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MyFritz und IPv6-Weiterleitung keine Funktion

In diesem Forum geht es um die Router für Kabel Internet FRITZ!Box 6320, FRITZ!Box 6340, FRITZ!Box 6360 und FRITZ!Box 6490 der Firma AVM.

MyFritz und IPv6-Weiterleitung keine Funktion

Beitragvon hblockx » 07.11.2014, 02:11

Guten Abend,
seit Tagen versuche ich meinen NAS von außen zu erreichen. Der NAS reagiert, dank meines Unitymedia-DSlite-Anschlusses, eh nur auf IPv6. Ich kann meine Fritzbox über IPv6 erreichen. Füge ich den NAS der MyFritz-Freigabe hinzu, kommt in MyFritz die Meldung "keine IPv4- oder IPv6 vorhanden" und der NAS ist unnereichbar. Als IPv6-Freigabe und über der direkten IPv6-Adresse ist der NAS ebenso unerreichbar. Der NAS besitzt aber eine IPv6-Adresse und kann auch welche ansurfen. Irgendwie lässt meine FB6360 die Verbindung nicht durch und ich verstehe nicht warum...

Vielen Dank für Eure Hilfe!

Viele Grüße,
Mirko
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Re: MyFritz und IPv6-Weiterleitung keine Funktion

Beitragvon magruk » 07.11.2014, 11:37

die über MyFritz angelegten Freigaben haben bei mir auch nicht funktioniert. Also alle gelöscht und wieder normale Port-Weiterleitungen angelegt. Muss man halt von aussen dann über den FQDN der Fritzbox selbst ansprechen. Damit gehts einwandfrei.
(Evtl. ein kleiner Fehler der inzwischen doch etwas alten Firmware)

HTH
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Re: MyFritz und IPv6-Weiterleitung keine Funktion

Beitragvon hblockx » 07.11.2014, 12:38

Danke für die Antwort! Leider funktioniert bei mir auch das Zugreifen mittels FQDN nicht... Gefühlt ignoriert meine Fritzbox die IPv6-Freigabe Funktion einfach komplett... :sauer:
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Re: MyFritz und IPv6-Weiterleitung keine Funktion

Beitragvon SpaceRat » 11.11.2014, 13:19

Es wäre hilfreich zu wissen, was für ein NAS das ist.
Wenn telnet- oder ssh-Zugriff darauf besteht, kann man auch viel besser analysieren, als wenn man ins Blaue hineinraten muß.

Folgende mögliche Probleme fallen mir ein:
  • Die Fritz!Box "vergißt" manchmal, daß ein Gerät mit IPv6 noch da ist und unterschlägt die IPv6 in MyFritz-Updates.
    Hierfür gibt es eine recht banale Lösung, nämlich den avahi-daemon zu installieren.
    Bei auf Debian basierenden NAS geht das ganz einfach mit
    apt-get update && apt-get install avahi-daemon
  • Die Tatsache, daß ein Gerät bzw. das installierte Betriebssystem IPv6 kann, heißt noch lange nicht, daß es bzw. die installierten Anwendungen das auch nutzt.
    Am Beispiel eines Receivers, der Vu+ Duo² aber auch vielen anderen E2-Receivern, sieht das so aus:
    Wird das Hersteller- oder VTI-Image installiert, dann kann das verwendete Linux IPv6. ssh bzw. Dropbear verwendet das dann auch, das war es aber auch schon.
    Würde man auf demselben Gerät OpenATV 4.2, OpenViX, OpenPLi o.ä. installieren, dann hätte man schlagartig auch im WebInterface des Receivers IPv6-Support, da diese Images ein richtig gebautes Python verwenden, während für die erstgenannten Images Python mit --disable-ipv6 gebaut wird, d.h. es wird künstlich deaktiviert.

    Von ähnlichen Eseleien ist auch bei Billig-NAS auszugehen.
    Die WD-NAS gehen sogar noch einen Schritt in Richtung Blödheit weiter:
    Dort ist der Linux-Kernel mit IPv6 gebaut und auch der integrierte Apache-Webserver ist so vorkonfiguriert, daß er auf IPv6 lauscht .... eigentlich ganz toll, wenn WD nicht per IPv6 eine völlig andere Website präsentieren ließe als per IPv4. Da müßte man also einfach nur die Apache-Konfiguration so anpassen, daß bei IPv6- und IPv4-Zugriff dieselbe Website präsentiert wird.

Generell würde ich immer als erstes wissen wollen, ob das Gerät eine IPv6 hat, das sagt uns
Code: Alles auswählen
ifconfig

per telnet oder ssh auf dem Gerät selber ausgeführt.

Wenn dort mindestens eine IPv6 (Aber nicht fe80::...) zu sehen ist, ist
Code: Alles auswählen
netstat -tulpen

oder (Wenn das eine Fehlermeldung produziert)
Code: Alles auswählen
netstat -tulen

interessant um herauszufinden, welche Server diese IPv6-Konnektivität dann auch tatsächlich nutzen.

Von der Adressverlust-Macke bei fehlendem avahi-daemon abgesehen funktionieren die MyFritz!-Freigaben nämlich ganz hervorragend.
Aber damit sie funktionieren können, muß es zuerst einmal etwas freizugeben geben und das bestimmt der NAS.
Receiver/TV:
  • Vu+ Duo² 4xS2 / OpenATV 5.3@Samsung 50" Plasma
  • AX Quadbox HD2400 2xS2 / OpenATV 6.0@Samsung 32" TFT
  • 2xVu+ Solo² / OpenATV 6.0
  • DVBSky S2-Twin PCIe@SyncMaster T240HD (PC)
  • TechniSat SkyStar HD2@17" (2.PC)
Pay-TV: Schwarzfunk, Redlight Elite Mega HD, Brazzers, XXL, HD-, Sky
Fon: VF Komfort-Classic (ISDN), Siemens S79H+S1+Telekom Modula+Siedle DoorCom Analog@F!B 7390
Internet: UM 1play 100 / Cisco EPC3212+Linksys WRT1900ACS / IPv4 (UM) + IPv6 (HE)
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Re: MyFritz und IPv6-Weiterleitung keine Funktion

Beitragvon hblockx » 11.11.2014, 13:39

Der Avahi-Daemon hat bei mir alle Probleme gelöst, Vielen Dank! Schade, dass ich das nicht eher gefunden habe :D Ich versuche das ganze nun eben zu Ende einzurichten. Mein "NAS" ist im Grunde nur ein Banana Pi. Ich hatte leider nie viel mit Networking zu tun und mit dem Pi habe ich in 3 Wochen extrem viel dazu gelernt, mal sehen, was da noch so kommt.

Vielen Dank noch einmal!
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Re: MyFritz und IPv6-Weiterleitung keine Funktion

Beitragvon GoaSkin » 12.11.2014, 02:36

Kleiner Tipp am Rande: Es gibt Anbieter von Domains und Subdomains, bei denen man auf einem Nameserver einen so genannten DNAME-Eintrag anlegen kann. Dann muss man sich weder die wirren Myfritz-Hostnamen merken, noch sich per Myfritz einloggen. Man definiert einfach, dass *.eigenedomain.de auf *.kraut-und-rüben.myfritz.net umgeleitet wird und kann jeden eigenen Rechner mit dem Hostnamen als Subdomain der eigenen Domain erreichen. So hat man eine Art DynDNS-Dienst, der alle Rechner umfasst und mit dem sich der einzelne Rechner auch nicht beschäftigen muss.
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.
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