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Holpriger Start bei Arena

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Holpriger Start bei Arena

Beitragvon websurfer83 » 09.08.2006, 16:53

09.08.06

Holpriger Start bei Arena

[jv] München -"Von mir aus könnte es ewig so weiterlaufen mit Premiere als unserem Dienstleister." Als er diese Worte sprach, hatte Arena-TV-Geschäftsführer Christoph Bellmer die schlechte Nachricht wohl noch nicht gehört.

Viele Fußballfans, die am Dienstagabend - zum offiziellen Sendestart von Arena - das Lokalderby zwischen dem FC Bayern und 1860 München über den Arena-Vertriebspartner Premiere im Netz der Kabel Deutschland sehen wollten, lasen lediglich die Mitteilung "Ihre Smartcard ist für diese Sendung nicht freigeschaltet".

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Premiere begründete das am Mittwoch damit, dass es einige Zeit dauere, bis die Freischaltung erfolgt. Eine gute Stunde müsse man schon warten, bis zum ersten Mal Arena zu sehen sei. Wer sich einmal diese Zeit nehme, habe künftig keine Schwierigkeiten mehr.

Aber das ist ohnehin nicht das einzige Problem, mit dem der neue Fußballsender Arena kurz vor dem Beginn der Bundesligasaison am nächsten Wochenende noch zu kämpfen hat. In manchen Gebieten wird Arena auch weiterhin nicht zu sehen sein, weil die dortigen Kabelnetzbetreiber bislang keine Nutzungsvereinbarung getroffen haben. Eine dieser Regionen ist Aachen, die ja mit der Alemannia einen Fußball-Erstligisten zu bieten hat. "Das tut mir individuell für die Fans dort schon leid", sagte Bellmer der Nachrichtenagentur ddp am Rande des Sendestarts in München. Aber das liege nun mal an der sehr kleinteiligen Kabelnetzstruktur in Deutschland. "Wir werden nie 100 Prozent erreichen."

Bislang könnten 30 Millionen der insgesamt 36 Millionen Haushalte mit Kabelanschluss Arena TV theoretisch sehen - wenn sie denn zusätzlich zu den normalen Kabelgebühren in der Regel 178,80 Euro für den Einjahresvertrag hinblättern. Wer die Bundesliga per Satellit live sehen möchte, muss im ersten Jahr sogar 268,75 Euro zahlen. Dafür sind dann aber auch alle Partien der ersten und zweiten Liga sowie einige ausländische Meisterschaften mit drin.

Wie viele Fans sich bislang dazu durchringen konnten, Arena zu bestellen, will Bellmer derzeit nicht sagen. Frühestens in der Bundesliga-Winterpause sei er bereit, Abozahlen zu nennen. Nur so viel versicherte der Arena-Geschäftsführer: "Es läuft sehr gut." In drei Jahren will Arena TV so viele zahlende Kunden haben, wie derzeit Premiere, der bisherige Rechteinhaber für die Fußball-Bundesliga. Das wären dann 3,4 Millionen Abonnenten. Noch ist dieses Ziel aber weit entfernt. Eine Forsa-Umfrage ergab jüngst, dass die meisten Deutschen noch nie etwas von Arena TV gehört haben.

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Arena hatte sich im Verhandlungspoker um die Live-Übertragungsrechte zwar gegen Premiere durchgesetzt, ist aber zum Teil weiterhin auf die technische Infrastruktur des Konkurrenten angewiesen. Arena-Co-Geschäftsführer Dejan Jocic sieht diese Abhängigkeit kritischer als sein Kollege Bellmer: "Klar helfen wir damit der Konkurrenz." Daran sei aber derzeit leider nichts zu ändern, bedauerte er im ddp-Gespräch.

Rein fußballerisch war Jocic mit dem Sendestart zufrieden: "Alles super, alles toll." Vor ausverkauftem Haus in der Münchner Allianz Arena schlugen die Münchner Löwen den sonst so übermächtigen Lokalrivalen FC Bayern mit 3:0. Und diejenigen Zuschauer, die die Partie zuhause empfangen konnten, sahen eine durchaus ansprechende Fußball-Übertragung von Neuling Arena. Kameraführung, Zeitlupen und Bildschnitte waren schon fast auf dem bisher gewohnten hohen Niveau von Premiere. "Wir sind ein professioneller, echter Fernsehsender", jubelte Arena-Chef Jocic.

Geschafft hat er das mit der Geburtshilfe durch Premiere-Deserteure, darunter der Kommentator der ersten Partie, Oliver Forster, der routiniert den Sieg der Blauen gegen die Roten schilderte. Als Anchorman setzte Arena auf den früheren Sat.1-Fußball-Moderator und Teilzeit-Comedian Oliver Welke. Und am nächsten Samstag sollen Werner Hansch und Günther Koch kommentieren. Dann können übrigens die Bundesliga-Fans die Konferenzschaltung aus sechs Bundesligastadien live und unverschlüsselt auf Sat.1 sehen - sozusagen als Appetithäppchen, um sich von der Qualität von Arena TV zu überzeugen. Doch selbst Geschäftsführer Jocic weiß, dass Fernsehen nur die zweitbeste Lösung ist: "Es gibt nichts Besseres, als im Stadion zu hocken und dort Fußball zu gucken." (ddp)


Quelle: http://www.digitalfernsehen.de/news/news_101452.html

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