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Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

In diesem Forum geht es um die Router für Kabel Internet FRITZ!Box 6320, FRITZ!Box 6340, FRITZ!Box 6360 und FRITZ!Box 6490 der Firma AVM.

Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitragvon Kati84 » 22.03.2016, 10:47

Hallo zusammen,

ich kenne mich leider noch überhaupt nicht mit Kabel aus und hoffe daher, in eurem Forum ein wenig Hilfe zu bekommen :zwinker: Ich habe schon fleißig jede Menge Threads gelesen und daher auch schon jede Menge „Halbwissen“. Ich bitte euch daher lediglich um Bestätigungen, ob meine weiter unten aufgeführten Vermutungen zutreffen. Falls etwas nicht stimmen sollte, wäre ich über Hinweise dankbar.

Ausgangssituation:
Ich ziehe demnächst in ein Haus (Neubau) mit Kabelanschluss. Es gibt nur Kabelanschluss, so dass ich mir über Festnetzalternativen keine Gedanken machen kann. Von UM möchte ich 2play mit Komfortfunktion nutzen. Das heißt, ich hätte eine FB 6490.

TV werde ich über Satellit empfangen. Es existiert keine Koaxialverbindung zwischen dem Keller und den anderen Räumen des Hauses. Im Haus ist ein Ethernet-Netzwerk (Gigabit) verlegt. Die Netzwerkkabel laufen im Keller im Patchpanel zusammen.

Im Keller hat UM bereits den Kabelhausanschluss gelegt.

So viel zur Ausgangssituation. Nun meine Fragen / Vermutungen:

1. Ich würde gerne alle Geräte (Modem, Router, ggf. Verstärker usw.) von UM im Keller direkt neben dem HÜP aufbauen. Ich würde gerne von dort aus das „Internetsignal“ in das Ethernet-Netzwerk einspeisen. Hierzu müsste ich doch lediglich ein Kabel (was genau für ein Kabel?) vom Router oder Modem (von welchem dieser beiden Geräte?) in das Patchpanel stecken (richtig?).
2. Wenn ich das „Internetsignal“ im Keller in das Ethernet einspeise hätte ich doch an allen anderen Netzwerkdosen im Haus sehr schnelles Internet ohne Geschwindigkeitseinbußen, richtig? (Gigabit LAN ist vorhanden).
3. Ich würde gerne in den 3 Stockwerken darüber ein einheitliches WLAN erzeugen und DECT-Telefone (wahrscheinlich Fritz Fone) anschließen. Aller Voraussicht nach wird hierzu das Funksignal des Routers aus dem Keller nicht ausreichen. Wenn ich es richtig verstanden habe, könnte ich in den Stockwerken darüber Fritzboxen als Access Point betreiben. Diese würden per LAN angeschlossen. Dies wäre sinnvoller als ein Repeating des WLAN-Signals aus dem Keller, richtig?
4. Ich kann doch mehrere nachgelagerte Fritzboxen als Acces Point betreiben, richtig? (Maximal 2. Eine im Wohnzimmer und evtl. eine unterm Dach).
5. Es ist auch möglich, dass diese beiden Access Points ein einheitliches WLAN (also eine SSID) aussenden, richtig?
6. Kommen wir zum möglichen Knackpunkt: Dem Anschluss von Fritz Fones an den nachgelagerten Access Points. Ich habe hier im Netz an diversen Stellen über Probleme gelesen. Teilweise waren diese Threads aber mehrere Jahre alt. So wie ich es verstanden habe (auch wenn mir die technischen Details nicht klar sind), könnte ich die nachgelagerten Access Points als „IP Client“ betreiben und mittels „SIP“ dort die Telefone anschließen, richtig?
7. Würde diese SIP-Geschichte spezielle Hardware voraussetzen? Müssten meine Access Points also ganz bestimmte Fritz Boxen (womöglich noch mit spezieller Firmware) sein, oder könnte ich da jede Fritzbox nutzen?
8. Mögliche Alternative zum Anschluss der Fritz Fones an die Access Points: habe auf der Website von AVM gesehen, dass es DECT Repeater gibt. Falls das DECT Signal des Fritzbox im Keller nicht ausreichend stark sein sollte, könnte ich doch einfach an zentraler Stelle im Haus den DECT Repeater anbringen und hätte damit wahrscheinlich alle Telefone versorgt, oder?
9. Wäre die Nutzung eines DECT-Repeaters aus eurer Sicht besser (bzw. einfacher) als eine Lösung via SIP?

Sorry für die vielen Fragen :zwinker:
Ich danke euch herzlich im Voraus!!!!! :super:
Kati84
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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitragvon schmittmannderzweite » 22.03.2016, 11:36

ad1/2) In ein Patchpanel werden die losen Adern der Netzwerkkabel "aufgelegt". Von einem Patchpanel gehst Du dann in einen Switch mit CAT5e/6/7-Kabeln mit RJ45 Stecker, der zentral das "Ethernetsignal" via Patchpanel an die Netzwerkdosen schickt. Um an allen Dosen Internet nutzen zu können, verbindest Du das Modem/Router von UM mit dem Switch über ein Ethernetkabel (CAT 5e/6/7).

ad3) Aus meiner Erfahrung beim Versorgen von Häusern mit performantem WLAN heraus, würde ich in jeder Etage einen Access-Point installieren. Je nach Gartengröße und Nutzung evtl. noch einen Outdoor-AP.

ad4) ja

ad5) ja, ich würde aber unterschiedliche Kanäle verwenden (3,7,11) im 2,4GHz Band.

ad6,7,8) Die Fritz-Fones werden per DECT mit der FritzBox verbunden. SIP-Konten oder die UM-Telefonkonten werden in der FB eingerichtet. Die Kommunikation erfolgt über DECT, so dass Du evtl. einen DECT-Repeater benötigst.
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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitragvon koax » 22.03.2016, 11:39

Kati84 hat geschrieben:1. Ich würde gerne alle Geräte (Modem, Router, ggf. Verstärker usw.) von UM im Keller direkt neben dem HÜP aufbauen. Ich würde gerne von dort aus das „Internetsignal“ in das Ethernet-Netzwerk einspeisen. Hierzu müsste ich doch lediglich ein Kabel (was genau für ein Kabel?) vom Router oder Modem (von welchem dieser beiden Geräte?) in das Patchpanel stecken (richtig?).

Die anvisierte Fritzbox 6490 ist ein Router mit integriertem Modem.
Patchkabel (normale Ethernet-Kabel Cat5e oder CAT6) verbinden die LAN-Ports des Routers mit dem Patchfeld.
Natürlich reicht es nicht ein (1) Patchkabel mit dem Patchfeld zu verbinden sondern Du musst die 4 vorhandenen LAN-Ports der Fritzbox nutzen, um auch 4 Dosen anzusteuern.
2. Wenn ich das „Internetsignal“ im Keller in das Ethernet einspeise hätte ich doch an allen anderen Netzwerkdosen im Haus sehr schnelles Internet ohne Geschwindigkeitseinbußen, richtig? (Gigabit LAN ist vorhanden).

Ja.
3. Ich würde gerne in den 3 Stockwerken darüber ein einheitliches WLAN erzeugen und DECT-Telefone (wahrscheinlich Fritz Fone) anschließen. Aller Voraussicht nach wird hierzu das Funksignal des Routers aus dem Keller nicht ausreichen. Wenn ich es richtig verstanden habe, könnte ich in den Stockwerken darüber Fritzboxen als Access Point betreiben. Diese würden per LAN angeschlossen. Dies wäre sinnvoller als ein Repeating des WLAN-Signals aus dem Keller, richtig?

Per LAN-Kabel angeschlossene Accesspoints sind auf jeden Fall sinnvoller als Repeater. Zur Nutzung als Accesspoint/Switch ist eine Fritzbox natürlich etwas überteuert. Für DECT-Telefone wird sie wiederum sinnvoll. Allerdings stellt sich die Frage, ob das DECT-Signal der Fritzbox im Keller nicht vielleicht ausreicht, die Telefone zu versorgen.

4. Ich kann doch mehrere nachgelagerte Fritzboxen als Acces Point betreiben, richtig? (Maximal 2. Eine im Wohnzimmer und evtl. eine unterm Dach).
5. Es ist auch möglich, dass diese beiden Access Points ein einheitliches WLAN (also eine SSID) aussenden, richtig?

Ja.

Du sprichst von einer integrierten Verkabelung im Haus. Die Netzwerkdosen kannst Du auch für Telefoniezwecke benutzen.
Wenn diese Verkabelung so dimensioniert ist, dass Du nicht alle Dosen wirklich benötigst, kannst Du auch alternativ eine DECT-Basisstation an eine der Dosen anschließen. (Fritzbox muss natürlich telefonseitig an das Patchfeld angeschlossen werden).

Ansonsten:
http://avm.de/service/fritzbox/fritzbox ... efonieren/
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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitragvon hajodele » 22.03.2016, 13:49

Warum willst du eigentlich unbedingt die Kabel-Fritzbox in den Keller stellen?
Wenn du sie halbwegs zentral aufstellst und via LAN mit deinem Switch im Keller verbindest, hast du praktisch den gleichen Effekt, nur brauchst du weniger Geräte.
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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitragvon koax » 22.03.2016, 14:20

hajodele hat geschrieben:Warum willst du eigentlich unbedingt die Kabel-Fritzbox in den Keller stellen?

Kati84 hat geschrieben:Es existiert keine Koaxialverbindung zwischen dem Keller und den anderen Räumen des Hauses.

hajodele hat geschrieben:Wenn du sie halbwegs zentral aufstellst und via LAN mit deinem Switch im Keller verbindest, hast du praktisch den gleichen Effekt, nur brauchst du weniger Geräte.

Kati84 hat geschrieben:Hierzu müsste ich doch lediglich ein Kabel (was genau für ein Kabel?) vom Router oder Modem (von welchem dieser beiden Geräte?) in das Patchpanel stecken (richtig?).

Zumindest vorerst ist im Keller nur ein Patchpanel und kein Switch.
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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitragvon schmittmannderzweite » 22.03.2016, 14:54

Wenn der TE nicht nur 3 Dosen im Haus verteilt hat, wird er eh nicht um einen Switch herumkommen.
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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitragvon Kati84 » 22.03.2016, 15:16

@koax & schmittmannderzweite: Vielen lieben Dank für eure Antworten!

@hajodele: Mir ist ehrlich gesagt die genaue "Anschlusskette" bei Nutzung der Komfortfunktion von UM noch nicht ganz klar:
1. HÜP
per Koaxialkabel an
2. Kabelmodem von Unitymedia
per Netzwerkkabel an
3. Fritzbox von Unitymedia
per Netzwerkkabel an Patchpanel und von dort werden alle Netzwerkbuchsen des Hauses versorgt.

A) Ist diese Reihenfolge richtig?
B) Ist es tatsächlich so, dass ich die FRitzbox von Unitymedia an einem beliebigen anderen Ort im Haus aufstellen könnte? Könnte ich also das Kabelmodem mit meinem Patchpanel im Keller verbinden und die Fritzbox von Unitymedia würde dann via Ethernet alle Signale vom Router erhalten, die sie für einen regulären Betrieb braucht? Oder müsste die FB von UM direkt per Kabel mit dem Modem von UM verbunden werden (ohne den Umweg eines LAN)? (Ich meine mich in diesem Zusammenhang auch dunkel daran zu erinnern, dass selbst wenn dies gehen würde, ich mein sternförmiges LAN nicht mehr optimal nutzen würde? Dass man also das Internetsignal am Patchpanel im Keller einspeisen müsste und nicht an einem der Strahlen des sternförmigen Netzwerks. Kann das sein?)
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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitragvon hajodele » 22.03.2016, 15:21

Wenn kein Koax-Kabel existiert, aber ein benutzbarer Weg (z.B. Kabelkanal) vorhanden ist, kann dieser genutzt werden.

Wenn es sich um ein reines Modem oder ein sonst sowieso unbrauchbares Gerät handeln würde, würde ich das auch im Keller unterbringen.
Aber ich nehme doch keine Fritzbox im Keller um dann weitere Fritzboxen im Haus zu verteilen.
Das tut mir weh.
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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitragvon Stiff » 22.03.2016, 15:32

Kati84 hat geschrieben:2. Kabelmodem von Unitymedia
per Netzwerkkabel an
3. Fritzbox von Unitymedia
per Netzwerkkabel an Patchpanel und von dort werden alle Netzwerkbuchsen des Hauses versorgt.

A) Ist diese Reihenfolge richtig?


Nein,
grundsäztlich bekommst Du ein Modemrouter von UM oder, bei Buchung der Telefon Komfort Option, eine FritzBox.
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Re: Neubau: Anschluss nachgelagerter Fritzboxen?

Beitragvon koax » 22.03.2016, 15:49

Kati84 hat geschrieben:A) Ist diese Reihenfolge richtig?

Wie schon schrieb, bekommst Du kein Modem sondern die Fritzbox ist zugleich dein Modem und dein Router in einem Gerät.
Die Fritzbox von UM muss an eine Kabeldose angeschlossen werden.

Dass man also das Internetsignal am Patchpanel im Keller einspeisen müsste und nicht an einem der Strahlen des sternförmigen Netzwerks. Kann das sein?)

Du könntest nur wie von Hajodele vorgeschlagen, im Keller zusätzlich einen Switch installieren. Da die Fritzbox allerdings dann nicht im Keller stünde müsstest Du über eine LAN-Dose neben der Fritzbox eine Verbindung zum Patchpanel herstellen, vom Patchpanel zum Switch und vom Switch über das Patpanel zu den anderen Dosen im Hause, also irgendwie von hinten durch die Brust ins Auge.
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