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Verbraucherschutzmagazin, Geschädigte gesucht

In diesem Forum geht es um alle Störungen im Kabelnetz von Unitymedia, egal ob analoges TV und Radio, digitales TV und Radio, Internet oder Telefonie.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
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Verbraucherschutzmagazin, Geschädigte gesucht

Beitragvon mercutio » 11.09.2015, 11:09

Halllo zusammen,

wir sind jetzt an dem Punkt unseren 2Play Vertrag bei Unitymedia zu kündigen. Die Produkte sind so vielversprechend: Super Speed. Fairer Preis. Leider sieht die Realität bei vielen Kunden offenbar anders aus. :gsicht: :wein:

Unserem Ärger haben wir bei der Redaktion eines TV Verbraucherschutzmagazins Luft gemacht. Dort ist das Interesse groß, Unitymedia umfassender zu beleuchten. Es wird jetzt nach weiteren Kunden im gesamten Bundesgebiet gesucht, die ähnliche Probleme haben. Das Forum scheint ein guter Ausgangspunkt zu sein, um diese Kunden zu finden. Wir hoffen, dass sich dieser Thread im Rahmen der offiziellen Forenregeln bewegt!

Es geht um zwei zentrale Kritikpunkte. Wer sich wiederfindet, sollte sich zunächst mal in diesen Thread einklinken und sein konkretes Problem schildern.

Kritikpunkt 1:
Die beworbene Geschwindigkeit (z.B. 120MBit/s) wird nicht im Ansatz erreicht, die Verbindungsqualität schwankt stark, in den Abendstunden kommt es zu Verbindungsabbrüchen. Die Probleme dauern in unserem Fall schon einen Monat an. Es gab bislang fünf Technikerbesuche, ohne dass eine Lösung gefunden werden konnte.

Kritikpunkt 2:
Bei Neukundenanschlüssen sind bestimmte Standardinternetdienste nicht nutzbar. Bei 2Play-Bestandskunden, 3Play,- und Business-Kunden schon. Bei Beschwerden werden kostenpflichtige Upgrades angeboten. Wenn ich richtig informiert bin, funktionieren bei 2Play Neuanschlüssen NAS Systeme (Erreichbarkeit von Außen), XBOX Dienste und VPN Dienste (Home Office) nicht mehr. Der Grund liegt im Verfahren wie die 2Play Anschlüsse neuerdings konfiguriert sind. Es fehlt eine klassische IPV4 Adresse, die bei anderen Anbietern wie Telekom, 1&1, Netcologne, etc. üblich ist. Abgespeckte Anschlüsse zu verkaufen, ist grundsätzlich in Ordnung, wenn das transparent gemacht wird. Unitymedia kommuniziert diesen Sachverhalt aber nicht bzw. erst wenn "das Kind schon in den Brunnen gefallen". Wir haben z.B. bei Vertragsschluss deutlich darauf hingewiesen, dass wir VPN für Homeoffice einsetzen wollen.

Wer ist noch verärgert? Bitte beteiligt Euch an diesem Thread! :smile:
Jens
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Re: Verbraucherschutzmagazin, Geschädigte gesucht

Beitragvon Nachtwesen » 11.09.2015, 11:22

Da man laut AGB keine Homeserver o.ä. verwenden darf ist es hinfällig sich zu beschweren, dass man keine ipv4 bz. natives ipv6 bekommt. Ich finde auch nicht das man darauf hingewiesen werden muss, die Technik hinter seinen Anschlüssen legt kaum ein Anbieter ungefragt derart offen und mit wenig Recherche ist es möglich gewesen herauszufinden wie diese bei Unitymedia geschaltet wird.

Und ja diese Probleme haben viele und ich finde das mit dem Verbraucherschutmagazin eine gute Sache. Da ich ganz am Anfang meines (neuen) Anschlusses bin und mein alter Anschluss nach 2 Jahren damals lief, kann ich mich leider nicht aktiv beteiligen. Der Umgang mit dem Kunden bei einem Monopolgeschäft im Kabelbereich finde ich furchtbar.
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Re: Verbraucherschutzmagazin, Geschädigte gesucht

Beitragvon Joerg » 11.09.2015, 11:35

Ich spiele dann mal den "Advocatus Diaboli":

mercutio hat geschrieben:NAS Systeme (Erreichbarkeit von Außen)

Fällt unter Serverbetrieb, der gemäß AGB am Privatkundenanschluß sowieso untersagt ist.

mercutio hat geschrieben:XBOX Dienste

Gehen nach meinem Stand inzwischen; Microsoft hat die entsprechenden Fehler behoben.

mercutio hat geschrieben:und VPN Dienste (Home Office)

Die meissten VPNs funktionieren auch am DSLite-Anschluss; einige sind halt so schlecht implementiert/veraltet, dass sie mit der reduzierten MTU bei DSLite nicht klarkommen. Wenn die Gegenseite up-to-date ist und IPv6 "spricht" solltest Du sowieso kein Problem haben.

mercutio hat geschrieben:Der Grund liegt im Verfahren wie die 2Play Anschlüsse neuerdings konfiguriert sind. Es fehlt eine klassische IPV4 Adresse, die bei anderen Anbietern wie Telekom, 1&1, Netcologne, etc. üblich ist.

Auch andere Anbieter mit starkem Wachstum - insbesondere auch Kabel Deutschland/Vodafone oder TeleColumbus - nutzen IPv6 und DS-Lite, weil schlicht keine IPv4-Adressen mehr verfügbar sind.

mercutio hat geschrieben:Abgespeckte Anschlüsse zu verkaufen, ist grundsätzlich in Ordnung, wenn das transparent gemacht wird.

Definiere "abgespeckt"; Du erhälst einen vollwertigen Internetanschluss mit mind. 2^64 öffentlichen IPv6-Adressen. Lediglich die (veraltete) IPv4-Technik muss über CGN, also DSLite, nachgebildet werden. Bei vielen anderen Anbietern erhälst Du einen andersherum abgespeckten Anschluss: Du hast zwar eine öffentliche IPv4-Adresse, musst aber die moderene IPv6-Technik über einen Tunnel (HE, SixXS) nachbilden. Dabei erhälst Du aber nicht mal Unterstützung vom Provider, sondern musst Dich selber kümmmern. Nur relativ wenige Anbieter - wie die Telekom - bieten echtes DualStack an.

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Re: Verbraucherschutzmagazin, Geschädigte gesucht

Beitragvon hajodele » 11.09.2015, 12:02

Joerg hat geschrieben:Fällt unter Serverbetrieb, der gemäß AGB am Privatkundenanschluß sowieso untersagt ist.

Was wiederum in den FaQ von UM erlaubt wird:
"Zu rein privaten - nicht kommerziellen - Zwecken erlaubt Unitymedia den Betrieb eines Servers, solange das Datentransfervolumen allgemein übliche Raten für private Nutzung nicht überschreitet."
- eine Fritzbox u.A. auch ein Webserver (Fernzugang, der nicht gesperrt ist)
- fast jeder aktuelle Drucker hat eine ePrint-Funktion
- Home-Automation
- usw.

Joerg hat geschrieben:Nur relativ wenige Anbieter - wie die Telekom - bieten echtes DualStack an.

Auch 1und1. Damit sind wir von der Menge bei wahrscheinlich deutlich mehr als 50%

Die IPv4/IPv6-Problematik ist von allen Internetanbietern und Webbetreibern hausgemacht.
Seit über 10 Jahren ist IPv6 verabschiedet, aber kaum ein Webbetreiber interessiert sich dafür.
Siehe dazu z.B. diese Statistik: http://www.google.de/ipv6/statistics.html
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Re: Verbraucherschutzmagazin, Geschädigte gesucht

Beitragvon Dinniz » 11.09.2015, 12:06

Kritikpunkt 1 ist Gebietsabhängig. Eine pauschale Aussage wäre hier grob fahrlässig.

Kritikpunkt 2 lässt sich gar nicht halten. Warum wurde hier schon vor mir erklärt. :super:
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Re: Verbraucherschutzmagazin, Geschädigte gesucht

Beitragvon Joerg » 11.09.2015, 12:10

hajodele hat geschrieben:Was wiederum in den FaQ von UM erlaubt wird:
"Zu rein privaten - nicht kommerziellen - Zwecken erlaubt Unitymedia den Betrieb eines Servers, solange das Datentransfervolumen allgemein übliche Raten für private Nutzung nicht überschreitet."
- eine Fritzbox u.A. auch ein Webserver (Fernzugang, der nicht gesperrt ist)
- fast jeder aktuelle Drucker hat eine ePrint-Funktion
- Home-Automation
- usw.

Kannst Du ja auch von jedem vollwertigen Internetanschluss aus nutzen. Nur von "verkrüppelten" Anschlüssen - also solchen ohne eigene IPv6-Adresse, wie sie z.B. in den meisten Handynetzen noch üblich sind - klappt das halt nicht.

Hajodele hat geschrieben:Die IPv4/IPv6-Problematik ist von allen Internetanbietern und Webbetreibern hausgemacht.
Seit über 10 Jahren ist IPv6 verabschiedet, aber kaum ein Webbetreiber interessiert sich dafür.

Genau so ist es. Der eigentliche "Skandal" - wenn man denn unbedingt einen braucht - ist doch, dass UM zumindest in NRW und Hessen auch Kunden mit IPv4-Adresse (Alt- oder Geschäftskunden) kein echtes DualStack anbietet, sondern dann eben nur IPv4.

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Re: Verbraucherschutzmagazin, Geschädigte gesucht

Beitragvon mercutio » 11.09.2015, 12:11

Hi Jörg,

ich nutze selbst kein NAS (und auch keine XBOX). Allerdings VPN im Rahmen der Firma. Alle Kollegen, die über andere Provider einwählen, haben keinerlei Probleme. Ich gebe Dir absolut Recht. IPV6 ist die Zukunft und wird sich durchsetzen. Trotzdem finde ich, dass es noch zu früh ist, ausschließlich auf IPV6 zu setzen. Genau für den Übergang wurde ja Dualstack (IPV4 und IPV6) entwickelt. Unitymedia bietet aber Neukunden nur das "abgespeckte" DualStack Lite an.

Zum Thema Homeserver/NAS schreibt Unitymedia in der offiziellen FAQ, dass es gestattet ist sowas zu betreiben, solange es nicht gewerblich stattfindet. Das ist doch wenigstens, mal was wo andere Provider deutlich strenger sind. :super: Ich spendier mal den Link:https://app.unitymedia.de/service/index.html/faqs/0933d758-1cd2-4fdd-ab62-7dc53605d771

Unabhängig davon würde ich Unitymedia lieben, wenn es denn funktionieren würde! Und da schließt sich auch wieder Kreis.

Im Kern geht es ja in diesem Thread darum, dass Gleichgesinnte gesucht werden, die Probleme mit der Performance und Zuverlässigkeit der Anschlüsse haben und solche Kunden, die die fehlende Transparenz und Kommunikation hinsichtlich der abgespeckten (nur IPV6) Anschlüsse kritisieren bzw. damit auf die Nase gefallen sind, weil ihnen ein Vertriebler was anderes versprochen hat.

Gruß
Jens
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Re: Verbraucherschutzmagazin, Geschädigte gesucht

Beitragvon electonic » 12.09.2015, 13:09

Ich weiß nicht ob das in diesem Fall weiter hilft, aber trotzdem:

Ich habe einen Business–Anschluss 50Mbit/5Mbit. Generell finde ich eigentlich das es ein gutes, faires Angebot ist, vom Preis.

Obwohl mir zum Beispiel ohne Nachfrage und ohne Aufklärung eine feste IP gegeben wurde, die ich eigentlich nicht unbedingt haben wollte.
Darüber wurde ich dann erst aufgeklärt, nachdem hier schon alles eingerichtet worden war und ich bei der Hotline nachfragte warum ich das WIFI der FritzBox nicht aktiveren könnte. Super. :D

Was mich aber aber dan doch langsam SEHR frustriert ist die absolut unzuverlässige Performance. Ich habe den Business-Anschluss nicht ohne Grund, denn ich bin selbständiger Entwickler und ich bin tatsächlich einer dieser Menschen die nicht ohne Internet arbeiten können und jeder Ausfall Geld-Verlust bedeutet – Stunden die ich nicht arbeiten kann: Geld verloren.

Und mein Anschluss ist geplagt von ständigen, spontanen, stundenweisen Ausfällen. Dann auch einfach tageweise(!) absolut miserable Geschwindigkeit – Webseiten brauchen dann Minuten (!) um zu laden – und dann auch einfach ständig ein sehr langsamer DNS seitens Unitymedia. Beim DNS kann man ja wenigstens noch auf andere Dienste ausweichen.

Und dazu kommt noch dazu die schlechte Zuverlässigkeit der FritzBox 6360 die beim Anschluss dabei ist. Ich weiß: in Deutschland genießen die Geräte dieser Firma ja quasi legendären Status: aber leider ist das nicht gerechtfertigt. Ich muss regelmäßig die FritzBox neu starten, weil de Performance plötzlich einfach im Loch ist.
Toll das dieses Gerät so vollgepackt ist mit Features – wovon man ja eigentlich nur die Telefonfunktionen unbedingt braucht - aber ich hätte einfach lieber gerne einen Router der nicht dauernd neugestartet werden muss – So wie z.B. die beiden Apple AirPorts die ich seit der Einrichtung nicht mal mehr anfassen brauchte *SEUFZ*

Alles in allem habe ich jeden (!) Monat mehrfach ausfälle, entweder Totalausfälle oder wenigstens eine so niedrige Datenrate, dass arbeiten damit völlig unmöglich ist. Das kann einfach nicht mehr sein, Ich möchte mittlerweile auch gerne wechseln, aber das würde natürlich auf Streit und evtl. Rechtsstreit hinaus laufen – Beweise sammeln etc.

P.S.: Ja, ich kenne mich genau aus mit Fehlerursachen-, Findung– und Beseitigung und weiß das es nicht an meinem Netzwerk liegt.
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Re: Verbraucherschutzmagazin, Geschädigte gesucht

Beitragvon mercutio » 12.09.2015, 13:17

Hi Electonic,

wir fahren im Moment noch zweigleisig. Unitymedia stellt uns den Anschluss kostenfrei zur Verfügung, solange der Altvertrag (DSL) noch bei Netcologne läuft.
Bei uns ist es ganz ähnlich wie bei Dir, hinsichtlich der Performance und Zuverlässigkeit des Anschlusses. 2016 wird bei uns in Hürth von Netcologne VDSL bereitgestellt.
Das werden wir nutzen, sollte Unitymedia es nicht hinbekommen, den Anschluss in den nächsten Wochen vernünftig ans Laufen zu bekommen. So wie es aussieht, werde ich Montag den 7 Techniker hier haben, nachdem der letzte Techniker den Signalverstärker, der eigentlich gut von einer sehr kompetenten Vorgängerin eingestellt war, einfach mal auf das Maximum hochgedreht hat. Ich frage mich echt, was das teils für Leute sind, die Cable Connect da schickt. Das kostet Unitymedia viel Geld, das immer wieder entstören zu lassen.
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Re: Verbraucherschutzmagazin, Geschädigte gesucht

Beitragvon hajodele » 12.09.2015, 14:33

Ich weiss gar nicht, was ihr mit der 6360 macht.
Bei mir lief sie über 2 Jahre stabil durch. Es kamen lediglich die Reboots nach den Firmware-Updates. Ich musste das Gerät NIE rebooten.
Bei meinem Schwager war der letzte reboot (Strom aus/an) Anfang 2014 als die Fritzbox nach einem Firmware-Update hing.
Bei meiner Mutter war der letzte Reboot im Jan 2015. Dieser war durch UM wegen eines Vertragswechsels forciert.
Alle Geräte haben noch IPv4. Es läuft eigentlich nur VPN (wegen mir) drauf. Aufgrund spezieller Einschränkungen in BaWü läuft jeweils eine 2. Fritzbox als "Telefonzentrale" mit.

Der mangelnde Sachverstand und die Unverschämtheiten im Telefonsupport sind ein echtes Problem, mit dem ich bei meinen wenigen Anrufen regelmäßig konfrontiert war. Patzig sind sie mir gegenüber nie geworden, aber einfach aufgelegt wurde oft.
Seither handle ich Supportanfragen für meine Mutter/meinen Schwager via Facebook. z.B. Rufsperren für ausgehene Anrufe. Da funktioniert das komischerweise sehr gut. Für mich ist das absolut widersinnig, so was über eine andere Domäne "machen zu müssen".

Wegen IPv6: Frag mal die Telekom, ob sie 1-2 Mio IPv4-Adressen an UM verkaufen. Auf dem regulären Markt bekommst du sie nicht.
Dass dies durch UM nicht positiv vermarktet wird ("Bei uns bekommen sie das Zukunfsorientierte IPv6 schon jetzt"), steht auf einem anderen Blatt.
Vielleicht ändert sich im Rahmen des Routerzwang-Gesetzes auch hier was.
hajodele
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