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Was mache ich mit meinem Upstream?

Alles über DOCSIS 3.0

Re: Was mache ich mit meinem Upstream?

Beitragvon -Thomas- » 06.09.2010, 15:27

Diesen AGB-Passus haben wir auch schon mal hier diskutiert, ohne Ergebnis...
Schöne Grüße
Thomas
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Ich verkaufe mein AC Classic. Interesse?
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Re: Was mache ich mit meinem Upstream?

Beitragvon addicted » 07.09.2010, 11:16

Pioneer hat geschrieben:Also wenn ich so einen Unsinn schon lese, geht mir der Hut hoch

Ich beginne das Ernst zu nehmen, wenn Du Argumente nennst, die mich nicht persönlich angreifen. Wenn Du erklärst, welche meiner Ideen Du für besonderen Unsinn hälst, kann ich evtl. auftretende Missverständnisse beseitigen und/oder genauer erklären, wieso ich das nicht für unsinnig halte.
Ausserdem sagte ich schon, dass ich nach sinnvollen Anwendungen suche. Ich erwähnte ein Beispiel, was ich für nicht sinnvoll halte. In allen meinen bisherigen Beiträgen in diesem Thread glaube ich klar gemacht zu haben, dass es mir nicht darum geht die Bandbreite auf jeden Fall irgendwie auszunutzen.

Ich halte die BesGB in diesem Fall für nicht anwendbar im praktischen Sinne, nicht im theoretischen. Siehe dazu auch meinen zweiten Beitrag im von -Thomas- verlinkten Thread: UM kann (und will) nicht überprüfen, ob ich irgendwelche Serverdienste betreibe, sowohl aus rechtlichen alsauch aus technischen Gründen. Das ist bei der Mehrfachnutzung eines Anschlusses genauso. Der Passus steht nicht in den BesGB, weil man den Kunden einfach ärgern will, sondern hat vermutlich hauptsächlich wirtschaftliche Gründe. Der Vertrag richtet sich an Endkunden, und Endkunden erbringen nunmal keine Dienste für Dritte.

Dritte sind nicht am Vertrag beteiligte oder deren Vertretungsberechtigte. Deine Mutter ist eine Dritte.
Bei kabelgebundenen Telekommunikationsanschlüssen, der Versorgung mit elektrischer Energie, Wasser, Gas und sonstigem Kram, der für jeden Haushalt üblicherweise nur einmal bereitgestellt werden kann, kann die Mitnutzung für alle in dem Haushalt lebenden Personen nicht ausgeschlossen werden, solange es sich dabei ebenfalls um Endverbraucher handelt.

Ich bin kein Jurist.
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Re: Was mache ich mit meinem Upstream?

Beitragvon Pioneer » 07.09.2010, 13:08

Wo hab ich Dich persönlich angegriffen? Von Schwachsinn geprägt wärst Du ja erst, wenn Du nicht zum Schluss kommst, es bleiben zu lassen. Und das gilt nicht nur für Dich persönlich, sondern allgemein für alle Nutzer.

An erster Stelle steht immer der Bedarf. Du brauchst für eine bestimmte Anwendung einen schnelleren Internetanschluss, also bestellst Du ihn dafür und nicht andersrum.

Oder mietest Du Dir ohne konkreten Anlass eingfach mal einen Transporter und schaust hinterher, was Du damit transportieren könntest? Wohl kaum.

Private Internet-Anschlüsse sind nicht dafür gemacht, permanent ausgelastet zu sein. Wenn viele User so denken würden wie Du, würden die Anschlüsse...

... entweder viel teurer
... oder wesentlich langsamer
... oder in der Nutzung beschränkt (Drosselung/Abschaltung ab einem bestimmten Volumen)...

... werden. Alles verbunden mit massiven Nachteilen für die Allgemeinheit, nur weil ein paar Kandidaten die Reihenfolge von Bedarf und Bedarfsdeckung nicht kapiert haben. Im Kabel ist zudem gerade die Bandbreite für den Upstream besonders knapp und muss deshalb heftig überbucht werden. Mit DOCSIS 3 ist das zwar besser geworden, was sich in 5 statt 1 MBit Upstream ja auch niederschlägt, aber Überfluss ist anders. Deshalb solltest Du Deinen Upstream offen lassen, ausser Du (und nicht irgendwelche TOR Nutzer) brauchst ihn wirklich.

Info dazu: http://www.zdnet.de/mobiles_arbeiten_te ... 6626-5.htm
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Re: Was mache ich mit meinem Upstream?

Beitragvon addicted » 07.09.2010, 14:11

Pioneer hat geschrieben:An erster Stelle steht immer der Bedarf. Du brauchst für eine bestimmte Anwendung einen schnelleren Internetanschluss, also bestellst Du ihn dafür und nicht andersrum.
Oder mietest Du Dir ohne konkreten Anlass eingfach mal einen Transporter und schaust hinterher, was Du damit transportieren könntest? Wohl kaum.

Prinzipiell geht es zwar niemanden etwas an, wieviele Transporter ich ohne Bedarf mit meinem eigenen Geld miete, aber nehmen wir einfach mal an, ich habe aufgrund von $Bedarf einen Transporter. Jetzt darf ich mir noch zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten überlegen, die kein primärer Anschaffungsgrund waren. Dann wären wir wieder da, wo dieser Thread beginnt.

Pioneer hat geschrieben:Private Internet-Anschlüsse sind nicht dafür gemacht, permanent ausgelastet zu sein.

Ja, das stimmt. Mischkalkulation funktioniert, solange sie funktioniert. Das Risiko trägt das Unternehmen. Vertraglich steht mir eine Leistung zu, sie auch zu nutzen ist nicht illegal.
Ich habe den Eindruck, Du siehst in mir jemanden, der die 5MBit/s wirklich 24/7 voll auslasten will. Das ist nicht der Fall.

Pioneer hat geschrieben:Wenn viele User so denken würden wie Du, würden die Anschlüsse...
... entweder viel teurer
... oder wesentlich langsamer
... oder in der Nutzung beschränkt (Drosselung/Abschaltung ab einem bestimmten Volumen)...

Ja, kein Zweifel. Gut für mich, dass es nicht so ist. Ich sehe noch immer nichts Illegales.

Pioneer hat geschrieben:Alles verbunden mit massiven Nachteilen für die Allgemeinheit, nur weil ein paar Kandidaten die Reihenfolge von Bedarf und Bedarfsdeckung nicht kapiert haben.

Ich bin für das Solidaritätsprinzip. Dabei ist es aber ganz normal, dass es Leute gibt, die die gemeinschaftlich ermöglichte Leistung weniger nutzen, und solche die sie mehr nutzen. Beim Internet benutze ich sie mehr, woanders weniger. Am Ende wird es entweder klappen, oder die beteiligten Unternehmen reagieren darauf. Dann wird es z.B. für alle teurer. Ich sehe nicht, wo ich hier einen Vorteil gegenüber anderen habe.

Im Übrigen klingt "Bedarf und Bedarfsdeckung" für mich sehr nach irgendein Planwirtschaftssystem. Ich glaube, dass sowas eher Nachteile als Vorteile hat.

Pioneer hat geschrieben:[Upstream Überbuchung] Deshalb solltest Du Deinen Upstream offen lassen, ausser Du (und nicht irgendwelche TOR Nutzer) brauchst ihn wirklich.

Bist Du nun speziell gegen Tor, oder gefiel Dir auch eine meiner anderen Ideen nicht? Die Überbuchung ist ansich wieder dasselbe wie die Preisgestaltung des gesamten Anschlusses (Solidaritätsprinzip), ich sehe darin kein Problem.

Selbstverständlich akzeptiere ich Deine Meinung. Du vertrittst sie stark und deutlich, aber die Argumente überzeugen mich nicht, von meinem Standpunkt abzurücken. Die Gründe dafür habe ich erläutert.
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Re: Was mache ich mit meinem Upstream?

Beitragvon Pioneer » 07.09.2010, 14:51

addicted hat geschrieben:Ich habe den Eindruck, Du siehst in mir jemanden, der die 5MBit/s wirklich 24/7 voll auslasten will. Das ist nicht der Fall.


Selbst 10% Auslastung ist noch zu viel. Und natürlich macht jeder seine eigene kleine Planwirtschaft, oder denkst Du nicht über Anschaffungen nach, bevor Du sie tätigst? Nur weil dieses Prinzip auf einen ganzen Staat skaliert nicht gut funktioniert, heisst das nicht, dass es für Einzelpersonen oder Haushalte falsch ist. Jeder muss mit seinen Möglichkeiten wirtschaften und ohne Plan endet das meist bei Peter Zwegat.

Aber ich muss das nicht gut oder schlecht finden. Wenn Dein Ring überlastet ist, wird man vielleicht schauen, woran das liegt. Und wenn dann jemand auffällig ist, kann man ihn auch einfach fristgerecht kündigen und auf eine Sperrliste für Neuanschlüsse setzen. Andere Provider haben das schon gemacht und Unitymedia hat zumindest im Bereich exzessiver Nutzung der AUslandstelefonieflatrate auch mal derartig gehandelt. Und ich finde das auch richtig.

Wenn Du die Gemeinschaftswaschmaschine im Keller ständig blockierst, weil Du unbedingt die Wäsche von Freunden, Familie, Bekannten und jedem, der auch noch vorbei spaziert, auch mitwaschen willst (und nix anderes ist TOR), werden sich Vermieter und Nachbarn auch etwas einfallen lassen, um Deinen Zugang zu beschränken oder zu verweigern. Und dabei ist es ihnen auch völlig egal, dass Du den Trockner und Fahrradkeller überhaupt nicht benutzt.
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Re: Was mache ich mit meinem Upstream?

Beitragvon emails2 » 06.12.2010, 02:42

Also ansich ist die ansicht das man alles teilen solle und auch auf andere achten solle ja nicht verkehrt. Bei UM ist sie definitiv verkehrt. Desto mehr traffic ihr auf eure wohngegend bekommt, umso mehr kundenanfragen unitymedia bekommt, umso eher werden die netzte ausgebaut.

Wir haben hier das beste beispiel in Mönchengladbach, anfang des Jahres haben wir angefragt wegen einer 64.000er leitung, gab es da noch nicht. Der ausbau der leitung war erst für 2011 geplant, allerdings haben wir und einige (viele) bekannte alle gemeinsam bei Unitymedia angefragt wegen größeren leitungen und siehe da die neuen leitungen sind da. Das gleiche prinzip beim upload, anfang des jahres mit 1mb/s ständig schwankungen, ständig störungen oder sonstiges, nachdem genug unserer bekannten Unitymedia "kontaktiert" haben wurde hier auch damals irgendwas neues an leitungen gelegt.

Also zusammenfassend kann man sagen das Unitymedia sofort mehr leistung zur verfügung stellt sobald es genug abnehmer dafür gibt.
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Re: Was mache ich mit meinem Upstream?

Beitragvon addicted » 15.12.2010, 22:40

Pioneer hat geschrieben:
addicted hat geschrieben:Ich habe den Eindruck, Du siehst in mir jemanden, der die 5MBit/s wirklich 24/7 voll auslasten will. Das ist nicht der Fall.

Selbst 10% Auslastung ist noch zu viel.


Ich denke, ich kann -auch bestätigt durch die Upstream-Option von UM- das guten Gewissens verneinen.

Für einen Endkundenprovider ist Upstream Traffic normalerweise eine gute Sache. Der verbessert nämlich die Bilanz bei den Peers und insb. beim Transit. In der Regel ist es der Downstream, der dort die Kosten verursacht.
Bei UM ist da eher das Kabelnetz mit den kleinen Upstream Kanälen der Engpass. Aber das muss keinesfalls so sein. Auf dem Upstream wird z.b. nur QAM64 benutzt. Auch gibt es wesentlich mehr Kanäle für den Downstream als für den Upstream.
Das sind Parameter, die im direkten Einflußbereich des Providers liegen.
Sicher, für einen einzelnen Kunden wird daran nicht rumgeschraubt. Und bisher bin ich das.
Aber wenn, wie Du scheinbar befürchtest, alle Kunden Upstream nutzen, dann wird der Provider vermutlich lieber seine Infrastruktur anpassen, als allen Kunden wegen übermäßiger Nutzung zu kündigen.
So oder so: Es gibt kein Problem mit einer Ausnutzung des Upstreams. Was nicht heißt, dass die 5MBit/s nicht ansich für Bursttraffic vorgesehen sind.

Beachte auch die von 1&1 aus dem Mobilfunkmarkt auf den DSL Markt übertragenen Flatrates mit Drossellung ab 100GB/Monat.
Es gibt für den Provider immer Möglichkeiten. Aber reagieren wird er erst, wenn ein Problem auftritt. Bis es soweit ist, suche ich weiter nach sinnvollen Anwendungen für meinen Upstream.


Ich lese nurnoch unregelmäßig im Forum mit. Bei Beiträgen zum Thema empfehle ich eine private Nachricht.
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Re: Was mache ich mit meinem Upstream?

Beitragvon DeaD_EyE » 29.06.2011, 08:02

Ich an deiner Stelle würde den Upload nur nutzen, wenn man ihn braucht. Backups usw. Kannst auch nen Torrentclient laufen lassen und andere 24/7 Filme suagen lassen oder einen Debian Mirror aufsetzen um mal die Leistung richtig fett auszulasten. Das wird dann solange gut gehen, bis entweder Post vom Anwalt kommt oder UM deinen Anschluss einfach kündigt.

Wenn du unbedingt Serverdienste anbieten willst, dann miete dir gefälligst einen Server! Du kannst alle Arten von Serverdiensten einsetzen, wenn du diese selber privat nutzt und es nicht übertreibst. Sollte UM einen Missbrauch feststellen, werden sie dir hoffentlich den Anschluss kappen.
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Re: Was mache ich mit meinem Upstream?

Beitragvon addicted » 30.06.2011, 20:11

Ich habe den Eindruck, Du vermischt da verschiedene Dinge. Post vom Anwalt aufgrund von ...? Kündigung der Leitung wegen ...? Und was meinst Du bitte mit "übertreibst"? In meinem Vertrag steht nix von "maximal X GB/Minuten/Webseiten/SYN Pakete"...

Ich habe schon mehrfach betont, dass ich nicht einfach nur meinen Upstream vollmachen will, dafür gibt es schon genug Kram. Ich suche nach einer guten, kreativen Nutzungsmöglichkeit, die man sonst nicht hat.
Ein paar Beispiele: TV-Streaming, MP3-Streaming, Telefon-Relay...

Ein Internetzugang ist ein Internetzugang. Es gibt ansich keine Aufteilung in Clients und Server, und es ist auch technisch ohne größeren Aufwand nicht möglich festzustellen, ob irgendwer irgendwelche Serverdienste anbietet. Noch dazu ist das für den Provider (im Moment noch) illegal!
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Re: Was mache ich mit meinem Upstream?

Beitragvon DeaD_EyE » 30.06.2011, 21:30

Mir ist schon klar, dass es sich hier um zwei verschiedene Sachen handelt. Ich habe nur die Folgen aufgezählt, die durch die unterschiedliche Art der Nutzung auftreten könnten.

Da ich das ISDN-Flateratesterben miterlebt habe, Berichte über 1und1 gelesen und auch Bekannte habe, die vor diesem Problem der "Vielnutzung" standen, bin ich vorsichtig geworden. Sicher kann man die volle Bandbreite bis zum Anschlag 24/7 nutzen. Dann sollte man sich aber auch nicht wundern, wenn man irgendwann der Vertrag gekündigt wird. Da kannst du noch so sehr auf die AGB pochen, ohne Anwalt passiert dann nicht viel.

Ich will hier keinesfalls Unitymedia mit 1und1 vergleichen, aber wie jedes Unternehmen wird auch Unitymedia eine Mischkalkulation haben. Ob es jetzt rechtens ist, einen Kunden einfach zu kündigen, weil er zuviel Traffic verursacht, will ich gar nicht bewerten. Wenn es aber zu viele ausnutzen, wird irgendwann mal der Punkt kommen, an dem die Kalkulation überdacht wird und die Konsequenzen gezogen werden. In wie weit man das Angebot ausnutzt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Natürlich am besten nur auf legale Weise ohne gegen die AGB zu verstoßen.

Wenn man also etwas sinvolles mit seinem Anschluss anfangen möchte, könnte man sich z.B. einen Online-Speicher einrichten, auf den man übers Internet zugreifen kann. Das Betreiben eines Gameservers wäre z.B. laut der AGB unzulässig. In diesem Fall stellt man ganz klar einen Serverdienst dritten zur Verfügung.

Man kann aber davon ausgehen, dass bei nicht übermäßiger Nutzung UM das dulden wird.

PS: Das Betreiben eines GS wäre natürlich sogar möglich. Die Pings der Spieler werden aber nicht die gleichen sein, wie bei einem Anbieter, der GS hostet. Von der Bandbreite des Anschlusses ist es aber mehr als ausreichend.
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