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IPv6 Aktueller Status bei UnityMedia

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
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IPv6 Aktueller Status bei UnityMedia

Beitragvon Red-Bull » 17.05.2008, 14:47

Hi,

aufgrund der aktuellen Lage finde ich man muss auch mal die News über IPv6 bei UM hier zusammentragen.

- Weiß jm was ob getestet wird o.ä. ?
- Wann bekommen Kunden IPv6 zugewiesen?

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IPv6: Nie war es so wichtig wie heute  Meldung vorlesen

Das neue IP-Protokoll IPv6 wird mehr gebraucht denn je, sagte beim heutigen IPv6-Tag der EU Rudolf Strohmeier, Kabinettschef von Medienkommissarin Viviane Reding. Mit dem IPv6-Tag, zu dem Vertreter von Regierungen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus aller Welt eingeladen waren, beging die Kommission die Veröffentlichung ihres IPv6-Aktionsplans. Insbesondere Sensornetze und der mobile Internetzugang erforderten eine rasche Verbreitung von IPv6, sagte Strohmeyer.
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Bis 2010 will die Kommission durch unterstützende Maßnahmen die IPv6-Fähigkeit von 25 Prozent der europäischen Nutzer erreichen. Allerdings räumte ein Kommissionsbeamter mit Blick auf die eigenen Dienste heute ein, dass die Verfügbarkeit der eigenen Webseiten zwar angestrebt werde, aber noch nicht sicher sei, ob es am Ende des Aktionsprogramms schon so weit sei.

Die Generaldirektion für Informatik (DIGIT) verwaltet für die Union ein recht großes Netz mit knapp 1000 Servern und rund 1000 Routern. Als Provider der internen IT-Dienste für alle Generaldirektionen unterstütze DIGIT den IPv6-Aktionsplan, sagte DIGIT-Chef Garcia Moran heute in Brüssel. 2008 stehe dabei das Training des eigenen Teams an; darüber hinaus gebe es Gespräche mit den drei Backbone-Providern und eine Umfrage unter den Mitgliedsstaaten zum Status Quo.

Constanze Bürger vom deutschen Innenministerium nannte die Entscheidung von Bund und Ländern, das Innenministerium zentral mit der Beantragung von IPv6-Adressen bei der IP-Adressvergabestelle RIPE NCC zu beauftragen, als wichtigen Schritt hierzulande. "Doch damit beginnen auch die Schwierigkeiten", sagte Bürger, die auf dem Weg zum öffentlichen IPv6-Netz noch viel Arbeit sieht. Die Vorgaben für ein so genanntes Local Internet Registry (LIR) von Seiten des RIPE widersprächen teilweise den rechtlichen Gegebenheiten in Deutschland. Insbesondere widerspreche die Anforderung einer hierarchischen Weitervergabe von IPv6-Adressen aus einem zugewiesenen Block den Vorstellungen der Partner im föderalen System.

Bürger sagte mit Blick auf die Anbindung von über 40 Städten an ein chinesisches IPv6-Netz, darum seien die Kollegen in China zu beneiden. Die Zusammenarbeit deutscher Behörden sei durch ein zersplittertes Netz gekennzeichnet, bei dem teilweise Network Address Translation (NAT) unerlässlich sei. Für die Entwicklung in China verwies Liu Dong von der BII Group auf das seiner Aussage nach erste IPv4/IPv6-basierte Sensornetz zur Überwachung von 50 Stadien während der Olympischen Spiele. Der Adressreichtum von IPv6 und die laut Experten leichtere Konfigurierbarkeit wird allerdings bereits auch für Sensornetze in Japan genutzt, etwa zur Vorwarnung im Erdbebenfall.

"Es ist Zeit, IPv6 aus dem Labor ins tatsächliche Geschäft zu bringen", sagte Martin Palmer, Technology Manager im R&D Bereich der Vodafone Deutschland. Network Address Translation, bei dem viele Geräte hinter einer Adresse verborgen werden, sei inzwischen praktisch eine Religion. Tatsächlich aber erhöhe NAT die Kosten, da es für Verzögerungen und Batterieverbrauch verantwortlich sei. Wann Vodafone aber den Sprung aus dem Labor wagt, sagte Palmer nicht. Der IPv6-Tag der Kommission ist im Web noch bis heute abend zu verfolgen, ganz schlicht über IPv4. (Monika Ermert)


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OECD warnt vor zögerlicher Übernahme des IPv6-Standards

Die langsamen Fortschritte bei der Übernahme des künftigen Internet-Standards IPv6 könnten das globale Netz in regionale Blöcke aufspalten, meint die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Diese Situation könnte entstehen, wenn Staaten das IPv6-Protokoll unterschiedlich schnell einführen.

IPv6 soll das aktuelle IPv4-Protokoll ablösen, das aufgrund seiner Spezifikation der ungebremsten Zunahme an Internet-Teilnehmern kaum noch gewachsen ist. Vor allem der mit maximal 4,3 Milliarden Adressen für heutige Ansprüche sehr knapp bemessene Adressraum sorgte für die neue Konzeptionierung des Internet-Protokolls. Die letzten IPv4-Adressblöcke werden laut aktuellen Hochrechnungen in spätestens drei Jahren an Betreiber verteilt sein. Mittels dem bereits 1995 entwickelten IPv6 lassen sich hingegen rund 350 Sextillionen Rechner adressieren.

Das OECD empfiehlt daher in einem Bericht anlässlich eines kommenden Meetings Regierungen und Wirtschaft, den Wechsel zum IPv6-Protokoll zu forcieren. Das neue Adressierungsschema sei entscheidend für die Zukunft der Internet-Wirtschaft. Möglicherweise könnten Marktmechanismen den Wechsel beschleunigen, wenn die Kosten für die Nutzung der IPv4-Technik zunehmen, weil Betreiber zunehmend größeren Aufwand treiben müssen, um den Mangel an IPv4-Adressen auszugleichen, heisst es weiter. Vor allem in Südostasien und Südamerika sind IPv4-Adressen ein sehr knappes Gut. Das OECD empfiehlt daher Fortbildungsmaßnahmen und Kampagnen für IPv6.

Einzelne IPv6-Inseln sind immerhin schon in Betrieb. So freut sich die OECD über IPv6-Netze in Japan, die für die Auswertung von Erdbebenmesswerten genutzt werden und in China soll IPv6 im Rahmen der olympischen Spiele erprobt werden. Viele Hersteller haben die fortschrittliche Technik längst im Programm; es mangelt bisher an breiter Umsetzung. Immerhin gibt es hierzulande schon den einen oder anderen Provider, der IPv6 anbietet, obwohl noch Reserven an IPv4-Adressen vorhanden sind. Weiterführende Informationen zum Thema bieten zum Beispiel die Heisenetze-Artikel Das Mega-Netz und IPv6-Adressbereiche. (dz/c't)
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Re: IPv6 Aktueller Status bei UnityMedia

Beitragvon ralfk » 17.05.2008, 19:04

Ich wäre sehr angetan davon, wenn UM früh mit einer Migration nach IPv6 beginnen würde. Vielleicht könnte man mit einigen Kunden Tests machen und die Technik erproben (indem man z.B. neben IPv4 auch schon IPv6-Adressen verteilt, Stichwort Dual-Stack). Ich weiß aber nicht, ob die eingesetzten Kabelmodems IPv6-fähig sind (vielleicht müssen sie das auch nicht hinsichtlich der Ende-zu-Ende Strecke zum Endgerät des Kunden ?). Spätestens mit DOCSIS 3.0 sollten die Kabelmodems aber IPv6-fähig sein.

Auch sind derzeit nur die allerwenigsten DSL/Kabel/IP-Router für zu Hause IPv6-fähig, wobei die Linux-basierten Router hier am ehesten update-fähig sind. Aber es wäre sicherlich sehr sinnvoll, jetzt mit der Planung zu beginnen und den Kunden auch etwas über diese Planung mitzuteilen.

Na ja, eine sehr große Hoffnung habe ich indes nicht. Ich denke, die großen Provider mit eigenem Backbone werden schneller auf den IPv6-Zug aufspringen. UM wird sicherlich auf Partner angewiesen sein, die mitspielen.
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Re: IPv6 Aktueller Status bei UnityMedia

Beitragvon Moses » 20.05.2008, 12:31

Das Kabelmodem spielt auf der IP Ebene überhaupt keine Rolle... dem sollte es also egal sein ob IPv4, IPv6 oder IPv27 zum Einsatz kommt (außer natürlich für die Webschnittstelle aber die hat mit der eigentlichen Funktion als Kabelmodem ja nichts zu tun). ;)

Ich hab mal geguckt, aber es sieht so aus als ob man bei UM noch keine IPv6 Adressen bekommt... Router sind auf jedenfall Problematisch. Interessant ist aber auch, dass man sich mit IPv6 an den meisten Firewalls vorbei mogeln kann ;)
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Re: IPv6 Aktueller Status bei UnityMedia

Beitragvon ralfk » 21.05.2008, 13:26

Moses hat geschrieben:Das Kabelmodem spielt auf der IP Ebene überhaupt keine Rolle... dem sollte es also egal sein ob IPv4, IPv6 oder IPv27 zum Einsatz kommt (außer natürlich für die Webschnittstelle aber die hat mit der eigentlichen Funktion als Kabelmodem ja nichts zu tun). ;)


Joh, vermute ich auch (Layer 2). Allerdings wird im DOCSIS 3.0 Standard explizit auf die IPv6-Fähigkeit hingewiesen. Was damit gemeint ist, müsste man mal nachlesen. Kann sein, dass IP nur für die interne IP-Verbindung (Operation & Maintenance) zum "Headend" eine Rolle spielt, schließlich hat das Kabelmodem auch IP-Adressen.

Moses hat geschrieben:es sieht so aus als ob man bei UM noch keine IPv6 Adressen bekommt


Generell muss sich der Provider auch und vor allem über IPv6-Adressierung Gedanken machen. Als Endkunde wird man nämlich bestimmt ein Subnetz zur Verfügung gestellt bekommen und nicht nur eine einzelne IP-Adresse. NAT hat dann ausgedient und damit ist dann jeder PC hinter dem Heimrouter per Default direkt im Internet. Da werden Firewalls auf jeden Fall wichtiger, die meisten können aber noch kein IPv6. Die IPv6-Einführung ist also auch beim Endkunden gut vorzubereiten. Daher wären Tests ja sehr hilfreich, um hier Wissen aufzubauen.
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Re: IPv6 Aktueller Status bei UnityMedia

Beitragvon Moses » 22.05.2008, 00:27

Warum sollte der Endkunde ein IP Subnetz bekommen? Nur weil es plötzlich mehr Adressen gibt? Das seh ich noch nicht... Oder gibt es da schon irgendwelche Planungen von Providern? Als Provider würd ich an der einen IP nichts ändern, NAT funktioniert ja mittlerweile ziemlich gut und bietet dem Kunden auch einen gewissen Schutz. Außerdem werden auch IPv6 Adressen Geld kosten... ;)
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Re: IPv6 Aktueller Status bei UnityMedia

Beitragvon ralfk » 22.05.2008, 10:37

Moses hat geschrieben:Warum sollte der Endkunde ein IP Subnetz bekommen? Nur weil es plötzlich mehr Adressen gibt? Das seh ich noch nicht... Oder gibt es da schon irgendwelche Planungen von Providern? Als Provider würd ich an der einen IP nichts ändern, NAT funktioniert ja mittlerweile ziemlich gut und bietet dem Kunden auch einen gewissen Schutz. Außerdem werden auch IPv6 Adressen Geld kosten... ;)

Bei IPv6 ist es in einem echten IPv6-Netz vom Design her vorgegeben, dass man immer ein Subnetz zuweist, sobald ein Router ins Spiel kommt (z.B. der Router zu Hause hinter dem Kabelmodem). Diesem Router wird ein Subnetz zugewiesen und auf LAN-Seite besorgen sich die Geräte dann i.d.R. per Autokonfiguration eine IP-Adresse aus diesem öffentlichen Adressbereich. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass man nun so viele Adressen hat, dass man jedem Gerät der Welt eine IP-Adresse geben kann (PC, TV, Kühlschrank etc.). Dann muss ich aber zwangsläufig ganze Subnetze dem Kunden zuweisen. Denn NAT gibt es - nach allem was ich über IPv6 gelesen habe - nicht mehr bei IPv6 (nur noch für die Address-Translation zwischen IPv4 und IPv6). Es gibt zwar private IP-Adressbereiche (die sogar global eindeutig sein können, aber nicht global geroutet werden) und im LAN gibt es auch immer ein privates, nicht geroutetes Netz (Link-Local). Aber NAT ist für das "Verstecken" und Anbinden hinter dem Router liegender Netzgeräte nicht mehr vorgesehen. Man möge mich mit Quellangabe berichtigen, wenn dem nicht so ist.

Wie groß nun das IPv6-Subnetz ist, welches einem vom Provider zugeteilt wird, wird sich in der Praxis zeigen. Eigentlich sind die letzten 64 Bit für die Host-Adressierung gedacht. Ich würde also jetzt davon ausgehen, dass sobald ich ein Subnetz bekomme (weil ich ja einen Router betreibe), ich dahinter 64 Bit für "2 hoch 64" Geräte zur Verfügung habe. Hört sich viel an, vielleicht liege ich ja auch falsch hier. Aber ich glaube, so ist es. Denn die restlichen 64 Bit für die Netze bedeutet immer noch, dass ich 1.84e19 Netze adressieren kann (es sind einige Bits weniger, da nicht alle Netze für Provider vorgesehen sind). Und der große Host-Anteil macht da Sinn, wo ich z.B. beim Mobilfunk einzelne Adressen zuweisen muss. Aber wie gesagt, sobald ich mehr als eine Adresse benötige und/oder einen Router betreibe (sei es auch der kleine Router zu Hause), müsste ich eigentlich ein /64 Subnetz bekommen. Oder man verwendet zu Hause keinen Router mehr (für den einfachen Kunden ggf. die beste Lösung) und bezieht eine IPv6-Adresse aus einem anderen 64 Bit - Pool vom Provider. Das könnte ggf. auch für viele Netzgeräte zu Hause funktionieren, wenn alle auf Layer 3 mit dem letzten Router beim Provider verbunden sind. Dann hätten wir aber wieder das Problem einer fehlenden Firewall (die ja i.d.R. auch ein Router ist). Dann wäre der eigene Router zu Hause wieder besser. In der Praxis wird es sich zeigen, deshalb finde ich Tests ja auch so wichtig. Fakt ist aber, dass das Design von IPv6 über die Prefixe im Netzanteil vorsieht, dass jeder Provider mehr Subnetze bekommt als heute einzelne IPv4-Adressen. Es gibt also keine Grund, diese Subnetze nicht direkt an die Endkunden (Haushalte) zu verteilen.

[Update] In der Praxis wird der 64 Bit Host-Bereich (/64 Prefix) für Endkunden auf bis zu /48-Prefix vergrößert. Siehe RFCs http://tools.ietf.org/html/rfc3177#section-3, http://tools.ietf.org/html/rfc3769. Das /48 Prefix könnte zu Hause (oder bei Geschäftskunden) noch weiter aufgeteilt werden in weitere Subnetze,. Der feste Split zw. Netzanteil und Hostanteil (64/64) ist wohl eher theoretisch. Es kommt also immer auf das Prefix an, welches im Router konfiguriert wird, wie groß der Anteil der Hosts ist. Ein /64 Prefix lässt sich also nicht weiter "subnetten" und bildet somit dass kleinste Netz.[/Update]

Wenn man jedoch IPv6 über einen Tunnel-Provider (IPv6 über IPv4, z.B. http://go6.net/4105/freenet.asp) bezieht, gibt es meist einzelne IP-Adressen (Point-to-Point), die dem Kunden zugewiesen werden.

Soweit die Theorie (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/IPv6, http://www.zid.tuwien.ac.at/zidline/zl15/ipv6.html), http://felix.pfefferkorn.de/blog/archives/148-IPv6-mit-Autokonfiguration.html.

Im übrigen ergibt sich daraus auch, dass Anonymität bei IPv6 zunehmend auf der Strecke bleiben wird. Denn der Host-Anteil der IPv6-Adresse (64 Bit) im Subnetz wird bei Autokonfiguration aus der weltweit eindeutigen MAC-Adresse abgeleitet.
Zuletzt geändert von ralfk am 22.05.2008, 15:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: IPv6 Aktueller Status bei UnityMedia

Beitragvon ralfk » 22.05.2008, 15:34

Nachtrag: Bezüglich DOCSIS 3.0 und IPv6 kann man in http://www.jcl.or.jp/files/USLabsSeminar/4%20%20IPv6%20In%20DOCSIS%203.0v2.pdf nachlesen, dass IPv6-Support in den Kabelmodems vor allem für die Ablösung der privaten Adressen für Routing zwischen Kabelmodem und Headend benötigt wird (Provisioning). Die privaten IPv4-Adressen (10./8 und 192.168./16) werden bei schlechter Planung wohl auch schon knapp. Wie in http://tools.ietf.org/html/draft-mule-cablelabs-docsis3-ipv6-00#section-2 beschrieben ist, kann man sich aber auch vorstellen, dass mit IPv6 Layer-3 Funktionalitäten in das Kabelmodem Einzug halten. Je nachdem, was der Kabel-Provider also vorhat (sprich: wo lässt man das IPv6-Subnetz des Endkunden terminieren ?) , ist die Aufrüstung auf IPv6 daher auch im Kabelmodem zwingend.
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Re: IPv6 Aktueller Status bei UnityMedia

Beitragvon Moses » 22.05.2008, 16:12

Naja, NAT war am Anfang bei IPv4 auch nicht wirklich vorgesehen... in IPv6 gibt es keine technischen Einschränkungen, die NAT verhindern würden.

Naja, bei IPv6 haben sich eindeutig viele Leute ganz viel tolles ausgedacht... wie sich das in der Praxis bewährt, wird sich noch zeigen... die größten Probleme werden wohl die Firmen haben, die bald keine IPv4 Adressen mehr bekommen und dann auf IPv6 angewiesen sind.
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Re: IPv6 Aktueller Status bei UnityMedia

Beitragvon ralfk » 22.05.2008, 18:05

Es dürfte gerade im Interesse der Provider liegen, den Endkunden ganze IPv6-Subnetze zur Verfügung zu stellen. Denn so könnte man neue Services anbieten, wenn im Haushalt ein paar Dutzend Geräte direkt mit dem Internet kommunizieren können. Man könnte z.B. mit Stromerzeugern zusammenarbeiten (und von denen eine Gebühr verlangen), um den Stromzähler über das Internet abzulesen. Und und und ...
Wir können uns heute vielleicht noch nicht vorstellen, wo es hingeht. In Fragen der Sicherheit wird man auch neue Konzepte haben müssen.
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Re: IPv6 Aktueller Status bei UnityMedia

Beitragvon saschab » 27.05.2008, 23:56

Hallo,

Man könnte z.B. mit Stromerzeugern zusammenarbeiten (und von denen eine Gebühr verlangen), um den Stromzähler über das Internet abzulesen. Und und und ...


Zu dem Them habe ich letztens folgendes lesen können:

http://www.wiwo.de/technik/intelligente ... st-270919/

Meiner Meinung nach spart an den "intelligenten" Stromzähler nur einer: Der Stromkonzern, welcher eine bessere Spitzenlastverteilung vorhersagen kann.

Sascha
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