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Unzulässige Sperren

Wenn einmal gemeckert werden muss, dann bitte hier und ohne andere zu stören.

Unzulässige Sperren

Beitragvon Narwig » 19.02.2014, 14:08

Liebe Leser,
Liebe Unitymediamitarbeiter,

bisher war ich mit den Leistungen und dem Service von Unitymedia sehr zufrieden!
Nach meinen jüngsten Erfahrungen, muss ich mich allerdings fragen
ist es Dummheit, Unwissenheit oder einfach nur Abzocke?
Nach einem Urlaub im Ausland soll ich nun für Verbindungsversuche, die von meinem Telefonanschluss getätigt worden sein sollen. Über 400,00 € zahlen.
Meine Alarmanlage hatte versucht, mein Handy anzurufen, das war aber nicht möglich, weil ich meine deutsche SIM Karte herausgenommen habe und in Deutschland gelassen habe, um unnötige Kosten zu vermeiden. Auch war weder eine Mailbox, noch eine Rufweiterleitung geschaltet. Bei einem Verbindungsversuch hört der Anrufer lediglich einen Text
„Der Teilnehmer ist nicht zu erreichen“. Diese von mir, weder bestellte, gewollten und noch dazu unsinnige Ansage, soll ich nun mit 0,199 € pro Verbindungsversuch bezahlen. Obwohl in Deutschland der Grundsatz gilt, dass nur zustande gekommene Verbindungen abrechnungsfähig sind.
Wie es auch das Amtsgericht Ulm in einem Urteil (Az. 6 C 3000/04) bestätigte.
Natürlich habe ich dieser Rechnung fristgerecht widersprochen und die, für mich richtig geltenden Posten bezahlt. Unitymedia, hat mir nun widerrechtlich, ohne gesetzlich vorgeschriebene, vorhergegangene Mahnung und ohne vorhergegangene Mitteilung, dass sie meinen Anschluss sperren werden, meine Kommunikationswege gesperrt. Es ist in §45k TKG, klar geregelt, ob, wann und in welcher Form gesperrt werden darf. In jedem Falle ist eine Sperre erst nach 14Tägiger Vorankündigung möglich und auch nur dann, wenn man durch eine Mahnung in Zahlungsverzug gesetzt worden ist. Zumal Widersprochene Posten, nicht in diese Maßnahme einfließen dürfen.

Nach Aussage der Verbraucherzentralen machen die Telefonbetreiber, mit dieser Masche rund 1,5 Milliarden Umsatz in nur einem Jahr. Da es sich aber meist um sehr kleine Beträge handelt, werden diese in Deutschland unzulässigen Abrechnungsposten, von den Verbrauchern oder Opfern, meist außer Acht gelassen.

:zerstör: :zerstör: :zerstör: :zerstör: :zerstör: :zerstör: :zerstör:
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Re: Unzulässige Sperren

Beitragvon Stiff » 19.02.2014, 16:36

Narwig hat geschrieben:Nach einem Urlaub im Ausland soll ich nun für Verbindungsversuche, die von meinem Telefonanschluss getätigt worden sein sollen. Über 400,00 € zahlen.
Meine Alarmanlage hatte versucht, mein Handy anzurufen,


Warum hat Deine Alarmanlage 2000 mal versucht Dein Handy anzurufen? Einsamkeit?
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Re: Unzulässige Sperren

Beitragvon Narwig » 19.02.2014, 16:48

Ja wenn ich das jetzt so genau wüsste, vermutlich hat jemand versucht die Wohnungstüre zu öffnen. Ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass es keine Kosten hätte verursachen dürfen, was auch aus der EG-Verordnung Nr. 544/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Juni 2009, hervor geht und auch nichts an der widerrechtlichen Sperrung meines Anschlusses.
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Re: Unzulässige Sperren

Beitragvon First-Eos » 20.02.2014, 10:41

Frage hast du keine Festnetzflat? Da sollte erstmal jeder Anruf Kostenfrei sein.
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Re: Unzulässige Sperren

Beitragvon hajodele » 20.02.2014, 10:47

First-Eos hat geschrieben:Frage hast du keine Festnetzflat? Da sollte erstmal jeder Anruf Kostenfrei sein.

Die Anruf-Versuche gehen doch aufs Handy :heul:
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Re: Unzulässige Sperren

Beitragvon elinap » 24.02.2014, 12:34

Hallo,

ich kann davon ausgehen das die Alarmanlage nicht nach den - BHE -Richtlinien entspricht, hier wird in den Betriebsanleitungen den Hinweis gegeben, dass "... bei Alarmauslösung auf Zielrufnummer wie z.B.

Mobilfunk Rufnummern Kosten entstehen können auch wenn dieser nur einen Ansagetext beinhaltet". Der Kabelbetreiber kann ja nicht unterscheiden ob der Kunde in deinem Fall 2000 mal diese Nummer

bewust oder ungewollt wählen will. Hab´s gerade mal ausprobiert meine O2 Rufnummer im Best -Friend Tarif von KabelBW bei ausgeschaltenen Handy und deaktivierter Mailbox. Dies Verbindung kam zustande mit einer Ansage "der Mobilfunk ....... wird aber per SMS informiert.." So und schon waren 0,15 € weg. bei 400 € währen das 2666 Fehlalarme!


Also besorge dir eine Alarmanlage die mit einem GSM Modul arbeitet und nicht so CHINA Müll :super: , eine Prepaid Karte die die Kosten begrenzen wird :winken: . -Und dieses gibt es unter 400 €. :naughty:
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Re: Unzulässige Sperren

Beitragvon First-Eos » 24.02.2014, 13:19

Mhhhh die Anlage hat nur das gemacht was sie sollte, anrufen wenn ein Alarm vorliegt, da dieser Anruf aber immer Quittiert werden muss, passiert dies nicht, versucht die Anlage natürlich in einer endlos schleife immer und immer wieder anzurufen bis... endlich einer sagt ist ok der Anruf ist angekommen.
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Re: Unzulässige Sperren

Beitragvon Narwig » 24.02.2014, 22:39

So nun bin ich etwas schlauer…
Die Sache mit der Alarmanlage ist mal unbestritten dumm gelaufen, gar keine Frage…
Und passiert mir sicher kein zweites mal….
Die Verbraucherzentrale hat sich nun der Sache mal angenommen…
Mit folgendem „Ergebnis“.. nach dem besagten Urteil aus Ulm ist es amtlich, dass Verbindungs- versuche, auch auf ein Handy nichts kosten dürfen, wenn nur eine Ansage kommt „der Teilnehmer ist nicht zu erreichen, wird aber per SMS…. Blablabla….“.
Erstaunlicher weise hat das auch Unitymedia, in einem Schreiben an die Verbraucherzentrale bestätigt! Meint aber, weil ich im Ausland war, währe das anders…., was natürlich völliger Unsinn ist, weil erstens zahlt der Anrufer nur bis deutsche Grenze und zweitens befand sich meine deutsche SIM Karte in meinem deutschen Schreibtisch in Deutschland.
Zweitens, ist die Sperre definitiv rechtswidrig, weil ich nicht fristgerecht gewarnt worden bin und außerdem, weil ich den ungerechtfertigten Forderungen fristgerecht widersprochen habe und sie somit nicht in die Berechnung der 75 Teuro, mit eingerechnet werden dürfen. Darüber gibt es eine ganze menge Gerichtsurteile… um nur eines zu benennen….
(Landgericht Baden-Baden, Beschluss vom 3. Dezember 2012, Aktenzeichen 2 T 65/12)
Zurzeit befasst sich die Bundesnetzargentur mit dem Fall, weil grobe Gesetzesverstöße, von seitens Unitymedia vorliegen. Zum einen die rechtswidrige Sperre nach § 45k TKG und die damit verbundene Nötigung, die ungerechtfertigten Forderungen zu erzwingen, zum anderen ein Verstoß nach § 108 TKG, weil auch Notrufnummern gesperrt worden sind, die grundsätzlich, von allen Sperren ausgenommen sind.

Ich warte jetzt erst mal ab, was so passieren wird….
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Re: Unzulässige Sperren

Beitragvon elinap » 25.02.2014, 02:41

JA, dann drücke ich dir fest die Daumen, dass Du dein Geld wieder zurückbekommst -Respekt wenn Du das durchziehst :smile:
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Re: Unzulässige Sperren

Beitragvon hajodele » 25.02.2014, 08:46

Mir ging es ähnlich. Nur dass es um so wenig Geld ging, dass die Anruferei bei der Hotline teuerer gewesen wäre:
Ich war letzten Sommer längere Zeit im Krankenhaus und hatte mit meiner Familie (1und1-Tarif) und meiner Mutter (Kabelbw-Tarif) vereinbart, dass sie mich nur in dringenden Fällen anrufen sollen.
Wenn schon ein Anruf, dann bitte nur 1-2 mal klingeln lassen, ich rufe dann zurück.
Dies wurde von allen genau so gehandhabt. Teilweise war ich genau neben dem Telefon, konnte das also selbst beobachten.
Die nächste Rechnung kam:
- Bei meiner Familie NULL Kosten
- Bei meiner Mutter pro Anruf 1 Minute Kosten

Im Kabelbw-Forum wird ebenfalls immer wieder davon berichtet und darüber diskutiert: http://forum.kabelbw.de/viewtopic.php?f=10&t=23663
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