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Koalitionsvertrag mit klarem Nein zum Routerzwang

In diesem Forum geht es um die Router für Kabel Internet FRITZ!Box 6320, FRITZ!Box 6340, FRITZ!Box 6360 und FRITZ!Box 6490 der Firma AVM.

Re: Koalitionsvertrag mit klarem Nein zum Routerzwang

Beitragvon SpaceRat » 26.02.2014, 07:13

KyBO hat geschrieben:Ich hoffe der Routerzwang/Schrecken mit den DK/TC7200 hat dann endlich ein Ende.

Ja.
Exakt genauso wie Dumping-Löhne durch den kommenden "Mindestlohn" ein Ende haben werden.
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Re: Koalitionsvertrag mit klarem Nein zum Routerzwang

Beitragvon KyBO » 26.02.2014, 07:29

Wie du schon so treffend "formuliert" hast: -> "Mindestlöhne". Ich gehe schon davon aus das das seine Wirkung zeigen wird, oder hoffe es zumindest mal. Es sah eine Zeitlang so aus, als ob sich die BNA eher in Richtung ISP's bewegt. Vielleicht bin auch ich morgens um 6 Uhr einfach noch zu naiv für diese Welt ;).

Mir ging es explizit um diese Textpassage:

"Endkunden sollen Router frei wählen können", betont Homann. Die Kunden erhalten mit der Transparenzverordnung einen Rechtsanspruch darauf, dass ihr Anbieter ihnen die Zugangskennungen und Passwörter zur Nutzung der jeweiligen Dienste mitteilt. Verbraucher könnten somit beispielsweise auch Router anderer Hersteller nutzen und sind nicht an den Router des Providers gebunden. "Wir stärken damit nachhaltig die freie Endgerätewahl", erklärt der Präsident der Bundesnetzagentur.
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Re: Koalitionsvertrag mit klarem Nein zum Routerzwang

Beitragvon Joerg » 26.02.2014, 07:43

KyBO hat geschrieben:
"Endkunden sollen Router frei wählen können", betont Homann. Die Kunden erhalten mit der Transparenzverordnung einen Rechtsanspruch darauf, dass ihr Anbieter ihnen die Zugangskennungen und Passwörter zur Nutzung der jeweiligen Dienste mitteilt. Verbraucher könnten somit beispielsweise auch Router anderer Hersteller nutzen und sind nicht an den Router des Providers gebunden. "Wir stärken damit nachhaltig die freie Endgerätewahl", erklärt der Präsident der Bundesnetzagentur.


Die Tücke liegt im Detail - bei Kabelinternetzugängen gibt es keine Zugangsdaten, die der Provider dem Kunden mitteilen könnte. Die "freie Routerwahl" ist indes nicht ausdrücklich vorgeschrieben, sondern lediglich eine Folge der o.g. Vorschrift (folgt ja auch schon aus dem Namen "Transparenzverordnung"). Damit steht ein Scheunentor als Ausweg offen, dass die KNB sicher auch ausnutzen werden :traurig:

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Re: Koalitionsvertrag mit klarem Nein zum Routerzwang

Beitragvon Tobey » 26.02.2014, 09:20

Jap wie ich auch in dem anderen Thread geschrieben habe in dem jemand ein link zu einem solchen Artikel gepostet hat:

Die einzige "Zugangskennung" bei DOCSIS Anschlüssen ist die MAC-Adresse des Modems die vom CMTS erkannt wird. Diese steht aber auch schon auf dem Aufkleber auf der Unterseite der Geräte. Doch bringt das Wissen der MAC Adresse euch ziemlich wenig, ohne ein Modem zu besitzen bei der man die MAC Adresse komplett ändern könnte. Und selbst falls dies möglich ist steht noch im Raum ob MAC-Spoofing in diesem Fall legal ist.

Für DOCSIS Zugänge müsste es also heißen "... die Zugangskennungen und Passwörter zur Nutzung der angebotenen Dienste frei selbst zu bestimmen.". Würde der Entwurf so lauten und übernommen werden müsste der Kabelnetzbetreiber uns dann nämlich die Möglichkeit geben die im CMTS hinterlegte MAC-Adresse zu ändern, so dass wir jedes erhältliche kompatible EURODOCSIS Modem anschließen könnten. (In den USA bei comcast ist dies zb möglich).

Oder eine andere Möglichkeit wäre eine Verordnung die besagt, dass sofern vorhanden der Bridge Zugang freigeschaltet wird.

edit: warum ist das Thema eigentlich im Fritz!Box Unterforum? betrifft schließlich alle.. Wäre wohl unter "Internet und Telefon über das TV-Kabelnetz" besser aufgehoben.
Zuletzt geändert von Tobey am 26.02.2014, 09:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Koalitionsvertrag mit klarem Nein zum Routerzwang

Beitragvon tq1199 » 26.02.2014, 09:38

Joerg hat geschrieben:... - bei Kabelinternetzugängen gibt es keine Zugangsdaten, die der Provider dem Kunden mitteilen könnte.

Zugangsdaten gibt es, wenn man VoIP vom Kabel-Provider nutzt.
Office Internet & Phone 50, AVM FRITZ!Box 6360 Cable (kbw) - FRITZ!OS 06.52 - , an Arris-CMTS, zusätzlich eine feste (statische, nicht per DHCP) IPv4-Adresse für meinen Server, am Bridge-Anschluss (kein Bridge-Modus, FB6360-cable wird ohne feste IPv4-Adresse als Router verwendet.)
Konfigurationsdatei der FritzBox: b2b-staticip1_50000_5000_ipv4_sip_wifi-on.bin
NTP_Provider_Interface_Spec_Unitymedia

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Re: Koalitionsvertrag mit klarem Nein zum Routerzwang

Beitragvon hajodele » 26.02.2014, 09:59

Tobey hat geschrieben:Für DOCSIS Zugänge müsste es also heißen "... die Zugangskennungen und Passwörter zur Nutzung der angebotenen Dienste frei selbst zu bestimmen.". Würde der Entwurf so lauten und übernommen werden müsste der Kabelnetzbetreiber uns dann nämlich die Möglichkeit geben die im CMTS hinterlegte MAC-Adresse zu ändern, so dass wir jedes erhältliche kompatible EURODOCSIS Modem anschließen könnten. (In den USA bei comcast ist dies zb möglich).

Von MAC-Adressen hat man die Finger wegzulassen. Man nicht auch noch in einem Gesetz verankern, dass man da rummfummeln soll.
Das läuft genau anderst rumm: "Die Kabelnetzbetreiber werden verpflichtet, Fremdgeräte zuzulassen". Also erhalten die Kabelnetzbetreiber die Modem-Daten und MAC-Adresse vom Kunde.
Tobey hat geschrieben:Oder eine andere Möglichkeit wäre eine Verordnung die besagt, dass sofern vorhanden der Bridge Zugang freigeschaltet wird.

Das wäre dann z.B.: "Die Kabelnetzbetreiber werden verpflichtet, geeignete Massnahmen zu ergreifen, damit der Kunde eigene Router verwenden kann".
So was ist mein persönlicher Favorit. Siehe z.B. gerade die Probleme mancher Fritzboxen im Zusammenspiel mit manchen CMTS. Ich möchte sehr gerne das Modem in Kabelbetreiber-Verantwortung lassen. Ob das unterm Strich eine Bridge oder ein Modem ist, ist mal dahingestellt.
Tobey hat geschrieben:edit: warum ist das Thema eigentlich im Fritz!Box Unterforum? betrifft schließlich alle.. Wäre wohl unter "Internet und Telefon über das TV-Kabelnetz" besser aufgehoben.

Das sehe ich genau so. Da sind wohl die Moderatoren gefragt.
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Re: Koalitionsvertrag mit klarem Nein zum Routerzwang

Beitragvon KyBO » 26.02.2014, 10:04

Rein theoretisch könnten auch ISP's a la Telekom auf der KNB-Schiene fahren und deren Geräten eine spezielle Nummer verpassen, dessen Ziel es ist Benutzername und Passwort zu ersetzen. So könnten sie die Verordnung umgehen. Daher denke ich mal das sich das irgendwie regeln lassen wird. Hoffe ich zumindest mal.

@Tobey & hajodele

Naja, es hat halt zum Thema gepasst und da darüber schon gesprochen wurde wollte ich nicht noch ein Thread mit dem gleichen Thema eröffnen.
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Re: Koalitionsvertrag mit klarem Nein zum Routerzwang

Beitragvon Joerg » 26.02.2014, 10:08

tq1199 hat geschrieben:Zugangsdaten gibt es, wenn man VoIP vom Kabel-Provider nutzt.

Die VoIP-Zugangsdaten kann man heute schon im Kundenbereich der UM-Seite sehen; bei KabelBW ist das m.W. allerdings noch nicht so.

Ich bin eher pessimistisch was die Umformulierung der entsprechenden Verordnung angeht - ich nehme an, die wird genau so kommen wie die RegTP sie angedacht hat (eben als Transparenzverordnung) und somit für Kabelkunden ohne Auswirkung bleiben. Eine "totale" Freigabe der Modemwahl werden die KNB m.E. sowieso mit Hinweis auf die Busstruktur und die sich daraus ergebenden Risiken für die Netzstabilität durch "schlechte" Modems abschmettern.

Bestenfalls würde es also auf eine Freigabe der Routerwahl durch Wiederaufnahme eines "Modems" bzw. Freigabe des Bridgemodes der bestehenden Router hinauslaufen (speziell letzeres fände ich attraktiv, da der "Normalkunde" das Ding als Router betreiben kann und jeder der es braucht den Bridgemode aktivieren könnte).

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Re: Koalitionsvertrag mit klarem Nein zum Routerzwang

Beitragvon KyBO » 26.02.2014, 10:14

Ich denke mal den allermeisten würde ein einfaches Kabelmodem ja auch reichen, sodass man dahinter alles anschießen kann was man möchte.
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Re: Koalitionsvertrag mit klarem Nein zum Routerzwang

Beitragvon Joerg » 26.02.2014, 10:14

KyBO hat geschrieben:Rein theoretisch könnten auch ISP's a la Telekom auf der KNB-Schiene fahren und deren Geräten eine spezielle Nummer verpassen, dessen Ziel es ist Benutzername und Passwort zu ersetzen. So könnten sie die Verordnung umgehen. Daher denke ich mal das sich das irgendwie regeln lassen wird. Hoffe ich zumindest mal.

DSL ist aber technisch deutlich "anders"; Bus vs Stern z.B., PPPoE mit "eingebauter" Möglichkeit zur user authentication bei DSL (sowas ist bei UM derzeit m.W. nicht im Einsatz) usw usw. Entsprechend wäre das für die DSL-Anbieter schwer zu argumentieren, da Username/Password-Auth für DSL in DE seit jeher "Standard" ist.

Zudem wird bei DSL am DSLAM für den Kundenport ein Profil eingestellt, in dem z.B. die max. verfügbare Bandbreite geregelt wird, während sich bei DOCSiS m.W. das "Modem" darum kümmern muss. Manipulationsmöglichkeiten am Modem würden es dem Kunden also erlauben, mehr Leistung zu beziehen als er bezahlt hat.

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