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Zusammenhang von Leitungsqualität und Internet-Nutzung

In diesem Forum geht es um die Router für Kabel Internet FRITZ!Box 6320, FRITZ!Box 6340, FRITZ!Box 6360 und FRITZ!Box 6490 der Firma AVM.

Zusammenhang von Leitungsqualität und Internet-Nutzung

Beitragvon boba » 22.02.2013, 18:23

Ich zeichne seit kurzem aus Basteltrieb und Neugier die Betriebsparameter der Fritzbox auf und produziere ein paar Grafiken, um zu schauen, wie sich die Fritzbox und das Netz so im Laufe der Zeit verhält.

Dabei ist mir ein mir nicht erklärbarer Zusammenhang zwischen Anzahl und Nutzungsprofil der angeschalteten Rechner und Leitungsqualität aufgefallen.
Zunächst einmal die Grafik. Zu sehen sind die korrigierbaren Fehler der 4 Kanäle.
Bild
Was mich wundert, das ist das auf und ab. Die hohen Werte entstehen immer dann, wenn mein Arbeitsplatz-PC eingeschaltet ist. Die niedrigen Werte entstehen, wenn er ausgeschaltet ist. Der PC produziert allerdings von selbst keinerlei Datendurchsatz ins Internet, wenn nicht durch mich veranlaßt (browsen oder so). Ich habe auch nach Viren und Trojanern gescannt und analysiert und nach Programmen gesucht, die raus telefonieren - da ist nichts. Transfer auf der Netzwerkkarte ist 0bit/s mit ein paar sporadischen Paketen im Intranet, und die Fehlerrate ändert sich bereits wenn der PC einfach nur eingeschaltet wird, selbst wenn sich niemand einloggt. (der läuft unter Windows 7)

Ich habe auch nach Fehlern in der Auswertung und in der Grafikerstellung gesucht (ich verwende cacti auf einem linux-Rechner, der zusätzlich im lokalen Netz hängt), aber da war nichts. Die Werte, die aus der Box ausgelesen und in cacti importiert werden, stimmen mit den Daten vom Webinterface überein.

Jetzt schaut euch den Donnerstag (Thu) an. Da war die Fehlerrate auf einmal praktisch 0. An dem Tag war ich zu Hause und habe im "home office" gearbeitet, d.h. ich habe den Notebook aus der Fima zusätzlich zu meinem eigenen PC ins Netz gehängt (via LAN) und habe mich via vpn ins Netz meiner Firma eingewählt und so gearbeitet. Mein eigener PC war auch an. Sobald ich den Firmen-Notebook ausgeschaltet habe, war die Fehlerrate wieder hoch (es war nur noch mein PC an) und als der nachts aus war, blieb wie immer noch eine gewisse Grundfehlerrate übrig.

Und jetzt noch was unverständlicheres, und zwar zeichne ich auch die Signal/Noise Ratio auf. Normalerweise ist die total stabil, egal ob mein PC ein oder aus ist. Aber zu dem Zeitpunkt, zu dem der Firmen-Notebook an war, hat sie sich plötzlich um fast 1 dB verbessert, und als er wieder aus war, war sie wieder zurück auf dem alten Niveau:
Bild
Wie kommt der Notebook, den ich an einen LAN-Anschluß der Fritzbox anklemme, dazu die snr zu verändern?

Die Kanäle, Frequenzen und Downstream Power Level haben sich übrigens in der Zeit nicht verändert, und die Box war durchgängig ohne Neustart und Neueinwahl online.

Insgesamt: wie ist das alles zu erklären, auch die erniedrigten oder erhöhten korrigierbaren Fehler aus der ersten Grafik? Ich habe nicht die leiseste Idee. Und ich arbeite als Computerfachidiot in der IT-Branche, also eigentlich müßte ich zumindest eine Andeutung einer Ahnung haben in welcher Richtung man suchen müßte. Habe ich aber nicht. Bin allerdings kein Nachrichtentechniker - was damit zusammenhängen könnte, davon habe ich wiederum keinerlei Ahnung.
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Re: AW: Zusammenhang von Leitungsqualität und Internet-Nutzu

Beitragvon Paddi.obi » 23.02.2013, 22:21

Ist der PC und die Fritzbox an der selben Steckdosenleiste?
Unitymedia3Play 32Mbits + TelefonPlus
Fritz!box 6360 Firmware-Version OS 06.03
TP-Link WR1043ND Firmwareversion 3.13.13 Build 130325 Rel.34960n
IP Telefon: Gigaset DE380 IP R
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Re: Zusammenhang von Leitungsqualität und Internet-Nutzung

Beitragvon clitus » 24.02.2013, 02:01

Hallo,

ein ähnliches Verhalten der FB6360 habe ich auch schon vor einiger Zeit festgestellt und zwar im Zusammenhang mit der Belegung der LAN-Ports der Box.
Bis vor Kurzem waren bei mir alle vier LAN-Ports der 6360 belegt, dann habe ich alle Netzwerkgeräte an einen externen Gigabit-Switch gehängt, sodass an der FB nur noch ein Port als Uplink zum Switch belegt war.
Überrascht musste ich feststellen, dass der MSE-Wert in der Anzeige der Box um 3 dB schlechter geworden ist, seit nur noch ein LAN-Port der 6360 belegt ist. Man könnte nun denken, dass das auch Zufall sein könnte und sich die Leitungswerte tatsächlich zwischenzeitlich geändert haben - ist es aber nicht.
Mache ich den Zustand wieder rückgängig und belege wieder alle vier Ports der FB mit eingeschalteten Geräten, verbessert sich der angezeigte MSE-Wert auch wieder um die voher gefallenen 3 dB.

Die Frage ist letzlich, ob sich die Werte und damit die Signalqualität in der Box tatsächlich ändern, oder ob die Werte von der 6360 einfach nur noch "falscher" als sonst interpretiert bzw. ausgelesen werden, wenn man die Portbelegung ändert. Dass die Anzeige der Leitungswerte in der Nutzeroberfäche der Box nicht sonderlich genau ist, ist ja mittlerweile bekannt, aber eine Änderung des Wertes bleibt nun mal eine Änderung, egal ob der ursprüngliche Wert nun genau war oder eben nicht. Da mich an diesem vergurkten Gerät allerdings gar nichts mehr wirklich überrascht, mache ich mich deswegen auch nicht mehr verrückt. Solange die Leitung steht und keine weiteren Probleme auftreten, soll es mir wurscht sein. Bei mir dient die FB6360 im Übrigen auch nur noch als blanker Router.

Gruß
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      Re: Zusammenhang von Leitungsqualität und Internet-Nutzung

      Beitragvon boba » 26.02.2013, 12:12

      PC und Fritzbox hängen an derselben Steckdosenleiste, ja.
      Ich habe zwischenzeitlich auch mal DECT und WLAN abgeschaltet, kein Unterschied im Verhalten.

      Inwiefern die Belegung der LAN-Ports eine Rolle spielt, werde ich heute abend mal durchprobieren, da muß ich erst noch meinen alten Switch wieder rausholen. Dabei ist mir aufgefallen, daß man seit der jetzigen Fritzbox Firmware die LAN-Ports nicht mehr deaktivieren kann. Man kann zwar die Radio-Buttons wie früher in 4 Varianten einstellen, aber gespeichert wird nur entweder "Immer aktiv 1GB/s" oder "Green mode 100MBit/s".
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      Re: Zusammenhang von Leitungsqualität und Internet-Nutzung

      Beitragvon clitus » 26.02.2013, 23:42

      Ja, das ist mir neulich auch schon aufgefallen, als ich die drei nicht mehr benötigten Ports deaktivieren wollte.
      Das ganze Teil ist eben ein einizges Flickwerk. Lieber stopft man noch ein paar zusätzliche Funktionen in die Box, das macht sich letztlich im Marketing besser.

      Gruß
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