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Backbone der KDG offenbar in Betrieb

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Backbone der KDG offenbar in Betrieb

Beitragvon Heiner » 07.09.2007, 20:24

http://www.kdgforum.de/viewtopic.php?f=2&t=2355

Offenbar steht das Glasfasernetz der KDG - damit sind dann wohl alle ausgebauten Gebiete am Backbone(sonst würde es ja im Kabel Ausfall auf E28 geben), was damit heißt, dort ist die Zuführung über 23,5°Ost nicht mehr notwendig. Damit wirds dann über Satellit bald wohl nur noch den KDG-Basisdienst geben mit allen Transpondern, die auch in nicht ausgebauten Gebieten sind. Das sind insbesondere Netze im Osten Deutschlands, die generell etwas kleiner sind(während es im Westen viele zentrale Netze gibt, die auch immer öfter ausgebaut sind oder optimiert; optimiert in dem Sinne wie bei Kabel BW, hängen am Glasfasernetz, sind aber nicht ausgebaut).

Der Tp. der für E29 zur Zuführung genutzt wird, sendet aber offenbar noch. Denkbar dass der dann für S24 genutzt wird. S24 wird ja in allen Netzen verfügbar sein und nicht nur in ausgebauten oder optimierten.
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Re: Backbone der KDG offenbar in Betrieb

Beitragvon Heiner » 15.09.2007, 09:47

Angeblich jetzt auch alle anderen Transponder weg.

C. Lyngemark von Lyngsat meint allerdings(hatte mit ihm Mailkontakt), KDG hätte nur die Parameter geändert. Kann ich mir aber nicht vorstellen. SR 27500 FEC 9/10 entsprach doch genau 256QAM im Kabel, warum sollte man das also ändern? Und auf den anderen Seiten steht auch noch SR 27500 FEC 9/10 soweit ich das beobachten konnte...

Sehr sonderbar. Wenn die wirklich alle weg sind, müsste das im Umkehrschluss bedeuten dass nicht nur die Ausbaugebiete bereits am Backbone sind, sondern alle Netze. Störungsmeldungen hat man dazu hier ja bisher nicht gehört, was Kabel angeht...

Sehr seltsam das alles... :?

Wenns so wäre wäre das schon ein ziemlich großer Schritt. Nicht mal bei Kabel BW hängen alle Netze am Backbone. Zumindest bisher.

EDIT: Auf Lyngsat steht nun SR 28500 :?

User im DF bestätigen es auch. Damit gibts die Satzuführung also weiterhin.

Das Backbone ist also doch noch nicht fertig. :(
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Re: Backbone der KDG offenbar in Betrieb

Beitragvon mischobo » 15.09.2007, 14:36

... afaik baut KDG kein komplettes Glasfasernetz auf, sondern erst ab den sog. üBK wo auch weitere regionale Angebote eingespeist werden können. Per Glasfaser wird das dann an die Fiber-Nodes weitergeleitet wo dann die Signale per Koaxkabel weiterverbreitet werden. Die üBKs werden afaik weiterhin über Astra 23,5° versorgt.
Bei Unitymedia und Kabel BW sieht das anders aus; da nennen sich die üBKs Content-Hubs. Die Content-Hubs sind die letzte Station, von denen aud regionale Angebote weiterverbreitet werden können. Kabelnetze die über den gleichen Content Hub versorgt werden, erkennt man i.d.R. am gleichen analogen Radio-Angebot.
An den Content Hub Bonn sind demnach die Netze Bonn, Lohmar und Köln-Porz angeschlossen. Auch Königswinter und Bad Honnef dürften über den gleichen Content Hub versorgt werden und mit der anstehenden "Radiooptimierung" werden in Königswinter und Bad Honnef wohl die gleichen Programme auf den gleichen Frequenezn wie in Bonn verbeitet werden.

Die "Radiooptimierungen" werden derzeit in den nicht ausgebauten Netzen durchgeführt und damit lässt sich gut erkennen, welche Netze über die jeweiligen Content Hubs versorgt werden ...
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Re: Backbone der KDG offenbar in Betrieb

Beitragvon Heiner » 15.09.2007, 17:21

mischobo hat geschrieben:... afaik baut KDG kein komplettes Glasfasernetz auf, sondern erst ab den sog. üBK wo auch weitere regionale Angebote eingespeist werden können.


Komplett vielleicht nicht, das hätte mich auch gewundert - deshalb wunderte ich mich auch dass nun alles weg sein sollte, was ja doch nicht so ist.

Aber das mit "ab den üBK" liest sich hier aber anders:
http://www.alm.de/fileadmin/Download/Po ... 05.02..pdf (Seite 16 unten/17)

Weiterhin werden die Cluster der Zugangsnetze verkleinert und über so genannte Fiber Nodes per Glasfaserleitungen direkt mit den so genannten Cable POPs verbunden. Die Cable POPs übernehmen gewissermaßen die Funktion der Regionalen Kabelkopfstellen. Sie bilden die Übergangspunkte zu den regionalen Backbones. Die regionalen Backbones wiederum sind über so genannte Breitband-POPs an das nationale Backbone angeschlossen und damit direkt mit dem POC in Rödelheim (Frankfurt) verbunden.


Damit scheint man sowohl vor als auch hinter den "üBK"s(=Content Hubs oder Cable POPs) auf Glasfaser zu setzen oder zumindest auf irgend eine Leitung. Wird bei Unity und Kabel BW doch ähnlich gemacht, wenn ich mich nicht irre.

Die üBKs werden afaik weiterhin über Astra 23,5° versorgt.


Kann, muss nicht. Das Backbone ist grundsätzlich ja nicht nur für Internet/Telefon, sondern auch für TV/Radio gedacht. Will heißen: Die sog. üBKs können zentral aus Frankfurt mit Programmen versorgt werden. Genau wie ihr in NRW/Hessen aus Kerpen.

Natürlich aber nicht alle üBKs. Insbesondere im Osten gibt es sehr viele dezentrale Netze, an denen teilweise nur 2 oder 3 Städte hängen. Im Westen hingegen gibt es mehrere zentrale Netze. Nehm ich z.B. Schleswig-Holstein als Beispiel, da gibts 6 große zentrale Netze(Kiel, Flensburg, Lübeck, Heide, Eutin, Südholstein).

Vergleiche S.18 unten:
Die Modernisierung des KDG-Netzes und der Aufbau des Backbone wird nahezu 100 % des heutigen Einzugsgebietes der KDG umfassen. Allerdings wird es einige Netzbereiche geben, die nicht an das moderne KDG-Netz angeschlossen werden.[...] Die Versorgung dieser Gebiete mit Fernsehsignalen wird weiterhin ausschließlich über Satellit erfolgen in Form von so genannten Satelliten-Großgemeinschaftsantennenanlagen.


Nehm ich uns mal als Beispiel, müsste das Signal bei uns folgenden Weg gehen:
POC Frankfurt => Regional-POC Hamburg => Content Hub Cloppenburg => Primary Hub Vechta-Langförden

Wie ich darauf komme?
1. POC Frankfurt ist klar

2. Regional-POC Hamburg siehe TKLM-Gutachten, da ist von regionalen Backbones mit Sitz in Hamburg, Berlin, Leipzig, München, Nürnberg und Frankfurt die Rede

3. Content Hub Cloppenburg, weil ab hier die Radioprogrammierung und -belegung gleich ist und die TV-Programmierung -belegung weitestgehend(nur Unterschiede hinsichtlich E02-E04 bzw. E21-E23)

4. Primary Hub Vechta-Langförden, weil diese früher(vor 2004) eine andere TV- und Radiobelegung hatte als Cloppenburg und weils einfach logisch ist - hier können die Programme ja auch noch mal umbelegt werden, z.B. aus Ausbaugründen. Und das geht auch. Das Netz hier wurde ja jetzt ausgebaut, aber nicht alle Gebiete.

- Primary Hub Cloppenburg: Natürlich ausgebaut, ist ja =Content Hub
- Primary Hub Vechta-Langförden: ausgebaut
- Secondary Hub Diepholz: "optimiert", hängt aber definitiv am Primary Hub Vechta-Langförden
- Primary Hub Dinklage: "optimiert"
- Primary Hub Großenkneten: "optimiert"
- Primary Hub Quakenbrück: "optimiert"

(optimiert = nicht ausgebaut, aber wohl am Glasfasernetz hängend)

KDG wird bundesweit gesehen aber wohl weiter zweigleisig fahren:
- Satellitenzuführung für nicht ausgebaute Gebiete
- Glasfaserzuführung für ausgebaute und sog. "optimierte" Gebiete

Damit müsste KDG dann auch nur noch einen Basisdienst über Sat ausstrahlen, nämlich für die nicht ausgebauten Gebiete, die noch vor Ort empfangen und keine Zuführungsmöglichkeit über das POC haben. Also nur die Programme die bis S41 eingespeist werden.

So wird das wohl künftig laufen. Wie es genau ist weiß wohl nur KDG. Leider kann ich mich da nur auf das stützen was ich aus den Dokumenten rauslesen kann. Wird dir wohl genauso gehen^^ ;)
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Re: Backbone der KDG offenbar in Betrieb

Beitragvon mischobo » 16.09.2007, 15:29

... das von dir aufgeführte Dokument behandelt primär die Problematik der EInspeisung regionaler digitaler Angebote.
Dieses Dokument -> http://www.ifn.ing.tu-bs.de/itg/docs/05 ... ng_NTh.pdf beinhaltet Beschreibungen einzelner Phasen des Netzausbaues (s.S. 4 - 7)
Die Speisung der üBKs dürfte da wohl weiterhin per Sat erfolgen. Meines Erachtens macht es aus betriebswirtschafllichen Gründen auch keinen SInn in der Zuführung der Kabelnetze zweigleisig zu fahren. HFC-Netze scheint es nach dem Dokument nur regional zu geben, wobei dann die Zuführung primär auch über die KDG-Transponder auf Astra 23,5°Ost erfolgt.

Unitymedia und Kabel BW versorgen dagegen die Kabelnetze zentral, wobei es derzeit noch ein paar autarke Netze bei Kabel BW gibt, die bis Ende nächsten Jahres aber auch verschwinden sollen.
Bei ish waren Mitte 2005 alle Kabelnetze an das NOC in Kerpen angebunden. Zum gleichen Zeitpunkt übernahm iesy ish und bis Mitte 2006 wurden auch alle hessischen Kabelnetze an das zentrale NOC in Kerpen angebunden. Bei Unitymedia gibt es trotz zentraler Versorgung in den Netzen unterschieldich digital Angebote. Nehmen wir als Beispiel mal die Kabelnetze Bonn und Königswinter/Bad Honnef. Beide Netze dürften über den gleichen Content Hub versorgt werden. In Königswinter/Bad Honnef wird z.B. Bahn TV zeitpartagiert (mit Detskij Mir) auf Kanal S33 402MHz verbreitet. In Bonn gibt es Bahn TV nicht auf diesem Kanal. Die unterschiedliche Modulation auf S40 458MHz in Bonn und Königswinter/Bad Honnef kann man nicht als regionalen Unterschiede bezeichnen, da die Programmbelegung identisch ist. Auf Kanal S41 466MHz gibt es dagegen in Bonn und Königswinter/Bad Honnef eine unterschiedliche Programmbelegung. In Königswinter/Bad Honnef fehlt auf diesem Kanal Job TV 24 / Help TV und Bibel TV ist im Gegensatz zum Kabelnetz Bonn nur zeitpartagiert (mit Blue Hustler) verfügbar.

In NRW und Hessen ist die Regionalisierung der digitalen Angebote bereits Realität. Aber trotzdem fehlen derzeit im digitalen Angebot immer noch die Regionalprogramme, was aber keine technischen sondern vertragliche Gründe haben dürfte ...
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Re: Backbone der KDG offenbar in Betrieb

Beitragvon Heiner » 16.09.2007, 16:52

mischobo hat geschrieben:... das von dir aufgeführte Dokument behandelt primär die Problematik der EInspeisung regionaler digitaler Angebote.
Dieses Dokument -> http://www.ifn.ing.tu-bs.de/itg/docs/05 ... ng_NTh.pdf beinhaltet Beschreibungen einzelner Phasen des Netzausbaues (s.S. 4 - 7)


Und ist schon 2 Jahre alt. Das TKLM-Gutachten hingegen ist von Januar 2007. Der Autor wird sich sicher umfassend bei KDG informiert haben. Oder glaubst du, der schreibt da auf blauen Dunst was hin? :kratz:

In 2 Jahren können sich Strategien ändern. Unitymedia plante doch erst auch nur den Ausbau bis 630 MHz, nachher wurdens dann doch 862 MHz. Die Meldung mit dem Glasfasernetz der KDG, die kam auch erst September 2006. Daher glaube ich dieser mehr.

Meines Erachtens macht es aus betriebswirtschafllichen Gründen auch keinen SInn in der Zuführung der Kabelnetze zweigleisig zu fahren.


Im Gegenteil, es macht Sinn. Wenn das Backbone eh aufgebaut wird(wenn auch primär für Internet und Telefonie), dann kann man es auch für TV und Radio nutzen. Und das ist offenbar auch geplant. Sonst würde es ja nicht im Gutachten stehen.

Ich zitiere:
Das zukünftige Backbone der KDG wird eine sehr flexible Funktionalität besitzen, die durch die Verwendung des Internet-Protokolls gewährleistet wird. Es wird hauptsächlich für die Vernetzung der Internet- und Telefon-Dienste verwendet, dient jedoch auch der Verteilung der DVB-Signale.


Wenn es auch zur Verteilung der DVB-Signale dient, warum soll KDG dann immer vom Satelliten übernehmen? Das wär ja doppelt gemoppelt.

Der Hauptsitz des Backbones ist Rödelheim bei Frankfurt, genau wie beim Uplink, mal so zur Info. ;)
Daher wäre es ein Leichtes, die Kanäle über beide Möglichkeiten zu verschicken.

KDG ist nun mal in der besonderen Situation, dass sie Orte in 13 Bundesländern versorgt. Dadurch können nicht alle Orte an das Glasfasernetz, da es sich in so manchen Netzen einfach nicht lohnt. Unitymedia und Kabel BW haben es da ja wesentlich einfacher.

Und wenn KDG die Ausbaugebiete eh schon am Backbone hat für Internet und Telefon(und die werden alle drankommen, sonst würde das Backbone doch erst recht keinen Sinn machen), wäre es doch dumm, dies nicht auch für TV/Radio zu nutzen und so einen Großteil der Geräte in den regionalen Kopfstationen einzusparen. Die Einsparung dürfte größer sein als die Kosten der Doppelausstrahlung. Allein schon wegen den Stromkosten - so zumindest meine Einschätzung, sind ja schließlich gar nicht wenige Geräte, da werden pro KKS schon einige zusammenkommen.

Deshalb wird es wohl auf diese Doppellösung hinauslaufen(auch wenn ASTRA 3A natürlich eine recht teure Zuführung ist...). Satellit für total unausgebaute Netze, Backbone für ausgebaute und optimierte Netze.

Wie dem auch sei, wir werden ja früh genug sehen wie es nun kommt. Was mein Netz angeht, weiß ich das es am Backbone hängt. Ein KDG-MA hat mir das vor einigen Monaten auf Anfrage gesagt. ;)
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Re: Backbone der KDG offenbar in Betrieb

Beitragvon mischobo » 16.09.2007, 20:00

Heiner hat geschrieben:
mischobo hat geschrieben:... das von dir aufgeführte Dokument behandelt primär die Problematik der EInspeisung regionaler digitaler Angebote.
Dieses Dokument -> http://www.ifn.ing.tu-bs.de/itg/docs/05 ... ng_NTh.pdf beinhaltet Beschreibungen einzelner Phasen des Netzausbaues (s.S. 4 - 7)


Und ist schon 2 Jahre alt. Das TKLM-Gutachten hingegen ist von Januar 2007. Der Autor wird sich sicher umfassend bei KDG informiert haben. Oder glaubst du, der schreibt da auf blauen Dunst was hin? :kratz:

In 2 Jahren können sich Strategien ändern. Unitymedia plante doch erst auch nur den Ausbau bis 630 MHz, nachher wurdens dann doch 862 MHz. Die Meldung mit dem Glasfasernetz der KDG, die kam auch erst September 2006. Daher glaube ich dieser mehr.
... dann schau mal auf Seite 15 des von dir verlinkten Gutachtens. Da wird Bezug auf das von mir verlinkte Dokument genommen.
Davon mal abgesehen wäre es interssant zu wissen, in wessen Auftrag dieses Gutachten erstellt wurde. Gutachten werden nicht ohne Grund erstellt
Heiner hat geschrieben:
mischobo hat geschrieben:Meines Erachtens macht es aus betriebswirtschafllichen Gründen auch keinen SInn in der Zuführung der Kabelnetze zweigleisig zu fahren.
Ich zitiere:
Das zukünftige Backbone der KDG wird eine sehr flexible Funktionalität besitzen, die durch die Verwendung des Internet-Protokolls gewährleistet wird. Es wird hauptsächlich für die Vernetzung der Internet- und Telefon-Dienste verwendet, dient jedoch auch der Verteilung der DVB-Signale.
Im Gegenteil, es macht Sinn. Wenn das Backbone eh aufgebaut wird(wenn auch primär für Internet und Telefonie), dann kann man es auch für TV und Radio nutzen. Und das ist offenbar auch geplant. Sonst würde es ja nicht im Gutachten stehen.
... wo wird das Backbone denn aufgebaut ? Dieses Backbone kann auch regional begrenzt sein. Die 52 Masterkopfstationen werden weiterhin primär über Sat versorgt. Nur was nach diesen Masterkopfstationen kommt wird stufenweise modernisiert.
Heiner hat geschrieben:
mischobo hat geschrieben:Wenn es auch zur Verteilung der DVB-Signale dient, warum soll KDG dann immer vom Satelliten übernehmen? Das wär ja doppelt gemoppelt.

Der Hauptsitz des Backbones ist Rödelheim bei Frankfurt, genau wie beim Uplink, mal so zur Info. ;)
Daher wäre es ein Leichtes, die Kanäle über beide Möglichkeiten zu verschicken.

KDG ist nun mal in der besonderen Situation, dass sie Orte in 13 Bundesländern versorgt. Dadurch können nicht alle Orte an das Glasfasernetz, da es sich in so manchen Netzen einfach nicht lohnt. Unitymedia und Kabel BW haben es da ja wesentlich einfacher.

Und wenn KDG die Ausbaugebiete eh schon am Backbone hat für Internet und Telefon(und die werden alle drankommen, sonst würde das Backbone doch erst recht keinen Sinn machen), wäre es doch dumm, dies nicht auch für TV/Radio zu nutzen und so einen Großteil der Geräte in den regionalen Kopfstationen einzusparen. Die Einsparung dürfte größer sein als die Kosten der Doppelausstrahlung. Allein schon wegen den Stromkosten - so zumindest meine Einschätzung, sind ja schließlich gar nicht wenige Geräte, da werden pro KKS schon einige zusammenkommen.

Deshalb wird es wohl auf diese Doppellösung hinauslaufen(auch wenn ASTRA 3A natürlich eine recht teure Zuführung ist...). Satellit für total unausgebaute Netze, Backbone für ausgebaute und optimierte Netze.

Wie dem auch sei, wir werden ja früh genug sehen wie es nun kommt. Was mein Netz angeht, weiß ich das es am Backbone hängt. Ein KDG-MA hat mir das vor einigen Monaten auf Anfrage gesagt. ;)
... doppelt gemoppelt bedeudet auch doppelgemoppelte Kosten. Wenn die Bouquet über Sattransponder verfügbar sind, aus welchem Grund sollte man die Bouquets dann noch mal über einen anderen Weg verbreiten, wodurch zusätzliche Kosten entstehen. ...
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Re: Backbone der KDG offenbar in Betrieb

Beitragvon Heiner » 17.09.2007, 07:39

... dann schau mal auf Seite 15 des von dir verlinkten Gutachtens. Da wird Bezug auf das von mir verlinkte Dokument genommen.


Dann schau du dir mal an dass dort "Netzstruktur heute" steht, was dem Entwicklungsstand Anfang des Jahres offenbar entspricht. Direkt nachfolgend kommt dann jedoch die zukünftige Struktur. So ist das was du sagst, zwar bisher richtig, aber in Zukunft nicht immer, maximal noch in Netzen die nicht am Glasfasernetz hängen(werden), und davon gibt es sicher noch immer genug, selbst nach abgeschlossenem Ausbau des Kabels.

... wo wird das Backbone denn aufgebaut ? Dieses Backbone kann auch regional begrenzt sein. Die 52 Masterkopfstationen werden weiterhin primär über Sat versorgt. Nur was nach diesen Masterkopfstationen kommt wird stufenweise modernisiert.


Das Backbone wird so aufgebaut, dass es ein POC in Frankfurt gibt. Daran sind wiederum regionale Backbones angeschlossen, 6 Stück. Und an diesen hängen dann wiederum die Kopfstationen("CablePOP").

Ich zitiere:
Die Cable POPs übernehmen gewissermaßen die Funktion der Regionalen Kabelkopfstellen. Sie bilden die Übergangspunkte zu den regionalen Backbones. Die regionalen Backbones wiederum sind über so genannte Breitband-POPs an das nationale Backbone angeschlossen und damit direkt mit dem POC in Rödelheim (Frankfurt) verbunden.


Masterkopfstationen in der Form wirds wohl nicht mehr geben... Sind dann ja auch relativ unnötig eigentlich.

... doppelt gemoppelt bedeudet auch doppelgemoppelte Kosten. Wenn die Bouquet über Sattransponder verfügbar sind, aus welchem Grund sollte man die Bouquets dann noch mal über einen anderen Weg verbreiten, wodurch zusätzliche Kosten entstehen. ...


Natürlich bedeutet es doppelte Kosten, aber es kann an anderer Stelle durchs Backbone eben was eingespart werden. Und wenn man das Backbone sowieso schon hat... das einzigste was sich ändert ist, dass sich die Sat-Ausstrahlung dann immer weniger lohnt, da es ja schon ein gewisser Aufwand ist, der dann vielleicht nicht mehr den Nutzen wie bisher hat.

Naja, wie dem auch sei. Das hier führt zu nix. ;)
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Re: Backbone der KDG offenbar in Betrieb

Beitragvon Heiner » 10.02.2011, 14:05

*ausgrab*

Mitte 2012 wird die Verbreitung der KDG-Signale auf 23,5°Ost eingestellt. Derzeit werden sukzessive nahezu 100% der Netze an das Backbone der KDG angeschlossen, einige kleine Netze werden an größere angebunden und alles was nicht am Backbone hängen wird (Mini-Netze mit weniger als 100 Haushalten etwa) wird wohl entweder abgeschaltet oder verkauft.

Gleichzeitig ändert sich Stück für Stück auch die Struktur tiefer im Netz. Mit der Einführung von DOCSIS 3.0 werden offensichtlich auch die bisherigen sogenannten A-Linien gegen Glasfaser ersetzt und die Cluster verkleinert, das bedeutet, dass künftig auch die KDG Netze bis 862 MHz nutzbar sein werden.

Habe dazu auch eine FAQ-Seite erstellt...
http://helpdesk.kdgforum.de/wiki/Backbone
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Re: Backbone der KDG offenbar in Betrieb

Beitragvon websurfer83 » 20.02.2011, 13:39

Danke Heiner, sehr interessante dass jetzt auch KDG als letzter großer Betreiber in Deutschland auf Glasfaser setzen wird :smile:
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