FTTH: Telekom kommt mit Glasfaser nach Mettmann

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ralfk

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Wie aktuell aus den Medien zu entnehmen ist, startet die Telekom dieses Jahr mit direkten Glasfaser-Hausanschlüssen (FTTH, GPON) in Mettmann.

Siehe:
- http://www.heise.de/netze/meldung/Glasfaser-Anschluss-fuer-Schnaeppchenjaeger-1222332.html
- http://www.rp-online.de/duesseldorf/mettmann/nachrichten/mettmann/Internet-wird-schneller_aid_983711.html
- http://www.telekom.com/dtag/cms/content/dt/de/862200?archivArticleID=1011500

Mettmann wird ja bekanntlich auch von Unitymedia bedient. Für mich stellen sich folgende Fragen, die man im Laufe der Zeit vielleicht durch Erfahrungsaustausch mit anderen "Betroffenen" beantworten könnte:

1) Werden alle Haushalte im Mettmann auf Wunsch angeschlossen? Oder wird man sich auf die Gebiete konzentrieren, in denen UM aktiv oder auch weniger aktiv ist?

2) Wird der Glasfaser-Anschluss auch durch andere TK-Unternehmen oder ISPs für deren Dienste verwendet werden können (Stichwort entbündelter Zugang)? Ich meine, an anderer Stelle gelesen zu haben, dass die Telekom das garantieren will. Kann aber sein, dass dies auf andere Projekte bezogen war.

3) Wie reagiert Unitymedia auf die Konkurrenz? Wird es z.B. endlich möglich sein, als Bestandskunde von 32 MBit/s auf die 64/128 MBit/s Anschlüsse (DOCSIS 3) ohne Mehrpreis wechseln zu können? Bisher will UM mehr Geld von mir dafür. Also bleibe ich noch bei DOCSIS 2.

4) Gibt es bei UM auch Pläne für FTTH? Oder meint man, auch in Zukunft mit Koax/Kupfer alle Dienste anbieten zu können? Ich habe da - gerade für den Uplink - so meine Bedenken. Meines Erachtens gehört FTTH die Zukunft.
 

addicted

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1) Werden alle Haushalte im Mettmann auf Wunsch angeschlossen? Oder wird man sich auf die Gebiete konzentrieren, in denen UM aktiv oder auch weniger aktiv ist?
Nein. Laut Quelle 1 (heise), vorletzter Absatz werden (zunächst) nur Gebiete erschlossen, in denen kein VDSL verfügbar ist. Wo in Mettmann VDSL verfügbar ist, kann Dir sicher ein lokaler T-Punkt mitteilen.

2) Wird der Glasfaser-Anschluss auch durch andere TK-Unternehmen oder ISPs für deren Dienste verwendet werden können (Stichwort entbündelter Zugang)?
Ebenfalls Quelle 1, untere Hälfte des dritten Absatzes. Ab wann sich die Konkurrenz in der Lage sieht, entsprechende Produkte anzubieten, ist allerdings fraglich - mit Sicherheit wird es aber im Pilotbetrieb noch nicht möglich sein.
4) Gibt es bei UM auch Pläne für FTTH? Oder meint man, auch in Zukunft mit Koax/Kupfer alle Dienste anbieten zu können? Ich habe da - gerade für den Uplink - so meine Bedenken. Meines Erachtens gehört FTTH die Zukunft.
Ich sehe FTTx auch vor dem Kabelnetz, solange immernoch analog eingespeist wird. Ich wundere mich, wieso die Energieversorger noch keine großflächigen Ausbauarbeiten vorgenommen haben, wie es in anderen Ländern vorgemacht wurde.
Das Kabelnetz hat in der Tat Probleme bei der Verwendung des "Rückkanals" - Das Netz ist zwischen den Endkunden und dem CMTS effektiv ein shared Medium. Im Downstream stört das kaum, denn auf diesen Kanälen ist das CMTS der einzige Sender. Auf dem Rückkanal hingegen...

Meiner Meinung nach sollte es ein flächendeckendes Glasfasernetz geben, welches komplett offen und multimedial für alle Provider ist, egal ob Internet, Telefon oder TV. Eine solche Infrastruktur sollte alle Anforderungen der nächsten 50 Jahre erfüllen oder kostengünstig und schnell auf neue Anforderungen aufgerüstet werden können. Eine Förderung/Betrieb durch die öffentliche Hand sollte angestrebt werden.
 
ralfk

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Nein. Laut Quelle 1 (heise), vorletzter Absatz werden (zunächst) nur Gebiete erschlossen, in denen kein VDSL verfügbar ist. Wo in Mettmann VDSL verfügbar ist, kann Dir sicher ein lokaler T-Punkt mitteilen.
Hm, dort steht nur, dass man sich auf Nicht-VDSL-Gebiete konzentrieren will. Es könnte ja sein, dass man auch gerade da wildern will, wo UM gute Infrastruktur hat, um Kunden abzujagen. Aus den anderen Quellen geht hervor, dass in Mettmann 10.000 Haushalte versorgt werden sollen. Da Mettmann nur 40.000 Einwohner hat, hören sich 10.000 Haushalte für mich fast wie alle Haushalte an :D

Habe gerade mal einen VDSL-Verfügbarkeitscheck bei der Telekom gemacht mit dem wenig hilfreichen Ergebnis "Für Ihre Adresse xxx, 40822 Mettmann, ist DSL und/oder VDSL verfügbar.*"
*Die Verfügbarkeitsprüfung bietet eine unverbindliche Prüfung Ihres Anschlusses. Erst bei der konkreten Bestellung und anschließenden Realisierung kann eine verbindliche Netzprüfung durchgeführt werden.

Na, prima Aussage!! :sauer:
Ebenfalls Quelle 1, untere Hälfte des dritten Absatzes. Ab wann sich die Konkurrenz in der Lage sieht, entsprechende Produkte anzubieten, ist allerdings fraglich - mit Sicherheit wird es aber im Pilotbetrieb noch nicht möglich sein.
Ah, klar. Inwieweit es die Telekom damit dann ernst meint, bleibt abzuwarten. Eine Vorgabe des Regulierungsbehörde gibt es dazu glaube ich noch nicht.
Das Netz ist zwischen den Endkunden und dem CMTS effektiv ein shared Medium. Im Downstream stört das kaum, denn auf diesen Kanälen ist das CMTS der einzige Sender. Auf dem Rückkanal hingegen...
Ich habe eher den Eindruck und auch Erfahrungen, dass das "Shared Medium" derzeit eher im Downlink stört. Denn da brechen die Datenraten aus meiner Erfahrung eher ein, natürlich auf höherem Niveau als im Uplink. Beim Uplink habe ich immer magere aber konstante 1 Mbit/s.
 
ralfk

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Nachtrag: Den VDSL-Verfügbarkeitscheck habe ich nun mal nach Auswahl eines bestimmten VDSL-Produkts wiederholt. VDSL ist demnach nicht verfügbar. Da ich in einem recht neuen Wohngebiet wohne (daher auch die gute UM-Versorgung), gehe ich davon aus, dass ganz Mettmann ohne VDSL dasteht :zwinker:
 
Matrix110

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In einem "Feld"(je nach Leitungsführung) von ca. 500m um die Vermittlungsstelle gibt es nahezu in jedem Ort mit solch einer Vermittlungsstelle VDSL. Ebenso sind alle neben Vst(in größeren Orten) VDSL "Hubs", in deren Umkreis es VDSL gibt.

Und wie man auf: http://ebs03.telekom.de/t-lpg/geraete/verfuegbarkeit-und-ausbaustatus sieht ist dies in Mettmann ebenso der Fall. Die Karte ist natürlich nicht 100% genau.
 

addicted

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Das Netz ist zwischen den Endkunden und dem CMTS effektiv ein shared Medium. Im Downstream stört das kaum, denn auf diesen Kanälen ist das CMTS der einzige Sender. Auf dem Rückkanal hingegen...
Ich habe eher den Eindruck und auch Erfahrungen, dass das "Shared Medium" derzeit eher im Downlink stört. Denn da brechen die Datenraten aus meiner Erfahrung eher ein, natürlich auf höherem Niveau als im Uplink. Beim Uplink habe ich immer magere aber konstante 1 Mbit/s.
Das kann auch andere Gründe haben. Ich beschrieb ja technische Zwänge, die lassen sich nicht so einfach aus der Welt schaffen.
Es wird mittlerweile meistens auch bei 32 MBit/s Docsis3 Hardware verbaut - dann verwendet das Kabelmodem mehrere Downstream-Kanäle und kann diese auch im Betrieb wechseln. Dabei sollten Überlastprobleme deutlich weniger auftreten. Im Upstream wird bisher nur ein einzelner Kanal verwendet, und soweit ich weiß kann der auch nicht on-the-fly gewechselt werden.

Du könntest ja mal bei der Kommunalverwaltung nachfragen, ob die Telekom dort Pläne hinterlegt hat oder Tiefbauarbeiten genehmigen hat lassen, vielleicht findest Du so etwas mehr heraus :)
 

mercedesstern

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Hallo
Gibts das Fachchinesisch auch in deutsch
 

Moses

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Naja, das "Shared Medium" im Kabelnetz darf man sich jetzt nicht so vorstellen, wie im alten BNC-Ethernet oder im WLAN, wo jeder munter drauf los senden darf und es zu Kollisionen kommt... Das Shared Medium wird hier von einer Stelle (dem CMTS) verwaltet und nach festen Regeln (Timeslots) verteilt, Kollisionen können nicht auftreten, weder im Downstream noch im Upstream. Damit ähnelt es eher dem Mobilfunknetz ("Luft" ist immer ein Shared Medium), wobei es hier bei GPRS tatsächlich zu Kollisionen im Upstream kommen kann... Probleme treten bei beiden Netzen, trotz dem Shared Medium Charakter, nur auf, wenn das Netz deutlich überlastet ist.

Das ist natürlich Nachteil, aber auch ein Vorteil der Shared Medium Architektur: Ein Netz kann überlastet werden... bei dedizierten Medien sind irgendwann keine Plätze mehr frei und alle nicht angeschlossenen gucken in die Röhre. Überlastsituationen treten hier nur an "Engstellen" auf. Die Shared Medium Netze können da noch eine gewisse Überkapazität mit "geringen" Einbußen hinnehmen, die allerdings schnell schlimmer werden. ;)
 
ralfk

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Kurzer Nachtrag:
Die Telekom hat eine Webseite https://www.telekom.de/glasfaser freigeschaltet, auf der man schauen kann, ob man im Ausbaugebiet für FTTH liegt. Die Aussage der Telekom, dass man Gebiete ohne VDSL-Abdeckung bevorzugt behandle, sind ziemlicher Unsinn. Die Gebiete mit VDSL und FTTH decken sich in hohem Maße in Mettmann. Da wo es kein VDSL gibt (z.B. in meiner Straße in einem ziemlichen großen und recht neuen Baugebiet), gibt es oft auch kein FTTH :sauer:
Na ja, muss ich mir eben keine Gedanken über einen Wechsel machen ... die Telekom als ISP hätte ich mir eh 3x überlegt.
 
Thema:

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