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Telefon Plus Option - Wie funktionierts?/Was hat man davon?

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
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Telefon Plus Option - Wie funktionierts?/Was hat man davon?

Beitragvon *ag* » 20.05.2009, 10:00

Hallo zusammen!

Bei der Suche nach vernünftigen Internet-/Telefonanschlüssen bin ich über die Unitymedia Angebote gestolpert. Sind auf jeden Fall interessant für mich (besonders wegen der Bandbreite), da ich aber bisher nur Kupfer-Doppeladern gewöhnt bin, haben sich zur technischen Realisierung ein paar Fragen bei mir aufgetan.

Das Unitymedia Produkt welches mich interessiert ist 2play mit 20 mbit/s. Bisher hatte ich aber wie gesagt immer DSL-Anschlüsse und diese auch immer mit ISDN. Habe mir also die "Telefon Plus"-Option genauer angesehen. Allerdings verstehe ich noch nicht ganz was es damit auf sich hat. Zwar bin ich vermutlich der 537ste der sich dazu erkundigt, aber ich hoffe das trotzdem noch einer von Euch so nett ist mir auf die Sprünge zu helfen. Bisher hab ich nämlich die gesuchten Infos noch nirgendwo gefunden (sofern ich die Augen weit genug aufgemacht habe :zwinker: ).

Geboten werden bei Telefon Plus im Wesentlichen ISDN-Leitungsmerkmale, drei Rufnummern und zwei Leitungen, zusätzlich noch eine Fritzbox. Dabei fangen meine Fragen aber schon an: Was heisst denn "zwei Leitungen"? Analog zum "echten ISDN" heißt das für mich es gibt zwei separate Datenkanäle mit 64 kbit/s und einen Steuerkanal mit 16 kbit/s. Das kann ja hier wohl kaum gemeint sein, zumal es ja offenbar auch gar kein Pendant zur UK0-Schnittstelle gibt.

Allerdings scheint ja hinter dem Ganzen schon etwas mehr zu stecken als 'nur' ein erweiterter VoIP-Anschluss, da ja für die Telefon Plus Option offenbar sogar das Modem ausgetauscht wird. Aber wie sieht das Modem aus, bzw was hat es für Schnittstellen? Wenn man eine Fritzbox daran anschliessen kann, sollte es ja mindestens eine Ethernet-Schnittstelle haben und eine weitere RJ45-Buchse die entsprechend der ISDN-Belegung nur mit 4 Adern bestückt ist (Was hat das Motorola Modem? Ethernet und RJ11 für analoges Telefon?). Da die Fritzbox auf ISDN-Seite ja eigentlich nicht am Verbindungsaufbau beteiligt ist, sollte man ein beliebiges ISDN-Telefon dann ja auch direkt an der entsprechenden pseudo-ISDN-Schnittstelle anschliessen können. Funktioniert das und kann man so Telefongespräche auch ohne Fritzbox führen?

Ich vermute dass das nicht geht (bzw. nur eingeschränkt), zumindest für ankommende Rufe müsste ich dem Telefon ja eine MSN zuweisen. Da es hier aber wie bereits in anderen Threads beschrieben nur VoIP-Accounts (SIP) sind (mit allem was dazu gehört wie Registrar, Extension, Secret usw.) und ich soetwas nicht an einem klassischen ISDN-Telefon eingeben kann, sollte das Telefon allein am Modem nicht nutzbar sein. Funktioniert es alternativ wenn man die Fritzbox nur am "ISDN"-Port des Modems anschliesst - also nur den schwarzen Teil des Y-Kabels mit dem Modem verbindet, nicht aber den grauen?

Bedeuten diese "2 Leitungen" also nur, dass ich mit Hilfe der Fritzbox auf zwei Telefonen gleichzeitig über dieselbe Rufnummer Gespräche führen kann? Wenn ja, was ist dann hier das besondere an der Telefon Plus Option? Ich könnte mir auf der Fritzbox einen VoIP-Account eines Drittanbieters einrichten (oder gleich für eine eigene Asterisk Anlage) und mit IP-Softphones theoretisch (bei einem maximalen Upload von etwa 1 mbit/s) über 10 gleichzeitige Gespräche über dieselbe Rufnummer führen (wenn man hier der Einfachheit halber mal mit einem guten Codec rechnet der etwa 100 kbit/s benötigt). Heisst das nach Unitymedia Wortwahl ich hätte 10 "Leitungen"?

So wie ich das ganze bisher zu verstehen glaube bekommt man mit Telefon Plus von Unitymedia lediglich 3 Rufnummern (mit drei verschiedenen VoIP-Konten, die jeweils einzeln auf der Fritzbox als "Internettelefonie-Konten" angelegt werden müssen). Solche Rufnummern bekommt man aber von Anderen sogar kostenlos. Insofern kann ich auch ohne Telefon Plus drei Nummern (oder beliebig mehr) bekommen. Also in meinen Augen kein Argument für den Mehrpreis von Telefon Plus.

Liegt der Mehrwert von Telefon Plus also allein in der Fritzbox? Beim genannten 2play-Anschluss beträgt die Mindestvertragslaufzeit 12 Monate (inklusive der grundgebührfreien Bonus-Monate sind es 16 Monate). Die Telefon Plus Option kostet 5 EUR im Monat, zuzüglich einmaliger Anschlussgebühr von rund 30 EUR. Ergibt also 90 EUR in Summe (bzw. 110 EUR mit den 4 Bonusmonaten). Eine Fritzbox 7170 ist neu auf den bekannten Webseiten zum Preisvergleich zum Kauf für mindestens 120 EUR zu finden. Mal angenommen ich darf die Fritzbox nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit behalten, hätte ich mit der Telefon Plus Option sozusagen die Fritzbox für 110 EUR gekauft und so ergibt sich ein Preisvorteil von 15 EUR gegenüber dem Direktkauf eine Fritzbox und Verzicht auf die Telefon Plus Option.

Wie gesagt verstehe ich den Sinn des Telefon Plus Pakets daher nicht, ausser das man eben drei Rufnummern und eine minimal vergünstigte Fritzbox dazu bekommt. Darf ich denn eigentlich nach Belieben selber an der Fritzbox 'herumpfuschen' bzw. wird es von Unitymedia toleriert oder muss ich das Ding so hinnehmen wie es ausgeliefert wird und darf nichts daran verändern (was wieder eine deutliche Einschränkung gegenüber dem Kauf wäre). Tut mir auch leid, dass ich jetzt so viel geschrieben habe. Aber ich bin verwirrt :kratz: Ich hoffe irgendjemand kann bei mir etwas Licht ins Dunkle bringen und die ein oder andere Frage beantworten.

Vielen Dank schonmal!
Andreas
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Re: Telefon Plus Option - Wie funktionierts?/Was hat man davon?

Beitragvon conscience » 20.05.2009, 10:19

*ag* hat geschrieben:[...]
Geboten werden bei Telefon Plus im Wesentlichen ISDN-Leitungsmerkmale, drei Rufnummern und zwei Leitungen, zusätzlich noch eine Fritzbox. Dabei fangen meine Fragen aber schon an: Was heisst denn "zwei Leitungen"? Zwei Personen können gleichzeitig eine Interaktion per Telefon, Fax etc. durchführen.Analog zum "echten ISDN" heißt das für mich es gibt zwei separate Datenkanäle mit 64 kbit/s und einen Steuerkanal mit 16 kbit/s. Das kann ja hier wohl kaum gemeint sein, zumal es ja offenbar auch gar kein Pendant zur UK0-Schnittstelle gibt. Es ist VoIP und ISDN ähnlich, wenn man so will eine "Emulation" - also kein klassisches ISDN wie es POTS realisiert ist

Allerdings scheint ja hinter dem Ganzen schon etwas mehr zu stecken als 'nur' ein erweiterter VoIP-Anschluss, da ja für die Telefon Plus Option offenbar sogar das Modem ausgetauscht wird. Aber wie sieht das Modem aus, bzw was hat es für Schnittstellen? Wenn man eine Fritzbox daran anschliessen kann, sollte es ja mindestens eine Ethernet-Schnittstelle haben und Genaus so ist es!!eine weitere RJ45-Buchse die entsprechend der ISDN-Belegung nur mit 4 Adern bestückt ist (Was hat das Motorola Modem? Ethernet und RJ11 für analoges Telefon?) Diese Anschlüsse und ihre Funktionen werden über Fritz.Box realisiert.. Da die Fritzbox auf ISDN-Seite ja eigentlich Warum nicht? nicht am Verbindungsaufbau beteiligt ist, sollte man ein beliebiges ISDN-Telefon dann ja auch direkt an der entsprechenden pseudo-ISDN-Schnittstelle anschliessen können. Funktioniert das und kann man so Telefongespräche auch ohne Fritzbox führen? Falsch geschlussfogert. Das Modem hat keine ISDN-Pseudo-Schnittstelle, sondern einen EtherNet-Port.

Ich vermute dass das nicht geht (bzw. nur eingeschränkt), zumindest für ankommende Rufe müsste ich dem Telefon ja eine MSN zuweisen. Da es hier aber wie bereits in anderen Threads beschrieben nur VoIP-Accounts (SIP) sind (mit allem was dazu gehört wie Registrar, Extension, Secret usw.) und ich soetwas nicht an einem klassischen ISDN-Telefon eingeben kann, Es ist nur notwendig einem üblichen ISDN-EG die MSN mitzuteilen, wie bisher im POTS auch!!sollte das Telefon allein am Modem nicht nutzbar sein. Funktioniert es alternativ wenn man die Fritzbox nur am "ISDN"-Port des Modems anschliesst - also nur den schwarzen Teil des Y-Kabels mit dem Modem verbindet, nicht aber den grauen?

Bedeuten diese "2 Leitungen" also nur, dass ich mit Hilfe der Fritzbox auf zwei Telefonen gleichzeitig über dieselbe Rufnummer Gespräche führen kann? Nein.Wenn ja, was ist dann hier das besondere an der Telefon Plus Option? Das man ISDN-EG nutzen kann und dass es ein VoIP-Anschluss ist.Ich könnte mir auf der Fritzbox einen VoIP-Account eines Drittanbieters einrichten (oder gleich für eine eigene Asterisk Anlage) und mit IP-Softphones theoretisch (bei einem maximalen Upload von etwa 1 mbit/s) über 10 gleichzeitige Gespräche über dieselbe Rufnummer führen (wenn man hier der Einfachheit halber mal mit einem guten Codec rechnet der etwa 100 kbit/s benötigt). Heisst das nach Unitymedia Wortwahl ich hätte 10 "Leitungen"? Du bekommst bei Telefon-Plus von UM genau 3 MSN und kannst darüber in den Rahmen der des Tarifes ohne Kosten zu privaten Anschlüssen in das dt. Festnetz telefonieren.

Liegt der Mehrwert von Telefon Plus Das musst Du mit Dir selber aus machen.
Zuletzt geändert von conscience am 20.05.2009, 10:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Telefon Plus Option - Wie funktionierts?/Was hat man davon?

Beitragvon Lorash » 20.05.2009, 10:29

Hallo Andreas!
Wir nutzen auch die Telefon Plus Option. Das war für uns wichtig, da eine ISDN Anlage die Telefone in unserem Haus versorgt. Da wir aber daran wiederum nur analoge Telefone haben, kann ich dir nicht viel über die ISDN-Telefonie sagen. Bei uns läuft das ganze so ab, dass die FritzBox 3 Rufnummern bei UM registriert und man mit zweien gleichzeitig telefonieren kann, das entspräche der Möglichkeit von früher einfach eine 2. Telefonleitung dazu zu nehmen. Neu ist jedoch das man bei Telefon Plus die Möglichkeit hat ISDN Geräte anzuschließen und auch zu nutzen.

Die Umstellung war für uns also denkbar einfach: Alle Geräte vom Strom, ISDN Stecker vom NT-Split in die FritzBox umstöpseln, FB wieder an den Strom, Anlage wieder an den Strom, Modem wieder an den Strom, fertig!
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Re: Telefon Plus Option - Wie funktionierts?/Was hat man davon?

Beitragvon *ag* » 20.05.2009, 12:24

Danke euch beiden für die schnellen Antworten!! Leider stimmen mich diese noch nicht so ganz glücklich.

@Lorash
Wo in der Fritzbox werden diese 3 Nummern denn genau bei Dir aufgeführt? Gibt es dafür Profile im Bereich Internettelefonie (für jede Nummer eins) oder stehen die unter Festnetznummern (habe leider gerade keine Fritzbox zur Hand und kann nicht sehen wie die Menüpunkte genau heissen)?

@conscience
Wenn das Modem keine Schnittstelle für Telefoniegeräte bietet, sondern lediglich einen Ethernet-Port besitzt, wozu muss das Modem dann für die Telefon Plus Option ausgetauscht werden? Wo kann man denn überhaupt den schwarzen Kabel-Zweig (ISDN-Belegung) des mit der Fritzbox ausgelieferten Y-Kabels anschliessen wenn das Modem keine Schnittstelle dafür bietet und es keinen externen Splitter gibt? Hat denn das standardmässig ausgelieferte Modem von Motorola einen Port für analoge Telefone (RJ11 oder TAE)? An anderer Stelle hier im Forum kam die Idee auf, dass für die Telefonie eine zweite PPPoE Verbindung aufgebaut wird. Wenn das stimmt müsste das Modem irgendeine Splitterfunktion besitzen um Telefonie für Trafficshaping und evtl. anderes Routing erkennen zu können. Auf jeden Fall scheint es ja einen funktionellen Unterschied zwischen den beiden Modems zu geben - sonst würde man sie ja nicht austauschen. Leider habe ich bisher weder das eine noch das andere gesehen, sodass ich mir nicht selbst ein Bild machen kann.




Die Möglichkeit ISDN-Geräte am Unitymedia Anschluss zu betreiben ist hier offenbar kein Merkmal des Anschlusses, sondern das ruht alles auf der Funktion der Fritzbox. Und diese arbeitet dann anscheinend ausschliesslich über IP. Somit kann man den Unitymedia Anschluss auf die gleiche Weise auch OHNE die Telefon Plus Option benutzen, sofern man bereits eine Fritzbox hat oder anderweitig erwirbt. Genauso wie man dazu alle anderen Geräte nutzen kann die ähnlich wie die Fritzbox funktionieren: Horstbox, Asterisk-Anlage mit z.B. HFC-ISDN-Karte und was es auch immer sonst noch gibt.

Somit kann ich auch OHNE Telefon Plus mehrere "Telefonleitungen" haben. Sogar mehr als zwei, eben so viele wie die Bandbreite des Anschlusses hergibt (beschränkt durch den geringeren Upload) bzw. der jeweilige Codec verbraucht. Natürlich kann ich auch diese gleichzeitig benutzen. Der Unterschied ist hier natürlich, dass man für die so eingerichteten VoIP-Accounts die nicht bei Unitymedia liegen nicht die Tarife von Unitymedia nutzt - ob das jetzt gut oder schlecht ist sei mal dahingestellt und ist ein anderes Thema (denn auch andere kommerzielle VoIP Anbieter bieten Flatrates).

Weiterhin heisst das, dass ich alles was sich HINTER der Fritzbox abspielt (aus sicht von Unitymedia), wie z.B. die Bereitstellung der Rufnummern an die einzelnen Telefone, auf die Fritzbox oder ein anderes Endgerät bezieht und eben nicht Merkmal des Anschlusses ist (das schliesst auch sämtliche Leistungsmerkmale wie CLIP, CLIR usw. mit ein).

Bitte korrigiert mich wenn mein Eindruck falsch ist.

Andreas
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Re: Telefon Plus Option - Wie funktionierts?/Was hat man davon?

Beitragvon Lorash » 20.05.2009, 12:39

Die drei Rufnummern sind genau wie du sagst unter Internettelefonie.

So wie sich das für mich jetzt anhört verhält sich das mit der TelefonPlus option genau so, wie du es hier darstellst, denn eine Verbindung wird einzig und ausschließlich über das Modem von UM aufgebaut. Ob du jetzt von anderen VoIP Anbietern parallel noch etwas nutzen kannst weiß ich nicht, hört sich für mich aber logisch an.

Die Analogen Telefone werden auch an die Fritzbox angeschlossen und werden aus dem gleichen Nummernpool bedient.
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Re: Telefon Plus Option - Wie funktionierts?/Was hat man davon?

Beitragvon gordon » 20.05.2009, 13:40

*ag* hat geschrieben:Hat denn das standardmässig ausgelieferte Modem von Motorola einen Port für analoge Telefone (RJ11 oder TAE)?

zwei sogar.

*ag* hat geschrieben:An anderer Stelle hier im Forum kam die Idee auf, dass für die Telefonie eine zweite PPPoE Verbindung aufgebaut wird. Wenn das stimmt müsste das Modem irgendeine Splitterfunktion besitzen um Telefonie für Trafficshaping und evtl. anderes Routing erkennen zu können. Auf jeden Fall scheint es ja einen funktionellen Unterschied zwischen den beiden Modems zu geben - sonst würde man sie ja nicht austauschen. Leider habe ich bisher weder das eine noch das andere gesehen, sodass ich mir nicht selbst ein Bild machen kann.

das eine hat halt Telefonanschlüsse, das andere nicht. Ansonsten: es wird gar keine Verbindung aufgebaut, du bist immer online. Sachen wir Traffic Shaping würde auch die Fritz erledigen.

*ag* hat geschrieben:Die Möglichkeit ISDN-Geräte am Unitymedia Anschluss zu betreiben ist hier offenbar kein Merkmal des Anschlusses, sondern das ruht alles auf der Funktion der Fritzbox. Und diese arbeitet dann anscheinend ausschliesslich über IP. Somit kann man den Unitymedia Anschluss auf die gleiche Weise auch OHNE die Telefon Plus Option benutzen, sofern man bereits eine Fritzbox hat oder anderweitig erwirbt. Genauso wie man dazu alle anderen Geräte nutzen kann die ähnlich wie die Fritzbox funktionieren: Horstbox, Asterisk-Anlage mit z.B. HFC-ISDN-Karte und was es auch immer sonst noch gibt.

klar kann man. aber will das jeder? Telefon Plus ist im Monat ja auch nicht teurer als ne zweite Leitung, und wird eingerichtet etc...

*ag* hat geschrieben:Somit kann ich auch OHNE Telefon Plus mehrere "Telefonleitungen" haben. Sogar mehr als zwei, eben so viele wie die Bandbreite des Anschlusses hergibt (beschränkt durch den geringeren Upload) bzw. der jeweilige Codec verbraucht. Natürlich kann ich auch diese gleichzeitig benutzen. Der Unterschied ist hier natürlich, dass man für die so eingerichteten VoIP-Accounts die nicht bei Unitymedia liegen nicht die Tarife von Unitymedia nutzt - ob das jetzt gut oder schlecht ist sei mal dahingestellt und ist ein anderes Thema (denn auch andere kommerzielle VoIP Anbieter bieten Flatrates).

aber es sind Kosten, die zumindest noch auf dein UM-Paket draufkommen.

*ag* hat geschrieben:Bitte korrigiert mich wenn mein Eindruck falsch ist.

kann ja sein, aber worauf willst du hinaus?
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Re: Telefon Plus Option - Wie funktionierts?/Was hat man davon?

Beitragvon *ag* » 22.05.2009, 12:41

Was mich an dem Angebot bzw. der entsprechenden Beschreibung auf der Unitymedia-Webseite stört ist, dass es für mich so klingt als würden die gelisteten Vorteile ("Bis zu 2 ISDN-Telefone bzw. eine ISDN-Anlage sowie 3 analoge Endgeräte anschließbar" und "2 Leitungen mit 3 Rufnummern") ein Merkmal des Anschlusses sein (d.h. nicht auf Kundenseite realisiert). Die Fritzbox wird nur als separates Gimmick aufgelistet und im Funktionsumfang der Fritzbox werden eben diese Merkmale nicht genannt, ist aber hier der alleinige Bestandteil der Lösung der die ganzen Funktionen erst möglich macht.

Meiner Ansicht nach ist es daher auch nicht sinnvoll das Telefon Plus Angebot als Alternative zur zweiten Leitung zu sehen (die Gordon erwähnte), zumal ich ja hier keine bekomme. Da es sich bei der Telefonie bei Telefon Plus um VoIP handelt, hat man nun streng genommen nichtmal mehr eine 'erste Leitung'. VoIP nutzt die gesamte zur Verfügung stehende Bandbreite und reserviert beim Telefongespräch (durch QoS) einen gewissen Teil davon für das Gespräch. Zusätzliche Leitungen hätte man ja nur, wenn die gebuchte Bandbreite auch während eines Telefongesprächs verfügbar wäre und Telefonie ZUSÄTZLICHE Bandbreite zur Verfügung hätte. Davon mal abgesehen macht es keinen Sinn bei VoIP von 'Leitungen' zu sprechen, da man ja darüber beliebig viele Gespräche gleichzeitig führen kann - aber das hatten wir ja schon. Sollte man über die Unitymedia VoIP-Accounts tatsächlich nur zwei gleichzeitige Verbindungen über jeweils einen einzelnen Account aufbauen können und währenddessen die anderen Accounts nicht nutzen können, so handelt es sich dabei um eine von Unitymedia selbst definierte, massive Einschränkung der VoIP-Nutzung, die aus technischer Sicht nicht notwendig/üblich ist (sofern durch Traffic Shaping noch genügend Bandbreite für Telefonieverbindungen zur Verfügung steht - bei einem Upload von 1 mbit/s und einer noch wesentlich höheren Downloadrate sollte das aber kein Problem sein).

Da mir bisher niemand antworten konnte (wollte), ob die Fritzbox nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit in Kundeneigentum übergeht bzw. ob man selbst zusätzliche Einstellungen daran vornehmen kann, muss ich davon ausgehen das das Gerät Eigentum der Unitymedia bleibt und dementsprechend (zumindest offiziell) nicht vom Kunden verändert werden darf. Eine eigene Fritzbox hätte für den Kunden also deutliche Vorteile bei annähernd gleichem Preis, da man zusätzliche VoIP Konten einrichten kann (zumindest darf), die Firmware verändern und ähnliches. Sollte man bereits eine Fritzbox besitzen oder aus sonstigem Grund billiger an die Geräte kommen, ist dies möglicherweise die bessere Lösung - zumindest sicherer und flexibler.

Auf die Telefontarife von Unitymedia (und ob dadurch die Mehrkosten von 5 EUR pro Monat inklusive Fritzbox gerechtfertigt sind) möchte ich hier wie schon erwähnt nicht eingehen. Jedoch denke ich das (zumindest in meinem Fall) die Aufpreiskosten für Telefon Plus besser angelegt sind. An den 'klassischen' Anschluss kann man eben auch eine Fritzbox oder ähnliches anschliessen und sich somit die Telefon Plus Option selber bauen. Diese Lösung hat in meinen Augen sogar den Vorteil, dass ich eben noch einen analogen Telefonanschluss habe, der zumindest nicht auf Kundenseite als VoIP realisiert wird und dadurch vermutlich ein besseres QoS oder UM-internes Routing bietet. Ich möchte hier das Telefon Plus Angebot oder Unitymedia keinesfalls schlechtreden, diese Tarifoption hat für gewisse Nutzergruppen sicher ihre Berechtigung, jedoch finde ich es ziemlich undurchsichtig und in Hinblick auf Kosten/Nutzen (insbesondere die darin eingeschlossene Leistung) nicht unbedingt gerechtfertigt. Aber da hat sicher jeder seine eigene Meinung.
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Re: Telefon Plus Option - Wie funktionierts?/Was hat man davon?

Beitragvon schmittmann » 22.05.2009, 14:42

*ag* hat geschrieben:Da mir bisher niemand antworten konnte (wollte), ob die Fritzbox nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit in Kundeneigentum übergeht bzw. ob man selbst zusätzliche Einstellungen daran vornehmen kann, muss ich davon ausgehen das das Gerät Eigentum der Unitymedia bleibt und dementsprechend (zumindest offiziell) nicht vom Kunden verändert werden darf. Eine eigene Fritzbox hätte für den Kunden also deutliche Vorteile bei annähernd gleichem Preis, da man zusätzliche VoIP Konten einrichten kann (zumindest darf), die Firmware verändern und ähnliches. Sollte man bereits eine Fritzbox besitzen oder aus sonstigem Grund billiger an die Geräte kommen, ist dies möglicherweise die bessere Lösung - zumindest sicherer und flexibler.


Die Frage des Eigentums nach der Mindestvertragslaufzeit hatte mich letztens auch interessiert. Aus den AGBs geht hervor, dass die FritzBox Eigentum von UM bleibt, während die ansonsten mitgelieferten (normalen) Router Eigentum der Nutzer werden.
Auf der FB ist die normale Firmware von AVM drauf. Die kannst Du jederzeit updaten. Wir sind ja nicht bei 1&1, wo gebrandete HW zum Einsatz kommt. Ich sehe ebenfalls kein Problem zusätzliche VoIP-Konten einzurichten und zu nutzen. Das ist in den AGBs nicht untersagt.
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Re: Telefon Plus Option - Wie funktionierts?/Was hat man davon?

Beitragvon derpate » 07.07.2009, 08:30

Ich habe den ganzen Thread jetzt durchgelesen und noch immer Folgendes nicht richtig verstanden: entspricht der normale Anschluss "Telefon Plus", also zwei Rufnummern ohne die Fritzbox, von der Qualität her einem herkömmlichen analogen Anschluss (ich nutze dies so)? Und die Erweiterung mit der Fritzbox und drei möglichen Rufnummern wäre quasi ein qualitativer Downgrade auf Voice-Over-IP?

Für mich erschien das Angebot mit der sog. ISDN-Option zunächst reizvoll, weil ich dachte, ich könnte die Fritzbox mit meiner alten Telekom-ISDN-Anlage koppeln und so die alten TAE-Boxen über mehrere Etagen im Haus reaktivieren, um einen Qualitätsgewinn zu erzielen, denn momentan befindet sich das Kabelmodem im Dachgeschoss, somit also auch die Telefonbasisstationen, die die anderen Zweittelefone nur per Funk erreichen, was einige Stockwerke tiefer schon mal zu schlechterer Qualität führt. Kurzgesagt: wenn die neue ISDN-Option via Fritzbox von der Telefonie her per se mit einen Qualitätsverlust verbunden wäre, hätte man unterm Strich nichts gewonnen. Oder sehe ich das falsch?
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