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Performanceeinbrüche = Sonderkündigungsrecht?

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Performanceeinbrüche = Sonderkündigungsrecht?

Beitragvon t0mcat » 21.09.2015, 17:50

Hallo zusammen,

wie offensichtlich viele hier, habe ich seit über 1/2 Jahr dieses Problem bei UM (nachdem 2 Jahre lang gar keine Probleme auftraten):

Jeden Spätnachmittag/Abend in der Woche für mehrere Stunden und am Wochenende immer wieder tagsüber bricht die Performance von den bestellten 100MBit auf teilweise unter 1MBit ein. Morgens/Tagsüber/Spätnachts werden die 100MBit fast ausnahmslos erreicht.
Meine persönliche Vermutung ist natürlich, dass zu diesen Zeiten viele UM Kunden zu Hause sind und Streaming wie Netflix o.ä. nutzen, was die jeweilige Einzel - Performance drückt (Stichwort: Shared Medium). Ich habe UM bereits mehrfach sowohl per Telefon, Fax, EMail und postalisch auf diesen Mangel hingewiesen, die lapidaren Antworten wie:
"Wir schicken einen Techniker" (der nie kam)
"Wir haben bekannte Performance Engpässe in ihrem Gebiet, die demnächst behoben werden sollen"
"Es liegt an ihrem Router" (ich kann die Probleme mit direktem Anschluß eines Laptops ans UM Modem belegen, also Blödsinn)
kennen wohl viele hier...

Zum Glück gibt es seit Anfang des Jahres in meinem Ausbaugebiet VDSL sowohl vom Magenta T als auch eines örtlichen Anbieters, zu dem ich wohl wechseln werde.

Nun stellt sich mir die Frage, ob die oben geschilderte Situation eine Sonderkündigung vor Ablauf der Vertragslaufzeit (ist mitlerweile zwar nur noch bis Ende des Jahres, aber immerhin ;) ) gerechtfertigen würde....
Hat da jmd. ne Idee?

Vielen Dank schon mal und viele Grüße
T0mcat
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Re: Performanceeinbrüche = Sonderkündigungsrecht?

Beitragvon koax » 21.09.2015, 20:08

Eine außerordentliche Kündigung funktioniert wie folgt:

1. Dokumentieren der Probleme
2. Unimedia per Einschreiben Rückschein mit den Problemen konfrontieren und eine Abhilfe mit angemessener Fristsetzung fordern.
3. Wenn binnen der gesetzten Frist keine Abhilfe erfolgt ist, fristlos kündigen.

Soweit die rechtliche Seite.
Was Du aber bedenken solltest:
Du musst auch gewillt sein, Dein Recht durchzusetzen, d.h. wenn UM die fristlose Kündigung nicht akzeptiert, musst Du bereit sein notfalls Dich gerichtlich auseinanderzusetzen.
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Re: Performanceeinbrüche = Sonderkündigungsrecht?

Beitragvon t0mcat » 22.09.2015, 10:46

koax hat geschrieben:Eine außerordentliche Kündigung funktioniert wie folgt:

1. Dokumentieren der Probleme
2. Unimedia per Einschreiben Rückschein mit den Problemen konfrontieren und eine Abhilfe mit angemessener Fristsetzung fordern.

Die beiden Punkte habe ich bereits erledigt.

koax hat geschrieben:3. Wenn binnen der gesetzten Frist keine Abhilfe erfolgt ist, fristlos kündigen.
Soweit die rechtliche Seite.

Das ist mir alles klar. Meine Frage war nur, ob diese Situation als Begründung für eine fristlose Kündigung ausreichend ist, oder ob sich UM darauf berufen könnte, dass die Geschwindigkeit ja immer "bis zu ..." angegeben ist.
Das es Schwankungen aufgrund der Technik, Shared Medium usw usw. gibt, ist mir völlig klar und das ist auch ok, aber IMHO nicht in diesem Ausmaß und Regelmäßigkeit und das über einen mitlerweile langen Zeitraum von über 1/2 Jahr.

koax hat geschrieben:Was Du aber bedenken solltest:
Du musst auch gewillt sein, Dein Recht durchzusetzen, d.h. wenn UM die fristlose Kündigung nicht akzeptiert, musst Du bereit sein notfalls Dich gerichtlich auseinanderzusetzen.

Auch das ist mir klar, deswegen wollte ich ja mal Meinungen hören, wie Aussichtsreich das wäre...

Nur mal zur Veranschaulichung habe ich gestern ne Aufzeichnung gemacht und daraus ein Diagramm gebastelt... so sieht das seit Monaten jeden Tag aus:
Bild

Wie man sieht ab ca. 17:00 bis 23:30 mieserable Geschwindigkeit...
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Re: Performanceeinbrüche = Sonderkündigungsrecht?

Beitragvon koax » 22.09.2015, 12:40

t0mcat hat geschrieben:Nur mal zur Veranschaulichung habe ich gestern ne Aufzeichnung gemacht und daraus ein Diagramm gebastelt... so sieht das seit Monaten jeden Tag aus:

Wenn Du nach einer Meinung fragst kann man die geben, verlassen kannst Du dich allerdings nicht auf den Inhalt der Meinung. :zwinker:

Nach meiner Meinung reicht die beschriebene Minderleistung für eine Kündigung aus, wenn sie UM zuzuordnen ist.
Letztlich muss aber ein Gericht in jedem Einzelfall prüfen, ob die gebotene Leistung und die formulierte Einschränkung "bis zu ..." im Einklang mit dem Vertragsinhalt stehen.
Dazu gibt es einiges an Urteilen nach dem Motto:
"Dauerhaft nur 30 % der versprochen "bis zu"-Leistung rechtfertigt Kündigung und Schadenersatz."

Die genannten 30 % in so einem Urteil und das "dauerhaft" sind aber keine Festschreibung sondern eine Einzelfallentscheidung, in der das Gericht nur klären musste, ob eben wie vom Kunden angeführt diese Umstände eine Kündigung rechtfertigten. Das Gericht hätte wahrscheinlich auch z.B. bei 40 % der Leistung über ein Drittel einer üblichen Tageszeit der Nutzung so entschieden, nur das war dann bei dem Fall überhaupt nicht zu entscheiden und fließt somit auch nicht ins Urteil ein.

Du musst unterscheiden zwischen 2 möglichen Szenarien:
1. UM widerspricht nicht Deiner Darstellung, gesteht die von Dir behauptete Minderleistung ein, ist aber der Auffassung, dass das keine außerordentliche Kündigung rechtfertigt. (bis zu ...)
2. UM behauptet, dass es die vertragliche Leistung erbracht hat, hält Deine vorgelegten "Beweise" für falsch, sieht das Problem bei deiner eigenen Hardware usw.

Ob für einen selbst der Weg der Kündigung der richtige ist, hängt doch vor allem von den örtlichen Gegebenheiten und Angeboten von Konkurrenten ab.
Ich hatte vor einigen Jahren bei UM das gleiche Szenario. Aufgrund von zu vielen Nutzern während der üblichen Spitzenzeiten fiel in den Abendstunden die Bandbreite auf ca. 1/3 der gebuchten. Bei meinen Beschwerdetelefonaten gestand der Service das auch nach anfänglichen Abwiegelungen ein und verspracht Abhilfe in voraussichtlich 2 Monaten durch technische Maßnahmen.
Ich habe nicht gekündigt, denn die Konkurrenz konnte mir über den technischen Weg von DSL gerade mal 2 MBit/s an Bandbreite liefern und das auch nicht entsprechend billiger.
Was habe ich da von einer Kündigung?

Die Performance solltest Du übrigens mit dem UM-Speedtests dokumentieren und deren Test-ID-Nummern.
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Re: Performanceeinbrüche = Sonderkündigungsrecht?

Beitragvon t0mcat » 22.09.2015, 14:19

koax hat geschrieben:Wenn Du nach einer Meinung fragst kann man die geben, verlassen kannst Du dich allerdings nicht auf den Inhalt der Meinung. :zwinker:

Natürlich, das liegt in der Natur der Sache.. bzw. hätte es ja auch sein können, dass es hier jemanden mit ähnlicher Situation gibt, der das schon durch hat und von seinem Erfolg / Mißerfolg berichten kann.

koax hat geschrieben:Nach meiner Meinung reicht die beschriebene Minderleistung für eine Kündigung aus, wenn sie UM zuzuordnen ist.

Das ist es definitv, da ich dieses Verhalten jeden Tag am Abend durch einen Test per Direktanschluß eines Laptops an das Kabelmodem beweisen kann. Da ist bis auf das Laptop nichts an lokaler Netzhardware mehr dazwischen, was bremsen könnte... und wäre irgendwas bei meinem LAN im Haus Schuld, wäre die Performance ja auch dauerhaft schlecht.

koax hat geschrieben:Letztlich muss aber ein Gericht in jedem Einzelfall prüfen, ob die gebotene Leistung und die formulierte Einschränkung "bis zu ..." im Einklang mit dem Vertragsinhalt stehen.
Dazu gibt es einiges an Urteilen nach dem Motto:
"Dauerhaft nur 30 % der versprochen "bis zu"-Leistung rechtfertigt Kündigung und Schadenersatz."

Das ist genau der Punkt... wenn es dauerhaft wäre, wäre der Fall klar und recht eindeutig, diese Urteile habe ich auch schon gefunden. In meinem Fall ist es aber ja regelmäßig für ein paar Stunden in den High Times...

koax hat geschrieben:Die genannten 30 % in so einem Urteil und das "dauerhaft" sind aber keine Festschreibung sondern eine Einzelfallentscheidung, in der das Gericht nur klären musste, ob eben wie vom Kunden angeführt diese Umstände eine Kündigung rechtfertigten. Das Gericht hätte wahrscheinlich auch z.B. bei 40 % der Leistung über ein Drittel einer üblichen Tageszeit der Nutzung so entschieden, nur das war dann bei dem Fall überhaupt nicht zu entscheiden und fließt somit auch nicht ins Urteil ein.

Völlig klar

koax hat geschrieben:Du musst unterscheiden zwischen 2 möglichen Szenarien:
1. UM widerspricht nicht Deiner Darstellung, gesteht die von Dir behauptete Minderleistung ein, ist aber der Auffassung, dass das keine außerordentliche Kündigung rechtfertigt. (bis zu ...)
2. UM behauptet, dass es die vertragliche Leistung erbracht hat, hält Deine vorgelegten "Beweise" für falsch, sieht das Problem bei deiner eigenen Hardware usw.

Und das 3. Szenario, in dem UM die Kündigung anerkennt ist so unwarscheinlich, dass du sie hier nicht aufführst? Und warum schreibst du "Beweise" und nicht Beweise? Zweifelst du an meinen Ausführungen?

koax hat geschrieben:Ob für einen selbst der Weg der Kündigung der richtige ist, hängt doch vor allem von den örtlichen Gegebenheiten und Angeboten von Konkurrenten ab.
Ich hatte vor einigen Jahren bei UM das gleiche Szenario. Aufgrund von zu vielen Nutzern während der üblichen Spitzenzeiten fiel in den Abendstunden die Bandbreite auf ca. 1/3 der gebuchten. Bei meinen Beschwerdetelefonaten gestand der Service das auch nach anfänglichen Abwiegelungen ein und verspracht Abhilfe in voraussichtlich 2 Monaten durch technische Maßnahmen.
Ich habe nicht gekündigt, denn die Konkurrenz konnte mir über den technischen Weg von DSL gerade mal 2 MBit/s an Bandbreite liefern und das auch nicht entsprechend billiger.
Was habe ich da von einer Kündigung?

Das eine Kündigung natürlich nur in Frage kommt, wenn es Alternativen gibt, muß man nicht erwähnen, das ist selbstverständlich. Klar, dass man dann trotz Einschränkungen bei UM bleibt, wenns woanders dauerhaft nur einen Bruchteil gibt. Das ist aber - wie ich in der Thread Eröffnung schrieb - in meinem Fall anders seit Anfang des Jahres, ich habe mitlerweile Alternativen (klar, da weiß man im Vorfeld auch nicht, wies läuft, aber (V)DSL ist zumindest schon mal nicht in der Art shared, wie Kabel). Mein wechsel zu UM vor ca 3 Jahren war auch nur deswegen, weil der örtliche Versorger die Bandbreite per DSL nicht liefern konnte, da war bei 3MBit Schluß. Der Service bei diesem Mitbewerber war aber um Klassen besser, als bei UM, von daher hätte ich nie gewechselt. Das sieht heutzutage - wie schon geschrieben - wieder anders aus...

koax hat geschrieben:Die Performance solltest Du übrigens mit dem UM-Speedtests dokumentieren und deren Test-ID-Nummern.

Klar mach ich das auch sporadisch, wenn ich merke, die Geschwindigkeit wird wieder unterirdisch. Aber das bringt auch nur bedingt was, denn wie mir in einer meiner unzähligen Hotline Telefonaten mitgeteilt wurde, kann UM auf die Test IDs und deren Ergebnisse nur wenige Tage zugreifen, danach sind die gelöscht (so zumindest die Aussage einer der "kompetenten" Hotline MitarbeiterInnen).
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Re: Performanceeinbrüche = Sonderkündigungsrecht?

Beitragvon koax » 22.09.2015, 17:17

t0mcat hat geschrieben:Das ist genau der Punkt... wenn es dauerhaft wäre, wäre der Fall klar und recht eindeutig, diese Urteile habe ich auch schon gefunden. In meinem Fall ist es aber ja regelmäßig für ein paar Stunden in den High Times...

Was ich persönlich aber auch fast gleichwertig zu "dauerhaft" sehe, denn m.E. würde ein Richter entscheiden, dass es auch wesentlich auf die Tagesstunden ankommt, an denen üblicherweise jemand privat Zeit hat, das Internet zu nutzen.

Und das 3. Szenario, in dem UM die Kündigung anerkennt ist so unwarscheinlich, dass du sie hier nicht aufführst? Und warum schreibst du "Beweise" und nicht Beweise? Zweifelst du an meinen Ausführungen?

Nein. Ich hätte genauer schreiben sollen "Ablehnungsszenarien".
Ansonsten wäre neben der Akzeptierung der Kündigung ja auch noch das Szenario denkbar, dass man Dir zusagt meinetwegen in 2 Monaten Abhilfe zu schaffen und bis dahin eine Gutschrift anbietet.
Beweise steht in Anführungsstrichen nicht weil ich an Deinen Ausführungen zweifele sondern ich wollte die mögliche Zielrichtung der Argumentation von UM vor Gericht bzw. im Schriftverkehr andeuten.

Klar mach ich das auch sporadisch, wenn ich merke, die Geschwindigkeit wird wieder unterirdisch. Aber das bringt auch nur bedingt was, denn wie mir in einer meiner unzähligen Hotline Telefonaten mitgeteilt wurde, kann UM auf die Test IDs und deren Ergebnisse nur wenige Tage zugreifen, danach sind die gelöscht (so zumindest die Aussage einer der "kompetenten" Hotline MitarbeiterInnen).

Wusste ich nicht, dass das so kurz ist. Allerdings entfällt mit dem Hinweis auf UM-Tests bei der eigenen Beweisführung schon mal ein möglicher Einwand andere Tests wären nicht korrekt, hingen vom gewählten Server ab usw.
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Re: Performanceeinbrüche = Sonderkündigungsrecht?

Beitragvon Edding » 22.09.2015, 17:25

Wo kommen sie den her t0mcat ?
habe auch solche Probleme
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Re: Performanceeinbrüche = Sonderkündigungsrecht?

Beitragvon t0mcat » 22.09.2015, 17:45

Edding hat geschrieben:Wo kommen sie den her t0mcat ?
habe auch solche Probleme


Aus dem Kölner Raum... ich habe den Eindruck, diese Probleme werden eher mehr, als weniger bei UM... habe in meiner Nachbarschaft rumgefragt, die haben alle ähnliche Schwierigkeiten mit UM...
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Re: Performanceeinbrüche = Sonderkündigungsrecht?

Beitragvon t0mcat » 22.09.2015, 17:58

koax hat geschrieben:
t0mcat hat geschrieben:Das ist genau der Punkt... wenn es dauerhaft wäre, wäre der Fall klar und recht eindeutig, diese Urteile habe ich auch schon gefunden. In meinem Fall ist es aber ja regelmäßig für ein paar Stunden in den High Times...

Was ich persönlich aber auch fast gleichwertig zu "dauerhaft" sehe, denn m.E. würde ein Richter entscheiden, dass es auch wesentlich auf die Tagesstunden ankommt, an denen üblicherweise jemand privat Zeit hat, das Internet zu nutzen.

Wäre auch meine Meinung, aber man weiß ja, wie das ist...

koax hat geschrieben:
Und das 3. Szenario, in dem UM die Kündigung anerkennt ist so unwarscheinlich, dass du sie hier nicht aufführst? Und warum schreibst du "Beweise" und nicht Beweise? Zweifelst du an meinen Ausführungen?

Nein. Ich hätte genauer schreiben sollen "Ablehnungsszenarien".

Ah ok, dann hab ichs falsch verstanden...

koax hat geschrieben:Ansonsten wäre neben der Akzeptierung der Kündigung ja auch noch das Szenario denkbar, dass man Dir zusagt meinetwegen in 2 Monaten Abhilfe zu schaffen und bis dahin eine Gutschrift anbietet.

Du wirst lachen, ne Gutschrift hab ich schon 2 mal bekommen... und in irgendeiner der Hotline Telefonate gabs die Aussage "Ja, wir kennen die Engpässe in ihrem Gebiet, es ist ein Ausbau in Planung. Wann kann ich aber nicht sagen." (s.o.)

koax hat geschrieben:Beweise steht in Anführungsstrichen nicht weil ich an Deinen Ausführungen zweifele sondern ich wollte die mögliche Zielrichtung der Argumentation von UM vor Gericht bzw. im Schriftverkehr andeuten.

OK, sorry, kam irgendwie komisch rüber... klar können die in diese Richtung Argumentieren... diese könnte ich jedoch mMn. immer entkräften...

Klar mach ich das auch sporadisch, wenn ich merke, die Geschwindigkeit wird wieder unterirdisch. Aber das bringt auch nur bedingt was, denn wie mir in einer meiner unzähligen Hotline Telefonaten mitgeteilt wurde, kann UM auf die Test IDs und deren Ergebnisse nur wenige Tage zugreifen, danach sind die gelöscht (so zumindest die Aussage einer der "kompetenten" Hotline MitarbeiterInnen).


koax hat geschrieben:Wusste ich nicht, dass das so kurz ist.

Ich auch nicht... und ganz ehrlich... so recht glauben kann ich das irgendwie auch nicht...

koax hat geschrieben:Allerdings entfällt mit dem Hinweis auf UM-Tests bei der eigenen Beweisführung schon mal ein möglicher Einwand andere Tests wären nicht korrekt, hingen vom gewählten Server ab usw.

Klar, teste das auch immer mal wieder anders... mal mit dem UM eigenen Test, mal mit speedtest-cli auf ner Linux Büchse, die per Kabel im Netz hängt, mal ein einfacher Download von ner Windows Büche, die per Kabel im Netz hängt, mal n Youtube Stream auf derselebn Windows Büchse, der dann ruckelt und langsam lädt zu diesen Stunden... sprich, immer ähnliche Probleme, egal, wie/womit ich das Inet nutze und wo die Daten her kommen...

BTW: Bin selbst seit über 10 Jahre IT'ler, denke also zu wissen, wovon ich rede und wie man richtig testet ;)

Was mich halt neben der Sache an sich so nervt, ist der allgemeine Umgang von UM mit solchen Meldungen... Jedesmal, wenn man diese Störung meldet, bekommt man irgendeine andere Ausrede, die der Call Center Student ohne technische Ahnung gerade auf seinem Monitor abliest (vllt. sogar per Zufall generiert ;) ), warum es vllt. gerade nicht richtig funktioniert, ein Techniker wird zugesagt, der sich nie gemeldet hat, geschweige denn, mal vor Ort war (ok, was wohl eh nix nützen würde, da das Problem offensichtlich globalerer Natur zu sein scheint...). Da ist wirklich noch viel Luft nach oben...
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Re: Performanceeinbrüche = Sonderkündigungsrecht?

Beitragvon koax » 22.09.2015, 18:50

t0mcat hat geschrieben:Du wirst lachen, ne Gutschrift hab ich schon 2 mal bekommen... und in irgendeiner der Hotline Telefonate gabs die Aussage "Ja, wir kennen die Engpässe in ihrem Gebiet, es ist ein Ausbau in Planung. Wann kann ich aber nicht sagen."

Bei mir hat es (vor etlichen Jahren) 3 Monate gedauert, bis Abhilfe geschaffen wurde.
Inzwischen glaube ich mich aber zu erinnern hier Beiträge von "Eingeweihten" gelesen zu haben, dass solche Cluster-Aufspaltungen inzwischen relativ zeitnah nach Bedarf vorgenommen werden.
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