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Wie leicht lässt sich der Anschluss stören?

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Wie leicht lässt sich der Anschluss stören?

Beitragvon unity2020 » 21.04.2012, 22:51

habe gerade mit Besorgnis hier im KabelDeutschland Forum gelesen
http://www.kdgforum.de/viewtopic.php?f=52&t=22298#p318822

Demnach soll ein Amateur-Funkter möglicherweise Schuld an einer Störung haben.
Ist das Netz wirklich so leicht zu stören/anfällig?
Wie leicht kann das Netz durch sonstige Fehler/Manipulationen mutwillig/versehentlich gestört werden?
Was wäre z.B. wenn man den Rückkanal ordentlich verstärkt/hochdreht?
.

Fazit: Wer schlau ist, wechselt jetzt, wie es bereits viele andere tun :zwinker:
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Re: Wie leicht lässt sich der Anschluss stören?

Beitragvon Dringi » 22.04.2012, 00:28

Das Netz kannst Du noch einfacher stören: Einfach das Kabel am HÜP rausreißen. :radio: :radio: :radio:

Erstens sollte man sich fragen wieviel Funkamateure es in Deutschland (noch) gibt. Ich kenne keine mehr. War mal früher anders.
Dann kann man ggf. noch fragen wasder Netzbetreiber bei Störstrahlung noch für zusätzliche Möglichkeiten hat, die er im Standard z.B. aus Kostengründen nicht einsetzt.
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Re: Wie leicht lässt sich der Anschluss stören?

Beitragvon unity2020 » 22.04.2012, 02:10

Dringi hat geschrieben:Das Netz kannst Du noch einfacher stören: Einfach das Kabel am HÜP rausreißen. :radio: :radio: :radio:

mich würde mal interessieren, was passieren würde, wenn man, natürlich sämtliche entsprechende Sicherheitsvorkehrungen im Vorfeld getroffen, an den Hausanschluss eine Spannung von 50kV, wie sie üblicherweise bei Oberleitungen praktische Anwendung findet, anlegen würde.
Was würde da z.B. mit dem nächsten Verstärker-Kasten an der Straße passieren?


naja jetzt mal wieder ernsthaft:
Ist das Netz wirklich sooo leicht zu stören gegenüber dem normalen Telefonnetz?
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Re: Wie leicht lässt sich der Anschluss stören?

Beitragvon Bastler » 22.04.2012, 11:48

Zunächst einmal heißt das Funkamateur, nicht Amateurfunker :zwinker: .
Zweitens gibt es davon noch eine ganze Menge (mein Vorschreiber, der meint, es gäbe kaum noch welche, meint vermutlich CB-Funker, nicht Funkamateure, letztere sind die "gelernten", die eine Prüfung ablegen müssen und auf verschiedensten Bereichen zwischen Kurzwelle und dem GHz Bereich ihr Unwesen treiben dürfen - CB Funk hat dagegen wirklich kaum noch Jemand, früher war das mal so verbreitet wie heute das Handy...

So, zum Thema zurück:
Das Kabelnetz ist eigentlich bedeutend störsicherer als das Telefonnetz (was aber, dank der symmetrischen übertragung auch schon relativ störsicher gegenüber HF-Störungen.
Das Kabelnetz ist im Gegensatz zum Telefonnetz durchgehend abgeschirmt gegen HF-Störungen von außen, die Schwachstelle sind eigentlich nur fehlerhaft angeschlossene oder veraltete Kabel in diversen Hausnetzen bzw. die üblichen Elektriker- oder Laienbasteleien.
Wenn alles korrekt installiert ist, kannst du das Koaxkabel selbst im Nahfeld einer Kurzwellensendeantenne oder CB-Funkantenne verlegen und es wird sich auf dem Babel nicht (bzw. je nach Sendeleistung) nicht großartig bemerkbar machen.
Hat das Kabel irgendwo einen Schirmungsfehler oder ist einfach vom Schirmungsmaß her veraltet, sieht das allerdings ganz schnell ganz anders aus.
Das blöde an DOCSIS ist, dass der Rückkanal ausgerechnet in den niedrigen Frequenzbereichen, also Kurzwelle bis unteres VHF liegt, denn das ist heutzutage der am meisten gestörte Bereich. Da "funken" neben Funkamateuren, CB-Funkern und Kurzwellensendern (die ja alle keine "Störer sind", sondern dort sogar Primärnutzer sind, also Vorrang haben, heutzutage auch zig ungewollte Störsignale z.B. von Schaltnetzteilen, Heizungssteuerungen, Flachbildschirmen, PLC aka DLAN und alles mögliche, was teilweise schon den normalen Funkverkehr zunichte macht.
Dieser ganze Störmüll wird schon bei dem kleinsten Abschirmungsfehler vom Kabel eingefangen und zusammen mit dem Rückkanal verstärkt ins Kabelnetz geschickt. Das wird aber laufend un automatisiert überwacht, und wenn es zu viel wird, wird in der Regel sehr schnell ein Techniker geschickt um den Fehler zu beheben bzw. zumindest die Einstrahlung zu beseitigen.

Aber das ist wie gesagt alles nur eine Frage der Fachgerechten Installation. Genau das gleiche Problem eigentlich, wie bei dem DAB+ "stört" Kabel Problem, nur andersrum.

Und wenn man mal drauf achtet, wo überall das Kabel selbst den normalen terrestrichen (UKW-)Empfang (auch aufgrund von pfusch) stört, wird einem schlecht...

Dabei wäre das alles vermeidbar (und funktioniert in manchen anderen Ländern übrigens bedeutend besser)!
Zuletzt geändert von Bastler am 22.04.2012, 15:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie leicht lässt sich der Anschluss stören?

Beitragvon unity2020 » 22.04.2012, 13:12

ja stimmt im Telefonnetz gibts ja kein Abschirmgeflecht und sowas und die Kupferadern stören sich dazu noch gegenseitig.

viele Leute nehmen ja auch Billig Kabel. Ich denk mal, dass ein Fehler in der Verarbeitung schon häufiger vorkommen kann, fehlerhaftes
Abschirmgeflecht und so
.

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Re: Wie leicht lässt sich der Anschluss stören?

Beitragvon Dinniz » 22.04.2012, 14:39

Diese Einstrahlungen machen sich im Kabelnetz z.B. als Ingress sichtbar und werden je nach Intensität vom technischem Service bearbeitet um die Störungen für den Kunden so gering wie möglich zu halten.
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