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DOCSIS 3.0 IPv4 / IPv6 Durcheinander

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Re: DOCSIS 3.0 IPv4 / IPv6 Durcheinander

Beitragvon racoon » 23.02.2013, 13:04

FBI01 hat geschrieben:Ein "NAT-Server"? Eigentlich erledigt sowas ein Router ...
Nach dieser Darstellung wird IPv6- und IPv4-NAT eingesetzt. NAT bei IPv6 wäre ja der größte Irrsinn aller Zeiten - oder ?

Hier ging es glaube ich eher um DS-Lite, wie die IPv4-Pakete über IPv6 zu den AFTR-Gateways von UM getunnelt werden, und nicht über IPv6-NAT.
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Re: DOCSIS 3.0 IPv4 / IPv6 Durcheinander

Beitragvon FBI01 » 23.02.2013, 14:40

racoon hat geschrieben:Man erhält hinter dem Cisco-Router EPC3208G eine öffentliche IPv6-Adresse. Bin mir jetzt nicht sicher: laut Router Information scheint es ein 56er Netz zu sein.


Wenn das so ist, dann ist doch alles bestens. Dann erreicht man jeden PC, Server, NAS etc. über die eigene IPv6-Adresse direkt. NAT ist nicht vorhanden, Port-Forwarding entfällt automatisch. Daher war mir bei IPv6 die Diskussion um das Port-Forwarding auch nicht ganz klar !?! Und da es diverse kostenlose Tunnel-Provider gibt, kann man aus einer reinen IPv4-Umgebung doch diese IPv6-Adressen ebenfalls immer erreichen. Vermutlich ändert sich der zugeweisene IPv6-Bereich auch nicht. (Es wären dann 256 x /64 Netze - und in einem /64 Netz stecken dann immerhin -> 0000:0000:0000:0000 Adressen! - reicht einem Moment.)
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Re: DOCSIS 3.0 IPv4 / IPv6 Durcheinander

Beitragvon Rhocco » 28.02.2013, 17:02

Habe ich woanders schonmal gepostet, aber hier nochmal:

Ich habe das selbe Problem mit ipv6 und eigenem server und habe es so gelöst :

Situation:
Zuhause: 6320@ipv6 (Wlan-Aus) -> 7270 -> Mein Server + Alle Handys/Laptops etc.
Remote (Eltern) : Modem@ipv4 -> 7270 -> Laptop

Verbinde nun meinen Server über VPN mit der Remote FritzBox meiner Eltern und lasse den gesamten Traffic über das VPN laufen. Mein Server aktualisiert nun dyndns und hat eine lokale IP bekommen über den DHCP der FritzBox meiner Eltern und die öffentliche IP der FritzBox meiner Eltern geht an Dyndns. Auf der FritzBox meiner Eltern leite ich den eingehenden Traffic an die VPN-Adresse meines Servers, der ja am VPN hängt. Also alle Ports freigeben und an die lokale VPN Adresse (!!!) weiterleiten lassen! Falls es nicht direkt funktioniert, Ports einrichten -> FritzBox neustarten!!! Dann gehts 100%.

FUNZT 1A und ich kann meinen Server bei mir zu Hause lassen!

Zwar ne umständliche Lösung, aber zur Not gehts. Die Pings sind allerdings etwas höher.

Auf dem Server läuft Apache+mysql, ftp, samba. Durch die relativ gute Kompression über IpSec VPN und den upload 2,5mbit der Remote FritzBox sind die Down und Uploads auf ca 2,5 Mbit beschränkt (evtl etwas mehr wegen der Kompression) aber das reicht mir. Meistens hat man in fremden WLANs oder mobilen Netzwerken eh nicht mehr wie 2-3 Mbit.
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Re: DOCSIS 3.0 IPv4 / IPv6 Durcheinander

Beitragvon eazrael » 28.02.2013, 18:03

Das ist eine komplizierte Lösung, aber sie tut es. Natürlich ist die Latenz im Rahmen eines Snickers und dir geht die Information über den Remote-Host (Wer greift auf meine Kiste zu?) total flöten. Ich würde da eher zu einem vserver mit 2 IPs greifen und da dann einen richtigen Tunnel aufbauen.
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Re: DOCSIS 3.0 IPv4 / IPv6 Durcheinander

Beitragvon Rhocco » 28.02.2013, 23:25

Ich kann sehen wer drauf zugreift. Das Fritz VPN läuft 1zu1 so als ob ich den Server lokal neben den von mir beschriebenen remote Host per lan Kabel anschließe. Oder welche genauen Zugriffe meinst du.
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Re: DOCSIS 3.0 IPv4 / IPv6 Durcheinander

Beitragvon unitymedia_agent » 05.04.2013, 23:03

Hallo...
Vorab, ich will jetzt niemanden durcheinander bringen, aber...

... wenn man ein kompetenten Ansprechpartner* am Telefon findet (leider sehr selten), kann der noch einen IPv4 Anschluss bekommen!

Jedoch!
Nur für Neukunden! :streber:
Bestandskunden können nicht von IPv6 auf IPv4 "runterstufen", jedoch "hochstufen"...
Bestandskunden (IPv4!), die einen Tarifwechsel vornehmen und ein neues Endgerät bekommen, können sich auch noch für IPv4 entscheiden, muss jedoch vom Kunden gewollt werden!
Andernfalls werden standardgemäß nur noch IPv6 (DSLITE) Geräte verschickt/installiert.

Viele Grüße

* = Hätte da einen.. :naughty:
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Re: DOCSIS 3.0 IPv4 / IPv6 Durcheinander

Beitragvon prodb » 12.04.2013, 09:39

Hi,
Am wenigsten umständlich ist es, sich mit Teamviewer auf seinen Rechner zu hause zu schalten, wenn man nur eine IPv6 in DS-Lite von UM hat.

Das funktioniert auch wenn die Gegenseite nur IPv4 hat.
Auch der Datenaustauch ist damit möglich und es kostet für Privat Leute nichts.

Vorteil 1.
Man muss nicht mal einen Port in seiner Firewall oder auf dem Router freischalten, es muss nur Teamviewer als Dienst Laufen.

Vorteil 2.
Man kann sich auch mit einem Tablet oder Samrtphone verbinden.

Was auch noch geht (wenn man Strom sparen möchte und der Server im Standby ist):
Wenn man eine 2.te Fritzbox inc. Freetz hat, kann man über den Freetz CallMonitor eine Regel einstellen. Wenn man die Fritzbox anruft, das Sie einen Wake on Lan zum Server schicken Soll und Ihn damit aufweckt. Nach ein paar sekunden ist er dann in Teamviewer Client wieder sichtbar.

Funktioniert wunderbar.

Das sollte das IPv4 DS-Lite leiden mildern, bis die anderen Provider auch auf IPv6 gehen.

cu
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Re: DOCSIS 3.0 IPv4 / IPv6 Durcheinander

Beitragvon FBI01 » 23.04.2013, 19:19

Naja - Teamviewer löst ja nicht grundsätzlich dieses IPv6 Durcheinander ...

Weiss jemand, warum die Kunden nicht einfach ein /64 Netz bekommen und dann die Clients via Router Advertisement öffentlichen IPv6 Adressen haben und alles gut ist? Man müsste mal bei der RIPE nachfragen, ob dieser DS-Lite Blödsinn im Sinne der RIPE Vorgaben ist. Normalerweise soll jeder Host ein /64 Netz bekommen - selbst wenn jeder Kunden eben "nur" ein /64 Netz bekäme, wäre ja reichlich Spielraum. Unitymedia wird nie (!) IPv6-Adressprobleme haben - es kann sich also nur um eine "Privatkunden/Geschäftskunden" Strategie handeln.
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Re: DOCSIS 3.0 IPv4 / IPv6 Durcheinander

Beitragvon paul » 23.04.2013, 21:39

FBI01 hat geschrieben: Normalerweise soll jeder Host ein /64 Netz bekommen - selbst wenn jeder Kunden eben "nur" ein /64 Netz bekäme, wäre ja reichlich Spielraum.


So hatte ich das auch verstanden, stand das nicht auch so im ct-Artikel über IPv6 und UM? :kratz:
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Re: DOCSIS 3.0 IPv4 / IPv6 Durcheinander

Beitragvon apmon » 24.04.2013, 06:35

FBI01 hat geschrieben:Naja - Teamviewer löst ja nicht grundsätzlich dieses IPv6 Durcheinander ...

Weiss jemand, warum die Kunden nicht einfach ein /64 Netz bekommen und dann die Clients via Router Advertisement öffentlichen IPv6 Adressen haben und alles gut ist?

Wie kommen Sie darauf das das nicht so ist? Wie oben im Thread erwaehnt (und in viewtopic.php?f=53&t=24223 noch einmal diskutiert) bekommt man wohl ein /56 zugeteilt. Das heist man bekommt sogar 256 /64 Netze.

FBI01 hat geschrieben: Man müsste mal bei der RIPE nachfragen, ob dieser DS-Lite Blödsinn im Sinne der RIPE Vorgaben ist.

DS-Lite ist kein Bloedsinn, sondern ein "offizieller" Internet Standard. ( RFC 6333 http://tools.ietf.org/html/rfc6333 ) Er geht damit vollkommen konform mit den RIPE Vorgaben.
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