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Kabel-Verbindungsprobleme zwischen Modem und Router

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Kabel-Verbindungsprobleme zwischen Modem und Router

Beitragvon Alex-Digital » 22.05.2009, 19:02

Hallo,

ich bin neu hier im Forum und muß schon gleich mit einem Problem beginnen, das ich nicht verstehen kann. Daher hoffe ich um so mehr, daß ihr mir weiterhelfen könnt.

Ich habe jetzt seit rund zweieinhalb Wochen "2play 20.000" und hatte bisher keinerlei Probleme.
Seit heute sieht es allerdings etwas anders aus, auch wenn es sich dabei um ein Problem zu handeln scheint, welches nicht Unitymedia zuzuschreiben ist.
Im Detail:
Mein Kabelmodem und mein Router stehen ca. 15 Meter auseinander. In den letzten Wochen hatte ich beide daher provisorisch mittels eines 30 Meter UTP-Kabels Cat5e (hatte kein kürzeres, daß 15 Meter überbrücken konnte) und einem Crossover-Adapter miteinander verbunden; ohne Probleme war die volle Bandbreite nutzbar.

Heute wollte ich alles ganz professionell machen und habe dafür zwischen Modem und Router ein (nur) ca. 25 Meter langes S-FTP-Kabel Cat5e schön ordentlich verlegt. Auf der einen Seite habe ich dann einen RJ45-Stecker "normal" und auf der anderen Seite gekreuzt angeschlossen, so daß ich eben das benötige Crossover-Kabel hatte. Dann Stecker in Modem und Router – und die Verbindung stand.

Doch jetzt das seltsame, das ich in keinster Weise verstehe: Ich habe jetzt nur noch maximal die halbe Bandbreite bei der Downloadgeschwindigkeit! Wie kann das sein, sind Modem und Router doch jetzt im Prinzip noch höherwertiger miteinander verbunden als vorher? Genauer gesagt, ich habe jetzt ein S-FTP (also doppelt geschirmtes) Kabel, das sogar noch ein paar Meter kürzer ist als das zuvor verwendete UTP (absolut ungeschirmte) Kabel. Zudem habe ich auch keinen Adapter mehr dazwischen, der ggf. noch etwas Leistung schlucken könnte.

Zu Testzwecken habe ich das gleiche auch noch einmal mit einem FTP-Kabel versucht - mit demselben Ergebnis.
Wenn ich jetzt aber wieder das 30 Meter lange UTP-Kabel mit Crossover-Adpter anschließe, habe ich wieder die volle Bandbreite.

Daher meine Frage:
Kann es sein, da zwischen Modem und Router zwingend ein ungeschirmtes UTP-Kabel angeschlossen sein muß, aus welchen Gründen auch immer??? Wenn nicht, worin könnte sonst die Ursache dieses Phänomens liegen? Anschlußtechnisch kann ich einen Fehler ausschließen, dann wie bereits erwähnt, funktioniert das Internet ja; aber eben nur mit halber Geschwindigkeit.

Ich für meinen Teil bin zumindest absolut ratlos.
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Re: Kabel-Verbindungsprobleme zwischen Modem und Router

Beitragvon Grothesk » 22.05.2009, 22:32

Da gehört kein Cross-over-Kabel rein.
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Re: Kabel-Verbindungsprobleme zwischen Modem und Router

Beitragvon manny91 » 22.05.2009, 22:46

Da muss ein ganz normales Patch-Kabel hin, also beide Seiten gleich belegt...
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Re: Kabel-Verbindungsprobleme zwischen Modem und Router

Beitragvon piotr » 23.05.2009, 00:07

Und falls alles nichts hilft, nimm ein vorkonfektioniertes Kabel.

Das vermeidet selbst verursachte Fehler beim Crimpen.;)
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Re: Kabel-Verbindungsprobleme zwischen Modem und Router

Beitragvon schmittmann » 23.05.2009, 14:10

Das klingt danach, dass Router oder Modem die Schnittstellengeschwindigkeit im LAN auf 10MBit/s runtergefahren haben. Ursache dürfte ein Kabelproblem sein.
Schau mal im Router, ob da etwas angezeigt wird, oder ob per Farbmarkierung der LAN-LED am Router (falls es unterstützt wird) die Geschwindigkeit angezeigt wird.
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Re: Kabel-Verbindungsprobleme zwischen Modem und Router

Beitragvon Alex-Digital » 23.05.2009, 19:23

So, erst einmal vielen Dank für all Eure Unterstützung.

Aber nun zu meinem Ergebnis:
1. Daß zwischen Modem und Router kein Crossover, sondern ein "normales" Kabel gehört, war mir neu, hatte ich doch schließlich alles bereits seit 2,5 Wochen im Crossover-Verfahren angeschlossen - und ohne Leistungseinbußen. Zudem lagen Modem und Router auch entsprechende Kabel bei. Also lag darin schon einmal nicht das Problem, was ich nach einem weiterenTest leider feststellen mußte. So kam ich dann zu
2., und das hat mich letztlich schon fast mehr aufgeregt, als ich mich drüber freuen konnte: Irgend etwas war beim Crimpen des ersten Steckers, also der, den ich zuvor "normal" und nicht gekreuzt angeschlossen hatte, schief gegangen. Ich weiß nicht, ob's am Stecker lag, an der Crimpzange oder ob vielleicht eine Ader einfach nicht genügend oder gar keinen Kontakt hatte. Zumindest habe ich, seit ich diesen Stecker abgeschnitten und durch einen neuen ersetzt hatte, endlich die volle Bandbreite.

Allen, die jetzt vielleicht ein wenig spöttisch meinen möchten, daß dies ein typischer Anfängerfehler sei im Hinblick auf Stecker-Crimpen, muß ich aber widersprechen, da ich schon fast mein halbes Haus mit Netzwerkkabeln durchzogen, in den einzelnen Räumen mit Netzwerkdosen und am Router mit Crimpsteckern versehen habe - und all das läuft einwandfrei. Daher konnte ich es kaum glauben, daß es einzig und allein an irgendeiner Kleinigkeit in dem einen Stecker gelegen haben soll. Stecker, die ich schon x-mal anschlossen/gecrimpt hatte. Und dafür habe ich gestern eine halben Tag nach dem Fehler gesucht und dabei ein Jahr meines Lebens (wegen des Ärgers) verloren.
Warum es bei dem Versuch mit dem FTP-Kabel auch nicht geklappt hat, bleibt mir allerdings ein Rätsel, soll mir jetzt, wo es endlich läuft, aber auch voll egal sein.
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Zuverlässiger Geschwindigkeitstest

Beitragvon Alex-Digital » 23.05.2009, 19:59

Eine Frage hätte ich aber noch, und zwar zu einem zuverlässigen, also verläßlichen Geschwindigkeitstest, denn folgende, zum Teil doch schon sehr gravierende Unterschiede habe ich feststellen müssen:

1. Computerbild DSL-Speedtest - Ergebnis: 20.xxx kbit/s Download- bzw. 1.xxx kbit/s Uploadgeschwindigkeit (also so wie es sein sollte!)
2. speed.io - Ergebnis: lediglich zwischen 8.000 und 10.000 kbit/s Download- bzw. und die 1.000 kbit/s Uploadgeschwindigkeit, und zuletzt
3. Unitymedia Speedtest - Ergebnis: durchschnittlich 19,8 Mbit/s Download- bzw. 1,06 Mbit/s Uploadgeschwindigkeit.
(Alle Tests nahezu zur gleichen Zeit nacheinander durchgeführt.)

Da sich der Computerbild-Speedtest und der von Unitymedia doch schon sehr nahe kommen, gehe ich einmal von deren Richtigkeit aus. Aber wie kommt es, daß der sonst von vielen so gelobte Speedtest von speed.io so daneben liegt? Oder liegt er gar nicht daneben, sondern ist vielmehr der einzige, der den korrekten Wert anzeigt?
Aber wie gesagt, ich gehe mal von 20.000 kbit/s aus, sehe ich Schließleich auch bei größeren Downloads, wo mir Windows um die 2,4 MB/s anzeigt.
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Re: Kabel-Verbindungsprobleme zwischen Modem und Router

Beitragvon zacov » 24.05.2009, 12:43

Alex-Digital hat geschrieben:Allen, die jetzt vielleicht ein wenig spöttisch meinen möchten, daß dies ein typischer Anfängerfehler sei im Hinblick auf Stecker-Crimpen, muß ich aber widersprechen, da ich schon fast mein halbes Haus mit Netzwerkkabeln durchzogen, in den einzelnen Räumen mit Netzwerkdosen und am Router mit Crimpsteckern versehen habe - und all das läuft einwandfrei.

Du benutzt auf der einen Seite des Kabels Netzwerkdosen und auf der anderen Seite gecrimpte Stecker?!? Erstaunlich, wenn es nicht schon deswegen Probleme gibt: denn entweder Du verwendest Verlegekabel, die sich nicht anständig crimpen lassen oder Du verwendest Patchkabel, die sich nicht anständig auf die Dosen auflegen lassen. Egal wie man es dreht, ist das Pfusch und führt zu Problemen.
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Re: Kabel-Verbindungsprobleme zwischen Modem und Router

Beitragvon piotr » 24.05.2009, 13:27

Wenn Verlegekabel verwendet wird, dann beide Seiten auf passende Anschlussdosen bzw. Panels (min. Cat5 fuer 100 Mbit/s, min Cat5e fuer 1000 Mbit/s) per LSA-Werkzeug auflegen. Hier nicht die evtl. angebotenen Schraubausfuehrungen nehmen.

Je nach Kabel-Kategorie und Kabeldicke sind beim Verlegen maximal zulaessige Biegeradien einzuhalten.

Und zum Schluss alle(!) Dosen mit geeigneten Messgeraeten durchmessen und das Messprotokoll ausdrucken, um sicherstellen zu koennen dass das Kabel hier wirklich nach der verwendeten Kategorie (Cat5, Cat5e ...) arbeiten kann.

Einfache Kabel-Tester zeigen hier nur per LED an, ob die Adern richtig angeschlossen sind. Diese Schaetzeisen sind bei Verlegekabel ungeeignet.
Richtige Messgeraete (Kostenpunkt: je nach Hersteller und zu messender Kategorie ist das ein hoeherer drei bis mittlerer vierstelliger Euro-Betrag; Bei diesen Messgeraeten ist Fluke Networks der Mercedes) zeigen Dir hier alle Spezifikationen der verwendeten Kategorie und die Werte des betreffenden Kabels an (z.B. Daempfung, Nahnebensprechen etc).

Wenn Patchkabel als Meterware, dann nur dort auf beiden Seiten Stecker crimpen.
Wobei ich bei Patchkabel wegen dem geringen Preisunterschied eher vorkonfektionierte Kabel (gibt es bis zu 20m problemlos) nehme und nicht crimpe, um auch die bei der besten Crimpzange vorkommenden Crimpfehler auszuschliessen.
Denn wenn man die Fehlersuche bei selbst verursachten Crimpfehlern dem Kunden mit dem normalen Stundensatz berechnen wuerde, fragt der sich mit Recht ob man noch alle an der Waffel hat.;)
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Re: Kabel-Verbindungsprobleme zwischen Modem und Router

Beitragvon Alex-Digital » 24.05.2009, 13:45

zacov hat geschrieben:Du benutzt auf der einen Seite des Kabels Netzwerkdosen und auf der anderen Seite gecrimpte Stecker?!? Erstaunlich, wenn es nicht schon deswegen Probleme gibt: denn entweder Du verwendest Verlegekabel, die sich nicht anständig crimpen lassen oder Du verwendest Patchkabel, die sich nicht anständig auf die Dosen auflegen lassen. Egal wie man es dreht, ist das Pfusch und führt zu Problemen.

Dann würde mich mal interessieren, wie Du die Netzwerkdosen in den einzelnen Räumen an den Router bzw. den Switch anschließen würdest?! Ich weiß leider nicht, wie man das anders regeln sollte; aber ich bin gerne für jeden Verbesserungsvorschlag offen.

OK, sicherlich könnte ich direkt vor dem Router bzw. dem Switch die Kabel auch noch einmal in einer Netzwerkdose enden lassen und dann die einzelnen Ausgänge des Routers/Switches mit separaten Patchkabeln mit der jeweiligen Netzwerkdosen verbinden, doch sehe ich (als Amateur) nicht unbedingt einen großen Vorteil darin. Und zudem kämen dann noch weitere Unkosten für die Dosen und nicht zuletzt zusätzlich benötigter Platz für die u.U. zahlreichen Netzwerkdosen in der Nähe von Router/Switch dazu. Aber wie gesagt, ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.
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