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Welches Coaxialkabel vom Übergabepunkt zur Multimediedose?

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Re: Welches Coaxialkabel vom Übergabepunkt zur Multimediedos

Beitragvon RaZerBenQ » 17.03.2016, 09:29

Folgende Situation findet der Techniker bei uns vor:

Telekom Anschluss ( Übergabepunkt) im Heizungskeller im Erdgeschoss. (Haus hat keinen Keller, besteht aus dem EG, dem 1. OG, abgetrennten 2. OG und dem Dachboden)

Derzeit verläuft das "Telekomkabel", welches in der grauen "Glocke" angeschlossen ist hinter den Heizungsrohren zwischen Wand und Decke Richtung Wendeltreppe und von dort aus durch die Wand senkrecht nach oben ins "Büro" hinter der Fußleiste lang - dort dann bis zum Speedport Router der Telekom. JETZT ACHTUNG: Von hier aus habe wir in die Garage gebohrt und haben ein CAT 7 Netzwerkkabel vom Speedport Router durch die Garage, durch den Garten, durch die Wohnzimmerhauswand ins Wohnzimmer gebohrt / gelegt und dieses Kabel ist dann an einen Asus Router angeschlossen. Grund dafür ist, dass das WLAN vom Speedport nicht bis ins Wohnzimmer gereicht hat und wir dort neben dem Internet für die Smartphones und Tabletts etc. auch RJ45 Internet für den Verstärker, TV, BR und die PS3 brauchen. (Streaming, Apple Airplay usw.)

Das Problem ist aber, dass der Asus Router nur einen Bruchteil der im Büro zu bekommenden 70 Mbit/s DL und 40 Mbit/s im Upload bei Pingzeiten von über 200 ms erhält. In der Regel sind es 10-20 Mbit/s im DL und 20 Mbit/s im Upload. Die Pingzeiten sind bei über 200 ms.

Der Computer, welcher im Büro oben direkt per Kabel mit dem Speedport verbunden ist, bekommt aber in der Regel die 60-70 Mbit/s im DL und 30-40 Mbit/s im Upload und die Pingzeiten sind mit 20-30 ms auch gut.

Jetzt frage ich mich, woran das liegen kann. Ist es wirklich das CAT 7 Kabel, welches einfach zu lang ist?


Jetzt gehen wir mal davon aus, dass das CAT 7 Kabel zu lang ist und ich möchte das 1. OG sowie das EG ordentlich und "identisch" mit dem jetzt beauftragten Unitymedia Anschluss versorgen.

Wo würdet ihr denn die Multimediadose installieren lassen, wenn ihr kein TV über den Kabelanschluss schauen werdet und definitiv auch in Zukunft die SAT Schüssel weiterverwenden wollte?

Macht es Sinn die Multimediadose "einfach" außerhalb des Heizungskellers im Flur / Treppenhaus zu installieren und von dort aus dann Kabel in die einzelnen Zimmer zu legen, oder soll ich mir von AVM oder Devolo diese Steckdosen Adapter kaufen und damit dann hantieren?

Vielleicht kann mir jemand helfen und hat ein paar nette Ideen.

Würde mich sehr freuen.
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Re: Welches Coaxialkabel vom Übergabepunkt zur Multimediedos

Beitragvon manu26 » 17.03.2016, 17:29

Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Kabel zu lang ist. Teste doch einfach mal mit einem Laptop und nimm das Kabel aus dem ASUS Router raus und verbinde es direkt mit dem Laptop.

Wenn das schneller ist, dann ist der ASUS Router falsch konfiguriert oder zu langsam.

Ist das Kabel denn ein fertiges Patchkabel gewesen oder ein Verlegekabel, das jeweils in Dosen endet?
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Re: Welches Coaxialkabel vom Übergabepunkt zur Multimediedos

Beitragvon RaZerBenQ » 17.03.2016, 18:44

Es handelt sich um ein Cat 7 Verlegekabel welches jeweils mit einer RJ45 Buchse an beiden Enden versehen wurde.
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Re: Welches Coaxialkabel vom Übergabepunkt zur Multimediedos

Beitragvon RaZerBenQ » 18.03.2016, 14:05

Kann mir jemand verraten wie die Bestellung von einem Unitymedia Produkt von Statten geht, wenn man erst komplett ans Kabelnetz angeschlossen wird?

Sagen wir mal in sechs Wochen sind die Bauarbeiten, kann ich dann auch in sechs Wochen schon buchen oder dauert das dann mehrere Monate bis es im UM System eingepflegt ist?
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Re: Welches Coaxialkabel vom Übergabepunkt zur Multimediedos

Beitragvon Hemapri » 20.03.2016, 17:48

Bastler hat geschrieben:Dann hast du aber das neue "Montagehandbuch" (Punkt 8.2) nicht gelesen...
Deine beschriebene Vorgehensweise ist die aus der vorherigen UM-TR.


Stimmt, habe noch mal verglichen, aber dann hat ja der Kunde generell die Möglichkeit, den Platz der MMDo festzulegen, wenn eine Neuverlegung notwendig ist. Das kommt ja dem Kunden letzlich sogar entgegen.

MfG
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Re: Welches Coaxialkabel vom Übergabepunkt zur Multimediedos

Beitragvon Caligula » 04.04.2016, 13:43

Das hat alles mit Kosten zu tun.

Leider hört sich das paradox an wenn einerseits der Kunde 400€ zahlt um einen Hausanschluss (HÜP) in das Gebäude verlegt zu bekommen und andererseits soll er auch noch die Zuleitung selbst verlegen. Wenn das hier kein Einfamilienhaus ist und er z. B. im fünften Stockwerk wohnt, ensteht da schon ein Problem das mit erhöhten Kosten daher kommt.
Wenn es z. B. keine andere Möglichkeit gibt als eine neue Zuleitung über die Fassade zu verlegen, wird ein Hubsteiger benötigt der die Kosten für diesen Anschluss in die Höhe treibt. Bei einem Einzelkundenanschluss wird hier auch die Rentabilität gewertet und wenn die angenommenen Kundenbeiträge von 24 Monaten Vertragslaufzeit zusammengerechnet werden aber die Montagekosten diese Summe übersteigen, wird dieser Anschluss nicht ausgeführt. Das ist unlogisch da einerseits Kunden gewünscht sind aber die eventuell entstehenden Kosten über dem Nutzen liegen. Es gibt hier viele Beispiele wo das so vorkommt.
Wenn der Kunde daher in der Lage ist diese Zuleitung zum Selbstkostenpreis installieren zu lassen, ist der Anschluss garantiert.
Ansonsten kann es hier tatsächlich zur Absage kommen. :wein:
Es gibt Leute die sich ständig über die Hobelspäne in des anderen Gedächniskübel aufregen, das eigene Brett vorm Kopf aber als reine Schutzvorichtung halten. :wand:
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Re: Welches Coaxialkabel vom Übergabepunkt zur Multimediedos

Beitragvon Hemapri » 09.04.2016, 01:18

Caligula hat geschrieben:Leider hört sich das paradox an wenn einerseits der Kunde 400€ zahlt um einen Hausanschluss (HÜP) in das Gebäude verlegt zu bekommen und andererseits soll er auch noch die Zuleitung selbst verlegen.


Hier darf man grundlegende Dinge nicht durcheinander bringen. Die 400 € sind der Mindestanteil an den Erschließungskosten. Hier ist immer erst ein Angebot einzuholen und dieses muss man auch bestätigen. Dieser Betrag kann leicht auch in die tausende gehen. Nach dem Übergabepunkt beginnt die Netzebene 4 und da hat niemand, außer dem Objekteigentümer irgend welche Rechte. Die Netzbetreiber von Strom, Gas oder Wasser übernehmen auch nicht die Hausinstallation und deren Erschließungskosten sind weitaus höher.

Bei einem Einzelkundenanschluss wird hier auch die Rentabilität gewertet und wenn die angenommenen Kundenbeiträge von 24 Monaten Vertragslaufzeit zusammengerechnet werden aber die Montagekosten diese Summe übersteigen, wird dieser Anschluss nicht ausgeführt. Das ist unlogisch da einerseits Kunden gewünscht sind aber die eventuell entstehenden Kosten über dem Nutzen liegen. Es gibt hier viele Beispiele wo das so vorkommt.


Ich habe aber selbst genügend solche Fälle erlebt, wo die Kosten der Installation weit über den Beträgen für eine 24 monatige Laufzeit lagen. Wer behauptet, dass da nicht installiert wird?

Wenn der Kunde daher in der Lage ist diese Zuleitung zum Selbstkostenpreis installieren zu lassen, ist der Anschluss garantiert.
Ansonsten kann es hier tatsächlich zur Absage kommen. :wein:


Die Leitungsverlegung ist erfahrungsgemäß der geringste Kostenanteil. Ganz nebenbei: Bei einem Multimmediaanschluss übernimmt der Anschlussanbieter die Installation der Leitung, sofern dies vom Eigentümer gestattet wird und das kostenfrei. Anders ist es, wenn es nur um Kabel TV geht. Wir haben schon ganz andere Gebäude als fünfgeschosser neu installiert und das immer für den Kunden kostenfrei.

MfG
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Re: Welches Coaxialkabel vom Übergabepunkt zur Multimediedos

Beitragvon RaZerBenQ » 16.04.2016, 12:16

Hallo,

so nun war es soweit, der Anschluss wurde vergangene Woche Donnerstag verlegt.

Meine Frau richtete mir aus, dass zwei Techniker da waren. Einer für das "Grobe" und einer für das "Feine".

Der Techniker für das Grobe hat im Heizungskeller einen weiteren Kasten mit Kabeln etc. installiert, dann ein langes weißes Kabel vom Kelleranschluss, durch einen Wartungstunnel im Treppenhaus, hinter der Fußleiste hoch ins Büro gelegt und dort dann eine weiße mit vier Anschlüssen versehene Dose gesetzt. An diese Dose hat der Techniker dann die Fritzbox angesteckt und soweit alles eingerichtet, so dass ich mich mit den mitgelieferten WLAN Daten auch sofort einwählen konnte. Der Anschluss "rennt" jetzt mit 210.000 kbit/s zu 20.400 kbit/s laut einigen Speedtests und Downloades mit dem JDownloader. Alles in Allem sind wir sehr zufrieden.
RaZerBenQ
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