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BMWi legt Entwurf einer NNVO vor!

Hier geht es um alle weiteren Telekommunikations-Medien und -Anbieter, wie z.B. Festnetz (ADSL, VDSL, IPTV), Mobilfunk (GSM, UMTS, LTE), andere Kabelnetzbetreiber, usw.

BMWi legt Entwurf einer NNVO vor!

Beitragvon HNIKAR » 23.06.2013, 12:13

Gute Neuigkeiten (vor allem für gegängelte Kabelinternetkunden)!

Das Bundeswirtschaftsministerium hat am Dienstag, den 22. Juni, seinen Entwurf für die Netzneutralitätsverordnung (NNVO) veröffentlicht.
Diese schreibt erstmals rechtwirksam die Grundsätze der Netzneutraliät für die Bundesrepublik Deutschland nieder.
Die Ministerialverordnung wird als Ausführungsbestimmung zu § 41 Abs. 1 TKG ergehen und entsprechend vom BMWi erlassen werden.
Mit einem zeitnahen Inkrafttreten innerhalb der nächsten Wochen und Monate ist daher zu rechnen.

Ich habe mich intensiv mit der Verordnung befasst und bin - im Gegensatz zu vielen technisch und rechtlich unversierten/kurzsichtigen
Kommentatoren - ziemlich begeistert. Man darf nicht vergessen, dass mit dieser NNVO tatsächlich Neuland betreten wird und wir ohne
unbestimmte Rechtsbegriffe nicht auskommen werden. Ins Detail auskonkretisierte technische Begriffe bringen uns in der Sache nicht weiter.
Eine funktionierende Netzneutralität werden wir ohnehin erst dann bekommen, wenn die ersten Fälle vor Gericht ausgefochten werden.
Die NNVO zu blockieren ist daher nicht zielführend. Nachbesserungen sind schließlich jederzeit möglich, da kein Parlament erforderlich...

Der vielkritisierte § 2 Abs. 3 NNVO muss so kommen. Ohne diesen und auf Grundlage von § 2 Abs. 1 - 2 und Abs. 4 wird es nämlich nicht
möglich
sein NGN Dienste wie VoIP & VoC sowie IPTV-Multicast und andere "Managed Services" anzubieten. Die Absätze 1 und 2 stehen
als Absolutheitsgrundsatz und sind für sich genommen in der praktischen Anwendung geradezu "radikal". Auch unter Berücksichtigung
des Grundsatzes der Privatautonomie halte ich dieser Regelung für geboten. Ohne dieses "Einfallstor" welches effektiv aber keines ist,
könnte die Verordnung bei Klagen durch die Provider sofort wieder einkassiert werden. Hier der Text:
(3) Eine inhaltsneutrale an technischen Erfordernissen orientierte Transportklassifizierung
(Qualitätsdienstklassen) ist keine willkürliche Verschlechterung von Diensten, solange
dem Endnutzer Wahlmöglichkeiten erhalten bleiben. Eine Differenzierung von
Entgelten nach Qualitätsdienstklassen ist keine ungerechtfertigte Behinderung oder
Verlangsamung des Datenverkehrs.


Ohne jetzt weiter in die Kritik und ins Detail zu gehen möchte ich an dieser Stelle die - aus meiner Sicht - signifikanteste Änderung für
Kabelinternetkunden vorstellen. Ganz entscheidend und begrüßenswert wirkt sich hier § 4 NNVO aus;
§ 4 Reichweite der Netzneutralität
Nach Maßgabe des Gesetzes über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen
dürfen Betreiber das Gebot der Netzneutralität nicht dadurch beeinträchtigen,
dass sie den Netzzugang nur über ein von ihnen bestimmtes Endgerät ermöglichen.
Der Netzabschluss muss grundsätzlich über ein vom Nutzer frei wählbares Endgerät
technisch zugänglich sein.

Diese "lex avm" ist das endgültige und notwenige Verbot des Netzabschlussgeräte- bzw. Routerzwangs! :super:
Das bedeutet konkret, dass auch die Kabelnetzbetreiber mit Inkrafttreten der Verordnung alle technischen Maßnahmen
ergreifen müssen, um eine Provisionierung von freien Geräten zu ermöglichen. Wenn ich hier auf das bisherige
Geschäftsgebahren unserer beiden großen deutschen KNB (UMKBW und KD) blicke, dann freut mich sehr, dass das Ende
der bisherigen, verabscheuungswürdigen Praxis naht;
- der Kunde hat die Wahl zwischen subventioniertem, konfektioniertem Providergerät und freien Geräten
- keine lächerliche WLAN-Aktivierungebühr u. ä. Abzockentgelte mehr
- keine Sperrung der VoIP/SIP-Register mehr, Anbieter können eingetragen werden
- volles Featureset, das der Hersteller vorsieht

Das dürfte dazu führen, dass UMKBW die Routerfirmwares der Kabefritzen und das komplette Featureset endlich in die Hände von AVM
legt, um wenigstens die Routerkonsistenz an den eigenen Anschlüssen zu wahren und den Verwaltungsaufwand gering zu halten...
Ansonsten würde nämlich keiner, der auf die Komfortfunktionen wert legt, noch zu einem Subventionsgerät von UMKBW greifen.
MfG,
HNIKAR

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Re: BMWi legt Entwurf einer NNVO vor!

Beitragvon conscience » 23.06.2013, 13:43

Diese "lex avm" ist das endgültige und notwenige Verbot des Netzabschlussgeräte- bzw. Routerzwangs


Und diese Schlussfolgerung ist m. E. grundlegend falsch.

Der Netzabschluss muss grundsätzlich über ein vom Nutzer frei wählbares Endgerät technisch zugänglich sein.


Ich gehe davon aus, dass ein Anbieter dem Endkunden sein Netzabschlussgerät weiterhin so wie in der bestehenden Praxis zur Verfügung stellen kann
Der Anbieter darf durch die Konfiguration des Netzabschlussgeräts nur keine unerwünschten Endgeräte ausschließen.
--
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Re: BMWi legt Entwurf einer NNVO vor!

Beitragvon Dinniz » 24.06.2013, 10:04

Selbst wenn es so kommen sollte, dass man sein eigenes MTA anmelden kann, hat man das Problem das UM nicht mehr zur Entstörung rausfahren wird da es sich um ein Kundengerät handelt.
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Re: BMWi legt Entwurf einer NNVO vor!

Beitragvon Matrix110 » 24.06.2013, 13:25

Insbesondere den Wegfall von Router bzw. Modem zwang begrüße ich in der Verordnung, soweit diese irgendwann einmal in Kraft tritt.

Die Anbieter werden natürlich weiterhin ihre in der Regel grottigen Geräte mit ihren Anschlüssen abgeben im Regelfall, was ja auch ok ist, man muss den uninformierten Bürgern(die sich im Regelfall auch gar nicht informieren wollen) nicht zumuten sich im Routermarkt für ein Gerät zu entscheiden.
Prinzipiell fande ich den Weg von UM bis jetzt auch ok, das Modem vom Netzbetreiber Router kann auch frei gekauft werden, von Telefon Komfort mal abgesehen, allerdings ist man ja schon auf dem Weg davon stark abzuweichen.
Jeder der es für nötig hält hätte dann auch die Wahl abweichend von den Endgeräten des Providers endlich den favorisierten Router/Modem zu verwenden.

Wie umgeht man das ganze?
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Re: BMWi legt Entwurf einer NNVO vor!

Beitragvon websurfer83 » 24.06.2013, 16:08

Im Prinzip würde sich da auch ein tragfähiger Kompromiss finden lassen, der bis vor ein paar Jahren noch gängige Praxis war und gegen den wahrscheinlich niemand etwas einzuwenden hätte:
Wenn der Netzabschluss vom KNB gestellt wird, in Ordnung, das ist akzeptabel. Es sollte jedoch jedem Kunden freigestellt werden, ob er das gelieferte Gerät wirklich auch als (WLAN-)Router betreibt, oder ob er sich seinen eigenen Router kauft. Daher sollte es per Firmware möglich sein, das Gerät statt als Router auch als reine Bridge zu konfigurieren, so dass es an das WAN-Interface jedes beliebigen Routers wie Teldat/Funkwerk, Cisco, LANCOM oder was weiß ich was angeschlossen werden kann.

Es ist meiner Meinung nach völlig inakzeptabel, die Kunden zur Nutzung des doch meist sehr rudimentären Gerätes als Router zu zwingen. Wer Sicherheit, Komfort und Vielfalt in der Funktionalität sucht, ist mit freien Geräten deutlich besser beraten.
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Re: BMWi legt Entwurf einer NNVO vor!

Beitragvon HNIKAR » 24.06.2013, 17:13

conscience hat geschrieben:Und diese Schlussfolgerung ist m. E. grundlegend falsch.

Ach, conscience... warum wundert mich das bloß nicht, dass ausgerechnet von dir wieder sowas kommt?
Es wäre schön, wenn du wenigstens ein einziges mal eine Begründung für deiner Weisheit letzten Schluss offen legen könntest.

Ich gehe davon aus, dass ein Anbieter dem Endkunden sein Netzabschlussgerät weiterhin so wie in der bestehenden Praxis zur Verfügung stellen kann
Der Anbieter darf durch die Konfiguration des Netzabschlussgeräts nur keine unerwünschten Endgeräte ausschließen.

Die Frage WARUM du davon ausgehst, bleibt weiterhin offen. Ich kann dir aber gerne sagen, warum deine Annahme grundfalsch ist.
§ 4 Abs. 2 S. 2 NNVO ist in seinem Wortlaut so eindeutig und unzweifelhaft, dass er eigentlich keinerlei Erläuterung oder gar Auslegung bedarf.
Dir ist die technische Begrifflichkeit des NT(P) bzw. "Netzabschlusses" doch wohl geläufig, oder nicht? Dann gibt es hier nichts mehr zu deuteln.
Mit dieser Klausel wird bewusst eine Korrektur und der normgeberische Schlussstrich unter die jüngste Fehlentscheidung der BNetzA gezogen.
Diese technisch durchaus versierte Behörde hatte letztendlich völlig unverständlicherweise den Providern frei in die Hände gelegt zu definieren,
was denn ihr jeweiliger Netzabschluss im Einzelfall denn überhaupt sei. Das war und ist natürlich völlig aberwitzig und verfehlt!
Verkürzt ausgedrückt: Technisch und rechtlich kann der Netzabschluss einzig und ausschließlich nur das erste Endgerät sein, welches nach der
Anschlussdose vom Kunden betrieben wird. Letztendlich fallen in der modernen Anschlussarchitektur im Regelfall NTP und Endgerät zusammen.
(-> siehe z. B. Kabelfritzboxen im Bereich der KNB). Genaueres hierzu siehe auch der sehr schöne, oben verlinkte Artikel aus der CT.
Bild

Die Sach- und Rechtslage ist damit jetzt mit der NNVO wieder eindeutig.
Und bevor wir das an dieser Stelle weiter vertiefen sei meinerseit nur mal so die nicht unerhebliche Frage nach dem Normzweck in den Raum gestellt.
D. h. wozu hätte man diesen § 4 überhaupt aufnehmen sollen, wenn tatsächlich ein reines "weiter so" beabsichtigt gewesen wäre?
Ja, hier strauchelt dann wohl selbst der erhabene conscience mit seinen absolut tiefgründigen Überlegungen und seinen ach so weisen Worten...

Wer mir bzw. meiner Urteilsvermögen nicht glaubt, sollte dem BMWi vielleicht 'ne E-Mail-Anfrage stellen und diesen Thread verlinken.
Wenn ich das selbst täte, käme doch sowieso wieder einer dahergekrochen um die Authentizität meines Anfrageergebnisses in Frage zu stellen...
Das kenne ich noch aus anderen "einschlägigen Kabelforen". Da wollte ja auch keiner dem juristisch Versierten glauben, dass KD die Sender
der Pro7Sat1 und RTL-Gruppe nun zeitnah "hell" machen muss. Was war das für ein Theater... Und wer hatte am Ende - wie so oft - recht? Egal...

@ websurfer83:
Prinzipiell stimme ich dir insofern zu, als dass die von dir beschriebene Option ein für den Nutzer halbwegs akzeptables Mittel wäre,
um ans Ziel zu kommen. Die Verordnung spricht aber ganz eindeutig gegen eine solche Betrachtungsweise. Außerdem sehen wir ja gerade
aktuell, zum Beispiel beim Thema "Fernwartungsfunktion", welches auch hier im Forum heftigst kocht, dass die tatsächliche praktische
Umsetzung den Erfordernissen einer bald verpflichtenden diesenzüglichen Netzneutralität sehr sehr weit hinterherhinkt.
Das Ziel ist klar: Ein einziges Engerät nach willkürlichem Gusto des Kunden, welche alle legalen Standarddienste ermöglicht, die der Nutzer wünscht.
Was legal ist und was nicht, ist bei echter Netzneutralität übrigens auch nicht länger von den Provider-AGB determiniert sondern vom Gesetzgeber.

Natürlich bleibt es den Kabelnetzbetriebern und anderen Providern weiterhin erlaubt den Kunden ihre subventionierten Gängelgeräte anzubieten.
Sie können den Kunden aber nicht länger darauf festnageln und den Kunden grundsätzlich von jeglichem Support ausschließen, wenn kein Eigen-
Gerät genutzt wird. Die Technikabteilungen werden also einen Zacken zulegen müssen oder (wie ich bereits im Vorbeitrag schrieb) einfach so
attraktive Hardware anbieten, dass die Mehrzahl der Enkunden gar nichts anderes mehr vom freien Markt will.
Dieses Thema ist numal auch ein integraler Bestandteil einer umfassenden Netzneutralität.

Es ist meiner Meinung nach völlig inakzeptabel, die Kunden zur Nutzung des doch meist sehr rudimentären Gerätes als Router zu zwingen. Wer Sicherheit, Komfort und Vielfalt in der Funktionalität sucht, ist mit freien Geräten deutlich besser beraten.

Genau. Und das wird zum Glück bald ein Ende haben.
Mit den Kabelfritzboxen wäre man hier bei UMKBW ja theoretisch auch schon wirklich auf einem sehr guten Weg...
Ottonormalkunde in Deutschland ist sowieso spitzt auf AVM wie der Spitz auf's Wiener Würstchen.
Das Einzige was der "Provider der Herzen" tun müsste, wäre über den eigenen Schatten zu springen und AVM die Gestaltung der Boxen
komplett zu überlassen und ausnahmslos ALLE F!B Cable-BOXEN zum Kauf (ggf. leicht suventioniert anzubieten). Problem Gelöst.
Kunde Glücklich. Eigene Technikabteilung weiter effizient und glücklich. Die wenigen Einzelfälle bekommt man auch in den Griff.
Wenn der Kunde nämlich sieht, dass er mit seinem "schlechten" Exotengerät regelmäßig Schwierigkeiten hat, dürfte er mit Leichtigkeit
vom Support zu überzeugen sein, sich doch wenigstens ein günstiges Standardmodell von UMKBW zuzulegen.
Die FRITZ!Box 6320 Cable würde ich dem Kunden für 0 - 15 € hinterherwerfen und der Kessel wäre ein für alle mal geflickt.
Das Leben könnte so einfach und schmerzfrei sein... wenn, ja wenn man endlich damit aufhören würde, den Kunden als auzuschlachtendes
Opferlamm zu betrachten. Ich kann's nur immer wieder wiederholen - z. B. €xtrca$h für WLAN-Funktionalität ist einfach der blanke Hohn.
MfG,
HNIKAR

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Re: BMWi legt Entwurf einer NNVO vor!

Beitragvon websurfer83 » 24.06.2013, 18:05

Das mit dem WLAN gegen Aufpreis verstehe ich nicht so ganz.

Warum nicht einfach einen oder mehrere reine Access-Points (ohne Router-Funktionalität) hinter der Fritz-Box an einen Switch-Port anschließen und fertig?

Die Fritz-Geräte sind sowieso in der WLAN-Versorgung als suboptimal zu betrachen, da keine externen Antennen angeschlossen werden können, kein Roaming mit mehreren APs möglich ist und schon gleich gar kein gemanagter Betrieb. Daher würde ich für meine Bedürfnisse ohnehin getrost auf die WLAN-Funktionalität dieser Box verzichten.
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Re: BMWi legt Entwurf einer NNVO vor!

Beitragvon josen » 26.06.2013, 20:45

Hallo,

HNIKAR hat geschrieben:Gute Neuigkeiten (vor allem für gegängelte Kabelinternetkunden)!


da du im Thema zu sein scheinst: Es wäre sehr interessant zu wissen, wie die Mehrheitsverhältnisse (falls erforderlich) und die Zeitplanung für diese Verordnung aussehen. Kannst du dazu was sagen?

Ich teile websurfers Meinung. Fritz!Boxen sind nichts für mich, ich möchte ein einfaches Modem/Bridge und Profi-Hardware einsetzen.

Grüße
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Re: BMWi legt Entwurf einer NNVO vor!

Beitragvon HNIKAR » 28.06.2013, 00:14

Hallo josen,

josen hat geschrieben:Es wäre sehr interessant zu wissen, wie die Mehrheitsverhältnisse (falls erforderlich) und die Zeitplanung für diese Verordnung aussehen. Kannst du dazu was sagen?

Ich hatte dazu ja schon etwas gesagt;
Die Ministerialverordnung wird als Ausführungsbestimmung zu § 41 Abs. 1 TKG ergehen und entsprechend vom BMWi erlassen werden.
Mit einem zeitnahen Inkrafttreten innerhalb der nächsten Wochen und Monate ist daher zu rechnen.

Und das war eigentlich auch schon alles, was ich dazu zu sagen kann. Ich sitze leider nicht im BMWi... :zwinker:

Aber ich sag's natürlich gerne nochmal im Klartext, weil vll. nicht gleich für jeden ersichtlich ist:
Die Mehrheitsverhältnise sehen so aus, dass das FDP-Röslerministerium für die Verordnung zuständig ist. ;-)
D. h. die Verhältnisse interessieren in diesem Fall (Ministerialverordnung - kein [parlamentarisches] Gesetz!) überhaupt nicht.
Wann die Ministerialverwaltung den Entwurf für final hält und wann sie gedenkt, ihn in Kraft zu setzen, wird sich zeigen.
Sie hat aber bereits veröffentlicht, damit deutet eigentlich alles auf Finalität hin. Ich habe leider keine Glaskugel.
Es kann aber sehr schnell gehen ("Wochen und Monaten"). Lange wird's wohl nicht dauern.

Ich teile websurfers Meinung. Fritz!Boxen sind nichts für mich, ich möchte ein einfaches Modem/Bridge und Profi-Hardware einsetzen.

Ja, das glaube ich dir gerne. Aber damit gehört ihr beiden wohl zu einer recht starken Kundenminderheit.
Ottnormalnutzer freut sich nunmal wie Bolle, wenn sein Gerät nur "Fritzbox" heißt und von AVM kommt.

Gerade für die technisch Versierteren und Anspruchsvollen wie euch wird es ja aber in Zukunft auch deutlich besser werden.
Ich werde auch künftig versuchen mit günstigster Standardhardware bestmögliches zu Erreichen. Ich mag die Herausforderung. :D
Inzwischen hat mir Vodafone für meinen ADSL2+-Anschluss meinen dritten Gratisrouter in Folge (eine EasyBox 903) gegeben.
Der läuft endlich genau wie er soll, mackt nicht rum und macht mir Freude. Eigentlich bekommen den nur VDSL-Kunden... :glück:

Die weitgehende Abschaffung von Zwangshardware ist ein großer Gewinn für alle. Außer wohl für die Technikabteilungen der Provider.
Da wird man künftig wohl etwas bessere Leute brauchen. Die kosten etwas mehr. Lösen dafür aber auch die Probleme schneller und besser.
MfG,
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Re: BMWi legt Entwurf einer NNVO vor!

Beitragvon Matrix110 » 28.06.2013, 07:46

websurfer83 hat geschrieben:Das mit dem WLAN gegen Aufpreis verstehe ich nicht so ganz.

Warum nicht einfach einen oder mehrere reine Access-Points (ohne Router-Funktionalität) hinter der Fritz-Box an einen Switch-Port anschließen und fertig?

Die Fritz-Geräte sind sowieso in der WLAN-Versorgung als suboptimal zu betrachen, da keine externen Antennen angeschlossen werden können, kein Roaming mit mehreren APs möglich ist und schon gleich gar kein gemanagter Betrieb. Daher würde ich für meine Bedürfnisse ohnehin getrost auf die WLAN-Funktionalität dieser Box verzichten.


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