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Erdung/Potentialausgleich Hausanlage

Hier geht es um die technischen Geräte zum Empfang des digitalen Fernsehens.

Erdung/Potentialausgleich Hausanlage

Beitragvon benifs » 03.12.2010, 21:44

Hallo,

ich lese nun ja seit einiger Zeit mit und habe mir dabei einiges angelesen. Nun haben wir beim Digitalempfang sporadisch Klötzchenbildung. Das letzte mal, dass ein Techniker da war, war nachm Blitzschaden am Verstärker und die Anlage scheint auch gut eingestellt worden zu sein. Ein Panasonic an der letzen Dose (ein Strang, 4 Dosen in Reihe) sagt Stärke 10/10, Qualität 10/10 und BER von 10-^7 bis 10^-5.

Nun weiß ich aus dem Forum, das eine gute Anlage am Potentialauslgeich hängt und/oder (HÜP) geerdet ist. Wie auf den nachfolgenden Bildern zu sehen, kommt das Kabel ins Haus, in den Verstärker und ab in die Wand innen Kabelkanal zu den Dosen.
BildBildUploaded with ImageShack.us

Nun hab ich eine Frage an die Techniker hier im Forum. Es ist ja offensichtlich, das nirgends ein Potentialausgleich stattfindet und kein Kabel zur Erdungsschiene führt. Wenn ich die Anlage jetzt auf ein VDE, VDI, DIN, (beliebiges Gremium einsetzen) Niveau bringen möchte, was muss getan werden? Soweit ich gelesen habe, bräuchte ich ein galvanisches Trennglied zwischen HÜP und Hausanlage, da der HÜP nicht geerdet ist. Die Leitungen zum und vom Verstärker müssten über einen Erdungsblock an die Erdungsschiene (Potentialauslgeich) des Hauses. Ist das so korrekt? Bekomme ich diese Bauteile auch bei Conrad/Reichelt?

Um ein Galvanisches Trennglied einzusetzen müsste ich das Kabel ja auftrennen, also könnte ich dabei auch ein Teil der Kabel austauschen. Ich hab hier gelesen das Kathrein LCD 111 gut sein soll oder tut es jedes Vollkupferkabel das nicht zu dünn ist? Bei der Montage von Steckern ist zu empfehlen Crimpen, Kompression oder aufdrehen? Und wie sieht da die Dämpfung, Schwierigkeitsgrad der Montage und Langlebigkeit aus? Da es im Moment keinen (in meinen Augen) qualifizierten Fernsehtechniker in der Region gibt (und am Ort schonmal gar keiner mehr seinen Sitz hat) wollte ich das vlt. in Eigenregie durchführen und mich daher hier fackkundig informieren.

Als kleines Gimmick wollte ich die alte Gemeinschaftsdachantenne wieder in einen anschließbaren Zustand versetzen, das Kabel ist im Bild schwarz makiert und hängt momentan blind im Revisionsschacht. Warum ich auf DVB-T scharf bin? Weil Dusselmedia sich mal wieder (innerhalb "kurzer" Zeit) ein Kabel hat durchbaggern lassen, sind Trassenbänder denn vollkommen aus der Mode oder Baggerfahrer geistig nicht bei der Sache? Gibt es hier Umschalter mit passendem F-Anschluss?, sodass ich im Ausfall-fall einfach nen Schalter umlegen kann? Und was muss ich beim Zusammenschalten beachten, der Antennemast ist geerdet, sollte also auch auf Hauspotenzial liegen?

Wenn jemand der Meinung ist, ich solle das nen Techniker machen lassen, dann möge mir wer nen Laden nahe Rheingau nennen, damit ich nen Kostenvorschlag einholen kann.

Vielen Dank und gute Nacht
benifs
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Re: Erdung/Potentialausgleich Hausanlage

Beitragvon Dringi » 03.12.2010, 22:08

benifs hat geschrieben:Warum ich auf DVB-T scharf bin? Weil Dusselmedia sich mal wieder (innerhalb "kurzer" Zeit) ein Kabel hat durchbaggern lassen, sind Trassenbänder denn vollkommen aus der Mode oder Baggerfahrer geistig nicht bei der Sache?


Möglichkeit Nummer 3 ist (welche u.U. gar nicht mal so unwahrscheinlich ist), dass entweder keine Netzdoku vorhanden ist oder die Netzdoku ungenau ist. Und wenn man dann dem Baggerfahrer sagt, dass da wo er buddeln will frei ist, weil das Kabel lt. Doku 2 Meter weiter rechts oder links liegt, dann wars das halt mkit dem Kabel. Trassenband hin oder her: Das interessiert die Baggerschaufel eines modernen Baggers nicht wirklich.
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Re: Erdung/Potentialausgleich Hausanlage

Beitragvon Radiot » 03.12.2010, 23:59

Hi,
was bist du so scharf auf nen Potentialausgleich?

Aber gut...
am besten kaufst dir nen Block mit Klemmen wo dann eine Leitung zum PA geht, der HÜP, der Verstärker, der oder die Abzweiger und Verteiler kommen schonmal dran, das Ein und Ausgangskabel vom Verstärker über einen F- Erdungsblock an den PA, sowie die Kabel hinter Verteiler oder Abzweiger nocheinmal über einen Erdungsblock an einen PA kommen... (sollten)

Als Stecker gelten Kompressionsstecker als das Maß der Dinge, aber willst du wirklich soviel Geld für ne Zange ausgeben die du nachher nie wieder brauchen wirst?

DVB-T und Kabelfernsehen würde ich an deiner stelle nicht zusammen einspeisen, da ist Ärger vorprogrammiert... Dann lieber bei einem Ausfall die Zimmerantenne rausholen, bzw. die Leitung vom HÜP auf DVB-T schrauben.

Gruss.
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Re: Erdung/Potentialausgleich Hausanlage

Beitragvon benifs » 04.12.2010, 13:36

Dringi hat geschrieben:Möglichkeit Nummer 3 ist (welche u.U. gar nicht mal so unwahrscheinlich ist), dass entweder keine Netzdoku vorhanden ist oder die Netzdoku ungenau ist. Und wenn man dann dem Baggerfahrer sagt, dass da wo er buddeln will frei ist, weil das Kabel lt. Doku 2 Meter weiter rechts oder links liegt, dann wars das halt mkit dem Kabel. Trassenband hin oder her: Das interessiert die Baggerschaufel eines modernen Baggers nicht wirklich.
Den Punkt habe ich tatsächlich nicht bedacht. Wenn ich der Presse glauben schenken darf, dann war das getrennte Glasfaserkabel eigentlich nicht alt und demnach sollte eine Dokumentation hinreichend aktuell und genau sein. Egal, shit happens, aber seit der Laden Unitymedia heißt passiert das hier "öfters".
chaosschiffer hat geschrieben:was bist du so scharf auf nen Potentialausgleich?
Scharf bin ich nicht drauf, aber das wäre der letzte Punkt an dem ich als Laie ansetze um die beschriebenen sporadischen Empfangsaussetzer zu eliminieren. Andere Punkte sind abgearbeitet:
  • Lockere/alte Antennenkabel von Dose zu TV
  • Dose durch Techniker getauscht
  • Verstärker (nach Blitzschaden) durch Techniker getauscht und neu eingepegelt
Bleibt in meinen Augen nur der fehlende Potentialausgleich oder die Wände aufstemmen und die Anlage komplett erneuern, aber da husten mir meine Eltern was.
chaosschiffer hat geschrieben:am besten kaufst dir nen Block mit Klemmen wo dann eine Leitung zum PA geht, der HÜP, der Verstärker, der oder die Abzweiger und Verteiler kommen schonmal dran
Wie Erde ich nen Verstärker, ne Klemme zum Anschließen hat er nicht, den Strom bekommt er über nen Eurostecker (also ohne Schutzkontakt). Klemm ich den Draht einfach zwischen Wand und Metallgehäuse oder ist da schon ne Art Potentialauslgeich (Der Außenleiter ist ja über das Gehäuse doch leitend verbunden)? Den HÜP kann ich nur erden, wenn die Regenrinne daneben am PA hängt. Der Elektriker der das Kabelfernsehen vor 20 Jahren angeschlossen hat, war sehr kreativ bei der Wanddurchführung. Was auch der Grund ist, warum ich auf den Potentailausgleich gekommen bin. Wenn die Anlagen überall so aufgebaut sind wie bei uns (bei Reihenhäusern derselben Baufirma ist das wohl wahrscheinlich), war meine Vermutung, dass Störungen vom Nachbar zu uns reinkommen über das Kabel unter der Straße.Aber wenn du der Meinung bist, dass es eh nix bringt, oder ich das lieber nen Techniker machen lassen sollte, dann erspar ich mir den Stress. Dann müsst ich hier nur einen finden, der nicht der Meinung ist, dass ich mit Digitalfernsehen über Kabel DVB-T meine.
chaosschiffer hat geschrieben:DVB-T und Kabelfernsehen würde ich an deiner stelle nicht zusammen einspeisen, da ist Ärger vorprogrammiert... Dann lieber bei einem Ausfall die Zimmerantenne rausholen, bzw. die Leitung vom HÜP auf DVB-T schrauben.
Das es (leider) keine passenden Filter/Weichen gibt, ist mir aufgefallen, ich suche eher nen mechanischen Umschalter, entweder Kabel/oder Antenne. Die Verwendung der Zimmerantenne hat mich ja auf die Idee gebracht die Dachantenne für solche Fälle wieder zu nutzen, da sie im Gegensatz zur Zimmerantenne das ganze Haus versorgen kann. Aber das Thema Antenne statt Kabelfernseh anschließen ist ja nicht so problematisch von der Ausführung.
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Re: Erdung/Potentialausgleich Hausanlage

Beitragvon Bastler » 05.12.2010, 11:19

Nur mal so zur info, bei einem Blitzeinschlag nützt dir auch die Erdung nichts. Dafür ist die auch nicht da. Maximal bei Überspannung durch einen Blitzeinschlag in der Nähe kann er dir etwas nützen, aber auch dass ist nicht seine eigentliche Aufgabe...

Mit dem Empfang hat der PA nicht die Bohne zu tun (wir funken hier ja nicht auf Kurzwelle ^^).

Der abgebildete Verstärker hat übrigens sehr wohl eine Erdungsschraube, und zwar an der rechten Seite.

Und DVB-T und BK auf der gleichen Leitung kann nicht funktionieren, da die gleichen Frequenzbänder genutzt werden, abgesehen davon, dass dabei dann auch noch ein Kabelleck erster Klasse entstehen würde...
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Re: Erdung/Potentialausgleich Hausanlage

Beitragvon Matrix110 » 05.12.2010, 15:03

Ich glaube er möchte nur sozusagen DVB-T anstecken können, wenn DVB-C nicht funktioniert...

Aber ganz ehrlich für die 2 Fälle in 10 Jahren....
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