[Für Mieter]Ablauf der Bestellung von 3play & Co

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

[Für Mieter]Ablauf der Bestellung von 3play & Co

Beitragvon Käsetoast » 23.05.2009, 16:30

Hallo!

Ich möchte hiermit nochmal klarstellen, was man als Mieter zu beachten hat, wenn man sich z.B. 3Play - also ein Angebot mit Internet bestellt, da man hierzu entweder nur wenig findet oder viel Falsches...

Nach der Bestellung ist es seitens Unitymedia so angedacht, dass sich ein (zumindest hier) Subunternehmen bei einem telefonisch meldet, um einen Techniker vorbeizuschicken. Dieser ist nötig, da für die Nutzung von Internet & Co einige Bauteile wie etwa der Verstärker, der i.d.R. nur auf Fernsehen ausgelegt ist getauscht werden muss. Dazu benötigt ihr dann schonmal Zugang zu den Räumlichkeiten, wo die Kabel im Haus ankommen bzw. an Verstärker & Co enden (sollte vornehmlich der Keller sein). Sollte dieser Bereich verschlossen sein und ihr keinen Schlüssel dazu haben, dann müsst ihr den für den anstehenden Termin besorgen...

Auch muss in akzeptabler Reichweite um die entsprechenden Bauteile ein Stromanschluss zur Verfügung stehen. Zumindest einer der die vorhandenen Bauteile versorgt sollte schon vorhanden sein und an sich ist kein zusätzlicher Anschluss auch kein Problem, da der Techniker sich hier was Eigenes anklemmen können sollte. Sowas im Vorhinein zu klären ist aber sicherlich keine schlechte Idee...

Als Nächstes kommen die zwei wohl wichtigsten Dinge, die bei dem was man so liest gerne mal ein wenig unter den Teppich gekehrt werden: Es geht um die Kabel zu eurer Wohnung sowie die Erlaubnis des Vermieters. Wie mir von meinem Techniker auch bestätigt wurde, kann man davon ausgehen, dass nur einfach geschirmte Kabel in eure Wohnung gezogen wurden. Die Abschirmung dieser Kabel ist allerdings nicht ausreichend wenn mehr als nur Fernsehen genutzt werden soll. Daher könnt ihr schonmal davon ausgehen, dass auch in modernen Häusern das Neulegen eines Kabels zur Wohnung fällig wird. Das kann allerdings zum großen Problem werden: Wenn es so wie bei mir ist und die Kabel quasi in vorgeplanten Bohrschächten oder was auch immer verschwinden, gestaltet sich ein Nachziehen mehr als schwierig und wird so wie ich das verstanden habe nicht gemacht (weil je nachdem kaum möglich). Die Alternative ist, das Kabel durch einen Kamin zu ziehen. Wenn ihr dergleichen nicht habt und die bestehenden Kabel eben auf "Nimmerwiedersehen" in irgendwelchen Kanälen verschwinden, könnt ihr eure Idee vom Unitymedia-Anschluss eigentlich schon abhaken. Wie mein Techniker das darstellte ist dieser Fall auch keine wirkliche Seltenheit und so musste er auch bei mir unverrichteter Dinge wieder abziehen...

Nun aber noch zum zweiten wichtigen Punkt den ich erwähnte: Ihr braucht die Erlaubnis vom Vermieter. Man liest im Internet oft irgendwas von wegen "Das muss der genehmigen!" oder "Die Anlage gehört sowieso Unitymedia, von daher dürfen wir da auch ohne direkte Erlaubnis was dran machen!". Das ist schonmal kompletter Blödsinn. Ohne Erlaubnis von Vermieter, Hausverwaltung oder wem auch immer wird da kein Finger gerührt, da das je nachdem den Techniker seinen Kopf kosten kann, wenn dann irgendwann mal wer kommt und sich fragt wer dann da wieder rumgefummelt und was geändert hat. An einen Techniker zu geraten, dem sein Job derartig egal ist, ist daher entsprechend unwahrscheinlich. Hat man nun aber die Erlaubnis eingeholt und will das Kabel durch den Kamin legen, ist man allerdings immer noch nicht am Ziel: Hier muss dann vom Schornsteinfeger oder wer dafür zuständig ist um Erlaubnis gefragt werden bzw. es muss mitgeteilt werden (da bei mir nicht der Fall hat mein Techniker das nur kurz angerissen gehabt)...

Sind alle diese Hürden genommen, muss dann bei euch in der Wohnung nur die Buchse an der Wand durch eine neue getauscht werden - hier solltet ihr dem Techniker also Platz machen und Regale etc. die das evtl. versperren zur Seite räumen. Zeitlich solltet ihr so mit 2-3 Stunden rechnen...

Ich hoffe ich konnte euch den Ablauf für Mieter ein wenig transparenter machen...

Mahlzeit
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Re: [Für Mieter]Ablauf der Bestellung von 3play & Co

Beitragvon gordon » 23.05.2009, 20:07

Käsetoast hat geschrieben: "Die Anlage gehört sowieso Unitymedia, von daher dürfen wir da auch ohne direkte Erlaubnis was dran machen!". Das ist schonmal kompletter Blödsinn.

oh, das gibt es wirklich. Oder es liegt eine grundsätzliche Erlaubnis vor... aber wenn man nicht sicher ist, sollte man doch mal beim Vermieter oder Hausverwalter nachfragen.
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Re: [Für Mieter]Ablauf der Bestellung von 3play & Co

Beitragvon AndyO » 23.05.2009, 20:14

Käsetoast hat geschrieben:Auch muss in akzeptabler Reichweite um die entsprechenden Bauteile ein Stromanschluss zur Verfügung stehen. Zumindest einer der die vorhandenen Bauteile versorgt sollte schon vorhanden sein und an sich ist kein zusätzlicher Anschluss auch kein Problem, da der Techniker sich hier was Eigenes anklemmen können sollte. Sowas im Vorhinein zu klären ist aber sicherlich keine schlechte Idee...Käsetoast


Allerdings, der UM-Techniker ist kein Elektriker, der Subunternehmer vielleicht. Nur eine Elektrofachkraft darf in Stromverteilungen elektrisch schalten. Im günstigsten Fall ist der Subunternhemer gleichzeitig Elektriker und die Hausverwaltung erteil kurzzeitig den zugehörigen Nebenauftrag. Ansonsten geht mit Glück provisorisch ein Verlängerungskabel, solange alle Brandschutztüren geschlossen werden können...


Käsetoast hat geschrieben:Wenn ihr dergleichen nicht habt und die bestehenden Kabel eben auf "Nimmerwiedersehen" in irgendwelchen Kanälen verschwinden, könnt ihr eure Idee vom Unitymedia-Anschluss eigentlich schon abhaken. Wie mein Techniker das darstellte ist dieser Fall auch keine wirkliche Seltenheit und so musste er auch bei mir unverrichteter Dinge wieder abziehen...Käsetoast


Genau, ist Sache des Kunden über die Verlegung von Kabeln Auskunft zu erteilen.

Käsetoast hat geschrieben:Nun aber noch zum zweiten wichtigen Punkt den ich erwähnte: Ihr braucht die Erlaubnis vom Vermieter. Man liest im Internet oft irgendwas von wegen "Das muss der genehmigen!" oder "Die Anlage gehört sowieso Unitymedia, von daher dürfen wir da auch ohne direkte Erlaubnis was dran machen!". Das ist schonmal kompletter Blödsinn. Ohne Erlaubnis von Vermieter, Hausverwaltung oder wem auch immer wird da kein Finger gerührt, da das je nachdem den Techniker seinen Kopf kosten kann, wenn dann irgendwann mal wer kommt und sich fragt wer dann da wieder rumgefummelt und was geändert hat.


Kommt auf die Ausgangslage an. In einem Einfamileinhaus mit Einliegerwohnung fragt keiner nach den Eigentumsverhältnisse. Ist eine Kabelanlage in Betrieb, kann davon ausgegangen werden, dass die vorhandene Infrastruktur für Mehrwertdienste genutzt werden darf. Einen Verstärker 1 zu 1 tauschen oder einen Durchgangsdose zu wechseln, um die Anlage auf eine zeitgerechte Norm zu heben, gehört dazu. Ein Wespennest mit 8 Parteinen, wo jeder Spezi seinen Verteiler mit Lüsterklemmen hinter der Dose baut, ist natürlich ein anderes Kaliber.

Käsetoast hat geschrieben:Sind alle diese Hürden genommen, muss dann bei euch in der Wohnung nur die Buchse an der Wand durch eine neue getauscht werden - hier solltet ihr dem Techniker also Platz machen und Regale etc. die das evtl. versperren zur Seite räumen. Zeitlich solltet ihr so mit 2-3 Stunden rechnen...


Ist halt die Frage, wie dreist man ist. Wenn ein Rollstuhlfahrer da rum kugelt, kann man nicht erwarten, dass der Schränke rückt. Von vielen Damen mit angeklebten Fingernägel kann man es auch nicht erwarten. Die wollen wer.kennt.wen und nicht Schränkerücken (Strom kommt doch aus der Steckdose, oder?)...
Der Techniker hat eine pauschale Zeitvorgabe. Wenn die überschrittten wird, sinkt die Laune von Letzterem. Viele Zeitgenossen, insbesondere in den Ballungsräumen, sxxxxx da drauf. Da sieht's der Techniker dann auch mal enger. Letztendlich gibt's aber Druck, wenn der Auftrag nicht vertragsgerecht fakturiert werden kann. Bei guter Vorbereitung ist der Techniker in einer halben Stunde durch.
MfG
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Re: [Für Mieter]Ablauf der Bestellung von 3play & Co

Beitragvon Bastler » 23.05.2009, 22:27

Guter Beitrag, festpinnen! :zwinker:
Sowas in der Art hatte ich hier auch schonmal reingestellt, ist aber untergegangen. Ganz wichtig ist, dass man das alles macht, bevor der "Techniker" kommt und nicht erst anfängt sich darum zu kümmern, wenn der "Techniker" bereits da ist :motz:

Nur ein paar Anmerkungen habe ich noch:
Ohne Erlaubnis von Vermieter, Hausverwaltung oder wem auch immer wird da kein Finger gerührt, da das je nachdem den Techniker seinen Kopf kosten kann, wenn dann irgendwann mal wer kommt und sich fragt wer dann da wieder rumgefummelt und was geändert hat. An einen Techniker zu geraten, dem sein Job derartig egal ist, ist daher entsprechend unwahrscheinlich.

Ich mache es zwar so, wie du schreibst, also vorher alles genauestes abklären (lassen), jedoch habe ich etwas das Gefühl, als ob ich der Einzige bin, der das so macht :zwinker: .
Die meisten fangen einfach an zu Schrauben und lassen es drauf ankommen...
Wobei das aber auch dann nicht dem Techniker den Kopf kosten kann, denn der Techniker führt nur den Auftrag aus. Zuständig für die Erlaubnis des Eigentümers ist der Auftraggeber, also der Kunde. Dieser ist auch Verantwortlich.

Allerdings, der UM-Techniker ist kein Elektriker, der Subunternehmer vielleicht. Nur eine Elektrofachkraft darf in Stromverteilungen elektrisch schalten. Im günstigsten Fall ist der Subunternhemer gleichzeitig Elektriker und die Hausverwaltung erteil kurzzeitig den zugehörigen Nebenauftrag.

Man muss nicht unbedingt Elektriker sein, um an Stromverteilungen zu dürfen. Ich als Infomationselektroniker beispielsweise darf auch an Stromverteilungen, bin aber was komplett anderes als ein Elektriker (der Vorgängerberuf, Radio und Fernsehtechniker, durfte das übrigens nicht!).
Das schlimme ist nur: Es sind auch "Techniker" unterwegs, die sind weder das eine noch das andere :D.
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Re: [Für Mieter]Ablauf der Bestellung von 3play & Co

Beitragvon AndyO » 24.05.2009, 19:03

Bastler hat geschrieben:Man muss nicht unbedingt Elektriker sein, um an Stromverteilungen zu dürfen. Ich als Infomationselektroniker beispielsweise darf auch an Stromverteilungen, bin aber was komplett anderes als ein Elektriker (der Vorgängerberuf, Radio und Fernsehtechniker, durfte das übrigens nicht!).
Das schlimme ist nur: Es sind auch "Techniker" unterwegs, die sind weder das eine noch das andere :D.


Eigenständig Schalten darf der, der

a) beruflich dazu qualifiziert ist (mindestens berufsverwandter Gesellenbrief)
b) Die Haftungsgrundlagen und ggf. Konzessionsbedingungen für die Arbeiten erfüllt (Meisterbetrieb)
und
c) in der Lage ist, die aktuell geltenden Normen bei seiner Arbeit umzusetzen.

Das können auch Radio- und Fernsehtechniker sein, die sich tagtäglich mit so was beschäftigen. Das sind auch ausgebildete Fachkräfte nach VDE0100. Eine Steckdose wechseln bedarf nur der handwerklichen Fähigkeiten und Einhaltung der Schutzbestimmungen. Bei einer Anlagenerweiterung kommen die Normen dazu.
MfG
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Re: [Für Mieter]Ablauf der Bestellung von 3play & Co

Beitragvon Dinniz » 25.05.2009, 10:33

Ich hab jedenfalls mal mitbekommen das R-TV-Techniker ne Schulung für sowas machen müssen.

Bei mir gibt es da eh keine Probleme da ich gelernter Elektroinstallateur bin.

---

Wichtig ist halt immer das der Eigentümer informiert ist wenn die Anlage unter seiner Verantwortung läuft.
Zu einer kostenlosen Aktualisierung durch Unitymedia, sagen nicht viele Nein.
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Re: [Für Mieter]Ablauf der Bestellung von 3play & Co

Beitragvon Bastler » 25.05.2009, 18:17

Ich sag mal so: Wenn man dem Eigentümer vorher vernünftig erklärt, was alles gemacht werden muss und dass das alles nicht Kostet haben die allermeisten kein Problem damit.
Wenn man aber einfach anfängt rumzuschrauben, und der Eigentümer erst im Nachhinein davon erfährt oder durch einen Nachbarn, der sich (zu recht) über den unangekündigen TV-Ausfall während des Umbaus (oder auch danach :D) beschwert, informiert wird, ist Ärger vorprogrammiert und dann wird auch oft der Umbau der Anlage verboten.
Außerdem gibt es natürlich auch noch genügend Eigentümer, die schon aus Prinzip keinen Umbau der Anlage erlauben - und das ist nun mal deren gutes Recht!
Wenn beispielsweise mir ein Mehrfamilienhaus gehören würde, ich eine schöne ordentliche HVA mit hochwertigem Verstärker und so weiter hätte, dann hätte ich es auch nicht so gern, wenn da einfach einer ohne zu fragen ran geht und den Verstärker gegen einen mit nur einer Schraube befestigten Billigverstärker tauscht (und dabei womöglich auch noch die ganze Anlage verpegelt :D) ...

@ Andy
Du gehst mir irgendwie auf den Senkel :D :zwinker: .

Ein RFT ist Elektrofachkraft nach VDE0100 in Fernsehtechnik, nicht in Hausinstallation!
"Die" Elektrofachkraft gibt es nicht, bzw. ist nicht genau definiert.
Fakt ist, dass ich als Radio und Fernsehtechniker ausdrücklich nicht an Stromverteilungen arbeiten durfte (so war damals die Aussage in der Berufsschule), selbst einen Schuko-Stecker durfte ich als Radio und Fernsehtechniker mit normaler Ausbildung offiziell nicht montieren, da das nicht zu den täglichen Aufgaben eines RFTs gehört. Man ist nur eine "Fachkraft" in dem Bereich, in dem man auch ausgebildet worden ist. Und in der RFT-Ausbildung kommt von Hausinstallation rein gar nichts vor.
Bei der Weiterblidung zum Informationselektroniker (die höchstwahrscheinlich ziemlich das Gleiche behandelt wie die Ausbildung) dagegen gab es Lehrgänge zur Hausinstallation, allerdings hieß es auch da ausdrücklich, dass wir lediglich Steckdosen installieren dürfen, die zum Betrieb von Antennen / BK-Anlagen /EDV notwendig sind.
Schutzarten oder oder solche Geschichten wie TN-System z.B. kamen weder in der einen noch der anderen Ausbldung vor, sind aber für Hausinstallation alles andere als unwichtig...
Ob das nun so alles richtig ist oder nicht sei mal dahingestellt, denn das weiß scheinbar keiner so wirklich :D.

Es gibt auch Leute, die fest der Meinung sind, es reicht, eine "technisch unterwiesene Person" zu sein, also letztendlich muss dir "nur mal jemand gezeigt haben wie`s geht, ne Aubildung braucht man nicht" :wand: Das ist aber, lt. Lehrgangsmeister damals, absoluter Unsinn.

Abgesehen davon macht das eh jeder, ob er es darf oder nicht, geht ja auch meistens gut, nur wer haftet., wenn es nur 1 mal von 100 mal nicht gut geht?
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Re: [Für Mieter]Ablauf der Bestellung von 3play & Co

Beitragvon AndyO » 25.05.2009, 23:13

Bastler hat geschrieben:Ein RFT ist Elektrofachkraft nach VDE0100 in Fernsehtechnik, nicht in Hausinstallation!
"Die" Elektrofachkraft gibt es nicht, bzw. ist nicht genau definiert.
Fakt ist, dass ich als Radio und Fernsehtechniker ausdrücklich nicht an Stromverteilungen arbeiten durfte (so war damals die Aussage in der Berufsschule), selbst einen Schuko-Stecker durfte ich als Radio und Fernsehtechniker mit normaler Ausbildung offiziell nicht montieren, da das nicht zu den täglichen Aufgaben eines RFTs gehört. Man ist nur eine "Fachkraft" in dem Bereich, in dem man auch ausgebildet worden ist. Und in der RFT-Ausbildung kommt von Hausinstallation rein gar nichts vor.


So ein Blödsinn. Das Tauschen eines Netzanschlusskabels was vom Hamster angefressen ist, ist tägliche Arbeit eine Radio- und Fernsehtechnikers.


Bastler hat geschrieben:Bei der Weiterblidung zum Informationselektroniker (die höchstwahrscheinlich ziemlich das Gleiche behandelt wie die Ausbildung) dagegen gab es Lehrgänge zur Hausinstallation, allerdings hieß es auch da ausdrücklich, dass wir lediglich Steckdosen installieren dürfen, die zum Betrieb von Antennen / BK-Anlagen /EDV notwendig sind.


Dazu solltest du Wissen, dass es den Beruf des Radio- und Fernsehtechnikers neu seit ein paar Jahren nicht mehr gibt. Das sind heute alles Informationselektroniker. Von Weiterbildung kann da keine Rede sein...
Ne Steckdose darf man setzen, oder man darf es nicht. Als RFE darf man eine Steckdose setzen. Die Gretchenfrage ist, ab wann man bei der Erweiterung einer Anlage Berühung mit der Norm bekommt. Nehmen wir mal ein Garagentor. Ich setze eine Steckdose, und bin damit auch für den FI verantwortlich.


Bastler hat geschrieben:Es gibt auch Leute, die fest der Meinung sind, es reicht, eine "technisch unterwiesene Person" zu sein, also letztendlich muss dir "nur mal jemand gezeigt haben wie`s geht, ne Aubildung braucht man nicht" :wand: Das ist aber, lt. Lehrgangsmeister damals, absoluter Unsinn.


Hatte ich doch geschrieben: Haftung und nachweisbares zeitgerechtes Normwissen im Meisterbetrieb. Wurde ja durch die neue EU-Regelung nicht aufgeweicht.

Bastler hat geschrieben:Abgesehen davon macht das eh jeder, ob er es darf oder nicht, geht ja auch meistens gut, nur wer haftet., wenn es nur 1 mal von 100 mal nicht gut geht?


Genau. Das muss jeder abhängig von seiner Qualifikation selbst entscheiden. Und hier sind halt viele von der Zeit überrollt...
MfG
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Re: [Für Mieter]Ablauf der Bestellung von 3play & Co

Beitragvon Schejtan » 26.05.2009, 13:23

muss in jeden fall am hausanschluss gearbeitet werden?
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Re: [Für Mieter]Ablauf der Bestellung von 3play & Co

Beitragvon Biboo1 » 26.05.2009, 15:14

Hallo!!!

Nartürlich wird am Hausanschluß gearbeitet deshalb sollte der Vermieter über die Arbeiten in kenntnis gestezt
werden,damit die Techniker ihre arbeit machen können. :glück:

In meinen Fall hab ich das Telefonisch gemacht der Hausverwaltung erklärt was gemacht wird und welche Räume
zugänglich sein müssen . Damit waren sie einverstanden jetzt können die Techniker arbeiten.

Ich Hoffe es reicht eine Mündliche Vereinbarung aus :pcfreak:

Mit Bitte um Antwort :hirnbump:

MFG
Biboo1
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