Eigene FritzBox 6490 und Bridge Mode

In diesem Forum geht es um die Router für Kabel Internet FRITZ!Box 6320, FRITZ!Box 6340, FRITZ!Box 6360 und FRITZ!Box 6490 der Firma AVM.

Re: Eigene FritzBox 6490 und Bridge Mode

Beitragvon MartinDJR » 29.01.2017, 16:15

Andreas1969 hat geschrieben:Das würde aber zusätzliches Geschäft generieren...
Ein paar tausend FritzBoxen mehr verkaufen... :D

Nehmen wir an, die Entwicklungskosten für so ein Firmware-Feature lägen bei 5.000 Euro (was aus meiner Erfahrung als Entwickler in der Automobilelektronikbranche extrem wenig ist) und AVM würde pro Box 50 Euro Gewinn machen.

Dann müsste AVM 100 Boxen mehr verkaufen, damit sich so eine Entwicklung rentiert. Da die 10.000 Euro schon ziemlich niedrig angesetzt sind, wohl eher mehr.

Da zur Zeit ...
  • kein Kabelanbieter mehr natives IPv4 an Privatkunden anbietet
  • UM (und bald wohl auch KD) massiv versucht, Altkunden auf DS-Lite umzustellen
  • Bussiness-Kunden in der Regel nicht an so etwas interessiert sind und
  • man auch einfach ein 60-Dollar-Kabelmodem anstatt einer 250(?)-Euro-FritzBox nehmen kann
... zweifle ich sehr daran, dass AVM auch nur annähernd 100 Boxen mehr verkaufen würde, wenn dieses Feature eingebaut werden würde.

=> Den "Bridge-Mode" einzubauen wäre für AVM rausgeschmissenes Geld.
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Re: Eigene FritzBox 6490 und Bridge Mode

Beitragvon Andreas1969 » 29.01.2017, 16:24

Tuxtom007 hat geschrieben:
Andreas1969 hat geschrieben:Mein Ziel wäre es, mir eine eigene 6490 zu besorgen und die Box im Bridge Mode als reines Modem zu betreiben.
An die Box soll als einziges Gerät am Bridge Port ein Router angeschlossen werden, über den dann der
gesamte Internetverkehr, NAT und die Telefonie abgebildet wird, der soll natürlich auch die einzige
mir zugeteilte öffentliche IPV4 erhalten.

Kannst du mir mal einen sinniggen Grund nennen, warum du das tun willst ?

Ich verstehe den Sinn nicht sich selber eine 6490 zu kaufen und die hinter eine 6490 im Bridge Betrieb zu nutzen, wenn dann würde ich
eher eine 7490 oder sogar 75xx kaufen, aber keine mit Kabelmodem, was dann eh nicht benutzt wird.


Bild


Der Grund ist folgender :

Ich möchte hinter der Fritzbox 6490 im Bridgemodus bzw. MODEM MODUS eine Fritzbox 7580 betreiben aufgrund dessen , da die 7580 USB3 Ports hat und der Datendurchsatz per VPN die vollen Leistung liefert.

In diesen beiden Punkten kann man die 6490 nämlich vergessen.

Gruß Andreas
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Re: Eigene FritzBox 6490 und Bridge Mode

Beitragvon un1que » 29.01.2017, 16:37

Andreas1969 hat geschrieben:
un1que hat geschrieben:Wenn ich das richtig verstanden habe, so laufen doch die Cisco Modems genau nach diesem Szenario: die bekommen auch nur eine private 10er IP zugeordnet und leiten die öffentliche an den nachgeschaltete Router weiter.


Das ist nicht nur bei den Cisco Modems so, sondern bei allen reinen Docsis Modrms. :D

Gruß Andreas


Naja, alle anderen kenne ich leider nicht... aber das bestätigt ja nur, dass ich gar nicht mal so falsch liegen dürfte.

Tuxtom007 hat geschrieben:Kannst du mir mal einen sinniggen Grund nennen, warum du das tun willst ?

Ich verstehe den Sinn nicht sich selber eine 6490 zu kaufen und die hinter eine 6490 im Bridge Betrieb zu nutzen, wenn dann würde ich
eher eine 7490 oder sogar 75xx kaufen, aber keine mit Kabelmodem, was dann eh nicht benutzt wird.

Ich sähe auch keinen Grund sich eine eigene 6490 anzuschaffen, nur um diese im Bridge Modus zu betreiben. ABER wenn das die einzige Möglichkeit wäre (angenommen die freien würden das im Gegensatz zu den von UM unterstützen) an ein bisher einzig aktuelles und legal verkäufliches Modem zu kommen, dann wäre das schon mal ein Anfang.
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Re: Eigene FritzBox 6490 und Bridge Mode

Beitragvon addicted » 29.01.2017, 18:45

un1que hat geschrieben:Ich habe das ja schon mal geschrieben, es würde doch sicherlich genau so gut funktionieren, wenn die FB statt einer öffentlichen nur eine private IPv4 bekommen würde.

Meine Vermutung dazu ist, dass die Firmware der Boxen auf sowas nicht ausgelegt ist. UM zwingt die Boxen, Telefonie zu machen (das allein ginge auch mit den privaten IPs), aber gleichzeitig muss ein für diese Boxen eher ungewöhnliches "Routing" implementiert werden, damit der/die LAN Port(s) als Bridge arbeiten.

Ich hatte damals von einem AVM Mitarbeiter per E-Mail die Aussage bekommen, dass AVM das Feature für die Bridge Ports bei Businesskunden gar nicht selbst implementiert hat - wenn das stimmen sollte, kommt das Feature ggf. aus der UM Entwicklung. Da kann ich mir gut vorstellen, dass man das nicht besser hinbekommen hat.
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Re: Eigene FritzBox 6490 und Bridge Mode

Beitragvon Andreas1969 » 29.01.2017, 20:26

addicted hat geschrieben:Ich hatte damals von einem AVM Mitarbeiter per E-Mail die Aussage bekommen, dass AVM das Feature für die Bridge Ports bei Businesskunden gar nicht selbst implementiert hat - wenn das stimmen sollte, kommt das Feature ggf. aus der UM Entwicklung. Da kann ich mir gut vorstellen, dass man das nicht besser hinbekommen hat.


:D Jetzt ist mir klar, warum der Bridge Mode nicht vernünftig funktioniert :D

Gruß Andreas
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Re: Eigene FritzBox 6490 und Bridge Mode

Beitragvon un1que » 29.01.2017, 21:21

addicted hat geschrieben:
un1que hat geschrieben:Ich habe das ja schon mal geschrieben, es würde doch sicherlich genau so gut funktionieren, wenn die FB statt einer öffentlichen nur eine private IPv4 bekommen würde.

Meine Vermutung dazu ist, dass die Firmware der Boxen auf sowas nicht ausgelegt ist. UM zwingt die Boxen, Telefonie zu machen (das allein ginge auch mit den privaten IPs), aber gleichzeitig muss ein für diese Boxen eher ungewöhnliches "Routing" implementiert werden, damit der/die LAN Port(s) als Bridge arbeiten.

Das wäre doch aber sicherlich auch mit privaten IP's möglich, nicht?

addicted hat geschrieben:Ich hatte damals von einem AVM Mitarbeiter per E-Mail die Aussage bekommen, dass AVM das Feature für die Bridge Ports bei Businesskunden gar nicht selbst implementiert hat - wenn das stimmen sollte, kommt das Feature ggf. aus der UM Entwicklung. Da kann ich mir gut vorstellen, dass man das nicht besser hinbekommen hat.

Naja, ich sag's mal so, wenn das die Eigenentwicklung von UM sei, dann wäre es ja alleine schon für UM vorteilhaft dies gleich von Anfang an besser zu realisieren bzw. eine Zusammenarbeit mit AVM in Erwägung zu ziehen. Denn irgendwo habe ich gelesen, dass die Businesskunden wohl 2 IPv4 Adressen mehr verbrauchen (also bei 1 statischen IP sind es 3 und bei 3 eben 5). Da kann man sich ja mal ausrechnen, wie viele kostbare IPv4 Adressen dadurch flöten gehen.
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Re: Eigene FritzBox 6490 und Bridge Mode

Beitragvon Andreas1969 » 29.01.2017, 21:30

un1que hat geschrieben:Da kann man sich ja mal ausrechnen, wie viele kostbare IPv4 Adressen dadurch flöten gehen.


Wenn das wirklich so ist, wäre das Wahnsinn von UM, das so umzusetzen, gerade wo immer mehr Kunden aufgrund DSLITE in die Business Tarife flüchten. Das ist ja absolut kontraproduktiv. :wand:
Man nimmt dem Kunden die IPV4 weg, Kunde flüchtet dann in den Business Tarif und man muss Ihm dafür 3 Neue IPV4's spendieren. :kratz: :wand: :hirnbump:


Gruß Andreas
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Re: Eigene FritzBox 6490 und Bridge Mode

Beitragvon GoaSkin » 29.01.2017, 21:54

un1que hat geschrieben:
addicted hat geschrieben:Ich hatte damals von einem AVM Mitarbeiter per E-Mail die Aussage bekommen, dass AVM das Feature für die Bridge Ports bei Businesskunden gar nicht selbst implementiert hat - wenn das stimmen sollte, kommt das Feature ggf. aus der UM Entwicklung. Da kann ich mir gut vorstellen, dass man das nicht besser hinbekommen hat.

Naja, ich sag's mal so, wenn das die Eigenentwicklung von UM sei, dann wäre es ja alleine schon für UM vorteilhaft dies gleich von Anfang an besser zu realisieren bzw. eine Zusammenarbeit mit AVM in Erwägung zu ziehen. Denn irgendwo habe ich gelesen, dass die Businesskunden wohl 2 IPv4 Adressen mehr verbrauchen (also bei 1 statischen IP sind es 3 und bei 3 eben 5). Da kann man sich ja mal ausrechnen, wie viele kostbare IPv4 Adressen dadurch flöten gehen.


Nicht nur zwei IP-Adressen. Wenn ich mir die Oberfläche eines Hitron-Modems an einem Business-Anschluss anschaue, dann sieht es so aus, als hat der Router DOCSIS-seitig eine ganz andere IP-Adresse, die in keinem Kunden-Dokument auftauchten. Für die fünf statischen IPs, die man zum Business-Anschluss dazu gebucht hat, dient diese IP als Routing-Gateway. Durchgeroutet wird ein ganzer /29-Präfix (ein 8er Netz) an IP-Adressen von denen fünf effektiv nutzbar sind. Neben den 5 benutzbaren IPs gibt es eine Netzwerk-Adresse, die vom Router LAN-seitig genutzte IP und das, was UM in den Dokumenten so schön "Business Broadcast" nennt.

Da gibt es sicherlich elegantere Wege, als mindestens 9 IPs dafür zu verschwenden, um dem Kunden fünf statische IPs zu geben.
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.
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Re: Eigene FritzBox 6490 und Bridge Mode

Beitragvon Gizeh775 » 29.01.2017, 22:19

Andreas1969 hat geschrieben:
un1que hat geschrieben:Da kann man sich ja mal ausrechnen, wie viele kostbare IPv4 Adressen dadurch flöten gehen.


Wenn das wirklich so ist, wäre das Wahnsinn von UM, das so umzusetzen, gerade wo immer mehr Kunden aufgrund DSLITE in die Business Tarife flüchten. Das ist ja absolut kontraproduktiv. :wand:
Man nimmt dem Kunden die IPV4 weg, Kunde flüchtet dann in den Business Tarif und man muss Ihm dafür 3 Neue IPV4's spendieren. :kratz: :wand: :hirnbump:


Gruß Andreas


Man nimmt x Tausend Kunden die IPv4 weg x Hundert flüchten in die Businessverträge. Was ist das Ergebnis? Immer noch x Tausend IPv4 weniger.... (wenn es denn überhaupt x Hundert sind die in einen Businesstarif wechseln)

Schließlich läuft über IPv6 alles super. Also ein Anwender der Probleme hat bekommt auch das hin....
Einen vServer für <15€/Monat mit Dualstack, Mobilendgeräte per IPv4 ins VPN, DS-Lite Kabelanschluss per IPv6, IPv4-Anschlüsse per IPv4 usw... somit ist für den Anwender der unbedingt will die Lösung einfacher und billiger zu lösen als mit dem Businesstarif...
Bild
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Re: Eigene FritzBox 6490 und Bridge Mode

Beitragvon Andreas1969 » 29.01.2017, 22:47

Gizeh775 hat geschrieben:Man nimmt x Tausend Kunden die IPv4 weg x Hundert flüchten in die Businessverträge. Was ist das Ergebnis? Immer noch x Tausend IPv4 weniger.... (wenn es denn überhaupt x Hundert sind die in einen Businesstarif wechseln)


Mag sein, daß Du Recht hast, ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen.
Man nimmt allen! Privatkunden die IPV4 weg.
Das gibt so richtig Luft.
Dann bietet man den Privatkunden, die es benötigen, die IPV4 zu einem Preis von 2-3 € pro Monat an.
Damit wäre gewährleistet, daß auch nur diejenigen eine IPV4 buchen, die es auch wirklich benötigen. Wer zahlt schon freiwillig mehr, als er muss.
Ich wäre sofort bereit, 3€ für IPV4 im Monat zusätzlich zu bezahlen. :super:

Dann wäre dieser Kampf um die IPV4's endlich vom Tisch. :D

Gruß Andreas
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