist nun mal IPv4 (oder zumindest IPv4 als Bestandteil des DS) und eben das soll als Grundlage herangezogen werden.
Hast dir schön aus seinem Post rausgepickt was dir gefällt. Bei Kabel, Glasfaser und Mobilfunk ist DS-Lite marktüblich. Ende

Stell dir mal vor alle Handytarife mit INTERNETZUGANG/Flat müssten auf native IPv4 gehen, wie viele Smartphones gibt es in Deutschland?.....
 

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Es sind zwei Märkte, "Festnetz" (aka zuhause) und Mobilfunk.
 

GoaSkin

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Was wollt ihr eigentlich mit der Masche "marktüblich"? Das ist überhaupt keine Argumentation dafür, dass ein Produkt bestimmte Merkmale haben muss. Vor Gericht würde nur zählt, in wie weit die Leistung von dem abweicht, was beschrieben wurde.
 
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