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HD-Sender ab 01.05.2012

Wenn einmal gemeckert werden muss, dann bitte hier und ohne andere zu stören.

Re: HD-Sender ab 01.05.2012

Beitragvon Moses » 13.04.2012, 12:42

"zu hoch" ist immer relativ zum Nutzen. Bei digital und HD sind die Kabelkunden immer Kunden zweiter Wahl, da die Digitalisierungsquote im Kabel gegenüber Satellit deutlich geringer ist. Das wird sich erst mit dem Aussterben der vorhandenen Röhrengeräte (und zum großen Teil deren Nutzer) beheben...
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Re: HD-Sender ab 01.05.2012

Beitragvon webman » 13.04.2012, 12:52

Moses hat geschrieben:"zu hoch" ist immer relativ zum Nutzen. Bei digital und HD sind die Kabelkunden immer Kunden zweiter Wahl, da die Digitalisierungsquote im Kabel gegenüber Satellit deutlich geringer ist. Das wird sich erst mit dem Aussterben der vorhandenen Röhrengeräte (und zum großen Teil deren Nutzer) beheben...


Zustimmung! :smile:

Naja, ich bin zwar zwangsverkabelt (WEG im Mehrfamilienhaus) habe aber gottseidank Südbalkon.
Leider haben aber einige meiner anderen WEG-Mitbewohner diese Option nicht - naja, wenigstens haben sie mit UM die Möglichkeit Internet mit bis zu 150Mbps download buchen zu können, wobei nicht jeder diese Geschwindigkeiten heute wirklich braucht ...
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Re: HD-Sender ab 01.05.2012

Beitragvon FBI01 » 15.04.2012, 00:52

d3000fan hat geschrieben:Quelle?

ARD KCC, Frankfurt am Main.

Weder die ARD noch die Kabelnetzbetreiber wollen irgendwelche Zuschauer klassifizieren. Mit der Diversifizierung der Transportwege sind Vor- und Nachteile entstanden für den Empfänger. In diesem Modell kann und will nur einer Geld verdienen = die Kabelnetzbetreiber und zwar mit Inhlaten, die andere produzieren. Die ARD kann aus gesetzlichen gründen schon gar keine Gewinne erzielen noch bestimmen, dass jemand etwas "nicht sehen kann". Bei genauer Betrachtung handelt es sich bei den HD Programmen um zusätzliche Angebote in besserer Übetragungsqualität - es besteht also keine Verpflichtung die Versorgung per Kabel von Seiten der ARD zu organisieren. Es liegt rechtlich vielmehr an den Verantwortlichen, die den Empfänger daran hindern über kostenfreie Wege = Sat-Empfang - alle Programme empfangen zu können, weil diese sich mit dem Kabelanbieter aus ein "lukratives Geschäft" eingelassen haben und ihren Mietern den Aufbau einer Sat-Empfangsanlage untersagen. Aber diesen Modell wurde hier bestimmt schon mal diskutiert ...
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Re: HD-Sender ab 01.05.2012

Beitragvon webman » 16.04.2012, 09:40

FBI01 hat geschrieben:
d3000fan hat geschrieben:Quelle?

ARD KCC, Frankfurt am Main.

Weder die ARD noch die Kabelnetzbetreiber wollen irgendwelche Zuschauer klassifizieren. Mit der Diversifizierung der Transportwege sind Vor- und Nachteile entstanden für den Empfänger. In diesem Modell kann und will nur einer Geld verdienen = die Kabelnetzbetreiber und zwar mit Inhlaten, die andere produzieren. Die ARD kann aus gesetzlichen gründen schon gar keine Gewinne erzielen noch bestimmen, dass jemand etwas "nicht sehen kann". Bei genauer Betrachtung handelt es sich bei den HD Programmen um zusätzliche Angebote in besserer Übetragungsqualität - es besteht also keine Verpflichtung die Versorgung per Kabel von Seiten der ARD zu organisieren. Es liegt rechtlich vielmehr an den Verantwortlichen, die den Empfänger daran hindern über kostenfreie Wege = Sat-Empfang - alle Programme empfangen zu können, weil diese sich mit dem Kabelanbieter aus ein "lukratives Geschäft" eingelassen haben und ihren Mietern den Aufbau einer Sat-Empfangsanlage untersagen. Aber diesen Modell wurde hier bestimmt schon mal diskutiert ...


(Fast) Kein Vertrag läuft auf Lebenszeit. Da das Fernsehen nun auch über IP empfangen werden kann, kann der Endekunde zudem entscheiden, welchen Anbieter er wählt. Dumm ist nur, wenn kein VDSL oder gar FTTH zur Verfügung steht.

Aber ein Umzug kann natürlich auch eine Option sein, wenn quantitativ und qualitativ gutes TV ein wichtiges Entscheidungskriterium ist.
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Re: HD-Sender ab 01.05.2012

Beitragvon d3000fan » 16.04.2012, 10:33

FBI01 hat geschrieben:
d3000fan hat geschrieben:Quelle?

ARD KCC, Frankfurt am Main.

Also keine offizielle Aussage, die man nachlesen könnte. Da bin ich dann mal sehr sehr vorsichtig.
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Re: HD-Sender ab 01.05.2012

Beitragvon mischobo » 17.04.2012, 10:20

FBI01 hat geschrieben:
d3000fan hat geschrieben:Quelle?

ARD KCC, Frankfurt am Main.

Weder die ARD noch die Kabelnetzbetreiber wollen irgendwelche Zuschauer klassifizieren. Mit der Diversifizierung der Transportwege sind Vor- und Nachteile entstanden für den Empfänger. In diesem Modell kann und will nur einer Geld verdienen = die Kabelnetzbetreiber und zwar mit Inhlaten, die andere produzieren. Die ARD kann aus gesetzlichen gründen schon gar keine Gewinne erzielen noch bestimmen, dass jemand etwas "nicht sehen kann". Bei genauer Betrachtung handelt es sich bei den HD Programmen um zusätzliche Angebote in besserer Übetragungsqualität - es besteht also keine Verpflichtung die Versorgung per Kabel von Seiten der ARD zu organisieren. Es liegt rechtlich vielmehr an den Verantwortlichen, die den Empfänger daran hindern über kostenfreie Wege = Sat-Empfang - alle Programme empfangen zu können, weil diese sich mit dem Kabelanbieter aus ein "lukratives Geschäft" eingelassen haben und ihren Mietern den Aufbau einer Sat-Empfangsanlage untersagen. Aber diesen Modell wurde hier bestimmt schon mal diskutiert ...
... sehe ich etwas anders. Die ARD ist in den großen Kabelnetzen Drittanbieter und hat dort entsprechenden Kapazitäten und damit erforderliche Dienstleistungen gebucht. Das ist das gleiche wie bei der Verbreitung via Sat. Der Unterschied: bei der Satverbreitung zahlt die ARD anstandslos die entsprechenden Engelte und bei der Kabelverbreitung wollen sie solche Zahlungen offensichtlich künftig einstellen. Damit diskriminiert die ARD den Verbreitungsweg Kabel und letztendlich auch die Kabelzuschauer, die letztenendlich die Verbreitungskosten der ARD-Programme zusätzlich zahlen werden. Das ist meiner Ansicht in keinster Weise mit dem staatlichen Auftrag der ARD vereinbar.

Anders würde es aussehen, wäre die ARD kein Drittanbieter und würde die Programme von den Kabelnetzbetreibern vermarkten lassen. Dann müsste sich die ARD auch mit entsprechenden Geschäftsmodellen einverstanden zeigen.
Dazu kommt noch, dass die Kabelnetzbetreiber nicht bei einzelnen Sender einfach auf Einspeiseentgelte verzichten kann. Letztendlich bliebe dann nur die Möglichkeit, dass die ARD-HD-Programme bei Unitymedia im Rahmen der HD-Option vermarktet werden. Das würde dann natürlich eine verschlüsselte Vebreitung bedeutet, was, da es sich bei den HD-Versionen nach Angaben der ARD um Zusatzangebote handelt, kein Problem darstellen dürfte.

Meiner Ansicht sollte die ARD Drittanbieter bleiben und weiterhin Leitungskapaziäten bei den Kabelnetzbetreiber anmieten. Um zusätzliche Kosten zu vermeiden, sollte die ARD die analoge Verbreitung einstellen. Das Erste und das regionale Dritte kann man erstmal analog beibehalten. Diese entfallenden analogen Programme sind in SDTV digital zu empfangen und das unverschlüsselt ...
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Re: HD-Sender ab 01.05.2012

Beitragvon FBI01 » 17.04.2012, 11:11

mischobo hat geschrieben:... sehe ich etwas anders. Die ARD ist in den großen Kabelnetzen Drittanbieter und hat dort entsprechenden Kapazitäten und damit erforderliche Dienstleistungen gebucht. Das ist das gleiche wie bei der Verbreitung via Sat. Der Unterschied: bei der Satverbreitung zahlt die ARD anstandslos die entsprechenden Engelte und bei der Kabelverbreitung wollen sie solche Zahlungen offensichtlich künftig einstellen. Damit diskriminiert die ARD den Verbreitungsweg Kabel und letztendlich auch die Kabelzuschauer, die letztenendlich die Verbreitungskosten der ARD-Programme zusätzlich zahlen werden. Das ist meiner Ansicht in keinster Weise mit dem staatlichen Auftrag der ARD vereinbar.

Mir ist nicht bekannt, dass der Sat-Betreiber für die Zulieferung beim Sat-Empfänger grundsätzlich für alle Inhalte etwas kassiert.

mischobo hat geschrieben:(...) Letztendlich bliebe dann nur die Möglichkeit, dass die ARD-HD-Programme bei Unitymedia im Rahmen der HD-Option vermarktet werden. Das würde dann natürlich eine verschlüsselte Vebreitung bedeutet, was, da es sich bei den HD-Versionen nach Angaben der ARD um Zusatzangebote handelt, kein Problem darstellen dürfte.

Eine "Vermarktung" ist gemäß dem aktuellen http://de.wikipedia.org/wiki/Rundfunkstaatsvertrag nicht möglich.
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Re: HD-Sender ab 01.05.2012

Beitragvon FBI01 » 17.04.2012, 11:14

d3000fan hat geschrieben:
FBI01 hat geschrieben:
d3000fan hat geschrieben:Quelle?

ARD KCC, Frankfurt am Main.

Also keine offizielle Aussage, die man nachlesen könnte. Da bin ich dann mal sehr sehr vorsichtig.

Welche Stelle gilt in diesem Fall Deiner Meinung nach als offiziell ?
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Re: HD-Sender ab 01.05.2012

Beitragvon klickerkicker » 18.04.2012, 23:07

Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn UM das gebacken bekommen würde.
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Re: HD-Sender ab 01.05.2012

Beitragvon mischobo » 18.04.2012, 23:15

FBI01 hat geschrieben:
mischobo hat geschrieben:... sehe ich etwas anders. Die ARD ist in den großen Kabelnetzen Drittanbieter und hat dort entsprechenden Kapazitäten und damit erforderliche Dienstleistungen gebucht. Das ist das gleiche wie bei der Verbreitung via Sat. Der Unterschied: bei der Satverbreitung zahlt die ARD anstandslos die entsprechenden Engelte und bei der Kabelverbreitung wollen sie solche Zahlungen offensichtlich künftig einstellen. Damit diskriminiert die ARD den Verbreitungsweg Kabel und letztendlich auch die Kabelzuschauer, die letztenendlich die Verbreitungskosten der ARD-Programme zusätzlich zahlen werden. Das ist meiner Ansicht in keinster Weise mit dem staatlichen Auftrag der ARD vereinbar.

Mir ist nicht bekannt, dass der Sat-Betreiber für die Zulieferung beim Sat-Empfänger grundsätzlich für alle Inhalte etwas kassiert.
... im Kabel gilt exakt das gleiche, sofern die ARD im Kabel als Drittanbieter agieren. Hier kassieren die Kabelnetzbetreiber nur für die zur Erfügung gestellten Kapazitäten und damit notwendige technische Deinstleistungen. Auf welchem Weg die Multiplexe der ARD zugeführt werden, spielt dabei keine Rolle. Die KCC-Zuführung hat für die ARD den Vorteil, dass sie die gebuchten Kapazitäten im vollen Umfang ausnutzen können, was so bei einer Satzuführung nicht möglich ist. Aber dennoch wird der Zuführungsweg Satellit nicht ausgeschlossen.
Wie die Kabelnetzer die Angebote der ÖR vermarkten, ist eine vertragliche Angelegenheit zwischen ARD und dem jeweiligen Kabelnetzbetreiber.

Interessant in dieser Angelegnehiet ist eine Ansicht des Bundeskartellamtes:
Die Beschlussabteilung hat insbesondere keine Anzeichen für die von Unitymedia im Kommissionsverfahren geäußerte These gefunden, wonach im digitalen Zeitalter nicht länger eine Nachfrage nach (ausreichend vorhandener) Übertragungskapazität bestünde, sondern umgekehrt Infrastrukturanbieter Inhalte bundesweit nachfragten. Nach den Feststellungen der Beschlussabteilung ist weiterhin nicht von einem Nachfragemarkt, sondern von einem Angebotsmarkt auszugehen.
(Quelle: Beschluss B7-66-11)
Unitymedia hat hier die These aufgestellt, dass die Kabelnetzerbetreiber künftig Inhaltenachfrager sein würden. Das Bundeskartellamt sieht das aber anders.

Die ARD betreibt hier Machtspielchen, um ihre Marktvorherrschaft zu erhalten. Das widerspricht dem staatlichen Autrag der ARD. Die ARD tut so, alles stünden sie mit den kommerziellen Sendern im Wettbewerb. Dem ist allerdings aufgrund der FInanzierung der ARD-Programme defintiv nicht so.
Die ARD ist neidisch, dass RTL und Co. in Bezug ihrer HD-Programme mit diversen Kabelnetzbetreiber Geschäftsmodelle aushandeln konnten, bei denen die Sender Geld von den Kabelnetzbetreiber erhalten. Das will die ARD auch.
Allerdings zahlen die Kabelkunden, die die HD-Programme der Privaten sehen wollen, dafür einen Aufpreis. Das will die ARD nicht, sondern die ARD erwartet, dass alle Kabelkunden einen Zuschlag für ihre HD-Programme zahlen sollen ...
FBI01 hat geschrieben:
mischobo hat geschrieben:(...) Letztendlich bliebe dann nur die Möglichkeit, dass die ARD-HD-Programme bei Unitymedia im Rahmen der HD-Option vermarktet werden. Das würde dann natürlich eine verschlüsselte Vebreitung bedeutet, was, da es sich bei den HD-Versionen nach Angaben der ARD um Zusatzangebote handelt, kein Problem darstellen dürfte.

Eine "Vermarktung" ist gemäß dem aktuellen http://de.wikipedia.org/wiki/Rundfunkstaatsvertrag nicht möglich.
... gem. Rundfunkstaatsvertrag ist auch zu lesen, dass die Kabelnetzbetreiber bei der Entgeltgestaltung Sender nicht benachteiligen darf. Im Basis-Angebot hat die ARD genauso Einspeiseentgelte zu zahlen, wie jeder andere Sender auch.
Die Kabelnetzer können bei der ARD keine Ausnahme machen. Bei großen Kabelnetzbetreiber kommt noch hinzu, dass die Bundesnetzagentur eine vorherrschende Marktmacht festgestellt, sodass hier die Regularien des Telekommunikatonsgesetzes greifen. Würden die Kabelnetzbetreiber bei den ARD-Programme eine Ausnahme machen und keine Einspeiseentgelte berechnen, wäre das ein Mißbrauch der Marktmacht entsprechender Kabelnetzbetreiber.

Aber wie bereits erwähnt, ist die ARD in den großen Kabelnetzen mit ihren digitalen Angeboten Drittanbieter, der die erforderlichen Leitungskapazitäten anmietet. Aber auch hier darf z.B. Unitymedia nichts verschenken, denn das Telekommunikationsgesetz sihet bei Telekommuniktionsunternehmen mit vorherrschender Marktmacht vor, dass die Entgelte für Leitungskapazitäten nicht niedriger sein dürfe, als die dabei enstehenden Kosten ...
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