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Wanddose durch Verteiler/Verstärker ersetzen

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Wanddose durch Verteiler/Verstärker ersetzen

Beitragvon Gonzo77 » 12.04.2011, 20:40

Hallo zusammen,

so richtig passten die von mir gefundenen Themen nicht, deswegen ma neu gefragt:

Ich habe leider nur ca. 53db Signalstärke in meiner Wohnung, obwohl im Keller ca. 80db abgehen. Das ganze Haus ist 'durchgelinkt', und wir wohnen in Etage 2. Die Verluste sind also nachvollziehbar.

Meine Frage: Kann ich die Wandanschlussdose, die aus Etage 1 gespeist wird und das Signal in Etage 3 weitergibt, durch einen Verteilverstärker ersetzen?
Welchen würdet Ihr empfehlen? Axing 1 auf 4, davon 1mal für mich und einmal für die nächsten Etagen nutzen? Bringt das was?

Vielen Dank im voraus und viele Grüße,

Christian
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Re: Wanddose durch Verteiler/Verstärker ersetzen

Beitragvon Grothesk » 12.04.2011, 21:01

Bei einer Hausanlage würde ich da immer einen Techniker den ganzen Kram durchmessen lassen. Gerade wenn da Dritte noch von betroffen sind.
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Re: Wanddose durch Verteiler/Verstärker ersetzen

Beitragvon AS400 » 15.04.2011, 00:39

Hallo,

in der 2. Etage auf 53dBµ zu kommen, ist nicht ganz normal, wenn am Verstärker 80dBµ herauskommen. Es sollten schon ein paar dB mehr bei dir ankommen, wenn ich davon ausgehe, das im EG und 1.OG sich je eine Dose im Strang befindet. Normalerweise dürfest du ja bloß die Durchgangsdämpfung der Dosen (je ca. 1-2 dB) vor deinem Anschluss, die gesamte Kabeldämpfung und deine Anschlussdämpfung an der Anschlussdose (kommt auf die Dose an - normal ca. 15 dB) haben.
Andererseits sei die Frage gestellt, wieso der Pegel am Verstärkerausgang so gering ist. Normale moderne Hausverstärker sollten problemlos mit über 100dBµ gefahren werden können. Entweder ist der Verstärker komplett zugedreht oder der Pegel, der vom HÜP kommt, ist schon viel zu niedrig!
53dBµ sind jedenfalls eindeutig zu wenig!
Wer ist der Anlagenbetreiber?

Deinen Gedanken mit dem Verstärker in deiner Wohnung vergiss wieder! Ein Verstärker verstärkt ALLES - auch das Rauschen. Das Problem für die Empfangsgeräte ist meist der zu geringe Signal-Rausch-Abstand - und der wird durch einen Verstärker nicht verbessert, sondern (noch weiter) verschlechtert. Woher stammen die gemessenen Pegelwerte?

Da muss ein Techniker raus, der die Pegel am HÜP, Verstärker und an den Anschlussdosen überprüft! Ist der Pegel am HÜP okay, könnte der Hausanschlussverstärker defekt oder zugedreht (Verstärkung/Entzerrer) sein. Günstiger wäre natürlich, wenn das Haus mit einer Sternverteilung versorgt würde - da sind solche Probleme einfacher zu handhaben...
Viele Grüße

R.

Falsches wird nicht dadurch richtig, dass es fortwährend wiederholt wird...
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Re: Wanddose durch Verteiler/Verstärker ersetzen

Beitragvon Gonzo77 » 21.04.2011, 11:50

Danke für Deine Antwort!

Ich hatte mit mehr Durchgangsverlusten an der Dose gerechnet und mir dementsprechend ein besseres Signal ohne sie erhofft.

Die Messwerte hat ein Unity Media Techniker ermittelt. Er würde die Verkabelung auch erneuern, wenn ich es beauftragen würde. Davon habe ich allerdings Abstand genommen, da unser Haus Sammelverträge bei Netcologne hat und ich doppelt zahlen würde, wenn ich bei UM bliebe.

Deshalb werde ich mit dem vorhandenen Bild leben (manchmal Blöckchenbildung bei schwächeren Sendern wie Sport1, KEIN ARD HD). Sonst ist ja alles ok. Und Internet kommt halt wieder über die DSL Leitung. Was soll's?!

Danke nochmal..

Gruß, Christian
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Re: Wanddose durch Verteiler/Verstärker ersetzen

Beitragvon AS400 » 25.04.2011, 18:11

Hallo Christian,

sofern die Hausverteilanlage nicht UM gehört, befindet sie sich üblicherweise im Eigentum des Vermieters. Dieser hat dafür zu sorgen, dass du einen regulären Empfangspegel an deiner (ersten) Antennenanschlussdose nutzen kannst. Es sollte dir bewusst sein, dass die Nutzpegel bei dir jenseits von Gut und Böse liegen.
Falls du nicht selbst der Hauseigentümer bist, solltest du diesen Umstand nicht klaglos akzeptieren!
Die Arbeiten KÖNNEN von UM-Technikern ausgeführt werden, aber auch von jeder anderen Antennenbaufirma. Du solltest freundlich aber bestimmt auf deinen Vermieter zugehen und um baldige Abhilfe bitten. Evtl. hat dieser ja eine Elektroinstallationsfirma an der Hand, die auch solche Arbeiten günstig für ihn ausführt. Den Auftrag muss aber der Vermieter erteilen!
Sollte er sich sperren, kann dir ggf. die Bundesnetzagentur weiterhelfen...

Viel Erfolg!!!
Viele Grüße

R.

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Re: Wanddose durch Verteiler/Verstärker ersetzen

Beitragvon Madee » 26.04.2011, 22:39

AS400 hat geschrieben:Hallo,

in der 2. Etage auf 53dBµ zu kommen, ist nicht ganz normal, wenn am Verstärker 80dBµ herauskommen. Es sollten schon ein paar dB mehr bei dir ankommen, wenn ich davon ausgehe, das im EG und 1.OG sich je eine Dose im Strang befindet. Normalerweise dürfest du ja bloß die Durchgangsdämpfung der Dosen (je ca. 1-2 dB) vor deinem Anschluss, die gesamte Kabeldämpfung und deine Anschlussdämpfung an der Anschlussdose (kommt auf die Dose an - normal ca. 15 dB) haben.
Andererseits sei die Frage gestellt, wieso der Pegel am Verstärkerausgang so gering ist. Normale moderne Hausverstärker sollten problemlos mit über 100dBµ gefahren werden können. Entweder ist der Verstärker komplett zugedreht oder der Pegel, der vom HÜP kommt, ist schon viel zu niedrig!
53dBµ sind jedenfalls eindeutig zu wenig!...


Durchgangsdämpfung 1dB ;) aber nur auf dem Papier.
mehr als 100dB würde ich die nicht fahren, die meisten UM Verstärker dürfen mit 6db Premphase gerade mal bei 102 laufen und das ist eigentlich schon zu viel, und die alten Krücken die in solchen Anlagen hängen, rauschen natürlich noch schneller.

Obwohl es natürlich auch sein kann, das der Vr. mit 80dB an der Messbuchse läuft ;)
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Re: Wanddose durch Verteiler/Verstärker ersetzen

Beitragvon Radiot » 27.04.2011, 00:38

Hi...
kannste vielleicht nähere Angaben zum Verstärker machen?
Und woher stammen die Messwerte? 80dB sind schon ziemlich mager, normalerweise fährt nen HAV mit anschliessender Verteilung je nach Wohneinheiten zwischen 90 und 107dB.

Dabei müsste man auch genaueres über die Verteilung wissen... Bei nur einem Strang wären 80dB schon ziemlich wenig... Ok, für ein bis zwei Dosen je nach Leitung noch im soll, aber bei mehreren Anschlüssen wirds knapp bis unbrauchbar, deine 53dB sind Mist... Da sollte ein Mensch vom Fach mit Messequipment ran...

An deiner Dose sollten min.62- 78 dB anliegen, darunter und darüber kann es zu Komplikationen führen...

Digital sieht das etwas anders aus, wenn man den Grundpegel nimmt, da kann von 51-71dB Pegel gesprochen werden, hierbei müssen dann aber auch BER und MER berücksichtigt werden..


Gruss.
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