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Loggt UM mit?

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Re: Loggt UM mit?

Beitragvon DrBrain » 02.10.2008, 22:22

...oft reicht nur die Zieladresse, um zu wissen, was man da getrieben.
Aber es muss schon ein Handfester Verdacht vorliegen - sonst schaut sich kaum einer die Logs an.

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Re: Loggt UM mit?

Beitragvon Moses » 02.10.2008, 23:45

frankfurt1 hat geschrieben:Manchmal muss man auch mal illegale Dinge über den Internetanschluss tun - aber man sollte da wirklich verschlüsseln...


Man "muss" niemals illegale Dinge tun. :P

Außer UM kommt erstmal keiner an die Daten. UM guckt sich die selber auch nur an, wenn eine Beschwerde über den Abuse kommt. Da werden dann aber auch keine Daten rausgerückt sondern höchstens (also falls nötig) der entsprechende Kunde gesperrt und dann darüber informiert was falsch läuft. Da wird auch normalerweise keine Absicht unterstellt, sondern eher ein Trojaner oder ähnliches... daher wird der Anschluss dann wieder entsperrt, sobald der Kunde versichert, dass der Computer "clean" ist (ggf. wird ihm auch an der 0900er Hotline geholfen den Computer zu säubern).

Wenn es tatsächlich mal so weit kommen sollte, dass ein Gerichtsverfahren eingeleitet wird (bzw. nach neuem Gesetz auch beim Verdacht der "gewerbsmäßigen" Urheberrechtsverletzung), dann muss UM Namen & Anschrift des Kunden rausrücken, zu dem die IP gehört. Den Rest der Daten aber nicht! Die Daten muss die Gegenstelle schön selber sammeln (was allerdings überhaupt kein Problem darstellt!). Die IP lässt sich bei jedem Anbieter zu Namen und Adresse auflösen, insofern ist es eigentlich vollkommen unerheblich, was UM loggt und was nicht.
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Re: Loggt UM mit?

Beitragvon WhiteShadow » 03.10.2008, 00:49

Nein Angst habe ich keine, aber mich hats interessiert welche Daten die von mir dann alle haben.
Ist interessant mit dem 1TB Traffic pro Woche.
Mein Vater hätte noch eine Frage und zwar welches Kabel geht von der Box wo der Kabelanschluss ist bis zum Kabelmodem? Das ist doch ein ganz normales Antennenkabel oder? Er fragte dann noch ob das ungeschirmt, geschirmt usw. sein muss. Möchte mir 2play 20.000 holen.
Weiß einer ab wann es das Weihnachtsangebot geben wird?
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Re: Loggt UM mit?

Beitragvon Moses » 03.10.2008, 12:55

Das Kabel von der Kabeldose zum Modem ist ein normales Sat-Anschlusskabel (ja, nicht verlesen, ein Sat-Kabel!). Das Kabel sollte schon geschirmt sein... es wird ein ca 3m langes Kabel mitgeliefert. Normalerweise ist es aber besser, das Kabel zwischen Dose nicht zu verlängern, sondern eher ein langes Netzwerkkabel & Telefonkabel zu nutzen.
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Re: Loggt UM mit?

Beitragvon WhiteShadow » 03.10.2008, 13:25

Mh ich wollte das Kabelmodem eigentlich in das Zimmer von meinem Bruder stellen, doch das ist im Obergeschoss und der Anschluß der derzeit verblombt ist ist im Keller. Wäre also ca. 20 Meter. Müsste dann also das Kabelmodem in Keller stellen. Würde ich ein langes Sat Kabel nehmen, dann wäre ein Geschwindigkeitsverlust dabei oder? Wie habt ihr das gelöst?
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Re: Loggt UM mit?

Beitragvon Moses » 04.10.2008, 01:32

Naja, du könntest auch ein Koaxialkabel (RG6, im Prinzip auch das gleiche Kabel) vom Keller zu deinem Bruder legen, dann könnte der installierende TK das Kabel nutzen und im Zimmer von deinem Bruder eine Kabeldose setzen, an die käme dann das Modem und daran Telefon+Netzwerk. Das wäre die beste Lösung.
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Re: Loggt UM mit?

Beitragvon WhiteShadow » 04.10.2008, 19:17

Das Koaxialkabel RG6 geht dann also von der Kabelanschlussdose bis in das Zimmer von meinem Bruder, dieses ist dann mit einer Kabeldose verbunden und dann ein Sat Kabel von der Kabeldose bis zum Kabelmodem. Habe ich das richtig verstanden? Und direkt ein Sat Kabel von der Kabelanschlussdose bis hoch in das Zimmer von meinem Bruder und dann ans Kabelmodem würde einen zu hohen Leistungsverlust bedeuten oder?
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Re: Loggt UM mit?

Beitragvon Moses » 05.10.2008, 12:53

Naja, im Prinzip ist es dasselbe Kabel... ich kann's dir nicht genau sagen, aber normalerweise ist es den Technikern lieber, es sorum zu machen, dass das lange Kabel vor der Dose ist und danach nur noch ein kurzes Kabel bis zum Modem.
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Re: Loggt UM mit?

Beitragvon der_durden » 05.10.2008, 14:31

Moses hat geschrieben:Das ist falsch. Provider haben das Recht, bzw. eher die Pflicht, Daten mit zu loggen. Einmal zum Schutz ihres eigenen Netzwerks und zum anderen um zu verhindern, dass aus ihrem Netzwerk heraus zu viel Unsinn getrieben wird, um zu verhindern, dass andere Provider einfach den kompletten IP Adresseraum blokieren (was z.B. bei Spambots schonmal passieren kann). Nur mit diesen Logs kann UM gezielt Benutzer sperren, gegen die sich bei der Abuse-Abteilung beschwert wurde.

Die Daten zur Vorratsdatenspeicherung sind davon vollkommen unabhängig. Wenn jemand von deinem Provider den Namen zur IP wissen will, darf der Provider auch nicht auf die Daten zur Vorratsdatenspeicherung zugreifen, sondern nur auf die, die er selber zu Abrechnungs- und Netzssicherheitszwecken gespeichert hat. (Ausführliche Logs darf der Provider natürlich nicht rausgeben!) Daher ist es schon interessant, was der Provider so speichert und wie lange er das tut... leider gab's davon von UM bisher noch nie eine wirkliche Aussage dazu.

Eine Zuordnung von IP zum Kundennamen wirst du aber bei jedem Provider ziemlich lange hinbekommen, egal ob Flatrate oder nicht (da gab's mal eine lange Diskussion, dass Provider bei Flatrates nichts mitloggen dürften, weil sie es zur Abrechnung ja nicht bräuchten, darauf hin gibt's jetzt eben noch die Netzsicherheit als Argument mit zu loggen).


Hi Moses,

das ist so nicht ganz richtig. Laut einem Urteil des Landgerichtes Darmstad ist das Speichern der Daten, nicht erlaubt.

http://www.bfdi.bund.de/cln_027/nn_530308/DE/GesetzeUndRechtsprechung/Rechtsprechung/KommunikationsdiensteMedien/Artikel/250106__InternetzugangFlatrate.html

Auch geht aus dem Urteil ganz klar heraus, dass die von Dir angesprochenen netzinternen Gründe (wie Leistungserschleichung, allgemeine Fehler etc.)
nicht zum Tragen kommen und eine Löschung in jedem Fall vorzunehmen ist.

Es käme einem "Persilschein" gleich, dürften die Provider aus Gründen der "Sicherung des eigenen Netzwerkes" die Daten speichern.

Für den Zweck, Straftaten aufzuklären ist die Vorratsdatenspeicherung installiert worden. Aber auch hier gibt es ganz enge Grenzen, die eine Herausgabe der
Daten erlauben.

Die Zuordnung der IP zum Kundennamen, darf eben auch nicht lange möglich sein. Es gibt hier eine klare Rechtssprechung und Rechtsauffassung auch das Gesetz
spricht hier eine klare Sprache.

Da eben IP-Daten bei den Providern nur zur Abrechung gespeichert werden dürfen ergab sich ja die Notwendigkeit (aus politischer - nicht meiner Sicht) das
Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung zu verabschieden.

Eine kurze Zusammenfassung des Urteils:
BfDI hat geschrieben:Das Amtsgericht hat der Beklagte untersagt, die im Rahmen der Nutzung des Internetzugangs dem Kläger zugeteilten dynamischen IP-Adressen zu speichern, sobald diese nicht mehr für die Ermittlung der Abrechnungsdaten erforderlich sind; vorliegende Daten dieser Art seien zu löschen. Eine weitergehende Löschung jeglicher Abrechnungsdaten lehnte das Gericht ab, da davon auszugehen, dass es eine Vielzahl gesondert zu vergütender Nutzungsmöglichkeiten gebe. Die Klage wurde aber insoweit abgewiesen, als die Löschung jeglicher Abrechnungsdaten begehrt wurde.

Das Landgericht hat das Urteil dahin präzisiert, dass die Beklagte bezüglich der Nutzung im Rahmen der Flatrate keine Angaben zum Datenvolumen erheben oder speichern darf und nach Beendigung der jeweiligen Nutzung alle Daten, die eine Verbindung zwischen der zugeteilten IP-Adresse und dem Kläger bzw. seinem technischen Zugang herstellen, umgehend zu löschen hat. Auch sind alle derartigen bereits gespeicherten Daten zu löschen.


Ich denke aber auch, dass die Angelegenheit in der Praxis doch anders aussehen kann. Vor allem wegen § 100 Abs. 1 und Abs. 3 TKG dürften manche Provider es durchaus
darauf ankommen lassen.
der_durden
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Re: Loggt UM mit?

Beitragvon Moses » 05.10.2008, 15:26

Keine Angst, die Politik hat schon dafür gesorgt (bzw. sorgt noch dafür), dass die Verbindung IP <=> Name grundsätzlich gespeichert wird (auch außerhalb der Vorratsdatenspeicherung) und die Lobby der Film-/Musikindustrie wird dafür sorgen, dass sie auch daran kommen.
Moses
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