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Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufen?

In diesem Forum geht es um die Router für Kabel Internet FRITZ!Box 6320, FRITZ!Box 6340, FRITZ!Box 6360 und FRITZ!Box 6490 der Firma AVM.

Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitragvon MartinDJR » 20.08.2016, 21:52

drFellbacher hat geschrieben:Welcher "Depp" würde sich denn einen solchen Router zulegen im Zusammenhang mit "Routerfreiheit", wenn dann hinterher dieselben Verhältnisse Software-technisch herrschen, wie auf den zur Verfügung gestellten Geräten des Providers??

Es ist nicht die Frage, ob UnityMedia auf den kundeneigenen Routern Software-Updates installieren darf oder nicht.

Zumal UM auch geschrieben hat, dass für Software-Updates bei gekauften Routern die Kunden verantwortlich sind.

Es ist die Frage, ob UM dafür sorgen muss, dass Software-Updates nicht (versehentlich) auf kundeneigene Geräte hochgeladen werden, oder ob der Kunde dafür zu sorgen hat, dass so ein Software-Update vom Router "abgelehnt" wird.

Aus dieser Frage leitet sich dann auch her, wer für den Schaden zu zahlen hat, wenn auf ein Gerät versehentlich eine falsche Software aufgespielt wurde und man dies möglicherweise nicht mehr so einfach rückgängig machen kann.
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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitragvon hajodele » 21.08.2016, 10:15

MartinDJR hat geschrieben:Zumal UM auch geschrieben hat, dass für Software-Updates bei gekauften Routern die Kunden verantwortlich sind.

Daraus impliziere ich aber nur, dass UM von sich aus keine Updates macht.
Also genau das Gegenteil, das passiert ist.

MartinDJR hat geschrieben:Es ist die Frage, ob UM dafür sorgen muss, dass Software-Updates nicht (versehentlich) auf kundeneigene Geräte hochgeladen werden, oder ob der Kunde dafür zu sorgen hat, dass so ein Software-Update vom Router "abgelehnt" wird.

Es stellt sich dabei die Frage, ob das der Kunde überhaupt kann.
Siehe hierzu, was AVM zum Thema TR069 veröffentlicht: https://avm.de/aktuelles/kurz-notiert/2 ... vorteilen/
Die Ursache des Problems war ein falscher Eintrag des UM-Mitarbeiters. Auf keinen Fall der Fehler des Kunden.
Wenn man das auf den Kunden abwälzen wollte, müsste UM ausdrücklich in geeigneter Form darauf hinweisen. z.B.
Unsere Mitarbeiter sind zu blöd, korrekte Configs zuzuordnen und unsere Software merkt so was auch nicht. Also müssen Sie geeignete Massnahmen ergreifen, dass das nicht passieren kann. Wir sagen ihnen aber nicht, welche Massnahmen das sind.

Für mich stellen sich nur die Fragen, wie sich UM anstellt,
- um zunächst das akute Problem zu lösen
- um so was in Zukunft zu verhinden.

Hier wäre z.B. ein Portal hilfreich.

Über das Thema "Strafanzeigen" möchte ich mich als Nichtjurist nicht weiter auslassen. Für mich war das fahrläßig. Da darf man sich dann gerne zivilrechtlich mit UM auseinandersetzen, wenn sie es darauf ankommen lassen wollen.
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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitragvon derpfeffi » 21.08.2016, 10:34

Auch ich bin kein Fachjurist, und genau aus diesem Grund würde ich sämtliche Komunikation zu diesem Fall nur über meinen Anwalt laufen lassen. Es kann ja wohl nicht angehen, das UM auf einem Gerät, das Ihnen nicht gehört, irgend etwas einstellt und es damit mehr oder weniger unbrauchbar macht.
Und Heise.de hat da bestimmt auch an sowas Interesse .....
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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitragvon 2young2die » 21.08.2016, 10:52

Also ich seh das nicht so dramatisch. Imemrhin MUSS UM einfach technisch Bedingt auf die Geräte zugreifen. Im Kabelnetz geht das nunmal nicht anders, da Tarifparameter am Endger
ät eingesellt werden MÜSSEN! Sonst würde ja jeder mit seinem "offenen" Modem mit 10Gbit unterwegs sein - das Netz wäre dann völlig überlastet (ist es ja jetzt schon).
Diese Zuordnung steuert eine Datenbank. Hier steht dann drin, welche MAC Adresse was bekommen soll. Also entweder welche komplette Firmware oder eben nur Geschwindigkeitsdaten - alles nach TR69.

d.h. der Provider MUSS bei Kabel IMMER diese Parameter dem Modem übergeben.
Und wenn da dann ein armer Mensch was falsches in der Datenbank ablegt (zB die tolle gebrandete Firmware für ne Fritzbox, weil die Sache noch recht neu ist und er bei Fritzbox eben noch die alleinige UM-Lösung im Kopf hat) dann passiert das halt mal.

UM sollte eben nun adäquat reagieren. Also: Gutschrift über 20€ und Austausch der "verkrüppelten" Firtzbox zum Beispiel.

Aber nicht gleich so böse sein - Ihr habt sicher auch schonmal Fehler gemacht :zwinker:
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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitragvon tq1199 » 21.08.2016, 11:15

2young2die hat geschrieben:... oder eben nur Geschwindigkeitsdaten - alles nach TR69.

d.h. der Provider MUSS bei Kabel IMMER diese Parameter dem Modem übergeben.


D, h., man sollte auf seiner EIGENEN FritzBox-cable das TR69, auch nicht vor dem Anschluss an die MM-Dose, deaktivieren? ... denn sonst kann der Kabel-Provider ja nicht die "Geschwindigkeits"-Datei, auf die FritzBox-cabel übertragen.
Office Internet & Phone 50, AVM FRITZ!Box 6360 Cable (kbw) - FRITZ!OS 06.52 - , an Arris-CMTS, zusätzlich eine feste (statische, nicht per DHCP) IPv4-Adresse für meinen Server, am Bridge-Anschluss (kein Bridge-Modus, FB6360-cable wird ohne feste IPv4-Adresse als Router verwendet.)
Konfigurationsdatei der FritzBox: b2b-staticip1_50000_5000_ipv4_sip_wifi-on.bin
NTP_Provider_Interface_Spec_Unitymedia

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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitragvon 2young2die » 21.08.2016, 11:30

Mh. So sicher bin ich mir gerade nicht - bitte helft mir:

Bei nem Kabelmodem / Router gibt es ja die Provisionierung. Hierüber kommen die config-daten zu Geschwindikeit etc.
läuft das bereits über TR-69? Oder ist TR-69 eine zusätzliche Geschichte, die dann zur Provisionierung an sich noch weiter Daten (VoiP einstellungen, Deaktivierung WLAN und solche Sachen) dann festlegt?
Dann könnte man TR69 deaktivieren. Falls das zusammenhängt, natütrlich nicht.
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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitragvon hajodele » 21.08.2016, 11:48

Wissen tue ich es nicht, aber ich glaube, dass die komplette Konfiguration überhaupt nichts mit TR-69 zu tun hat.
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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitragvon MartinDJR » 21.08.2016, 12:14

hajodele hat geschrieben:Daraus impliziere ich aber nur, dass UM von sich aus keine Updates macht.
Also genau das Gegenteil, das passiert ist.

UnityMedia hat geschrieben, dass der Kunde dafür "verantwortlich" ist, wie Firmware-Updates gemacht werden. "Verantwortlich für Updates sein" bedeutet für mich auch, dass man dafür sorgen muss, dass "automatische Updates" eben nicht gemacht werden, wenn man das nicht will.

hajodele hat geschrieben:Es stellt sich dabei die Frage, ob das der Kunde überhaupt kann.

Ich habe gerade die offizielle Schnittstellenspezifikation (providerspezifischer Teil, Kapitel 6.2.) offen. Dort heißt es: "Unitymedia will not include CVC information in bootfile. Therefore, Unitymedia will not trigger Secure Software Download ...".

Man kann das "will not trigger ... Download" so interpretieren, dass der Router einen Request zum Firmwaredownload als "ungültige Daten" zu behandeln hat. Da UnityMedia keinen Download-Request sendet, muss es sich schließlich bei den Daten um irgendetwas anderes handeln (z.B. "die Information über ein Softwareupdate auf providereigenen Routern") - und der Router kann nicht wissen, um was für Daten es sich handelt.

Mit dieser Argumentation könnte man dann weiterargumentieren: Da der Router diese ungültigen Daten nicht ignoriert, sondern als Reaktion auf diese Daten die Firmware überschrieben hat, ist er nicht mit der Schnittstellenspezifikation kompatibel. Bereits das Anschließen des Routers ans UnityMedia-Netz ist somit ein "Bedienfehler" gewesen, der zur Beschädigung des Routers geführt hat.

Bei der Frage, ob UnityMedia, AVM oder der Kunde die Kosten für die Wiederherstellung der Firmware zu bezahlen hat und ob UnityMedia dafür sorgen muss, dass so etwas in Zukunft nicht mehr vorkommt, würde diese Argumentation eine entscheidende Rolle spielen.

Wobei wir schon zum nächsten Punkt kommen:
hajodele hat geschrieben:Für mich stellen sich nur die Fragen, wie sich UM anstellt, ... um so was in Zukunft zu verhinden.

Gerade dann, wenn es UnityMedia Geld kosten würde, zu verhindern, dass das in Zukunft erneut passieren kann, wäre es die einfachste Lösung, irgendwo öffentlich darauf hinzuweisen, dass man Abschnitt 6.2 in der Schnittstellenbeschreibung genau so auslegt, wie ich es angedeutet habe.

(Im aktuellen Fall wird UM aber wohl noch kulant sein, da es sich ja nur um einen einzelnen Router handelt und das Problem sich mit gerade einmal 300 Euro aus der Welt schaffen lässt.)

Damit hätte man das Problem dann ganz offiziell auf die Kunden und die Routerhersteller abgewälzt und ...

hajodele hat geschrieben:Die Ursache des Problems war ein falscher Eintrag des UM-Mitarbeiters.

... wenn es erneut passiert, wäre auf jeden Fall der Kunde oder der Routerhersteller schuld!
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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitragvon blaxxz » 21.08.2016, 12:21

Ich hatte AVM mal angeschrieben warum dies möglich sei.

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Re: Abschaffung Routerzwang: Fritzbox 6490 jetzt schon kaufe

Beitragvon hajodele » 21.08.2016, 12:46

@MartinDJR: Deine Interpretationen sind einfach nur krank:

MartinDJR hat geschrieben:UnityMedia hat geschrieben, dass der Kunde dafür "verantwortlich" ist, wie Firmware-Updates gemacht werden. "Verantwortlich für Updates sein" bedeutet für mich auch, dass man dafür sorgen muss, dass "automatische Updates" eben nicht gemacht werden, wenn man das nicht will.

Egal was du hier vorher offline einträgst, kommt es irgendwann aufs Gleiche raus.

- Default (automatisch) sollte die 6490 auf 6.61 gehen.
- informieren bekommst du einen Hinweis, dass eine neue Firmware da ist. Dass es die Falsche ist, kann der User nicht wissen.
- ganz ausschalten geht gar nicht, wenn es so ist, wie in der 7390.
- Über Fritz!OS-Datei (falls überhaupt vorhanden) geht auch nicht, das AVM diese nicht veröffentlicht.

Das Problem ist einfach die falsche Config.
Wenn man AVM den schwarzen Peter zuspielen will, (was du ja tust) müsste die Fritzbox immer die Config untersuchen, ob da der Provider irgendwo Schrott gebaut hat. Eine Config MUSS aber z.B. wegen der Geschwindigkeitseinstellungen übertragen werden. Dieser Vorgang wiederholt sich übrigens regelmäßig.
Deshalb ist UM dafür zuständig.

MartinDJR hat geschrieben:Ich habe gerade die offizielle Schnittstellenspezifikation (providerspezifischer Teil, Kapitel 6.2.) offen. Dort heißt es: "Unitymedia will not include CVC information in bootfile. Therefore, Unitymedia will not trigger Secure Software Download ...".

Genau dem hat UM im vorliegenden Fall nicht entsprochen.
Seit wann ist der Hardwarelieferant zuständig, wenn der Provider nicht weiss, was er tut.

Bitte sage mal ganz konkret, was der Kunde tun muss, um das zu verhindern.
Ich gehe davon aus, dass die falsche Config schlicht alle Einstellungen überschreibt.
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