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Ubee Router durch Fritz!Box 6360 ersetzen

In diesem Forum geht es um die Router für Kabel Internet FRITZ!Box 6320, FRITZ!Box 6340, FRITZ!Box 6360 und FRITZ!Box 6490 der Firma AVM.

Re: Ubee Router durch Fritz!Box 6360 ersetzen

Beitragvon strelnikov » 21.03.2016, 14:00

M@rtin hat geschrieben:Wie kann man Eigentümer werden, wenn der bisherige Eigentümer dem Verkauf nicht zustimmt? Und kein Kabelprovider würde dem zustimmen. An geklauter Ware kann man kein Eigentum erwerben. Und Unwissenheit (weder des Verkäufers, noch des Käufers) schützt vor Strafe!


Bürger,

das sind alles nur kleinbürgerliche, genauer gesagt, bourgeoise Ansichten über das Eigentum, die hier geäußert werden; als Anhänger des "Historischen Materialismus" muss ich mir um derartige Formalien keine Gedanken machen bzw. den Kopf zerbrechen :mussweg:
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Re: Ubee Router durch Fritz!Box 6360 ersetzen

Beitragvon manu26 » 21.03.2016, 15:22

Lies mal genau nach. Bei geklauter Ware geht es nicht (abhanden gekommene Sache). Hier handelt es sich aber um vermietete Geräte. Da ist das möglich, wenn der Erwerbende gutgläubig ist.
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Re: Ubee Router durch Fritz!Box 6360 ersetzen

Beitragvon koax » 21.03.2016, 16:17

M@rtin hat geschrieben:Wie kann man Eigentümer werden, wenn der bisherige Eigentümer dem Verkauf nicht zustimmt? Und kein Kabelprovider würde dem zustimmen.

Und zum wiederholten Male weise ich bei diesem Thema darauf hin, dass es durchaus Kabelprovider gibt, bei denen eine Fitzbox Eigentum des Kunden wird, denn dort hat er sie (wenn auch subventioniert) zu kaufen.
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Re: Ubee Router durch Fritz!Box 6360 ersetzen

Beitragvon johnripper » 01.04.2016, 22:01

manu26 hat geschrieben:Das Prinzip nennt sich "gutgläubiger Erwerb". Ich sage nicht, dass das hier der Fall sein muss, aber es ist durchaus möglich.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gutgl%C ... rechtigten

Habe ich doch nochmal etwas geforscht und siehe da, so einfach ist es eben nicht. Denn was Wikipedia (mal wieder) verschweigt ist den gesamten § 932 BGB mal aufzulisten:
§ 932 Gutgläubiger Erwerb vom Nichtberechtigten
(1) Durch eine nach § 929 erfolgte Veräußerung wird der Erwerber auch dann Eigentümer, wenn die Sache nicht dem Veräußerer gehört, es sei denn, dass er zu der Zeit, zu der er nach diesen Vorschriften das Eigentum erwerben würde, nicht in gutem Glauben ist. In dem Falle des § 929 Satz 2 gilt dies jedoch nur dann, wenn der Erwerber den Besitz von dem Veräußerer erlangt hatte.
(2) Der Erwerber ist [url]nicht in gutem Glauben[/url], wenn ihm bekannt oder [url]infolge grober Fahrlässigkeit unbekannt[/url] ist, dass die Sache nicht dem Veräußerer gehört.


In der Rechtsprechung kommt es im privaten Geschäftsgebaren (hier der einzig mögliche Fall) darauf an, dass § 932 II BGB beachtet wird. Die "grobe Fahrlässigkeit" ist dabei wohl sich bei privaten Verkäufen keine Rechnung des Einzelhandels zeigen zu lassen, sofern man davon ausgehen kann dass es eine solche gibt (Vgl. Kallwass/Abels, Privatrecht, 22. Auflage, S. 259, oder z.B. hier oder hier.
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Re: Ubee Router durch Fritz!Box 6360 ersetzen

Beitragvon manu26 » 02.04.2016, 04:44

Richtig, am Ende kommt es auf den Einzelfall an. Ändert aber nichts daran, dass ein gutgläubiger Erwerb prinzipiell erst mal möglich ist.
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Re: Ubee Router durch Fritz!Box 6360 ersetzen

Beitragvon johnripper » 02.04.2016, 09:17

manu26 hat geschrieben:Richtig, am Ende kommt es auf den Einzelfall an. Ändert aber nichts daran, dass ein gutgläubiger Erwerb prinzipiell erst mal möglich ist.

Gelesen? Verstanden? Du musst schon etwas tun, damit es nicht unmöglich wird.
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Re: Ubee Router durch Fritz!Box 6360 ersetzen

Beitragvon manu26 » 02.04.2016, 14:04

Ja, habe ich. Hier wurde aber ursprünglich behauptet, dass man nie Eigentum an Sachen erwerben kann, die man nicht direkt vom Eigentümer übereignet bekommt. Und das ist falsch.
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Re: Ubee Router durch Fritz!Box 6360 ersetzen

Beitragvon johnripper » 02.04.2016, 16:38

manu26 hat geschrieben:Ja, habe ich. Hier wurde aber ursprünglich behauptet, dass man nie Eigentum an Sachen erwerben kann, die man nicht direkt vom Eigentümer übereignet bekommt. Und das ist falsch.

Dann ließ mal richtig nach was ich/du geschrieben hast:
manu26 hat geschrieben:
johnripper hat geschrieben:Und woher die FritzBox 6360 kommt (die auf dem Markt gar nicht frei verkäuflich ist), will hier niemand wissen. Dein Eigentum kann sie auf jeden Fall nicht sein.

Doch, kann sie.

Durch bloße Wiederholung (nur Behauptung) wird deine Aussage nicht richtiger. Glaub dran wenn du willst, die Rechtsprechung sieht das anders (siehe oben).

Bild

:glück:
Zuletzt geändert von johnripper am 02.04.2016, 22:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ubee Router durch Fritz!Box 6360 ersetzen

Beitragvon M@rtin » 02.04.2016, 22:09

Schon allein, dass ein UM-Kunde die AGBs bzw. einen Vertrag unterschreibt, in dem genau geregelt ist, dass die Geräte nur eine Leihgabe sind, macht den Verkauf bzw. den Erwerb "grob fahrlässig". Der unrechtmäßige Verkäufer kann sich nicht darauf berufen, dass er das nicht wusste. Unwissenheit schützt nicht vor Strafe.
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Re: Ubee Router durch Fritz!Box 6360 ersetzen

Beitragvon manu26 » 02.04.2016, 23:54

So ein Unsinn. Die etwaige grobe Fahrlässigkeit des Käufers hat schon mal garnichts mit irgendwelchen AGBs des Vermieters zu tun. Fakt ist, dass ein Käufer prinzipiell Eigentümer einer Sache werden kann, selbst wenn der Verkäufer selber nicht Eigentümer ist.

Klar, wenn ich auf dem Flohmarkt ein neu verpacktes iPhone, das neu 700 € kostet, für 300 € kaufe und mir keine Rechnung oder sonst einen Nachweis zeigen lasse, dann kann man von grober Fahrlässigkeit reden.

Davon reden wir hier aber nicht. Außerdem geht es um das Prinzip. Mag ja sein, dass man im Falle einer zivilrechtlichen Auseinandersetzung damit im Regelfall auf die Fresse fällt. Das ändert aber nichts daran, dass man nicht automatisch bei jedem Einzelfall von grober Fahrlässigkeit des Käufers ausgehen muss.
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