- Anzeige -

Unkorrigierbare Bitfehler

In diesem Forum geht es um alle Störungen im Kabelnetz von Unitymedia, egal ob analoges TV und Radio, digitales TV und Radio, Internet oder Telefonie.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Re: Unkorrigierbare Bitfehler

Beitragvon luluthemonkey » 16.01.2009, 18:59

Dann lieber Fisch Audiotechnik produkte kaufen. Kosten auch nur 11xx,xx € :P
T-Home Call & Surf Universal V-DSL 50
luluthemonkey
Übergabepunkt
 
Beiträge: 321
Registriert: 15.04.2008, 12:44
Wohnort: Krefeld

Re: Unkorrigierbare Bitfehler

Beitragvon joge » 16.01.2009, 22:46

Wieder ein paar Neuigkeiten: Als Ersatz für den Brennenstuhl-Netzfilter hab ich mir einen Zwischenstecker der Marke Dehn gekauft. Auf den ersten Eindruck scheint er etwas besser zu arbeiten, aber dennoch auch keine "Wunder zu vollbringen". Aber ehe ich das endgültig beurteilen kann, muss ich damit noch ein paar mehr Testserien durchführen. @Invisible: klar wär ich in der Lage mir was zusammenzulöten, das Problem ist nur was. Ich muss ja erstmal herausfinden, was exakt die Ursache ist. Bislang weiß ich ja nur, dass Elektromotoren oder deren Ansteuerung meinen Empfang stören, d.h. der Spannungsimpuls beim Anlaufen/Abschalten und/oder das dabei erzeugte Feld können die Fehler verursachen. Lt. Wikipedia kann diese Breitbandstörstrahlung bis in den Megahertzbereich reichen (was offenbar passiert) und sowohl durch den Raum als auch leitungsgebunden übertragen werden. Auf dem Oszilloskop sehe ich im Niedervoltbereicht (Sekundärseite des Computernetzteils; die Netzspannung ist für das Gerät leider zu hoch) einen Peak, der da nicht hingehört und den ich per Augenmaß auf 0.5V (bei 5V) ablesen kann. Diese Angaben sind sicher noch zu unspezifisch, um konkrete individuelle Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Genauer messen kann ich leider nicht, da mir dazu die teure Meßtechnik fehlt. Also hab ich einfach mal mit Produkten der mittleren Preisklasse mit Rückgaberecht auf gut Glück angefangen rumzuexperimentieren...

Das Problem wird dadurch auch leider nicht einfacher, dass gleich eine Kombination mehrerer Ursachen schuld ist: (a) Spannungsspitzen - Gegenmaßnahme Netzfilter und besseres Computernetzteil sorgen teilweise für Abhilfe; (b) elektrische Fehler - ersetzt man das von Unitymedia bei der Settopbox mitgelieferte 08/15-TV-Kabel durch ein mehrfach geschirmtes mit Mantelstromfiltern werden die Störungen ebenfalls weniger. Woher weiß ich jetzt, ob ich Störung (a) oder (b) nur teilweise beseitigt habe oder ob es vllt. noch eine bislang unentdeckte Störung (c) gibt?

Einen weiteren Fehler (der von diesem Problem unabhängig besteht) habe ich mittlerweile isoliert: eines meiner Alphacrypt Classis CAMs arbeitet nicht fehlerfrei. Praktischerweise (zum Testen) habe ich ja zwei technisch identische TV-Karten und CAMs. Nachdem ich die o.g. Fehlerquellen etwas eingedämmt hatte, fiel mir auf, dass eine der beiden TV-Karten bei zeitgleicher Aufnahme derselben Sendung erheblich viel mehr Fehler produziert als die andere. Egal wie ich die CAMs und Smartcards vertausche, es liefert immer die TV-Karte die stark erhöhte Fehlerrate, wo dieses eine, anscheinend defekte Alphacrypt-Modul gerade drinsteckt. Dieses werd ich nächste Woche reklamieren.

Zurück zum eigentlichen Problem: mit Dehn-Netzfilter, Tagan-Computernetzteil und der intakten TV-Karte/CAM/Smartcard ist die Fehlerquote jetzt spürbar gesunken, aber fehlerfrei ist es leider trotzdem noch nicht. Es gelingt mir jedoch nicht, die Rest-Ursachen aufzuspüren, da man jetzt schonmal eine Stunde auf den nächsten Fehler warten kann und ich keinen Zusammenhang zwischen den Fehlern und dem was ich mache bzw. Geräten, die ich benutze bzw. die überhaupt am Netz sind, herstellen kann.

Ich frage mich außerdem, inwieweit evtl. die Marke der TV-Karte eine Rolle spielt? Meine TV-Karten Techno-Trend C-1501 (http://www.technotrend.de/2915/TT-budget__C-1501.html) haben nur einen relativ winzigen Tunerbaustein im Vergleich z.B. zur Technisat CableStar HD 2 (http://www.technisat.de/index5528.html?nav=PC_Produkte,de,76-211#), die vergleichsweise quasi mit einer "Flut" von Bauteilen, insbesondere auch Kondensatoren, bestückt ist. Ich weiß ja jetzt nicht, wie der Schaltplan davon aussieht, aber Kondensatoren könnten ja zur Entstörung gut sein. Vllt. läuft die TT C-1501 ja nur unter Laborbedingungen mit einem absolut reinen Signal fehlerfrei und andere Modelle kommen mit leichten Störungen möglicherweise besser zurecht? Ist von meiner Seite alles nur Spekulation, aber vllt. hat hier einer Erfahrungswerte damit gesammlt? (Nach einer Internet-Recherche kann man nicht gehen, da findet man zu jeder Karte negatives, hauptsächlich QAM256-bezogenes.) @Moses: was ist eigentlich genau deine Problemkonstellation?
joge
Kabelneuling
 
Beiträge: 14
Registriert: 25.12.2008, 23:28

Re: Unkorrigierbare Bitfehler

Beitragvon Moses » 18.01.2009, 16:15

Ich hab am PC auch solche Burst-Fehler, allerdings deutlich weniger. Bei mir gehen von Anfang an so ca 10 Pakete die Stunde verloren. Als Hardware ist hier eine FireDTV-C im Einsatz. So genau wie du, hab ich das noch nicht untersucht (fehlt mir auch die Ausrüstung und größten Teils das Know-How, außerdem nutze ich den Kabelanschluss nur zum gucken, für Aufnahmen ist meine Sat-Anlage zuständig ;)). Aber dass es am Kühlschrank liegt, hab ich auch schonmal vermutet... einen Netzfilter hab ich bisher noch nicht ausprobiert.
Moses
Moderator
 
Beiträge: 7262
Registriert: 06.03.2007, 16:49
Wohnort: Bonn

Re: Unkorrigierbare Bitfehler

Beitragvon joge » 18.01.2009, 23:18

Um der Frage nachzugehen, inwieweit verschiedene TV-Kartenmodelle möglicherweise unterschiedlich stark fehlertolerant sein könnten, habe ich mir am Wochenende testweise eine Terratec Cinergy C PCI ausgeliehen (die ist angeblich nahezu baugleich zur Technisat CableStar HD 2, was der optische Eindruck bestätigt: Platinenbestückung praktisch identisch). Meine eigene Vermutung, dass die Techno-Trend C-1501 möglicherweise wenig fehlertolerant sein könnte, muss ich nun widerrufen: die Art und Anzahl der Bitfehler war in mehreren Testläufen (künstlich erzeugte Fehler durch Ein-/Ausschalten der Gefriertruhe) mit beiden TV-Karten praktisch identisch.

Allerdings hab ich bei diesen Tests eine weitere Entdeckung gemacht: wenn ich nur den verschlüsselten Datenstrom analysiere, ist die Anzahl der Discontinuities 2-4 mal so hoch mit CI-Modul + CAM + Smartcard wie ohne, d.h. allein die Tatsache, dass das CI-Modul angeschlossen ist (ohne dass es verwendet wird), erhöht die Wirkungskraft der Störeinflüsse. Da das CI-Modul keine eigene Stromversorung besitzt, sondern nur mit einem mehradrigen Kabel an der TV-Karte hängt, spricht das in meinen Augen für Einstrahlungsstörungen (über das Kabel zwischen TV-Karte und CI-Modul - 5cm kurz - sowie die Leiterbahnen auf der CI-Modul-Platine) statt Spannungsspitzen. Liest hier zufällig ein Fachmann mit, der das bestätigen oder widerlegen kann?
joge
Kabelneuling
 
Beiträge: 14
Registriert: 25.12.2008, 23:28

Re: Unkorrigierbare Bitfehler

Beitragvon joge » 25.01.2009, 21:42

Hab dieses Wochenende mal wieder neue Fehlerquellen entdeckt und beseitigt:

Als erstes hab ich in der Durchschleifdose im Keller (direkt nach dem Abzweiger fürs Modem) das TV-Kabel, was zur restlichen Hausverkabelung weitergeht, testweise abgeklemmt (mit einem Abschlusswiderstand ersetzt). Das reduzierte die Fehler merkbar. Kabel wieder angeklemmt und auf diese Weise schrittweise mit der ganzen Hausverkabelung weitergemacht. Letzten Ende stellte sich heraus, dass es nicht an der Verkabelung, sondern der Radio-Komponente der HiFi-Anlage liegt. Sobald die nicht in der Radio-Dose steckt, bleiben die Fehler weg, die durch die Motorsteuerung der Dunstabzugshaube in der Küche entstehen, d.h. offenbar ist dieser Denon Receiver derart schlecht konstruiert, dass Störstrahlung über dieses Gerät rückwärts wieder ins Kabelnetz gelangen kann (das passiert selbst dann, wenn ich bis auf das Radio-Kabel sämtliche Kabel der HiFi-Anlage incl. Netzkabel abstecke). Nach diversen schlechten Erfahrungen mit Denon-Komponenten überrascht mich das jetzt auch nicht mehr allzusehr...

Als nächstes hab ich mich um mögliche Einstrahlungen in den PC gekümmert. Dazu hab ich mir ein passende Alu-Platte gesägt und über die Laufwerksöffnungen geschraubt, so dass das Gehäuse wieder vernünftig geschirmt ist. Ein paar Störungen blieben jedoch. Vermutung: vielleicht kommen die von innen? Tatsächlich half es, den Gehäuse-Lüfter abzustecken. Werd mir da die Tage mal einen höherwertigen Ersatz besorgen müssen.

Unterm Strich konnte ich damit jetzt eine fehlerfreie 3-stündige Aufnahme erzielen. Muss das die Tage mal noch intensiver analysieren, aber die Hoffnung ist hoch, dass das jetzt die letzten Störfaktoren waren :smile:
joge
Kabelneuling
 
Beiträge: 14
Registriert: 25.12.2008, 23:28

Re: Unkorrigierbare Bitfehler

Beitragvon Visitor » 25.01.2009, 21:57

Du solltest als Entstörungstechniker für UM arbeiten. Für die Kunden wärs du ein "Engel". Für UM leider zu teuer. :zwinker: :smile:
Benutzeravatar
Visitor
Kabelkopfstation
 
Beiträge: 3092
Registriert: 27.04.2008, 21:23
Wohnort: Hierkochtet

Re: Unkorrigierbare Bitfehler

Beitragvon luluthemonkey » 26.01.2009, 11:12

Auf jeden Fall kein schlechter Thread, denn so kann man sich was abschauen. Das mit dem Radiokabel werd ich ggf. mal probieren. Eventuell ist es ja schuld an meinen Problemen.
T-Home Call & Surf Universal V-DSL 50
luluthemonkey
Übergabepunkt
 
Beiträge: 321
Registriert: 15.04.2008, 12:44
Wohnort: Krefeld

Re: Unkorrigierbare Bitfehler

Beitragvon joge » 27.01.2009, 15:20

@Visitor: vielen Dank für das Kompliment :smile:

Ich finde es einfach schade, dass diese Technik nicht für Otto-Normal-Verbraucher geeinget ist, sondern man erst selbst (teilweise) zum Fachmann werden muss, um das Problem lösen zu können.

Klar ist es nicht die Schuld von UM, wenn mit der Hausanlage oder anderen Empfangsgeräten was nicht stimmt oder von irgendwelchen Geräten Breitbandstörungen über den Grenzwerten emittiert werden. Aber, hey, das Leben ist leider nicht fair - die schwächere (= störanfälligere) Elektronik verliert...

Klar sollte man die Störquellen beseitigen, aber da auch vom Fachhandel massenhaft Geräte mit CE-Siegel verkauft werden, die die Grenzwerte eben doch nicht einhalten, steht man als Endverbraucher dumm da. Will man das alles ersetzen, kann das schnell in die Tausende gehen. Und was, wenn das Gerät einem Nachbarn gehört - soll man den nach Jahrzehnten guter Nachbarschaft zum Kauf neuer Geräte verklagen? Wohl kaum.

Es muss als Alternative auch die Möglichkeit geben, die hochempfindliche Elektronik hinreichend zu schützen. Dass es geht, habe ich nun bewiesen. Abgesehen davon war es mit rund 200 EUR auch wesentlich kostengünstiger als die Neuanschaffung etlicher Geräte.

Ob meine Maßnahmen 100%ig erfolgreich sind, werde ich in Kürze berichten. Aber ich möchte mich an dieser Stelle schonmal bei allen bedanken, die mir mit Tipps weiterhelfen konnten. Außerdem hoffe ich, dass meine Infos anderen Leuten weiterhelfen, damit sie nicht auch wie ich unglaubliche 5 Monate mit der Fehlersuche verbringen müssen.
joge
Kabelneuling
 
Beiträge: 14
Registriert: 25.12.2008, 23:28

Re: Unkorrigierbare Bitfehler

Beitragvon UMzwangskunde » 30.01.2009, 15:17

Inspiriert durch diesen Thread habe ich mir gestern mal einen DEHN DPRO 230 F Protector bestellt.

Gerade krieg ich einen Anruf von dem Internet-Shop: die Firma Dehn hat genau für dieses Gerät LIEFERSCHWIERIGKEITEN bis März!!!

Ob das an den ganzen UnityMedia 3-Play Kunden liegt? :zwinker:
UMzwangskunde
Kabelneuling
 
Beiträge: 6
Registriert: 16.09.2008, 19:11

Re: Unkorrigierbare Bitfehler

Beitragvon joge » 01.02.2009, 13:33

Abschlussbericht: hab in der letzten Woche mehrere Tage TV-Material augewertet mit dem Ergebnis, dass es auch jetzt leider noch nicht komplett fehlerfrei ist. Allerdings ist es merklich besser geworden: ca. alle 3-6 Stunden ein Burst-Fehler, der mindest. einen, manchmal auch mehrere aufeinander folgende Frames zerhaut. Man hat also i.d.R. nur noch eine oder keine Störung mehr pro Spielfilm. Mit etwas Glück trifft der eine Fehler auch eine Stelle, wo es nicht allzu sehr auffällt.

Ist irgendwie frustrierend trotz all dieses Aufwands kein perfektes Bild zu bekommen, aber ich bin mit meinem Latein jetzt langsam am Ende und muss an dieser Stelle jetzt kapitulieren.

Zum Schluss noch ein Tipp für alle, die mit dem PC fernsehen: mit MPlayer und dem FFMPEG Codec kann man gut automatisiert Videomaterial auswerten ohne es anzugucken. Einfach in der Kommandozeile die Aufnahme abspielen mit:
Code: Alles auswählen
mplayer -vfm ffmpeg -vo null -ao null aufnahme.mpg
Der FFMPEG Codec ist ziemlich "redselig" und teilt einem jeden Fehler mit (auch dann, wenn er beim Abspielen "ausgebügelt" werden kann). Meldungen dieser Art sind normal (kein Fehler):
Code: Alles auswählen
VDec: vo config request - 720 x 576 (preferred colorspace: Planar YV12)
VDec: using Planar YV12 as output csp (no 0)
Movie-Aspect is 1.78:1 - prescaling to correct movie aspect.
VO: [null] 720x576 => 1024x576 Planar YV12
Sie werden immer dann ausgegeben, wenn von 4:3 auf 16:9 um- oder zurückgeschaltet wird. Alle anderen Meldungen jedoch, die zumeist auch das Wort "damaged" enthalten, sind Fehlermeldungen (die häufigsten Fehlertypen sind kaputte Header, I-Frames und B-Frames). Lediglich Fehler, die evtl. ganz am Anfang oder Ende der Aufnahme auftreten, kann man ignorieren, da sie dadurch entstehen können, dass man mitten im Stream anfängt / aufhört mitzuspeichern.
joge
Kabelneuling
 
Beiträge: 14
Registriert: 25.12.2008, 23:28

Vorherige

Zurück zu Störungen im Kabelnetz von Unitymedia

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 9 Gäste