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Wo bleiben die Öffentlich-Rechtlichen in HD?

Wenn einmal gemeckert werden muss, dann bitte hier und ohne andere zu stören.

Re: Wo bleiben die Öffentlich-Rechtlichen in HD?

Beitragvon PartoftheShow » 24.05.2012, 13:44

Kann mal jemand hier dicht machen? :winken: Danke! :kafffee:
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Re: Wo bleiben die Öffentlich-Rechtlichen in HD?

Beitragvon HNIKAR » 25.05.2012, 08:12

PartoftheShow hat geschrieben:Kann mal jemand hier dicht machen? :winken: Danke! :kafffee:


Ich würde sagen, so lange hier nicht noch weitere, absolut unnütze Off-Topic-Posts wie von dir
oder von TRingel aufschlagen ist alles Bestens und dieser Thread kann weiterhin offen bleiben...

Gegenpositionen und Argumente sind sehr gerne gesehen,
doch solche Banalposts kann man sich doch echt schenken.
Es sei denn, man möchte den Threadersteller (ver)ärgern.
Ist das eine billigenswerte Motivation? Ich finde nicht...
MfG,
HNIKAR

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Re: Wo bleiben die Öffentlich-Rechtlichen in HD?

Beitragvon TRingel » 25.05.2012, 10:05

HNIKAR hat geschrieben:Ich würde sagen, so lange hier nicht noch weitere, absolut unnütze Off-Topic-Posts wie von dir
oder von TRingel aufschlagen ist alles Bestens und dieser Thread kann weiterhin offen bleiben...

Gegenpositionen und Argumente sind sehr gerne gesehen,
doch solche Banalposts kann man sich doch echt schenken.
Es sei denn, man möchte den Threadersteller (ver)ärgern.
Ist das eine billigenswerte Motivation? Ich finde nicht...


Meine Fr***e, müssen wir jetzt vor jedem Post erst per PN nachfragen, ob abweichende Meinungen dir genehm sind? Letztendlich kann eine Diskussion auch Denkanstöße vermitteln; aber wenn es halt so ist, daß jeder, der dir nicht die Füße küsst, dich gleich "verärgert"...na gut, dann sag ich nur, heul doch. :wein: :wein: :wein: Dann ist ein Forum offensichtlich nicht die richtige Kommunikationsplattform für dich. Und tschüß.

P.S. Mit Arte HD habe ich mich geirrt, das ich richtig. Habe aber kein Problem damit, dies zuzugeben, dafür sorry.
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Re: Wo bleiben die Öffentlich-Rechtlichen in HD?

Beitragvon Moses » 25.05.2012, 11:47

HNIKAR hat geschrieben:Und das übrigens ohne lächerliche Einspeiseentgelte von den Contentanbietern ARD, ZDF und deren öffentlich-rechtlichen Gemeinschaftsproduktionen zu verlangen. :super:


Und warum ist es deiner Meinung nach in Ordnung, dass an Astra Einspeiseentgelte gezahlt werden? Das einzige, was hier passiert, ist, dass die ÖR absichtlich und wissentlich ihre Zwangskunden mit Kabelanschluss schlechter stellen als Zwangskunden mit Satellitenschüssel. Dass dann einige kleinere KNB versuchen auf eigene Kosten diese Schlechterstellung zu beheben in allen Ehren. Aber das ist nicht ihre Aufgabe. Beschwer dich doch mal bei deiner GEZ-Stelle, das du da nicht schlechter gestellt werden willst... aber das würde nicht zu deinem Weltbild passen, oder? Die sind ja lieb und vom Staat und nicht von einem Gewinnmaximierenden Finanzhai. :P

HNIKAR hat geschrieben:Ich denke langsam wird es insgesamt immer deutlicher, wie dringend notwendig eine strenge Regulierung des Kabels durch die BNetzA ist.
Inzwischen haben wir nur noch 2 große, nahezu allmächtige Flächenanbieter im Kabel. Das ist ein krasser Rückfall in die die grauen Vorzeiten
der Deutschen Bundespost - mit einem entscheidenden Unterschied. Die Monopolkonzerne sind nunmehr ausschließlich in Privater Hand.


Die Argumentation ist totaler Humbug... selbst das Kartellamt hat mit der Entscheidung die Übernahme von KabelBW zu erlauben anerkannt, dass die Kabelnetzbetreiber nicht in Konkurrenz zueinander stehen. Denn was soll das für eine Konkurrenz sein? Konnte ich in NRW zu KabelBW wechseln? Klares "Nein". Genauso konnte in BW niemand zu Unitymedia wechseln. Das ging immer ausschließlich durch einen Umzug... Damit ist auch klar, dass hier nicht wirklich Konkurrenz zueinander bestand und die Wahlmöglichkeiten weder für Leute in NRW/Hessen noch für Leute in BW eingeschränkt wurden.
Ähnliches ist mit den Gebieten von Kabeldeutschland und Telecolumbus... auch KD und UM könnten sich Problemlos zusammenschließen, ohne dass echte Wahlmöglichkeiten für die Kunden wegfallen würden. Von einer Konkurrenz im Kabelnetz zu reden ist einfach totaler Unsinn.

Viel wichtiger als die symbolische Aufhebung der Grundverschlüsselung für SD Sender ist die Sprengung der ewigen Verträge mit Wohngemeinschaften. Da wird dann auch deutlich, dass die Konkurrenz zu den Kabelnetzen eben nicht andere Kabelnetze sind, die in anderen Landesteilen agieren, sondern Telefonkonzerne und Astra, die in der gleichen Region aktiv sind.

HNIKAR hat geschrieben:Diese hat nur wenig interesse am Netzerhalt und noch weniger am Netzausbau. Die Finanzhaie (in noblen Kreisen auch Investoren genannt)
in deren Händen wir nun liegen haben nur ein einziges und vorrangiges interesse - alles zu Geld machen/ Gewinnmaximierung.
Heute, nach genau zehn Jahren muss man sich die ernsthafte Frage stellen, warum die Telekom damals so radikal zerschlagen und
die Kabelnetze aus dem Konzern herausgerissen wurden. Denn einer Sache bin ich mir gewiss;
Wäre heute die Deutsche Telekom noch im Besitz des Deutschen Kabelnetzes, dann hätten wir die öffentlich-rechtlichen HD-Sender schon
längst bundesweit und kostenlos im TV-Programm. Genausowenig müsste heute irgendjemand für die klassischen deutschen Privaten von
Pro7/Sat1 und RTL in HD auch nur einen einzigen Cent extra abdrücken.


Total haltlose Behauptungen. Dafür gibt es keine einzige Indikation. Insbesondere ist die Telekom genauso auf "Geld machen/ Gewinnmaximierung" aus um ihre "Finanzhaie" oder "Investoren" zu besänftigen. Und ja, Investor ist auch jeder Kleinanleger und der will auch gerne eine Dividende ausgezahlt bekommen. Fass dir mal an die eigene Nase, falls du irgendwo Geld angelegt haben solltest. :P
Geld verdienen zu wollen ist ein legitimer Wunsch eines jeden Unternehmens. Und die Telekom ist im Moment mit ihrem Entertain Kram nur so progressiv, weil sie den KNB Kunden abjagen will/muss. Da das Angebot mit technischen Einschränkungen leben muss (z.B. 100% proprietärer Verschlüsselung, versuch da mal einen alternativen Receiver zu nutzen... ha. Gleichzeitig verringert sich deine Internetbandbreite mit jedem Sender, den du guckst... mehr als zwei HD Sender im Haus sind nicht gleichzeitig möglich, bei VDSL 50), versucht sie eben mit interessanten Inhalten Kunden anzulocken. Das ist die Aufgabe von dem, der neu in den Markt einsteigt. Da sie mit dieser Strategie (die auch eher halbherzig durchgeführt wird, finde ich) eher wenig Erfolg hat, können sich die Eingesessenen, die KNB, noch etwas ausruhen. Nichts anderes lief vor 10 Jahren im Telefonmarkt ab. ;)

HNIKAR hat geschrieben:Das Entertin-Paket der Telekom ist - neben Sat - übrigens auch eine hervorragende Alternative zum TV über Kabel und ist jedem nahezulegen,
der die öffentlich-rechtlichen Sender gerne in HD hätte. Denn auch hier bei Entertein gibt's die seit Ausstrahlungsbeginn kostenlos.


Daran merkt man nur, dass du Entertain noch nie genutzt hast. ;)

HNIKAR hat geschrieben:Denn ich schrieb eigentlich nur, dass wir das aktuelle "Pay-TV-Problem" mit einem bundeseinheitlichen Kabelnetzbetreiber namens "DTAG" überhaupt nicht hätten. Die Privaten wären erst gar nicht kostenpflichtig. Auch nicht in HD.


Und auf Astra wären die dann auch nicht kostenpflichtig? Warum? Du denkst falschrum... die Privaten haben zuerst mit Astra den Deal ausgehandelt, dass Astra für die Einspeisung zahlt und die Sender über HD+ selber vermarktet. Bei den KNB haben sie dann einfach das gleiche Modell durchgedrückt... Daran hätte eine DTAG überhaupt nichts ändern können... vielmehr ist fraglich, ob eine DTAG überhaupt schon einen HD Sender im Programm hätte, geschweige denn digital TV... Woher kommt deine merkwürdige Liebe zur Telekom? Auch im Telefonbereich hat sie nie freiwillig irgendetwas innovative gemacht, sondern wurde einzig und allein von der (meisten viel schnelleren) Konkurrenz getrieben.

HNIKAR hat geschrieben:Denn entweder würden Sie ihren Quark sowohl dem KNB als auch
dem Kabelkunden kostenlos digital zur Verfügung stellen oder sie würden schlichtweg damit versauern und kein (Werbe)Geschäft mehr machen.


Da ist ein Denkfehler, bzw. mangelndes Wissen. Es gibt zwei Modelle:
1. Die Sender zahlen für die Einspeisung. Das tuen im Moment in Deutschland alle Free-TV Sender in SD und Sky.
2. Die Betreiber zahlen für die Einspeisung. Das tuen Astra und die KNB für die privaten in HD und die KNB für alle PayTV Sender in eigenen Angeboten, die Sender werden dann nur gegen Zusatzkosten an die Kunden weitergegeben.

Für diese Unterteilung gibt es einen guten Grund. Der heißt Bundesnetzagentur, die du ja so forderst in deinem ersten Post. Die großen KNB (UM, KabelBW, KD) werden von der schon überwacht. Das heißt im Klartext, dass der Preis für alle Sender die Modell 1 wählen für die Einspeisung vergleichbar teuer sein muss.
Die einzige, die aus diesen beiden Modellen gerne rausfallen würden, sind die ÖR mit ihren HD Programmen. Die stellen ihre Programme den KNB kostenlos zur Verfügung. Was wäre aber jetzt, wenn die großen KNB die kostenlos einspeisen würden? Nach der Regulierung gibt es nur die zwei Modelle... ein drittes mit "keiner zahlt irgendwas" gibt es nicht. Sie würden in Modell 1 fallen, also die ÖR zahlen ein Einspeiseendgelt von 0€. Das würde dazu führen, dass sich alle anderen Sender, die im Moment Geld für die Einspeisung zahlen beschweren könnten und ebenfalls die Einspeisung für 0€ verlangen könnten. Dass die ÖR mit ihrem SD Angebot zu diesen Sendern, die sich beschweren könnten/würden gehören, macht eigentlich auch ganz klar deutlich, was das Ziel der ganzen Aktion ist... von wegen Gewinnmaximierung und so. Es muss ja mehr Geld über bleiben, was man in seine eigenen Produktionsfirmen steckt um dann Abenteuer wie Germany's Gold finanzieren zu können (etwas was den Privaten übrigens vom Kartellamt untersagt wurde)...
Das wäre nicht so unüblich und Deutschland wäre damit bei dem, was international so üblich ist... aber es würde von jetzt auf gleich das Geschäftsmodell der KNB umdrehen und definitiv die Kabelgrundgebühr für alle Kunden steigen lassen. Natürlich wollen die KNB das nicht, da es darauf hin wahrscheinlich Kündigungen ohne Ende hagelt (wer war hier im Forum als das letzte mal die Kabelgrundgebühr gestiegen ist? Das war ne Zeit... wow... es gibt sehr viele Menschen, die das als persönlichen Angriff auf ihr Leben sehen).

Außerdem bleibt die Frage, warum die Kabelkunden von den ÖR schlechter gestellt werden, als die Astra Kunden. Warum wird an Astra klaglos für die Einspeisung gezahlt, aber an die KNB nicht? Selbst, wenn die Kabelkunden die Einspeisung über ihre Kabelgrundgebühr übernehmen, ist es immer noch eine eklatante Schlechterstellung, obwohl alle die gleichen 20€ Gebühren im Monat abdrücken. Darüber sollte man sich in jedem Fall bei der GEZ und den ÖR beschweren.

HNIKAR hat geschrieben:Sie haben den zwangsverpflichten Gebührenzahler, dem sie etwas ordentliches liefern müssen. Für das Geld ab 2013 erwarte ich
als zahlender Kunde deshalb auch entsprechende, wertvolle Spartenprogramme - erst recht in HD.


Dann mach das deutlich gegenüber den GEZ-Stellen und ÖR Sendern. Die sehen ihr HD Angebot nur als optional an, da es die Inhalte alle schon in SD gibt, was die Begründung dafür ist, dass sie an die KNB nicht mehr zahlen wollen.

HNIKAR hat geschrieben:Dein markttheoretischer Ansatz in allen Ehren - doch dass Pay-TV nicht in der Lage ist, das Angebot zu regulieren und für ein
angemessenes Programmbouqet zu sorgen, sehen wird doch schon heute in der Praxis.


Wo sehen wir das? Es ist Fakt, dass es die ÖR gibt. Es ist weiterhin Fakt, dass man an die ÖR 20€ im Monat abdrückt. Wenn man sich umguckt, was es für 20€ im Monat an PayTV Paketen gibt... da können die ÖR komplett einpacken. Außerdem ist es nicht überraschend, dass sich kein PayTV Angebot bildet, was auf die Zielgruppe der ÖR abzielt, da es die ÖR ja gibt und alle zwangsweise dafür zahlen und die ÖR empfangen können. Da Konkurrenz zu machen ist wirtschaftlich gesehen Harakiri (womit wir wieder bei der Regulierung wäre... die ÖR sind ganz klar Wettbewerbsverzerrend und halten in einer bestimmten Zielgruppe ganz klar das Monopol, und das quasi staatlich zementiert).
Es gibt aber einige Zielgruppen, die von den ÖR schlicht ignoriert werden (obwohl die Mitlieder dieser Gruppen ebenfalls 20€ Zwangsgebühren abdrücken müssen) und da entwickelt sich der PayTV Markt in Deutschland gerade recht gut. Nicht zuletzt der Fakt, dass HD in Deutschland quasi nur als PayTV zu bekommen ist, befördert die Entwicklung da ungemein. Und die Entwicklung ist erfreulich! So hat man mittlerweile als Nicht-ÖR-Zielgruppe endlich ein paar hochwertige Sender, die einen nicht ständig mit Werbung nerven.

Der Vorteil der Eindampfung bei den ÖR wäre, dass die Gebühren schrumpfen könnten und mehr Geld für hochwertigere PayTV Angebote frei würde, die dann die ÖR ersetzen können.

BTW: "Angebot regulieren"? :brüll:

HNIKAR hat geschrieben:Und wie bereits erwähnt: Als Kabelkunde bezahle ich beide schon fürstlich - sowohl den Contentanbieter als auch den KNB.
Deshalb erwarte ich auch eine kostenlose Zurverfügungsstellung von halbwegs sinnvollen TV-Inhalten.


Da solltest du mal drüber nachdenken, ob das wirklich so ist... bei deiner gelobten Telekom kostet das einfach Kabel im Boden auch 15€. Und das Telefonkabel ist technisch deutlich weniger aufwendig. Vielleicht ist es einfach so, dass 15-18€ im Monat einfach für die Wartung des Netzes im Boden drauf gehen? Da fahren die ganze Zeit Techniker hin und her und sorgen dafür, dass alles halbwegs klappt... Das nurmal als Denkanstoß.

HNIKAR hat geschrieben:Es gibt übrigens nicht wenige Staaten, da werden die Sender von den KNBs dafür bezahlt, dass Sie Programm produzieren und liefern.
Nur in unserem mitteluropäischen Irrenstadl läuft es andersrum. Das alte Relikt aus Ex-POST-Zeiten namens "Einspeiseentgelt" gehört
endlich ersatzlos abgeschafft. Am besten auf gesetzgeberischer Ebene.


Hast du denn mal so die Preise verglichen, was da der Kabelanschluss kostet und wie viele Sender enthalten sind? Ich weiß das nur aus den USA und da kommt man mit 18€ im Monat nicht wirklich an einen Kabelanschluss... Kabel-TV gilt dort, nicht umsonst, als absolutes Premium TV und ist auch entsprechend teuer.
Man sollte etwas vorsichtig sein mit dem, was man fordert, bevor man nicht alle Konsequenzen durchdacht hat. :P
Deutschland ist auch ein "Irrenstadl", wenn es um die Stellung von Free-TV geht. In kaum einem anderen Land hat der so einen wichtigen Stellenwert im TV Konsum. ;)

HNIKAR hat geschrieben:Der Kunde muss seinen Allerwertesten vom Sofa erheben und seinen Kabler penetrieren, während BNetzA und Politik scharfe Regeln erlassen.


Du solltest lieber deinen Allerwertesten vom Sofa erheben und dich bei den ÖR über deine Schlechterstellung beschweren.
Danach denkst du dann nochmal über die Konsequenzen deiner Forderungen nach und dann können wir weiter diskutieren.

koax hat geschrieben:
HNIKAR hat geschrieben:Ab 2013 muss er die Haushaltsabgabe an ARD und ZDF entrichten, um die er sich dann nichtmal mehr drücken kann

Gott sei dank kann er sich dann nicht mehr drücken. Schmarotzer gibt es sowieso genug.


Schmarotzer sind ja in meinen Augen eher die Fans von ÖR Programmen... die Schmarotzen davon, dass ich jeden Monat 20€ hinblätter, aber die ÖR so gut wie kein Programm für meine Zielgruppe machen. Das schlimme daran: Man hört da nur selten ein "Danke, dass du mit deinen Gebühren mein Unterhaltung-TV mitfinanzierst", sondern meist noch dumme Sprüche und überhebliche Einschätzungen der eigenen Intelligenz im Gegensatz zu der eines "armen" Konsumenten von Privat TV (ob Free TV oder Pay TV ist dann meist auch egal).

So. Nur um das, was mal gesagt werden musste mal richtig zu stellen. :P
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Re: Wo bleiben die Öffentlich-Rechtlichen in HD?

Beitragvon HNIKAR » 25.05.2012, 15:47

TRingel hat geschrieben:Meine Fr***e, müssen wir jetzt vor jedem Post erst per PN nachfragen, ob abweichende Meinungen dir genehm sind? Letztendlich kann eine Diskussion auch Denkanstöße vermitteln; aber wenn es halt so ist, daß jeder, der dir nicht die Füße küsst, dich gleich "verärgert"...na gut, dann sag ich nur, heul doch. :wein: :wein: :wein: Dann ist ein Forum offensichtlich nicht die richtige Kommunikationsplattform für dich. Und tschüß.

P.S. Mit Arte HD habe ich mich geirrt, das ich richtig. Habe aber kein Problem damit, dies zuzugeben, dafür sorry.


Du solltest dir eher die Frage stellen, ob das hier bzw. irgend ein Forum überhaupt die richtige Plattform für dich ist.
Außer ein paar flappsigen, undurchdachten Bemerkungen habe ich von dir bisher noch überhaupt kein einziges
Argument gesehen, das deine "abweichende Meinung" (Welche Meinung überhaupt? Du sülzt doch bloß
am Thema vorbei ohne inhaltlich auch nur einen Millimenter zum Fortkommen des Threads beizutragen!) untermauert.

Wie bereits geschrieben (übrigens auch in dem von dir gequoteten Text) habe ich überhaupt kein Problem damit, wenn jemand
wenigstens halbwegs arumentativ seine Ansicht dazu darlegt. Bei war das nicht der Fall. Der andere Herr forderte die Threadschließung. Bravo!
Wer damit überfordert ist, sich hier in einer solchen Debatte wie ein vernunftbegabter Mensch einzubringen und zu diskutieren,
der sollte ihr lieber fern bleiben. Ich kann sowas absolut nicht leiden. Das ganze Off-Topic-Gesülze der letzten Beiträge
(inklusive diesem hier) hätte man sich wirklich schenken können. Für dumme Kommentare und Sprüche gibt's Facebook & Co...

Bevor ich hier aber noch weitere Zeilen an dich und andere verschwende, brech' ich an der Stelle ab.
Da du - wie ich aus deinem bisherigen Verhalten schließe - vermutlich zu den Leuten gehörst,
die stets das letzte Wort haben müssen, sag ich dir hiermit, dass das definitiv meine letzten
Worte an dich sein werden, egal was auch immer hierauf als neuer Querschiss von der Seite als Antwort kommt.
Wenn du bereit bist, dich inhaltlich mit dem Thema auseinanderzusetzen, dann diskutiere ich auch gerne mit dir.
Falls es dir tätsächlich gelingen sollte hierauf nicht mehr zu antworten, weil du verstanden hast worum es mir grundsätzlich geht,
wenn ich in einem beliebigen Forum etwas poste, dann wäre ich wirklich positiv überrascht.
MfG,
HNIKAR

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Re: Wo bleiben die Öffentlich-Rechtlichen in HD?

Beitragvon HNIKAR » 26.05.2012, 15:18

Moses hat geschrieben:
HNIKAR hat geschrieben:Und das übrigens ohne lächerliche Einspeiseentgelte von den Contentanbietern ARD, ZDF und deren öffentlich-rechtlichen Gemeinschaftsproduktionen zu verlangen.


Und warum ist es deiner Meinung nach in Ordnung, dass an Astra Einspeiseentgelte gezahlt werden? Das einzige, was hier passiert, ist, dass die ÖR absichtlich und wissentlich ihre Zwangskunden mit Kabelanschluss schlechter stellen als Zwangskunden mit Satellitenschüssel. Dass dann einige kleinere KNB versuchen auf eigene Kosten diese Schlechterstellung zu beheben in allen Ehren. Aber das ist nicht ihre Aufgabe. Beschwer dich doch mal bei deiner GEZ-Stelle, das du da nicht schlechter gestellt werden willst... aber das würde nicht zu deinem Weltbild passen, oder? Die sind ja lieb und vom Staat und nicht von einem Gewinnmaximierenden Finanzhai.


Weil das der klassische, aber in der Sache völlig unbrauchbare "Äpfel mit Birnen" Vergleich ist. Nur weil der eine Verbreitungsweg die Sender - sinnvollerweise - etwas kostet muss es nicht heißen, dass dies im anderen Fall zwingend notwendig oder auch nur aus irgendeinem Anlass geboten wäre.
Wer hier von der billigen - und unangebrachten - Gerechtigkeitsschiene argumentiert, der hat entweder die jeweiligen technischen und wirtschaftlichen Grundlagen von Sat und Kabel nicht verstanden, oder ist in irgendeiner Art und Weise angehöriger oder Abhängiger eines KNBs.
Ich kenne diese Scheinargumentationsschiene bereits bestens...

Warum sind Entgelte der Sender and die Satbetreiber - hier Astra - also gerechtfertigt?
- Sat bzw ist weit reichenweitenstärker als das zersplitterte Kabelnetz in Deutschland
- Sat kostetet den Endkunden (im Gegensatz zum Kabel) keinen Cent
- Die Miete für die Sat-Transponder ist zwar realativ teuer, doch dank MCPC können über DVB-S2 weiter mehr Programme pro Transponder ausgestrahlt werden als via veraltetem Analogkabel oder DVB-T
- Mit über 1.000 Sendern von denen rund 300 frei empfangbar sind, kann Kabel nicht mithalten
- Eine andere Möglichkeit als das Geld bei den Sendern für den Verbreitungsweg einzutreiben ist gar nicht möglich, wenn grundsätzlich Free-TV-Content für lieben Endkunden geboten werden soll, auch um als Anbieter attraktiv zu sein

Warum ist das Gerechtigkeits- und Gleichbehandlungsgesülz der KNBs unangebracht?
- Nur die drei bzw. zwei KNBs kassieren immer doppelt - einmal kräftig vom Endkunden und dann nochmal ordentlich vom Content-Anbieter
- Die Einspiesgebühren sind ein Relikt aus den Zeiten des Auf und Ausbaus eines flächendenkenden, nationalen Deutschen Kabelnetztes im Staatsauftrag
- Die KNBs leben seit Jahren sehr gut im wesentlichen auf dem aus der Telekom geschnittenen Bestandskabelnetz der Deutschen Bundespost,
dass der Steuerzahler neben den beiden o. g. über Dekaden bereits in ganz erheblichem Umfang mitfinanziert hat.
- Echte Investitionen in dieses Netzt finden kaum noch statt. Stattdessen investieren KNBs mit großem Elan in Pay-TV-Contontent via CI+...
- ... und natürlich auch ausgiebig in "Triple-Play"-Produkte um der leitungstechnisch chronisch benachteiligten Konkurrenz der Kupferdoppelader die Kunden abzujagen.
- Dieses Unterfangen mit Einspiesegebühren einerseits und Kabelgebühren andererseits querzufinanzieren ist durch nichts gerechtfertigt lohnt sich natürlich aber enrom für den KNB und insbesondere für dessen Investor
- Kurzum: Die KNB pochen einerseits auf historische überkommene Gebühren und nehmen andererseits die wertvollen techn. Vorzüge des TV-Kabelnetzes in Anspruchs

Der entschieden Punkt zu deinen kruden Theorien rund um die GEZ und meines "Weltbildes" dass du lustigerweise zu kennen glaubst ist,
der dass mit Rundfunkgebühren der Programmcontent bezahlt wird, den die KNBs absolut KOSTENLOS erhalten.
Du verlangst hingegen, dass aus eben denselben Gebühren, die ARD/ZDF und die angeschlossenen Funkhäuser doch gefälligst den KNB
- weils halt schon immer so war - auf ewig eine fürstliche Einspeisevergütung soll, obwohl hier schon der Endkunde zur Kasse gebeten wird.
Der Kunde ist der Dumme, er zahlt doppelt. Hier auf den Ö.-R. rumzuhacken und zu behaupten sie würden "wissentlich ihre Zwangskunden mit Kabelanschluss schlechter stellen". Ist vor diesem Hintergrund einfach scheinheilig und Infam, so lange die Anschlussgbühren kassiert werden.
Wenn ARD und ZDF ab 2013 nicht mehr zahlen, dann schonen sie den Geldbeutel des Gebührenzahlers in erheblichem Maße.
Das Signal für die 11 Sender liegt längst bei Kabel BW an. Nur weiter durchgeleitet wird nicht. Kraft eigener Arroganz und Monopolstellung.

HNIKAR hat geschrieben:Ich denke langsam wird es insgesamt immer deutlicher, wie dringend notwendig eine strenge Regulierung des Kabels durch die BNetzA ist.
Inzwischen haben wir nur noch 2 große, nahezu allmächtige Flächenanbieter im Kabel. Das ist ein krasser Rückfall in die die grauen Vorzeiten
der Deutschen Bundespost - mit einem entscheidenden Unterschied. Die Monopolkonzerne sind nunmehr ausschließlich in Privater Hand.


Die Argumentation ist totaler Humbug... selbst das Kartellamt hat mit der Entscheidung die Übernahme von KabelBW zu erlauben anerkannt, dass die Kabelnetzbetreiber nicht in Konkurrenz zueinander stehen. Denn was soll das für eine Konkurrenz sein? Konnte ich in NRW zu KabelBW wechseln? Klares "Nein". Genauso konnte in BW niemand zu Unitymedia wechseln. Das ging immer ausschließlich durch einen Umzug... Damit ist auch klar, dass hier nicht wirklich Konkurrenz zueinander bestand und die Wahlmöglichkeiten weder für Leute in NRW/Hessen noch für Leute in BW eingeschränkt wurden.


:brüll:
Und du redest von Humbug... So ein Quarkt!
Das Kartellamt hat gar nichts bezüglich einer bestehenden Konkurrenz "anerkannt", denn dieses besitzt in diesem Fall überhaupt keine Kompetenz. Die BUNDESNETZAGENTUR hat diesen Sachverhalt bei den beiden großen, offensichtlichen Regionalmonopolen gar nicht geprüft. Wozu auch.
Prüfungshinhalt war die Konkurrenz zu den klassichen TK-Anbietern im dt. Fest- und DSL-Netz.
Und übrigens - unmittelbare Konkurrenz im Kabel ist VÖLLIG PROBLEMLOS möglich. Einzige Voraussetzung ist hierfür eine Öffnung des Kabelnetzes für selbige.
Die wird die BNetzA - wie vor kurzem angedroht und jüngst von der DTAG gefordert - per Regulierungsverfügungen gegenüber den KNBs erzwingen.
Sobald die Kollokation bei den KNBs durch Regulierung erzwungen ist, bekommen mir auch endlich Wettbewerb im Kabelnetz.

Ähnliches ist mit den Gebieten von Kabeldeutschland und Telecolumbus... auch KD und UM könnten sich Problemlos zusammenschließen, ohne dass echte Wahlmöglichkeiten für die Kunden wegfallen würden. Von einer Konkurrenz im Kabelnetz zu reden ist einfach totaler Unsinn.


Siehe oben...
Du hast auch irgendwie nicht verstanden, dass es bei der Regulierung nicht primär um irgendeine Wahlmöglichkeit des Kunden geht, sondern um den Netzzugang an sich und um die Frage ob eine Marktbeherrschende Stellung auf dem Gesamtmarkt der aller universaler TK-Anbieter entsteht.

Viel wichtiger als die symbolische Aufhebung der Grundverschlüsselung für SD Sender ist die Sprengung der ewigen Verträge mit Wohngemeinschaften. Da wird dann auch deutlich, dass die Konkurrenz zu den Kabelnetzen eben nicht andere Kabelnetze sind, die in anderen Landesteilen agieren, sondern Telefonkonzerne und Astra, die in der gleichen Region aktiv sind.


Die SD-Verschlüsselung ist für Liberty Global in der tat nur symbolisch. Sie wahrt schließlich den Anschein, dass die Marktmacht des neuen
Konzerns nicht ausgenutzt wird. Die Freigabe der Netzebene 4 ist zwar ein entscheidender Faktor für ein wenig mehr Wettbewerb, darf aber nicht der letzte bleiben. Und mit der potenziellen Konkurrenz liegst du trotzdem daneben. Stichwort "Bitstromzugang". Das geht auch im Kabel...

HNIKAR hat geschrieben:Diese hat nur wenig interesse am Netzerhalt und noch weniger am Netzausbau. Die Finanzhaie (in noblen Kreisen auch Investoren genannt)
in deren Händen wir nun liegen haben nur ein einziges und vorrangiges interesse - alles zu Geld machen/ Gewinnmaximierung.
Heute, nach genau zehn Jahren muss man sich die ernsthafte Frage stellen, warum die Telekom damals so radikal zerschlagen und
die Kabelnetze aus dem Konzern herausgerissen wurden. Denn einer Sache bin ich mir gewiss;
Wäre heute die Deutsche Telekom noch im Besitz des Deutschen Kabelnetzes, dann hätten wir die öffentlich-rechtlichen HD-Sender schon
längst bundesweit und kostenlos im TV-Programm. Genausowenig müsste heute irgendjemand für die klassischen deutschen Privaten von
Pro7/Sat1 und RTL in HD auch nur einen einzigen Cent extra abdrücken.


Total haltlose Behauptungen. Dafür gibt es keine einzige Indikation. Insbesondere ist die Telekom genauso auf "Geld machen/ Gewinnmaximierung" aus um ihre "Finanzhaie" oder "Investoren" zu besänftigen. Und ja, Investor ist auch jeder Kleinanleger und der will auch gerne eine Dividende ausgezahlt bekommen. Fass dir mal an die eigene Nase, falls du irgendwo Geld angelegt haben solltest. :P
Geld verdienen zu wollen ist ein legitimer Wunsch eines jeden Unternehmens. Und die Telekom ist im Moment mit ihrem Entertain Kram nur so progressiv, weil sie den KNB Kunden abjagen will/muss. Da das Angebot mit technischen Einschränkungen leben muss (z.B. 100% proprietärer Verschlüsselung, versuch da mal einen alternativen Receiver zu nutzen... ha. Gleichzeitig verringert sich deine Internetbandbreite mit jedem Sender, den du guckst... mehr als zwei HD Sender im Haus sind nicht gleichzeitig möglich, bei VDSL 50), versucht sie eben mit interessanten Inhalten Kunden anzulocken. Das ist die Aufgabe von dem, der neu in den Markt einsteigt. Da sie mit dieser Strategie (die auch eher halbherzig durchgeführt wird, finde ich) eher wenig Erfolg hat, können sich die Eingesessenen, die KNB, noch etwas ausruhen. Nichts anderes lief vor 10 Jahren im Telefonmarkt ab.


Jaja, alles total haltlos. Die nackten Zahlen sind so ein schlechter Indikator... :D
Mal abgesehn davon wirfst du hier wieder Dinge durcheinander, dass einem schwindelig werden kann.
Gegen Geldverdienen hat ja keiner was. Ich auch nicht. Nur wo "Geld verdienen" zum fröhlichen Abkassieren wird unter dem der Kunde leide, da hört für mich der Spaß auf.
Tu doch nicht so... "alternative Reciever" sind bei den KNBs doch auch verpönt. Bei KBW war es ein langer Kampf, bis endlich mal ein CI-Minus Modul zur Verfügung stand und jetzt zum Mondpreis gemietet werden darf. Hält aber wohl auch niemanden Unicam & Co. ab...
Du solltest die telekom nicht für Dinge verantwortlich machen, für die sie nichts kann. Wie ich bereits schrieb - Das Kabel hatte von anfang immer ernorme Reserven im Vergleich zum klassischen Klingeldraht. Insofern ist dein Ausruhen der KNBs sehr zutreffend. Das tun sie seit Jahren, da technisch Übervorteilt was Bandbreitenkapazität anbelangt. Entertain ist - ganz objektiv und ohne „Empfinden“ - trotzdem erfolgreich.

Daran merkt man nur, dass du Entertain noch nie genutzt hast.


Täusch dich da mal nicht. Ich hab's zwar nicht bei mir, doch mein alter Herr hat's seit Jahren... ich weiß sehr wohl wovon ich schreibe... keine Sorge...

Und auf Astra wären die dann auch nicht kostenpflichtig? Warum? Du denkst falschrum... die Privaten haben zuerst mit Astra den Deal ausgehandelt, dass Astra für die Einspeisung zahlt und die Sender über HD+ selber vermarktet. Bei den KNB haben sie dann einfach das gleiche Modell durchgedrückt... Daran hätte eine DTAG überhaupt nichts ändern können... vielmehr ist fraglich, ob eine DTAG überhaupt schon einen HD Sender im Programm hätte, geschweige denn digital TV... Woher kommt deine merkwürdige Liebe zur Telekom? Auch im Telefonbereich hat sie nie freiwillig irgendetwas innovative gemacht, sondern wurde einzig und allein von der (meisten viel schnelleren) Konkurrenz getrieben.


Nein, nein. Ich denke genau richtig. Erzähl hier bitte keine Märchen. Duchgedrückt haben Sie gar nichts. Die Kabler hätten auch einfach nein sagen können.
KBW hat's getan. Ist dem Konzern beim Thema Grundverschlüsselung schließlich auch gelungen...
Außerdem ist an der Stelle noch auf den Tisch zu legen, das sich die Sender die Verschlüsselung natürlich auch ordentlich was kosten lassen. Da fließen Beteiligungsgelder für die Pay-TV-Aboverkäufe wieder direkt in die Tasche der KNBs. Pay TV explodiert doch aktuell nicht grundlos.
Wer glaubt die KNBs würden zu irgedwas gezwungen oder Sie würden sich mit Einspeissentgelten und ein bisschen Verwaltungs- und Schaltungsanteilen begnügen, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.
Es badarf auch besonderer Naivität um zu erkennen, dass die hochlukrative Masche der Privaten (holen ihre Einspiesgebühren dadurch wieder rein)den Öffentlich-Rechtlichen auf ewig verwehrt bleiben wird.
Deshalb ist es doppelt legitim, wegen dieser fehlenden Mögichkeiten zu sagen; "Liebe KNBs - Ab Januar 2013 gibt es von uns keinen Cent mehr.
Unsere HD-Sender liegen unsererseits an. Ihr könnt sie gratis haben und euch mit 10 bzw. 11 FREIEN HD-Sendern rühmen."

Da ist ein Denkfehler, bzw. mangelndes Wissen. Es gibt zwei Modelle:
1. Die Sender zahlen für die Einspeisung. Das tuen im Moment in Deutschland alle Free-TV Sender in SD und Sky.
2. Die Betreiber zahlen für die Einspeisung. Das tuen Astra und die KNB für die privaten in HD und die KNB für alle PayTV Sender in eigenen Angeboten, die Sender werden dann nur gegen Zusatzkosten an die Kunden weitergegeben.

Für diese Unterteilung gibt es einen guten Grund. Der heißt Bundesnetzagentur, die du ja so forderst in deinem ersten Post. Die großen KNB (UM, KabelBW, KD) werden von der schon überwacht. Das heißt im Klartext, dass der Preis für alle Sender die Modell 1 wählen für die Einspeisung vergleichbar teuer sein muss.
Die einzige, die aus diesen beiden Modellen gerne rausfallen würden, sind die ÖR mit ihren HD Programmen. Die stellen ihre Programme den KNB kostenlos zur Verfügung. Was wäre aber jetzt, wenn die großen KNB die kostenlos einspeisen würden? Nach der Regulierung gibt es nur die zwei Modelle... ein drittes mit "keiner zahlt irgendwas" gibt es nicht. Sie würden in Modell 1 fallen, also die ÖR zahlen ein Einspeiseendgelt von 0€. Das würde dazu führen, dass sich alle anderen Sender, die im Moment Geld für die Einspeisung zahlen beschweren könnten und ebenfalls die Einspeisung für 0€ verlangen könnten. Dass die ÖR mit ihrem SD Angebot zu diesen Sendern, die sich beschweren könnten/würden gehören, macht eigentlich auch ganz klar deutlich, was das Ziel der ganzen Aktion ist... von wegen Gewinnmaximierung und so. Es muss ja mehr Geld über bleiben, was man in seine eigenen Produktionsfirmen steckt um dann Abenteuer wie Germany's Gold finanzieren zu können (etwas was den Privaten übrigens vom Kartellamt untersagt wurde)...
Das wäre nicht so unüblich und Deutschland wäre damit bei dem, was international so üblich ist... aber es würde von jetzt auf gleich das Geschäftsmodell der KNB umdrehen und definitiv die Kabelgrundgebühr für alle Kunden steigen lassen. Natürlich wollen die KNB das nicht, da es darauf hin wahrscheinlich Kündigungen ohne Ende hagelt (wer war hier im Forum als das letzte mal die Kabelgrundgebühr gestiegen ist? Das war ne Zeit... wow... es gibt sehr viele Menschen, die das als persönlichen Angriff auf ihr Leben sehen).


Jaja der Humbug... Es gibt so viele Modelle wie die KNBs kreativ sind. Es juckt die BNetzA nicht die Bohne welches Modell angewendet wird.
DIESE SIND MITNICHTEN VORGESCHRIEBEN. Die BNetzA wacht lediglich darüber, dass keine Diskriminierung im Kabelnetz stattfindet, sprich, alle Contentanbieter müssen gleich behandelt werden und den gleichen Zugangsverfahren unterworfen werden.
Das heutige Modell der KNBs mit Einspeisevergütung (dein dargestelltes Modell 2 ist übrigens zu statisch bzw. existiert so nicht) ist eine zulässige Art der Diskriminierung: Preisdiskriminierung! Auf die sich die KNB im Januar 2013 berufen werden, wenn sie klagen...
Ich präferiere beste Modell von allen. Modell "neu": Kein Sender zahlt mehr etwas an den KNB für die Einspeisung, der KNB zahlt nichts an die Sender.
Free-TV ist der Regelfall. Ob einfach digital, 720p oder 1080i Content. Pocht der Sender auf Verschlüsselung, dann muss er dem KNB ordentlich etwas für den außergewöhnlichen Mehraufwand abdrücken. Der Kunde muss dann beim KNB buchen, der KNB zieht ein und kriegt natürlich davon auch nochmal was vom Paketpreis. Für eine langfristige Konkurrenz gegenüber Sat und forcierung der Analogabschaltung im Kabel führt kein Weg daran vorbei. Auch der anstehende Wegfall aller Programme die bei KabelBW heute noch unter dem Bouqetlabel „BONUS“ laufen, wird bei den aktuellen Verteidigungsausreden der Einspeisegebührenpolitik im Kabel ja leider verschwiegen…

Außerdem bleibt die Frage, warum die Kabelkunden von den ÖR schlechter gestellt werden, als die Astra Kunden. Warum wird an Astra klaglos für die Einspeisung gezahlt, aber an die KNB nicht? Selbst, wenn die Kabelkunden die Einspeisung über ihre Kabelgrundgebühr übernehmen, ist es immer noch eine eklatante Schlechterstellung, obwohl alle die gleichen 20€ Gebühren im Monat abdrücken. Darüber sollte man sich in jedem Fall bei der GEZ und den ÖR beschweren.


Es ist keiner Schlechterstellung (siehe gaaaaanz oben). Im Gegenteil es wäre aus meiner Sicht der Transparenz förderlich. Die Einspeisekosten sind längst nicht so hoch, wie die KNBs gere tun.
Umgelegt auf alle Kabelkunden kein großer Betrag. Es verlangt keiner dass die KNBs auf ihren Kosten sitzenbleiben oder ein bisschen was dazu verdienen. Eine notwendige Erhöhung der Kabelgebühren würde jedoch die großzügige Kalkulation der KNB diesbezüglich endgültig beenden. Aus purem Eigeninteresse, damit nicht noch mehr zu Sat abwandern. Eine moderate Gebührenerhöhung für den Endkunden ist durchaus verkraftbar, wenn ihr eine merkliche Leistungserhöhung (mehr und bessere Free-TV Sender, gerne auch in HD) gegenübersteht.

Dann mach das deutlich gegenüber den GEZ-Stellen und ÖR Sendern. Die sehen ihr HD Angebot nur als optional an, da es die Inhalte alle schon in SD gibt, was die Begründung dafür ist, dass sie an die KNB nicht mehr zahlen wollen.


Nein, ich will schließlich dass meine Rundfunkgebühr stabil bleibt. Aus Zahlersicht habe ich keine Interesse daran, dass mein Geld an über die GEZ den KNB verschoben wird. Linke-Tasche-Rechte-Taschne ist mist. Da bezahle ich meinen KNB lieber direkt mit moderat höherer Kabelgebühr.
Im übrigen haben die Ö.-R.in ihrer Argumentation recht. HD ist tatsächlich optional, deshalb wollen sie dafür auch nicht extra bezahlen. Erst recht, weil sie wissen, dass sich KNBs so gerne mit HD schmücken, obwohl HD im Falle der Privaten (z. B. RTL) das Tagesprogramm keinen deut besser macht...
Und weil sie die KNB mit dem freien HD-Angebot über Sat natürlich mächtig unter Druck setzten.

Wo sehen wir das? Es ist Fakt, dass es die ÖR gibt. Es ist weiterhin Fakt, dass man an die ÖR 20€ im Monat abdrückt. Wenn man sich umguckt, was es für 20€ im Monat an PayTV Paketen gibt... da können die ÖR komplett einpacken. Außerdem ist es nicht überraschend, dass sich kein PayTV Angebot bildet, was auf die Zielgruppe der ÖR abzielt, da es die ÖR ja gibt und alle zwangsweise dafür zahlen und die ÖR empfangen können. Da Konkurrenz zu machen ist wirtschaftlich gesehen Harakiri (womit wir wieder bei der Regulierung wäre... die ÖR sind ganz klar Wettbewerbsverzerrend und halten in einer bestimmten Zielgruppe ganz klar das Monopol, und das quasi staatlich zementiert).
Es gibt aber einige Zielgruppen, die von den ÖR schlicht ignoriert werden (obwohl die Mitlieder dieser Gruppen ebenfalls 20€ Zwangsgebühren abdrücken müssen) und da entwickelt sich der PayTV Markt in Deutschland gerade recht gut. Nicht zuletzt der Fakt, dass HD in Deutschland quasi nur als PayTV zu bekommen ist, befördert die Entwicklung da ungemein. Und die Entwicklung ist erfreulich! So hat man mittlerweile als Nicht-ÖR-Zielgruppe endlich ein paar hochwertige Sender, die einen nicht ständig mit Werbung nerven.


Es sind exakt 17,98 € im Monat. (Das enstpricht maximal 2 Pay-TV-Pakten). Du siehst vielleicht gerne RTL HD, ich würde dafür gerne die 11 genannten Ö.-R. genannten Sender sehen.
Geschmäcker sind verschieden...

Der Vorteil der Eindampfung bei den ÖR wäre, dass die Gebühren schrumpfen könnten und mehr Geld für hochwertigere PayTV Angebote frei würde, die dann die ÖR ersetzen können.


... und Preisvorstellungen fürs Fernsehen auch. Hast du als Moderator so viel Zeit und so wenig Sozialleben, dass sich der PAY-TV-Kram lohnt.
Muss ein schönes Leben sein. Nicht.

BTW: "Angebot regulieren"?


Steht wo? Du denkst wohl an die BNetzA... :brüll: :brüll: :brüll:
Der Terminus ist nicht nur im Zusammenhang mit staatlichen Behörden verwendbar. Nur mal so am Rande...

Da solltest du mal drüber nachdenken, ob das wirklich so ist... bei deiner gelobten Telekom kostet das einfach Kabel im Boden auch 15€. Und das Telefonkabel ist technisch deutlich weniger aufwendig. Vielleicht ist es einfach so, dass 15-18€ im Monat einfach für die Wartung des Netzes im Boden drauf gehen? Da fahren die ganze Zeit Techniker hin und her und sorgen dafür, dass alles halbwegs klappt... Das nurmal als Denkanstoß.


Das ist es. Nö, es kostet überhaupt nichts extra wie bei den KNBs. Loben tu' ich mir vor allem die alte Deutsche Bundespost. Und nein, die Netzwartung und Instandhaltung ist ein echter Billigposten. Erst recht das Kabelnetz.
Die meisten Leitungen die die Post verbuddelt hat, sind durch die KNBs völlig unberührt. Einzig beim Empfänger und in den Kopfstationen hat sich ein bisschen was für kleines Geld getan…

Hast du denn mal so die Preise verglichen, was da der Kabelanschluss kostet und wie viele Sender enthalten sind? Ich weiß das nur aus den USA und da kommt man mit 18€ im Monat nicht wirklich an einen Kabelanschluss... Kabel-TV gilt dort, nicht umsonst, als absolutes Premium TV und ist auch entsprechend teuer.
Man sollte etwas vorsichtig sein mit dem, was man fordert, bevor man nicht alle Konsequenzen durchdacht hat.
Deutschland ist auch ein "Irrenstadl", wenn es um die Stellung von Free-TV geht. In kaum einem anderen Land hat der so einen wichtigen Stellenwert im TV Konsum.


Dieses Geschwätz… Du bist also ein total Pay-TV-Fan. Sag’s doch gleich. Hast du sonst noch was anderes zu beichten. Bist du Mitarbeiter, Vermittler oder Geschäftspartner eines KNB?

Du solltest lieber deinen Allerwertesten vom Sofa erheben und dich bei den ÖR über deine Schlechterstellung beschweren.
Danach denkst du dann nochmal über die Konsequenzen deiner Forderungen nach und dann können wir weiter diskutieren.

Jaja, du wiederholst dich… Es gibt keine Konsequenzen! Nochmal: Die paar Euro mehr Kabelgebühr sind problemlos zu verschmerzen, wenn dafür die gebotene Leistung stimmt. Die KNBs müssten endlich mal eine knappe Gebührenkalkulation machen, die sich an den realen Kosten orientiert und nicht nur dem reinen abkassieren dient. Denn wenn der Preis zu hoch wird, dann Gewinnt nur wieder Sat.[/quote]

Gott sei dank kann er sich dann nicht mehr drücken. Schmarotzer gibt es sowieso genug.


Schmarotzer sind ja in meinen Augen eher die Fans von ÖR Programmen... die Schmarotzen davon, dass ich jeden Monat 20€ hinblätter, aber die ÖR so gut wie kein Programm für meine Zielgruppe machen. Das schlimme daran: Man hört da nur selten ein "Danke, dass du mit deinen Gebühren mein Unterhaltung-TV mitfinanzierst", sondern meist noch dumme Sprüche und überhebliche Einschätzungen der eigenen Intelligenz im Gegensatz zu der eines "armen" Konsumenten von Privat TV (ob Free TV oder Pay TV ist dann meist auch egal).


Das Schlägt dem Fass natürlich den Boden aus. Du titulierst hier allen Ernstes alle Zuschauer der öffentlich-rechtlichen als Schmarotzer! Wie bereits gesagt – über Geschmäcker lässt sich streiten. Doch gerade als Moderator sollte man gewisse Grenzen nicht überschreiten.
Aber immerhin sieht so jeder, wes‘ geistes Kind du bist...

So. Nur um das, was mal gesagt werden musste mal richtig zu stellen.

Glaub das ruhig. Es kann sich ja jeder nun selbst ein Bild davon machen, ob du hier, wie du meinst, auch nur irgendeinen Punkt „richtig gestellt“ hast. :D
MfG,
HNIKAR

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Re: Wo bleiben die Öffentlich-Rechtlichen in HD?

Beitragvon webman » 26.05.2012, 16:36

HNIKAR hat geschrieben:Warum ist das Gerechtigkeits- und Gleichbehandlungsgesülz der KNBs unangebracht?
- Die KNBs leben seit Jahren sehr gut im wesentlichen auf dem aus der Telekom geschnittenen Bestandskabelnetz der Deutschen Bundespost,
dass der Steuerzahler neben den beiden o. g. über Dekaden bereits in ganz erheblichem Umfang mitfinanziert hat.
- Echte Investitionen in dieses Netzt finden kaum noch statt. Stattdessen investieren KNBs mit großem Elan in Pay-TV-Contontent via CI+...


So plakativ kann man diese Aussage nicht stehen lassen - denke an den DOCSIS3.0-Ausbau und die ganzen Aufwendungen für die Bereitstellung von Internet/Telefonie. Unitymedia und Kabel BW haben 2011 in ihre Netze insgesamt 436 Millionen Euro bzw. 27 Prozent des Umsatzes investiert.
http://www.unitymedia.de/pressemitteilu ... hstum.html

HNIKAR hat geschrieben:Hier auf den Ö.-R. rumzuhacken und zu behaupten sie würden "wissentlich ihre Zwangskunden mit Kabelanschluss schlechter stellen". Ist vor diesem Hintergrund einfach scheinheilig und Infam, so lange die Anschlussgbühren kassiert werden. Wenn ARD und ZDF ab 2013 nicht mehr zahlen, dann schonen sie den Geldbeutel des Gebührenzahlers in erheblichem Maße.


Wenn die GEZ-Sender fast "unkontrolliert" oder bewusst "nicht-kontrolliert" immer neue Dienste bzw. Sender ausrollen nund dann argumentieren, dass deswegen die GEZ-Gebühren steigen müssen, ist das meiner Meinung mindestens genauso infam.

HNIKAR hat geschrieben:Ich denke langsam wird es insgesamt immer deutlicher, wie dringend notwendig eine strenge Regulierung des Kabels durch die BNetzA ist.
Inzwischen haben wir nur noch 2 große, nahezu allmächtige Flächenanbieter im Kabel. Das ist ein krasser Rückfall in die die grauen Vorzeiten
der Deutschen Bundespost - mit einem entscheidenden Unterschied. Die Monopolkonzerne sind nunmehr ausschließlich in Privater Hand.


In diesem Punkte bin ich derselben Meinung, da müssen die Netzbetreiber alle gleich behandelt werden.

Viel wichtiger als die symbolische Aufhebung der Grundverschlüsselung für SD Sender ist die Sprengung der ewigen Verträge mit Wohngemeinschaften. Da wird dann auch deutlich, dass die Konkurrenz zu den Kabelnetzen eben nicht andere Kabelnetze sind, die in anderen Landesteilen agieren, sondern Telefonkonzerne und Astra, die in der gleichen Region aktiv sind.


Die Wohngesellschaften können heute sowieso Verträge abschliessen wie sie wollen, wie. z.b. die Arlington, die von UM zur Telekom gewechsel ist.
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Re: Wo bleiben die Öffentlich-Rechtlichen in HD?

Beitragvon HNIKAR » 26.05.2012, 23:02

webman hat geschrieben:
HNIKAR hat geschrieben:Warum ist das Gerechtigkeits- und Gleichbehandlungsgesülz der KNBs unangebracht?
- Die KNBs leben seit Jahren sehr gut im wesentlichen auf dem aus der Telekom geschnittenen Bestandskabelnetz der Deutschen Bundespost,
dass der Steuerzahler neben den beiden o. g. über Dekaden bereits in ganz erheblichem Umfang mitfinanziert hat.
- Echte Investitionen in dieses Netzt finden kaum noch statt. Stattdessen investieren KNBs mit großem Elan in Pay-TV-Contontent via CI+...


So plakativ kann man diese Aussage nicht stehen lassen - denke an den DOCSIS3.0-Ausbau und die ganzen Aufwendungen für die Bereitstellung von Internet/Telefonie. Unitymedia und Kabel BW haben 2011 in ihre Netze insgesamt 436 Millionen Euro bzw. 27 Prozent des Umsatzes investiert.
http://www.unitymedia.de/pressemitteilu ... hstum.html


Hi lieber webman!
Tut mir leid, dann muss ich es an dieser Stelle wohl noch ein wenig plakativer machen,
denn die Kabler investieren einen Schei*[zensiert] in ihre Infrastruktur.
Sie leben seit Jahren sehr gut im Wesentlichen auf dem aus der Telekom geschnittenen Bestandskabelnetz der Post.
Dieses Netz wurde querfinanziert durch den Steuerzahler und die Einspeiseentgelte, die einzig und allein zu diesem Zwecke eingeführt wurden.

Die KNBs behaupten zwar, sie würden massig investieren um "Triple-Play" überall zu implementieren. Diese Bahuptung ist falsch.
DOCSIS 3.0 ist aber keine großartige physikalische Modernisierung dieses o. g. soliden Altnetzes. Ein bisschen Gefrickel mit günstigen Koponenten
in den Kopfstellen an und am Hausanschluss und fertig ist das Ganze. Das ganze Kabelnetznetz wurde von Anfang an Rückkanalfähig auf- und ausgebaut!
Auf Grund datenschutzrechtlicher Bedenken auf politischer Seite wurde von dieser Möglichkeit damals zu Post- und Telekomzeiten jedoch nicht gebrauch gemacht.
Diese technische Option lag quasi brach.

Jetzt, im Zuge des Umbaus zu "universalen TK-Anbietern", hat man dies von Anfang an vorhande Möglichkeit lediglich "reaktiviert".
Wer es daheim schonmal erlebt hat, wie die Umstellung von statten geht (Austausch der Kabeldose im Zimmer, Anpassungen, Ergänzungen am Hausverteiler oder Austausch), der sieht auch, dass das alles kein Hexenwerk ist.
Die Personenstunden für das eingesetzte Personal sind zweifelsfrei höher als der Wert der verbauten Komponenten.
Ähnliches gilt übrigens für die höhere Netzebene.

Insofern fällt es mir schwer, hier überhaupt von einer Modernisierung oder gar einem Ausbau zu sprechen.
Modernisierung/Ausbau ist für mich z. B. das was - als einziger TK-Anbieter - die Deutsche Telekom im großen Stil tut.
Aufgraben und nagelneue Leitungen für die Zukunft legen - sei es nun für VDSL oder FTTH.
Wie ich bereits schrieb hatte das "historisch neuere" TV-Kabel von Anfang an im Vergleich zur Kupferdoppelader enorme Reserven.
Nur deshalb ist der heutige Wettbewerb zwischen Datenübertragung via Kabel und (V)DSL überhaupt erst möglich!
Es kommt doch nicht von ungefähr, dass BNetzA und DTAG die Netzöffnung durch die KNBs fordern.
http://www.teltarif.de/bundesnetzagentu ... 45441.html
http://www.teltarif.de/telekom-obermann ... 46836.html

Zur eigenen Absicherung und damit mir keiner erneut unterstellen kann, ich würde die Telekom in den Himmel loben.
Andere TK Unternehmen mit eigenem Netz wie Versatel, Vodafone und Hansenet/Telefonica) bauen natürlich auch aus.
Allerdings in weit, weit geringerem Umfang im direkten Vergleich. Und dabei picken sich eben auch noch die Top-Rosinen heraus.
Ohne Telekom gäbe es bis heute wohl kein VDSL. Übrigens das einzige TK-Produkt (neben ADSL), dass so einen hohen Upload bietet.
Wie lange brauchen wohl die KNBs bis sie solche Uploads anbieten? Da wären wir dann beim Thema "echter Ausbau des Rückkanals".

Auf die Hohen Summen die die KNBs präsentieren kommt man übrigens auch nur, wenn man z. B. teure Kabelneuanschlüsse in noch nicht erschlossenen Gebieten und noch viel viel anderes (Personal, Wartung etc. = keine Investitionen!) roundabout und rundherum mit einberechnet.
Posten die man als billig und gerecht denkender Mensch vielleicht nicht unbedingt dort veranschlagen würde. In die Kalkulation lassen sie sich ja nicht gucken.
Aber plakative Zahlen direkt vom Kabelnetzbetreiber sollte man meiner Meinung nach durchaus mit Vorsicht und ein bisschen kritischer Distanz genießen.

HNIKAR hat geschrieben:Hier auf den Ö.-R. rumzuhacken und zu behaupten sie würden "wissentlich ihre Zwangskunden mit Kabelanschluss schlechter stellen". Ist vor diesem Hintergrund einfach scheinheilig und Infam, so lange die Anschlussgbühren kassiert werden. Wenn ARD und ZDF ab 2013 nicht mehr zahlen, dann schonen sie den Geldbeutel des Gebührenzahlers in erheblichem Maße.


Wenn die GEZ-Sender fast "unkontrolliert" oder bewusst "nicht-kontrolliert" immer neue Dienste bzw. Sender ausrollen nund dann argumentieren, dass deswegen die GEZ-Gebühren steigen müssen, ist das meiner Meinung mindestens genauso infam.


Naja, die werden doch in erheblichem Ausmaß kontrolliert... Man könnte fast von "gelenkt" sprechen. Und zwar durch 16 Landesmedienanstalten, 16 Landesrundfunk und 16 Landesmedienräte, durch die KEF, durch die übrige Politik, durch die Privaten Medien (Von Tageszeitungen über Wochenblätter bis zu den privaten Sendergruppen.
Ich mag die GEZ auch nicht. Finde auch dass die Gebühren zu hoch sind (maximal 4 - 5 Mrd. € Einnahmen sollten reichen) und dass das Programm teilweise der absolute Schrott ist (vor allem der Degeto-Dreck den meine Liebste so gerne schaut...) aber insgesamt finde ich das inhaltliche Angebot trotzdem qualitativ hochwertiger und erheblich ausgewogener als bei den Privaten. Wer nicht nur auf reine Unterhaltung aus ist - und da sollten wir ehrlich sein - der ist bei den Privaten heute komplett verloren. Da gibt es einfach nichts mehr. Bis vor 10 - 15 Jahren sah das noch anders aus.
Das Niveau im Privatfernsehen war einfach ein anderes.

HNIKAR hat geschrieben:Ich denke langsam wird es insgesamt immer deutlicher, wie dringend notwendig eine strenge Regulierung des Kabels durch die BNetzA ist.
Inzwischen haben wir nur noch 2 große, nahezu allmächtige Flächenanbieter im Kabel. Das ist ein krasser Rückfall in die die grauen Vorzeiten
der Deutschen Bundespost - mit einem entscheidenden Unterschied. Die Monopolkonzerne sind nunmehr ausschließlich in Privater Hand.


In diesem Punkte bin ich derselben Meinung, da müssen die Netzbetreiber alle gleich behandelt werden.


Es ist ja auch die einzige Lösung. "Alternativlos"! :streber:

Viel wichtiger als die symbolische Aufhebung der Grundverschlüsselung für SD Sender ist die Sprengung der ewigen Verträge mit Wohngemeinschaften. Da wird dann auch deutlich, dass die Konkurrenz zu den Kabelnetzen eben nicht andere Kabelnetze sind, die in anderen Landesteilen agieren, sondern Telefonkonzerne und Astra, die in der gleichen Region aktiv sind.


Die Wohngesellschaften können heute sowieso Verträge abschliessen wie sie wollen, wie. z.b. die Arlington, die von UM zur Telekom gewechsel ist.


Da hast du zwar recht, A B E R momentan bedeutet das eben leider noch, dass der Alternativanbieter im Zweifel erstmal sein eigenes Kabel zum Endkunden legen muss, weil er keinen Zugang zum Netz des regionalen KNB bekommt. Er hat leider keine Möglichkeit diesen zu erzwingen!
Kollokation und Bitstreamzugänge wie bei der Telekom müssen her. Erst dann hat man als Kunde die wirklich freie Wahl, wie sie seit Jahren auch im deutschen Telefonnetz herrscht.

Und nochmal der Hinweis zum Schluss:
Ich habe prinipiell nichts gegen die KNBs. Vor allem Kabel BW war bisher wohl zweifelsfrei der kundenfreundlichste von allen.
Die ganze Entwicklung die derzeit läuft - die weitere Monopolkonzentration, die aktuelle Firmen- und Produktpolitik missfällt mir jedoch auf's Äußerste.
Deswegen mahne ich so vehement, versuche Fehlentwicklungen aufzuzeigen und Falschaussagen die die KNBs transportieren zu entkräften.
Ich möchte Auswege und Lösungen aufzuzeigen, zeigen dass es auch anders gehen würde.
Vor allem die Investoren müssen begreifen, dass eine grenzenlose Ausbeutung der Infrastruktur Kabelnetz und seiner Zwangskunden nicht länger möglich ist.
Wenn sie Ihre Gewinn- und Expansionserwartungen gemeinsam mit ihren KNBs auf ein vernünftiges, dafür aber solides Normalmaß herunterfahren und dem Kunden etwas für sein Geld bieten, dann naht unweigerlich deren Ende.
Als einer der ersten würde ich das bedauern, bin ich doch ein großer Kabelfan. Zumindest wenn wir von der klassischen Aufgabe des Kabels sprechen,
für die ich meine Gebühr bezahle: Fernsehübertragung via DVB-C (und irgendwann DVB-C2 [nach einer hoffentlich bald erfolgenden Analogabschaltung])
.
Zuletzt geändert von HNIKAR am 26.05.2012, 23:14, insgesamt 1-mal geändert.
MfG,
HNIKAR

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Re: Wo bleiben die Öffentlich-Rechtlichen in HD?

Beitragvon conscience » 26.05.2012, 23:14

Hallo HNIKAR.

Könntest Du bitte deine Behauptungen durch Quellenangaben belegen?

HNIKAR hat geschrieben:Tut mir leid, dann muss ich es an dieser Stelle wohl noch ein wenig plakativer machen,
denn die Kabler investieren einen Schei*[zensiert] in ihre Infrastruktur.
Sie leben seit Jahren sehr gut im Wesentlichen auf dem aus der Telekom geschnittenen Bestandskabelnetz der Post.
Dieses Netz wurde querfinanziert durch den Steuerzahler und die Einspeiseentgelte, die einzig und allein zu diesem Zwecke eingeführt wurden.



Insbesondere würde mich für den letzten Absatz deine Quellen interessieren.

HNIKAR hat geschrieben:Die KNBs behaupten zwar, sie würden massig investieren um "Triple-Play" überall zu implementieren. Diese Bahuptung ist falsch.
DOCSIS 3.0 ist aber keine großartige physikalische Modernisierung dieses o. g. soliden Altnetzes. Ein bisschen Gefrickel mit günstigen Koponenten
in den Kopfstellen an und am Hausanschluss und fertig ist das Ganze. Das ganze Kabelnetznetz wurde von Anfang an Rückkanalfähig auf- und ausgebaut!
Auf Grund datenschutzrechtlicher Bedenken auf politischer Seite wurde zu dieser Möglichkeit damals zu Post- und Telekomzeiten jedoch nicht gebrauch gemacht.
Diese technische Option lag quasi brach.
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Re: Wo bleiben die Öffentlich-Rechtlichen in HD?

Beitragvon webman » 27.05.2012, 01:48

HNIKAR hat geschrieben:Insofern fällt es mir schwer, hier überhaupt von einer Modernisierung oder gar einem Ausbau zu sprechen.
Modernisierung/Ausbau ist für mich z. B. das was - als einziger TK-Anbieter - die Deutsche Telekom im großen Stil tut.
Aufgraben und nagelneue Leitungen für die Zukunft legen - sei es nun für VDSL oder FTTH.


Wenn man den Umsatz von T mit dem von Unitymedia vergleicht, ergibt sich bildlich ein Vergleich der Titanic mit einem Ruderboot (sorry UM) ...

Umsatz T in 2011: 58,6 Milliarden Euro
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Telekom

Umsatz UM in 2011: ca. 1,6 Milliarden Euro
http://www.unitymedia.de/pressemitteilu ... hstum.html

Wer mehr verdient, kann natürlich auch mehr ausgeben.

HNIKAR hat geschrieben:Hier auf den Ö.-R. rumzuhacken und zu behaupten sie würden "wissentlich ihre Zwangskunden mit Kabelanschluss schlechter stellen". Ist vor diesem Hintergrund einfach scheinheilig und Infam, so lange die Anschlussgbühren kassiert werden. Wenn ARD und ZDF ab 2013 nicht mehr zahlen, dann schonen sie den Geldbeutel des Gebührenzahlers in erheblichem Maße.


Wenn die GEZ-Sender fast "unkontrolliert" oder bewusst "nicht-kontrolliert" immer neue Dienste bzw. Sender ausrollen nund dann argumentieren, dass deswegen die GEZ-Gebühren steigen müssen, ist das meiner Meinung mindestens genauso infam.


HNIKAR hat geschrieben:Naja, die werden doch in erheblichem Ausmaß kontrolliert... Man könnte fast von "gelenkt" sprechen. Und zwar durch 16 Landesmedienanstalten, 16 Landesrundfunk und 16 Landesmedienräte, durch die KEF, durch die übrige Politik, durch die Privaten Medien (Von Tageszeitungen über Wochenblätter bis zu den privaten Sendergruppen.
Ich mag die GEZ auch nicht. Finde auch dass die Gebühren zu hoch sind (maximal 4 - 5 Mrd. € Einnahmen sollten reichen) und dass das Programm teilweise der absolute Schrott ist (vor allem der Degeto-Dreck den meine Liebste so gerne schaut...) aber insgesamt finde ich das inhaltliche Angebot trotzdem qualitativ hochwertiger und erheblich ausgewogener als bei den Privaten. Wer nicht nur auf reine Unterhaltung aus ist - und da sollten wir ehrlich sein - der ist bei den Privaten heute komplett verloren. Da gibt es einfach nichts mehr. Bis vor 10 - 15 Jahren sah das noch anders aus.
Das Niveau im Privatfernsehen war einfach ein anderes.


Die Privaten würden "qualitativ besseres" Fernsehen bringen, wenn die Quoten dafür denn stimmen würden. Das Fernsehprogramm bei diesen Sendern ist aber hauptsächlich darauf fixiert, mit Werbung Geld zu verdienen. Die ÖR's haben ihren (berechtigten) Daseinsanspruch, weil sie informieren sollen. Aber wie schon mal geschrieben, es ist für mich nicht einsichtig, dass z. B. das ZDF mit ihren GEZ-Millionen an die UEFA hohe Summen für die Übertragung der Fussball-Championsleague zahlt. Dieses Geld kommt auch von Leuten, denen Fussball völlig egal ist, aber ZWANGSWEISE dafür zahlen müssen.

HNIKAR hat geschrieben:Und nochmal der Hinweis zum Schluss:
[i]Ich habe prinipiell nichts gegen die KNBs. Vor allem Kabel BW war bisher wohl zweifelsfrei der kundenfreundlichste von allen.
Die ganze Entwicklung die derzeit läuft - die weitere Monopolkonzentration, die aktuelle Firmen- und Produktpolitik missfällt mir jedoch auf's Äußerste.
Deswegen mahne ich so vehement, versuche Fehlentwicklungen aufzuzeigen und Falschaussagen die die KNBs transportieren zu entkräften.
Ich möchte Auswege und Lösungen aufzuzeigen, zeigen dass es auch anders gehen würde.
Vor allem die Investoren müssen begreifen, dass eine grenzenlose Ausbeutung der Infrastruktur Kabelnetz und seiner Zwangskunden nicht länger möglich ist.
Wenn sie Ihre Gewinn- und Expansionserwartungen gemeinsam mit ihren KNBs auf ein vernünftiges, dafür aber solides Normalmaß herunterfahren und dem Kunden etwas für sein Geld bieten, dann naht unweigerlich deren Ende.


Für mich als Kunde zählt die Leistung und der Preis ... und da ist für mich Internet über Kabel gegenüber DSL und auch VDSL unschlagbar. Bis auf die Abzocke mit der kostenpflichtigen Hotline bei Störungen bin ich als UM-Kunde mit dem Produkt 2play sehr zufrieden.
:super:
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