- Anzeige -

128mbit in Studentenwohnheim, realistisch?

Alles über DOCSIS 3.0

128mbit in Studentenwohnheim, realistisch?

Beitragvon grape » 26.12.2011, 17:05

Hi,

Ich studiere seit dem Wintersemester in Münster und war bisher über nen UMTS Stick/ Uni Leitung online. Nun habe ich ab Anfang 2012 ein Platz in einem Wohnheim bekommen. Da ich von zu Hause aus nur T-DSL (384kbit) kannte, war ich mehr als erfreut, dass der Unitymedia Verfügbarkeitscheck mir 131000kbit anzeigte :).

Ist dies ein realistischer Wert? Steht ja immer das bekannte "bis zu" dabei. Etwas Respekt habe ich noch vor der Auslastung des Netzes, da es sich ja um ein Wohnheim handelt und dort auch sicherlich einige über Unitymedia Internet beziehen.

Das Wohnheim ist sehr neu, d.h es wurde zum Wintersemester 11/12 erst fertiggestellt, die Verkabelung etc müsste also auf einem recht aktuellen Stand sein.

Fals es was hilft, die Postleitzahl des Gebietes ist 48161. Sorry, ich bin beim Internet über Kabel ein absoluter Neuling und bräuchte deshalb ein wenig Hilfe, bevor ich einen 12 Monatsvertrag abschließe.

Hier im Forum sieht man bei den Pingzeiten immer Traumwerte von 5 - 15 ms, ist dies überall so, oder muss man da mit dem Standort ähnlich wie bei T-DSL einfach Glück haben?

Gruß
grape
Kabelneuling
 
Beiträge: 9
Registriert: 26.12.2011, 16:35

Re: 128mbit in Studentenwohnheim, realistisch?

Beitragvon HariBo » 26.12.2011, 17:20

rein theoretisch sollte das klappen, vermutlich auch praktisch.
Allerdings solltest du dich im Vorfeld mit der Verwaltung des Studentenheims kurzschliessen, ob der Anschluss überhaupt gestattet wird.
HariBo
Network Operation Center
 
Beiträge: 5606
Registriert: 16.03.2007, 11:16
Wohnort: tief im Westen

Re: 128mbit in Studentenwohnheim, realistisch?

Beitragvon grape » 26.12.2011, 17:24

Hi,

Vom Studentenwerk aus ist das alles genehmigt und in Ordnung, mir gehts nur um eventuelle Geschwindigkeitsprobleme o.Ä.
grape
Kabelneuling
 
Beiträge: 9
Registriert: 26.12.2011, 16:35

Re: 128mbit in Studentenwohnheim, realistisch?

Beitragvon grape » 26.12.2011, 21:00

Nochmal Ich :)

Eine Frage noch. Kommt zufällig jmd aus Münster und kann mir n paar Erfahrungswerte bezüglich der Pingzeiten geben? (heise, google, what ever)
grape
Kabelneuling
 
Beiträge: 9
Registriert: 26.12.2011, 16:35

Re: 128mbit in Studentenwohnheim, realistisch?

Beitragvon Matrix110 » 28.12.2011, 23:45

Insbesondere in Studentenwohnheimen und Studentenwohngegenden(hängt natürlich von der Größe und UM Anschlussdichte ab und wie das Netz aufgebaut ist) gibt es teilweise Geschwindigkeitsengpässe insbesondere in den Peak Times, da Studenten in der Regel mehr User der "Power User" Gruppe haben.
Prinzipiell hat man jedoch 128MBit anliegen im Gegensatz zu T-DSL, da diese aber im Cluster(die sich "eine" Koax Leitung teilen also das gleiche Signal erhalten) geshared sind hat man falls diese Engpässe vorliegen nur Probleme diese in den Peak Times zu erreichen, da die Gesamtbandbreite des Kabels(welche ein vielfaches von 128MBit beträgt) erschöpft ist.
Sind z.B.: 20 andere 128MBit Kunden in deinem Wohnheim ist es unmöglich für alle 128MBit zu erreichen zur selben Zeit.
Benutzeravatar
Matrix110
Glasfaserstrecke
 
Beiträge: 2345
Registriert: 20.12.2008, 16:18

Re: 128mbit in Studentenwohnheim, realistisch?

Beitragvon grape » 29.12.2011, 15:27

Hi,

Ist es nicht möglich dass diese "Cluster" bei einem Studentenwohnheim etwas besser ausgebaut sind, oder ist das generell begrenzt?
Habe jetzt mal mit ein paar Leuten die dort wohnen geredet, die meisten haben die 32mbit Leitung und meinen sie haben immer die volle Geschwindigkeit.

Viele sind auch komischerweise bei der Telekom und gumpeln mit 10mbits rum ^^.

Werde mir wohl vorraussichtlich eine 64er bestellen und dann sehen wir mal weiter. Kann man im vorraus schon die Auslastung des Clusters erfragen oder kriegt man da nur die gewohnten schwammigen Antworten in der Hotline?

Gruß
grape
Kabelneuling
 
Beiträge: 9
Registriert: 26.12.2011, 16:35

Re: 128mbit in Studentenwohnheim, realistisch?

Beitragvon Matrix110 » 30.12.2011, 12:54

Das Problem ist das Studentenwohnheim, selbst wenn es das einzige im Cluster befindliche Gebäude ist(was in der Realität nicht so ist) kann es solche Geschwindigkeitsengpässe geben, hängt wie gesagt von der Größe des Clusters, der Anschlussdichte und der Anzahl der "Power User" ab.

Mal ein Anschauliches Beispiel:
10 Leute wollen gleichzeitig 128MBit in Anspruch nehmen = Geht nicht
100 Leute wollen zu unterschiedlichen Zeiten mit kleinen Überlappungen von weniger als 5 Gleichzeitig 128MBit verwenden = funktioniert problemlos

Das selbe Problem existiert auch für DSL Anschlüsse, die Outdoor DSLAMs sind idr nur mit 1GBit/s angebunden, in einem standard DSLAM können aber bis zu 300 Teilnehmer(VDSL/ADSL2+) geschaltet sein. Selbst dort wird natürlich stark überbucht und viel mehr Bandbreite im Gesamten verkauft als der Outdoor DSLAM eigentlich hat.

Werde mir wohl vorraussichtlich eine 64er bestellen und dann sehen wir mal weiter. Kann man im vorraus schon die Auslastung des Clusters erfragen oder kriegt man da nur die gewohnten schwammigen Antworten in der Hotline?


Kann man nicht und wird man auch nie können. Überbuchungen sind absolut normal im Internetbereich, man kann und wird niemals soviel Anbindung garantieren können, dass jeder seine gesamte Bandbreite 24/7 ausnutzen kann. Und inwiefern die Bandbreite seitens der Kunden genutzt wird kann man nicht vorraussehen.Es gibt es Leute die Buchen 128MBit und haben keine 100GB Download im Monat und andere die im TB Bereich sind...
Benutzeravatar
Matrix110
Glasfaserstrecke
 
Beiträge: 2345
Registriert: 20.12.2008, 16:18

Re: 128mbit in Studentenwohnheim, realistisch?

Beitragvon grape » 30.12.2011, 14:51

Ok, danke. Ich ging davon aus, dass ein Cluster in dem sich ein Studentenwohnheim befindet einfach generell besser ausgebaut ist, da es eine Kooperation zwischen dem Studentenwerk und Unitymedia gibt.

Desweiteren hab ich bisher in Erfahrung gebracht, dass eigentlich niemand eine 128mbit Leitung bestellt hat. Wenn ich ein paar Stunden am Tag nicht die vollen 8mb/s nutzen kann soll mir das auch Recht sein.

Wirkt sich das ganze auch negativ auf die Pingzeiten aus? Spiele öfters mal ne Runde Counterstrike mit n paar Freunden wo das ärgerlicher wäre als das "Problem" mit der Bandbreite.

Gibts das Problem bei 32mbit Leitungen auch noch? Oder wirkt sich das auf alle Bandbreiten gleichermaßen aus?

Gruß,
Christian
grape
Kabelneuling
 
Beiträge: 9
Registriert: 26.12.2011, 16:35

Re: 128mbit in Studentenwohnheim, realistisch?

Beitragvon SpaceRat » 08.01.2012, 20:23

Wenn das Studentenwohnheim so neu (2011) ist, dann hast Du relativ gute Chancen, daß der Cluster gar nicht größer ist, als das Wohnheim selber (Glasfaser bis in den Keller).

Zum Anderen wird die Belastung durch Mitstudenten auch gerne überschätzt: Mein Studentenwohnheim war mit 155 MBit/s angebunden und jeder konnte für 5 EUR/Monat eine 100 MBit/s-Leitung kriegen. Bei ca. 100 Nutzern eine Überbuchung um knapp den Faktor 65 (100x100 MBit/s durch 155 MBit/s reale Anbindung nach außen). Ich habe meine Daten aber trotzdem immer schneller gekriegt, als ich sie auspacken und brennen konnte.
Allen Unkenrufen zum Trotz scheinen also doch manche Studenten hin und wieder zur Hochschule zu gehen oder zu lernen oder zu jobben, oder aber sie gehen feiern oder schlafen gar. Dann gibt es durchaus auch noch diverse Geisteswissenschaftler und andere Studenten, die am Computer kaum mehr als den Einschaltknopf finden.

Was mich etwas irritiert: Gibt es bei Euch keine entsprechende Leitung von der Uni selber?

Ohne die genauen Umstände zu kennen, kann man kaum eine seriöse Schätzung abgeben, ob der Kabelanschluß richtig fetzen oder dahintröpfeln wird:
  • Wenn alternativ auf DSL ab ca. 6000 kBit/s oder gar VDSL verfügbar ist, wird es Mitstudierende geben, die das nutzen und den Cluster gar nicht belasten. Wenn nicht, wird die Last im Kabel entsprechend höher sein.
  • Ähnliches gilt für die Möglichkeit, ans Uninetz selber gekoppelt zu werden. Selbst wenn Dir dieser Anschluß zu sehr verkrüppelt sein sollte (Die RWTH Aachen z.B. hat nach und nach immer mehr Dienste - vor allem Filesharing - ausgesperrt), wird dieser Anschluß anderen Mitstudierenden völlig reichen.
  • Wurde Glasfaser bis in den Keller gelegt, ist das Wohnheim der ganze Cluster, da müßte das Wohnheim schon recht groß sein, um den Cluster zu überlasten und selbst dann ließe sich so ein Cluster leicht splitten. Wurde das Wohnheim einfach nur an die vorhandene Coax-Infrastruktur der Straße angeklemmt, kommen da u.U. noch einige Straßenzüge im Umkreis hinzu und die Wahrscheinlichkeit für Überlast ist größer.

Aus der Ferne und ohne Kenntnis der vorgenannten Umstände kann man den Anschluß also durchaus zwischen Bestleistung und Unbrauchbarkeit schätzen, je nachdem, welche Annahmen man macht.
Receiver/TV:
  • Vu+ Duo² 4xS2 / OpenATV 5.3@Samsung 50" Plasma
  • AX Quadbox HD2400 2xS2 / OpenATV 6.0@Samsung 32" TFT
  • 2xVu+ Solo² / OpenATV 6.0
  • DVBSky S2-Twin PCIe@SyncMaster T240HD (PC)
  • TechniSat SkyStar HD2@17" (2.PC)
Pay-TV: Schwarzfunk, Redlight Elite Mega HD, Brazzers, XXL, HD-, Sky
Fon: VF Komfort-Classic (ISDN), Siemens S79H+S1+Telekom Modula+Siedle DoorCom Analog@F!B 7390
Internet: UM 1play 100 / Cisco EPC3212+Linksys WRT1900ACS / IPv4 (UM) + IPv6 (HE)
Bild
Benutzeravatar
SpaceRat
Kabelkopfstation
 
Beiträge: 2619
Registriert: 08.05.2010, 01:30
Wohnort: Kreis Aachen


Zurück zu DOCSIS 3.0 - bis zu 400 Mbit/s

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: MSNbot Media und 2 Gäste